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> Wiederholungstäter 0,94, Trunkenheitsfahrt
Wiederda
Beitrag 25.03.2020, 13:10
Beitrag #1


Neuling


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Hallo zusammen,

ich habe schon wieder Mist gebaut und schäme mich einfach so sehr..
Ich hatte am 1.02.20 einen kleinen Auffahrunfall mit einem geparkten KFZ(Ca.1200€ Schaden,An der Stosstange war nichts zu sehen aber wohl doch etwas kaputt) mit 0,94 Promille. crybaby.gif
Polizei habe ich selber gerufen.
Zu meiner Vorgeschichte..
Ich wurde nach einer TF mit 1,58 Promille in 08/2015, 10/2015 zu 55 TS / 10 Monate sperre verurteilt, wegen einer vorsätzlichen Trunkenheitsfahrt. Mpu habe ich mit freiwiliiger Abstinenz damals bestanden im ersten Anlauf(Vorbereitung auch über dieses tolle Forum smile.gif )

Nur wird mir eine fahrlässige Trunkenheitsfahrt vorgeworfen und meinen Führerschein habe ich bereits freiwillig abgegeben.
Vorgefallen ist das Ganze in BW.

ich drehe komplett am Rad und weiß nicht wie es wieder dazu kommen konnte. Ich werde mich noch kritsicher mit meinem Verhalten konfrontieren müssen..

Kann man einschätzen was mich an Strafe erwarten wird?

Das mir eine Mpu blüht, dessen bin ich mir bewusst. Ist es möglich mit dieser Vorgeschichte überhaupt zu bestehen?

Danke bereits jetzt, an die Menschen, die sich die Zeit nehmen um meinen Beitrag zu lesen. Ich bin über alle Erfahrungswerte und Tipps sehr dankbar.

Grüße wiederda
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sepultura
Beitrag 25.03.2020, 18:34
Beitrag #2


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...wie hast du damals deine freiwillige Abstinenz untermauert? AB-Nachweise oder auch Therapie ö.Ä.?
Bestehen kann man sicherlich mit entsprechender Vorbereitung. Dazu können andere mehr schreiben.
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Wiederda
Beitrag 25.03.2020, 18:42
Beitrag #3


Neuling


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Hallo Speultura,

danke für deine Antwort.
Habe damals ein 6 monatiges ETG Screening über Urin nachgewiesen. In der Mpu habe ich die Abstinenz mit einer persönlichen Entscheidung argumentiert da eigentlich keine Abstinenz gefordert war.

Grüße

Der Beitrag wurde von ulm bearbeitet: 25.03.2020, 22:03
Bearbeitungsgrund: unnötiges Vollzitat des Vorpostings gelöscht
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Wiederda
Beitrag 25.03.2020, 19:15
Beitrag #4


Neuling


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Sorry für den falsch geschriebenen Namen.. Hab mich am Handy vertippt
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sepultura
Beitrag 25.03.2020, 19:39
Beitrag #5


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..kein Problem. Heisst auf deutsch nichts anderes als Grab.
Warte du mal auf andere Antworten.
Am Rad drehen ist schonmal normal und nicht schlecht. Klingt blöde, aber du hast etwas erkannt. Ich kann nur sagen, dass Abstinenz ein 'Leben lang' gilt und nicht nur 6 Monate.
Hier stehen auch nicht viel Infos zu deinem Konsumverhalten zwischen den TF. Denk mal darüber nach was passiert ist zwischen 'Abstinenz' und dem letztem Vorfall. Alles Gute dir.
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Kai R.
Beitrag 25.03.2020, 21:07
Beitrag #6


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Zitat
Kann man einschätzen was mich an Strafe erwarten wird?

Rechne mal mit 50 Tagessätzen und 12-15 Monate Sperrfrist. Dazu max. 5000.-€ Regress Deiner Versicherung für den Fremdschaden, Deinen eigenen Schaden trägst Du selbst. Die folgende MPU wird nur mit einer diesmal echten Abstinenz zu bestehen sein.


--------------------
Grüße

Kai
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Wiederda
Beitrag 25.03.2020, 21:24
Beitrag #7


Neuling


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Hallo Kai,

danke für deine Antwort. Das macht mir Hoffnung, dass ich zumindest eine Chance habe.
Sorry für die vielleicht blöde Rückfrage aber ich weiß nicht, was du mit einer echte Abstinenz meinst. Wäre wirklich toll wenn du mir das kurz erklären könntest.

Vielen Dank

Der Beitrag wurde von ulm bearbeitet: 25.03.2020, 22:04
Bearbeitungsgrund: unnötiges Vollzitat des Vorpostings gelöscht
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Q-Treiberin
Beitrag 25.03.2020, 21:53
Beitrag #8


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Naja, Deine letzte „Abstinenz“ war wohl eher nur eine Trinkpause im Hinblick auf die AN für die MPU. Sonst wärest Du ja nicht erneut mit Alk am Steuer aufgehalten worden.

Diesmal musst Du dem Gutachter schlüssig erklären können warum Du jetzt wirklich den Rest Deines Lebens abstinent leben willst und wirst.


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Personalführung ist die Kunst einen Mitarbeiter so über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet...
oder
Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet...
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sepultura
Beitrag 25.03.2020, 22:22
Beitrag #9


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Also Abstinenz heißt nicht zu beweisen über einen längeren Zeitraum keinen Alk trinken zu können wie du es ja mal über 6 Monate gemacht hast.
Abstinenz heißt für immer keinen Alkohol zu trinken, auch über deine Nachweise und MPU hinaus.
So eine absolute Einstellung klingt vielleicht anfangs merkwürdig.

Der Gutachter möchte bei Abstinenz nicht nur sehen, dass du bis zum Zeitpunkt der MPU keinen Alk getrunken hast, sondern muss auch entscheiden/beurteilen, ob dieses Verhalten auch so von dir beibehalten werden kann/wird.

Ob Abstinenz gefordert wird kann ich nicht beurteilen. Deine 2. BAK ist ja nicht gerade 'Oberliga', aber du bist Wiederholungstäter und hast Abstinenz angegeben.

Wie hast du denn überhaupt Abstinenz verstanden bei MPU Nr.1? Vielleicht liegt hier schon das Missverständnis. Was steht denn bei der Beurteilung/Prognose deines Gutachtens?
Stell dir jetzt bloß nicht vor wieder nur ein paar Monate nix zu konsumieren und dann ist wieder tuti.
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Wiederda
Beitrag 25.03.2020, 23:11
Beitrag #10


Neuling


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Danke für die Erklärungen und Rückfragen! Das ist schwierig zu beschreiben was für mich Abstinenz bedeutet.. Aktuell versuche ich zu begreifen wie das alles passieren konnte und immer wieder kommt in mir das Gefühl hoch, dass ich mit dem Trennen von trinken und fahren ein Problem habe...Aktuell ist immernoch alles ziemlich wirr da ich mich von den Mengen des Konsums eig. nicht unter den krassen trinkern in meinem Umfeld gesehen habe..
Zwischen den TF. Habe ich Samstag meistens in Gesellschaft getrunken wie an dem Samstag meiner 2.TF auch..Ich bin relativ schnell betrunken und hatte an diesem Tag ca.1L Craftbier mit ca. 10% getrunken und hatte mit den 0,9 schon gut einen im Tee sad.gif
Zur ersten TF.
Nach einigen Sitzungen mit einer Psychologin kamen wir bei der Vorbereitung der letzten Mpu zu dem Schluss, dass die 6 Monate AB sich führ mich richtig angefühlt haben und ich diese auch so als Trinkpause argumentieren will.

Prognose kann ich nicht wortgenau wiedergeben. Der entscheidenden Satz bei der Führerscheinstelle war, wenn ich mich richtig an das Gespräch erinnere, die Antwort auf die Fragenstellung ob ich auch in Zukunft ein Kfz unter dem Einfluss von Alkohol fahren werde.
Die Antwort war, dass nicht zu erwarten ist, das ich wieder ein Kfz unter dem Einfluss von alkohol führen werde.
Sorry falls das nicht die erfragte Info ist.
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sepultura
Beitrag 25.03.2020, 23:34
Beitrag #11


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Zitat (Wiederda @ 25.03.2020, 23:11) *
....Abstinenz...und... Trinkpause.....


Das beißt sich doch schon. Mach dir bewusst was es heißt Abstinent zu leben (für immer).
Du hast lediglich bewiesen, dass du über längere Zeit kein Alk trinken musst/kannst.

Solch Abstinenznachweise werden hier oft auch als Eintrittskarte für eine MPU beschrieben. Je nachdem kann man eine MPU auch mit sog. kontrolliertem Trinken bestehen, was wiederum bedeutet nicht abstinent leben zu wollen. Ist eigentlich nicht schwer zu verstehen.

Das mit deinem Trinkverhalten kannst du dir mal ruhig notieren und weiter drüber nachdenken. Warum du trinkst, wo, wann, mit wem, allein oder nur in Gesellschaft und wieso du ins Brumbrum (Auto) steigst, etc...
Ist sicher hilfreich.

Hast du bei MPU 1 angegeben nicht mehr Alk trinken zu wollen? Das wäre dann der Vorsatz abstinent leben zu wollen gewesen. Das scheint mir hier fraglich.
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Wiederda
Beitrag 25.03.2020, 23:44
Beitrag #12


Neuling


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Habe ich mir notiert und schreibe es mit auf die aktuell gefühlt endlose Liste..

Die Gutachterin stellte mir damals die Frage, ob es für einen Menschen in meinem Alter(25) nicht etwas unwahrscheinlich wäre ein Leben lang auf alkohol zu verzichten.

Wie damals für mich gefühlt und beschlossen, habe ich geantwortet, dass die Trinkpause für mich die richtige Entscheidung war aber ich nicht ausschliese jemals wieder zu trinken. Nur das trinken und fahren wird nicht mehr vorkommen. sad.gif
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sepultura
Beitrag 26.03.2020, 00:10
Beitrag #13


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Na dann ist ja auch keine Abstinenz am 'Ende' in deinem Gutachten vorausgesetzt/eingetragen.

Jetzt ist das sicherlich anders zu beurteilen.
Dazu können andere mehr sagen. Siehe Beitrag#6 von Kai R.

Bleib am Ball!
Alkoholkonsum ist nu tabu wenn du die Fahrerlaubnis sobald wie möglich zurückerlangen möchtest.

Und immer aufmerksam sein wenn Situationen kommen in welchen du getrunken hast. Selbstreflektion betreiben.
Gibt auch super Hilfsangebote hierzu, welche auch kostenfrei sind. Diese sind bei MPU auch gern gesehen.

Warte hier mal auf weitere Antworten.


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RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 07.04.2020 - 05:29