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> Entziehung einer Straße und Abschneidung von der Außenwelt
Prince Kassad
Beitrag 02.03.2018, 11:24
Beitrag #1


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Die Sache ist ein bisschen komplizierter, deshalb hole ich aus.

Es geht um das kleine Dörfchen Würzweiler im Pfälzischen. Ich verlinke hier mal eine OpenStreetMap-Karte, um das zu verdeutlichen:

https://www.openstreetmap.org/#map=15/49.64...90&layers=N

Vom Dörfchen Würzweiler führen zwei Straßen nach Süden, die L 402 und die L 400. Die L 402 verläuft im Tal, ist schnurgerade ohne Kurven, hat einen besseren RQ (glaub 6,50), ist also eigentlich die bessere Straße. Einziges Manko: sie mündet in einem sehr spitzen Winkel in die L 386.

Demgegenüber ist die L 400 sehr kurvig, steil, hat den schlechteren RQ (5,50 oder weniger, Begegnungsverkehr ist also nicht möglich ohne ins Bankett auszuweichen), mündet aber schön im rechten Winkel in die L 386.

Nun hat sich der Landesrechnungshof beschwert, dass es da zwei genau parallel verlaufende Landesstraßen gibt und das doch eine riesige Geldverschwendung ist (als gäbe es keine drängenderen Probleme im Land), denn man könnte eine der Straßen für den öffentlichen Verkehr entziehen (also zu einem Feldweg machen). Und es soll die L 402 treffen mit dem Argument, aufgrund des spitzen Mündungswinkels sei diese Straße für den Schwerlastverkehr ungeeignet, Sattelschlepper oder LKW mit Anhänger könnten von Westen kommend nicht sinnvoll in die Straße einbiegen (komisch, dass es der ÖPNV schafft...)

Die Straße war jetzt als Versuch tatsächlich einen Monat lang gesperrt um zu schauen, wie sich die Verkehrsströme entwickeln. Es regt sich aber schon jetzt riesiger Protest, eben weil die L 400 deutlich schlechter ist, nur einspurig ohne die Möglichkeit von Begegnungsverkehr und damit eigentlich für den Schwerlastverkehr völlig ungeeignet. Das Busunternehmen hat sogar gesagt, wenn die L 402 endgültig stillgelegt ist, wird das Dorf Würzweiler ganz einfach nicht mehr bedient, denn mit dem Bus kommen die nicht durch eine so enge Straße. Die Protestler verlangen, dass wenn dann die L 400 stillgelegt wird, weil sie eben viel schlechter ausgebaut ist.

Ich weiß jetzt nicht, was ich fragen soll, deshalb wollte ich mal die Meinung der VPler hören, es gibt ja hier einige Straßenbauspezis, die das ganz sicher kommentieren könnten. Es ist ja eigentlich völliger Unfug die bessere Straße stillzulegen nur weil die Kreuzung suboptimal ist. Was meint ihr?
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rapit
Beitrag 02.03.2018, 11:28
Beitrag #2


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Zitat (Prince Kassad @ 02.03.2018, 11:24) *
Es ist ja eigentlich völliger Unfug die bessere Straße stillzulegen nur weil die Kreuzung suboptimal ist. Was meint ihr?

Wenn dem so sein sollte, läge ein Ermessensfehlgebrauch vor, den man gerichtlich überprüfen lassen kann.


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Schlepper
Beitrag 02.03.2018, 13:53
Beitrag #3


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Mal wieder eine hübsch dramatisch ausgeschmückte Geschichte. Ich hätte gerne ein wenig weitere Quellen für diese Behauptungen.

Darüberhinaus sehe ich bei Google Maps Leitlinien auf der L 400. Die Anbindung der L402 ist wirklich eher bescheiden.


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janr
Beitrag 02.03.2018, 13:57
Beitrag #4


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Wenn der Rechnungshof Geld sparen will, muß er aber erst mal viel viel Geld in die Hand nehmen, will er die Straße entfernen und einen Feldweg daraus machen. rolleyes.gif


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Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein.

Fleisch ist ja bekanntlich ein vegetarisches Produkt das im Laufe eines sogenannten Getreideveredlungsprozess entsteht.
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Prince Kassad
Beitrag 02.03.2018, 14:04
Beitrag #5


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Zitat (Schlepper @ 02.03.2018, 13:53) *
Ich hätte gerne ein wenig weitere Quellen für diese Behauptungen.

Kannst du gerne haben, nach kurzem Google: Focus Online und hier gleich von erster Hand LBM Rheinland-Pfalz
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Schlepper
Beitrag 02.03.2018, 14:17
Beitrag #6


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Danke, warum nicht gleich so.

Das Land will also für die eine Straße nicht mehr zahlen. Und zwar für die, auf der schon heute weniger Verkehr (insbesondere Schwerlast) stattfindet. Und die unsicherer ist. Wahrscheinlich kostet sie auch mehr Unterhalt wegen der für die eher geringe Fahrzeugdichte sehr üppigen Breite.

Alles in allem eine m.E. gut nachvollziehbare Sachentscheindung.


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Prince Kassad
Beitrag 02.03.2018, 17:37
Beitrag #7


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Zitat (Schlepper @ 02.03.2018, 14:17) *
Und zwar für die, auf der schon heute weniger Verkehr (insbesondere Schwerlast) stattfindet.

Was aber eher daran liegt, dass die besser ausgebaute Straße abseits der Hauptverkehrsströme liegt. Die führen nämlich in die Kreisstadt Rockenhausen und damit über die für diese Relation kürzere L 400. Bei unter 5 Metern kann man aber über die Straße nicht den Gesamtverkehr laufen lassen, denn wie gesagt wenn sich dort zwei LKW treffen wars das, die kommen nicht aneinander vorbei.

Übrigens empfehle ich hier nicht die Google-Bilder sondern die Luftbilder vom Geoportal RLP, die sind (etwas) besser.
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Jack Daniels
Beitrag 03.03.2018, 22:23
Beitrag #8


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Zitat (janr @ 02.03.2018, 13:57) *
Wenn der Rechnungshof Geld sparen will, muß er aber erst mal viel viel Geld in die Hand nehmen, will er die Straße entfernen und einen Feldweg daraus machen. rolleyes.gif


whistling.gif Dumme Menschen könnten da doch glatt auf die Idee kommen das man die beknackte Einmündung einfach mal Umbauen könnte so das der Verkehr besser einbiegen kann.

Aber der Behördenlogik baut man die bessere Straße zurück und in ein paar Jahren baut man die Schmale aus. Kosten spielen dabei einer untergeordnete Rolle.
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Nerari
Beitrag 03.03.2018, 22:56
Beitrag #9


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Zitat (Jack Daniels @ 03.03.2018, 22:23) *
Dumme Menschen könnten da doch glatt auf die Idee kommen das man die beknackte Einmündung einfach mal Umbauen könnte so das der Verkehr besser einbiegen kann.


Aus dem zweiten Link von @Prince Kassad book.gif :

Zitat ( LBM Rheinland-Pfalz)
Ein auch für den Schwerverkehr geeigneter Umbau dieses Einmündungsbereiches wäre - bei Berücksichtigung der Anbindung der K 34 nach Ruppertsecken - laut Landesbetrieb mit Kosten in Millionenhöhe verbunden. Eine dauerhaft verkehrssichere Umgestaltung der Einmündung muss die gegebenen Geländeverhältnisse beachten.


Man könnte ja auch das Abbiegen nur in eine Richtung erlauben, und dann in relativer Nähe einen Kreisverkehr einrichten, an dem man wenden kann unsure.gif Solche Verkehrsführungen als Lösung besonders spitzwinkliger Einmündungen kenne ich z.B. aus der Emilia-Romagna yes.gif
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Kühltaxi
Beitrag 04.03.2018, 17:09
Beitrag #10


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Warum überhaupt etwas ändern? Diese beiden Straßen ergänzen sich gegenseitig perfekt, eine davon zu entfernen wird letztendlich mehr kosten als einfach alles so zu belassen. Die bemängelte Spitzkehre wird auch kaum ins Gewicht fallen weil Leute die in die Richtung wollen wohl allermeistens zuvor die andere Straße nehmen.

Sitzen in diesem Rechnungshof vielleicht irgendwelche Zahlenjongleure die zu betriebsblind sind um diesen Zusammenhang der mir als "Praktiker der Straße" sofort ins Auge gefallen ist zu erkennen? think.gif


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"Es stimmt, die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten." - Konstantin Ziolkowski, russischer Raumfahrttheoretiker
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Prince Kassad
Beitrag 04.03.2018, 17:56
Beitrag #11


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Jetzt verstehe ich übrigens auch wieso der Busbetreiber sagte, er könne das Dorf nicht mehr bedienen wenn die Straße gesperrt wird: es gibt da so eine im Stundentakt verkehrende Buslinie, die Würzweiler quasi noch "mitnimmt", indem man über die eine Straße ins Dorf und über die andere gleich wieder raus fährt. Wenn nun eine der Straßen wegfällt geht das nicht mehr, denn im Dorf gibt es keine Wendeschleife wo Busse wenden könnten. Dann würde das Dorf nur noch durch eine andere Buslinie bedient die genau 3x am Tag fährt. Das wäre dann tatsächlich eine deutliche Verschlechterung für die Dorfbewohner.
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Jack Daniels
Beitrag 04.03.2018, 22:22
Beitrag #12


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Zitat (Nerari @ 03.03.2018, 22:56) *
Zitat (Jack Daniels @ 03.03.2018, 22:23) *
Dumme Menschen könnten da doch glatt auf die Idee kommen das man die beknackte Einmündung einfach mal Umbauen könnte so das der Verkehr besser einbiegen kann.


Aus dem zweiten Link von @Prince Kassad book.gif :

Zitat ( LBM Rheinland-Pfalz)
Ein auch für den Schwerverkehr geeigneter Umbau dieses Einmündungsbereiches wäre - bei Berücksichtigung der Anbindung der K 34 nach Ruppertsecken - laut Landesbetrieb mit Kosten in Millionenhöhe verbunden. Eine dauerhaft verkehrssichere Umgestaltung der Einmündung muss die gegebenen Geländeverhältnisse beachten.


Man könnte ja auch das Abbiegen nur in eine Richtung erlauben, und dann in relativer Nähe einen Kreisverkehr einrichten, an dem man wenden kann unsure.gif Solche Verkehrsführungen als Lösung besonders spitzwinkliger Einmündungen kenne ich z.B. aus der Emilia-Romagna yes.gif

Der klappte bei mir leider nicht, warum auch immer.
Aber welchen Luxusumbau wollen die da machen wenn der Millionen kosten soll? Bei uns im Kreis wurden schon einige Kreuzungen durch verlegen der Straßenzüge entschärft und nicht mal das kam in die Richtung einer Million. Statt einfach den Einmündungswinkel zu entschärfen haben die wohl einen Komplettumbau der Einmündung mit Abbiegespuren und was Gott noch Alles vor, warum auch einfach wenn es Kompliziert und Aufwendig geht.
In der Nähe hat eine rund 1,5km lange Umgehung plus Rad-/Gehweg und zwei Kreuzungsbereichen in sumpfigem Gelände ca 2,8 Millionen gekostet. Da sollte man einen Kreuzungsbereich mit max einem Zehntel an Kosten hinbekommen, wenn man will. Aber da hat man die Kosten für den Kreuzungsumbau wohl hoch angesetzt damit man das geplante Vorhaben besser verkaufen kann.
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GM_
Beitrag 04.03.2018, 23:48
Beitrag #13


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Zitat (Prince Kassad @ 02.03.2018, 18:37) *
wenn sich dort zwei LKW treffen wars das, die kommen nicht aneinander vorbei.

Und in der gestern zu Ende gegangenen Testphase ist das nicht mehrfach vorgekommen?

Sorry, da habt ihr aber gründlich geschlafen. whistling.gif
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Schlepper
Beitrag 05.03.2018, 13:11
Beitrag #14


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Was sagt denn die Kommune dazu? Das Land will die Straße einziehen. Wenn sie für das Dorfleben so elementar ist, wird sich doch bestimmt ein Weg finden, den Unterhalt fortan als Gemeindestraße zu finanzieren. Oder wäre das für 300+x Fahrzeuge am Tag zu teuer? whistling.gif


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Prince Kassad
Beitrag 05.03.2018, 20:29
Beitrag #15


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Der Link bei der LBM Rheinland-Pfalz wurde inzwischen aktualisiert. Der Feldversuch soll ein voller Erfolg sein und schon im August sollen die Bagger rollen und die besser ausgebaute Straße abreißen.

Süß finde ich noch das hier:

Zitat
In zwei engen Kurven der L 400 muss der Begegnungsverkehr die Geschwindigkeit anpassen. Hier können Aufweitungen zu einer Verbesserung im Begegnungsfall Lkw/Pkw führen.

Die Tatsache, dass hier zwei Lkw überhaupt nicht einander vorbeikommen wird also nett umschrieben mit "die Geschwindigkeit anpassen" (auf -15 km/h, damit man die Straße rückwärts wieder raus fährt um den anderen durchzulassen?) Offensichtlich ist der Fall auch gar nicht in den Planungen vorgesehen, man spricht nur von Begegnungen Lkw/Pkw.
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Prince Kassad
Beitrag 07.03.2018, 14:04
Beitrag #16


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Zitat (Schlepper @ 05.03.2018, 13:11) *
Was sagt denn die Kommune dazu?

Dazu gibt es einen Artikel im heutigen Werbeblättchen. Landrat und Bürgermeister des 180-Seelen-Dorfes wollen wohl beide vors Verwaltungsgericht ziehen. Gründe sind wie bereits erwähnt die geringe Breite der L 400, die keinen Begegungsverkehr zulässt und nach Ansicht der beiden hochgefährlich sei, und das völlige Unverständnis, dass eine gut ausgebaute und an sich intakte Straße, die auch nicht besonders sanierungsbedürftig ist, einfach abgerissen wird.
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rapit
Beitrag 07.03.2018, 15:50
Beitrag #17


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Ich finde den Threadtitel "Abschneidung von der Außenwelt" schon derart unpassend, dass ich den rest auch nicht für so richtig glaubwürdig erachte.

Wie schon hingewiesen wurde, besitzt die ersatzroute sogar ein Vz 340 in der Mitte. Übersichtlich scheint es auch zu sein.

Und einen wirklichen Umweg kann ich auch nicht erkennen.

Wenn man mit Maps mal die Breite misst, kommt man auf mehr als 6 m. Das sollte reichen, wenn nicht gerade Windmühlenflügel transportiert werden. Breiter ist die Alternativroute definitiv auch nicht.

Zur Bushaltestelle an der Einmündung der L 400 müsste man dann ggfls. ca. 1 km laufen. Auch keine Katastrophe. Hat man in Städten sogar innerorts häufig.


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SeriousSam
Beitrag 07.03.2018, 16:08
Beitrag #18


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VZ 340 und mehr als 6m Breite habe ich auch erst gedacht, beides ist aber nur am Anfang von der L386 kommend gegeben, im Verlauf verschwindet die Mittelmarkierung und da komme ich auf dem Luftbild gemessen dann auch nur noch auf ca 5-5,5m Breite think.gif
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rapit
Beitrag 07.03.2018, 16:25
Beitrag #19


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Ja und? Selbst wenn, halte ich auch das bei übersichtlicher Strecke, die offenbar auch nicht stark befahren ist, für unproblematisch. Das sind nichtmal 500 m. Da müssen sich keine 2 LKW "begegnen", da muss dann der zuletztkommende warten.

Vz 340 ist, wenn auch zugegebenermaßen teilweise weggefahren/überasphaltiert, bis in den Ort erkennbar.


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Prince Kassad
Beitrag 07.03.2018, 16:31
Beitrag #20


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Den Zeitungsartikel gibt es in Original hier zum Nachlesen.

Ich sehe, es braucht Fotos. Ich musste mal wegen einer anderen Baustelle durch genau diese Straße fahren, die ist wirklich verdammt eng. Wenn man alleine da fährt geht's ja noch aber mit Gegenverkehr wird es schwierig. Selbst die LBM gibt ja zu dass zwei Kurven ausgebaut werden müssen weil es sonst nicht funktioniert. Und so übersichtlich ist die Straße wegen des hügeligen Gebietes nicht.

Nachtrag: gleiches Gebiet mit Höhenlinien
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columbo
Beitrag 07.03.2018, 16:41
Beitrag #21


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Ohne die Stelle zu kennen, halte ich eine Breite von nur 5m, wenn auch nur für ein kurzes Stück, für höchst problematisch.

Bei Befolgung der StVO, insbesondere §1, gibt es natürlich keine Probleme, aber wir alle wissen, dass es hin und wieder, wenn auch sicher nur im Promillbereich, Kfz-Lenker gibt, die sich nicht immer vollständig an Geist und Buchstaben der StVO halten.

Ich denke, dass hier eine Gefahrenstelle künstlich und unnötig geschaffen wird, nicht nur für LKW, sondern auch für Fußgänger auf der Fahrbahn, für Radfahrer, für PKW... Ich hab das Vergnügen, eine ca. 5,50m breite (grobe Schätzung meinerseits) Straße häufiger zu befahren und fahre mit dem Rad inzwischen lieber einen Kilometer Umweg, als mich täglich mindestens einmal mit gefühlten 10mm Seitenabstand nach dem Motto "der Gegenverkehr hat doch eine Bremse" überholen zu lassen.
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rapit
Beitrag 07.03.2018, 16:43
Beitrag #22


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Meine Glaskugel glaubt sogar, zu wissen, wie das gerichtsverfahren ausgeht: Die Bürgermeister (Würzweiler/Rockenhausen) bekommen angeboten, die L 402 als Ortsstraße auf eigene Kosten zu betreiben.
Dafür ist kein Geld da.
Also bleibt es bei der Abstufung zum Feldweg.

Bürgermeister schimpfen aufs Land, Land wäscht die Hände in Unschuld, letztlich sei es eine Entscheidung der Bürgermeister, die die Straße ja gar nicht haben wollten... whistling.gif

Zitat (columbo @ 07.03.2018, 16:41) *
Ohne die Stelle zu kennen, halte ich eine Breite von nur 5m, wenn auch nur für ein kurzes Stück, für höchst problematisch.

Nicht im Donnersbergkreis, da hat man das ständig, da kommt gar keiner, der mit sowas nicht zurecht käme, bis dahin.


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Mueck
Beitrag 07.03.2018, 17:28
Beitrag #23


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Zitat (rapit @ 07.03.2018, 16:25) *
Vz 340 ist, wenn auch zugegebenermaßen teilweise weggefahren/überasphaltiert, bis in den Ort erkennbar.
Warum die wohl weggefahren sind ... whistling.gif
Die Breite ist größtenteils nur rund 5 m, die eine schärfere Kurve scheint aber aufgeweitet ...

Hab's mal mit Straßen verglichen, die mir über Land als nicht so wirklich breit in Erinnerung sind ...
Die erste, die mir in den Sinn kam, liegt auf meiner Lieblingsroute zwischen Karlsruhe und Bremerhaven, die ich zuletzt mit geliehenen Autos fuhr incl. Transporter, wo ich mir immer vornahm, die Fahrlinie der Kiste GUT zu kenenn, BEVOR ich die Gegend um Feldrom und Veldrom erreiche... whistling.gif Die stellte sich beim Nachmessen in Google als knapp 6 m breit raus ... ohne 340 in der Mitte.

Die nächste, die mir in den Sinn kam, liegt zwischen Friedrichstal und Graben-Neudorf hier um's Eck. Durchaus gut befahren, vor paar Jahren von der Landesstraße zur Kreisstraße abgestuft und zuvor Fahrbahn neu gemacht, das in einer Breite von knapp 5,5 , laut Google. Paar Jahre zuvor hat man sie aber schon für den Lkw-Verkehr gesperrt.

Richtig kuschelig ist die Straße ins Eyachtal runter mit gut 4 m, da sagen sich aber Fuchs und Hase Gute Nacht, also kein wirkliches Problem, jedenfalls vor Jahrzehnten, als ich die gefühlt zuletzt sachte fuhr ...

Verglichen mit denen würde ich die L400 als nicht wirklich gut geeignet zum Verbinden zweier Orte incl. Lkws bezeichnen ...
1 m breiter machen wäre m.E. das Mindeste, was man bei Aufhebung der anderen machen sollte, dann könnte man es auch sein lassen, weil man nix spart ...

Aus Radfahrersicht wäre die Abstufung was Feines, könnte man doch so die laut Mapillary über eine bessere Ackerfurche führende Radroute dorthin verlegen ... whistling.gif
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Prince Kassad
Beitrag 07.03.2018, 17:36
Beitrag #24


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Zitat (rapit @ 07.03.2018, 16:43) *
Nicht im Donnersbergkreis, da hat man das ständig, da kommt gar keiner, der mit sowas nicht zurecht käme, bis dahin.

Spricht da etwa ein Kenner? So schlecht hatte ich die Straßen jetzt nicht in Erinnerung, auch wenn es natürlich einige Ausreißer gibt (Göllheim-Ramsen ist eine höllische Strecke).
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Couscous
Beitrag 07.03.2018, 23:02
Beitrag #25


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Das muss man wohl nicht wirklich verstehen. Da wird vom Rechnungshof eine schreckliche Geldverschwendung angeprangert. Als Lösung wird ein Konzept präsentiert, das zumindest kurz- und mittelfristig erst einmal mehr Geld kostet: Zunächst für die Zerstörung der "unnützen" Landstrasse und dann für die stellenweise Verbreiterung der anderen. Warum belässt man die Strasse nicht wenigstens, bis sie sanierungsbedürftig wird?

Mir würden auch noch ein paar andere Lösungen einfallen, z.B. die Umwandlung der L402 zu einer Einbahnstrasse nach Norden, oder die Anbindung der L402 an einen gemeinsamen Kreisverkehr mit der L386 und der nach Osten abgehenden Strasse.

Gruss, Couscous


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Gruss, Couscous
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Andreas
Beitrag 08.03.2018, 07:51
Beitrag #26


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Zitat (Couscous @ 07.03.2018, 23:02) *
z.B. die Umwandlung der L402 zu einer Einbahnstrasse nach Norden,


Dann hätte das Land aber weiterhin 2 Straßen an der Backe kleben und genau das soll ja offensichtlich nicht mehr sein.


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Andreas0815
Beitrag 08.03.2018, 09:58
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Zitat (Prince Kassad @ 07.03.2018, 17:36) *
(Göllheim-Ramsen ist eine höllische Strecke).

Ähem. was ist denn damit? Da ist wohl eher Würzweiler-Falkenstein höllisch smile.gif

Gruß
Andreas(Ex-Imschbacher)


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Prince Kassad
Beitrag 08.03.2018, 10:35
Beitrag #28


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Zitat (Andreas0815 @ 08.03.2018, 09:58) *
Ähem. was ist denn damit?

Die Strecke müsste man jedem Fahrschüler zeigen.

Es fängt an mit einer einspurigen Allee, die auf beiden Seiten von Bäumen gesäumt ist, Breite würde ich auf 3,50 bis 4 Meter schätzen (definitiv nicht mehr). Weil die Bäume unter Denkmalschutz stehen kann die Straße nicht ausgebaut werden. Wenn man da nicht aufpasst macht man ganz schnell eine unangenehme Bekanntschaft mit dem Baum. Die Straße führt dann so in dem Zustand weiter in den Wald und auch da muss man absolut aufmerksam sein weil man den Gegenverkehr meist nicht kommen sieht und wenn er denn kommt braucht es eine blitzschnelle Reaktion.

Hinter dem Göllheimer Häuschen weitet sich die Straße denn da kommt Etappe 2, die Serpentinen. Vor denen wird nicht so richtig gewarnt und im Wald sieht man die logischerweise nicht. Es ist verdammt einfach aus der Kurve zu fliegen wenn man nur ein bisschen unaufmerksam ist, ich musste da schon einmal hart auf die Bremse weil ich von der Kurve völlig überrascht wurde.

Wer sich das live und in Farbe anschauen will, hier fängt die Straße an, einfach durchklicken.

Zitat (Andreas0815 @ 08.03.2018, 09:58) *
Da ist wohl eher Würzweiler-Falkenstein höllisch smile.gif

Danke für den Tipp, werde ich bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren. Die sah schon bei der Vorbeifahrt richtig schön aus, da kann ich mir nur vorstellen, wie es weitergeht.
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Andreas0815
Beitrag 08.03.2018, 12:02
Beitrag #29


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Nö kannst Du nicht. Wenn Du bis Imsbach weiterfährst wirst Du sehr überrascht sein, wenn Du die Strecke nicht kennst.
Und Göllheim Ramsen ist ne ganz normale Straße, deswegen bin ich ja so erstaunt:)
Wenn Göllheim-Ramsen schon soooo spannend für Dich ist, fahr doch noch Weidenthal-Elmstein und Elmstein-Waldleiningen......


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rapit
Beitrag 08.03.2018, 12:29
Beitrag #30


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Das Foto ist schön, sowohl links ("Benutzung auf eigene Gefahr"), wie auch rechts, auf einer Überlandstraße Tempo 10 rolleyes.gif


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Acki
Beitrag 08.03.2018, 13:28
Beitrag #31


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Zitat (rapit @ 08.03.2018, 12:29) *
auf einer Überlandstraße Tempo 10 rolleyes.gif

Wegen einer fiesen Fräskante

gruß Acki
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Kühltaxi
Beitrag 08.03.2018, 14:04
Beitrag #32


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Ach, sowas gibt's in meiner Ecke auch, z. B. die Straße am Astropeiler. Wenn man da zügig langwill sollte man die "blinden Ecken" wo einem unverhofft einer entgegenkommen könnte tunlichst kennen. laugh2.gif
Straßen zu Feldwegen gemacht oder welche ganz entfernt wird aber nur wenn da was gänzlich neues (im Bild die L178 mit den drei Kreiseln und Stich nach Süden zum vierten, da war vorher nur nacktes Feld) hinkommt. Wer Lust hat kann es sich ja auch auf Google Earth als Historie angucken, ist erst seit ein paar Jahren so. Früher™ mußte man durch ganz Billig und zum Kreisel der B51 rechts im Bild.


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rapit
Beitrag 08.03.2018, 14:07
Beitrag #33


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Zitat (Kühltaxi @ 08.03.2018, 14:04) *
die "blinden Ecken" wo einem unverhofft einer entgegenkommen könnte

In Spanien wird vor solchen Kurven heute noch laut gehupt. Wenn kein anderer hupt, wird weitergebrettert.


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Prince Kassad
Beitrag 05.04.2018, 15:23
Beitrag #34


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DIe L 400 gibt es seit heute auch auf Mapillary.

Vor Ort habe ich übrigens Umleitungsschilder gesehen, die wohl auf eine bevorstehende Sperrung hindeuten. Wahrscheinlich will man jetzt wirklich die L 400 verbreitern damit die L 402 abgerissen werden kann.
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Pirminator
Beitrag 17.12.2018, 11:01
Beitrag #35


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Interessanter Fall. Der neoliberale Sparwahn treibt die absonderlichsten Blüten. Man vernichtet eine intakte, verkehrlich sinnvolle Landesstraße und erhöht somit den Verkehr auf der Ausweichroute. Eine Abstufung zur Kreisstraße schied wohl von vornherein als Alternative aus?

Welch Glück wir da im Süden doch hatten, dass man hier nicht auf die gleiche Idee kam, die direkte L 485 durchs Tal zw. Langmühle und Salzwoog abzureißen, sondern sie erst vor ca. 2 Jahren grundsätzlich zu sanieren. Der Umweg über die K 37 und die L 486 wäre hier auch nicht viel größer.

Nebenbei - was die meines Erachtens zunehmend fragwürdige Abstuferei von Landesstraßen betrifft: Aus dem Queichtal heraus hat man zwischen Queichhambach und Albersweiler vor einer Weile heimlich, still und leise gleich zwei (L 505 und L 511) ehemalige, relativ parallel verlaufende Landesstraßen auf einmal zu Gemeindestraßen herabgestuft. Neben der Kraftfahrstraße B 10 besteht somit für die verdrängten Verkehre keine direkte Verbindung mehr auf klassifizierten Straßen in Richtung Vorderpfalz. Mit den entsprechenden Konsequenzen auch den Winterdienst betreffend! Ist sowas überhaupt zulässig?

Meines Erachtens ist das mit der Abstuferei äußerst fragwürdig. Ich hab oft den Eindruck, da lassen sich ein paar Gemeinden / Verbandsgemeinden vom LBM / Land über den Tisch ziehen. Bei Pirmasens wurde auch vor einer Weile eine Kreisstraße zur Gemeindestraße herabgestuft, weil der Kreis / das Land im Gegenzug der Ortsgemeinde versprachen, die Straße dann früher und günstiger zu sanieren.


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Prince Kassad
Beitrag 17.12.2018, 17:30
Beitrag #36


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Zugegebenermaßen gibt es in Rheinland-Pfalz sehr viele Kreisstraßen, die in anderen Bundesländern allenfalls Feldwege wären. Sogar die Straße zum Alpöhi (ich berichtete) ist offiziell eine Kreisstraße, denn es zweigt dort die K 35 von der K 34 ab um zu seinem Haus zu führen.

Das komplette Abreißen bzw. Entwidmen von Straßen sollte dabei natürlich eine Ausnahme bleiben. Die K 51 z. B. ist wegen eines Hangabrutsches, der bis heute nicht repariert wurde, nur bergab befahrbar und dadurch wohl die einzige Außerorts-Einbahnstraße weit und breit. Der führt zwar "nur" hoch auf den Donnersberg, für die Leute die jetzt einen Umweg fahren müssen ist es trotzdem blöd. Insbesondere dann wenn die K 82 als einzige andere Zufahrt ebenfalls gesperrt wird (z. B. wegen Sanierungsarbeiten), die ist auch nur einspurig und so kam es schon vor dass dann eine Ampelregelung für die K 51 eingerichtet werden musste. Bei der Länge der Straße beliefen sich die Ampelphasen so auf 10-15 Minuten. Toll wa?

Im Ortskern von Bolanden hängt bis heute eine uralte Stadtkarte (gefühlt 30 Jahre) wo noch eine K 55 nach Weitersweiler ausgewiesen ist, tja die Straße ist inzwischen auch dem Sparwahn zum Opfer gefallen und wer dorthin will muss außenrum über die B 47, eine nicht gerade ruhige Straße.
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Pirminator
Beitrag 17.12.2018, 19:03
Beitrag #37


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Ja, in RLP gibt es in der Tat (noch) relativ viele Kreisstraßen. Auch wenn von denen halt leider immer mehr verschwinden. Das wird nur dadurch kompensiert, dass eben viele Landesstraßen zu Kreisstraßen runtergestuft wurden. Hin und wieder werden Landesstraßen dann auch "schizophren", denn die L 490 gibt es bspw. Zweimal. Der 1. Abschnitt verläuft von Niederschlettenbach nach Lug. Früher ging sie (verkehrlich logisch) durch bis nach Sarnstall (zur ehemaligen B 48), das sind jetzt aber inzw. auch nur noch Kreisstraßen. Der 2. Abschnitt der L 490 beginnt dann am Ausgang des Wellbachtals plötzlich neu und führt durch Annweiler bis zur B 10 bei Queichhambach... narr.gif

Zitat
§ 3 Nr. 2 LStrG:
Kreisstraßen (Landstraßen II. Ordnung), das sind Straßen, die dem Verkehr innerhalb eines Landkreises, dem Verkehr mit benachbarten Landkreisen oder kreisfreien Städten oder dem Anschluß der Gemeinden und räumlich getrennten, im Zusammenhang bebauten Ortsteile an Bundes- oder Landesstraßen sowie an Eisenbahnhaltestellen, Schiffsliegeplätze und ähnliche Einrichtungen in der Weise dienen, dass jede Gemeinde und jeder räumlich getrennte, im Zusammenhang bebaute Ortsteil wenigstens mit einer nicht in der Baulast der betreffenden Gemeinde stehenden Straße an die genannten Verkehrswege oder -einrichtungen angeschlossen ist,

Wenn man danach geht, ist es durchaus auch notwendig, abgelegene Ortsteile und auch nicht selten größere Bauernhöfe eben per Kreisstraße an das höherrangige Straßennetz anzuschließen.

Die Straße auf den Donnersberg kenn ich. Ich bin da vor vielen, vielen Jahren auch mit dem Rennrad die Einbahnstraße raufgefahren, die ist ja sportlich anspruchsvoller. wink.gif


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Odenwälder
Beitrag 17.12.2018, 21:20
Beitrag #38


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Zitat (Prince Kassad @ 08.03.2018, 10:35) *
Es fängt an mit einer einspurigen Allee, die auf beiden Seiten von Bäumen gesäumt ist, Breite würde ich auf 3,50 bis 4 Meter schätzen (definitiv nicht mehr). Weil die Bäume unter Denkmalschutz stehen kann die Straße nicht ausgebaut werden.

Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.


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RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 17.09.2019 - 23:40