... Forum Straßenverkehr - der Verkehrstalk im Web


Willkommen, Gast ( Anmelden | Registrierung )

 
Reply to this topicStart new topic
> Unfall mit 2,7 Promille
w10765
Beitrag 11.10.2019, 23:09
Beitrag #1


Neuling


Gruppe: Neuling
Beiträge: 2
Beigetreten: 11.10.2019
Mitglieds-Nr.: 85913



    
 
Hallo,

Ich möchte euch bitten, mir soviel Infos wie möglich zu geben.

Mein Sohn hatte vorletzte Nacht einen Unfall. Da ist er mit dem Auto gegen ein Brückengeländer gedonnert und mußte geborgen werden.
Das volle Programm, soll heißen Polizei, Abschleppwagen und ab ins Krankenhaus zur Blutentnahme.
Der Führerschein wurde eingezogen, ebenso der Personalausweis, danach konnte er wieder nach Hause.

Gott sei Dank ist Ihm und auch keinem Anderen etwas passiert, außer nur Blechschaden und einigen Blessuren am Brückengeländer.
Leider war er total betrunken und verursachte den Unfall mit 2,7 Promille.

Meine Frage nun an die Runde, mit welchem Strafmaß und sonstigen Kosten wird er rechnen müßen und ist es ratsam, da noch einen Anwalt
mit zu Rate ziehen, oder kann er sich den sparen....

Ich bin für jede Info dankbar.

Gruß Markus
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Philipp68
Beitrag 11.10.2019, 23:36
Beitrag #2


Neuling
**

Gruppe: Members
Beiträge: 37
Beigetreten: 22.08.2018
Mitglieds-Nr.: 84034



Hallo und Willkommen im Verkehrsportal, wavey.gif

ich bin jetzt nicht der Fachmann in Sachen Alkohol, aber um zeitnah eine erste Antwort zu geben:

ein Anwalt wird sich (zumindest erstmal) nicht lohnen, alkoholbedingte Verkehrsauffälligkeiten sind Standart und auch kein Anwalt wird die Höhe des BAK und den Unfall widerlegen können.

Es wird wohl ca. mindestens 30+ x Tagessätze plus 12+ x Monate Sperrfrist geben.
Dein Sohn sollte möglichst früh mit Alkohol-Abstinenznachweisen in einem akkreditierten Labor (MPU-Institut, Gesundheitsamt, Rechtsmedizin usw.) und einer MPU-Vorbereitung beginnen, die er (zumindest teilweise) auch hier im Forum beginnen kann. Dann sollte er sich hier aber selber anmelden.

Außerdem wird ihn wahrscheinlich die Haftpflichtversicherung mit bis zu 5000€ der Schadenssumme (an der Brücke) in Regress nehmen.

Wird also nicht billig, und bis der Führerschein wieder da ist dauerts, und er muß richtig was dafür tun.

Ich denke Morgen werden sich auch die ganz kompetenten User zu diesem Thema hier zu Wort melden.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Hans67
Beitrag 12.10.2019, 08:08
Beitrag #3


Mitglied
****

Gruppe: Members
Beiträge: 120
Beigetreten: 08.01.2011
Wohnort: Bremen
Mitglieds-Nr.: 57031



Zitat (w10765 @ 12.10.2019, 00:09) *
Das volle Programm, soll heißen Polizei, Abschleppwagen und ab ins Krankenhaus zur Blutentnahme.


Das übernimmt die Versicherung nicht.
Da kommt dann ein separates Schreiben. Abhängig vom Einkommen und den sonstigen finan. Umständen wird aber in der Regel ein geringe Ratenzahlung bewilligt.

Bei der Strafe kann man auch Ratenzahlung beantragen, allerdings soll sie lt. Richter/Staatsanwalt noch "empfindlich spürbar sein" (da es eben eine Strafe ist).

Etwas anderes: Wenn der Sohnemann den Wagen gemopst hat, obwohl du es ihm verboten hast, sieht es ein wenig anders aus.
Wer ist der Halter des Wagens? (und damit wohl auch Versicherungsnehmer)?

Hier könnte sich vielleicht doch noch ein pauschaler anwaltlicher Rat lohnen. Nicht, dass Versicherung "vergisst" zu fragen, wer den Wagen gefahren hat, etc... whistling.gif

Bin allerdings auch kein Fachmann.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
amdwolle
Beitrag 12.10.2019, 08:49
Beitrag #4


Mitglied
***

Gruppe: Members
Beiträge: 69
Beigetreten: 21.05.2017
Mitglieds-Nr.: 81596



Da werfe ich mal einen anderen Aspekt in die Diskussion.

Dein Sohn war mit 2,7 o/oo noch fähig ein Auto zu fahren. Das ist Oberliga. Er muss sich also diese hohe Alkoholtoleranz "antrainiert" haben.
Wie sah es also in de Vergangenheit mit dem Alkohol aus? Ist dir da was aufgefallen? Hast du ihn mal darauf angesprochen?
Wenn er irgendwann mal wieder dauerhaft die FE haben will muss er das Thema Alkohol gedanklich aufarbeiten und die Ursachen erkennen.
Er muss sich haltbare Vermeidungsstrategien erarbeiten. Vermutlich kommt für ihn bei der hohen Alkoholgewöhnung nur noch AB in Frage.

P.S. Wie alt ist dein Sohn?
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Hans67
Beitrag 12.10.2019, 08:55
Beitrag #5


Mitglied
****

Gruppe: Members
Beiträge: 120
Beigetreten: 08.01.2011
Wohnort: Bremen
Mitglieds-Nr.: 57031



Zitat (amdwolle @ 12.10.2019, 09:49) *
Da werfe ich mal einen anderen Aspekt in die Diskussion.

Ich hatte die Hoffnung, dass der Sohn sich hier anmeldet und informiert.
Ansonten gebe ich dir völlig Recht!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
amdwolle
Beitrag 12.10.2019, 11:49
Beitrag #6


Mitglied
***

Gruppe: Members
Beiträge: 69
Beigetreten: 21.05.2017
Mitglieds-Nr.: 81596



Zitat (Hans67 @ 12.10.2019, 08:55) *
Ich hatte die Hoffnung, dass der Sohn sich hier anmeldet und informiert.

Wenn es der Sohn war whistling.gif
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Alex79
Beitrag 12.10.2019, 12:02
Beitrag #7


Mitglied
******

Gruppe: Members
Beiträge: 630
Beigetreten: 18.12.2004
Wohnort: Oberbayern
Mitglieds-Nr.: 7324



Rechne eher mal mit ca 60 Tagessätzen und rund 18 Monaten.

Dazu wird eine "sportliche" MPU kommen, sofern er den Führerschein im nächsten Jahrzehnt wieder bekommen will.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Hans67
Beitrag 12.10.2019, 12:19
Beitrag #8


Mitglied
****

Gruppe: Members
Beiträge: 120
Beigetreten: 08.01.2011
Wohnort: Bremen
Mitglieds-Nr.: 57031



Zitat (amdwolle @ 12.10.2019, 12:49) *
Wenn es der Sohn war whistling.gif


Duuuu... Schelm, was denkst du da? rolleyes.gif
Go to the top of the page
 
+Quote Post
amdwolle
Beitrag 12.10.2019, 14:03
Beitrag #9


Mitglied
***

Gruppe: Members
Beiträge: 69
Beigetreten: 21.05.2017
Mitglieds-Nr.: 81596



Es wäre nicht das erste Mal, oder?

Ach ja, @TE: Woher kommt der gemessene Promillewert? Hat er gepustet?
Fürs Ergebnis der Blutprobe ist es ja noch ein wenig früh.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
w10765
Beitrag 12.10.2019, 14:54
Beitrag #10


Neuling


Gruppe: Neuling
Beiträge: 2
Beigetreten: 11.10.2019
Mitglieds-Nr.: 85913



Zitat (Hans67 @ 12.10.2019, 09:55) *
Zitat (amdwolle @ 12.10.2019, 09:49) *
Da werfe ich mal einen anderen Aspekt in die Diskussion.

Ich hatte die Hoffnung, dass der Sohn sich hier anmeldet und informiert.
Ansonten gebe ich dir völlig Recht!



Servus,

Mein Sohnemann wird sich die nächsten Tage bestimmt noch anmelden.

Mal noch zur Info, er ist 22 Jahre jung und Ersttäter. Wie die 2,7 Promille gemessen wurden, weis ich nicht, ist aber auch egal
viel weniger wird´s mit Sicherheit nicht werden.

und ja, trinken tut er schon länger......

Gruß
Go to the top of the page
 
+Quote Post
amdwolle
Beitrag 12.10.2019, 15:11
Beitrag #11


Mitglied
***

Gruppe: Members
Beiträge: 69
Beigetreten: 21.05.2017
Mitglieds-Nr.: 81596



Ja, es wäre gut wenn er sich selbst anmeldet. So bekommen die Experten die Infos aus 1. Hand.

Nun ja, wenn es der Pustewert ist und dein Sohn z. B. kurz vorher im Auto noch was getrunken hat kann der Blutwert schon deutlich weniger werden.
Sollte es aber der Blutwert sein so ist der Wert "zementiert".

Vor ihm liegt ein harter Weg aber der ist, auch mit Hilfe des Forums, zu schaffen.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Hans67
Beitrag 13.10.2019, 09:34
Beitrag #12


Mitglied
****

Gruppe: Members
Beiträge: 120
Beigetreten: 08.01.2011
Wohnort: Bremen
Mitglieds-Nr.: 57031



Wer ist denn nu' Halter und Versicherter des Wagens?
In den AGB'en kann man nachlesen, ob es dann (trotzdem) zum Regress kommt, wenn der Sohn unerlaubterweise den Wagen "stibitzte".
Meiner Meinung nach lohnt sich hier das Recherchieren... aber nicht jeder hat mein Temperament.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Küste
Beitrag 13.10.2019, 17:45
Beitrag #13


Neuling


Gruppe: Neuling
Beiträge: 4
Beigetreten: 17.09.2019
Mitglieds-Nr.: 85808



Hallo,
einen Anwalt kann sich dein junior sparen. Die Tagessätze wurden bereits circa erläutert.
Bei der Promillezahl wird ein Abstinenzzeitraum von mindestens einem Jahr gefordert. Haaranalyse oder Urinscreening.
Aber die Chance, dann durch die MPU zu kommen, ist gering.
Der Gutachter wird von einer Abhängigkeit ausgehen. Das bedeutet, es wird eine Therapie erwartet. Und danach noch ein Jahr Abstinenz mit Belegen
Die Abstinenz muß durchgehend belegt werden.

Aber, das ist jetzt erst Mal ein weiter weiter weg.
Das sinnvollste wäre, jetzt mit Urinscreening beginnen. Am besten vor einer Therapie. Dann wäre die Abstinenzzeit danach nur ein halbes Jahr.
Wenn das screening positiv ausfällt, fängt man wieder bei 0 an, und ist die Kohle fürs screening los.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
ulm
Beitrag 13.10.2019, 18:09
Beitrag #14


Mitglied
*******

Gruppe: Globaler Moderator
Beiträge: 9561
Beigetreten: 13.04.2007
Wohnort: Ulm
Mitglieds-Nr.: 30591



@Küste:
Herzlich willkommen im verkehrsportal! wavey.gif

Deine Thesen zum MPU, Therapie, Urinscreening und Co. hast Du auf welcher Basis aufgestellt?
Ich halte das nämlich mit den bisher von der TE erhaltenen Informationen für keine belastbare Aussage...
Um es noch etwas deutlicher zu sagen: Nein, ich würde Deine Aussagen aus Deinem Posting für nicht zutreffend halten.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Q-Treiberin
Beitrag 13.10.2019, 18:37
Beitrag #15


Mitglied
********

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 13848
Beigetreten: 07.12.2006
Wohnort: Gaaanz hoch im Norden..
Mitglieds-Nr.: 26234



Zitat (Küste @ 13.10.2019, 18:45) *
Aber die Chance, dann durch die MPU zu kommen, ist gering.
Der Gutachter wird von einer Abhängigkeit ausgehen. Das bedeutet, es wird eine Therapie erwartet. Und danach noch ein Jahr Abstinenz mit Belegen
@ulm hat es sehr diplomatisch ausgedrückt, ich bin da etwas deutlicher.... thread.gif

Deine Aussagen oben sind (noch) kompletter Unsinn, besonders da man hier noch weder eine Konsumtiefe, noch Konsumhistorie kennt


--------------------
Personalführung ist die Kunst einen Mitarbeiter so über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet...
oder
Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet...
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Hans67
Beitrag 13.10.2019, 18:43
Beitrag #16


Mitglied
****

Gruppe: Members
Beiträge: 120
Beigetreten: 08.01.2011
Wohnort: Bremen
Mitglieds-Nr.: 57031



Zitat (Küste @ 13.10.2019, 18:45) *
Das sinnvollste wäre, jetzt mit Urinscreening beginnen. Am besten vor einer Therapie. Dann wäre die Abstinenzzeit danach nur ein halbes Jahr.

Das ist so nicht die ganze Wahrheit, bzw. um es auch hier deutlicher zu sagen: Es ist falsch.
Sollte er sich selber oder die Therapie-Einrichtung als Alkoholabhängig einordnen, dann muss er 12 Monate Abstinenz nachweisen.
Dies 12 Monate kommen aber erst nach der Therapie anfangen zu zählen.
Die Belege vor der Therapie wären "nice to have", ändern aber nichts an den 12 Monaten Abstinent die nach der Therapie belgt werden müssen.

@Küste: Deine Schreib-und Redeweise kommt mit bekannt vor... think.gif Zweiaccounts werden gelöscht!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Küste
Beitrag 13.10.2019, 21:23
Beitrag #17


Neuling


Gruppe: Neuling
Beiträge: 4
Beigetreten: 17.09.2019
Mitglieds-Nr.: 85808



@hans 67, sollte hier nur diesen Account haben. Hatte noch in einem anderen Forum ein Account mit ähnlichem Namen, aber das Forum ist verschwunden...
Go to the top of the page
 
+Quote Post

Reply to this topicStart new topic
1 Besucher lesen dieses Thema (Gäste: 1 | Anonyme Besucher: 0)
0 Mitglieder:

 



RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 18.10.2019 - 10:40