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> Unverschuldeter Unfall unter Alkoholeinfluss (1,44) mit Leihwagen, Versicherung, Regress, Unfall, Leihwagen
Neumannsens
Beitrag 01.03.2016, 14:08
Beitrag #1


Neuling


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Hallo Verkehrsexperten,

ich habe folgendes Problem:

Vor 4 Wochen habe ich zu viel auf der Grünen Woche getankt und bin mit einem Drive Now Mini
gefahren.
Beim verlassen des Kreisverkehrs ist mir dann jemand in die Seite gefahren.
Polizei war gleich vor Ort und hat den anderen als unfallverursacher ermittelt.
Mein Alkoholgehalt im Blut lag bei 1,44 Promille.

Schaden am Mini liegt bei 5.500 ohne Wertminderung und Ausfallkosten.
Ich werde von der Polizei "nur" wegen Trunkenheitsfahrt angeklagt, nicht Trunkenheitsfahrt im Zusammenhang Unfall.

Nun meine Frage:

Könnte mir jemand sagen, wieviel die Versicherung zahlen wird und ob Mitschuld / Teilschuld ??

Herzlichsten Dank
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amfa
Beitrag 01.03.2016, 14:27
Beitrag #2


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Meiner Ansicht nach dürfte, wenn du an dem Unfall keine Schuld hast dir auch keinerlei Mit/Teilschuld angelastet werden.
Also wenn der Unfall auch genauso passiert wäre, wenn du nüchtern gewesen bist.

Allein die Tatsache das du betrunken warst rechtfertigt noch keine Teilschuld.

DriveNow wird dir aber sicher kündigen (steht zumindest in deren AGB).

Wenn dein Alkoholpegel also keinerlei Einfluß auf den Unfallhergang hatte, muss die Versicherung von demjenigen der dir in die Seite gefahren ist voll zahlen.
Wobei ich nicht ganz verstehe wie dir jemand in die Seite fahren kann, wenn du einen Kreisverkehr verlässt.

Problematisch wird das ganze halt, wenn man dir auch einen Fehler aufgrund des Alkohols nachweisen kann.
Normalerweise gibt es bei DriveNow eine Haftungsbeschränkung auf 750€, die greift aber wohl nicht, wenn du betrunken fährst.

Aber ganz sicher kann dir das von hier aus niemand sagen.


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Wenn du einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hinweist, wird er dankbar sein. Dumme Menschen werden dich beleidigen.
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Neumannsens
Beitrag 01.03.2016, 14:31
Beitrag #3


Neuling


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Das war am ernst-Reuter-Platz in Berlin.
Die zwei äußeren Spuren dienen zum verlassen des Kreisels, die innen liegenden zum weiteren umrunden.
Der Typ wollte weiter im Kreisverkehr bleiben, war nur auf der falschen Spur.
Danke dir trotzdem für die Info 👍🏿
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durban
Beitrag 01.03.2016, 14:42
Beitrag #4


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Also ein Spurwechselunfall?
Es würde mich wundern, wenn die gegnerische Versicherung hier nicht noch versuchen würde, zumindest eine Teilschuld auf Grund der Alkoholisierung herauszuholen. Ob das erfolgversprechend ist, kann man aus der Ferne aber nicht beurteilen.


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Neumannsens
Beitrag 01.03.2016, 15:02
Beitrag #5


Neuling


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Ja, dann war das wohl ein spurwechselunfall.
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Kai R.
Beitrag 01.03.2016, 15:06
Beitrag #6


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angesichts der komplexen Lage sei Dir ein Anwalt sehr ans Herz gelegt.


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Grüße

Kai
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GerhardNL
Beitrag 01.03.2016, 15:09
Beitrag #7


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Zitat (Neumannsens @ 01.03.2016, 14:31) *
Die zwei äußeren Spuren dienen zum verlassen des Kreisels, die innen liegenden zum weiteren umrunden.
Der Typ wollte weiter im Kreisverkehr bleiben, war nur auf der falschen Spur.

Hast Du denn von einer der beiden inneren Spuren nach außen gewechselt? Falls ja, dann liegt möglicherweise sogar die überwiegende Schuld bei Dir.

MfG
Gerhard


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Ich bremse nicht für Radarfallen.

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durban
Beitrag 01.03.2016, 15:11
Beitrag #8


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Grundsätzlich ist es bei Alkoholfahrten so:
- Fremdschaden, für den man haften muss, wird zunächst übernommen, die Versicherung kann in Höhe von 5000 Euro regressieren,
- Eigenschaden, für den kein anderer haftet, wird nicht übernommen, bei Alkoholfahrten ist die Vollkaskoversicherung insoweit leistungsbefreit.


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Neumannsens
Beitrag 01.03.2016, 15:15
Beitrag #9


Neuling


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Hey,
Drive Now hatte mir gesagt, dass sich ihre Anwälte um meinen Fall kümmern und da ich ein Kunde war, versuchen sie erstmal meine Interessen zu vertreten. deshalb wollte ich nicht unbedingt noch meine Rechtsschutz hinzuziehen.

Trotzdem vielen lieben Dank

Hey,

nein. Ich war in einer der beiden äußeren Spuren.
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durban
Beitrag 01.03.2016, 15:20
Beitrag #10


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Das kommt daher, dass der Unfallgegner, wenn er Ansprüche geltend machen will, sich erst einmal gegen DriveNow wenden wird (man kann nämlich immer Halter und Fahrer in Anspruch nehmen und DriveNow ist da der bessere Ansprechpartner. Wenn es zum Gerichtsverfahren kommen sollte und der Unfallgegner klug ist, wird er allerdings aus prozessualen Gründen Halter und Fahrer verklagen).
Deshalb ist es tatsächlich erst einmal an DriveNow, unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass DriveNow in einem zweiten Schritt sich ggf. dann das, was DriveNow an den Unfallgegner geleistet hat, von Dir wiederholen kann.


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Neumannsens
Beitrag 01.03.2016, 15:36
Beitrag #11


Neuling


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Danke für die Info.
Also wird mir hier keiner so recht sagen können, ob und wieviel ich zahlen muss, da dass nicht abzuschätzen ist.
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Kai R.
Beitrag 01.03.2016, 16:14
Beitrag #12


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wenn Du rechtschutzversichert bist, nimm Dir einen eigenen Anwalt. Der kann die Akten einsehen und sich mit DriveNow abstimmen. Es ist nicht so, dass die Interessen von DriveNow notwendig auch Deine Interessen sein müssen. Was nützt es Dir, wenn DriveNow eine Teilschuld von z.B. 30% akzeptiert, die Du dann aus Deiner Tasche zahlst?

Was Du zahlen musst:
- die Geldstrafe von ca. einem Monatsnetto. Zusätzlich wirst Du ca. 10-12 Monate zu Fuß gehen. Ich vermute, vor Wiedererteilung steht eine MPU, aber dazu muss erst einmal ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts abgewartet werden

Bleibt es bei Deiner Unschuld am Unfall, dann war es das. Sonst zahlst Du den Schaden am Mietfahrzeug anteilig zur Haftungsquote und zusätzlich noch bis zu 5.000.- € anteilig zur Haftungsquote den Schaden am Unfallgegner-Auto.


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Grüße

Kai
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Schorsch
Beitrag 02.03.2016, 12:37
Beitrag #13


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Zitat (Neumannsens @ 01.03.2016, 15:15) *
Hey,
Drive Now hatte mir gesagt, dass sich ihre Anwälte um meinen Fall kümmern und da ich ein Kunde war, versuchen sie erstmal meine Interessen zu vertreten.

Würde mich wundern wenn die sich ein Bein für jemanden ausreißen würden, der ihr Auto betrunken gefahren hat.
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Kai R.
Beitrag 02.03.2016, 12:47
Beitrag #14


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Zitat (Schorsch @ 02.03.2016, 12:37) *
...

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Kai
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DrNo
Beitrag 02.03.2016, 18:04
Beitrag #15


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Abgesehen von der Frage, wer wieviel vom Gesamtschaden zu tragen hat, wird der TE wohl nach den AGB von Drive-Now eine Vertragsstrafe zu tragen haben... Ich finde den Beitrag von Schorsch nicht allzu sinnlos. Der TE sollte sich nicht wirklich auf die Anwälte von DriveNow verlassen, diese werden lediglich die Interessen von DriveNow verfolgen, nicht die des TE (der wohl so wenig wie möglich zahlen möchte - konfliktär zu DriveNow, die den Schaden plus Ausfall ersetzt bekommen haben wollen)

Edit: Vertragsstrafe wohl bei 500,- €
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durban
Beitrag 03.03.2016, 22:34
Beitrag #16


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In das Unterforum MPU & Rauschmittel verschoben.


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