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> Fragen zur MPU
xyz2022
Beitrag 30.07.2022, 15:42
Beitrag #1


Neuling


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Hallo zusammen,
ich wäre Euch für jede Hilfe bei meinem Problem sehr dankbar.

Zur Vorgeschichte:

Mein Führerschein wurde aufgrund von Punkten entzogen.
Nun habe ich Mitte Juni, nach Ablauf der Sperre, einen Antrag auf Neuerteilung gestellt. Zeitgleich mit der MPU Vorbereitung angefangen. Von der Führerscheinstelle kam bisher noch kein Brief zur MPU Aufforderung.

Nun erreicht mich ein Brief von der Polizei, dass ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis gegen mich läuft. Ich habe weder ein Auto, noch habe ich mich zum Tatzeitpunkt auf einer Geburtstagsfeier 100 km von dem Tatort. Hierfür gibt es dutzende Zeugen. Ich habe den Verdacht, dass meine Ex mir eins auswischen möchte, da wir derzeit vor dem FamGericht um das Kind streiten und Sie dies mal bei der Übergabe des Kindes angedeutet hatte. Frühere Anzeigen von Ihr wurden alle eingestellt. Ich bin definitiv nie gefahren, in dem Schreiben steht auch kein Kennzeichen. Die Angelegenheit habe ich natürlich meinem Anwalt übergeben. Ich bin überzeugt, dass der Sachverhalt zu meinen Gunsten geklärt wird. Das wird jedoch dauern.

Kann ich meine MPU jetzt vergessen?
Stehen in der Führerscheinakte offene Ermittlungsverfahren?

Vielen Dank für Eure Hilfe!



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MsTaxi
Beitrag 30.07.2022, 16:21
Beitrag #2


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Das Ermittlungsverfahren wird allein schon dadurch bekannt, dass du am Tag der MPU einen Fragebogen ausfüllen musst, in dem nach offenen Ermittlungsverfahren gefragt wird. Abgesehen davon wird dieses Ermittlungsverfahren auch an die Fsst gemeldet werden, die es dann in der Akte vermerkt. So wie du den Fall hier schilderst, sollte dein RA allerdings darauf drängen können, dass die Sache bald eingestellt wird.


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"Das Problem beim Klartext reden in Sachen Alkohol und Drogen besteht darin, dass der, der zuhört, gern weghört, wenn er noch nicht bereit für den Klartext ist."
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xyz2022
Beitrag 30.07.2022, 17:23
Beitrag #3


Neuling


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Danke für deine Anwort. Ok, verstehe. Und wenn man am Tag der MPU ankreuzt, dass ein Ermittlungsverfahren läuft, wird man nicht zugelassen?

Wie sollte ich jetzt am besten vorgehen? Antrag zurückziehen?

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MsTaxi
Beitrag 30.07.2022, 17:50
Beitrag #4


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Nicht unbedingt. Das hängt auch vom Engagement anderer Parteien mit ab.

Wenn dein RA etwas Druck macht und du willige Zeugen auffahren kannst, die bereitwillig zu einer Vernehmung kommen, kann das Ganze vor einem MPU-Termin erledigt sein. Btw, warum gab es da
Zitat
Frühere Anzeigen von Ihr wurden alle eingestellt.
nie eine Anzeige deinerseits?

Zitat
Mitte Juni (...) mit der MPU Vorbereitung angefangen.
Finde ich ambitioniert, ehrlich gesagt.


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xyz2022
Beitrag 30.07.2022, 18:08
Beitrag #5


Neuling


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Von welchen Parteien hängt es ab, ob ich zur MPU-Prüfung zugelassen werde?

Mittw Juni habe ich den Antrag gestellt und Ende Juli mit der Vorbereitung begonnen. Habe auch noch einige Stunden vor mir. Aber bisher keine Nachricht Seitens der FsS.

Mein Anwalt hat die Akte angefordert und meinte, dass es dauern kann bis er diese bekommt.

Was genau meinst du mit der Frage, ob von meiner Seite Anzeigen erfolgt sind?

Viele Dank für deine bisherigen Antworten.
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MsTaxi
Beitrag 30.07.2022, 18:38
Beitrag #6


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1. Eine MPU ist keine Prüfung, die man mit ausreichend richtigen Antworten besteht. Bei einer Punkte-MPU geht es darum, dass du erklären kannst, warum du gegen Verkehrsregeln beständig verstoßen hast, warum dir die zahlreichen Warnschüsse keine Lehre waren, dein Verhalten rechtzeitig zu ändern. Darauf aufbauend musst du darstellen, wie du in Zukunft dein Verhalten im Verkehr gestaltest, dass solche Delikte nicht mehr vorkommen. Das alles innerhalb weniger Wochen zu erarbeiten ist selbst mit fachlicher Hilfe ziemlich ambitioniert.

2. Kann durchaus sein, dass die Fsst von dem Ermittlungsverfahren schon weiß und deinen Antrag auf Neuerteilung erstmal im Stapel parkt, bis das abgeschlossen ist. Gesetzt den Fall, du wärest schuldig, käme es ja nicht zu einer MPU, sondern zu einem erneuten Verfahren, diesmal wegen FoFE und damit zu einer erneuten Sperrfrist.

3. Wenn mich ein Ex mehrmals fälschlicher Weise irgendwelcher Delikte beschuldigen würde, tät's aber im Karton gewaltig rappeln. Da wäre eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung die von meiner Seite aus initiierte unvermeidliche Folge inkl. im Bedarfsfall eine Schadenersatzklage. Warum war das bei dir nicht der Fall? Das würde aktuell mMn nach deine Position eher stärken als schwächen.


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xyz2022
Beitrag 30.07.2022, 19:08
Beitrag #7


Neuling


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Zu Punkt 3: Mein passives Verhalten stärkt meine Position beim FamG..
Mit jeder Einstellung wird allen Beteiligten klar, dass sie der Agressor ist und ich das Kind nicht aus dem Blick verliere.

Ansonsten würde ich genauso handeln, wie du beschrieben hast.

Würdest du mir empfehlen bei der FsS anzurufen und mich erkundigen was jetzt Sache ist? Bekomme ich da überhaupt eine vernünftige Antwort?
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uwe112
Beitrag 30.07.2022, 19:31
Beitrag #8


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Zitat (xyz2022 @ 30.07.2022, 20:08) *
Zu Punkt 3: Mein passives Verhalten stärkt meine Position beim FamG..
Mit jeder Einstellung wird allen Beteiligten klar, dass sie der Agressor ist und ich das Kind nicht aus dem Blick verliere.


Hallo,

warum hätte eine Anzeige wegen falscher Beschuldigungen,gegen Deine Ex negative Folgen beim FamG ?

Ich sehe dahingehend den Vorteil,das sie dadurch evtl. von weitern falschen Anschuldigungen abgehalten wird.

Gruß

Uwe
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Hornblower
Beitrag 31.07.2022, 11:04
Beitrag #9


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Ich vermute, der TE zielt drauf ab, dass seine Ex noch mehr "Eigentore" schießt. think.gif Damit soll sie beim FamG um so mehr als Aggressor dargestellt werden.

Ob diese Rechnung aufgeht? think.gif


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xyz2022
Beitrag 31.07.2022, 14:58
Beitrag #10


Neuling


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Mütter haben vor dem FamG grundsätzlich bessere Karten und dem Vater wird immer eine gewisse Agression unterstellt. Der Plan ist aufgegangen und ich wurde nicht zum Wochenendpapa degradiert.

Ich habe keine Sorgen über den Ausgang der aktuellen Ermittlungen, das Problem ist, dass die Mühlen der Behörden nur langsam mahlen und bis zur Einstellung meist 6 Monate vergehen können.

Würde es aktuell nicht um meinen FS gehen, wäre ich entspannt.
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