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21.07.2008, 19:13
Beitrag
#1
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
ich bin mit dem Fahrrad wegen auffälliger Fahrweise angehalten und anschließend mit auf die Wache genommen worden. Die Blutuntersuchung ergab eine BAK von 1,81 mg/g. Nun wurde ich zu einer Gerichtsverhandlung geladen. Jetzt bin ich ein wenig verunsichert, weil ich dachte, dass soetwas mit einem Strafbefehl abgehandelt wird. Was könnten sie denn von mir noch wollen? Der Tatbestand ist doch klar und ich habe im, mir zugeschickten, Vernehmungsbogen die Tat zugegeben. Als Student kann ich mir für die Verhandlung keinen Rechtsbeistand leisten und wollte deshalb fragen ob es am besten ist, einfach keine Aussagen mehr zu machen oder doch Stellung zu dem abzugeben was gegen mich vorgebracht wird. Danke schonmal für eure Tips und Ratschläge. Krautsalat |
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21.07.2008, 19:16
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#2
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 1441 Beigetreten: 27.07.2004 Mitglieds-Nr.: 4564 |
Zitat ob es am besten ist, einfach keine Aussagen mehr zu machen oder doch Stellung zu dem abzugeben was gegen mich vorgebracht wird. Ja. Bei jüngeren "Sündern" wird aus pädagogischen Gründen gerne auf die Gerichtsverhandlung zurückgegriffen. Dir ist klar, dass Du irgendwann zur MPU musst ? Du hast eine Fahrerlaubnis ? -------------------- Gruß, Andreas
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21.07.2008, 19:28
Beitrag
#3
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
moin
1,81mg?? das wären über drei promille... und dann müßte das doch ne verhandlung bzw straftat wegen vollrausch sein, oder irre ich??? gruß deronkel |
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21.07.2008, 19:36
Beitrag
#4
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 10706 Beigetreten: 12.05.2006 Mitglieds-Nr.: 19269 |
1,81mg?? das wären über drei promille... und dann müßte das doch ne verhandlung bzw straftat wegen vollrausch sein, oder irre ich??? Du irrst. 1 mg/g=1 ‰. 1 mg/l (Atemluft) = ca. 2 Promille.mfg darkstar -------------------- |
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21.07.2008, 19:40
Beitrag
#5
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
achso..weil das doch immer hieß mal zwei..habs nicht so mit umrechnen;)
ist schon sone sache /g und /l... ok wieder was gelernt,danke! |
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21.07.2008, 20:14
Beitrag
#6
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Ja, ich habe (noch) eine Fahrerlaubnis und ja, ich weiss, dass ich irgendwann zur MPU muss.
Nachdem ich hier und in anderen Foren schon sehr viele Geschichten zum Thema Alkohol und MPU gelesen habe, hoffe ich nun auf Unterstützung bei meiner eigenen Vorbereitung. Deshalb auch der Thread. Die Frage zur Verhandlung ist eigentlich nebensächlich. Ich will ja auch keine Rechtsberatung sondern nur wissen ob ich mich dort durch unüberlegte Äußerungen noch tiefer reinreiten kann oder ob es wahrscheinlicher ist durch Kooperation Milde zu erfahren. p.s. ich habs in mg/g angegeben, weil ich nicht wusste wie man das Promillezeichen schreibt. Ich gebe zu es ist irreführend aber darkstar hat recht es sind 1,81 Promille. Der Beitrag wurde von krautsalat bearbeitet: 21.07.2008, 20:17 |
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21.07.2008, 20:37
Beitrag
#7
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5255 Beigetreten: 05.07.2007 Mitglieds-Nr.: 33783 |
Nachdem ich hier und in anderen Foren schon sehr viele Geschichten zum Thema Alkohol und MPU gelesen habe, hoffe ich nun auf Unterstützung bei meiner eigenen Vorbereitung. Deshalb auch der Thread. Hier ein anderer Thread bezüglich MPU nacht einer Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad.Und hier unsere FAQ zum Thema MPU. p.s. ich habs in mg/g angegeben, weil ich nicht wusste wie man das Promillezeichen schreibt. Ich gebe zu es ist irreführend aber darkstar hat recht es sind 1,81 Promille. Hier eine PDF-Datei mit Tastenkombinationen. Das ‰-Zeichen erreicht Du mit der Tastenkombination [Alt] + 0137. Dabei sind die Ziffern auf dem Ziffernblock einzutippen.
-------------------- Dieses Zeichen gilt nicht für Busse, jedoch für Wohnmobile, denn dies sind keine PKW (OLG Braunschweig in VRS 86, 150).
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21.07.2008, 20:48
Beitrag
#8
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
was vielleicht helfen könnte wäre wenn du dich mit einem suchtberater z.b. von der diakonie unterhälst oder dich einer selbsthilfegruppe anschließt um dem richter zu verdeutlichen das du deinen umgang mit alkohol sehr selbskritisch unter die lupe nimmst!
hat bei mir sogar zu einer sperrfristverkürzung geführt! ist zwar für deinen fall eher irrelevant aber ich denke es kann nie schaden einem richter oder auch staatsanwalt bewußt zu machen das man sich mit seiner problematik auseinander setzt. ich habe damals bei meiner gerichtsverhandlung wegen fahren ohne fahrerlaubniß zwar auch gesagt das es mir leid tue und das ich zu meinen fehlern stehe, allerdings fand der staatsanwalt das nicht überzeugend... also das wäre jetzt mal ne anregung um da mit milde zu rechnen ohne nen teuren anwalt! warst du denn noch irgendwie unhöflich oder so also bei der blutentnahme? |
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| Gast_klaus62_* |
21.07.2008, 21:51
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#9
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Nachdem ich hier und in anderen Foren schon sehr viele Geschichten zum Thema Alkohol und MPU gelesen habe, hoffe ich nun auf Unterstützung bei meiner eigenen Vorbereitung. Deshalb auch der Thread. Hallo @krautsalat (warum bekomme ich jetzt Hunger? willkommen im Verkehrsportal wenn du mitarbeitest bist du bei uns sehr gut aufgehoben! Wegen deiner MPU: was muss ich machen für die MPU Fragen zur MPU Ablauf einer MPU du solltest Leberwerte bei deinem Hausarzt machen lassen hier genaueres darüber so, jetzt haste erst einmal was zu lesen, versuche jetzt sofort dein Alkoholkonsum zu reduzieren (besser ist, ganz darauf zu verzichten). Auch wenn es noch eine Zeitlang dauern sollte bis zur MPU, nütze die Zeit, du wirst sie brauchen |
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21.07.2008, 21:55
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#10
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 15362 Beigetreten: 24.08.2004 Wohnort: Mainz-Gonsenheim Mitglieds-Nr.: 5157 |
Hallo @krautsalat (warum bekomme ich jetzt Hunger? Wahrscheinlich, weil Du genauso wie ich, an Döner denkst. Sorry für -------------------- Lieber einen Moment lang feige - als ein Leben lang tot Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen. |
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| Gast_charly68_* |
21.07.2008, 22:05
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#11
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| Gast_klaus62_* |
21.07.2008, 22:05
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#12
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21.07.2008, 22:11
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#13
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 15362 Beigetreten: 24.08.2004 Wohnort: Mainz-Gonsenheim Mitglieds-Nr.: 5157 |
Nun ist aber genug Döner, äh, Off Topic....
-------------------- Lieber einen Moment lang feige - als ein Leben lang tot Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen. |
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21.07.2008, 23:19
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#14
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
versuche jetzt sofort dein Alkoholkonsum zu reduzieren (besser ist, ganz darauf zu verzichten). Die Trunkenheitsfahrt liegt nun schon ein bisschen zurück. Meinen Alkoholkonsum habe ich natürlich sofort danach eingeschränkt. Gleich am Morgen danach hab ich bereits im Internet nachgeforscht, was mich denn erwartet und musste feststellen, dass mein bisheriger Umgang mit Alkohol wohl als gesundheitsgefährdend eingestuft werden musste. Es war mir garnicht bewusst, dass ich mehr trank als der Durchschnittsbürger. Vor diesem Hintergrund hab ich eben danach weniger getrunken. Einen vollständigen Verzicht auf alkoholische Getränke halte ich allerdings nicht für notwendig und übertrieben. |
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| Gast_klaus62_* |
21.07.2008, 23:25
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#15
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21.07.2008, 23:41
Beitrag
#16
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 15362 Beigetreten: 24.08.2004 Wohnort: Mainz-Gonsenheim Mitglieds-Nr.: 5157 |
Einen vollständigen Verzicht auf alkoholische Getränke halte ich allerdings nicht für notwendig und übertrieben. Warum? -------------------- Lieber einen Moment lang feige - als ein Leben lang tot Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen. |
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22.07.2008, 07:41
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#17
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Tut mir leid, aber da bin ich anderer Ansicht! Warum? Abstinenz wäre in meinen Augen soetwas wie eine Kapitulation, das Eingeständnis, dass ich mit Alkohol nicht vernünftig umgehen kann. Damit würde ich mir das Signal geben, dass nicht ich meinen Konsum bestimme sondern der Alkohol. Dem ist aber nicht so, jedenfalls konnte ich das an mir nicht feststellen. Außerdem ginge dieses Eingeständnis mit einem weiteren Verlust des Selbstwertgefühls einher. Ich denke, dass es für jeden Menschen wichtig ist, wenigstens das Gefühl zu haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aber schon die Möglichkeit zur MPU gebeten werden zu können macht einem deutlich, dass ein selbstbestimmtes Leben eine Illusion ist. Dennoch halte ich es für notwendig an diesem Gedanken festzuhalten und wenigstens in dem Rahmen in dem es möglich ist selbstbestimmt zu handeln, dieses auch zu tun. Das heißt nun nicht, dass ich mein Recht einfordere mich weiterhin regelmäßig zu betrinken, weil ich dass nie vorhatte. Ich ging immer davon aus, nicht übermäßig viel zu trinken. Ich fands schick meinen Abend mit einer Flasche Wein oder ein paar Bier zu versüßen, hörte man doch immer wieder Geschichten von Menschen mit biblischem Alter die berichteten jeden Tag ihr Gläschen Schnaps oder Wein zu trinken oder dass die Franzosen unter anderem wegen ihres Weingenusses seltener an Krebs oder Gefäßkrankheiten leiden. Dazu kamen noch Magisterarbeiten von anno dazumal in denen dem Wein oder Alkohol im allgemeinen medizinische Wirksamkeit zugesprochen wird. Ich habe wirklich im Glauben gelebt mir etwas Gutes zu tun oder mir zumindestens nicht zu schaden. Nachdem ich mit 1,81 Promille aus dem Verkehr gezogen wurde hab ich mich erstmals mit der anderen Seite der Medaille ausinandergesetzt, also was einem bei anhaltendem Missbrauch von Alkohol widerfahren kann. Dadurch habe ich eine völlig ander Einstellung zu den Mengen bekommen in denen ich Alkohol in Zukunft genießen möchte. Dennoch bin ich weit davon entfernt, den Alkohol zu verteufeln und aus meinem Leben zu verbannen. |
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22.07.2008, 07:56
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#18
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5255 Beigetreten: 05.07.2007 Mitglieds-Nr.: 33783 |
Abstinenz wäre in meinen Augen soetwas wie eine Kapitulation, das Eingeständnis, dass ich mit Alkohol nicht vernünftig umgehen kann. Das Du mit Alkohol nicht vernünftig umgehen kannst hast Du aber mit Deiner Trunkenheitsfahrt bewiesen.
-------------------- Dieses Zeichen gilt nicht für Busse, jedoch für Wohnmobile, denn dies sind keine PKW (OLG Braunschweig in VRS 86, 150).
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22.07.2008, 08:10
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#19
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
war dir eigentlich bewußt das du eine straftat begehst wenn du mit über 1,6promille fahrrad fährst?
wenn ja, hattest du das gefühl noch unter diesem wert zu sein? ps: einen vernünftigen umgang kann man doch lernen und erproben und wenn die zeit ausreicht bis zur mpu kann man doch auch sein neu erlerntes trinkverhalten aufzeigen bzw erlären, also die völlige abstinenz wird wohl nicht von nöten sein,aber du solltest dein konsummuster schon sehr genau unter die lupe nehmen und auch gründe für den konsum nennen können...der geschmack wirds bei dem wert wohl nicht gewesen sein.... |
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22.07.2008, 08:25
Beitrag
#20
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 9137 Beigetreten: 15.12.2004 Mitglieds-Nr.: 7279 |
Hallo Krautsalat,
Deine jetzige Einstellung zu Alkohol ist zwar nachvollziehbar, damit fällst Du aber durch die MPU. Zitat Ich fands schick meinen Abend mit einer Flasche Wein oder ein paar Bier zu versüßen Ich habe -wie Du ja auch selbst oben schreibst- ebenfalls den Eindruck, daß Du nicht wirklich definieren kannst, was "ein vernünftiges Maß" Alkohol eigentlich ist. Daher wäre für uns hilfreich -auch für die MPU-Vorbereitung-, daß Du mal schreibst 1. wieviel vor der Alkoholfahrt getrunken wurde. Wie oft pro Woche/Monat, welche Anlässe, welche Getränke und Mengen. Wie oft Alkoholrausch/ Vollrausch? Filmrisse? 2. wie trinkst Du jetzt? Gruß von COYOTA -------------------- Life is simple: eat, sleep, save lives !
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22.07.2008, 09:38
Beitrag
#21
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Das Du mit Alkohol nicht vernünftig umgehen kannst hast Du aber mit Deiner Trunkenheitsfahrt bewiesen. Das ist immer sehr einfach und schnell gesagt. Ich sehe das aber etwas differenzierter. Ich habe lediglich bewiesen, dass ich eine falsche Vorstellung von verantwortungsbewusstem Umgang mit Alkohol hatte. Meinem Verantwortungsgefühl war dadurch genüge getan, dass ich eben mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto gefahren bin. Das ich damit eine Straftat begehe war mir nicht bewusst und es war mir auch nicht klar, dass ich überhaupt einen Promillewert über 1,6 hatte. Lustigerweise war es an dem Tag im Gespräch, dass man ab 1,6 Promille auch wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist den Führerschein abgeben muss. Da winkte ich noch ab und meinte, dass ich so einen Wert garnicht erreichen könnte. Wie sich herausstellte war das ein Irrglaube. Zu meinen Trinkgewohnheiten: Da muss ich schätzen, weil ich darüber nicht Buch geführt habe oder es sonderlich im Auge behielt. Ich schätze, dass ich zuletzt so 3 bis 5 mal die Woche entweder eine Flasche Wein (0,7 l) oder 4 Flaschen Bier (0,5 l) trank. Zu seltenen Anlässen trank ich, wie an jenem Tag, auch mehr, soll heißen trank ich bis zum Vollrausch. Das passierte vielleicht 2 mal im Jahr, wobei passieren vielleicht der falsche Ausdruck ist, weil ich ja vorher wußte was ich vorhatte. Die 4 Bier sind so die Menge die ich immer trinken konnte ohne das ich mich übergeben oder andere unerwünschte Nebenwirkungen fürchten musste. Das hatte ich in meiner, ich nenne es mal, Probierphase herausgefunden. Als ich später den Wein für mich entdeckte fand ichs ganz passend, dass 4 Bier etwa einer Flasche Wein entsprechen. Mit den Jahren merkte ich dann auch, dass ich durchaus auch mehr vertrage als die 4 Bier ohne mich übergeben etc. zu müssen. Dadurch konnte ich nun zu bestimmten Anlässen auch mehr trinken, ich fing also an bei diesen Gelegenheiten meine Grenzen erneut auszuloten, wenn ich merkte es geht nicht mehr hörte ich auf zu trinken. So kam es eben dazu, dass ich mich mit dem Promillewert noch aufs Fahrrad setzen konnte um nach Hause zu fahren. Seit ich weiss, was ich nun weiss trinke ich garnicht mehr nur für mich um es mir gemütlich zu machen sondern nur noch wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin. Außerdem liegt meine absolute Höchstgrenze nun wirklich bei 4 Bier oder einer Flasche Wein. Das soll nun nicht heißen, dass ich jedesmal wenn ich etwas trinke diese Menge konsumiere. Ich gebe mich durchaus schon mit einer Flasche Bier oder einem Glas Wein zufrieden, wenn der Anlass aufgrund seiner Art oder Dauer nicht mehr hergibt. |
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22.07.2008, 09:51
Beitrag
#22
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
Das Du mit Alkohol nicht vernünftig umgehen kannst hast Du aber mit Deiner Trunkenheitsfahrt bewiesen. Die 4 Bier sind so die Menge die ich immer trinken konnte ohne das ich mich übergeben oder andere unerwünschte Nebenwirkungen fürchten musste. Das hatte ich in meiner, ich nenne es mal, Probierphase herausgefunden. Als ich später den Wein für mich entdeckte fand ichs ganz passend, dass 4 Bier etwa einer Flasche Wein entsprechen. Mit den Jahren merkte ich dann auch, dass ich durchaus auch mehr vertrage als die 4 Bier ohne mich übergeben etc. zu müssen. Dadurch konnte ich nun zu bestimmten Anlässen auch mehr trinken, ich fing also an bei diesen Gelegenheiten meine Grenzen erneut auszuloten, wenn ich merkte es geht nicht mehr hörte ich auf zu trinken. So kam es eben dazu, dass ich mich mit dem Promillewert noch aufs Fahrrad setzen konnte um nach Hause zu fahren. also hast du deine probierphase nie beendet wenn du es erneut ausgelotet hast...und dir dadurch eine hohe trinkfestigkeit angewöhnt...unbemerkt natürlich!? |
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22.07.2008, 09:55
Beitrag
#23
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5255 Beigetreten: 05.07.2007 Mitglieds-Nr.: 33783 |
Du widersprichst Dir.
Das ich damit eine Straftat begehe war mir nicht bewusst [...] Lustigerweise war es an dem Tag im Gespräch, dass man ab 1,6 Promille auch wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist den Führerschein abgeben muss. In meinen Augen ist das ein riesiger Widerspruch in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Sätzen.Da winkte ich noch ab und meinte, dass ich so einen Wert garnicht erreichen könnte. Ist klar. Wie aus Deinem Post hervorgeht hast Du Deine Dosis mit der Zeit gesteigert. Waren es früher 4 Bier die Du gerade noch geschafft hast bekommst Du heute von 4 Bier nicht mal mehr nen anständigen Rausch. Da merkt man die 1,6‰ nicht mehr wirklich und fühlt sich noch fast nüchtern.
-------------------- Dieses Zeichen gilt nicht für Busse, jedoch für Wohnmobile, denn dies sind keine PKW (OLG Braunschweig in VRS 86, 150).
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22.07.2008, 10:03
Beitrag
#24
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 9137 Beigetreten: 15.12.2004 Mitglieds-Nr.: 7279 |
Hallo Krautsalat,
danke für die Mengenangaben! Die Grundprinzipien der Alkoholgewöhnung hast Du verstanden, das ist schonmal gut! Allerdings erklären Deine Mengenangabe im Vorfeld der TF nicht die Gewöhnung an 1,8 Promille, da Du mit den häufig konsumierten Mengen (1 Fl. WEIN/ 2 l Bier) auf max. 1,0 Promille kommst, wenn ich 180 cm/ 80 kg in den Promillerechner eingebe. Um diese Gewöhnung zu erreichen, mußt Du in den vorangegangen Monaten bis Jahren häufiger auf die 1,8 und darüber gekommen sein, da reichen die von Dir geschilderten 2x pro Jahr mit Vollrausch nicht aus. Du scheinst mir sehr differenziert, daher habe ich Dir mal einen Kommentar zu den MPU-Begutachtungsleitlinien verlinkt HIER KLICKEN aus dem Du erkennen kannst, wie Gewöhnung entsteht und wie sie bei der MPU gewertet wird. Aus Deiner bisherigen Beschreibung der Trinkgewohnheiten geht hervor, daß Du Wirkungstrinken betrieben hast, gerade dieses sehr regelmäßige "alleine daheim 1 Fl. Wein" spricht dafür. Es ist gut, daß Du den Alkoholkonsum zuhause eingestellt hast. Ich fürchte allerdings, daß Deine bisherigen Maßnahmen mit Trinkmengenreduktion weder für eine MPU, noch für das Erlernen eines für Dich verträglichen Umgangs mit Alkohol ausreichen. Als sehr junger Mensch (denke, Du bist U21) mit dieser hohen Trinkgewöhnung und dem regelmäßigen Konsum bist Du ein Hochrisikokandidat für eine Abhängigkeit. In dieser Situation kann ein "selbstbestimmter" Umgang mit Alkohol trotz aller guten Vorsätze meist nicht eingehalten werden. Im Moment ist der Druck zur Eigenkontrolle durch die drohende MPU bei Dir sehr hoch, aber wie wäre er ohne diesen Zwang? Ich würde Dir dringend empfehlen, mehrere Monate völlige Abstinenz einzuhalten. Erst dann kannst Du wirklich übersehen, welche Rolle Alkohol in Deinem Leben spielt. Gruß von COYOTA -------------------- Life is simple: eat, sleep, save lives !
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22.07.2008, 10:13
Beitrag
#25
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
@coyota
das mit der abstinenz finde ich auch...erstmal die finger von dem zeug lassen bis man die eigentliche problematik erkannt und aufgearbeitet hat... aber kann man einem GA das vermitteln das man nicht sein leben lang auf alkohol verzichten möchte, da ja keine abhängigketi besteht, aber man seinen problematischen umgang mit alkohol kennt und deshalb ich sage mal auf eine gewisse dauer auf alkohol verzichtet? um halt diese problematik aufzuarbeiten und ohne gefahr zu laufen das man wiederholungstäter wird? ist damit ein positives ga zu erreichen??? |
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22.07.2008, 10:35
Beitrag
#26
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 15362 Beigetreten: 24.08.2004 Wohnort: Mainz-Gonsenheim Mitglieds-Nr.: 5157 |
Schwerlich.
Der Gutachter wird IMHO eine solche Abstinenz als Trinkpause zur Erlangung der FE sehen und ein negatives Gutachten schreiben. -------------------- Lieber einen Moment lang feige - als ein Leben lang tot Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen. |
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22.07.2008, 10:46
Beitrag
#27
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
ja, aber wenn man ihm erklärt das meine seine problematik mit fachlicher hilfe weiter aufarbeiten wird und das sozusagen
nicht dem zufall überlässt, wann man wieder was trinkt...sprich trinkpause mit dem begleiteten weg zum kt nach einem gewissen zeitraum des verzichts... also fände ich nicht verwerflich...das sollte doch zeigen das derjenige eine tiefere einsicht in seine problematik nimmt und weiterhin an sich arbeitet und da ist alkohol sowieso ein schlechter begleiter! |
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22.07.2008, 10:47
Beitrag
#28
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 481 Beigetreten: 09.06.2008 Wohnort: nähe Siegburg Mitglieds-Nr.: 42513 |
ja, aber wenn man ihm erklärt das meine seine problematik mit fachlicher hilfe weiter aufarbeiten wird und das sozusagen nicht dem zufall überlässt, wann man wieder was trinkt...sprich trinkpause mit dem begleiteten weg zum kt nach einem gewissen zeitraum des verzichts... also fände ich nicht verwerflich...das sollte doch zeigen das derjenige eine tiefere einsicht in seine problematik nimmt und weiterhin an sich arbeitet und da ist alkohol sowieso ein schlechter begleiter! Hallo Deronkel! Was hält Dich denn davon ab, ganz darauf zu verzichten? Viele Grüße Anni-Leseratte |
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22.07.2008, 10:53
Beitrag
#29
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
das ist eine berechtigte frage....
dänemark im winter...vorm kamin....auf`m bärenfell....mit nem netten mädel...und ner flasche WASSER??? was paßt nicht??? also es gibt schon momente wo ein wein z.b. aus romantischen bzw auch gesellschaflichen gründen "dazugehört" |
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22.07.2008, 10:55
Beitrag
#30
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 15362 Beigetreten: 24.08.2004 Wohnort: Mainz-Gonsenheim Mitglieds-Nr.: 5157 |
Nein, verwerflich ist das sicher nicht. Aber für einen Gutachter schwerer nachvollziehbar und für Dich schwerer glaubhaft rüberzubringen als Abstinenz.
Ich bleibe dabei, damit wirst Du einen Gutachter nur schwerlich überzeugen können. -------------------- Lieber einen Moment lang feige - als ein Leben lang tot Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen. |
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22.07.2008, 10:59
Beitrag
#31
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
also hast du deine probierphase nie beendet wenn du es erneut ausgelotet hast...und dir dadurch eine hohe trinkfestigkeit angewöhnt...unbemerkt natürlich!? Das mit der Probierphase stimmt schon irgendwie für die Besäufnisse, außer dass ich vorher merkte das es zuviel wurde und nicht mit der Folge Erbrechen leben musste. Für mein gewohnheitsmäßiges Trinken hatte dies aber keine Bedeutung. Ich war zufrieden mit dem was ich trank und wollte nicht mehr. Außerdem ist eine Flasche Wein ein so praktischer Maßstab. Das die Alkoholgewöhnung unbemerkt vonstatten geht halte ich für unmöglich. Man merkt doch das man mehr verträgt. Ich habs jedenfalls bemerkt und auch bewusst zur Kenntnis genommen. Was man ja auch daran merkt, dass ich eben auch mal mehr getrunken hab. Du widersprichst Dir. Das ich damit eine Straftat begehe war mir nicht bewusst [...] Lustigerweise war es an dem Tag im Gespräch, dass man ab 1,6 Promille auch wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist den Führerschein abgeben muss. In meinen Augen ist das ein riesiger Widerspruch in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Sätzen.Ich finde nicht, dass ich mir Widerspreche. Ich dachte dabei an ein Fahrverbot, welches durchaus auch bei Ordnungswidrigkeiten Anwendung findet. Das dadurch ein Straftatbestand erfüllt würde war mir nicht bewusst, auch nicht dass ich eine positive MPU vorweisen muss. Und das ich betrunken war habe ich durchaus gemerkt. Nur wollte ich nach Hause, weil es spät und ich müde war. @coyota Ich bin leider nicht mehr U21 sondern 30 und wiege bei einer Körpergröße von ca. 1.73 m ungefähr 65 kg und erhöhe auf max. 3 mal mehr Alkohol als 3 Bier oder 1 Fl. Wein pro Jahr. Bei den wöchentlichen Mengen bin ich mir sehr sicher und würde sie nicht korrigieren wollen bzw. sehe ich keinen Grund dazu, weil meine Angaben, denke ich, richtig sind. Mir hat weniger die MPU einen Schreck eingejagt als die Tatsache, dass man wenn man mit mehr als 1,6 Promille ein Fahrzeug führen kann davon ausgehen muss, wenn man nicht sogar schon alkoholkrank ist, dass man zumindestens Alkoholmissbrauch betreibt durch den man seiner Gesundheit erheblichen Schaden zufügen kann. Aus diesem Grund habe ich beschlossen meine Trinkgewohnheiten zu ändern und nicht weil ich zur MPU muss. Das klingt jetzt vielleicht wie eine nur zum bestehen der MPU erlernte Aussage, ist es aber nicht. Wovor ich Angst bei der MPU habe ist meinen Gesinnungswandel bzw. mein Aha-Erlebnis einem Gutachter gegenüber nicht plausibel erklären zu können. Außerdem habe ich bereits versucht Gründe für meinen Alkoholkonsum zu finden wie zum Beispiel, dass ich ne schwere Zeit hatte und trinke um mir Erleichterung zu verschaffen. Bisher allerdings vergeblich. Ich bin tatsächlich noch immer der Überzeugung, dass mein Trinkmotiv darin lag, dass ich mich eben unter der Wirkung von Alkohol wohl fühle. Ja ich mag die Wirkung die Alkohol auf mich hat, ich bin dann geistig beweglicher. |
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22.07.2008, 11:02
Beitrag
#32
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 150 Beigetreten: 22.09.2007 Mitglieds-Nr.: 36874 |
aber warum soll man sich schöne momente verbieten...es ist ja auch nicht so das man den wein ausext und ins auto springt...es sei denn man hat das mädel vorher noch nicht gesehen
ich sage ja wenn man sich bewußt ist über seinen zu lappidaren umgang und über die vorherige mangelnde selbskontrolle und daran arbeitet, dann sollte auch ein gesellschaftlicher umgang mit alkohol möglich sein! für mich als wiederholungstäter würde sowieso nur die abstinenz in frage kommen. fakt ist für mich wenn ich wieder im besitz einer FE sein werde, dann heißt das definitiv 0,0 |
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22.07.2008, 11:34
Beitrag
#33
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 462 Beigetreten: 09.09.2005 Wohnort: Hessen Mitglieds-Nr.: 12836 |
Hallo krautsalat,
sei herzlich gegrüßt hier im VP. Schon in vielen Beiträgen hatte ich geschrieben,warum es gerade immer Studenten erwischt,welche so vermute ich einmal ,über Bildung verfügen. Intelligenz säuft ,Dummheit frisst viel,ein altes Sprichwort.Aber warum lässt man sich überhaupt erwischen? Ich denke mal das Problem ist doch die Tatsache,das man gegen den Alkohol immer verlieren wird. Ich persönlich habe immer versucht gegen den Alkohol zu gewinnen,es ist fehlgeschlagen. Man muss den Kampf schlicht und ergreifefend aufgeben,wenn mann merkt,das man verliert. Da bleibt nur noch Abstinenz,wie es Cornelius Rufus betreibt,oder ein Umgang mit Alk an der Unteren Grenze.Bleibe erst einmal eine Zeitlang abstinent,und schaue mal wo die Reise hingeht. Ich persönlich bin der Meinung,das ein Leben ohne Alkohol eine sehr große Rerausforderung bedeutet. -------------------- Ich mag dieses Forum ! MfG insekt !
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22.07.2008, 11:42
Beitrag
#34
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 481 Beigetreten: 09.06.2008 Wohnort: nähe Siegburg Mitglieds-Nr.: 42513 |
das ist eine berechtigte frage.... dänemark im winter...vorm kamin....auf`m bärenfell....mit nem netten mädel...und ner flasche WASSER??? was paßt nicht??? also es gibt schon momente wo ein wein z.b. aus romantischen bzw auch gesellschaflichen gründen "dazugehört" Dann lass doch das Wasser einfach weg? Im Ernst - musst Du das Mädel oder Dich betrunken machen? Das sind doch nur Bilder, die in unseren Köpfen existieren, weil wir sie tausend mal genau so, wie Du beschreibst, gesehen haben. Klar, das ist gesellschaftlich geprägt, aber nicht unbedingt en vogue. Es ist lediglich eine Frage der Sichtweise. Eine Kanufahrt auf einem schönen See bei Sonnenschein mit Vogelgezwitscher und bunten Blumen am Uferrand kann ich mir sehr romantisch ohne Bierfahne vorstellen Aber sorry, Krautsalat - ist ja Dein Thread. Viele Grüße Anni (ist überhaupt nicht romantisch und nach einer Flasche Wein geistig überhaupt nicht mehr beweglich) |
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22.07.2008, 12:01
Beitrag
#35
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Also wenn ich jetzt eine Trinkpause einlegen würde, zeigt das doch nur, dass ich Angst vor dem Umgang mit Alkohol habe. Habe ich aber nicht, weil ich weiss dass ich meinen Konsum unter Kontrolle habe und nicht stockbesoffen irgendeinen Blödsinn mache.
Ich trinke jetzt seit bald 2 Monaten nach dem neuen Muster und in dieser Zeit ungefähr soviel getrunken wie sonst in einer Woche. Das mit der geistigen Beweglichkeit ist auch eher eine Kurve. Soll heißen, dass ich halt erstmal geistig beweglicher werde zum Ende der Flasche allerdings müde, was auch nicht schlimm ist, weil ich mich dann eh meist schlafen lege. |
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| Gast_klaus62_* |
22.07.2008, 12:04
Beitrag
#36
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Also wenn ich jetzt eine Trinkpause einlegen würde, zeigt das doch nur, dass ich Angst vor dem Umgang mit Alkohol habe. Nein, das zeigt, dass du daraus gelernt hast weil ich weiss dass ich meinen Konsum unter Kontrolle habe und nicht stockbesoffen irgendeinen Blödsinn mache. Du hast keine Kontrolle mehr und du hast Blödsinn gemacht. In Bezug auf deine innere Trinkmotive würde ich mir an deiner Stelle ein Verkehrspsychologen zu Rate ziehen. |
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22.07.2008, 12:04
Beitrag
#37
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 9137 Beigetreten: 15.12.2004 Mitglieds-Nr.: 7279 |
Hallo Leute,
ich verstehe sehr gut, daß gerade in jungen Jahren ein lebenslanger Verzicht auf Alkohol unvorstellbar erscheint. Ich persönlich denke schon, daß es jungen Mißbräuchlern noch gelingen kann, ein moderates Trinkverhalten zu erlernen und ihren Umgang mit Alkohol weitgehend zu normalisieren. Als Vorraussetzung dafür sehe ich aber, daß noch keine lange Trinkdauer da war, das Rauschtrinken vor allem im Gruppenzwang (nur Wochenendtrinken, nie allein) betrieben wurde und die inneren Motive "Frust" oder "Schlafen können" nicht vorhanden waren, sondern eher "Schüchternheit überwinden/ aus sich rausgehen können/ Geltungsbedürfnis in der Gruppe. Da gestehe ich jungen Menschen eine Lern- und Veränderungsfähigkeit zu, so ähnlich wie jungen "übermütigen" Autofahrern, die sich meist ja auch zu moderaten Fahren entwickeln, wenn sie aus der "wilden Zeit" rauswachsen. Es ist allerdings nicht so einfach, solche Erkenntnisse in der MPU zu vermitteln. Wie HIER im Begutachtungskommentar ja gut erklärt wird, räumt die MPU ja die Möglichkeit einer zuverlässig erzielbaren Punktnüchternheit als Vermeidungsstrategie für TF ein, wobei hierfür der "Hammer" aber sehr hoch hängt. Wie auch Beispielgutachten zeigen, kann man in Einzelfällen auch ohne Abstinenz oder erlerntes KT eine MPU bestehen. Voraussetzung dafür sind aber ein sehr deutliches Bewußtsein der Gewöhnungsproblematik, klare, sicher eingeübte Trinkvorgaben in Menge und Häufigkeit sowie die Fähigkeit, ein eventuelles Wiederabrutschen in höhere Mengen oder häufigere Anlässe zu verhindern und sofort zu unterbinden. Das ist nicht ganz einfach. Gruß von COYOTA -------------------- Life is simple: eat, sleep, save lives !
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22.07.2008, 12:09
Beitrag
#38
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Der Hinweis, ab 1,60‰ BAK wäre es eine Straftat, mit dem Fahrrad zu fahren, lässt sich neben der direkten Information, die wörtliche Aussage des Satzes, auch als Botschaft deuten, Du, Krautsalat, trinkst zuviel.
Zur gesteigerten Alkoholtoleranz, klar merkt man dass, wenn man nur einigermaßen aufmerksam ist. Jedoch wird das schlicht weggewischt, weil die Funktionsbedeutung (ich trinke um ...) bereits eingesetzt hat. Über "die zwei Schnäpse mehr" wird sich regelmäßig keine Gedanken gemacht. Beleg bei Dir: Sonst hättest Du nie Deinen Wert erreichen dürfen. Deine Einsicht, Du hättest es merken können, kommt, typischerweise, hinterher. Weiterhin hast Du obige Botschaft noch nicht entdeckt. Eine Alkoholtoleranz wird aufgebaut, und sei es in einer gedanklich fernen Vergangenheit. Da nützt es wenig, wenn später moderat getrunken wird. Eiens Tages, aus einer Laune, wird es mehr und plötzlich wird es noch mehr. Das ist das tückische. Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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22.07.2008, 12:14
Beitrag
#39
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 9137 Beigetreten: 15.12.2004 Mitglieds-Nr.: 7279 |
Ich trinke jetzt seit bald 2 Monaten nach dem neuen Muster und in dieser Zeit ungefähr soviel getrunken wie sonst in einer Woche. Du trinkst nach dem neuen Muster momentan unter dem Riesen-Druck einer MPU und dem noch sehr deutlichen Schrecken der straf- und FS-rechtlichen Konsequenzen Deiner TF. Das ist normal, so geht es den meisten, fast jeder denkt, "das mach ich nie wieder!!!". Wenn dieser Druck und Schreck aber wegfällt, ändert sich diese Einstellung rasch. Es gibt unzählige Wiederholungstäter. Schau Dir mal bitte diesen Thread von Scholle an, da wird sehr deutlich, wie schnell das geht. Er hatte wenige Wochen nach der auf Anhieb bestandenen MPU (1,77 Promille) seine 2.TF mit ca. 1,6 Promille BAK hingelegt. -------------------- Life is simple: eat, sleep, save lives !
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22.07.2008, 15:34
Beitrag
#40
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 462 Beigetreten: 09.09.2005 Wohnort: Hessen Mitglieds-Nr.: 12836 |
Vielen Dank Coyota auf den hinweis Beitrag Scholle.Hatte ich übersehen.
-------------------- Ich mag dieses Forum ! MfG insekt !
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23.07.2008, 10:31
Beitrag
#41
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Erstmal herzlichen Dank nochmal für die zahlreichen Antworten und Denkanstöße. Auch für den Hinweis auf die Rückfallproblematik mit verlinktem Beispiel. Nicht das es mir nicht bewusst wäre, dass man auch bei noch so festen Vorsätzen die sich auf echte Einsicht und Erkenntnis stützen rückfällig werden kann aber man kann wahrscheinlich nicht oft genug die Gefahren des von mir eingeschlagenen Weges betonen.
Nichtsdestotrotz halte ich Scholles Beispiel für, naja, ein bisschen Fehl am Platz. Ohne ihm jetzt zu Nahe treten zu wollen merkt man doch, auch an der kurzen Zeit die er für seine erneute Auffälligkeit brauchte, dass es ihm niemals ernst war mit seinen Vorsätzen und alles nur für die MPU gemacht wurde. Ich für meinen Teil kann guten Gewissens behaupten begriffen zu haben auf welchem Weg ich mich befand. Auf diesen Weg werde ich bestimmt nicht zurückkehren, weil ich nicht dort hin will wo er hinführt, nämlich in die geistige und körperliche Alkoholabhängigkeit. Trotzdem glaube ich nicht, dass der scheinbar sicherste Weg, die Abstinenz, der richtige für mich ist. Ich kann das Betätigen der Notbremse einfach nicht vor mir rechtfertigen bzw. sehe ich nicht die Notwendigkeit. Ich weiss jetzt, denn das glaube ich aus meiner Vergangenheit lernen zu können, dass ich die Droge Alkohol in Zukunft als solche sehen und mit ihr dementsprechend bewusst und reflektiert umgehen muss und sie nicht, nur weil der Umgang mit ihr nicht gesetzlich verboten ist, ohne über ihre negativen Wirkungen nachzudenken, zu konsumieren. |
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23.07.2008, 19:40
Beitrag
#42
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Ich nehme hier jetzt mal eine kleine Bestandsaufnahme für mich vor:
Die ganze Gewöhnungsproblematik und das "Warum?" hinter der MPU scheint mir vollkommen klar. Ich weiss das ich mich an Alkohol gewöhnt habe und deshalb mehr trinken muss um die gleiche Wirkung wie ein nicht an Alkohol Gewöhnter zu erzielen. Und weil dem so ist, muss ich eben in Zukunft darauf achten, dass ich bestimmte Mengen nicht überschreite ohne dabei auf die Signale meines Körpers vertrauen zu können. Die FsSt nimmt nun an, dass ich nicht mehr in der Lage bin zuverlässig zu beurteilen ob ich noch fahrtüchtig bin oder nicht bzw. die Einschränkung meiner Reaktionsfähigkeit sowie meiner Aufmerksamkeit, die trotz meiner Gewöhnung genauso stark sind wie bei einem nicht Gewöhnten, zu erkennen, richtig einzuschätzen und dementsprechend zu handeln. Es wird von mir also eine stabile Änderung meiner Trinkgewohnheiten dahingehend verlangt, das ich ausschließen kann jemals wieder ein Fahrzeug mit mehr als 0,3 ‰ zu führen. D.h. nun also, dass ich entweder garnichts mehr trinke und Abstinenz übe oder dass ich kontrolliertes Trinken betreibe bei dem ich nie mehr als 0,3 ‰ erreiche. Zur Berechnung der möglichen Trinkmengen wird die Widmarkformel benutzt, stimmt das? Um die Änderung als stabil bewerten zu können muss ich das Ganze (nachweislich) mindestens 6 Monate betrieben und meine Alkoholproblematik in nachvollziehbarer Weise aufgearbeitet haben. Die Aufarbeitung muss ich im Gespräch mit dem Gutachter darlegen können. Eine dritte Möglichkeit wäre, gelegentlich auch größere Mengen Alkohol zu trinken, so dass man auch mal mehr als 0,3 ‰ erreicht und dem Gutachter zu erklären warum man dann auf keinen Fall ein Fahrzeug benutzen wird. Das wäre die sogenannte Punktnüchternheit, oder? So, an dieser Stelle steh ich nun und habe mich gegen eine abstinente Lebensweise entschieden. Ich muss also dafür Sorge tragen, dass ich in Zukunft das Trinken von Alkohol und das führen von Fahrzeugen zuverlässig trenne und das ganze meinem Gutachter als Paket verschnürt mit Schleifchen drum und allem Klimmbimm präsentiere. Um das tun zu können muss ich anfangen etwas tiefer in mich hineinzublicken um die wahren, inneren Motive für mein früheres Trinkverhalten zu ergründen und ,tickende Zeitbombe die ich bin, mit Hilfe dieses Wissens für mich geeignete Strategien entwickeln um die nächste TF zu verhindern. Problem ist nur, wie oder wo fange ich an in mich hineinzublicken? Btw. wie kann ich Beiträge editieren, die schon etwas älter sind und bei denen der Bearbeiten-Button bereits verschwunden ist? |
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23.07.2008, 21:08
Beitrag
#43
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 17720 Beigetreten: 07.12.2006 Wohnort: Gaaanz hoch im Norden.. Mitglieds-Nr.: 26234 |
Zitat Btw. wie kann ich Beiträge editieren, die schon etwas älter sind und bei denen der Bearbeiten-Button bereits verschwunden ist? Gar nicht, einfach auf "Antworten" gehen und weiter schreiben. -------------------- Personalführung ist die Kunst einen Mitarbeiter so über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet...
oder Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet... |
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23.07.2008, 21:12
Beitrag
#44
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5255 Beigetreten: 05.07.2007 Mitglieds-Nr.: 33783 |
Btw. wie kann ich Beiträge editieren, die schon etwas älter sind und bei denen der Bearbeiten-Button bereits verschwunden ist? Gar nicht. Du kannst allenfalls einen Moderator bitten die Beiträge in Deinem Sinne zu ändern.Zur Sache: Das hast Du soweit richtig erkannt. Wobei das gelegentliche Trinken über die 0,3‰ Grenze bei beabsichtigter Trennung wenig Gegenliebe beim Gutachter finden wird. Zu den Motiven mußt Du Dir als erstes überlegen wann Du aus welchen Gründen getrunken hast. Eine Möglichkeit wären zum Beispiel Probleme, die durch Alkohol zwar nicht beseitigt aber erträglich wurden. Dann wäre zu ergründen wie es zu diesen Problemen kam und wie Du in Zukunft ohne Alkohol mit diesen Problemen umgehen möchtest. -------------------- Dieses Zeichen gilt nicht für Busse, jedoch für Wohnmobile, denn dies sind keine PKW (OLG Braunschweig in VRS 86, 150).
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| Gast_klaus62_* |
24.07.2008, 10:24
Beitrag
#45
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Ich muss also dafür Sorge tragen, dass ich in Zukunft das Trinken von Alkohol und das führen von Fahrzeugen zuverlässig trenne und das ganze meinem Gutachter als Paket verschnürt mit Schleifchen drum und allem Klimmbimm präsentiere. Warum wählst du diese (unsichere) Art eine MPU zu bestehen? Eine MPU ist teuer und eine zweite MPU unsinnig wie ein Klotz am Bein. Ziehe deine MPU mit der sicheren Art (Abstinenz oder KT) durch, bestehe diese und dann kannst du ja auf deine Methode umschwenken. Du schreibst ja selber schon, du willst den GA ein Schleifchen schenken und einen Bären aufbinden. Du bist ja jetzt schon selber unsicher ob du das hinbekommst. Und glaube mir, ein GA ist nicht dumm |
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24.07.2008, 13:49
Beitrag
#46
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Warum wählst du diese (unsichere) Art eine MPU zu bestehen? [...] Ziehe deine MPU mit der sicheren Art (Abstinenz oder KT) durch, bestehe diese und dann kannst du ja auf deine Methode umschwenken. Du schreibst ja selber schon, du willst den GA ein Schleifchen schenken und einen Bären aufbinden. Du bist ja jetzt schon selber unsicher ob du das hinbekommst. Eigentlich möchte ich es vermeiden dem Gutachter einen Bären aufzubinden, deshalb ist für mich die Abstinenzmethode auch keine Option und nur bis 0,3 ‰ trinken auch nicht gerade anheimelnd. Das wären bei mir mit Widmark ohne den Faktor Zeit 0,38 l Bier mit 5,0% vol. oder 0,15 l Wein mit 13,0% vol. . Bei einer angenommenen Abbaurate von 0,15 ‰/h und der Annahme man baut erst nach einer Stunde ab könnte ich alle 3 Stunden diese Menge konsumieren. Und das bei ca. 4 zulässigen Trinkanlässen pro Jahr? Das wäre ja wie Abstinenz ohne bei gesellschaftlichen Anlässen beim Anstoßen ablehnen zu müssen da man keinen Alkohol (mehr) trinke, weil man ein Alkoholproblem habe. KT ist also die Methode für die die Angst haben sich ins gesellschaftliche Abseits zu stellen. Ich seh mich da leider noch woanders stehend. Nämlich den Alkohol ablehnend mit der Begründung ich müsse noch fahren oder eben dem Alkohol zusprechend, ohne auf die Uhr zu schauen und zu denken, so jetzt darf ich nochmal nippen, trotzdem aber wissend wann es genug ist wie jeder andere normale Mensch auch. Ich wehre mich ganz einfach gegen den Vorwurf nicht zwischen dem Genuss von Alkohol und der Teilnahme am Straßenverkehr trennen zu können. Und ich wehre mich auch gegen die Unterstellung ich könnte meinen Alkoholkonsum nicht kontrollieren. Ich räume dabei jedoch ein die Trennung nicht in ausreichendem Maße vorgenommen zu haben. Soll heißen, dass Radfahren für mich Trennung genug bedeutete. Dass das ein Fehler war gestehe ich ein, fühle mich aber durchaus in der Lage aus meinem Fehler zu lernen und nun auch das Radfahren vom Alkoholkonsum zu trennen. Trennung bedeutet für mich von nun an Fahrzeuge jeder Art nurnoch mit 0,00 ‰ zu führen. Meine Unsicherheit gegenüber einem Gutachter entsteht nun daraus, dass ich davon ausgehen muss, dass der Gutachter eben nicht das Vertrauen in meine Fähigkeiten zur Trennung besitzt wie ich. Er wird weiterhin davon ausgehen, dass ich mit Hilfe des Alkohols meine wie auch immer gearteten Probleme und Sorgen, die zweifellos jeder Mensch von Zeit zu Zeit hat, ertränkt habe und deshalb nicht mehr in der Lage bin ein vernünftiges Verhältnis zum Genuss alkoholischer Getränke aufzubauen. |
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24.07.2008, 14:36
Beitrag
#47
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 481 Beigetreten: 09.06.2008 Wohnort: nähe Siegburg Mitglieds-Nr.: 42513 |
Ich seh mich da leider noch woanders stehend. Nämlich den Alkohol ablehnend mit der Begründung ich müsse noch fahren oder eben dem Alkohol zusprechend, ohne auf die Uhr zu schauen und zu denken, so jetzt darf ich nochmal nippen, trotzdem aber wissend wann es genug ist wie jeder andere normale Mensch auch. Hallo Krautsalat, das ist bei mir gänzlich daneben gegangen. Bis Mitternacht kein Problem - da wäre ich definitiv nicht mehr gefahren. Dann habe ich - gar nicht mehr viel - weiter getrunken und kann mich bis heute nicht erinnern, ins Auto gestiegen zu sein (immer noch Will sagen, es ist total gefährlich, weil Du u. U. ein Risiko eingehst, das Du nicht abschätzen kannst. Denke, das ist aber ein Prozess, wollte mir das zu Anfang auch gar nicht eingestehen, habe mich dagegen gesträubt. Musste mir aber auch jedes Mal wieder eingestehen: Ich konnte nicht trennen, ich bin betrunken gefahren - und das mit dem festen Vorsatz, eben dies nicht zu tun. Aber vielleicht ist es bei Dir ja wirklich anders ... Viel Glück Anni |
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24.07.2008, 19:03
Beitrag
#48
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Sind 1,8‰ denn noch ein Genuss(konsum)? Sie sind ein Konsum, ein recht großer. Das bedeutet ja nicht, dass keine Punktverkehrssicherheit, bsp. durch Nutzung des ÖPNV, besteht. Nur, diese Mengen mit Genuss gleichzusetzen, da wird ein Gutachter hellhörig. Da ist von Dir der Genuss mit einer Funktion resp. Wirkung gleich gesetzt worden.
Wie viele ziehst Du das Pferd von hinten auf. Die sehr empfehlenswerte Reihenfolge ist, erst das Trinkverhalten zu beobachten, dann zu analysieren. Erst wenn dieses abgeschlossen ist, lohnt es sich ein Ziel, bsp. Deine Punktlandung, zu formulieren und die Realität damit zu prüfen. Du machst es anders. Erst der weitere Wunsch, dann das Aufarbeiten. Das Du noch beim vor dem Aufarbeiten bist, kann ich an der Gleichsetzung von Genuss mit (noch versteckter) Wirkung erkennen. Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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| Gast_klaus62_* |
24.07.2008, 22:15
Beitrag
#49
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Das wäre ja wie Abstinenz ohne bei gesellschaftlichen Anlässen beim Anstoßen ablehnen zu müssen da man keinen Alkohol (mehr) trinke, weil man ein Alkoholproblem habe. KT ist also die Methode für die die Angst haben sich ins gesellschaftliche Abseits zu stellen. das ist ein sehr guter Satz, anders sehe ich es auch nicht, da ich abstinenz lebe Ich wehre mich ganz einfach gegen den Vorwurf nicht zwischen dem Genuss von Alkohol und der Teilnahme am Straßenverkehr trennen zu können. Und ich wehre mich auch gegen die Unterstellung ich könnte meinen Alkoholkonsum nicht kontrollieren. Du kannst dich wehren wie du willst, aber genauso sieht es der GA Meine Unsicherheit gegenüber einem Gutachter entsteht nun daraus, dass ich davon ausgehen muss, dass der Gutachter eben nicht das Vertrauen in meine Fähigkeiten zur Trennung besitzt wie ich. Richtig erkannt Er wird weiterhin davon ausgehen, dass ich mit Hilfe des Alkohols meine wie auch immer gearteten Probleme und Sorgen, die zweifellos jeder Mensch von Zeit zu Zeit hat, ertränkt habe und deshalb nicht mehr in der Lage bin ein vernünftiges Verhältnis zum Genuss alkoholischer Getränke aufzubauen. Genau! und wie willst du ihm jetzt das Gegenteil beweisen? |
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24.07.2008, 22:36
Beitrag
#50
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 9137 Beigetreten: 15.12.2004 Mitglieds-Nr.: 7279 |
Wie viele ziehst Du das Pferd von hinten auf. Die sehr empfehlenswerte Reihenfolge ist, erst das Trinkverhalten zu beobachten, dann zu analysieren. Est wenn dieses abgeschlossen ist, lohnt es sich ein Ziel, bsp. Deine Punktlandung, zu formulieren und die Realität damit zu prüfen. Du machst es anders. Erst der weitere Wunsch, dann das Aufarbeiten. Das Du noch beim vor dem Aufarbeiten bist, kannr ich an der Gleichsetzung von Genuss mit (noch versteckter) Wirkung erkennen. Also ich hab auch den Eindruck, daß wir hier mit der Diskussion "wie überzeuge ich den Gutachter" ohne vorangegangene Aufarbeitung nicht recht weiterkommen. Wollen wir nicht einfach mal von vorne anfangen, sprich uns am Fragebogen entlanghangeln und dem TE bei der Aufarbeitung helfen? Magst Du Dich da mal drauf einlassen? Oft erkennen die Beratenden und Beratenen hier in der "Schritt-für-Schritt"-Version am besten, wo eventuell Irrglaube herrscht. Wenn Du willst, dann beantworte doch einfach mal die ersten 7 Fragen, die bei einer echten MPU so oder ähnlich gestellt werden: 1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten. (wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille) 2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit) 3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren? 4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? (Ja/Nein + Begründung) 5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)? 6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen? 7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? Gruß von COYOTA -------------------- Life is simple: eat, sleep, save lives !
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Vereinfachte Darstellung | Aktuelles Datum: 13.01.2026 - 07:47 |