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> Cannabisbesitz und ärztliches gutachten, Kommt noch was?
Bojoe
Beitrag 31.07.2020, 11:11
Beitrag #1


Neuling


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Hallo zusammen,

Kurze Erläuterung meiner Situation
Ich wurde am 1.10.19 beim Besuch eines Freizeitparks in BW mit 2g Gras von einem der Security Mitarbeiter erwischt(bitte erspart mir negativ Kommentare rolleyes.gif ) vor Ort wurden von dem netten Herren die Drogen konfisziert und in Verbindung mit meinem perso und die mengenangabe auf einer feinwaage fotografiert. Darauf durfte ich ohne weiteres den Park besuchen. Die Polizei war nicht vor Ort und somit wurden auch keine Aussagen zu irgendwas getätigt. Nach ca. 3 Monaten (17.1.20) kam der Brief der Sta. Mit folgendem Wortlaut:
Ermittlungsverfahren gegen sie wegen des Besitzes vonBtM ohne besitzerlaubnis.
Sehr geehrter Herr xxx
In den o.g Verfahren habe ich mit Verfügung vom 17.1.2020 folgen Entscheidung getroffen:
Von der Verfolgung wird gemäß Paragraph 31a Abs. 1 BtMG abgesehen
Mit freundlichen Grüßen

Sta.

Wir haben nun Ende Juli und ich habe bis heute keine Rückmeldung bzgl. Fsst.
Ich selbst lebe in Hessen und wollte fragen ob ich hier überhaupt noch mit einer Meldung der fsst rechnen kann?

Danke im Voraus
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ulm
Beitrag 31.07.2020, 11:15
Beitrag #2


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Herzlich willkommen im verkehrsportal! wavey.gif

Die Antwort geht einfach:
Cannabis ohne Bezug zum Straßenverkehr = Keine Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde

Aber betrachte es bitte als Warnschuss!
Du musst Dich entscheiden: Kiffen oder fahren, beides zusammen geht nicht wirklich dauerhaft gut.
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Bojoe
Beitrag 31.07.2020, 11:23
Beitrag #3


Neuling


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Danke für die schnelle Antwort, leider habe ich vergessen zu schreiben das ich ca. 2005 schon einmal auffällig war und auch ein äg absolviert habe.
Ist das noch von Belang?
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ulm
Beitrag 31.07.2020, 11:30
Beitrag #4


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Nein, das ist zu deinem Glück verjährt.
Aber das ändert nichts daran, dass Du Dich entscheiden musst für eines von beidem.
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auchdasnoch
Beitrag 31.07.2020, 13:39
Beitrag #5


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Ich vermute mal, dass durchaus eine Meldung an die Führerscheinstelle ergangen ist, die das dann in Deiner Führerscheinakte abgeheftet hat. Da es keinen Konsumnachweis gibt, und auch kein Bezug zum Straßenverkehr besteht, gibt es derzeit keine Handhabe für die Fahrerlaubnisbehörde. Aber bei einer zukünftigen Auffälligkeit könnte die dieser Vorfall durchaus noch in die Suppe spucken.

Fahrerlaubnisbesitz und Drogenkonsum geht selten auf Dauer gut. Da sollte man dann besser doch seine Prioritäten setzten.
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Uwe W
Beitrag 31.07.2020, 22:23
Beitrag #6


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Zitat (ulm @ 31.07.2020, 10:15) *
Cannabis ohne Bezug zum Straßenverkehr = Keine Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde

So pauschal kann man das nicht sagen: wenn man soviel besitzt, dass man damit 2 Monate nahezu täglich konsumieren kann, besteht ein hinreichender Verdacht auf regelmäßigen Konsum.
Aus diesem Grund darf dann ein ärztliches Gutachten angeordnet werden, um die Kraftfahreignung zu überprüfen, die bei regelmäßigem Konsum nicht gegeben ist.

In den meisten Bundesländern geht man dabei von einer täglichen Konsumdosis von 0,2 Gramm aus, d.h. die Grenze liegt dann im Bereich um die 9 Gramm. In Niedersachsen müsste noch die Wirkstoffkonzentration bestimmt werden, um das Gewicht einer Konsumeinheit zu ermitteln.


--------------------
"Alle Mitgliedstaaten hätten Grund sich zu beklagen. Skouris betont, dass gerade dies beweise, dass der EuGH seine Arbeit gut mache."
(Interview mit Vassilios Skouris am 20.04.06 im ORF)
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ulm
Beitrag 01.08.2020, 06:48
Beitrag #7


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Vollkommen richtig!
Da es sich im konkreten Fall um 2 Gramm handelte, habe ich das absichtlich weggelassen.
Bei 8 Gramm hätte ich es eher erwähnt. wink.gif
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Bojoe
Beitrag 01.08.2020, 23:31
Beitrag #8


Neuling


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Danke für die rege Diskussion. Ich habe in anderen Foren auch schon gelesen, das bei einer geringen Menge von einem Konsum ausgegangen wird und ein äg auferlegt bekommt.
Ich lese auch öfter das ein gelegentlicher Konsum mit Trennung durchaus aktzetabel ist. Ich mag offen sein, Alkohol Kommt bei mir nicht wirklich vor, da ich davon Sodbrennen bekomme.
Ich weiß auch das Cannabis -ich hoffe nicht mehr lange- illegal ist. Trotz allem will ich mir mein Tütchen zu gewissen Gelegenheiten nicht nehmen lassen.
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ulm
Beitrag 02.08.2020, 06:39
Beitrag #9


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Solange Du nicht mit Cannabis im Straßenverkehr erwischt wirst, hast Du eher keine Probleme zu befürchten und von der Fahrerlaubnisbehörde schon gar nicht.
Cannabis wird schon noch eine ganze Weile illegal bleiben und das ist auch gut so, denn Cannabis ist recht unberechenbar. Und genau hier ist das Hauptproblem verborgen: Du weisst nie, wie viel Wirkstoff in Deinen Rauchwaren enthalten ist und daher weisst Du nie sicher, wann Du wieder nüchtern bist. Daher vertragen sich Drogenkonsum und Fahrerlaubnis einfach nicht dauerhaft.

Du musst Dich entscheiden. Und zwar jetzt, denn wenn Du erst einmal von der Polizei erwischt wirst, wird es so richtig ärgerlich und teuer. Und dann bist Du plötzlich ohne Fahrerlaubnis. Hast Du Dir mal Gedanken gemacht, wie Du dann beruflich und im Alltag zurecht kommen willst? Ist es Dir das wert wegen ein paar Stunden Rausch? Oder willst Du nicht einfach Deinen Alltag so weiterentwickeln, dass Du auch ohne Rauch Freude im Alltag empfinden kannst?
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