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> Wiederholungstäter Cannabis , Alkohol, Blitzer und Punkte
Master of Disaster77...
Beitrag 11.02.2020, 17:38
Beitrag #1


Neuling
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Hallo Liebe Community,

mich würde eure Meinung zu meinem Fall interessieren und eure Prognose. Besten Dank im Voraus! Ich versuche ziemlich genau alles zu beschreiben aber gebe natürlich gerne noch darüber hinaus Auskunft.

Vorab meine Vorbelastungen:

1. MPU 2011
Fahren ohne Fahrerlaubnis in 3 Fällen
zwischen meinem 15. und 17. Lebensjahr) es folgte die 1. MPU wegen fahren ohne Fahrerlaubnis im Jahre 2011.
2011 machte ich dann meinen Führerschein und es lief erstmal alles gut.

2. MPU 2014
Cannabis im Straßenverkehr
In einer Routine-Verkehrskontrolle war ich sehr auffällig. Aktiver THC Wert von ca 7ng + Besitz von Cannabis 1. MPU durchgefallen, 2. MPU bestanden mit Kurs Empfehlung. 2015 meine Fahrerlaubnis erhalten.

3. 1 Monat Fahrverbot wegen Alkohol am Steuer - 2018
In einer Routinekontrolle am Tag nach einer Feier , hatte ich am Morgen noch 0,8 Promille im Blut.

4. 2 x jeweils 1 Monat Fahrverbot wegen Blitzer + Meldung das Punkte in Flensburg bei 5 erreicht sind (2018+2019)

5. Dezember 2019
1 Monat Fahrverbot + 1 Punkt wegen Blitzer , derzeit Einspruch eingelegt..

6. Ende Januar /Anfang Februar 2020
3 x Routinekontrolle innerhalb 4 Wochen , mit jeweiliger Blutentnahme. Jedes Mal ca 24-48 Stunden vorher Cannabis konsumiert. Bei der 3. Routinekontrolle lag der letzte Cannabiskonsum nur weniger Stunden zuvor. Zusätzlich hatte ich bei der dritten Kontrolle ca 2gramm Cannabis dabei.

Festhaltend war ich bei keiner der Kontrollen auffällig in Erscheinung getreten. Es waren reine Routinekontrollen. Ich war, auch nach aussagen der Polizisten , kooperativ und nett. Auch wenn ich jeweils eine Urinprobe verneint habe. Es waren jeweils die zu schnellen flatternden Augen, laut den Beamten. Und bestimmt auch mein BTM Eintrag wegen eines Besitzes von Cannabis (Jahr 2014).
Nun kommt ja auch bald noch ein zweites Mal Besitz hinzu. Von den letzten drei Fahrten bzw. Kontrollen kam
noch gar keine Rückmeldung.

Jetzt frage ich mich, was ich zu erwarten habe? Werde ich meinen Führerschein jemals wieder sehen? Wäre schade weil diesmal tut es richtig weh. Auch die hohen Strafen und das ich meinen Job bald nicht mehr ausüben kann , ziehen mich gerade dermaßen runter, das ich mein Verhalten wirklich ändern möchte aber auch eingesehen habe, das ich eine Therapie brauche.
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Kai R.
Beitrag 11.02.2020, 17:45
Beitrag #2


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ich tippe mal auf 3 Monate Fahrverbot, 1.000.- € Geldstrafe, erneuter Entzug der Fahrerlaubnis auf dem Verwaltungsweg, vor Neuerteilung eine MPU mit verkehrsrechtlicher und Drogenfragestellung, die knüppelhart zu bestehen sein wird. Ohne ein Jahr nachgewiesene Abstinenz und eine Verkehrstherapie oder ähnliches brauchst Du da nicht antreten.


--------------------
Grüße

Kai
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Master of Disaster77...
Beitrag 11.02.2020, 17:57
Beitrag #3


Neuling
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Vielen Dank für deine Antwort , Kai.

Und wie sieht es wegen den Punkten aus? Weil derzeit habe ich 6 Punkte. Hinzu kommen noch 1 Punkt wegen eines Blitzers + mindestens ja 2 weitere wegen den letzten drei Fahrten, der letzten 4 Wochen.
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T73
Beitrag 11.02.2020, 18:06
Beitrag #4


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Daraus resultiert dann die verkehrsrechtliche Fragestellung.

Du lässt ja auch wirklich gar nix aus. Ende 20 bist du? Dass du ernsthaft Hilfe brauchst, hast du ja schon selbst geschrieben. Wie geht dein Umfeld mit deinen Eskapaden um?
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Master of Disaster77...
Beitrag 11.02.2020, 19:00
Beitrag #5


Neuling
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Hallo T73 und Danke für deine Antwort.

Wie könnte die Verkehrsrechtliche Fragestellung denn aussehen?

Ich bin 26 und habe weitgehend versucht , niemanden mit meinem
Lebensstil, je zu gefährden. Gott sei dank habe ich das auch physisch zumindest nicht. Sorgen machen tun sich ein Paar enge Leute Natürlich schon.

Und kennt jemand von euch den Fall von 8 Punkte übersteigen + meine Lage ?

Liebe Grüße
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T73
Beitrag 11.02.2020, 19:19
Beitrag #6


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Die Fragestellung unterscheidet sich nicht groß von den anderen. Etwa so: Ist zu erwarten, dass der Untersuchte in Zukunft gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen verstoßen wird? Bezüglich der Punkte wird an deinem Fall auch nichts besonderes sein, d.h. voraussichtlich mindestens 6 Monate Sperrfrist. Das kann dir wegen der Drogen-MPU und der nötigen Abstinenznachweise von mindestens einem Jahr soweit egal sein. Das besondere an deinem Fall ist die zweifache MPU-Fragestellung, was sowohl Vorbereitung als auch MPU-Ablauf selbst erheblich umfangreicher und auch teurer macht. Dazu kommt noch die Vorgeschichte, die den Gutachter sicher nicht weniger kritisch sein lässt.

Mit jeder Geschwindigkeitsüberschreitung und jeder Trunkenheitsfahrt gefährdest du natürlich andere Verkehrsteilnehmer ganz erheblich. Dass da bisher nichts Schlimmeres passiert ist, ist einzig und alleine großes Glück. Ob das deine systematische Selbstzerstörung überwiegt, ist natürlich eine andere Frage. Für den Moment wäre dir meines Erachtens jedenfalls zu empfehlen, dir weniger Gedanken um deinen Führerschein zu machen, sondern die dringend notwendige psychologische bzw. psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Dass es in deinem Umfeld niemanden gibt, der dir längst schon mal kräftig in den Hintern getreten hat, ist schade. Und wahrscheinlich Teil des ganzen Problems.
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MsTaxi
Beitrag 11.02.2020, 21:23
Beitrag #7


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Ich denke auch, dass die FE derzeit dein geringstes Problem darstellt. Du hast eine recht konsequente Selbstdemontage hingelegt und mir ist vollkommen verständlich, dass dir derzeit die Gründe für dein Handeln noch unklar sind. Positiv finde ich, dass du wohl den Schuss endlich gehört hast und etwas ändern willst. Eine Psychotherapie, die sich auf die Gründe für dieses selbstschädigende Verhalten konzentriert, ist meiner Meinung nach angesagt. Verkehrsrechtliche Fragestellungen sind im Moment, so denke ich, eher sekundär zu gewichten.


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"Das Problem beim Klartext reden in Sachen Alkohol und Drogen besteht darin, dass der, der zuhört, gern weghört, wenn er noch nicht bereit für den Klartext ist."
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Q-Treiberin
Beitrag 11.02.2020, 21:40
Beitrag #8


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Die Vorgeschichte... http://www.verkehrsportal.de/board/index.p...=114185&hl=


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Lars
Beitrag 12.02.2020, 08:06
Beitrag #9


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Achtung:
Du wirst sehr wahrscheinlich nicht nur 12 Monate AN für Drogen, sondern auch für Alkohol brauchen!!!
Nicht dass du hier in eine Falle tappst, weil der Entzug wegen der Drogenfahrt war und du keine Alkoholfragestellung hast.
Aber wer wie du eine tiefgende Drogenproblematik hat und zudem auch schonmal mit Alkohol aufgefallen ist, von dem werden auch Alk-ANs verlangt, um die Drogenfragestellung zu bestehen.
Dass es ohne eine Psychotherapie nicht geht, ist auch klar.
Deine Delikthistorie weist in meinen Augen auf ein tiefgehendes Entwicklungstrauma hin. Das muss aufgearbeitet werden.


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