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30.12.2011, 14:54
Beitrag
#1
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Großes Lob an das Forum. Es ist sehr hilfreich und der Umgangston gefällt mir. Hier wird niemend (nachdem was ich bisher so an Threads gelesen habe), trotz seines Fehlverhaltens, beschimpft, geprügelt oder "an die Wand gestellt". Das finde ich nicht selbstverständlich und deshalb erwähnenswert. Wie im Titel zu lesen ist, habe auch ich einen Fehler begangen. Die TF war in der Nacht zum 20.11.11, nach einem Besuch einer größeren Sport-Veranstaltung. Der Abend ist "etwas eskaliert". Die ausführliche Beschreibung zum ganzen Sachverhalt werde ich wahrscheinlich später mal aufschreiben, wenn gewünscht oder Anlass dazu besteht. Das ganze ist also noch nicht so lange her. Ich bin in solchen Sachen kein Mensch von großer Geduld, daher hab ich schon wenige Tage nach der TF begonnen, mich im Internet schlau zu machen: Was erwartet mich (Strafe/Folgen), was kann ich tun. Dadurch bin ich auch hier gelandet und hab mich heute angemeldet. Der Fragebogen zum Sachverhalt kam am Sa. den 25.11.11. Nach Rücksprache mit einem befreundeten Anwalt hab ich das Kreuz bei "Aussageverweigerungsrecht" gemacht. Ich hatte für mich noch die Option: "Ich gebe die Tat zu" in Erwägung gezogen, wovon er mir aber abriet. Den Bogen habe ich dann am 8.12.11 persönlich bei der zuständigen Wache abgegeben. Bisher kam noch keine "Antwort". Durche meine Recherchen ist mir aber klar, dass ich zu 99,9% zur MPU muß (über die ich hier im Forum auch schon viel gelesen habe + den größten Teil von Krautsalats Thread + ein paar der Protokolle). Langer Text, kurzer Sinn: Die TF ist jetzt ~ 5 Wochen her, den letzten Schluck Alkohol hab ich 3 Tage nach der TF getrunken (ein Glas Rosé, den mir meine Freundin eingeschenkt hat und mir, wahrscheinlich aufgrund des Schocks, nicht mal geschmeckt hat). Die Frage: Kann/soll/muß ich mich schon um einen Abstinenznachweis kümmern, obwohl ich noch kein Urteil/Beschluss etc. habe? Für kommende Antworten, Tipps und Hilfestellungen bedanke ich mich hiermit schon mal im voraus! Schönen Gruß Der Beitrag wurde von Hornblower bearbeitet: 30.12.2011, 19:33
Bearbeitungsgrund: Ort des Geschehens anonymisiert.
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30.12.2011, 16:42
Beitrag
#2
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 1288 Beigetreten: 05.07.2010 Wohnort: Cool Blue Mitglieds-Nr.: 54729 |
Hallo @~Radfahrer~
herzlich willkommen hier im Verkehrsportal Die Frage: Kann/soll/muß ich mich schon um einen Abstinenznachweis kümmern, obwohl ich noch kein Urteil/Beschluss etc. habe? Nein, würde ich noch nicht machen, u.a. da bei einer Radfahrer-MPU nicht unbedingt eine Verhaltensänderung gefordert werden muss, wenn die Radfahrt kein Ausdruck von Kontrollverlust war. Dennoch würde ich mir mal gründlich Gedanken um meinen Alkoholkonsum und die Trinkmotive machen und überlegen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Hast Du denn vor zukünftig (den Rest deines Lebens!) abstinent zu bleiben? -------------------- Zitat (Netiquette) Wenn Sie dem Autor eines Beitrags etwas mitteilen wollen, überlegen Sie bitte, ob dies eine Bereicherung der laufenden Diskussion ist und auch andere interessieren könnte - oder ob nicht eine einfache E-Mail oder eine Nachricht über das boardeigene Nachrichtensystem ("PM") besser geeignet wäre. |
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30.12.2011, 17:28
Beitrag
#3
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Danke @Thomaygo für das herzliche Willkommen! (Das spricht auch wieder für den 1. Absatz in meinem ersten Post
OK, gut, dass ich meinen eigenen Thread eröffnet habe, denn ich weiß nicht ganz, was Du mit dem Kontrollverlust meinst. Soll ich den Ablauf des Nachmittags/Abends/Nacht beschreiben, damit Du/alle mir eine genauere Antwort geben kannst/können? Die Gedanken zum Konsum mache ich mir schon, seit ich hier @krautsalats Thread gefunden habe. Also ca. 3,5 - 4 Wochen... Ich glaube nicht, dass ich den Rest meines Lebens abstinent sein möchte. Allerdings werde ich mindestens bis zur MPU abstinent bleiben. Allein schon um mir selbst zu "beweisen", dass ich den Alkohol nicht brauche. Irgendwann danach werde ich wohl wieder Alkohol trinken, was sich dann hoffentlich als kontrolliertes Trinken erweisen wird. Ich bin ein Gesellschaftstrinker. Die Gelegenheiten in meinem bisher 35 Jahre dauernden Leben, an denen ich Abends mal ganz alleine eine Flasche Bier (und dann war es auch nicht mehr) getrunken habe, kann man an einer Hand abzählen. Wenn ich bei mir zu Hause eine Party gegeben habe und ich zu viel Bier gekauft habe, stand das immer so lange rum, bis es abgelaufen war. Dafür hau(t)e ich dann in Gesellschaft um so mehr rein. Gesellschaft ist allerdings auch, wenn meine Freundin und ich schön gekocht haben und uns dann beim Essen eine Flasche Rotwein geöffnet und geleert haben. Aber das kam maximal 1 mal pro Woche vor, da wir beide in Schichtdiensten arbeiten und so das Kochen meist eher ein schnelles Warmmachen von Nudeln oder größtenteils vorgefertigten Mahlzeiten ist. Schöne Grüße |
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30.12.2011, 17:40
Beitrag
#4
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 1288 Beigetreten: 05.07.2010 Wohnort: Cool Blue Mitglieds-Nr.: 54729 |
OK, gut, dass ich meinen eigenen Thread eröffnet habe, denn ich weiß nicht ganz, was Du mit dem Kontrollverlust meinst. Soll ich den Ablauf des Nachmittags/Abends/Nacht beschreiben, damit Du/alle mir eine genauere Antwort geben kannst/können? Mit Kontrollverlust ist grob gemeint, ob Du auch genausogut in ein Auto gestiegen wärst, wenn gerade eins da gewesen wäre. Vielleicht wäre es doch gut, wenn Du etwas mehr über den Abend erzählen könntest. Besonders was passiert ist und was Du wann getrunken hattest. Edith möchte noch, dass Du vielleicht möglichst anonym bleibst Ich glaube nicht, dass ich den Rest meines Lebens abstinent sein möchte. Allerdings werde ich mindestens bis zur MPU abstinent bleiben. Allein schon um mir selbst zu "beweisen", dass ich den Alkohol nicht brauche. Irgendwann danach werde ich wohl wieder Alkohol trinken, was sich dann hoffentlich als kontrolliertes Trinken erweisen wird. Bei der MPU möchte der Gutachter eine stabilisierte Verhaltensänderung erkennen, was ist denn, wenn dein Trinken dann doch nicht kontrolliert bleibt Dafür hau(t)e ich dann in Gesellschaft um so mehr rein. Was heißt das denn genauer? "1 Flasche Rotwein beim Essen" & "mit 2 Promille noch radfahren zu können" sind doch noch nen Unterschied -------------------- Zitat (Netiquette) Wenn Sie dem Autor eines Beitrags etwas mitteilen wollen, überlegen Sie bitte, ob dies eine Bereicherung der laufenden Diskussion ist und auch andere interessieren könnte - oder ob nicht eine einfache E-Mail oder eine Nachricht über das boardeigene Nachrichtensystem ("PM") besser geeignet wäre. |
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30.12.2011, 19:39
Beitrag
#5
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Mit Kontrollverlust ist grob gemeint, ob Du auch genausogut in ein Auto gestiegen wärst, wenn gerade eins da gewesen wäre. Nein, wäre ich nicht. Wir (& unser Freundeskreis) fahren ja mit dem Rad, damit wir nicht mit dem Auto fahren. Und das Rad benutzen wir auch nur, weil es halt 50% schneller ist als zu Fuß zu gehen. Die Strecken, die wir dabei auf dem Rad zurück legen müssen, dauern nie länger als 10-15 Minuten, da wir alle sehr zentral in der Stadt wohnen und alle Festivitäten recht nah sind. Vielleicht wäre es doch gut, wenn Du etwas mehr über den Abend erzählen könntest. Besonders was passiert ist und was Du wann getrunken hattest. Edith möchte noch, dass Du vielleicht möglichst anonym bleibst Dann werde ich alles erzählen, wenn Edith mir noch sagt, was alles, außer Namen natürlich, noch anonym bleiben soll? Daten, Gegenden, Städtenamen? Bei der MPU möchte der Gutachter eine stabilisierte Verhaltensänderung erkennen, was ist denn, wenn dein Trinken dann doch nicht kontrolliert bleibt Tja, woher soll ich das jetzt schon wissen? Ob und wie viel ich in einem 3/4 Jahr trinken werde, kann ich wirklich noch nicht sagen. Dass ich mit dieser "Einstellung" beim GA noch nicht gut da stehe, ist mir klar. Aber bis dahin, ich gehe mal von Juli/August/September 2012 aus, sind auch noch einige große Trinkgelegenheiten (Silvester, Grünkohlwanderung, Karneval, Vatertag, mein Geburtstag, Schützenfest, Seefest) + die ein oder andere außerplanmäßige Gelegenheit (Babypinkeln, Geburtstage von Freunden, Stadionbesuche, Meisterfeier des BVB Die 5 Wochen ohne Alk haben mir nichts ausgemacht, obwohl auch in der Zeit schon die ein oder andere Möglichkeit zum Trinken da war (Treffen im großen Freundeskreis, Weihnachtsmarkt, Weihnachten bei den Eltern). Sicherlich hab ich auf dem Weihnachtsmarkt mal gedacht, dass ein Eierpunsch ja jetzt mal ganz nett wäre, nach dem ganzen Kakao und Kinderglühwein, aber ich hab widerstanden. Was heißt das denn genauer? "1 Flasche Rotwein beim Essen" & "mit 2 Promille noch radfahren zu können" sind doch noch nen Unterschied Das sollte nur bedeuten, dass ich zu Hause trinke, wenn meine Freundin mir Gesellschaft leistet. Niemals aber alleine ein Feierabendbier oder ein Bier bei einem Fußballspiel, dass ich mir zu Hause anschaue, wenn die Freundin desinteressiert im Nebenraum vor dem anderen Fernseher hockt. Diese hohe Giftresistenz hab ich wohl mit der Bundeswehrzeit begonnen anzueignen, als ich mit den Kameraden nahezu jeden Abend von Montags bis Donnerstags in die nahegelegene Stadt gegangen bin und dort jeden Abend auf den Putz gehauen habe. Und ich hab 23 Monate gedient... Dann war es etwas ruhiger, bis ich das Nachtleben meiner jetzigen Heimat entdeckt habe. Da ging ich dann, wenn der Dienstplan es zulies, gleich Freitag und Samstag Abend in die Clubs, wo ich von 22:30 bis 4 oder 5 Uhr getrunken habe. Auch mal bis 7, wenn ich in Stimmung war. Seit ich vor 5 Jahren mit meiner Freundin zusammengekommen bin, haben sich die Trinkgelegenheiten auf die weiter oben genannten Möglichkeiten reduziert. Also ca. 15 Stück pro Jahr. Und da wird nicht jedes mal bis zur Besinnungslosigkeit getrunken. Aber, was mir durch das Lesen hier im Forum und auch anderswo klar geworden ist, mehr als im Durchschnitt. Es ist halt geselliges Beisammensein, wo keiner der Anwesenden ins Glas spuckt. |
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30.12.2011, 20:15
Beitrag
#6
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 25040 Beigetreten: 05.03.2007 Wohnort: Erlangen Mitglieds-Nr.: 29238 |
Nur mal nebenbei: Was ist denn "Babypinkeln"? Noch nie gehört ...
-------------------- redonner sa grandeur à l'europe!
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30.12.2011, 20:27
Beitrag
#7
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Kein Problem. Ich kopiere es mal in gekürzter Fassung von Wikipedia: Babypinkeln
Zitat Unter der Bezeichnung Babypinkeln werden gesellige Veranstaltungen aus Anlass der Geburt eines Kindes verstanden. Dieser Brauch ist im Umfeld von Familien-, Freundes- und Nachbarschaftskreisen beheimatet. Nach der Überlieferung soll dieser feierliche Umtrunk dem Neugeborenen nach der Geburt durch den Genuss der Getränke symbolisch beim Wasserlassen helfen, damit es keine Schmerzen erleidet. Der Brauch ist im norddeutschen Raum entstanden. Vielfach feiert der Vater die Geburt des Kindes mit Freunden und Nachbarn, während die Mutter mit dem Neugeborenen noch im Krankenhaus liegt. Bei der Ausgestaltung des Festes ist es in einigen Regionen üblich, die Gäste in eine Gaststätte einzuladen. Häufig wird die Feier jedoch im Elternhaus durchgeführt, was durch das Aushängen eines Bettlakens oder einer Fahne aus dem Fenster bekanntgegeben wird, und Freunde und Nachbarn werden auf diese Weise informiert. Eine explizite Einladung ist dann nicht erforderlich. Teilweise wird erwartet, dass die Gäste für Speisen und Getränke sorgen. Auch dies ist von der jeweiligen Region abhängig. Oft wird ein hölzerner Storch aufgestellt, der die Geburt des Kindes weithin sichtbar macht. Als Gegenleistung kannst Du, als Moderator, mir mal sagen, wo ich den Edit-Button finde, den ich bisher vergebens gesucht habe. Und Danke an @hornblower, der den Ort im 1. Post anonymisiert hat. Damit erledigt sich auch die Frage, was alles anonym bleiben sollte. Eigentlich alles |
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30.12.2011, 20:32
Beitrag
#8
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 25040 Beigetreten: 05.03.2007 Wohnort: Erlangen Mitglieds-Nr.: 29238 |
Gerne:
Den Edit-Button gibt es erst ab einer bestimmten Anzahl Beiträge. Die Editierzeit ist am Anfang kurz und steigt dann in Stufen an. Wie das genau konfiguriert ist, weiß ich selber nicht. Die Editierfunktion kann eine Diskussion ziemlich durcheinanderbringen, daher vielleicht. Zur Anonymität: Du solltest zu Deinem eigenen Schutz nicht identifizierbar sein, und andere Personen sollten anonym bleiben, weil es sonst leicht rechtlichen Streß gibt. (Und auf die Idee, in der Wikipedia nachzusehen, hätte ich selber kommen können. Ich kannte den Begriff nur überhaupt nicht ...) -------------------- redonner sa grandeur à l'europe!
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30.12.2011, 20:34
Beitrag
#9
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 2178 Beigetreten: 29.11.2006 Wohnort: Niedersachsen Mitglieds-Nr.: 25926 |
Was ist denn "Babypinkeln" Der Vater gibt, direkt nach der Geburt, unter den mänlichen Bekannten ordentlich einen aus. (i.R. solange die Frau und das Kind noch nicht wieder zu Hause sind.) -------------------- Gruss
![]() Wanderer |
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30.12.2011, 20:42
Beitrag
#10
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Danke @mir.
Dann denke ich schon mal darüber nach, wie ich den Ablauf morgen früh, mit möglichst anonymen Ortsmarken, beschreiben kann. Der Wanderer hat es gut getroffen. Hätte ich es nicht bei Wiki gefunden, wäre meine Beschreibung ziemlich ähnlich gewesen. |
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30.12.2011, 20:47
Beitrag
#11
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 4433 Beigetreten: 10.10.2007 Wohnort: Umfeld von Münster Mitglieds-Nr.: 37400 |
Ich kannte den Begriff nur überhaupt nicht ...) @Radfahrer: Die MPU wird bei Deinem Wert kommen - das stimmt. Du bist aber BEWUSST mit mit dem Radl unterwegs gewesen, damit es eben nicht zu einem Problem mit der Fleppe kommt. Es wissen aber sehr sehr viele Fahrradfahrer tatsächlich nicht darüber Bescheid, dass eine Alk-Fahrt mit dem Rad den Autoführerschein kosten kann - Du wahrscheinlich auch nicht. Was nun auf Dich zukommt kannst Du ungefähr einschätzen - Du hast ja hier inzwischen fleißig gelesen. Mit dem Trinkverhalten ist das so eine Sache - Abstinenz ist bei Deinem Wert nicht zu erwarten - k.T. kann funktionieren. Warst Du denn sehr voll, als Du angehalten wurdest?? Wie war Dein Verhalten gegenüber der Polizei?? -------------------- Schöne Grüße,
Toni |
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30.12.2011, 20:56
Beitrag
#12
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 8126 Beigetreten: 13.06.2006 Mitglieds-Nr.: 20252 |
Zum Thema "Editieren" gab es hier mal eine Antwort.
Die Zeiten sind iirc 20 Minuten bei "normalen" Usern. Ab 1000 gezählter Beiträge gibt es 60 Minuten. -------------------- _/ _/_/_/_/_/_/_/_/_/_/
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30.12.2011, 21:48
Beitrag
#13
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Ich wußte, dass man seinen Führerschein unter Alkoholeinfluß auf dem Fahrrad verlieren kann. Der Polizist fragte mich nach der AAK mit 2,1‰ auch, ob ich weiß, dass es ab 1,6‰ Konsequenzen haben wird. Meine Antwort war so ungefähr: "Ich hab da irgendwann mal irgendwas gehört."
Ob ich voll war? Ja sehr. Ich habe von der Fahrt von der "größeren Sportveranstaltung" bis zum Punkt des Anhaltens (laut Google Maps ~1,7km) keine Erinnerung. Erst als der Polizist mir in den Lenker griff, um mich anzuhalten und auf sich aufmerksam zu machen, kommt die Erinnerung wieder. Meiner Erinnerung nach war ich sehr freundlich zu den Polizisten, einem Mann und einer Frau. Ich stimmte sofort einer AAK zu, antwortete wahrheitsgemäß auf die Frage, wann ich mein letztes Bier getrunken habe (10-15 Minuten) und schloß auf Verlangen des Polizisten mein Fahrrad an eine Baumumfassung. Ich fragte ihn, ob ich Ausfallerscheinungen gehabt hätte, was er bejahte. (Allerdings glaube ich eher, dass sie mich anhalten wollten, weil ich kein Licht eingeschaltet hatte und dann den Alkohol bemerkten. Ist nicht gerade ein Pluspunkt für mich, aber auch eher eine Vermutung) Nach der Frage, ob ich einer Blutentnahme zustimmen würde, fragte ich, ob das besser wäre. Der Polizist bejahte das und somit stimmte ich zu. Dann wurde ich hinter den Beifahrersitz gesetzt und es ging zur Wache. Während der Fahrt drängte ich den beiden noch ein Gespräch über die Lage im hiesigen Partyviertel im Zusammenhang mit der örtlichen Rockerbande auf. Dann fragte ich noch, was mir aus dieser Situation noch so drohen könnte, worauf der Polizist einen Betrag nannte. Ob er MPU erwähnte, weiß ich nicht mehr. Ich bin mir nicht sicher, ob es real war oder nicht, dass der Polizist irgendwann meinte, ich solle jetzt lieber nicht mehr reden. Auf der Wache ließ man mich eine knappe Stunde warten. In der Zeit tröstete ich eine Frau, deren Geld und Handy gestohlen wurde und ich mußte mal auf die Toilette, was mir auch gestattet wurde. Unter Beobachtung, zwar nicht direkt auf den Willi, aber der Polizist, der vorher am Empfang saß, blieb im Raum Mit dem Arzt hab ich dann auch noch rumgescherzt, hab ihm auf die Frage, welchen Arm er nehmen soll, gesagt, dass mein linker besser wäre, weil ich mit dem rechten erst 3-4 Tage zuvor Blut gespendet habe. Und das die alten Einstiche auch daher kommen und nicht von Drogenkonsum. Was er mir auch ohne Vorbehalt geglaubt hat. Die Polizistin, die mich in die Wache gebracht hat, war die ganze Zeit anwesend. Auch den Arzt habe ich gefragt, was jetzt kommt. Er wollte mir ein bißchen Mut machen und meinte, es könnte bei einem Dududu! mit gestrecktem Zeigefinger vom Staatsanwalt bleiben, da es die erste Auffälligkeit war, aber ich glaube, dann hat er den Wert von der AAK gelesen und er meinte, ich solle den Anhörungsbogen mit dem angekreuzten Aussageverweigerungsrecht zurück schicken. Ich weiß auch nicht mehr, ob er mir zu einem Anwalt geraten hat oder nicht. Jedenfalls lief alles ab, ohne das jemand laut oder handgreiflich wurde. Alles in allem war ich mMn sehr kooperativ. Ach ja, nach der ganzen Prozedur wurde ich dann bis zur Tür der Wache begleitet, wo der Polizist fragte, was das da eigentlich an meinem Fan-Schal wäre. Ich sagte ihm, dass ich diese Maskottchen selbst mache und sobald wie möglich eines in der Wache vorbeibringen würde. Das hab ich bisher noch nicht geschafft, weil ich vor Weihnachten so viele davon basteln mußte... Ob sich das negativ auswirkt? |
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30.12.2011, 22:30
Beitrag
#14
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 25040 Beigetreten: 05.03.2007 Wohnort: Erlangen Mitglieds-Nr.: 29238 |
Schmunzel ... man denkt halt mit 2 Promille nicht mehr wirklich klar. Für die Polizisten warst Du sicher ein bei diesem Wert vergleichsweise netter Kandidat. Das hilft aber auch nichts. Wenn's in der Akte steht, daß Du zugegeben hast, zu wissen, daß man nicht mit Alkohol Radfahren darf, ist Dir ein sonst sehr praktischer Weg durch die MPU verbaut.
-------------------- redonner sa grandeur à l'europe!
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30.12.2011, 23:36
Beitrag
#15
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Ich hab mir schon gedacht, das Toni Montana auf etwas bestimmtes hinaus will. Aber was soll ich machen. Weder will ich Euch hier belügen/mit falschen Informationen versorgen, noch mir selbst mehr Hoffnung machen als nötig, wenn mich meine Erinnerungen nicht allzu sehr trügen. Und wenn meine Aussage in der Akte steht, weiß es ja wahrscheinlich auch der GA.
Ich selbst werde nicht in die Akte einsehen können, da ich bisher keinem Anwalt das Mandat übertragen habe. Wenn das Urteil allerdings stark nach oben von dem abweicht, was ich erwarte (30-35 Tagessätze), werde ich den im ersten Post erwähnten Anwalt einschalten, damit Akteneinsicht gewährt wird. Wenn es gar zu einer Verhandlung kommen sollte, und nicht einfach zu einer schriftlichen Benachrichtigung, werde ich ihm natürlich auch das Mandat übertragen. |
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30.12.2011, 23:53
Beitrag
#16
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 25040 Beigetreten: 05.03.2007 Wohnort: Erlangen Mitglieds-Nr.: 29238 |
Du kannst eine Abschrift der Akte auch ohne Anwalt erhalten (kostet aber pro Seite), oder Du kannst einen Anwalt nur zur Akteneinsicht beauftragen, da gibt's einige Kanzleien, die das recht günstig anbieten.
(Nur als Auskunft gemeint, ich weiß nicht, ob das bei Dir sinnvoll ist.) -------------------- redonner sa grandeur à l'europe!
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31.12.2011, 00:38
Beitrag
#17
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Ersteres wußte ich nicht. Kann mir denn jemand sagen, wie dick die Akte jetzt schon sein könnte (bitte nicht in Zentimetern) und was die kopierte Seite kostet?
Jedenfalls hab ich unter dem Stichwort Akteneinsicht schon mal was auf Wikipedia gefunden, was sehr interessant ist. Man braucht nicht mehr zwingend einen Anwalt, um als Beschuldigter in die Akten einsehen zu können. Solange ein paar Punkte eingehalten werden. Und ob das für einen Fall wie meinen interessant wäre, ist auch eine andere Frage... Zweiteres würde ich genau so mit dem Anwalt machen. Hat er mir schon angeboten. Allerdings hat er mir noch keinen Preis genannt Ich bin für jeden Tipp, Hinweis und Ratschlag dankbar. Und wahrscheinlich nicht nur ich, sondern auch jeder, der in Zukunft in diese Lage kommt. |
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31.12.2011, 02:56
Beitrag
#18
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 21408 Beigetreten: 24.09.2003 Mitglieds-Nr.: 175 |
30 bis 35 Tagessätze wären für einen alkoholisierten Radfahrer aber schon deutlich über dem Durchschnitt. Üblicherweise sind es wohl nur 20 bis 25.
In welchem Bundesland lebst Du eigentlich? Die Rechtsprechung zu Radfahrer-MPU's ist nämlich nicht ganz einheitlich in Deutschland, und deshalb gibt es durchaus Unterschiede bei den Fragestellungen, die im Rahmen der MPU zu klären sind. -------------------- "Alle Mitgliedstaaten hätten Grund sich zu beklagen. Skouris betont, dass gerade dies beweise, dass der EuGH seine Arbeit gut mache."
(Interview mit Vassilios Skouris am 20.04.06 im ORF) |
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31.12.2011, 09:41
Beitrag
#19
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Moin, liebe Leute,
hm... die 30-35 Tagessätze ergab meine Internetrecherche und auch der befreundete Anwalt meinte, dass es in dem Bereich liegen könnte. Allerdings findet man zu TF mit dem Rad auch nicht so viel wie zu Fahrten mit dem PKW. Und der Anwalt hatte anscheinend vorher auch noch nie einen Fall mit Radfahrer. Ich wäre natürlich glücklich, wenn es 5-15 Tagessätze weniger wären als in meiner Annahme. Ich lebe in Niedersachsen. Ist das noch anonym genug? |
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31.12.2011, 09:48
Beitrag
#20
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 25040 Beigetreten: 05.03.2007 Wohnort: Erlangen Mitglieds-Nr.: 29238 |
Letztlich mußt Du das wissen. Das Bundesland ist für die Sache bedeutend, weil die Rechtsprechung in den Bundesländern im Detail abweicht. Der genaue Ort ist unwichtig.
-------------------- redonner sa grandeur à l'europe!
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31.12.2011, 09:58
Beitrag
#21
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
OK, hab die Ortsmarke rausgenommen.
Ich frage mich allerdings, warum das so wichtig ist. Gibt es aktive GA die hier mitlesen und dann, wenn sie einen Täter "erkennen", etwas davon gegen ihn verwenden? |
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31.12.2011, 10:03
Beitrag
#22
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 25040 Beigetreten: 05.03.2007 Wohnort: Erlangen Mitglieds-Nr.: 29238 |
Es kann vorkommen, daß GA (die aber weniger Interesse daran haben dürften) oder die Staatsanwaltschaft mitliest. Dein Fall ist allerdings eher unspektakulär.
-------------------- redonner sa grandeur à l'europe!
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31.12.2011, 10:04
Beitrag
#23
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![]() Neuling ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 42 Beigetreten: 23.12.2008 Mitglieds-Nr.: 45965 |
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31.12.2011, 10:11
Beitrag
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Dein Fall ist allerdings eher unspektakulär. Obwohl ich normalerweise eine attention whore bin, macht mich Deine Aussage nicht unglücklich @ Ossikind: In welchem Bundesland? Wenn das bei mir der Fall wäre, hätte der Polizist ja gar nicht so stark untertrieben, wie ich im Nachhinein dachte |
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31.12.2011, 12:08
Beitrag
#25
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 1288 Beigetreten: 05.07.2010 Wohnort: Cool Blue Mitglieds-Nr.: 54729 |
Ich selbst werde nicht in die Akte einsehen können, da ich bisher keinem Anwalt das Mandat übertragen habe. Du kannst deine Akte auch problemlos bei der FSST einsehen, wenn Du eine neue FE beantragst (bzw. musst Du darauf auch hingewiesen werden). Das macht für die MPU wahrscheinlich sogar mehr Sinn, denn dann siehst Du genau, was auch der GA vor sich hat. -------------------- Zitat (Netiquette) Wenn Sie dem Autor eines Beitrags etwas mitteilen wollen, überlegen Sie bitte, ob dies eine Bereicherung der laufenden Diskussion ist und auch andere interessieren könnte - oder ob nicht eine einfache E-Mail oder eine Nachricht über das boardeigene Nachrichtensystem ("PM") besser geeignet wäre. |
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31.12.2011, 13:26
Beitrag
#26
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 30804 Beigetreten: 16.01.2006 Wohnort: Kiel Mitglieds-Nr.: 16036 |
Du kannst deine Akte auch problemlos bei der FSST einsehen, wenn Du eine neue FE beantragst Zu dem Zeitpunkt, wenn hier eine MPU angeordnet wird, ist @~Radfahrer~ noch im Besitz einer Fahrerlaubnis. Zudem vermute ich, daß er aktuell nicht über seine Führerscheinakte schreibt, sondern über die Strafakte bezüglich der aktuellen Tat. -------------------- |
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31.12.2011, 13:42
Beitrag
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Hallo Thomaygo,
ich war Radfahrer. Ich hab meine FE noch. Ich bin zwar nicht ganz sicher, ob ich alles richtig verstanden habe, auch weil ich aufgrund der bisher nur 5 vergangenen Wochen (+Feiertage) noch kein weiteres Schriftstück, außer den Tatvorwurf mit dem zurückgeschickten Fragebogen, habe, aber vielleicht könnt Ihr mich da ja bestätigen oder korrigieren oder den Ablauf für mich darstellen: Die FSSt wird ein GA von mir verlangen und mir dafür eine Frist setzen. Wenn ich in dieser Frist eine negative MPU oder gar kein Ergebnis abgegeben habe, verliere ich meine FE. Wenn ich positiv bestehe, behalte ich sie. Die MPU soll unter anderem herausfinden, ob ich soetwas auch mit einem KFZ machen würde. Wäre schön, wenn mir das jemand von Euch "erfahrenen Hasen" kurz erläutern könnte. Kann es eigentlich sein, dass ich mir mit meiner freiwilligen Abstinenz selbst ins Knie schieße? Ich komme darauf, weil es ja schon erwähnt wurde, dass eine AB wahrscheinlich nicht nötig sein wird und ich dann über diesen Satz: "Ich fragte den GA später, wie hätte er bestehen können- durch die Wahrheit und KT, antwortete er." in Martiniiis MPU Beisitzer-Bericht gestolpert bin. Edith: Ah, verdammt, hätte ich mal nicht so viel nachgedacht, während ich geschrieben habe. Jens hat in beiden Punkten Recht! |
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31.12.2011, 16:50
Beitrag
#28
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Ich sehe gerade, dass ich mich mit den Daten um eine ganze Woche vertan habe... Das ist alles eine Woche später passiert. Da hab ich wohl auf den 3-Monats-Kalendern falsch gelesen
Also TF am 26./27.11., Fragebogen am 3.12. bekommen, am 15.12. zurück gebracht. Dann schildere ich mal den Tagesablauf des 26.-27.11. Auch wenn es keiner liest, ist es ja gut für mich selbst Ich stand Morgens früh um 7 Uhr mit meiner Freundin auf. Sie hatte Frühschicht und ich frei. Ich trank die erste Tasse Kaffee, setzte mich abwechselnd an den PC und an meinen Basteltisch. Ich nähe immer so 3-5 Teile zusammen, bzw. breite ich Teile dafür vor. Dann lege ich es erstmal weg und rutsche mit dem Stuhl wieder vor den PC um zu sehen, was sich bei Facebook und Twitter so getan hat. So verging der Vormittag und Mittag. Ohne das ich in der Zeit etwas gegessen habe. Pünktlich um 15:30 Uhr, der Pfiff zum Anstoß war gerade erklungen, klingelte wie verabredet eine Arbeitskollegin mit ihrer Nichte, die sich bei uns das Derby BVB-Sch...04 ansehen wollten. Ich als BVB-Anhänger in einer "fremden" Stadt freue mich immer, wenn Gleichgesinnte vorbeikommen. 15:40 fragte ich die beiden, ob sie was trinken wollen. Die Nichte verneinte und wollte gar nichts, meine Arbeitskollegin mußte ich nicht lange fragen was sie wollte. So wurde das erste Bier (0,33l) geöffnet. Kurz vor der Halbzeitpause, also so gegen 16:10 holte ich dann mal das 2. Bier für uns. In der Halbzeitpause gab es dann eine Wohnungsbesichtigung, denn die Kollegin war noch nie bei uns. Daher reichte das Bier bis 16:50. Aber dann gab es das 3. Zu der Zeit kam auch meine Freundin von der Arbeit. Sie kennt meine Essgewohnheiten und hat uns erstmal ein Stück Stollen aufgeschnitten. Davon aß ich zwei 3x3cm große Stücke. 17:20 Uhr war das Spiel zu Ende, die Nichte und ich jubelten über den 2:0 Erfolg, die Arbeitskollegin ist 96erin, freute sich aber mit uns (ich halte mal kurz fest: 3 x 0,33l in ~100 Minuten (15:40 - 17:20)) Flux ging es auf zum Stadion des hiesigen Erstligisten, dessen Nordderby um 18:30 begann und wofür wir Karten hatten. Ich nahm mein Fahrrad mit, schob aber neben den beiden her, denn sie hatten keine Räder dabei (weil die Nichte aus einer anderen Stadt kommt). 17:45 waren wir vor dem Eingang, wo ich meinen Freundeskreis traf, der schon auf mich wartete. Obligatorisch gab es das Bier vorm Stadion (0,4l). Kurz nach 18 Uhr ging es dann Richtung Einlasskontrolle, durch, hoch zur Tribüne und an den Bierstand. Das nächste 0,4l-Bier also um 18:20. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und das Stadion war in unserem Bereich relativ leer, so daß man auch noch eine Zeit vor der Pause zur Toilette gehen konnte, ohne dass allzu viele Leute "gestört" wurden. Frei nach Frank Goosen: "Ich geh mal pissen!" Der Sitznachbar: "Bring mir eins mit!" verlässt man seinen Platz nicht nur um zu urinieren, sondern sorgt auch für Nachschub. So kommt es zum 3. 0,4l Bier um ca. 19:10. Halbzeitpause, Diskussionen unter den knapp 30.000 Trainern der Heimmannschaft. Weiter gehts, die Gäste gehen um 19:50 Uhr in Führung, um diese Zeit rum gab es auch das 4. 0,4l Bier. Die Heimmannschaft gleicht durch einen Sonntagsschuß aus, Jubel Trubel Heiterkeit! Das Spiel endet um 20:20 mit 1:1. Raus aus dem Stadion, wieder zurück an den Bierstand vorm Stadion. Noch ein 0,4l Bier in der Runde. Ich hatte dieses so ca. bis zur Hälfte getrunken, da rief mich ein Bekannter an, für den ich am Vormittag noch zwei Maskottchen gebastelt hatte. Er wartete am benachbarten Hotel. Ich erklärte meinen Freunden, dass ich mal kurz zur Übergabe dort hin gehe, aber in ein paar Minuten zurück kommen würde. Mit dem halben Bier in der Hand ging ich also los und traf den Bekannten. Ich trank noch weiter von dem Bier, aber irgendwann war es leer. (ich halte wieder fest: 5 x 0,4l in ~180 Minuten (17:45 - 20:45)) Der Bekannte war alleine, denn sein Sitznachbar war schon gegangen, wollte aber auch noch etwas trinken. Wir gingen durch das Hotel wieder Richtung Bierstand. Meine Freunde sind in der Zeit außen rum gegangen (Absprachen Yeah!). Das wußten wir natürlich nicht, und so standen wir da kurz dumm rum. Also erstmal ein Bier bestellt. Ich hatte es gerade so knapp 1/3 bis Hälfte ausgetrunken, da machte der Bierstand zu. Der Bekannte, ich nehme an, er hatte vorher noch nicht so viel Bier getrunken, war schon fertig und wollte unbedingt noch 2 für uns bestellen. Die Plastikbecher waren aber wohl schon verpackt und so "mußte" ich die verbliebenen 0,2 Liter Bier runterstürzen. Großer Fehler! Zusätzlich hatte ich noch das neue ~0,4l (schnell gezapt, deswegen ~) Bier in der Hand. Damit gingen wir zurück zum Hotel, denn der Bekannte war nicht dick angezogen und begann zu frieren. Dort trafen wir auch meine Freunde wieder. Mein Bekannter bot ihnen an, drinnen noch ein Bier zu spendieren, aber sie wollten langsam mal nach Hause, wir verabredeten uns aber noch ohne Uhrzeit für die Innenstadt. Ich würde mich auf dem Handy melden. Den Bekannten wollte ihn aber nicht so schnell wieder alleine lassen. Es war nicht die Aussicht auf ein Freibier, sondern das schlechte Gewissen, jemanden, der alleine aus dem Rheinland gekommen ist, so schnell wieder zu verlassen. Wir gingen also ins Hotel. Dort ist eine Bar, an der sich während und nach dem Spiel viele Leute einfinden. (2 x 0,4l inkl. Sturztrunk in ~ 30-45 Minuten (21:00 - 21:30/45)) Ab da eskalierte es. (Nachdem ich ja hier schon ein paar Wochen mitlese, eskaliert es ja schon während der 3 x 0,33l). Jedenfalls werden einige 0,3l Biere getrunken. Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wie viele es waren. Ich schätze es aber auf 6-8 p.P.. Ich versuche mich zu erinnern, ob auch Mischgetränke im Spiel waren, kann es aber nicht. Ich hab gerade mal den Bekannten auf Facebook kontaktiert, ob er mir da "helfen" kann. Gegen 0:30 Uhr muß ich mich dann wohl von ihm verabschiedet haben. Da mir irgendwann in der Bar die Erinnerung abhanden kommt, ich keine Anhaltspunkte durch das Fußballspiel mehr habe und sich nur eine SMS von 23:43 Uhr an eine meiner Bekannten, mit denen ich ja noch verabredet war und ein Selten-auf-die Uhr-Blicker bin, kann ich das nur schätzen. Kommt aber dadurch hin, da ich um 0:50 in der Innenstadt von der Polizei angehalten wurde. Wie schon geschrieben, an das Abketten des Fahrrads und die Fahrt über ca. 1,7km hab ich auch keine konkrete Erinnerung. (6-8 x 0,3l in ~ 160 Minuten (21:50 - 00:30)) Ab hier folgt dann die Beschreibung aus Post #13. Als ich um ca. 2 Uhr mit der Bitte, jetzt nicht über Los! und ohne 4000 Euro einzuziehen direkt nach Hause gehen sollte, zur Tür der Wache begleitet wurde, ging ich den Umweg von 200-300 Metern zurück zu dem Ort, an dem ich mein Fahrrad zurücklassen mußte, schloss es ab und schob! es nach Hause. (Ich hab das gemacht, weil mein Fahrrad relativ teuer ist und hier viele Räder gestohlen werden. Da wollte ich es nicht gerade dort stehen lassen). Um 5 Uhr kam meine Freundin von ihrer eigenen Betriebs-Weihnachtsfeier nach Hause und fand mich mit ausgezogener Jacke, runtergezogener Jeans, mit dem Rücken auf dem Sofa, die Füße wohl noch in den Schuhen auf dem Boden stehend, schlafend vor. Sie weckte mich so gut es ging und wir gingen rüber ins Schlafzimmer, wo ich irgendwann Mittags mit einem Kopf wie ein Rathaus wieder "aufwachte"... Im Laufe des Nachmittags erzählte ich dann meiner Freundin, was mir da letzte Nacht passiert ist... Soweit bis hierhin... Stichwörter, die mir garantiert nicht helfen werden, und auch keine Entschuldigung oder Ausreden darstellen sollen: - den ganzen Tag nichts erwähnenswertes gegessen - 4 Tage vorher bei der Blutspende gewesen (der Körper braucht ca. 4 Wochen, bis er das ganze Volumen wieder hergestellt hat) |
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31.12.2011, 18:26
Beitrag
#29
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Hallo ~Radfahrer~,
deine Einschätzung der Lage, wie folgt: Die FSSt wird ein GA von mir verlangen und mir dafür eine Frist setzen. Wenn ich in dieser Frist eine negative MPU oder gar kein Ergebnis abgegeben habe, verliere ich meine FE. Wenn ich positiv bestehe, behalte ich sie. Die MPU soll unter anderem herausfinden, ob ich soetwas auch mit einem KFZ machen würde. gibt in etwa wieder, was dich erwartet. Leider kann man nicht vorhersagen wie lange die Führerscheinstelle braucht um sich bei dir zu melden. Nachdem sie sich mit der Aufforderung zur MPU gemeldet hat, wird die Frist für die Abgabe des Gutachtens wohl nicht länger als 3 Monate betragen. Es kann also sein, dass du, sollte die für dich zuständige Behörde von der schnellen Sorte sein, nicht genug Zeit hast den Mindestzeitraum einer gelebten Verhaltensänderung glaubhaft zu machen bzw. nachzuweisen. Wenn du Glück hast meldet sich die Führerscheinstelle erst in 5 oder 6 Monaten oder aber erst in ein paar Jahren. Kann es eigentlich sein, dass ich mir mit meiner freiwilligen Abstinenz selbst ins Knie schieße? Ich komme darauf, weil es ja schon erwähnt wurde, dass eine AB wahrscheinlich nicht nötig sein wird und ich dann über diesen Satz: "Ich fragte den GA später, wie hätte er bestehen können- durch die Wahrheit und KT, antwortete er." in Martiniiis MPU Beisitzer-Bericht gestolpert bin. Wie du zukünftig mit Alkohol umgehen möchtest ist zunächst einmal deine Entscheidung. Wenn du feststellst, dass dir Abstinenz gut gefällt und du das so beibehalten willst spricht nichts dagegen, das so auch dem Gutachter zu sagen. In dem Fall wirst du aber auch gute Argumente für deine Entscheidung haben die du dem Gutachter mitteilen kannst. In Martiniiis Beispiel hatte der Gutachter offenbar Zweifel an der Aufrichtigkeit des "Kunden". Wenn du tatsächlich hinter deiner Abstinenzentscheidung stehst solltest du kein Glaubwürdigkeitsproblem bekommen. Wenn du bei der MPU Abstinenz angeben möchtest musst du diese mit Hilfe von EtG-Screenings (im Urin oder den Haaren) über mindestens 6 Monate nachweisen können. Das kann je nach dem wie schnell die Fsst das Gutachten verlangt zum Problem werden. Dennoch solltest du die Entscheidung ob du in Zukunft abstinent leben möchtest oder nicht in Ruhe treffen. Es ist auf keinen Fall verkehrt erstmal auf den Genuss alkoholischer Getränke zu verzichten. |
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01.01.2012, 03:34
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#30
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 21408 Beigetreten: 24.09.2003 Mitglieds-Nr.: 175 |
OVG Niedersachsen 12 ME 181/11 Beschluss vom 26.10.2011
Danach spricht für einen Kontrollverlust, der ebensogut zu einer Verkehrsteilnahme mit einem KfZ führen könnte, wenn an die Trinkmenge vor der Fahrt sowie die Umstände unmittelbar vor der Fahrt mit dem Fahrrad keine genauen Erinnerungen mehr gemacht werden können. Insofern wäre es nicht günstig, die Erinnerungslücken dem Gutachter zu präsentieren. Dass die Rückfahrt mit dem Fahrrad vorher geplant worden war, spricht andererseits dafür, dass das Fahrrad als Bestandteil einer Strategie zur Vermeidung von Trunkenheitsfahrten mit einem KfZ angesehen wurde bzw. dass Trunkenheitsfahrten mit einem Kfz überhaupt nicht in Frage kommen. Du bist aber BEWUSST mit mit dem Radl unterwegs gewesen, damit es eben nicht zu einem Problem mit der Fleppe kommt. Es wissen aber sehr sehr viele Fahrradfahrer tatsächlich nicht darüber Bescheid, dass eine Alk-Fahrt mit dem Rad den Autoführerschein kosten kann - Du wahrscheinlich auch nicht. Die Formulierung "Problem mit der Fleppe" finde ich ungünstig. Besser wäre es zu sagen: "weil eine Trunkenheitsfahrt mit einem KfZ für mich nicht in Frage kommt, damit durch das Kfz keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden." Generell scheint es aber so zu sein, dass in Niedersachsen im Rahmen einer Radfahrer-MPU oftmals auch geprüft wird, ob nicht auch ein Radfahrverbot erlassen wird. Deshalb muss der Alkoholkonsum in jedem Fall deutlich eingeschränkt werden, auch wenn man den Gutachter überzeugen kann, dass man Alkoholkonsum und KfZ-Fahrten trennen kann. -------------------- "Alle Mitgliedstaaten hätten Grund sich zu beklagen. Skouris betont, dass gerade dies beweise, dass der EuGH seine Arbeit gut mache."
(Interview mit Vassilios Skouris am 20.04.06 im ORF) |
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01.01.2012, 09:31
Beitrag
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![]() Neuling ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 42 Beigetreten: 23.12.2008 Mitglieds-Nr.: 45965 |
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01.01.2012, 13:55
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
So, nachdem ich aus meinem Bionade-Rausch aufgewacht bin:
Frohes neues Jahr! Und ja, man kann von Bionade nur die Sorte Holunder trinken. Kräuter schmeckt wie Almdudler, Ingwer-Orange und Litschi... hm... Meck-Pomm OK, die Antwort war aufgrund der Kogge offensichtlich Hallo Krautsalat, sehr schön, dass Du Dich einbringst. Wie schon geschrieben, habe ich viel in Deinem Thread gelesen Zitat Dass mit einer entsprechenden Alkoholgewöhnung ein erhöhtes Gefährdungspotenzial einhergeht, bestätigen auch die Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahreignung, die als Niederschlag sachverständiger Erfahrung von Gewicht sind Man muß diese Sprache einfach lieben... Hallo Uwe. In diesem Fall scheint ja auch einiges schief gelaufen zu sein... Trotzdem gut zu wissen und hilfreich. Die Abstinenz wird also nötig sein. Wie ich die dann vor dem GA begründe, ist mir allerdings noch schleierhaft. Bisher mache ich sie halt "nur", um mir selbst zu beweisen, dass ich es auch ohne Alkohol in Geselligkeit, in der viel getrunken wird, "aushalte". Das wird er nicht gerne hören Aber ich bin zum Glück in einer etwas privilegierten Situation: Mein Arbeitgeber hat einen Beauftragten für Suchterkrankungen/Suchtprävention, da es schon viele Alkoholkranke gab. Der ist zwar in der "Hauptfiliale", kommt aber alle paar Wochen vorbei und steht dann für Gespräche bereit. An ihn werde ich mich also bei seinem nächsten Besuch mal wenden. Wahrscheinlich gehe ich auch nochmal zum Info-Abend des TÜV. Dort war ich zwar schon Mitte Dezember, aber da hatte ich noch keine konkreten Fragen. Und natürlich hoffe ich auch noch auf weitere Hilfe durch Euch Schöne Grüße! |
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02.01.2012, 15:41
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#33
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Meine Güte, ich habe vorhin noch Tierfreund(in)s Thread quergelesen... Mehr als 1,5 Jahre zwischen TF und MPU... Ich schlafe doch jetzt schon jede Nacht mit imaginären Gesprächen mit imaginären Gutachtern im Kopf ein. Von meinen Einschlaf-Hörspielen bekomme ich gar nichts mehr mit.
Wenn es schnell geht, hat man für gesammelte Werte keine ausreichende Zeit, wenn es 1,5 Jahre dauert, gehe ich anderweitig kaputt. Nicht an der Abstinenz, das klappt bis jetzt gut, aber diese ständigen Gedanken an die ganze Sache machen bei mir nicht gerade gute Laune... Hört das Kopfkino irgendwann auf? |
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02.01.2012, 16:50
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#34
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 24501 Beigetreten: 05.07.2007 Mitglieds-Nr.: 33782 |
Hallo, Radfahrer,
herzlich willkommen im Verkehrsportal. Jedenfalls lief alles ab, ohne das jemand laut oder handgreiflich wurde. Alles in allem war ich mMn sehr kooperativ. So ist es für alle Parteien auch am besten. Lieber einen etwas redseligeren, aber freundlichen Probanden als einen krakelenden Schreihals, der dann auch noch handgreiflich wird. Es ist gut möglich, dass sich Dein Verhalten positiv auf die Anzahl der Tagessätze auswirkt. Zitat Ob sich das negativ auswirkt? Abwarten. Zu Deiner Frage nach der Dicke der Akte: Je höher der Promillewert, umso weniger braucht man dazu schreiben. Es ist also durchaus möglich, dass der Beamte nur eine kurze Sachverhaltsschilderung einfügt und dass dabei Dein Kommentar, dass Du wusstest, dass Du bei hoher alkoholischer Beeinflussung nicht fahren darfst, gar nicht erscheint. Für Dich dürften etwa 2 - 4 Seiten der Akte interessant sein: Die Sachverhaltsschilderung und das Protokoll der Blutentnahme. Die zu kopieren dürfte nicht all zu teuer werden, allerdings glaube ich nicht, dass Du diese Kopien über die Polizei bekommst. Wenn, dann über die Staatsanwaltschaft. Viele Grüße, Nachteule -------------------- Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi |
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02.01.2012, 17:18
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#35
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Lieber einen etwas redseligeren, aber freundlichen Probanden als einen krakelenden Schreihals, der dann auch noch handgreiflich wird. Nee, das ist mein "Vorteil". Ich werde durch Alkohol eher fröhlich-anhänglich statt aggressiv Danke schon mal für die Hinweise zur Akte. Schöne Grüße |
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02.01.2012, 23:31
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#36
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Ich wußte, dass man seinen Führerschein unter Alkoholeinfluß auf dem Fahrrad verlieren kann. Der Polizist fragte mich nach der AAK mit 2,1‰ auch, ob ich weiß, dass es ab 1,6‰ Konsequenzen haben wird. Meine Antwort war so ungefähr: "Ich hab da irgendwann mal irgendwas gehört." Rein strafrechtlich: Viele wissen, betrunken zu fahren führt zu Schwierigkeiten. Auch ist oftmals die Grenze, hier 1,60‰, bekannt. Aber: War Dir denn bewusst, diese erreicht und deutlich überschritten zu haben? Bei einer solchen Argumentation passen natürlich keine Erinnerungslücken, denn in deren Zeit konnte ja unkontrolliert viel (= zuviel) Alkohol getrunken worden sein. Strafrechtlich halte ich Deine Aussage daher (noch) nicht für verfänglich. Auch füpr die MPU lässt sie noch Erklärungsraum. Die Abstinenz wird also nötig sein. Wie ich die dann vor dem GA begründe, ist mir allerdings noch schleierhaft. Bisher mache ich sie halt "nur", um mir selbst zu beweisen, dass ich es auch ohne Alkohol in Geselligkeit, in der viel getrunken wird, "aushalte". Das wird er nicht gerne hören Aber ich bin zum Glück in einer etwas privilegierten Situation: Mein Arbeitgeber hat einen Beauftragten für Suchterkrankungen/Suchtprävention, da es schon viele Alkoholkranke gab. Der ist zwar in der "Hauptfiliale", kommt aber alle paar Wochen vorbei und steht dann für Gespräche bereit. An ihn werde ich mich also bei seinem nächsten Besuch mal wenden. Wer kein Alkoholproblem hat, macht sich über seinen Konsum keine Gedanken. Auch nicht über eine etwaig notwendige Abstinenzphase. Er muss sich auch nichts beweisen! Was kann denn bei einem derartigen "Beweis" herauskommen? Du bleibst nciht abstinent. Dann ist das Alkoholproblem offensichtlich. Aber ist es das nicht auch schon jetzt? Du hältst die Abstinenz durch. Und dann? Machst Du dann weiter wie bisher? Vielleicht noch in der Annahme, "ich darf, denn ich habe ja kein Alkoholproblem"? Ich meine, Dein Gedanke den betrieblichen Beauftragten für Suchtfragen und -gefahren aufzusuchen, ist schlau! Vielleicht besuchst Du ergänzend eine örtliche Beratuzngsstelle für Suchtfragen. Denn Du benötigst zwei Dinge, nämlich a Informationen über Alkohol und die Alkoholkonsumtiefe sowie b wo Du darin stehst. Aus a kannst Du ersehen, wo zukünftige Gefahren liegen und wie Du sie vermeiden kannst. b schränkt dann die theoretisch möglichen Wege auf die zulässigen und (Dir) praktischen ein. Schau, Du hast eine hohe Trinkfestigkeit erreicht. Bis Du die Auswirkungen von Alkohol deutlich spürst, bist Du in großen Schritten auf dem Weg zu 1,60‰ unterwegs. Jedenfalls hast Du dann bereits eine Alkoholisierung erreicht, wo eine hirngesteuerte Trinkmengenbegrenzung nicht mehr in jeder Situation zuverlässig greifen dürfte. Dieser Gefahr bist Du ohne Maßnahmen bei Konsum ausgesetzt. Also müssen die Trinkmengen zukünftig deutlich(st) sich nach unten bewegen. Dagegen könnten die sagen wir vorläufig Gründe für Dein Trinken stehen. Du schriebst, Du trinkst aus Geselligkeit. Warum gehört denn bei Dir Trinken zur Geselligkeit? Was verbindest Du mit Geselligkeit? Wie hilft Dir Alkohol dabei? Wobei hilft Dir Alkohol ggf. noch woanders? Liebe Greet-Ings Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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02.01.2012, 23:43
Beitrag
#37
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Foren-Insider Beiträge: 24501 Beigetreten: 05.07.2007 Mitglieds-Nr.: 33782 |
Hallo, CorneliusRufus,
schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Viele Grüße, Nachteule -------------------- Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi |
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03.01.2012, 11:27
Beitrag
#38
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Hallo Cornelius,
ich schließe mich den Grüßen von Nachteule an. Von Dir habe ich u.a. in Krautsalats Thread auch schon viel gelesen. War Dir denn bewusst, diese erreicht und deutlich überschritten zu haben? Nein, das war mir in dem Moment nicht bewußt. Da ich noch nie vorher mit Alkohol im Atem/Blut in eine Verkehrskontrolle geraten bin und somit nie einen Messwert außer 0,0, hatte ich keine Ahnung, wie hoch mein Pegel sein könnte. Wer kein Alkoholproblem hat, macht sich über seinen Konsum keine Gedanken. Wer ein Alkoholproblem hat, macht sich über seinen Konsum auch keine Gedanken, außer den, wo er das nächste Bier her bekommt. Auch nicht über eine etwaig notwendige Abstinenzphase. Er muss sich auch nichts beweisen! Was kann denn bei einem derartigen "Beweis" herauskommen? Du bleibst nciht abstinent. Dann ist das Alkoholproblem offensichtlich. Aber ist es das nicht auch schon jetzt? Du hältst die Abstinenz durch. Und dann? Machst Du dann weiter wie bisher? Vielleicht noch in der Annahme, "ich darf, denn ich habe ja kein Alkoholproblem"? In dem einen Fall beschreibst Du, dass ich die Abstinenz nicht bis zur MPU durchhalte, in dem anderen, dass ich quasi direkt danach wieder mit dem Trinken beginne. Ich weiß noch nicht, wo mich die Beweisführung hin bringt, bzw. was ich mit den Erkenntnissen mache. Ich bin ja gerade mal 5 Wochen dabei, habe einen 70. Geburtstag auf dem Lande, den Weihnachtsmarkt, ein übliches Treffen in geselliger Runde, wo normalerweise einige Proseccoflaschen die Runde machen und die Silvesterparty nüchtern erlebt. Es kommen noch einige Highlights wie Grünkohlwanderung, Geburtstage, Stadionbesuche... Das Gefühl, dabei nüchtern zu bleiben, das muß ja erstmal bei mir ankommen. Ich halte die Abstinenz nicht mal bis zur MPU durch = Ich hab ein großes Problem! Ich halte die Abstinenz bis zur MPU durch = Ich hab immernoch ein großes Problem! Denn wie geht es weiter... Ich finde Gefallen an der Abstinenz = Vielleicht habe ich nun ein Problem weniger. Bisher quäle ich mich nicht durch die Abstinenz, aber wie gesagt, es sind ja auch erst 5 Wochen. Ich meine, Dein Gedanke den betrieblichen Beauftragten für Suchtfragen und -gefahren aufzusuchen, ist schlau! Vielleicht besuchst Du ergänzend eine örtliche Beratuzngsstelle für Suchtfragen. Denn Du benötigst zwei Dinge, nämlich a Informationen über Alkohol und die Alkoholkonsumtiefe sowie b wo Du darin stehst. Aus a kannst Du ersehen, wo zukünftige Gefahren liegen und wie Du sie vermeiden kannst. b schränkt dann die theoretisch möglichen Wege auf die zulässigen und (Dir) praktischen ein. Wer von den beiden beantwortet mir denn a und wer b? Oder beide beides? Ich muß das fragen, weil ich keine Ahnung habe, wie "fähig" der hauseigene Beauftragte ist. Alkoholproblematik ist ein großes Thema hier im Haus, das aber nur sehr klein behandelt wird. Daher kann ich niemanden fragen, ob und wie bisherige Gespräche geholfen haben. Bei den Beratungsstellen gehe ich einfach mal davon aus, dass da Experten sitzen. Schau, Du hast eine hohe Trinkfestigkeit erreicht. Bis Du die Auswirkungen von Alkohol deutlich spürst, bist Du in großen Schritten auf dem Weg zu 1,60‰ unterwegs. Jedenfalls hast Du dann bereits eine Alkoholisierung erreicht, wo eine hirngesteuerte Trinkmengenbegrenzung nicht mehr in jeder Situation zuverlässig greifen dürfte. Dieser Gefahr bist Du ohne Maßnahmen bei Konsum ausgesetzt. Also müssen die Trinkmengen zukünftig deutlich(st) sich nach unten bewegen. Ich hab hier auch schon von kT (k klein geschrieben) und KT gelesen, habe aber noch nicht so ganz den Durchblick, was da nun der Unterschied ist. Bzw. was kontrolliertes Trinken überhaupt bedeutet. Als Zwischenfrage für mein Verständnis: Ein normaler Fußballnachmittag, mit einem Bier vorm Stadion, 2-3 im und 1-2 danach, je nach Wetter, Tag und Laune, also ~5 Bier a 0,4l in 3,5h. Ist das Genuss, Konsum oder Missbrauch? Die Trinkfestigkeit habe ich mir wahrscheinlich schon vor mehr als 5 Jahren angeeignet. Seitdem kommt es pro Jahr bei 5 bis 10 Gelegenheiten zu größeren Trinkmengen von Alkohol. Es kommt halt immer darauf an, wo man was feiert. Richtig heftig wird es, wenn wir "auf dem Land" sind, denn dann kommt zum Bier grundsätzlich Schnapps mit ins Spiel. In der Stadt bleibt es meistens bei einer Sorte. Entweder Prosecco oder Bier. Manchmal, bei Bier, trinke ich auch mal Gin Tonic, wenn es den gibt, um einen anderen Geschmack zu bekommen. Davor waren es wesentlich mehr Konsumabende. Da ging es an freien Wochenenden am Freitag Abend von 23 Uhr bis 4, 5, 6 Uhr Morgens in die Clubs, Schlaf bis Samstag Nachmittags, und am Abend das selbe Spiel von vorne. Dabei wurden dann pro Abend so 50-60 Euro verbraten. Das waren dann so 30-40 Gelegenheiten pro Jahr. Von meiner zweijährigen Bundeswehrzeit fange ich in diesem Post mal gar nicht erst an... Da wurde nach den 2 Monaten Grundausbildung von Montag Abend bis Donnerstag Abend getrunken. Am Wochenende war ich zu Hause bei meinen Eltern und meiner damaligen Freundin, da gab es dann kaum Alkohol, weil wir keinen großen Freundeskreis hatten und nicht sehr oft ausgegangen sind. Silvester haben wir alle zusammen überlegt, wann wir überhaupt das letzte mal in dem Partyviertel waren... Im letzten Jahr waren wir gar nicht mehr dort... Dagegen könnten die sagen wir vorläufig Gründe für Dein Trinken stehen. Du schriebst, Du trinkst aus Geselligkeit. Warum gehört denn bei Dir Trinken zur Geselligkeit? Was verbindest Du mit Geselligkeit? Wie hilft Dir Alkohol dabei? Ich stehe gerne im Mittelpunkt. Alkohol hat mir bisher geholfen, meine manchmal etwas "nüchterne" Betrachtung der Welt abzulegen und etwas mehr aus mir raus zu gehen und auffälliger zu agieren. Ich werde auch lockerer und auch etwas gleichgültiger, wenn ich merke, dass da gerade Stuss gelabert wird. Was ja bei vermehrtem Alkoholgenuss häufiger vorkommt. Nüchtern würde ich mich auch nie auf eine Tanzfläche stellen... In meiner alten Heimat war es egal, ob man getanzt hat. Da war man entweder Fußballspieler oder konnte tanzen. Ich hatte mich für Fußball entschieden. In Niedersachsen haben ja quasi alle eine Ausbildung zum Standardtänzer... Also brauche ich 3-4 Bier, bis meine Hüfte und Knie so locker sind, dass es (für mich) wenigstens etwas nach Tanz aussieht, wenn ich auf die Tanzfläche gezogen werde. Wie weiter oben im Thread schon mal geschrieben, ist ein Abend mit der Freundin und einem schönen selbstgekochten Essen für mich Geselligkeit, bei der gemeinsam eine Flasche Wein getrunken wird. Aber das kommt halt nicht so oft vor. Alkohol ergibt für mich alleine keinen Sinn. Wobei hilft Dir Alkohol ggf. noch woanders? Ich schreibe jetzt nach bestem Wissen und Gewissen: nirgendwo. Das darf dann durch Nachfragen, die meine Gedanken als falsch rausstellen, gerne widerlegt werden. Es hilft mir ja, wenn ich mit Eurer Unterstützung falsche Gedanken erkenne. Ich trinke weder das Feierabendbier alleine, noch sitze ich alleine vorm TV und schaue ein Fußballspiel mit einer Flasche Bier in der Hand, ich baue keinen Streß durch Alkohol ab, ich entspanne nicht mit Hilfe von Alkohol, ich habe keine (seelischen) Schmerzen, die ich mit Alkohol betäuben müßte. Vielleicht eine kurze Beschreibung meiner momentanen Lebenssituation, um das gerade geschriebene glaubhafter zu machen: Ich bin bei einem öffentlich/rechtlichen Medienunternehmen festangestellt. Ich bekomme für die Tätigkeit dort einen sehr guten Lohn. Das ist für die heutige Zeit schon fast besser als ein Lottogewinn. Ich lebe seit 5 Jahren in einer glücklichen Beziehung mit meiner Freundin, wir wohnen seit 3 Jahren zusammen. Meine Freizeit gestalte ich am PC, an meinem Basteltisch/Nähmaschine (klingt für einen Mann komisch, ich weiß Also meiner Meinung nach ein schönes Leben Soweit erstmal. Je länger so ein Post wird, desto schneller verliert man den Überblick, daher hoffe ich, alles beantwortet zu haben. Schöne Grüße |
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03.01.2012, 11:57
Beitrag
#39
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Du, quälen will ich Dich nicht. Jedoch durch Fragen für Dein Thema sensibilisieren. Wer entscheidet über a und b? Du allein. Denn selbst wenn andere entscheiden, was nützte es Dir, da Du es umsetzen musst?
Abstinenz, kt und KT sind Möglichkeiten, zu denen Du Informationen bedarfst, die Du Dir einholen wirst. Jedenfalls ist gut, dass Du derzeit eine Trinkpause eingelegt hast, um auf der sicheren Seite zu stehen und um ohne weitere Belastung in Ruhe Dir die Informationen besorgen zu können. Du fragst, ob 2 Liter Bier zu viel sind und gibst eine Zeit an von 3,5 h. 1 Liter Bier enthält etwa 40 Gramm Alkohol. Die Weltgesundheitsorganisation sagt für Männer, nicht mehr als zwei bis drei Mal die Woche 40 g Alkohol. Nehme ich diese Empfehlung als gesund, nämlich für gesundes, vernünftiges Leben stehend, dann ist ein Mehr ungesund, unvrnünftig, auch riskant. Ich könnte auch fragen, sind diese Mengen denn wirklich Genuss? Ich könnte mich fragen, sind diese Mengen missbräuchlicher Konsum? Dein Konsumschema hatte nun eine unangenehme Außenwirkung. Die meisten die konsumieren habe keine derartige Außenwirkung, sprich Auffälligkeit. Du weißt nicht, was der betriebliche Suchtbeauftragte mit Dir bespricht. Gegebenenfalls vermittelt er Dir Gespräche zu Arbeitskollegen, die ähnliche Probleme hatten. Bisweilen öffnen sich Menschen, die die ganze Schiete hinter sich haben, um anderen zu helfen. kT und KT haben zum Ziel, den Alkoholkonsum auf ein ungefährliches Maß einzuschränken. Dafür gibt es Trinkregeln. Bei KT wäre es bsp. nie über 0,3‰ (= sprich ein Bier 0,33) in ein bis zwei Stunden, nie mehr als 40 Gramm Alkohol am Tag, seltene vorausgeplante Trinktage und eine strikte Buchfühung vor und während des Konsums. kT ist freier, geht dafür auuch deutlich öfters schief. Was für Dich in Frage kommt, musst Du erst für Dich herausfinden. Dafür sind die Gespräche, das Forum da. Frage, was meinst Du, könntest Du Dir vorstellen, auch ohne Akoholkonsum tanzen zu gehen? Vielleicht mit Deiner Freundin einen Tanzkurs zu belegen, um tanzen (besser) zu lernen? Dazu musst ja nicht der nächste deutsche Meister im Tanzen werden, sondern es nur einigermaßen können wenn Dir danach ist. Brauchst Du mit Deiner Lebenserfahrung, Deinem eigenen Selbstbewusstsein heute wirklich Alkohol, um gesellig zu sein? Oder ist das Trinken in Geselligkeit so etwas wie ein Ritual, welches Du nicht wirklich bedarfst? Was sit beim Fußball. Ist das Trinken da auch ein Ritual? Oder wozu dient es Dir dort? Liebe Greet-Ings Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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03.01.2012, 14:14
Beitrag
#40
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Du, quälen will ich Dich nicht. NEIN! Du quälst mich nicht. Ich quäle mich selbst ja auch nicht, jedenfalls (noch) nicht mit der Abstinenz, nur mit Kopfkino. Ich denke mir nur, dass es für viele, die durch so einen Vorfall abstinent leben müssen, eine Quälerei ist. Wer entscheidet über a und b? Du allein. Denn selbst wenn andere entscheiden, was nützte es Dir, da Du es umsetzen musst? Ich muß ja erstmal wissen, was ich von meinem Gegenüber erwarten kann. Wenn ich da auftauche und sage, ich hätte ein Problem mit Alkohol, bin auffällige geworden und muss zur MPU. Wenn seine Antwort dann stumpf lautet, ich solle mal weniger trinken und viel Glück für die MPU, kann er mir wohl weder bei a noch bei b helfen... Abstinenz, kt und KT sind Möglichkeiten, zu denen Du Informationen bedarfst, die Du Dir einholen wirst. Jedenfalls ist gut, dass Du derzeit eine Trinkpause eingelegt hast, um auf der sicheren Seite zu stehen und um ohne weitere Belastung in Ruhe Dir die Informationen besorgen zu können. OK, ich werde weiter lesen. Ich hab viel Zeit während ich in der Firma bin. Du fragst, ob 2 Liter Bier zu viel sind und gibst eine Zeit an von 3,5 h. 1 Liter Bier enthält etwa 40 Gramm Alkohol. Die Weltgesundheitsorganisation sagt für Männer, nicht mehr als zwei bis drei Mal die Woche 40 g Alkohol. Nehme ich diese Empfehlung als gesund, nämlich für gesundes, vernünftiges Leben stehend, dann ist ein Mehr ungesund, unvrnünftig, auch riskant. Ich könnte auch fragen, sind diese Mengen denn wirklich Genuss? Ich könnte mich fragen, sind diese Mengen missbräuchlicher Konsum? Das ist eben der "übliche" Fußballnachmitag. Und nicht nur für mich oder meinen Freundeskreis, sondern nach meinen Schätzungen für (9 Spiele p. Spieltag x Zuschauerschnitt von 45.000 p. Stadion = ~400.000 Zuschauer) 100.000 Menschen. Jedes Wochenende einer Bundesligasaison. Lassen wir mal Pokalspiele, Europa Spiele und Länderspiele raus. Ich mache mir inzwischen auch Gedanken über das Trinkverhalten meines Freundeskreises. Ich rede mit ihnen darüber, was ich hier und sonst im Internet so lese und erfahre, wir sind auch mal so unsere Trinkmengen durchgegangen. Dabei geht es auch um die rechtlichen Dinge, aber der Alkohol steht im Mittelpunkt. Dein Konsumschema hatte nun eine unangenehme Außenwirkung. Die meisten die konsumieren habe keine derartige Außenwirkung, sprich Auffälligkeit. Meine Situation ist sicherlich außergewöhnlich für uns alle (die Gruppe umfasst einen harten Kern von 11-12 Leuten), da wir alle das Rad nehmen, wenn der Fußweg mehr als 15 Minuten beträgt. Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis einer von uns "erwischt" wird. Und ich glaube, dass 9-10 von den 11-12 auch einen BAK von 1,6‰ überschreiten können und auch damit schon Rad gefahren sind. Seit dem Vorfall haben schon mal zwei davon berichtet, dass sie nach einer Feier das Rad stehen gelassen haben. Und auch sonst scheint sich der Konsum reduziert zu haben. Ach ja klar, ich trinke ja nicht mehr mit. Und eine Freundin ist schon schwanger. Bei ihr habe ich das Gefühl, dass es für sie ziemlich hart ist. OK, da kommen noch die körperliche Veränderung, die Hormone und bald ein "neues Leben" im doppelten Sinn hinzu, aber sie scheint froh zu sein, dass jetzt noch einer mit ihr "leidet". Nicht falsch verstehen, ich leide ja nicht, deshalb steht es ja auch in "". Du weißt nicht, was der betriebliche Suchtbeauftragte mit Dir bespricht. Gegebenenfalls vermittelt er Dir Gespräche zu Arbeitskollegen, die ähnliche Probleme hatten. Bisweilen öffnen sich Menschen, die die ganze Schiete hinter sich haben, um anderen zu helfen. OK, ich werde abwarten, hingehen und berichten. Im Moment hängt noch kein Zettel mit seinem nächsten Termin aus. kT und KT haben zum Ziel, den Alkoholkonsum auf ein ungefährliches Maß einzuschränken. Dafür gibt es Trinkregeln. Bei KT wäre es bsp. nie über 0,3‰ (= sprich ein Bier 0,33) in ein bis zwei Stunden, nie mehr als 40 Gramm Alkohol am Tag, seltene vorausgeplante Trinktage und eine strikte Buchfühung vor und während des Konsums. kT ist freier, geht dafür auuch deutlich öfters schief. Was für Dich in Frage kommt, musst Du erst für Dich herausfinden. Dafür sind die Gespräche, das Forum da. Die Zahlen für KT hab ich von Dir in einem der anderen Threads schon mal gelesen, aber ich weiß nicht, ob ich das richtig verstehe. Ich versuche es mal: Ein Trinktag sind ~3 Flaschen Bier a 0,33l über 4-6h. Von diesen Tagen soll es möglichst wenige im Jahr geben und auch nur zu bestimmten Anlässen. Wenn ich das so richtig verstanden habe, ja, dann ist mir das zu anstrengend. Dann verzichte ich lieber ganz auf Alkohol, als ein "Fahrtenbuch" zu führen und eine Stunde lang mit einem warmen Bier in der Hand rumzustehen. Dafür bin ich zu bequem. Der GA wird mich lieben, wenn ich dort mit solchen Argumenten auftauchen sollte... Das einzige, was ich wirklich vermissen würde, wäre das Glas Wein mit meiner Freundin beim Essen. Aber wenn kT (kleines k) eher zum Scheitern verurteilt ist... Frage, was meinst Du, könntest Du Dir vorstellen, auch ohne Akoholkonsum tanzen zu gehen? Vielleicht mit Deiner Freundin einen Tanzkurs zu belegen, um tanzen (besser) zu lernen? Dazu musst ja nicht der nächste deutsche Meister im Tanzen werden, sondern es nur einigermaßen können wenn Dir danach ist. Brauchst Du mit Deiner Lebenserfahrung, Deinem eigenen Selbstbewusstsein heute wirklich Alkohol, um gesellig zu sein? Oder ist das Trinken in Geselligkeit so etwas wie ein Ritual, welches Du nicht wirklich bedarfst? Was sit beim Fußball. Ist das Trinken da auch ein Ritual? Oder wozu dient es Dir dort? Wir hatten hier mal eine Betriebssportgruppe Tanzen. Die ganzen Basics für Walzer, Tango, Foxtrot... Die ganzen Tänze, bei denen man mit dem linken Fuß starten muß, gehen nicht in meinen Kopf. Ich habe festgestellt, dass ich mein linkes Bein nur habe, damit ich beim Schießen des Fußballs nicht umfalle... Das als kleine Anekdote. Aber trotzdem könnte ich nochmal über einen gemeinsamen Tanzkurs mit ihr nachdenken Wenn "es (das Trinken) gehört irgendwie dazu" als Ritual angesehen werden kann, ja, dann ist es ein Ritual. Wahrscheinlich brauche ich es nicht. Schöne Grüße |
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03.01.2012, 15:37
Beitrag
#41
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Warum willst du (bis zur MPU) abstinent bleiben und warum beschäftigst du dich mit Begriffen wie kT oder KT? Welchen Zweck hat das momentan oder was sind die Beweggründe für deine Beschäftigung mit dem Thema? Was soll am Ende dabei herauskommen?
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03.01.2012, 17:22
Beitrag
#42
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Der ganze Vorfall ist doch mal ein guter Grund sich mit dem Thema Alkohol zu beschäftigen. Habe ich vorher noch nie wirklich gemacht. Nicht nur für mich, sondern für meinen gesamten Freundeskreis. Denn ich würde behaupten, dass wir gemeinsam doch ziemlich viel Alkohol in den letzten Jahren getrunken haben. In umserem Freundeskreis gibt es keine richtigen Anführer, aber schon den ein oder anderen, der "mal was in die Hand nimmt". Ich zähle mich mal dazu. Deshalb wird es auch nicht einfach so abgetan, wenn ich im Rückblick zur Gruppe sage, dass wir zu viel getrunken haben. Mal sehen, was dann jeder einzelne draus macht. Ich werde jedenfalls niemandem den Rücken kehren, weil er/sie weiter trinkt.
Ich denke mal, mit Abstinenz hab ich größeren Chancen bei der MPU. Sicher bin ich mir da nicht, hab ich ja schon, durch meine Nachfrage weiter oben im Thread, zugegeben. Daher werde ich ja die Gespräche mit unserem Beauftragten und, wie von Cornelius vorgeschlagen, mit einer Beratungsstelle suchen. Davon wird der GA bei der MPU ja niemals etwas erfahren, wenn ich das nicht will. Aber erstmal kann ich mit Abstinenz ja wohl nicht viel falsch machen. Besser als weiter so zu trinken wie bisher. Auch wenn sich die Trinkgelegenheiten mit hohem Konsum in den letzten Jahren auf 10-15 reduziert haben. Davon ~5 mit sehr hohem Konsum. Ich beschäftige mich mit kT und KT, weil es für das "Problem Alkohol" ja mehr als nur die Lösungen ganz oder gar nicht gibt. Wie relevant die Möglichkeiten für mich sein werden, warten wir es ab. Am Ende soll dabei herauskommen, wie ich mein weiteres Leben gestalte (das geht etwas über die "Zuständigkeit" des Forums hinaus). Und wie ich meinen Führerschein behalten kann (das liegt im Bereich des Forums). Ich habe viel Zeit während ich in der Firma bin. Wir haben umbegrenzten Zugriff aufs Internet, können kostenlos durch die ganze Welt telefonieren. Ich habe also jede Menge Freiheiten, mich schnell, unabhängig, ausführlich und kostenlos zu informieren. Und wenn ich das nicht mache, schwirren mir halt diese Gedanken durch den Kopf, wie ich sie Nachts vorm Einschlafen habe. Dann sitze ich da in einem Raum, mir gegenüber sitzt jemand im Arztkittel und stellt mir Fragen, auf die ich versuche Antworten in immer wieder neuen Variationen zu finden. Es dient also auch der Ablenkung... Ich möchte auch mal in den Raum werfen, dass mir die FE nicht so wichtig ist. Ich brauche sie nicht für die Arbeit. Weder direkt noch fürs zur Arbeit fahren. Ich hab ja nicht mal ein eigenes Auto, sondern nutze in den seltenen Fällen das meiner Freundin mit. Der Wagen steht eh oft 2-3 Wochen am Stück an ein und dem selben Platz und wird nur genutzt, wenn wir einen Packen laktosefreie, fettreduzierte H-Milch im Kaufland (gibt es nur dort) holen oder zu den Eltern meiner Freundin fahren. Klar würde in dem Jahr irgendwie ein "Stück Lebensqualität" fehlen, aber das könnte ich verkraften. Was mich an der ganzen Sache richtig ärgern würde, wäre das ganze Gerenne für eine weitere MPU, eine neue FE, und was weiß ich was noch... Passfotos z.B.... wie gesagt, ich bin ein sehr bequemer Mensch. @krautsalat: Findest Du, ich sollte mir über andere Dinge Gedanken machen? |
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03.01.2012, 19:19
Beitrag
#43
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Ich finde es keineswegs verkehrt, dass du dich mit dem Thema Alkohol und wie du in Zukunft damit umgehen möchtest auseinandersetzt. Mein Eindruck ist nur, dass du zu sehr darauf fixiert bist was ein Gutachter bei der MPU von dir erwarten wird. Die Abstinenz bzw. Trinkpause soll dir lediglich zum Bestehen der MPU nützen. Deshalb hast du doch auch den Zeitraum bis zur MPU gewählt. Genauso verhält es sich scheinbar mit kT. Es scheint dir wichtiger zu sein was andere denken wie das auszusehen hat als dich mal mit deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen dazu auseinanderzusetzen.
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03.01.2012, 21:19
Beitrag
#44
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
@krautsalat
Du "bemängelst" also meinen gewählten Zeitraum? Kein Problem Im Moment drehen sich alle meine Gedanken um "Ich muß zur MPU! Ich muß zur MPU! Ich muß zur MPU!...". Ja, ich bin darauf fixiert. Und darauf, was sie dort von mir erwarten. Ich habe den Zeitraum "bis zur MPU" vorerst so festgelegt. Ich bin flexibel. Wie gesagt, ich bin erst 5 Wochen dabei. Ich kann in der Zeit nicht schon alle Möglichkeiten durchprobiert haben Für KT gibt es also feste Regeln, wenn ich das richtig verstanden habe. Für kT gibt es keine feste Regeln, es ist eher ein "Selbstversuch". Ich glaube, Cornelius hat es irgendwo mit dem Wort beschrieben. Ich muß also rausfinden, ob ich Abends gemeinsam mit meiner Freundin nur die eine Flasche Rotwein leere und nicht noch die zweite öffne, weil es gerade so romantisch ist. Ob ich vor/im Stadion nach dem ersten Bier aufhören kann, oder ob ich aus Gewohnheit zur zweiten Halbzeit doch noch das zweite trinke. ... Indirekte Fragen über Fragen, auf die ich noch keine Antworten habe. Da ist es wirklich leichter abstinent zu leben |
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03.01.2012, 22:19
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#45
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Eine Flasche Rotwein (0,75l) enthält mehr als 60 Gramm reinen Alkohol. Auch zuzweit zuviel für einen Tag. Frauen sollen höchstens 20 g pro Tag, Männer 40 g.
Belasse Dich mal wieviel Alkohol (in Gramm) jeweils in den Konsummengen steckt. Liebe Greet-Ings Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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03.01.2012, 23:34
Beitrag
#46
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Menge in ml x (Vol.-% / 100) x 0,8 = Gramm reiner Alkohol
An dem Abend hab ich 230 g Alkohol zu mir genommen... Sieste, da fängt es doch schon an. Sie darf ein 0,2l Glas trinken, ich rein rechnerisch zwei davon. Bleibt ein Rest von mindestens 0,35l in der Flasche. Wer läßt den schon bis zum nächsten Essen stehen, wenn die Flasche >=10€ kostet? |
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04.01.2012, 00:28
Beitrag
#47
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Du wurdest mit 2,03 ‰ auf dem Fahrrad angehalten. Was hast du aus dieser "Erfahrung" mitgenommen? Welche Schlussfolgerungen ziehst du daraus, außer dass du deswegen nun aller Wahrscheinlichkeit nach zur MPU musst? Wie ist so ein Wert einzuschätzen? Hätte das jedem passieren können?
Du willst ja offenbar etwas verändern. Nur weil du zur MPU musst? Warum also nach der MPU von Abstinenz auf kontrolliertes Trinken umschwenken? Wäre es nicht viel einfacher bzw. bequemer, dann so zu trinken wie vor der Trunkenheitsfahrt? Bis zur TF war doch auch alles in Ordnung und so lange du dann nur zu Fuß unterwegs bist ist doch alles paletti. In gut 10 Jahren darfst du dich dann sogar mit maximal 1,59 ‰ mit einem Fahrzeug erwischen lassen ohne wieder zur MPU zu müssen. Ich verstehe deine Situation sehr gut. Auch dass es dir schwer fällt nicht ständig daran zu denken was bei der MPU von dir erwartet wird. Es ging mir genauso. Vielleicht wirst du das bis zur MPU auch nicht mehr los. Ich möchte dir trotzdem vorschlagen dich dem Problem aus einer anderen Perspektive zu nähern. Es st selbstverständlich nützlich ja sogar notwendig zu wissen, was in der MPU von dir erwartet wird. Dieses Wissen kann ein Leitfaden für deine Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol in deinem Leben sein. Wenn es aber um die Entscheidung geht wie du den Rest deines Lebens mit dem Genuss alkoholischer Getränke umgehen möchtest solltest du eine Lösung finden mit der du auch zufrieden bist. Siehst du vielleicht Chancen darin, durch deine Trunkenheitsfahrt auf eine möglicherweise negative Entwicklung aufmerksam geworden zu sein? Welche Erkenntnisse kannst du für dich aus der zugegebenermaßen unangenehmen Sache ziehen und vielleicht positiv für dich nutzen? Nicht um bei der MPU gut dazustehen, sondern für dein zukünftiges Leben. Die MPU schaffst du ganz bestimmt, sofern du eine geeignete und nachhaltige Motivation findest deinen Alkoholkonsum zukünftig kritisch zu beobachten oder gar ganz auf alkoholische Getränke zu verzichten. Die MPU bestehen zu wollen, ist ganz bestimmt keine nachhaltige Motivation. |
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04.01.2012, 20:10
Beitrag
#48
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Bleibt ein Rest von mindestens 0,35l in der Flasche. Wer läßt den schon bis zum nächsten Essen stehen, wenn die Flasche >=10€ kostet? Wenn Du den rest wegschüttest - statt ihn in Dich hinein -, so ist das immer noch billiger als eine MPU ... . Außerdem hält sich ein offener Wein einige Tage in der Flasche, er lässt sich auch zum (ver)kochen nutzen. Wenn Du einen Theaterplatz bezahlt hast (wahlweise Konzertkarten ahst), Du während der Vorstellung Fieber bekommst, bleibst Du dann auch da, weil Du es bezahlt hast, die Karten so teuer waren? Darf Genuss nicht etwas wert sein? Denke darüber nach! Und darüber: Freiheit ist, wahren Genuss zu erleben statt ihn mit Masse zu verwechseln. Freiheit ist, Konsum dort abzubrechen, wo Genuss endet. Frage, was war bei der Menge am Tattag denn Genuss? Liebe Greet-Ings Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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04.01.2012, 21:36
Beitrag
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 311 Beigetreten: 30.12.2011 Mitglieds-Nr.: 62768 |
Wenn es Euch nichts ausmacht, würde ich mal etwas länger über Eure Fragen, bzw. meine Antworten nachdenken und erst später posten.
Dazwischen hätte ich aber noch zwei bis drei Fragen, auf die Ihr mir bitte eine Antwort geben könntet: Stichwort Wein: Die Hobbyköche sind sich nicht ganz einig darüber, ob Alkohol, der beim kochen für den Geschmack verwendet wird, vollständig verkocht oder nicht. Weiß jemand etwas genaueres? Da ich ja nach dem ersten Liter Bier direkt das Fahrrad genommen habe, um zum Stadion zu kommen (eigentlich hab ich es da ja noch geschoben, weil meine Arbeitskollegin mit Nichte neben mir her liefen), ist das ein Vor- oder ein Nachteil? Wegen der Trennung von Alkohol und KFZ. Es wäre mir ja auch möglich gewesen uns alle drei mit dem Auto dort hin zu fahren. Ich hab heute auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung/ ein Trinktagebuch als kostenloses PDF für KT gefunden. Falls ich doch den Bogen zu KT einschlagen sollte, nehme ich dass dann ordentlich geführt mit zur MPU und zeige es dem GA? Interessiert den das? Schöne Grüße |
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04.01.2012, 22:00
Beitrag
#50
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 8126 Beigetreten: 13.06.2006 Mitglieds-Nr.: 20252 |
Zu Deinen speziellen Fragen kann ich nur soviel sagen, dass ein Trinktagebuch bei der MPU den Gutachter wohl schon interessieren wird.
Ansonsten ist es kein Problem, wenn Du über Deine Antworten in Ruhe nachdenkst. Du gibst das Tempo vor, es geht schließlich um Dich. -------------------- _/ _/_/_/_/_/_/_/_/_/_/
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Vereinfachte Darstellung | Aktuelles Datum: 13.01.2026 - 05:56 |