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> MPU Alkohol 2.2 Frau
Andale
Beitrag 23.06.2022, 16:40
Beitrag #1


Neuling


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Hallo lieben Mitglieder!
Im Januar hatte ein Unfall unter Einfluss von Alkohol verursacht. Nach Blutabnahme das Ergebnis 2.2 pro Mille. 13 Monaten Führerschein Entzug und 1200 € Bußgeld. Ausser mit meine Familie und ein paar Freundinnen rede ich mit niemandem darüber. Würde mich riesig freuen wenn ich hier einbisschen Unterstützung von euch bekomme. Zu den Unfall gibt vieles zu sagen wo ich mich schäme und schaffe es noch nicht mir zu verzeihen das ich soweit gekommen bin. Ich entschuldige mich für die Rechtschreibung, bin ausländerin.
Kurz erfasst zu den Unfallstag: Ich habe alleine nicht in Gesellschaft 1 Flasche Vodka getrunken von 16.30 bis 18.30. 500 ml. Mit mir im Auto war auch mein Sohn, 12 Jahre alt. Zum Glück ist uns nichts passiert nur Autoschaden. Das ich ein Alkohol Problem hatte oder habe, wusste ich. Was ich meinem Sohn angetan habe weiss ich auch und das ist das schlimmste was eine Mutter machen könnte. Nun ich möchte und ich muss durch MPU. Wollt ihr mir unterstützen? Bin für jeder Antwort dankbar und über Kritik auch. Herzlichen lieben Dank!
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Andale
Beitrag 23.06.2022, 17:56
Beitrag #2


Neuling


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1. Was ist passiert?
Was wurde konsumiert und welche Mengen? Wann wurde konsumiert und wann kam es zur Auffälligkeit (ungefähres Datum, möglichst genauer Zeitraum zwischen Konsum und Auffälligkeit)? Beschreiben Sie den Hergang der Auffälligkeit. Welche Aussagen wurden gemacht? Gibt es Messwerte (Schnelltests, Atemalkohol, Blutwerte, etc.)

500 ml Vodka. Am 13.01.2022 zwischen 16.30 und 18.30 Uhr ca. Um 19 Uhr ist der Unfall passiert. Die Polizei wurde gerufen. Haben mich zu der Wache mitgenommen. Ich habe da gesagt das ich ganz wenig getrunken habe, vielleicht 4 cl Wodka. Mehr kann ich mir nicht erinnern steht auch nichts anderes in der Berricht. Bei Blutabnahme kam es zwischen 2.2 und 2.58.


2. Warum kam es zur Auffälligkeit?
Diese Frage beinhaltet zwei wichtige Aspekte: Warum überhaupt wurde das Rauschmittel in einer Menge konsumiert, die in Konflikt mit der Fahreignung steht? Und warum kam es darüber hinaus ganz konkret zur Auffälligkeit, bzw. warum wurde sie nicht vermieden? Von besonderem Interesse sind die "inneren Motive".

Durch die Trennung vom Mein ex Mann, in November 2021,er hat mich und unseren Sohn psihisch terrorisiert. Ich bin mit meinem Sohn ausgezogen nach dem der Vater,betrunken, ihm geschlagen hat. Wir haben 1 Monat in Hotel gewohnt. Eine neue Stadt. Musste arbeiten gehen, uns eine Wohnung suchen usw. Hat auch funktioniert bis sich der Jugendamt gemeldet hat und mein Sohn sollte sein Vater da treffen. Das war das dümmste was ich erlaubt habe. Mein Sohn hatte angst vor ihm. Er hat immer noch angst. Am 12.01.2022 waren wir alle 3 bei Jugendamt und mein Sohn nach diese Treffen mit sein Vater, abends ist durchgedreht. Und das alles es war mir zu viel. Ich habe an den Unfallstag versagt. Mir war alles zu viel und ich wollte was trinken aber nicht die ganze Flasche. sad.gif

3. Wie war der Rauschmittelkonsum vor der Auffälligkeit?
Wann wurde das erste Mal konsumiert, wie hat sich der Konsum dann entwickelt und warum?

Ich habe das erste Mal mit 17 alkohol getrunken ganz normal wie alle anderen. Das ich ein Problem habe habe ich erkannt schon seit 2018. Niemand hat mich ernst genommen. Nach die Scheidung hat sich verschlimmert dann war wieder besser. Ich habe auch mal nach 2 Gläser wein Auto gefahren. Meistens habe ich nach Feierabend zu Hause getrunken. Es war sehr schlimm das Jahr 2021.

4. Wie ist der Konsum heute?
Welche Mengen, wie häufig? Wenn sich das Konsumverhalten signifikant geändert hat, warum jetzt und nicht bereits früher? Was bewirkt das geänderte Konsumverhalten?

Seit 14.01.2022 bin abstinent und auch angemeldet für Urinscreening. Mit mein ex zusammen habe ich das nicht geschafft. Ich habe ihm gebeten das er mich unterstützt und er hat das Gegenteil gemacht.


5. Wie wird sichergestellt, dass es nie wieder zu einer Auffälligkeit kommt?
Durch die Auffälligkeit ist bereits ein problematisches Konsumverhalten dokumentiert. Welcher Sinneswandel ist eingetreten, damit die Fahreignung nun wieder zweifelsfrei gegeben ist? Wo liegen Rückfall-Gefahren und wie wird ihnen begegnet? Welche Vermeidungsstrategien sind erprobt und können angewendet

Das meinem Sohn nichts passiert ist ausser ein großes Schock und mir auch nichts, bin ich Gott dankbar! Mit mein ex haben wir kein Kontakt mehr. Ich bin ein sehr positives Mensch. Ich habe meinem Sohn und mir soviel verletzt durch der Alkohol, ich habe uns soviel Geld weggenommen, soviel Freiheit, wenn ich denke was wir durch den Alkohol alles verloren haben... Ich kann ihn nirgendwo fahren, er ist ein sehr gute Sportler, wir sind angewiesen an das Auto. Wir wohnen in einem neuen Stadt, neue Schule, er kann seine kumpels nicht mehr sehen, mit Bus und Bahn keine gute Verbindung. Ich habe 2 jobs ums alles jetzt auf die Reihe zu bekommen. Ich habe niemanden hier. Und das alles wegen Alkohol! Es wird nie wieder passieren das ich unter Alkohol am Steur setze.

Es ist das erste Mal wo ich darüber schreibe.
Lieben Dank nochmal!
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Herbie56
Beitrag 23.06.2022, 18:01
Beitrag #3


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Herzlich willkommen im Verkehrsportal,

sehr gerne werden wir dich unterstützen.
Dass du Scham empfindest, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Für deine Gesundung wird es wichtig sein, dass du dir selbst verzeihst und die Konsequenzen ziehst.
Dann kann dein Leben erfüllt sein und der Unfall und die anschließende MPU ein wichtiger Wendepunkt.

Magst du ein bisschen über dich erzählen ?
Wie schätzt du selber deinen Alkoholkonsum ein ?
Wann hat das angefangen ?
Weißt du, warum du trinkst ?

Wie kam es zu dem Unfall ?
Hast du schon mit Abstinenznachweisen begonnen ?

So weit erstmal…

Kopf hoch und liebe Grüße wavey.gif

P.S.: Ich sehe gerade, dass du den Kurz-FB eingestellt hast.
Falls du Fragen schon beantwortet hast, entschuldige ich mich wink.gif


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Andale
Beitrag 23.06.2022, 18:26
Beitrag #4


Neuling


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Liebe Herbie56,

Dankeschön für dein Antwort. Ich habe getrunken um zu funktionieren, in der Lage zu sein weiter zu gehen. Ich weiss dass das Krank war. Ich wusste kein anderer Weg. Mein Selbstwertgefühl war ruiniert durch mein ex Mann. Und jetzt durch den Unfall ich und Meinem Sohn hat sich das Leben noch mehr verändert. Durch den Führerschein verlusst unsere Freiheit ist sehr begrenzt. Wünsche niemandem auf diese Welt so eine Erfahrung. Ich möchte wieder mein Führerschein, ich brauche mein Führerschein und in meinem Fall weiss ich nicht wie kann ich das schaffen. Wie soll ich mich vorbereiten für den MPU Gespräch das am Ende einen positives Begutachtung raus kommt? Was soll ich ihm antworten? Was soll ich nicht antworten? Ich kann mir keine Therapie leisten. Habe kein Zeit dafür. Arbeite fast jeden Tag, und im Ort ist auch keine. Mich zu verzeihen werde ich schaffen ich glaube nur wenn ich das alles wieder gut machen kann. Lg
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Herbie56
Beitrag 23.06.2022, 18:37
Beitrag #5


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Liebe Andale,

wir helfen dir gerne, deine MPU zu bestehen.
Voraussetzung dafür ist Ehrlichkeit und den Willen zur Mitarbeit.
So, wie du schreibst, sehe ich beides gegeben, also mache dir darüber nicht zu viele Gedanken.
Wir kriegen dich schon wieder mobil.

Warum war es dir so wichtig zu funktionieren ?
Warum hast du zugelassen, dass dein Ex-Mann dich so behandelt hat ?
Das sind durchaus schwierige Fragen, die du ganz in Ruhe beantworten solltest.
Nimm dir die Zeit, die du dazu brauchst.

Liebe Grüße


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Andale
Beitrag 23.06.2022, 19:53
Beitrag #6


Neuling


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Liebe Herbie56,

2018 war die Scheidung. Nach die Scheidung er hat mein Leben zur Hölle gemacht. Wir haben sehr nah gewohnt und er hat mich durch unseren Sohn fertig gemacht. So schlimm das mein Vater ist gekommen aus unsere Heimatland und ich bin 200km ausgezogen zu meine Tante. Von jetzt auf gleich. Job gekündigt, Schule abgemeldet und neu angefangen. Das war April 2019. Alles von 0 angefangen. Ich habe der Kontakt zwischen meinem Sohn und ihm weiter möglich gemacht. Und so mein Sohn mit der Zeit hat mir die Schuld gegeben weil sein Vater ihm gesagt hat das ICH die Familie kaputt gemacht habe. September 2019 ich habe eine Wohnung gefunden für mich und meinem Sohn. Schöne große Wohnung, günstig, 3 Stock kein Balkon. In die Schule mein Sohn hatte immer Schwierigkeiten was sozialverhalten angeht. Kein Wunder nach solche Eltern! Wir haben uns langsam eingelebt. Dann kam corona: job verloren, Homeschooling, zu Hause gesperrt usw. Da sind meine Nerven verloren gegangen. Depression, Angst... in diese Zeit sein Vater ist mehrmals gekommen und durch die Umstände dachte ich wir sollten nochmal probieren. Also, Juli 2020 sind wir wieder zusammen umgezogen. Nach 2 Monaten ging mit Streit wieder los. Er hat mich auch geschlagen. Ich habe mir gedacht egal was es ist ich gehe nicht mehr weg. So hat sich auch mein Alkoholkonsum richtig gesteigert. Ich konnte ihm anders nicht ertragen aber ich wollte auch nicht schon wieder alleine mit meinem Sohn. Aber, er hat angefangen dann auch unsere Sohn psihisch zu terrorisieren wo er gemerkt hat das ich auf seine provokante Art nicht antworte. War auch sehr einversüchtig. Ich habe funktioniert mit die Hoffnung dass alles gut wird. Ich wollte vielleicht die Realität nicht akzeptieren. Und der Alkohol macht alles "einfacher".

Dankeschön für lesen!

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Herbie56
Beitrag 24.06.2022, 06:44
Beitrag #7


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Liebe Andale,

Hochachtung dafür, dass du die Kurve gekriegt hast und für dich und deinen Sohn stark bist, großartig 👏!

Du springst aber ( noch ) zu kurz.
Warum bist du überhaupt in diese Situation geraten ?
Warum hast du dich nicht früher „befreit“ ?
Welche Entscheidungen haben dich überhaupt in diese Lage gebracht ?
Warum hast du diese überhaupt getroffen ?

Was hat der Alkohol für eine Rolle gespielt ?

Falls dir die Antworten noch schwer fallen, kannst du auch beginnen, deine Konsumhistorie aufzuschreiben.
Wann hast du das erste Mal getrunken ?
Wie und warum hat sich der Konsum gesteigert bzw. entwickelt ?
Bedeutet, du musst weit vor 2018 mit der Aufarbeitung beginnen…

Liebe Grüße


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Andale
Beitrag 24.06.2022, 08:53
Beitrag #8


Neuling


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Danke schön Herbie56 für deineAntwort. . Ich muss der Zeit finden in Ruhe von Anfang an zu schreiben... Ich hoffe ich krieg es hin bald. Liebe Grüße!
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