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> Z 244 Fahrradstraße und ZZ 1020-30 Anlieger frei
Söne spitze Steine
Beitrag 30.07.2020, 03:43
Beitrag #1


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Es geht um die "blaue Route" in MG und das dortige 244 mit "Anlieger frei".

Zeichen 244 Fahrradsraße beschränkt die Benutzung der Fahrbahn auf den Radverkehr. Nach dieser Logik müsste eine weitere Freigabe nach Verkehrsarten erfolgen, z.B. "Kfz frei". in MG steht aber einfach das ZZ "Anlieger frei" unter dem 244, was sich dann auf den ohnehin zugelassenen Radverkehr bezieht.

Oder unterliege ich hier einen Denkfehler?


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Verkehrsrechtliche Anordnungen nach Plan F (ferkehrt, fiel Fantasie) sind eine staatliche Legitimation des „Recht des Stärkeren“, weil sie dem MIV eine rücksichtslose Fahrweise aufzwingen oder zumindest stark vereinfachen, und eine Ahndung der Verstöße in der Regel ausbleibt.
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Tinu
Beitrag 30.07.2020, 06:05
Beitrag #2


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Du hast recht, wenn man den Text zu VZ 244 wörtlich nimmt, da "Anlieger frei" nicht explizit eine Verkehrsart freigibt, wie dort gefordert.

Alternatives Logikangebot: "Anlieger frei" befreit die vom Verbot des Hauptverkehrszeichens Betroffenen von ebendiesem. VZ 244 verbietet aber nicht den Radfahrern, sondern gerade den anderen Verkehrsarten etwas, wovon diese dann befreit sind, wenn es sich um Anlieger handelt.


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nsinn richtig stellen - ich muss nicht jeden Unsinn richtig stellen - ich muss nicht jeden Unsinn richtig stellen - ich muss nicht jeden Unsinn richtig stellen - ich muss nicht jeden Unsinn richtig stellen - ich muss nicht jeden Unsinn richt

Gruß
Martin
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durban
Beitrag 30.07.2020, 06:19
Beitrag #3


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Ich sehe da kein Problem.

VZ 244 schließt anderen Verkehr aus. Durch Zusatzzeichen darf anderer Verkehr (nicht: Verkehrsarten) zugelassen werden. "Anlieger frei" ist hier ziemlich üblich und an sich ja auch sinnvoll.

Ich sehe jetzt nicht, warum sich "Anlieger frei" auf Radfahrer beziehen sollte.


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Proxima Estación: Esperanza.
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Kuli
Beitrag 30.07.2020, 10:08
Beitrag #4


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Ich halte das sogar für eine sehr gute Lösung.

So wird die Fahrradstraße nicht verwässert wie mit "Kfz frei", wodurch dann letztendlich doch wieder jeder fahren darf, sondern es ist eben eine Straße für Radfahrer, die nur ausnahmsweise durch Anlieger genutzt werden darf.
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Bleifuß
Beitrag 30.07.2020, 10:41
Beitrag #5


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Zitat (Kuli @ 30.07.2020, 11:08) *
Ich halte das sogar für eine sehr gute Lösung.

So wird die Fahrradstraße nicht verwässert wie mit "Kfz frei", wodurch dann letztendlich doch wieder jeder fahren darf, sondern es ist eben eine Straße für Radfahrer, die nur ausnahmsweise durch Anlieger genutzt werden darf.

Nein, die darf nicht nur "ausnahmsweise" von Anliegern genutzt werden, sondern sie darf "immer" von Anliegern genutzt werden.
Und da Fahrradstraßen üblicherweise nicht auf Bundesstraßen oder sonstigen Straßen des überörtlichen Verkehrs angeordnet werden, wird man wohl davon ausgehen müssen, dass dort jeder hineinfahren darf, der ansonsten auch dort hineingefahren wäre.
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Kuli
Beitrag 30.07.2020, 10:54
Beitrag #6


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Zitat (Bleifuß @ 30.07.2020, 11:41) *
Nein, die darf nicht nur "ausnahmsweise" von Anliegern genutzt werden, sondern sie darf "immer" von Anliegern genutzt werden.

Entschuldigung, habe mich unklar ausgedrückt. Ich meinte: ...darf nur ausnahmsweise, nämlich von Anliegern, genutzt werden...
Zitat
Und da Fahrradstraßen üblicherweise nicht auf Bundesstraßen oder sonstigen Straßen des überörtlichen Verkehrs angeordnet werden, wird man wohl davon ausgehen müssen, dass dort jeder hineinfahren darf, der ansonsten auch dort hineingefahren wäre.

Die Fahrradstraße, um die es in diesem Thread geht, liegt parallel zwischen zwei Hauptverkehrsstraßen, die die beiden Zentren Gladbach und Rheydt miteinander verbinden, und wird gerne mal von PKW-Fahrern als Abkürzung missbraucht, um die Ampeln und den Stau auf den Hauptrouten zu umgehen.
Dabei handelt es sich tatsächlich um eine sehr gute Ausweichroute für Radfahrer, da die Radverkehrsanlagen auf den beiden Hauptrouten sehr schlecht oder gar nicht vorhanden sind. Die Fahrradstraße führt durch Wohngebiete (ehemals Tempo 30 Zone) und durch den Campus der örtlichen Hochschule.
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Bleifuß
Beitrag 30.07.2020, 13:10
Beitrag #7


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Zitat (Kuli @ 30.07.2020, 11:54) *
...Die Fahrradstraße, um die es in diesem Thread geht, liegt parallel zwischen zwei Hauptverkehrsstraßen, die die beiden Zentren Gladbach und Rheydt miteinander verbinden, und wird gerne mal von PKW-Fahrern als Abkürzung missbraucht, um die Ampeln und den Stau auf den Hauptrouten zu umgehen.

Das sehe ich etwas anders.
Man hat eine Fahrradstraße dort eingerichtet, wo der Kfz.-Verkehr zum Zeitpunkt der Einrichtung dominierte und vermutlich noch dominiert.
Nicht der Pkw-Fahrer missbraucht diese Straße, sondern die Kennzeichnung als Fahrradstraße stellt einen Missbrauch dar.
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Mueck
Beitrag 30.07.2020, 15:36
Beitrag #8


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Zitat (Kuli @ 30.07.2020, 11:08) *
So wird die Fahrradstraße nicht verwässert wie mit "Kfz frei",
... aber wieder pferdeveräppelt!
Denn Kutscher und Reiter dürfen nicht bei "Kfz frei", wohl aber bei "Anlieger frei", wenn ihr Pferdehof oder der Alkoholiker als bester Kunde des Bierkutschers ...

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Söne spitze Steine
Beitrag 30.07.2020, 16:28
Beitrag #9


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Bei dem was man so liest scheint das wirklich ein Problem mit dem Anlügerdurchfahrtsverkehr zu sein. Sollten da nicht paar Poller helfen, wo nur Radler durchfahren können?


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janr
Beitrag 30.07.2020, 16:38
Beitrag #10


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Zitat (Söne spitze Steine @ 30.07.2020, 17:28) *
... Sollten da nicht paar Poller helfen, wo nur Radler durchfahren können?
Was ist mit den Anliegern die auch die Bezeichnung verdienen? blink.gif


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Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein.

Fleisch ist ja bekanntlich ein vegetarisches Produkt das im Laufe eines sogenannten Getreideveredlungsprozess entsteht.
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Bleifuß
Beitrag 30.07.2020, 16:51
Beitrag #11


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Zitat (Söne spitze Steine @ 30.07.2020, 17:28) *
Bei dem was man so liest scheint das wirklich ein Problem mit dem Anlügerdurchfahrtsverkehr zu sein. Sollten da nicht paar Poller helfen, wo nur Radler durchfahren können?

Klar hilft das. Man kann auch gleich die ganze Stadt sperren. Dann können nur noch Zweiräder hinein. So einfach ist das. Es ist wohl bislang noch niemanden eingefallen.




Zitat (janr @ 30.07.2020, 17:38) *
Zitat (Söne spitze Steine @ 30.07.2020, 17:28) *
... Sollten da nicht paar Poller helfen, wo nur Radler durchfahren können?
Was ist mit den Anliegern die auch die Bezeichnung verdienen? blink.gif

Die Anlieger fahren weiterhin hinein und hinaus, nur nicht hindurch.
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janr
Beitrag 30.07.2020, 16:55
Beitrag #12


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Und dabei sind die Poller eben nicht hilfreich. think.gif


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Bleifuß
Beitrag 30.07.2020, 17:04
Beitrag #13


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Was ist daran so schwer zu verstehen?
Irgendwo in der Mitte der Straße werden Poller gesetzt. Dann können die Anlieger noch immer zu ihren Häusern. Sie müssen eben nur von der richtigen Seite anfahren und die Straße in dieselbe Richtung wieder verlassen, aus der sie gekommen sind.
Für Zweiräder ist das gut, für mehrspurige Fahrzeuge nicht.
Die Straße wurde aber vom Steuerzahler bezahlt und dient dem Gemeingebrauch.
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janr
Beitrag 30.07.2020, 17:50
Beitrag #14


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Jetzt hab ichs whistling.gif laugh2.gif

Aber auch solche Straßen tauchen da in meinen Gedanken auf
Die Hohenlohstr ist eine Fahrradstraße, dort ist ein Kindergarten und eine Kirche.

Wo würdest du dort die Poller aufbauen?
Ach ja, sie ist eine Einbahnstraße mir Freigaben in Gegenrichtung für Radfahrer.


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Frank-Helbig
Beitrag 30.07.2020, 19:28
Beitrag #15


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Blechkisten lassen sich nur durch Poller von Radstraßen fernhalten. Denn Schilder werden im Regelfall nicht beachtet.
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janr
Beitrag 30.07.2020, 19:40
Beitrag #16


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Fahrradstraßen sind idiotisch.

Warum macht man nicht gleich einen kleinen Park mit Gehweg zum flanieren und Radweg zum fahren.
Wiese für die Insekten und Bäume fürs Herz und die Luft.

Aber was asphaltiertes mit Gehweg und Anwohnern zur reinen Fahrradstaße machen zu wollen ist einfach blöd.
Und dies sag ich auch aus Blick eines Radlers.
Das kann man gleich als 30er-Zone lassen.


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Söne spitze Steine
Beitrag 31.07.2020, 03:13
Beitrag #17


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Fahrradstraßen an sich sind eine gute Idee. Nur wenn die vorhandenen zu mehr als 90 % gleich wieder für alle anderen, die eigentlich draußen bleiben sollen, freigegeben werden, sind sie für den A…

Ebenso wenn vorhandene verkehrsberuhigte Straßen quasi nur umbeschildert werden von der 30-Zone zum 244.


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janr
Beitrag 31.07.2020, 10:30
Beitrag #18


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Irgendwie beschreibst du mit beiden Sätzen das selbe.

Vorfahrtsstraßen werden nie Fahrradstraßen, wäre auch blöd weil es ja neben Radlern noch anderen Verkehr gibt.

30er-Zonen zu Fahrradstraßen finden wir aus den selben Gründen blöd, weil man dort Radler nicht als einzige Verkehrsart zulassen kann.

Straßen die aber wirklich keinen anderen Verkehr zulassen müßen, also Straßen wo man rein auf Radler abstellen kann sind welche wo keiner wohnt, wo niemand mit dem Auto etc ... hinmuß.
Das sind dann besser Parks mit Wegen anstelle Straßen.


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RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 04.08.2020 - 12:39