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> Als neutraler Beobachter bei MPUs und Kurs Avanti, ein sehr informativer Bericht von Martiniii!
Martiniii
Beitrag 11.08.2008, 12:40
Beitrag #1


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Hallo an alle,
ich wollte nur kurz berichten.
Heute ist ein besonderer Tag, denn ich habe das große Glück, dass ich bei einigen MPU`s dabei sein darf
( soweit der Kunde damit einverstanden ist, dass ich als Beisitzer dabei sitze).
Der Vormittag war schon sehr aufschlußreich - 6 Kandidaten: 3 durchgefallen, 3 bestanden, - also unentschieden.

Ich werde Euch weiter berichten.

Einen schönen Tag noch.....
wavey.gif



Anm.Mod: diese Postings wurden abgetrennt aus dem Ursprungs-Thread "Alkoholfahrt mit Klosterfrau" von @Martiniii. Den Bericht habe ich auch in unseren FAQ Beispielgutachten verlinkt. Vielen Dank für Deine Mühe, Martiniii! wavey.gif .

Der Beitrag wurde von Coyota bearbeitet: 17.08.2008, 06:37
Bearbeitungsgrund: Thema aus dem Ursprungsthread abgetrennt
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Tnixm
Beitrag 11.08.2008, 12:46
Beitrag #2


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..das ist ja interessant...

ja, berichte bitte weiter.


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Coyota
Beitrag 11.08.2008, 13:09
Beitrag #3


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Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 13:40) *
Ich werde Euch weiter berichten.


Bin auch total gespannt auf Deinen Bericht!!! blink.gif


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Gast_klaus62_*
Beitrag 11.08.2008, 15:02
Beitrag #4





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Wie kommt man zu so ein Glück? blink.gif
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Martiniii
Beitrag 11.08.2008, 18:06
Beitrag #5


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Um deine Frage zu beantworten, Klaus:
Seit Februar 2008 mache ich ein Fernstudium- einmal Suchttherapeut und einmal Psychotherapeutischer Heilpraktiker
( Psychologie auf Diplom geht nur an der Uni)
Die Zeit kann ich mir frei einteilen. Ich hatte damals auch nebenberuflich BWL studiert, daher habe ich gute Erfahrungen damit gemacht.

Insgesamt werde ich wohl 18 Monate brauchen.
Es ist aber nicht nur Theorie, sondern es wird angeraten Seminare zu besuchen und auch Praktikas zu absolvieren.
Durch einen Patient von mir bin ich zum TÜV gekommen. Alle sehr nett da.
Am Wochenende ist Teil 2 vom Avanti Kurs, Teil 1 war letzten Samstag, auch echt toll.
Und Donnerstag und Freitag sind noch 8 Einzelstunden mit MPU Kandidaten angesetzt, die bereits einmal durchgefallen sind.

Ich habe Urlaub und dachte mir: Nutze diese Möglichkeit.

4 Tage verbringe ich dann noch in einer psychosomatischen Klinik, die sich schwerpunktmäßig mit Alkoholentzug beschäftigt.

Ich habe heute leider nicht mehr soviel Zeit, aber es war wirklich interessant.
Von insgesamt 11 Kandidaten sind 6 durchgefallen und 5 haben bestanden.

Ich muß sagen- Ihr leistet wirklich gute Arbeit hier.
Viele Dinge, die hier sehr oft hinterfragt wurden, kamen genauso in der MPU vor.
Aber ich werde noch ausführlicher berichten.

Schönen Abend noch
wavey.gif
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GSX-R
Beitrag 11.08.2008, 18:47
Beitrag #6


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Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 19:06) *
Viele Dinge, die hier sehr oft hinterfragt wurden, kamen genauso in der MPU vor.
Aber ich werde noch ausführlicher berichten.

Das wäre prima. Auch im Hinblick auf den so oft geäußerten Vorwurf der Willkur bei der MPU. Wie war denn da Dein Eindruck? think.gif


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Lieber einen Moment lang feige - als ein Leben lang tot
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Martiniii
Beitrag 11.08.2008, 21:04
Beitrag #7


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Hallo GSX - R,

Ich weiß, nun werden einige " maulen"- aber ich muß sagen, es ging sehr gerecht vor sich.
Ich saß ja nicht nur bei ein und demselben Gutachter, sondern bei vier verschiedenen.
Sie haben sich wirklich Zeit genommen und ich hatte nicht das Gefühl, dass Sie ungeduldig waren.

Ich weiß nun werden wieder viele maulen, aber ich muß sagen, die die durchgefallen sind, sind berechtigt durchgefallen.
Ein Kandidat ist durchgekommen, den hätte ich allerdings durchfallen lassen, weil er ziemlich schlecht gelogen hat, der GA hatte keine Wahl, da die Geschichte in sich schlüssig war, er hat ihn aber ordentlich in die Mangel genommen.
Er hatte den Vorteil, dass er sehr redegewandt war.

Die Widersprüche und die Verharmlosung waren bei allen negativ Kandidaten die Hauptgründe für die Pleite.
2 waren vergleichbar mit Cinderella- etwas trinken, dann wieder weniger, dann gar nicht - komplettes durcheinander.
" Ich habe ja nur Bier getrunken" - der ewig langweilige Durchfallspruch.
Eine junge Frau fing wirklich gut an, bloß am Ende hat Sie es dann doch verissen, - anfangs beteuerte sie abstinenz, am Ende verquatschte sie sich.

Der GA fragte bei einigen öfter das gleiche, was die meisten stark verunsicherte und so manche " Lügengeschichte" kippte dann.

Ein Kandidat tat mir besonders leid, da er wohl sehr schüchtern ist. 2 MPU . Alkoholiker , nach Therapie nun 3 Jahre trocken.
Er hatte echt das Problem, dass er sich einfach zu wenig selbstdarstellte.
Ich meine, er hatte nach Jahren aufgehört zu trinken und ist trocken, dass ist doch etwas.
Er stellte es so da, als wenn es dass natürlichste auf der Welt ist, einfach aufzuhören.
Die Veränderung fand er also nicht schwer.Er trank aus Stress damals.
Heute geht er in seinen Garten bei Stress - das war alles was an Vermeidungsstrategien kam.
Der GA hat Ihm wirklich eine Chance gegeben, fand ich, aber es kam einfach zu wenig überzeugend rüber.
Der GA tat sich sehr schwer mit diesem Mann, er sprach später mit mir und sagte, dass er ihn normaler Weise durchfallen lassen müßte, aber es nicht tut, da der Kandidat statt eines Aufbauseminars eher einen Rhetorikkurs benötigte.

Ein weiterer Kandidat lebte Abstinent, ging zur SHG, hat seinen Freundeskreis gewechselt angeblich, alles klang zunächst echt gut, doch bei näherem hinterfragen, merkte man sehr schnell- dieser Mann lebte nur Abstinent, um den FS wiederzubekommen.
Da muß ich sagen, wurden die Fragen auch etwas gemeiner, aber erst als der GA merkte, er wird belogen.
Nach dem Motto: " Erklären Sie mir, was Sie bei den AA `s wollen, wenn Sie nicht abhängig sind? " gemeine Frage , finde ich.
Ich fragte den GA später, wie hätte er bestehen können- durch die Wahrheit und KT, antwortete er.

So das waren ersteinmal ein paar Auszüge.
Sehr interessant war auch letzten Samstag der Avanti Kurs. Ich dachte , ich darf da in der Ecke sitzen und zuhören. weit gefehlt.
Ich werde noch von berichten.

Ich war jedenfalls sehr zufrieden, als ich feststellen mußte, dass ich hier im VP eine Menge gratis lernen konnte.
Die die durchgefallen sind, waren wirklich schlecht bis gar nicht vorbereitet, leider.

Falls ich morgen Zeit finde, schreibe ich weiter- OK?
wavey.gif
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GSX-R
Beitrag 11.08.2008, 21:08
Beitrag #8


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Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 22:04) *
Falls ich morgen Zeit finde, schreibe ich weiter- OK?
wavey.gif

Würde mich sehr freuen. Und viele andere würden auch davon profitieren, denke ich. Auch wenn sie zu vernagelt sind, das zu begreifen. sad.gif


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corneliusrufus
Beitrag 11.08.2008, 23:40
Beitrag #9


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Danke für diese Innensicht!

Liebe Greet-Ings, Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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Tnixm
Beitrag 12.08.2008, 06:44
Beitrag #10


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wirklich interessant und aufschlussreich

Danke wavey.gif


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Coyota
Beitrag 12.08.2008, 06:46
Beitrag #11


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Hallo Martiniii, wavey.gif

vielen Dank für diese wirklich interessante Berichterstattung und Deine Einschätzung!!! thumbup.gif

Das bestätigt total, was die MPU-Absolventen auch hier berichten und daß wir in unserer Vorgehensweise für die Aufarbeitung richtig liegen! Nun ist mir klar, warum wir eine so hohe Erfolgsquote haben! Ich bin auch der Meinung, daß man mit einer unwahren Geschichte nur in seltenen Fällen besteht, dazu muß man aber hervorragend lügen und schauspielern können!

Also echt toll, daß Du hier berichtet hast, ich beneide Dich um diese Erfahrung!!!

Was hattest Du denn für einen Eindruck von den Trinkvorgeschichten? Viele MPU-Kandidaten mit über 1,6 Promille sind ja der Auffassung, daß sie sich noch im Bereich des normalen und selbstkontrollierten Konsums bewegen und die 1,6-Promille-Grenze ja jedermann leicht erreichen könnte, auch ohne irgendwelche Mißbrauchsprobleme. Waren die Kandidaten da auch von überzeugt? Gab es da Unterschiede zwischen positiv und negativ Beurteilten?

Gruß von COYOTA thread.gif


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Gast_klaus62_*
Beitrag 12.08.2008, 14:53
Beitrag #12





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Erste Sahne @martiniii

und für alle die es immer noch nicht begriffen haben:

Zitat
Ich muß sagen- Ihr leistet wirklich gute Arbeit hier.
Viele Dinge, die hier sehr oft hinterfragt wurden, kamen genauso in der MPU vor.


Diese Aussage von @martiniii zeigt uns hier im Forum, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben MPU-Probanten zu helfen.
Und diesen Weg werden wir nicht wegen ein paar User, die nichts verstehen, verlassen.

m.M

dieser Beitrag von @martinii ist FAQ-würdig
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Cinderella56
Beitrag 12.08.2008, 20:39
Beitrag #13


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Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 23:04) *
Ich weiß, nun werden einige " maulen"- aber ich muß sagen, es ging sehr gerecht vor sich.
Ich saß ja nicht nur bei ein und demselben Gutachter, sondern bei vier verschiedenen.
Sie haben sich wirklich Zeit genommen und ich hatte nicht das Gefühl, dass Sie ungeduldig waren.

wavey.gif
Hallo Martinii
Ein echt schöner Bericht, bestätigt aber schon ein bißchen meinen Eindruck.Ganz klar für mich, wenn ich einen Zuhörer habe werde ich mich immer bemühen, einen guten Eindruck zu vermitteln.
Würde mich als Kandidat auch besser fühlen, wenn ich einen Beisitzer und Zeugen hätte. Werde mich erkundigen, ob soetwas möglich ist.



Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 23:04) *
Ich weiß nun werden wieder viele maulen, aber ich muß sagen, die die durchgefallen sind, sind berechtigt durchgefallen.
Ein Kandidat ist durchgekommen, den hätte ich allerdings durchfallen lassen, weil er ziemlich schlecht gelogen hat, der GA hatte keine Wahl, da die Geschichte in sich schlüssig war, er hat ihn aber ordentlich in die Mangel genommen.
Er hatte den Vorteil, dass er sehr redegewandt war.

wavey.gif
Auch diese Erzählung bestätigt meinen Eindruck.
Wie kommst du darauf, das er gelogen hat ?
Offentsichtlich war er doch so gut vorbereitet, das der GA ihn nicht kippen konnte. Selbst wenn er gelogen hat, hat er sich zumindest so mit dem Thema befasst, das es über seine Kunst sich retorisch perfekt aus zu drücken ,für das Bestehen einer MPU gereicht hat.
Du sagst seine Geschichte war in sich schlüssig, mit welchen Argumenten hättest du ihn dann durchfallen lassen?


Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 23:04) *
Die Widersprüche und die Verharmlosung waren bei allen negativ Kandidaten die Hauptgründe für die Pleite.
2 waren vergleichbar mit Cinderella- etwas trinken, dann wieder weniger, dann gar nicht - komplettes durcheinander.
" Ich habe ja nur Bier getrunken" - der ewig langweilige Durchfallspruch.
Eine junge Frau fing wirklich gut an, bloß am Ende hat Sie es dann doch verissen, - anfangs beteuerte sie abstinenz, am Ende verquatschte sie sich.

wavey.gif
Ja ich weiß das inzwischen, das ich da viel unverständliches Chaos von mir gegeben habe, und genau das wird mir nicht nochmal passieren.
Wie hat die junge Frau sich verquatscht,was war die Fangfrage?


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GSX-R
Beitrag 12.08.2008, 20:42
Beitrag #14


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Zitat (Cinderella56 @ 12.08.2008, 20:39) *
Wie hat die junge Frau sich verquatscht,was war die Fangfrage?

Ich vermute einfach mal, sie hat aus Versehen die Wahrheit gesagt. Und die hat nicht zur gebastelten Geschichte gepasst.
Aber, wie gesagt, reine Vermutung.


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Cinderella56
Beitrag 12.08.2008, 20:52
Beitrag #15


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Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 23:04) *
Der GA fragte bei einigen öfter das gleiche, was die meisten stark verunsicherte und so manche " Lügengeschichte" kippte dann.


wavey.gif
Was hat er gefragt, und welche Frage hat er mehrfach gestellt ?


Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 23:04) *
Ein Kandidat tat mir besonders leid, da er wohl sehr schüchtern ist. 2 MPU . Alkoholiker , nach Therapie nun 3 Jahre trocken.
Er hatte echt das Problem, dass er sich einfach zu wenig selbstdarstellte.
Ich meine, er hatte nach Jahren aufgehört zu trinken und ist trocken, dass ist doch etwas.
Er stellte es so da, als wenn es dass natürlichste auf der Welt ist, einfach aufzuhören.
Die Veränderung fand er also nicht schwer.Er trank aus Stress damals.
Heute geht er in seinen Garten bei Stress - das war alles was an Vermeidungsstrategien kam.
Der GA hat Ihm wirklich eine Chance gegeben, fand ich, aber es kam einfach zu wenig überzeugend rüber.
Der GA tat sich sehr schwer mit diesem Mann, er sprach später mit mir und sagte, dass er ihn normaler Weise durchfallen lassen müßte, aber es nicht tut, da der Kandidat statt eines Aufbauseminars eher einen Rhetorikkurs benötigte.


wavey.gif
Das nenne ich fair.
Aber wenn er nachweißlich seit 3 Jahren trocken ist, ist der dann beim ersten Mal genau ,weil er sich nicht vernümpftig ausdrücken kann,bestimmt durchgefallen, weil er da vieleicht nicht bei einem so weit blickendem GA war.Du hast ihn nicht zufällig danach gefragt?


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Cinderella56
Beitrag 12.08.2008, 21:13
Beitrag #16


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Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 23:04) *
Ein weiterer Kandidat lebte Abstinent, ging zur SHG, hat seinen Freundeskreis gewechselt angeblich, alles klang zunächst echt gut, doch bei näherem hinterfragen, merkte man sehr schnell- dieser Mann lebte nur Abstinent, um den FS wiederzubekommen.
Da muß ich sagen, wurden die Fragen auch etwas gemeiner, aber erst als der GA merkte, er wird belogen.
Nach dem Motto: " Erklären Sie mir, was Sie bei den AA `s wollen, wenn Sie nicht abhängig sind? " gemeine Frage , finde ich.
Ich fragte den GA später, wie hätte er bestehen können- durch die Wahrheit und KT, antwortete er.

wavey.gif
Das ist ungefähr das über das ich auch am Anfang meines Threads berichtet habe. Diese Frage wurde auch jemanden gestellt er viel durch mit der Begründung, das er auf jeden Fall ein Problem mit Alk habe, das er um dem zu entgehen jetzt AA sei. der Unterschied ist, er trinkt wirklich nichts mehr, weil er sich dafür entschieden hat.

Na prima, da genau wird sich dann ja auch meine Schlinge zuziehen.
Was ist denn in so einem Falle die Wahrheit? Hat er dazu etwas gesagt?
Das ist wieder so etwas, was nicht berechenbar ist.
Ich glaube dir, wenn du sagst er war nur wegen des FS abstinent, ich denke du besitzt genügend Menschenkenntniss um das selbst beurteilen zu können. Mal ehrlich, hätte er eine Changse gehabt, wenn er gesagt hätte er praktiziert KT ?
Oder hätte es in diesem Falle der GA genau so als negativ dargestellt?
Hätte er dann nicht gesagt, aha sie können es also nicht lassen.
Ich hoffe für mich ,das du die Zeit findest mir zu antworten, das wäre echt super lieb von dir
Gruß C wavey.gif


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Kempowski
Beitrag 12.08.2008, 21:18
Beitrag #17


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Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 23:04) *
Ich fragte den GA später, wie hätte er bestehen können- durch die Wahrheit und KT, antwortete er.

whistling.gif


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Cinderella56
Beitrag 12.08.2008, 21:21
Beitrag #18


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Zitat (GSX-R @ 12.08.2008, 22:42) *
Zitat (Cinderella56 @ 12.08.2008, 20:39) *
Wie hat die junge Frau sich verquatscht,was war die Fangfrage?

Ich vermute einfach mal, sie hat aus Versehen die Wahrheit gesagt. Und die hat nicht zur gebastelten Geschichte gepasst.
Aber, wie gesagt, reine Vermutung.
ich hoffe Martinii findet Zeit die Fragen zu beantworten, wie gesagt, ich will keine Geschichte basteln da würde mir so was wahrscheinlich auch passieren, ich lasse nur einige Detais aus meinem Leben weg, und beschränke mich auf das nötigste. Ich denke das reicht dann immer noch.


Zitat (Kempowski @ 12.08.2008, 23:18) *
whistling.gif
Hat es dir die Sprache verschlagen ?
dry.gif


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GSX-R
Beitrag 12.08.2008, 21:21
Beitrag #19


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Mit Verlaub, ich denke anders. unsure.gif

Aber Du bist alt genug.

Edit: Bitte, Kempowski, lass es, was Du vor hast. wavey.gif


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Cinderella56
Beitrag 13.08.2008, 12:40
Beitrag #20


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Zitat (GSX-R @ 12.08.2008, 23:21) *
Mit Verlaub, ich denke anders. unsure.gif

Aber Du bist alt genug.
Darf ich wissen was du denkst? Hst du schon einmal eine MPU gemacht? Wie alt bist du ?
Gruß C


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jfk
Beitrag 13.08.2008, 13:23
Beitrag #21


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clapping.gif Klasse, ich finde den Bericht auch gut.
Bzw. die Chance, mal bei einer MPU dabeizusein - würde mich auch reizen.

Zitat (Martiniii @ 11.08.2008, 22:04) *
Die die durchgefallen sind, waren wirklich schlecht bis gar nicht vorbereitet, leider.


Kannst du uns noch etwas dazu schreiben, wie die Vorbereitungen der einzelnen Kandidaten aussahen, was sie gemacht haben?


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Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 13.08.2008, 15:09
Beitrag #22





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Zitat (jfk @ 13.08.2008, 14:23) *
Bzw. die Chance, mal bei einer MPU dabeizusein - würde mich auch reizen.

Mich nicht mehr laugh2.gif thread.gif
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corneliusrufus
Beitrag 13.08.2008, 21:56
Beitrag #23


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Danke, ich habe keinen gesteigerten Bedarf (mehr), lach, lol. Ich glaube allerdings kaum, dass mich ein MPI wegen des Wettbewerberstatus als Beobachter zuließe.

Liebe Greet-Ings, Cornelius


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Tnixm
Beitrag 13.08.2008, 22:44
Beitrag #24


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och, so als neutraler Beobachter fände ich das schon nochmal interessant.....


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Martiniii
Beitrag 15.08.2008, 21:16
Beitrag #25


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Hallo,
wie ich ja bereits geschrieben habe, hatte ich die Möglichkeit diese Woche an einigen MPU `s als Beisitzer teilzunehmen.
Ich muß sagen, es waren über 40 MPU`s und man ist ganz schön erledigt.

Cinderella, Du hattest ja einige Fragen und die möchte ich Dir gerne beantworten:
1. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich als Beisitzer , dazu beigetragen habe, dass sich der GA beispielhaft benimmt.
Es war auch nicht nur " Friede , Freude, Eierkuchen", einigen Kandidaten merkte man schlicht weg an,
dass Sie das alles als Schikane empfinden und einfach nichts verstanden haben.
Eine Kandidatin sagte auch deutlich: " Sie mögen mich nicht, darum haben Sie mich durchfallen lassen".
Es gab auch zwei Situationen, wo Sich der GA verbal wehrte gegen die Anfeindung.
Erreichen tut man damit gar nichts.

2. Ich erzählte von dem rhetorisch versierten Kandidat: Mir war seine Story einfach zu glatt, nach dem Motto,
wenn man nicht mehr trinkt, gibt es keine Probleme mehr.
Er hat sich einmal widersprochen, doch der GA hat es nicht gemerkt, warum weiß ich nicht.

3. Bei der Kandidatin war es keine Fangfrage, es war so, wie GSX-R schon sagte, - sie erzählte aus Versehen die Wahrheit zwischendurch.

4. Die Frage nach dem heutigen Verhalten wurde vermehrt gestellt, immer anders formuliert, ebenso die Trinkmengen und Motive.
Das kam aber immer auf den speziellen Fall an.
Wenn jemand seine Geschichte flüßig, in sich schlüssig und nachvollziehbar rüberbrachte, kam es auch gar nicht zu großen Rückfragen.

5. Ich möchte nochmal auf den schüchternen , nicht ganz redegewandten Kandidat zurückkommen.
Man mußte Ihm wirklich jedes Wort aus der Nase ziehen.
Er hatte wirklich ein Temperament wie eine " Stehlampe"
Der GA hatte in der Zeit, kaum eine Chance, sich ein Urteil zu erlauben.
Der Kandidat schilderte alles in der gleichen Tonlage, ziemlich wortkarg.

6. Bei dem anderen Kandidat, der Abstinenz angab und durchgefallen ist, wurde im Gespräch deutlich , dass er gar keine zufriedene Abstinenz lebt, sondern
eher ein Alkoholiker in einer Trinkpause ist und die auch noch auf Krampf.
Es wirkte aufgesetzt und es gehörte wirklich nicht viel dazu, diese Geschichte zu durchschauen.

Liebe Cinderella, ich könnte Dir noch mehr schreiben, aber das würde Dir wahrscheinlich nicht ganz soviel bringen, denn die Auszüge sind aus dem Gesamtbild herausgestellt.
Du darfst bei deiner MPU diesmal nicht vergessen, Du hast Dich diesmal intensiver vorbereitet.

Liebe Coyota,
zu deiner Frage nach den Trinkvorgeschichten und der Einstufung der Promillewerte.
Im Vergleich zur Gesamtanzahl der Kandidaten , wurde wenig danach gefragt, ob es der Person überhaupt eindeutig klar war, was es bedeutet, mit 1,6 Promille noch Autofahren zu können.
Ich muß sagen, da haben viele verdammt Glück gehabt, denn sie hätten darauf sicherlich keine Antwort gehabt.
Ich glaube, die wenigsten MPU`ler haben eine Vorstellung von " normalem " Konsum.
Ich will mich da selber gar nicht schonen- bis zu meinem FS Verlust wußte ich nicht, wieviel Promille ich jeden Abend hatte.
Am Ende mußte ich ja bereits 1 Liter Bier getrunken haben, um überhaupt etwas zu merken, da ist eine andere Frau schon sturzvoll.

Da ich nun selbst betroffen bin, habe ich mich ja intensiv mit dem Thema Alkohol auseinandergesetzt
und ich habe eben ein großes Problem mit dem Thema KT.
Die GA sehen das weniger verbissen als ich, mußte ich feststellen. Bloß wenn KT praktiziert wird, müssen die Mengen stimmen !!!!!!

Im Großen und Ganzen war es jedenfalls eine ganz tolle Erfahrung.
Ich hatte natürlich auch die Möglichkeit mit den GA im Anschluß zu diskutieren.
Ein GA sagte zu mir: "Gut, dass Du kein GA bist"

Ich kann mich nur wiederholen:
IHR MACHT EUREN JOB HIER WIRKLICH GUT.
Mag sein, dass so mancher User sauer ist, dass man sein Posting zu stark kritisiert , oder zuviel rummeckert oder zuviel hinterfragt.
Aber genau, dass macht es aus.
Genauso macht es auch der GA.
Genauso provoziert der GA auch Kandidaten, wenn es angespannt abläuft.
Hier im VP kann man enorm viel üben.

Morgen folgt Avanti Teil 2

Bis bald
wavey.gif
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Cinderella56
Beitrag 15.08.2008, 23:10
Beitrag #26


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Zitat (Martiniii @ 15.08.2008, 23:16) *
Cinderella, Du hattest ja einige Fragen und die möchte ich Dir gerne beantworten:
1. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich als Beisitzer , dazu beigetragen habe, dass sich der GA beispielhaft benimmt.
Es war auch nicht nur " Friede , Freude, Eierkuchen", einigen Kandidaten merkte man schlicht weg an,
dass Sie das alles als Schikane empfinden und einfach nichts verstanden haben.
Eine Kandidatin sagte auch deutlich: " Sie mögen mich nicht, darum haben Sie mich durchfallen lassen".
Es gab auch zwei Situationen, wo Sich der GA verbal wehrte gegen die Anfeindung.
Erreichen tut man damit gar nichts.

wavey.gif
Hallo Martinii
das war echt super lieb von dir alle Fragen zu beantworten. Du hilfst mir damit echt weiter. dein Gefühl war richtig, ich weiß inzwischen, das man irgentwann vergißt das noch jemand anwesent ist, wenn man sich auf seine Arbeit konzentriert.
Ich habe noch eine Frage zu den Formalitäten.
Zu Beginn eines jeden Gespräches muß der GA sich dazu äußern, ob er das Ergebnis im Anschluß bekannt geben möchte oder nicht. Also ,wenn er nicht nach dem Ergebniss gefragt werden will muß er das vorher dem Kunden sagen.
Wie ist das bei deinen GAs gelaufen ?



Zitat (Martiniii @ 15.08.2008, 23:16) *
Liebe Cinderella, ich könnte Dir noch mehr schreiben, aber das würde Dir wahrscheinlich nicht ganz soviel bringen, denn die Auszüge sind aus dem Gesamtbild herausgestellt.
Du darfst bei deiner MPU diesmal nicht vergessen, Du hast Dich diesmal intensiver vorbereitet.

wavey.gif
Nein Martinii
Es bringt mir unheimlich viel, da ich sehr viel von deiner Meinung halte.
Nach dem ich jetzt beschlossen habe dadurch zu gehen brauche ich alle Infos die ich bekommen kann, wenn ich diesen Weg jetzt gehe mache ich das mit meiner gewohnten Gründlichkeit, ich hasse halbe Sachen.
Ich hoffe du verstehst das . Werde auf jeden fall nächsten Donnerstag mit meinem Psych reden, das er das ganze nochmal anders formuliert, weil ich ja den Nachweiß brauche. Ich weiß nicht wie ein GA darauf reagiert, wenn ich sage ,habe die eigentliche Aufarbeitung anonym im Internett gemacht.
Gute Nacht C


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Gast_klaus62_*
Beitrag 15.08.2008, 23:20
Beitrag #27





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Zitat (Cinderella56 @ 16.08.2008, 00:10) *
Zu Beginn eines jeden Gespräches muß der GA sich dazu äußern, ob er das Ergebnis im Anschluß bekannt geben möchte oder nicht. Also ,wenn er nicht nach dem Ergebniss gefragt werden will muß er das vorher dem Kunden sagen.

Das wäre mir jetzt das neueste blink.gif
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krautsalat
Beitrag 15.08.2008, 23:34
Beitrag #28


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Hallo Martiniii,

auch ich finde es toll, dass du uns alle an deinen Erfahrungen teilhaben lässt und habe auch zwei Fragen. Erstmal möchte ich wissen, ob die Gutachter von deiner Vorgeschichte wissen. Wissen sie also, dass auch dir bald eine MPU bevorsteht? Da fällt mir gleich noch eine dritte Frage ein. Und zwar wie sie darauf reagieren, wenn sie es erfahren.

Die Zweite Frage ist zum kontrollierten Trinken.

Zitat (Martiniii @ 15.08.2008, 23:16) *
und ich habe eben ein großes Problem mit dem Thema KT.
Die GA sehen das weniger verbissen als ich, mußte ich feststellen. Bloß wenn KT praktiziert wird, müssen die Mengen stimmen !!!!!!


Ich selber halte, für mich, nicht besonders viel von Abstinenz. Es kommt also nur kontrolliertes Trinken in Frage. Du schreibst, dass die Gutachter sehr viel Wert darauf legen, dass die Mengen stimmen. Was heißt das genau? Legen alle Gutachter, unabhängig von ihren eigenen Vorstellungen von kontrolliertem Trinken und von der Vorgeschichte des Probanden, dieselben Mengen zu Grunde oder gibt es da Spielräume je nach Ermessen des Gutachters und Vorgeschichte des Begutachteten?

Ich hoffe ich konnte mein Anliegen einigermaßen verständlich machen und freue mich auf deine Antworten.
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corneliusrufus
Beitrag 16.08.2008, 10:24
Beitrag #29


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Es gibt ein enges kontrolliertes Trinken, ich nenne es Kontrolliertes Trinken (großes K bei Kontrolliert) und Eigenversuche, ich bezeichne sie als kontrolliertes Trinken (kleines k). In den Schwierigeren Fällen ist KT unerlässlich. Bei kleineren Fällen genügt auch kT. Da haben die Gutachter Spielraum, besonders wenn es die erste Alkoholfahrt war. Ab und jenseits der 2,2‰ würde ich mit KT (und schon gar nicht mit kt) zur MPU aufkreuzen. Für KT gibt es feste Regeln, daher haben die Gutachter da keine Spielräume. Bei kT bestehen Spielräume, weil auch ohne besondere Zusatzregeln der Kandidat zukünftig sicher zwischen Trinken und Fahren unterscheiden kann. Ab bestimmten Trinkmengen und je nach Vorgeschichte kippt allerdings dann auch kT.

Was nun erfolgreich, notwendig und zweckmäßig ist, Abstinenz, KT oder kT, kann nur in einer intensiven, den Einzelfall wertenden Beratung, erfolgen. Weiter verallgemeinern lässt sich die Beantwortung Deiner Frage kaum.

Liebe Greet-Ings, Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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Martiniii
Beitrag 16.08.2008, 20:47
Beitrag #30


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So da bin ich wieder !

Wie gehabt, bemühe ich mich die Fragen zu beantworten:

Liebe Cinderella,
kein GA hat zu Beginn gesagt, dass er das Ergebnis sagt.
Da geht es mir wie Klaus,- habe davon noch nicht gehört. Mag sein , dass es den ein oder anderen gibt, der das macht, aber er muß es nicht machen.

Wie ich Dir bereits schrieb- ich würde eine kurze Bescheinigung deiner psychotherapeutischen Therapie mitnehmen und mehr nicht.
Egal was der Psychologe schreibt, mir wäre es zu gefährlich, da es doch mehrere Rückschlüsse und Interpretationsmöglichkeiten zuläßt.
Du hast deine Aufarbeitung ja nicht allein nur durch das Internet gemacht.
Und selbst wenn, entscheidend ist ja der Veränderungsprozeß.

Lieber Krautsalat,
ich hatte den GA gleich zu Beginn gesagt, dass ich wegen des Fernstudiums da bin und dann natürlich auch, wie ich überhaupt zu dem Studium gekommen bin und das der ausschlaggebende Punkt die MPU war und wie es dazu gekommen ist.
Ich muß sagen, es hat sie wenig interessiert- über das Studium, mein Burn-out Syndrom und meine Praxis kamen entschieden mehr Fragen.
( viele Psychologen leiden selber unter Burn-out)

Das mit dem KT hat Cornelius sehr gut erklärt, besser geht es gar nicht. Soviel Spielraum haben Sie da nicht, wie mir gesagt wurde.

Die Entscheidung für KT oder Abstinenz muß jeder für sich selbst treffen.
Mich hat der Versuch kontrolliert zu trinken nach 2 Jahren Trockenheit wieder zum trinken gebracht.
Diese Erfahrung damals zu machen, war bitter. Heute finde ich es ganz gut, da ich weiß, dass das bei mir einfach nicht funktioniert und ich es auch gar nicht ausprobieren brauche.
Ich habe mich zu oft selber " beschissen" , auf mich falle ich nicht mehr rein rolleyes.gif
Krautsalat, entscheidend ist, dass Du Dich selber festlegst und damit ein gutes Gefühl hast.
Die Entscheidung gegen den Alkohol sollte eine freie Entscheidung sein
und nicht vorrangig durch Druck von außen, auf Einschüchterung oder auf Angst vor dem Untergang

Bei den GA war es auch nicht so, dass ab 2 Promille Abstinenz gefordert wurde,
die GA verlangten dort aber eine wirklich gute Strategie gegen Rückfälle in alte Verhalten und einen eindeutigen Veränderungsproßes.
Den Unterschied merkte ich bei der Beguachtung schon.

Ach so, eins noch, was hier im Forum auch sehr häufig vorkommt.
Es waren einige Kandidaten dabei, die sprachen von kontrolliertem Trinken, wußten aber wohl nicht genau was es genau bedeutet, denn es wurde sehr häufig mit reduziertem Trinken verwechselt.
Da kam es sehr wohl zu Mißverständnissen.
Wenn Du regelmäßig 15 Bier trinkst und Du plötzlich nur noch 2 Bier trinkst und eigentlich ziemlich nüchtern neben deinen Freunden stehst, hat man evtl. das Gefühl kontrolliert zu trinken, dass ist es aber nicht.
Den GA blieb dann keine Wahl- negativ.
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michabe
Beitrag 16.08.2008, 22:46
Beitrag #31


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Danke Martinii.

Das war endlich mal was konkretes wo ich etwas mit anfagen konnte.

Bin gespannt auf mehr.

Danke

Michabe

Auch wenn ich meinen Thread hab schließen lassen so hoffe ich doch das ich zumindest noch Lesen darf und auch Danke sagen darf.
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Cinderella56
Beitrag 16.08.2008, 22:58
Beitrag #32


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Zitat (Martiniii @ 16.08.2008, 22:47) *
So da bin ich wieder !

Wie gehabt, bemühe ich mich die Fragen zu beantworten:

Liebe Cinderella,
kein GA hat zu Beginn gesagt, dass er das Ergebnis sagt.
Da geht es mir wie Klaus,- habe davon noch nicht gehört. Mag sein , dass es den ein oder anderen gibt, der das macht, aber er muß es nicht machen.

Wie ich Dir bereits schrieb- ich würde eine kurze Bescheinigung deiner psychotherapeutischen Therapie mitnehmen und mehr nicht.
Egal was der Psychologe schreibt, mir wäre es zu gefährlich, da es doch mehrere Rückschlüsse und Interpretationsmöglichkeiten zuläßt.
Du hast deine Aufarbeitung ja nicht allein nur durch das Internet gemacht.
Und selbst wenn, entscheidend ist ja der Veränderungsprozeß.
hallo Martinii
Erst mal vielen Dank für die Antwort
Hat jemand nach dem Gespräch danach gefragt? Und wie haben die GAs darauf reagiert?
ja du hast Recht,was das Attest berifft, mich hat der letzte Satz sehr gestört.
Hast du gelesen was mir Cornelius mir geschrieben hat ? Bin echt gespannt was mein Psych da zu sagt.
die Aufarbeitung hier im Forum,hat ganz klar den Vorteil, daß man sie hier schriftlich macht. Das prägt sich wesentlich besser im Gehirn ein, als wenn dich jemand zulabert.
Ist eigentlich jemand trotz Kurs durchgefallen?
LG C


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Kai R.
Beitrag 16.08.2008, 22:58
Beitrag #33


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Zitat (michabe @ 16.08.2008, 23:46) *
Auch wenn ich meinen Thread hab schließen lassen so hoffe ich doch das ich zumindest noch Lesen darf und auch Danke sagen darf.

ich bin sicher, Du dürftest sogar einen neuen eröffnen. Er müsste nur ein kleines wenig konstruktiver sein.

Grüße

Kai


--------------------
Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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michabe
Beitrag 16.08.2008, 23:02
Beitrag #34


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Aber nicht hier .

Und konstruktiv war mein Thread. Kommt nur auf die Sichtweise an.
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Cinderella56
Beitrag 16.08.2008, 23:17
Beitrag #35


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Zitat (michabe @ 17.08.2008, 00:46) *
Auch wenn ich meinen Thread hab schließen lassen so hoffe ich doch das ich zumindest noch Lesen darf und auch Danke sagen darf.
Hi Miichabe
Schön das du wieder da bist, sei nicht bockig und lass deinen Thread wieder öffnen, aktzeptier es erst mal einfach, es wäre doch gelacht wenn wir das nicht schaffen würden,wir müssen den eigenen Vorteil eines bestandenes Idiotentest (denn wir sind eben keine Idioten) uns zu nutze machen um zu den Priviligierten zu gehören, die einen FS besitzen und ihn auch nie wieder abgeben.
Benutze einfach dieses Studiums des Alkohols wie Hornblower sich ausdrückt um Experte darin zu werden und den Horrizont zu erweitern.
Am Schluß eines Studiums legt man die Abschlussprüfung ab ,und wenn man sie mit Bravur besteht bekommt man zur Belohnung den FS.
Deshalb muß unsere Einstellung gegen dieses Systhem jetzt bis zur Prüfung erst mal warten,denn ohne das wir das schaffen, machen wir uns nicht glaubwürdig.
Deshalb ist es besser den Weg erst einmal zu gehen. Dann können wir weiter sehen. Aber nur in dieser Reihenfolge erreichen wir was .Okay ?
LG C


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Martiniii
Beitrag 17.08.2008, 00:01
Beitrag #36


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Ich wollte noch von dem Avanti Kurs berichten:

Im Vorfeld sagte mir der GA, dass ich im Gegensatz zu den MPU `s nicht stumm in der Ecke sitzen soll, sondern mich auch, wie ein GA mitbeteiligen soll.
O.K. dachte ich, also Fragen stellen.

Es war eine Gruppe von 12 Leuten- 3 Frauen und 9 Männer: 1 Widerholungstäter, 4 stehen vor Ihrer zweiten MPU, 3 Speerfristverkürzer, der Rest normal.
Anfangs wirkte es etwas steif, kaum einer redete.
Erschwerend kam hinzu, dass zwei Leute genau von diesem GA ein negatives Urteil bekommen hatten in der Vergangenheit
Der GA war sehr bemüht die ganze Situation etwas aufzulockern, was Ihm dann auch gelang.

Der erste Teil war etwas langweilig. Es wurde durchgesprochen, wie eine MPU abläuft, die ganzen Gesetze und Formalitäten.
Die Speerfristverkürzer mußten zuerst erzählen, was passiert ist.
Ich muß sagen, alle 3 wären bei der MPU durchgefallen,- angeblich einmaliger Vorfall, - nur etwas getrunken, andere trinken viel mehr, einfach Pech gehabt, Bagatellisierung auf ganzer Linie.
Nachdem der GA ihnen einige Dinge erzählt hat, waren sie doch sehr erstaunt.
Die anderen allerdings auch, als er Ihnen erklärte, dass die 3 so ziemlich alles falschgemacht haben.
Wenn man sich also gar nicht vorbereitet, klingt es so wie bei den 3 Personen.

Jeder sollte sich bis zum nächsten Mal seinen Text vorbereiten, damit im 2 Teil eine MPU ähnliche Szene durchgespielt werden konnte.

Bemerkenswert war eine junge Frau, die bereits die erste MPU nicht geschafft hat und so ziemlich auf krawall gebürstet war.
Sie war auch felsenfest davon überzeugt, dass sie durchgefallen ist, aufgrund von Antipathie.
Alle negativen Gutachten wurden vorgelesen und genau durchgegangen
Für ihre 19 Jahre bereits absolut trinkfest, jedes Wochenende Party, dann FS weg, etwas Einsicht, andere Freunde, immer noch Party, allerdings mit viel weniger Alkohol, wie sie meinte.
Es stellte sich raus, dass Sie immer noch weit über dem Durchschnitt trank.
In der MPU gab sie dann an Abstinent zu leben, sie hatte aber erst 4 Wochen vor der MPU damit angefangen.
Das GA fing auch in diesem Fall ganz gut an, doch bei Rückfragen nach Trinkmengen, Abstinenz usw. wurde es immer chaotischer.
Sie wurde dann noch ausfallend und am Schluß weinte sie.
Obwohl Sie angeblich hunderte von GA vorher gelesen hatte, trotzdem durchgefallen.
Dieser Fall wurde wirklich sehr intensiv durchgesprochen, weil alle etwas davon hatten.

Jeder erzählte dann so seine Geschichte und alle fragten dann nach oder gaben Ihre Kommentare ab.
Zu wenig überzeugend , zu glatt, Widerspruch, - solche Kommentare kamen da, ähnlich wie hier oftmals.
Den meisten fehlte es an inneren Motiven. Häufig wurde die Schuld bei äußeren Motiven gesucht oder die Schuld gleich auf andere geschoben.

Der Widerholungstäter wurde auch besonders in die Mangel genommen.
" Wie kann es sein, dass ihnen das zum zweiten Mal passiert ist, was war los, was hat nicht funktioniert und warum nicht?"
Er hatte vor der ersten MPU zwar abstinent gelebt, aber nach eigenen Aussagen nur für die MPU, auch zu den SHG `s ist er nur für die MPU gegangen.
Der GA muß wohl gemerkt haben, dass alles nur aufgesetzt war, darum negativ. Widersprüche gab es bei dem Thema Mißbrauch oder Abhängigkeit.
Er verzettelte sich letztendlich.

Ein Kandidat wird es schwer haben.
Lebt auf dem Dorf , ist dort stark angagiert: Feuerwehr, Schützenverein, Kegelbrüder, Skatklub- überall wird schwer getrunken.
Hat Abstinenz versucht, hat nicht funktioniert.
Nun will er KT erlernen, was sicherlich nicht einfach ist.

Es wurde jedenfalls auch viel gelacht.
Meine Beurteilung von dem Kurs:
Von den 12 Leuten waren 10 gar nicht vorbereitet, für die war es sicherlich sehr gut diesen Kurs zu machen, obwohl ich denke,
dass Sie noch Arbeit vor sich haben.
Es reicht nicht, einfach nur den Kurs zu machen und dann zur MPU zu gehen, dass ist zu wenig, denke ich.
2 Leute waren perfekt vorbereitet, die haben , denke ich nichts Neues erfahren bei dem Kurs.

Wer sich einen Kopf darüber macht, was Gutachter denken und wie sie fragen, der sollte so einen Kurs machen.
Ich habe den GA direkt vor den anderen gefragt, was er so denkt, wie es möglich ist,
in der kurzen Zeit ein Urteil zu fällen, was er macht bei Antipathie usw.

Schüchternen Leuten oder Personen wie Cinderella würde ich so einen Kurs unbedingt raten.
Für so einen MPU Probedurchlauf ist so ein Kurs schon geeignet finde ich.
Da ich mich bereits mit der MPU auseinandergesetzt habe, hätte mir der Kurs als Teilnehmer wenig neues gebracht, jedenfalls wäre der Preis nicht gerechtfertigt gewesen.
Aber da kann man kein Pauschalurteil abgeben.

Ich persönlich darf meine MPU nicht bei dieser TÜV Stelle machen, dass war Bedingung für dieses Praktikum.
Allerdings finde ich es auch gar nicht so schlimm, denn sie ist über 800 Kilometer von meinem Zuhause entfernt
und ich bin froh, dass ich morgen früh nach Hause fliege.

Bis bald
Martiniii
wavey.gif




Hallo Cinderella,
alle GA haben am Ende gesagt, ob die Tendenz negativ oder positiv ist.
Habe gelesen was Cornelius geschrieben hat. So müßte das deine Psychologin umschreiben.
2 Leute hatten Mappen dabei, voll mit Bestätigungen darüber, was sie gemacht haben- die hat aber keiner lesen wollen.

Die Leute, die einen Kurs gemacht hatten, haben alle bestanden, aber das ist trotzdem kein Garantieschein !!!

Hallo michabe,
vielleicht ist es in deinem Fall einfach dumm gelaufen hier.
Ließ mal den Anfang meines Postings , dann weißt Du Bescheid.
Ich würde das nicht so eng sehen.
Nimm das mit , was für Dich nützlich ist.
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michabe
Beitrag 17.08.2008, 04:03
Beitrag #37


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Hallo Martinii

Habe alles gelesen und finde ich echt informativ.

Bei mir ist es echt etwas Dumm gelaufen.Ich denke als "Exot" was meine Vita betrifft wird mir das immer wieder passieren.

Kann damit aber ganz gut umgehen.

Danke.

MfG Michabe
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Martiniii
Beitrag 19.08.2008, 21:27
Beitrag #38


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Hallo nochmal,
Ich wollte nochmal ein paar Dinge aufgreifen:
Ein durchgängiger Fehler bei fast allen negativen GA war,
dass nur der Bezug zu äußeren Motiven gestellt wurde.
Innere Motive kamen z. T. gar nicht und nach Nachfrage der GA - bloß dürftige Aussagen, die dann auch noch unglaubhaft klangen.
Ich kann verstehen, dass gerade junge Autofahrer evtl. Hemmungen haben, einem GA zu erzählen, dass Sie sich häufig Mut antrinken mußten oder dem Gruppenzwang nichts entgegensetzen konnten, einfach ein mangeldendes Selbstwertgefühl hatten usw.
Aber da sollte man sich öffnen.
Alkoholmißbrauch und Abhängigkeit ist stark mit Emotionen verbunden.
Aus diesem Grund wird auch verlangt bei der MPU, über Gefühle und Empfindungen zu sprechen.
Es ist allerdings auch kein " Seelenstrip", so schlimm dann doch nicht.

Der Eigenanteil und auch die Verantwortung an der TF wurde auch von diesen Kandidaten nicht deutlich herausgestellt.

Wie ich bereits sagte- ich kann von " Märchen" echt abraten.
Ich selber war am Beginn meiner Aufarbeitung stark dazu geneigt, auch etwas an meiner Geschichte zu " ändern"
( in meinem Fall die Alkoholsorte).
Doch je länger ich mich damit beschäftigt habe, desto lächerlicher fand ich meine Idee.
Die Wahrheit kommt einfach authentischer rüber und um das zu merken, muß man kein GA sein.

Schwierig wird es für die Kandidaten, die einfach nichts begreifen wollen.
Besonders die, die nicht einsehen wollen, dass sie ein Drogen bzw. Alkoholproblem haben und
auch nichts an Ihrem Lebensstil ändern wollen.
Für diese Personen wird es wirklich schwierig, da sie in der Tat bewußt lügen müssen bei der MPU.
Einfach wird so etwas nicht.

Wer allerdings den anderen Weg gehen will und auch eingesehen hat, dass schon geraume Zeit etwas wirklich in die falsche Richtung geht, der hat glaube ich erst begriffen, worum es geht.

Für Alkohol- MPU Kandidaten , die sich noch intensiver über die Thematik informieren wollen, kann ich zwei Bücher sehr empfehlen.
" Ich höre auf, ehrlich" von Rolf Merkle
" Sich das Leben nehmen" von Jürgen Heckel - in diesem Buch wird besonders klar auf die inneren Motive eingegangen und auch Vermeidungsstrategien werden dort sehr gut verdeutlicht. Es ist wirklich gut zu lesen.

Im " Testknacker" kommen diese Punkte etwas zu kurz.
Aber genau diese sind für die MPU sehr wichtig.

Viele Grüße
Martiniii
rolleyes.gif
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Cinderella56
Beitrag 19.08.2008, 22:23
Beitrag #39


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Zitat (Martiniii @ 17.08.2008, 02:01) *
Hallo Cinderella,
alle GA haben am Ende gesagt, ob die Tendenz negativ oder positiv ist.
Habe gelesen was Cornelius geschrieben hat. So müßte das deine Psychologin umschreiben.
2 Leute hatten Mappen dabei, voll mit Bestätigungen darüber, was sie gemacht haben- die hat aber keiner lesen wollen.
Siehst du ,genau die Erfahrung habe ich auch gemacht. Es hat sich kein Mensch dafür interressiert, was ich mitgebracht hatte, warum fragen die dann eigentlich danach?
Gruß C


Zitat (Martiniii @ 19.08.2008, 23:27) *
" Sich das Leben nehmen" von Jürgen Heckel - in diesem Buch wird besonders klar auf die inneren Motive eingegangen und auch Vermeidungsstrategien werden dort sehr gut verdeutlicht. Es ist wirklich gut zu lesen.

Im " Testknacker" kommen diese Punkte etwas zu kurz.
Aber genau diese sind für die MPU sehr wichtig.

Viele Grüße
Martiniii
rolleyes.gif
Hallo Martinii
dieses Buch klingt sehr interesant, muß mal sehen, das ich mir das organiesiere.
Es wäre ganz toll, wenn du diese Sache hier in den Fragebogen integrieren könntest, einfach auch als Frage, denn die inneren Motive sind bestimmt bei jedem verschieden
LG C


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Gast_klaus62_*
Beitrag 20.08.2008, 08:25
Beitrag #40





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Zitat (Cinderella56 @ 19.08.2008, 23:23) *
Siehst du ,genau die Erfahrung habe ich auch gemacht. Es hat sich kein Mensch dafür interressiert, was ich mitgebracht hatte, warum fragen die dann eigentlich danach?


ich habe meine Unterlagen einfach dem GA unter die Nase gehalten whistling.gif

etwa so:
"Hier lieber Herr GA sind meine LW, meine Bestätigung des VPs, die monatliche Zeitung und die Telefonliste der Mitglieder meiner SHG "usw.

Wie schon sooft gesagt, du musst den GA überzeugen. Also, musst du ihm auch deine Unterlagen aufzwängen, von ihm wird da wenig kommen
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Cinderella56
Beitrag 20.08.2008, 17:15
Beitrag #41


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Zitat (klaus62 @ 20.08.2008, 10:25) *
ich habe meine Unterlagen einfach dem GA unter die Nase gehalten whistling.gif
ich mußte sie bei der Sekretärin lassen, sie wollte angeblich später reingucken.
Gruß C


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Cinderella56
Beitrag 20.08.2008, 17:56
Beitrag #42


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Zitat (Cinderella56 @ 20.08.2008, 00:23) *
mir hat er gesagt ich solle nicht mit einem schlechten Gefühl nach Hause gehen,dann schrieb er negativ


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Martiniii
Beitrag 20.08.2008, 20:47
Beitrag #43


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Ich kann nur sagen, wie ich es erlebt habe.
Die GA haben klipp und klar eine Tendenz zu positiv oder negativ gegeben oder sie haben gar nichts gesagt.
Da gab es keinen Anlaß zu einem Mißverständnis.
Je nach GA wurde bei negativ noch kurz begründet warum es negativ ausgefallen ist.
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Jack Daniels
Beitrag 20.08.2008, 21:58
Beitrag #44


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Zitat (klaus62 @ 20.08.2008, 09:25) *
ich habe meine Unterlagen einfach dem GA unter die Nase gehalten whistling.gif


whistling.gif Bei einem Bekannten hätte der GA die Führerscheinakte plus seinen Unterlagen als Stuhl verwenden können.Bei seiner letzten Gerichtsverhandlung dauerte die Verlesung seines Sündenregisters etwas länger. laugh2.gif

Dafür war das Gespräch recht kurz da der GA meinte das er laut dieser Akte und den Blutwerten kein Probleme sehen würde da er sich ja ganz offensichtlich stark geändert habe.Vom ca 15-25ten Lebensjahr ständig Einträge wegen Alk im Strassenverkehr,oft in Verbindung mit fahrlässiger Körperverletzung,Schlägereien,Wiederstand gegen die Staatsgewalt (Polizisten bei einer Kontrolle vermöbelt) usw und fast immer in Verbindung mit Alkohol.Bei der letzten MPU war er dann knapp über 30 und hatte seit gut 5 Jahren nichts mehr angestellt. whistling.gif Zumindest hat ihn keiner mehr angezeigt.
Er war aber in jeder MPU gnadenlos ehrlich was allerdings zweimal in die Hose ging aber dafür dreimal positiv.
laugh2.gif Der Hammer war allerdings als Jahre später sein Bruder zur MPU durfte.Da hat ihn der GA doch glatt gefragt was sein Bruder treiben würde und wie es ihm geht.Die dicke Akte und die Persönlichkeit hatte wohl einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
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Anton Gorodezki
Beitrag 20.08.2008, 22:14
Beitrag #45


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Wie jetzt? DREIMAL positiv? Wie oft war der denn bei der MPU?  blink.gif


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Gast_klaus62_*
Beitrag 21.08.2008, 06:10
Beitrag #46





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Er meinte bestimmt, das dritte Mal positiv wavey.gif
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Martiniii
Beitrag 21.08.2008, 12:07
Beitrag #47


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Hallo Jack Daniels,
ich glaube das ist von Gutachter zu Gutachter verschieden.

Vor der MPU muß man ja auch einen Fragebogen ausfüllen.
Die GA meinten dazu, dass einige Kandidaten " richtige Romane" schreiben würden, wo der vorgesehene Platz gar nicht ausreicht ,-
da wird dann noch ein Zettel extra angeheftet.
Sie alle fanden dass sehr übertrieben und hatten gar keine Lust es zu lesen.

Da ich persönlich echt Schwierigkeiten habe mir Zahlen und Namen zu merken, obwohl ich in Mathe echt gut war,
war es für mich ja naheliegend bei den GA nach dieser Widmark-Formel zu fragen.
Alle GA mußten grinsen, denn es war Zufall , dass Sie alle genau vor 4 Wochen ein Seminar darüber hatten und zu dem Entschluß gekommen sind, dass es nicht viel bringt danach zu fragen, da es so unterschiedliche Berechnungsmöglichkeiten gibt.
Beruhigen tat mich das allerdings nur etwas - ich werde also meine Werte brav lernen und die Formel so kompliziert wiedergeben, dass kein GA es nachvollziehen kann, ich dann wohl auch nicht.
Die " Dicht- Schnack- Tagtik" nenn ich das und ich hoffe sie funktioniert.

Noch eins zu Cinderella,
die Kandidaten die bereits zum zweiten Mal zur MPU mußten, wurden ALLE nach ihrem ersten GA befragt, z. B. was Sie dazu sagen, was Sie davon hielten, warum hat es nicht geklappt usw.
Eine Frau sagte tatsächlich, dass der GA sie nicht mochte und alles verdreht hat.
Da war dann schon fast klar, dass das zweite Gespräch sehr kurz war und negativ - Einsicht war gleich null.
Cinderella, überlege Dir lieber schon Zuhause, wie Du antworten wirst, denn wenn Du spontan antwortest, wie hier so oft, kannst Du Dich selber sehr schnell ins Aus katapultieren - nur als Tip !
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Anton Gorodezki
Beitrag 21.08.2008, 12:16
Beitrag #48


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Nun sind Gutachter auch nur Menschen. Es ist also nicht auszuschließen, dass in seltenen Fällen ein Gutachten wegen Antipathie negativ wird. Nun stelle ich mir jemanden vor, der das bei der zweiten MPU wahrheitsgemäß so sagt, an sich aber top vorbereitet ist. So wie Du das hier schilderst, müsste der durchfallen. Ist das fair?


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jfk
Beitrag 21.08.2008, 12:40
Beitrag #49


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Zitat (Anton Gorodezki @ 21.08.2008, 13:16) *
in seltenen Fällen ein Gutachten nurwegen Antipathie negativ wird.

(Einfügung durch mich.)
Das kann ich mir nicht vorstellen. dann müßte der GA seinen Hut nehmen. Sicherlich kann auch mal dieser Fakt eine Rolle spielen, aber an einem negativen Gutachten hat auch der Proband einen entscheidenden Anteil. den gilt es dann zu benennen.

Gruß,
jfk.


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Martiniii
Beitrag 21.08.2008, 12:43
Beitrag #50


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Nein, so ist es auch nicht.
Sorry.
Es kommt eben drauf an, wie es rüberkommt.
Die junge Frau zeigte Ihre Wut und Ihre gesamte negative Einstellung sehr deutlich.
Sie verallgemeinerte sehr stark und es waren nur die anderen Schuld.

Wenn man das Gefühl hat, dass es ungerecht zuging, dann kann man es sachlich nüchtern ausdrücken und sicherlich auch belegen.
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