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> Tempolimit in der Probezeit, Gibt es eine maximale Höchstgeschwindigkeit?
LarsB
Beitrag 23.04.2006, 18:01
Beitrag #1


Neuling


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Hallo, hab mal ne Frage, vielleicht weiß es jmd:
Hab mit meinem Fahrlehrer neulich die Autobahnfahrt gemacht und da hat er mir gesagt dass wir in der Fahrschule uns sowieso an die Richtgeschwindigkeit halten und ich mich, solange ich in der Probezeit bin, auch die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h halten muss, also als Fahranfänger nicht schneller fahren darf.

Stimmt das, oder kann ich auch in der Probezeit 200+ fahren?
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GM_
Beitrag 23.04.2006, 18:07
Beitrag #2


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Ein gesetzliches Limit gibt es nicht. Trotzdem sollte man sich ans Schnellfahren langsam herantasten, weil dabei eben vieles vorkommt, was man in der Fahrschule nicht lernt.

Zum Glück ist es in der Praxis meist so, dass das erste Auto, das man sich leisten kann, sowieso nicht ganz so schnell fährt, und dass man auch von anderen Leuten nicht ohne weiteres allzu schnelle Autos überlassen bekommt, zumindest nicht ohne dass die daneben sitzen.
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arenk
Beitrag 23.04.2006, 18:32
Beitrag #3


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Ich halte es aber schlichtweg für falsch, wenn Fahrlehrer ihre Schüler in der Ausbildung nicht schneller als 130 km/h fahren lassen.

Denn: Ich vermute, dass mindestens die Hälfte der Fahranfänger schon nach wenigen Wochen über diese Geschwindigkeit hinausgehen, und wenn es nur zum "Ausprobieren" ist. (abgesehen von den Chaoten, welche schon am 1. Tag 220 fahren und den Unsicheren, welche eine BAB nach Möglichkeit noch Jahre später erst gar nicht befahren)

Nach dieser kurzen Zeit hat der junge Autofahrer wohl kaum soviel gelernt, dass er dies ohne vorherige Ausbildung für solche Situationen wirklich souverän meistern bzw. sich selber beibringen kann...

Warum sollte dieses "Ausprobieren" also nicht im Beisein eines Fahrlehrers erfolgen, welcher für eine solche Ausbildung geschult wurde und zudem noch eingreifen kann? Ich denke hier mit Sicherheit nicht an Geschwindigkeiten um die 200, aber 160-170 sollte meines Erachtens jeder Fahranfänger, dem dies zuzumuten ist, in seiner Ausbildung schon einmal gefahren sein. Denn erst bei dieser Geschwindigkeit kann der Fahrlehrer die nötigen Tips anhand alltäglicher Situationen geben. Wissen, dass sich später vielleicht als äußerst nützlich erweisen könnte...

Natürlich sollte man so etwas an das Ende der Ausbildung legen...
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Kölner Nachbar
Beitrag 24.04.2006, 07:04
Beitrag #4


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bei meinem Fahrlehrer wurde sogar recht intensiv bei Geschwindigkeiten jenseits der 130 geschult. Er vertrat nämlich die Ansicht, dass wir auf dem rechten Fahrstreifen eine Reisegeschwindigkeit von ca. 120 fahren sollten und sobald wir zum Überholen ansetzen mindestens 130 drauf haben sollten (natürlich sofern es der Verkehr zulässt whistling.gif ). Dank unseres dichten Autobahnnetzes kam es natürlich häufiger vor, dass wir mal ordentlich Stoff geben konnten. Da wir das nicht nur einmal gemacht haben, war als junger Führerscheininhaber auch bei mir weniger Reiz da, die hohen Geschwindigkeiten auszuprobieren.
Ich kann mich über meinen Fahrlehrer eh nicht groß beklagen (außer, dass er permanent WDR4 hörte shutup.gif ). Bei ihm sind wir nämlich nicht nur darauf vorbereitet worden, dass wir uns durch die Prüfung schummeln (also die Prüfstrecke 10 mal abfahren), sondern auch dass wir auf uns unbekannten Strecken problemlos klarkamen.


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wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie behalten oder bei eBay loswerden!
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Chris
Beitrag 24.04.2006, 17:02
Beitrag #5


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Ich bin bei meiner Autobahnfahrt damals Reisegeschwindigkeit 140-160 gefahren, kurzzeitig auch mal bis 180. Und das war auch gut so! So ist man doch mal mit einem Profi neben dran etwas flotter gefahren.


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Irren ist menschlich; aber wenn man richtig Mist bauen will,
braucht man einen Computer!! (Ein CBS-Reporter)

Es kommt nicht darauf an was A sagt, sondern was B versteht.
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GSX-R
Beitrag 24.04.2006, 19:03
Beitrag #6


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Ich durfte bei den Autobahnfahrten geben was der olle Dieselgolf konnte. Bei 170 km/h war leider der Bart ab. crybaby.gif


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Lieber einen Moment lang feige - als ein Leben lang tot
Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen.
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GM_
Beitrag 25.04.2006, 23:04
Beitrag #7


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Ich wäre auch dafür, dass man den Fahrschülern das beibringt. Allerdings ist es nicht damit getan, auf einer Autobahnfahrt auch mal eben schnell zu fahren. Ein paar Stunden bräuchte man mindestens.
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crnf
Beitrag 27.04.2006, 23:01
Beitrag #8


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Also mein fahrlehrer hat mich den Wagen auch schön treten lassen, so dass ich eigentlich meistens so mit 130-150 unterwegs war und auch mehrfach kurz 180, was die Maximalgeschwindigkeit des Wagens mit Fahrschulschild war. Und jetzt fahre cih einen Wagen, der maximal 170 schafft, und naja, ich würd mal sagen, dass Geschwindigkeiten, zumindest unter 200, selbst für einen mit noch wenig Erfahrung guit zu meistern sind, bei einer nciht allzu vollen Autobahn.
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Luxfur
Beitrag 27.04.2006, 23:41
Beitrag #9


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Jeder der mag kann seinem FL für einige Sonderfahrten das Geld in die Hand drücken und mit ihm mit mehr als 130km/h über die Bahn rutschen... da wird wohl kaum ein FL sich querstellen wenn der Fahrschüler mehr Zeit als nötig -entgeltlich- an der Seite des FL verbringen will.

Die gesetzliche Aufgabe der Fahrlehrer ist es allerdings den Fahrschüler auf die Prüfung (mit den Zielen nach §1 FahrschAusO) vorzubereiten. Und zur Erfüllung dieser Aufgabe reichen 130km/h in der Fahrschule aus.
Das Training von gesünderen Geschwindigkeiten ist sicher im Zuge einer privaten Ausbildung keine schlechte Investition -wenn vielleicht auch nicht zwingend nötig- aber als Bestandteil der normalen Fahrschülerausbildung m.E. deplaziert.


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"Wenn alle täuschenden Gedanken dahinschmelzen, wird sich die zu Grunde liegende Essenz aus eignem Antrieb offenbaren."
Hanshan
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GM_
Beitrag 27.04.2006, 23:49
Beitrag #10


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Nun, ich denke, das ist eine zweischneidige Sache.

Einerseits muß nicht jeder unbedingt schnell fahren.

Andererseits bewegt er sich - wenn er eine BAB befährt - in einem Verkehrsraum, in dem das erlaubt ist und gemacht wird. Insofern wäre es nicht schlecht, wenn jeder wenigstens am Rande abschätzen könnte, welche Bremswege man bei höheren Geschwindigkeiten hat, damit er schnelleren Fahrzeugen nicht gedankenlos vor die Nase fährt.

Wie auch immer. Meine persönlich favourisierte Lösung wäre ein Abtrennung des Autobahnführerscheins vom allgemeinen Führerschein. Denn die BAB ist eine ganz andere Welt. Wer nicht lernen will, sich darin zu bewegen, sollte draußen bleiben.

Andererseits passieren ja auf Autobahnen die wenigsten Unfälle je gefahrenem km, was dann wieder gegen diese Notwenidgkeit sprechen würde.
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