... Foren-Archiv 2000 bis 09/2003; ca. 40.000 Postings

    
... Anzeige im separaten Fenster!

> Rubrik: Archiv
  Seite: ... | Foren-Archiv | ...  ]

 
Tipp:
 >> Hilfe im §§-Dschungel ...
Komplette Übersicht
über alle Foren oder
Beiträge (24 Std.)
Dieses Foren-Archiv wird betreut
durch Administrator: Rolf Tjardes :-)
 


[ Foren-Archiv | Neue Beiträge | Beitrag hinzufügen ]

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]

 
 Suche auch ähnliche Worte | Erweitert

Hinweis: Neue Foren-Software Online! Am 23.09.2003 wurde dieses Board abgeschaltet. Bitte nutzen Sie ab sofort das neue Forum für Ihre Beiträge. Vielen Dank. Zum neuen Forum: Hier klicken :-)

3,00 Promille mit dem Fahrrad

hinzugefügt von Gerhard [Email: Keine]
am 27.05.03 19:34

Ich habe am vorletzten Sonntag den Fehler gemacht, dass ich von der Tankstelle mit dem Fahrrad noch (alkoholischen) Nachschub für die Grillfete holen wollte. Der Hinweg ging noch einwandfrei. Nach dem Einkauf habe ich auf dem Tankstellengelände nach ein paar Metern ein stehendes Fahrzeug gestreift, da ich das Fahrrad nicht mehr ganz beherrscht habe. BAK: 3,00 Promille. Mir ist klar, dass ich wegen Straßenverkehrsgefährdung dran bin. Kann ich aber noch irgendwie verhindern, dass die Staatsanwaltschaft die Sache an das Straßenverkehrsamt weiterleitet zur Entziehung der FE? Ich bin kein Alkoholiker und habe am Wochenende einmalig über die Strenge geschlagen (mehrere Feiern ab Freitag). Bringt es was, wenn ich ein Attest von meinem Arzt besorge, dass ich kein Alki bin und meine Lebenswerte normal sind?


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Rotti (Mpuforum.de) [Kontakt]
am 27.05.03 19:57

hi,

>[Zitat:] "Kann ich aber noch irgendwie verhindern, dass die Staatsanwaltschaft die Sache an das Straßenverkehrsamt weiterleitet zur Entziehung der FE?"

an der sache kannst du nichts mehr drehen. auch mit einem schein vom arzt ist es nicht getahn. es wird ein strafverfahren geben und du wirst verurteilt. ich nehme stark an, dass der fs weg ist und eine mpu verlangt wird.

>[Zitat:] "Ich bin kein Alkoholiker und habe am Wochenende einmalig über die Strenge geschlagen (mehrere Feiern ab Freitag). "

ich kann es nicht oft genug sagen: wer mit 3,00 noch fahrrad fahren kann braucht nicht zu erklären, dass es ein ausrutscherwar und zum ersten mal vorgekommen ist. die praxis spricht eine andere sprache. das hilft dir nicht und der richter hat davür ein mildes lächeln übrig. ich empfehle einen anwalt.

Website: http://www.mpuforum.de


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von RobB [Email: Keine]
am 27.05.03 19:59

Hi Gerhard,

eigener vergleichbarer Erfahrungsbericht (ist allerdings 14 Jahre her - Jugendsünde):

ziemlich betrunken vom Oktoberfest mit der Ubahn bis zur Endstation, ab da zu Fuß weiter nach Hause. Unterwegs gemerkt, daß zu Fuß gehen ziemlich anstrengend ist und ein nicht abgesperrtes Fahrrad zur Weiterfahrt benutzt. Irgendwann von der Polizei aufgehalten worden (1,5 Promille - bei 3 Promille wäre ich wahrscheinlich tot gewesen mit 16 Jahren).

Resultat der ganzen Geschichte (wichtig: Jugendstrafrecht vor 14 Jahren!!!):

40 Sozialstunden (Autowaschen bei den Johannitern) und ein Seminar über Verhalten im Straßenverkehr. Zum Glück keine Sperrfrist - konnte mit 17 3/4 problemlos den Führerschein machen.

Gruß
Rob


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 27.05.03 21:24

Mit einer Entziehung der FE durch das Gericht musst Du nicht unbedingt rechnen, da die Regelfälle des § 69 StGB auf das Führen von Kraftfahrzeugen, nicht von Fahrrädern abgestellt sind. Ganz ausschließen kann man einen Entzug jedoch auch nicht (evtl. atypischer Fall aufgrund der Einzelumstände).

Dass die Führerscheinstelle vom Gericht informiert wird, kannst Du nicht verhindern. Ob und wie diese dann reagiert, steht wieder auf einem anderen Blatt. Einige Unwägbarkeiten also.

Anwalt auch in dieser Sache empfehlenswert.


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Cybercop [Email: Keine]
am 27.05.03 23:36

Hallo Gerhard, das mit dem Ausrutscher kann ich nicht glauben. Wer mit 3,0 Promille noch auf einem Fahrrad zur Tankstelle fahren kann ist Alkohol resistent. Zudem wird bei einem Radfahrer ab 1,6 Promille eine absolute Fahruntüchtigkeit bejaht. Dies zusammen heisst für den Richter, wer mit 3,0 Promille am Strassenverkehr teilnimmt und zudem noch in der Lage ist, einen Einkauf zu tätigen, der nimmt regelmässig Alkohol in nicht geringen Mengen zu sich. Er stellt damit eine Gefahr für den Strassenverkehr dar. Ist dieser Verkehrsteilnehmer im Besitz einer FE wird diese eingezogen. Da gibt es kein "Wenn" und "Aber". Zudem kommt, wer mit 3 Promille am Strassenverkehr teilnimmt, ohne vom Notarzt am Ableben gehindert zu werden, darf sich auf den "Idiotentest" freuen. Es sieht nicht gut aus :-((((( PS: Dies kann auch einen Fussgänger passieren !!!!


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von mike [Email: Keine]
am 28.05.03 00:28

Also da schlisse ich mich der Meinung von Peter an. Meiner Meinung nach wird dir der FS zu 99,9% weggenommen, und du kannst dich schonmal auf die MPU freuen. Ich weiß zwar nicht wie alt du bist aber wer mit 3 Promile noch nicht am Boden liegt sondern mal so mit dem Fahrrad zur tanke düst, sollte sich schon gedanken machen ob er vielleicht doch schon Alkoholiker ist.


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von mr.ratlos [Email: Keine]
am 28.05.03 08:35

hammer!
kann mich auch nur mike´s äußerungen anschließen und die mpu kommt zu 99,9 % , es sein einer pennt ! über 1,6 promille ist die mpu fällig auch auf den fahrrad ( wie kommt peter lustig auf anderes ? ) , wenn die fs-behörde wind davon bekommt und das wird sie !
bei 3 promille und von einen ausrutscher reden ist auch net schlecht und ich würde mich bei einer selbsthilfegruppe anschließen , denn dies war kein ausrutscher , sondern pure alkgewöhnung ( wahrscheinlich schon abhängigkeit )und wenn ein arzt etwas anderes attestiert gehört er verboten !

gruß mr.ratlos


[ Nach oben ]

MPU

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 28.05.03 09:24

>[Zitat:] "( wie kommt peter lustig auf anderes ? )"

Habe ich das behauptet? Bitte genau lesen!

Wenn die Fahrerlaubnisbehörde aufgrund der Trunkenheitsfahrt mit 3 Promille die Fahrerlaubnis entziehen sollte, wird sicherlich vor der Neuerteilung die MPU stehen. Ob sie aber in einem solchen Fall die FE entzieht, ist für mich nicht sicher.

Vielleicht kann dazu ein MA einer FE-Behörde etwas über die gängige Praxis sagen.


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Andy_F [Email: Keine]
am 28.05.03 15:35

Ich habe mal eine Frage zu dem Thema. Was wäre denn passiert, wenn er auf Rollerblades erwischt worden wäre. Müsste er dann auch zur MPU oder gilt man dann noch als Fußgänger?


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Michels35 [Email: Keine]
am 28.05.03 15:57

das ist glaube ich egal, ob Fussgänger, Radfahrer, oder mit Rollerblades. Man nimmt am "Strassenverkehr" teil...!


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von RobB [Email: Keine]
am 28.05.03 16:23

@alle:

Heisst das auf gut Deutsch:
Ich gehe in eine Kneipe, trinke anständig, gehe zu Fuß nach Hause und begehe eine Straftat ?!?!?
Oder muss etwas passieren (wie bei Gerhard, der ja ein parkendes Auto gerammt hat)?
Falls nicht, was ist die Konsequenz? In der Kneipe übernachten (Wirt wird sich bedanken)? Vom Taxifahrer bis ins Bett bringen lassen :-)?

Werden z.B. auf dem Oktoberfest jedes Jahr mehrere Millionen Straftaten begangen? - wäre die logische Konsequenz daraus.

Ich will das nicht ins lächerliche ziehen, dazu ist das Thema zu ernst. Was mich interessiert ist: Wie kann man sich schützen? Das Auto in diesem Fall nicht zu benutzen (was sowieso obligatorisch sein sollte), scheint ja nicht auszureichen.

Gruß
Rob


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von mike [Email: Keine]
am 28.05.03 16:35

@RobB: Also meines Wissens nach wär das keine Straftat, also zu Fuß jetzt. Die Polizei hätte dich in diesem Fall vielleicht in die Ausnüchterungszelle gesteckt. Aber wenn man ab 1,6Pm mit dem Fahrrad fährt ist das eine Straftat so wie zB. mit 0,8Pm mit dem Auto fahren. Trotzdem würde es die Führerscheinstelle interresiren das du mit 3Pm noch gehen kannst. Dann könnten sie theoretisch auch eine MPU fordern aber da würdest du den Führerschein vorerst behalten.


[ Nach oben ]

Promillegrenzen

angehängt von Peter Lustig [Kontakt]
am 29.05.03 12:02

Ein Fußgänger ist ein Fußgänger. Auch Inline Skater, Kickboarder, Skateboardfahrer,... sind verkehrsrechtlich Fußgänger. Die Promillegrenzen gelten für die absolute Fahruntüchtigkeit. Ein Fußgänger fährt nicht, sondern er geht. Auch ein Inline Skater, Kickboarder usw. ist verkehrsrechtlich ein Fußgänger.

Solange nix passiert, kannst Du als besoffener Fußgänger am Verkehr teilnehmen, ohne Dich strafbar zu machen. Falls aber etwas passiert, ist möglicherweise auch der Führerschein eines Fußgängers in Gefahr, wobei diese Gefahr jedoch geringer anzusetzen ist als bei einem Radfahrer.


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Andy_F [Email: Keine]
am 29.05.03 13:21

Das bedeutet also, lieber heute das Fahrrad stehen lassen und die Rollerblades anschnallen. Ich hoffe, ich finde noch meine Knieschoner und den Helm ;-)


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Margo [Email: Keine]
am 11.06.03 11:54

Einmaliger Ausrutscher mit 3,0%, ist doch wohl etwas untertrieben. Wer diese Promillzahl verträgt und noch Nachschub holen kann, - mit dem Fahrrad -ist eine sehr hohe Alkoholtoleranz gewöhnt. Da sollte man lieber einmal nachdenken, warum man diese hohe BAK vertragen kann. Ich kann es dir sagen. Training, training und nochmals training. Sollte es zur MPU kommen, gehen die Gutachter nicht von einem Mißbrauch aus, sondern von einer Abhängigkeit. Ab 2,0% ist es dann Pflicht Leberwerte einzuholen, regelmäßig alle 4 bis 6 Wochen, mindestens 6 Mon. Alkohol frei leben. Nachgewiesen aus deinen Leberwerten. Du siehst es kommt einiges auf dich zu. Und sage in Gottes Namen nicht noch mal, EINMALIGER AUSRUTSCHER.


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Gerhard [Email: Keine]
am 11.06.03 18:11

*lach*
Mein Namensvetter ist ja gut drauf.
0,3% und dann noch Radeln *gg*
Oh Mann, da würd ich nicht mal mehr das Rad finden ;-)


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von ME [Email: Keine]
am 11.07.03 15:17

Es ist noch nicht erwiesen, dass du das Fahrrad im öffentlichen Straßenverkehr gefahren hast. Es könnte sein, dass du das Rad bis zur Tankstelle geschoben hast. Da sich die Sachbeschädigung auf einem nicht-öffentlichen Gelände ereignete, sehe ich auch hier noch keine Trunkenheit im Straßenverkehr.


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von Andreas [Kontakt]
am 11.07.03 15:46

Eine Tankstelle ist regelmäßig sog. tatsächlicher-öffentlicher Verkehrsgrund. Somit liegt hier der Straftatbestand Trunkenheit im Verkehr vor.


[ Nach oben ]

Zu: 3,00 Promille mit dem Fahrrad

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 12.07.03 16:45

Die FEB KANN eine MPU anordnen, muß es aber nicht. Abgesehen von tatsächlichen "Sachverhaltsfragen" (Fahren oder Schieben)solltest du bei 3,00 Promille in jedem Falle mit der Verhängung rechnen. Das Gericht wird dir erwartungsgemäß keine Sperrfrist aufbrummen. Hat man dir vorläufig die FE entzogen ? Das wäre selbst bei 3.00 Promille hier in NRW unüblich. Ich weiß, daß die in Süddeutschland da härter sind. Vorarbeiten ist die Devise! S. hierzu nachfolgenden Thread zu einer Autofahrerin mit 1,76 Promille, besonders das Thema "Mainz77" sollte dich interesieren und, was in einem Strafurteil stehen sollte das du bekommst.
......................................

angehängt von Helveticus [Email: Keine] am 12.07.03 16:14
§ 13 Nr.2 c.: Ab einer TATZEIT-BAK von 1,6 und mehr ist MPU Pflichtveranstaltung. Das Ergenis deiner Bluprobe ist hier nur eine Rechengröße. Frage: Wie viel Zeit lag zwischen dem Anhalten und der eigentlichen Blutprobe. War dies wie üblich ca. eine Stunde, könnte es noch klappen. Voraussetzung: Du hast keinerlei Angaben zur Fahrtstrecke und zum Trinkverhalten (Was, wieviel, bis wann) gemacht. Dann würde dir bestenfalls zu Gute gehalten, daß du erst unmittelbar vor der Registrierung aufgehört hättest zu trinken, so daß die erst eine Stunde später entnommene Blutprobe um jedenfalls 0,2 Promille höher war, als die allein ausschlaggebende TATZEIT-BAK im Zeitpunkt der Registrierung. Voraussetzung ist wie gesagt, daß du KEINE Angaben gemacht hast und man auch nur eine Blutprobe entnommen hat. Bei Grenzfällen, und deiner ist ein Grenzfall, machen die Behörden ausnahmsweise 2 Blutproben im Abstand von ca. 1/2 Stunde um zu sehen, ob die BAK zu- oder abnimmt, dann hilft dir der o.g. Grundsatz leider nichts, da sich ergeben wird, daß deine BAK ab- und nicht zunimmt, du also früher schon aufgehört hattest zu trinken und sich der Alkohol schon wieder abbaute. Folgendes ist zu beachten: Du gehst SOFORT zu einem Anwalt ! Du hörst SOFORT auf irgendwelchen Alkohol zu dir zu nehmen und seien es auch nur Pralinen. Du wartest ca. 3 Wochen und läßt beim Hausarzt ein großes Blutbild mit Leberwerten (Y-GT, SGOT, usw.) machen. Das zeigst du dem Anwalt. Vorsicht: Selbst wenn der Arzt sagt, die Leberwerte seien völlig i.O., heißt das noch lange nicht, daß der Anwalt nicht ohnmächtig umfällt. Die Faherlaubnisbehörden und auch die StA sind da erheblich "pingeliger". Wenn die Blutwerte o.k. sind, dann schickt dich der Anwalt jeden Monat einmal zur Blutprobe sowie zu einem Kursus "Mainz77". Die macht der TÜV. Das ist im Prinzip eine kleine MPU, kostet ca. 350,00 € und dauert mit Unterbrechungen einige Tage (ärztl. Untersuchung und Gespräche mit Psychologen). Bekommst du ein positives Gutachten, gibst du das dem Anwalt. Hiermit läßt sich dann die zu erwartende Sperrfrist von regelmäßig 9-10 Monaten um jedenfalls 2, wenn nicht 3 Monate verkürzen. Zeitlich muß das verfahren dann so gesteuert werden, daß hauptverhandlung in etwa 7 Monate nach der tat liegt. Man muß die StA "ärgern", daß möglichst schnell ein Strafbefehl erlassen wird. Einspruch einlegen und Haptverhandlung w.o. "timen". Dann ist der große Tag. Du legst das Gutachten "Mainz77" vor sowie die ganzen Blutbilder, machst keine Angaben zum Vorwurf. Der Anwalt betont jedoch inständig, daß dies ein ABSOLUTER AUSNAHMEFALL war, du ansonsten nie und nimmer gefahren wärest, derart eingeschüchtert worden bist, daß sowas NIENIE wieder passiert. Der Anwalt muß jetzt dafür sorgen, daß im Urteil ausdrücklich drinsteht, daß nach eingehender Persönlichkeitswürdigung der beschuldigten das Gericht zu dem Ergebnis gelangt ist, daß eine Untauglichkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen bei dir im Zeitpunkt der Hauptverhandlung nicht mehr vorliege. Wenn dieser Satz im Urteil steht, gibt es DEFINITIV keine MPU ! Im Zeitpunkt der Hauptverhandlung ist unter Berücksichtigung von "Mainz77" die angemessene Sperrfrist rum. Du bekommst wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr gem. § 316 StGB eine Geldstrafe von 35 TS, das entspricht etwa einem guten Netto-Monatseinkommen, sowie ein deklaratorisches Fahrverbot, das aber keine Auswirkungen mehr hat. Das Gericht hebt den Beschluß über die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis auf und du bekommst den Führerschein vom Richter zurück und darfst sofort wieder fahren. Das Straßenverkehrsamt schaut in die Röhre, weil die gesetzlichen Voraussetzungen einer MPU nicht vorliegen. Hast du eine Rechtsschutzversicherung, freut sich auch der Anwalt, weil er ansonsten von dir mindestens 800,00 € verlangen müßte. Der ganze Quatsch wird also ca. 7 - 8 Monate dauern, wenn mans richtig macht. Ansonsten blüht dir eine höhere Sperre und in jedem Falle eine MPU. Du darfst in keinem Falle einen Strafbefehl der StA akzeptieren, auch wenn der noch so günstig ausfällt. Dieser Weg geht nur über eine Hauptverhandlung. Abschließender Tipp: Kontrolliere deinen Anwalt, ob das in etwa so läuft wie oben. Frage ihn im ersten Gespräch, ob er schonmal was von Mainz77 gehört hat. Wenn er dann sagt, das sei doch eine Stadt in Rheinland-Pfalz, dann gehst du gleich woanders hin.

[ Archiv-Übersicht | Inhalt dieses Archivs ]


 
Werbung:
 

Foren-Archiv: Weitergehende Informationen
Weitere Infos ...
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Fahrerlaubnis- oder Verkehrsrecht? Sie suchen sach- und fachkundigen Rat? Kein Problem, stellen Sie doch einfach Ihre Frage(n) in den Verkehrsportal-Foren...
Foren-Archiv Sitemap ...
Sitemap der Archiv-Jahrgänge: 2003 | 2002 | 2001 | 2000; Bei Klick öffnet sich ein separates Fenster mit der kompletten Themenliste eines Jahrganges. Vorsicht: Die Dateien haben eine jeweilige Größe von bis zu 300 KBytes!
 




 >>  Anwaltssuche im Strafzettel-Netzwerk