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> Welcher Alkoholtest ist ausschlaggebend?
Geschrieben von densol - 18.01.2020 14:11 - 6 Kommentar(e)
Hallo,

ich wurde ohne wirkliche vergehen von der Polizei angehalten, kontrolliert, und ich habe dem (freiwilligen) Atemalkoholtest zugesagt und sie haben 0,9 Promille gemessen.

Auf der Wache wurde mir ein Zettel vorgelegt, wo der Sachverhalt beschrieben war mit der gemessenen Menge 0,9 Promille. Diesen habe ich unterschrieben. Ich wusste man sollte nicht, aber ich wollte mich auch nicht rauswinden und habe es akzeptiert.

Dann kam eine weitere Messung. Dieses mal mit einem anderen Gerät, wo im Abstand von wenigen Minuten 2 Messungen durchführt wurden (ein Gerät mit 10+ Sternen zum "wegpusten"). Dort wurde 1,2 Promille gemessen.

Darauf wurde ich entlassen. Es gab keine Blutabnahme.

Welcher Wert wäre jetzt der entscheidende? 0,9 oder 1,2? Oder ein Mittelwert?

(Das ist für mich etwas beunruhigend weil der eine Wert 1 Monat Fahrverbot bedeutet und der andere 6 Monate mit Führerscheinentzug unsure.gif )
53 mal gelesen - letzter Kommentar von Q-Treiberin   

> MPU Drogenbesitz in einem Monat (Fragebogen inside)
Geschrieben von Erdinger44 - 18.01.2020 12:15 - 7 Kommentar(e)
Servus an alle,

die kurze Vorgeschichte ist, dass bei mir am 26.12.2013 in der Früh von einem Türsteher eines Nachtclubs ca. 0,5 Gramm Kokain gefunden worden sind. Blut oder Urin wurde mir nicht abgenommen.
Die Anordnung von der Führerscheinstelle im März 2014 über die Erbringung eines ärztlichen Gutachtens habe ich ignoriert und daraufhin wurde mir die Fahrerlaubnis entzogen.
Die relevanten Angaben in meinem Fragebogen z.B. über meine Schulden und dass ich jetzt schuldenfrei bin entsprechen der Wahrheit. Das kann ich auch schriflich belegen.
Als mir Anfang des Jahres 2019 klar war, dass ich im Juli 2019 schuldenfrei sein werde, wenn alles nach Plan läuft, habe ich mich entschlossen meinen Führerschein wieder zu beantragen.
Ich wollte es nicht früher machen weil mir die Bezahlung meiner Schulden und auch die eigene Wohnung wichtiger waren. Mir war klar, dass die Wiedererlangung des Führerscheins nicht billig wird.
Da ich in meinem Ort, nicht Erding, einigermaßen bekannt bin, habe ich die Ortschaften weggelassen.
Meinen Führerschein habe ich im September 2002 erhalten und bin ca. 25.000 km pro Jahr gefahren. Ich wurde in der Zeit bis zum Führerscheinenzug drei Mal geblitzt. Alles unter 20 km/h über der erlaubten
Geschwindigkeit. Bis zu dem Drogenfund bei mir hatte ich keinerlei Vorstafen und auch danach habe ich mir strafrechtlich nichts zu Schulden kommen lassen.
Ein Jahr Abstinenz ist durch zwei Haaranalysen bestätigt.
Ich hoffe auf ein Feedback eurerseits und bedanke mich schon mal im voraus.

In einem Monat steht die MPU an.

Allgemein

Wie alt sind Sie?

Ich bin 39 Jahre alt.

In welchem Bundesland leben Sie?


Bayern

O. Warum sind Sie heute hier?

Die Führerscheinstelle hat Zweifel an meiner Fahreignung. Ich möchte hier zeigen, dass ich meine Verhaltensweise überdacht habe. Meinen Konsum vor allem.
Dass ich daraus gelernt habe und was ich für Pläne habe, damit so etwas in Zukunft nicht mehr passieren kann. Und ich möchte natürlich meine Fahreignung beweisen.

1. Was ist passiert? Beschreiben Sie den Anlass Ihrer Auffälligkeit aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(Wie ist der Verstoß aufgefallen? Kam es zu einer Fahrt? Was wurde festgestellt/gefunden?)

Den 24.12.2013, also Weihnachten 2013 haben mein damaliger Mitbewohner und ich jeweils bei unseren Familien verbracht. Ich war bei meiner Mutter in …............, wo ich auch übernachtet habe.
Am 25.12.2013 war ich gegen 16 Uhr wieder in unserem Haus in ….......... Mein Mitbewohner war schon da. Zuerst haben wir uns allgemein über unsere jeweiligen Abende bei unseren Familien unterhalten und sind dabei im Wohnzimmer gesessen.
Dabei hat er mir erzählt, dass er auf dem Weg zum Haus noch bei seinem Kumpel in …........... vorbeigefahren ist und 3 Gramm Kokain geholt hat.
Wir hatten schon vor Weihnachten besprochen, dass wir am 25.12., also am ersten Weihnachtsfeiertag abends noch weggehen. Seine Freundin, die auch mitkommen wollte, ist dann so gegen 18 Uhr bei uns im Haus angekommen.
Wir drei haben gegen 19 Uhr zusammen zu Abend gegessen. Nach dem Abendessen gegen 20 Uhr sind mein Mitbewohner und ich rauf in sein Zimmer und haben Kokain konsumiert, ich schätze jeder ca. 0,25 Gramm.
Das Kokain war jeweils zu 0,5 Gramm in 6 Papierausschnitte gehüllt. Seine Freundin wusste von dem Konsum, hat selber nicht konsumiert und ist im Erdgeschoss geblieben.
Alkohol hatten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht getrunken.
Um ca. 21.30 Uhr haben wir uns auf dem Weg in eine Kneipe in ….............. gemacht, wobei ich ca. 0,5 Gramm Kokain in meiner rechten Hosentasche in Papier umhüllt mitgenommen habe. Mein Mitbewohner hat auch ca. 0,5 Gramm mitgenommen.
Die Freundin meines Mitbewohners ist mit dem Auto gefahren und hat uns mitgenommen. Gegen 22.15 Uhr sind wir an der Kneipe angekommen.
Um ca. 1 Uhr haben mein Mitbewohner und ich auf der Toilette der Kneipe nochmals jeweils ca. 0,25 Gramm Kokain konsumiert, das was er mitgenommen hatte.
Zudem habe ich bis ca. 4.30 Uhr 5 oder 6 Bier 0,5L und vier bis fünf Schnaps (Jägermeister) getrunken. Die Kneipe macht um 4 Uhr zu, wobei wir bis ca. 4.30 Uhr noch dort waren. Ab 4 Uhr wurde nichts mehr ausgeschänkt aber die Gäste können noch austrinken.
Wir sind anschließend vor der Kneipe gestanden und haben uns überlegt, ob wir Heim fahren oder noch irgendwo hingehen. Die Freundin meines Mitbewohners meinte daraufhin, dass einige Ihrer Freunde im …......... sind.
Das ist ein Nachtclub in der Nähe vom …............... Ich selber war schon zwei Mal dort.
Wir haben uns zu dritt ein Taxi genommen und sind dahin gefahren. Ich denke, dass es ca. 5.15 Uhr war als wir am Nachtclub angekommen sind.
Beim Eintreten in den Club hat mir der Türsteher mit der Hand jeweils in die beiden vorderen Taschen gelangt und hat aus meiner linken vorderen Hosentasche mein Handy raus geholt und aus der rechten Tasche meinen Schlüssel und das Stück Papier mit dem Kokain.
Er hat es dann aufgemacht. Er holte daraufhin einen seiner Kollegen und bat mich in der Ecke des Vorraums zu warten. Ich denke, dass ca. 10 Minuten später die Polizei da war.
Ich wurde daraufhin von der Polizei aufgefordert mitzukommen und wurde auf das Polizeirevier in der …................. gebracht. Dort wurden meine Personalien aufgenommen und es wurden mir auch einige Fragen gestellt. Nach ca. einer Stunde wurde ich wieder entlassen.
Ich habe auf der ….................... ca. 10 Minuten auf ein freies Taxi gewartet und bin zu meiner Mutter gefahren. Dort habe ich mich schlafen gelegt.

2. Wie viel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
(Genaue Angaben über sämtliche psychoaktive Substanzen, z. B. illegale Drogen, Alkohol, Medikamente; Mengen und Zeiten)

Wie bereits gesagt, habe ich am Abend des 25.12.2013 um ca. 20 Uhr 0,25 Gramm Kokain konsumiert und anschließend um ca. 1 Uhr nochmals 0,25 Gramm Kokain.
Zudem habe ich in der Zeit von 22.15 Uhr bis 4.30 Uhr 5 oder 6 Bier und vier bis fünf Schnaps (Jägermeister) getrunken. Da ich Raucher bin, habe ich vom 25.12.2013 bis ich mich am 26.12.2013 schlafen gelegt habe ca. 15 Zigaretten geraucht.

3. Mit welchem Gedanken sind Sie losgefahren (geplante Strecke, tatsächliche Strecke, Besonderheiten wie Ausfallerscheinungen oder Unfall)?

Mit dem Auto bzw. mit einem Fahrzeug bin ich nicht gefahren.
An diesem Abend, am 25.12.2013, war ich Beifahrer.

4. Was verstanden Sie unter Trennung von Konsum und Verkehrsteilnahme? Gab es entsprechende Vorsätze? Bzw. wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?

Mit dem Auto bzw. mit einem Fahrzeug bin ich nicht gefahren.
An diesem Abend, am 25.12.2013, war ich Beifahrer.

5. Haben Sie die Fahrt vermeiden wollen?

Mit dem Auto bzw. mit einem Fahrzeug bin ich nicht gefahren.
An diesem Abend, am 25.12.2013, war ich Beifahrer.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Drogeneinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein

7. Wie oft haben Sie unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

In der damaligen Zeit habe ich gedacht, dass sich Kokain genauso im Körper abbaut wie Alkohol. Ich war der Meinung, wenn ich z.B. am Sonntag gegen 5 bis 6 Uhr daheim bin, mich schlafen lege und von Sonntag auf Montag noch mal ordentlich schlafe, dass ich am Montag früh um ca. 7 Uhr wieder am Straßenverkehr teilnehmen kann. Heute bin ich mir bewusst, dass ich auch ca. 24 Stunden nach dem Konsum von Kokain mit dem Auto unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilgenommen habe. Dies ist Zeitraum von Juli 2013 bis Juni 2015 ungefähr 25 Mal vorgekommen.

Exploration

8. Wie sah Ihr Konsummuster aus?

(was und wie viel wurde in welchem Zeitraum auf welche Weise und ggf. in welcher Reihenfolge konsumiert; sämtliche psychoaktive Substanzen, z. B. illegale Drogen, Alkohol, Medikamente)

Ich habe das erste Mal mit 15 Jahren Alkohol getrunken. Damals war es ein Bier aus der Dose. Wir waren drei Freunde. Einer dieser Freunde war schon 16 Jahre alt und hat drei Dosen Bier gekauft, die wir drei auf einem Spielplatz getrunken haben.
Das Bier hat nicht gut geschmeckt und mir ist auch anschließend schlecht geworden.
Ich habe damals in einem Fußballverein in.................... gespielt, welcher ca. 5 Gehminuten unserer Wohnung entfernt war.
Mit 16 Jahren bin ich in die damalige A-Jugend gekommen, wo auch schon Mitspieler waren, die 18 Jahre alt waren. Unter der Woche jeweils nach dem Training gab es keinen Alkohol, ansonsten habe ich auch unter der Woche keinen Alkohol getrunken.
Am Wochenende war das Fußballspiel meistens am Samstag und danach habe ich ca. einmal monatlich ein bis zwei Bier getrunken. Im Verein haben wiederkehrende Feierlichkeiten stattgefunden, wie Sommerfest, kleine Konzerte oder Weihnachtsfeiern.
Bei einigen Feierlichkeiten habe ich ca. 3 bis 4 Bier getrunken. Mit 18 Jahren bin ich in die Herrenmannschaft des Vereins gewechselt. Hierbei habe ich unter der Woche nach dem Training am Donnerstag ein bis zwei Bier getrunken.
Nach dem Spiel am Samstagnachmittag war es so, dass ich meistens im Verein zwei bis drei Bier im Verein getrunken habe. Meine Mitspieler und ich haben uns regelmäßig für den Samstagabend verabredet um noch zu feiern.
Dabei habe ich ca. 4 bis 5 Bier und ca. 0,3 L Wodka mit Red Bull getrunken. Auch in der trainings- und spielfreien Zeit habe ich mich regelmäßig am Samstagabend mit meinen Mitspielern verabredet. Ich habe mit 19 Jahren angefangen zu rauchen und rauche bis jetzt durchgehend ca. 15 Zigaretten täglich. Ab ca. 30 Jahren habe ich alle drei bis vier Wochen am Wochenende Alkohol getrunken.
Nachdem ich mit meinem damaligen Mitbewohner im Mai 2013 in eine Haus im …........ gezogen bin, habe ich an einem Wochenende im Juli das erste Mal Kokain konsumiert. Ich habe ca. jede dritte bis vierte Woche am Wochenende konsumiert.
Die ersten zwei Mal habe ich ca. 0,1 bis 0,2 Gramm konsumiert. Mein Mitbewohner hat das Kokain immer in 0,5 Gramm Portionen in Papier abgepackt erhalten. Da habe ich ca. ein Viertel davon konsumiert und er den Rest.
Danach haben wir uns ca zwei Mal die 0,5 Gramm aufgeteilt, also habe ich ca. 0,25 Gramm konsumiert. Danach habe ich zwischen 0,5 und 0,75 Gramm konsumiert.

9. Wann haben Sie das erste Mal konsumiert (Datum)? Wie hat sich Ihr Konsum seitdem entwickelt? (Phasen, Substanzen, Mengen)?

An einem Wochenende im Juli 2013 habe ich das erste Mal Kokain konsumiert. Ich habe ca. jede dritte bis vierte Woche am Wochenende konsumiert.
Die ersten zwei Mal habe ich ca. ein Viertel davon konsumiert und er den Rest. Danach haben wir uns zwei Mal die 0,5 Gramm aufgeteilt, also habe ich ca. 0,25 Gramm konsumiert.
Danach habe ich, wenn es zum Konsum kam, zwischen 0,5 und 0,75 Gramm konsumiert.


10. Was war Ihnen zu Beginn des Konsums über die Wirkungen, Nebenwirkungen und Folgen des Konsums ihrer Droge bekannt?

Damals waren mir Wirkungen, Nebenwirkungen und die Folgen des Konsums von Kokain nur oberflächlich bekannt. Ich wusste, dass Kokain schädlich ist für das Gehirn, bzw. den Körper und sich auch negativ auf die Psyche auswirkt.
Mittlerweile weiß ich dass das bei weitem nicht alles ist und Langzeitfolgen wie Wahrnehmungsstörungen, Depressionen, Psychosen, und körperliche Beschwerden wie Leber und Nierenschäden und Schlafstörungen auftreten können.
Es gibt noch so viele Folgeerkrankungen die noch auftreten können aber ich denke ich habe die wichtigsten genannt.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend konsumiert?

Immer zuhause mit meinem Mitbewohner und gelegentlich in den Kneipen, die wir anschließend aufgesucht haben.

12. Warum haben Sie Drogen genommen?
(Innere + äußere Motive: Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Drogenkonsum? Welchen Zweck haben die Drogen erfüllt? Welche Auslöser haben Sie zum Konsum veranlasst?)

Bereits seit meiner Jugend habe ich mein Selbstbewusstsein und mein Selbstwertgefühl über materielle Dinge definiert. War es nicht das neueste Handy, die neuesten Sneaker oder die neuesten Fussballschuhe, habe ich mich sehr unwohl und minderwertig gefühlt.
Später musste es das neue Auto oder auch die gut eingerichtete Wohnung sein.
Ich hatte Angst, Freunde zu verlieren und als Versager dar zu stehen, wenn ich nicht die neuesten Sachen habe.
Ich wollte überall mithalten obwohl ich für all das nicht Geld hatte und lebte komplett über meine Verhältnisse. Ich hatte seit dem ich die Ausbildung begonnen habe Stückweise Schulden angesammelt, konnte mich aber von Monat zu Monat irgendwie durchhangeln und habe mir immer eingeredet, dass ich immer noch den Überblick habe und dafür eine Lösung finden werde.
Dabei hatte ich den Überblick schon lange verloren oder vielleicht noch nie gehabt.
Die Beziehung zu der Mutter meiner beiden Kinder ist nach viereinhalb Jahren im Februar 2012 in die Brüche gegangen.
Wir haben eine gemeinsame Wohnung in …............ gehabt. Ich bin ausgezogen und bin erst mal zu meiner Mutter gezogen.
Als die Beziehung in die Brüche gegangen ist, war ich bereits verschuldet. Ich hatte ein Konto mit Dispokredit bei der Kreissparkasse und war auf diesem Ende des Monats regelmäßig 5.000,00 Euro im Minus.
Zudem habe ich im Februar 2011 einen Kredit in Höhe von 7.500,00 Euro bei der Kreissparkasse aufgenommen und habe damit die Wohnung in ….............. renoviert und ausgestattet.
Monatlich waren 150 Euro für die Abzahlung des Kredits auf 60 Monate bis Januar 2016 zu bezahlen. Ich hatte mir im Juni 2010 über einen Freund, der in einem Autohaus in ….......... gearbeitet hat, einen Auto geleast, welches mich 340 Euro monatliche Leasingrate über 36 Monate gekostet.
Ich habe mich geschämt, jemanden zu erzählen, dass ich bei meiner Mutter wohne. Wenn mich jemand, der gewusst hat, dass ich nicht mehr in …............... wohne gefragt hat, wo ich jetzt wohne habe ich gelogen und habe erzählt, dass ich jetzt meine eigene Wohnung in ….............. habe.
Im Januar 2013 habe ich bei Facebook von einem früheren Mitspieler, welcher bereits den Verein gewechselt hatte gelesen, dass er einen Mitbewohner sucht. Mehr hat er nicht geschrieben. Daraufhin habe ich mich bei ihm gemeldet.
Er erzähle mir, dass sein Onkel eine Haus im …............ ab dem 01.05.2013 zu vermieten hätte, allerdings wäre die Miete für ihn alleine zu teuer. Daraufhin habe ich ihn gebeten, ob wir uns treffen können, weil ich Interesse habe.
Er willigte ein und wir haben uns ca. eine Woche später im Vereinsheim vom …......... getroffen. Ich habe ihn auch angelogen und habe erzählt, dass ich eine eigene Wohnung habe aber gerne etwas außerhalb der Stadt wohnen möchte.
Er hat mir gesagt, dass er einverstanden ist, wenn ich sein Mitbewohner werde, hat mir gesagt, dass die Miete 2.100,00 Euro warm beträgt und wir uns die Miete teilen, also jeder im Monat 1.050,00 Euro zahlen müsste.
Er hat mir angeboten, dass wir uns zusammen das Haus anschauen.
Sein Onkel hat uns dann zwei Tage später an einem Abend das Haus gezeigt. Er hatte Mieter dort gehabt, welche ausgezogen sind und war gerade dabei das Haus zu renovieren, so dass es am 01.05.2013 bezugsfertig ist.
Ich hatte gewusst, dass ich mir die Miete in der Höhe mit meinem Verdienst nicht leisten kann, habe das aber für mich ignoriert und mir eingeredet, dass ich einen Weg finden würde. Mitte März 2013 haben wir den Mietvertrag unterschrieben.
Er war der Hauptmieter und ich sein Untermieter.
Zu dem Zeitpunkt war ich immer noch überzeugt, dass ich einen Weg finden würde die Miete zum 01.05.2013 aufzubringen und auch meine weiteren Kosten zu bezahlen.
Ich habe mir allerdings keine weiteren Gedanken gemacht und war nur froh, meiner Mutter sagen zu können, dass ich ausziehe und auch nicht mehr über meine Wohnsituation lügen zu müssen. Die Tage bis zum 01.05.2013 sind immer weniger geworden und ca. Mitte April 2013 habe ich dann Panik bekommen.
Für mich kam es überhaupt nicht in Frage den Mietvertrag rückgängig zu machen.
Ich bin dann zur …..............bank gegangen und habe mir ein 0 Euro Konto erstellen lassen. Die Unterlagen mit der neuen Kontonummer konnte ich mir am nächsten Tag abholen. Diese habe ich meinem Arbeitgeber mitgeteilt damit das Gehalt für den Monat April 2013 auf dieses Konto eingeht.
Über das Konto bei der ..............bank habe ich dann Ende April die Unterhaltszahlungen für meine Kinder und die Miete für das Haus bezahlt. Sämtliche Verpflichtungen welche über das Konto der Kreisparkasse bezahlt worden sind habe ich ignoriert.
Ich war zu dem damaligen Zeitpunkt einfach nur froh, dass ich die Unterhaltszahlungen und Miete aufbringen konnte und für die restlichen Verpflichtungen würde ich mir was einfallen lassen. Mir war bewusst, dass mich die Kreisparkasse, Leasingbank für das Auto (Abgabe Auto 06/2013), Versicherungen usw. anschreiben würden da kein Geldeingang zu Ende April zu verzeichnen war und keine Abbuchungen mehr vorgenommen werden konnten. Nach dem Einzug in das Haus habe ich einen Nachsendeauftrag bei der Post aufgegeben damit so schnell wie möglich keine meiner Briefe bei meiner Mutter ankommen. Ungefähr in den ersten beiden Wochen ist ein Teil meiner Post noch bei meiner Mutter eingegangen. Die habe ich mir abgeholt und habe auch gesehen, dass Briefe von der Kreissparkasse und der Leasingbank dabei sind. Ich habe die Briefe nicht geöffnet und habe sie in die Schreibtischschublade gesteckt.
In den folgenden Wochen haben sich die Briefe gehäuft aber ich habe sie alle nicht aufgemacht sondern weggeschmissen. Tagsüber sind mir die Briefe und das alles was passiert ist oft durch den Kopf gegangen.
Ich war dann wütend, schlecht gelaunt, traurig und über mich selbst enttäuscht. Abends konnte ich nicht einschlafen. Ich habe dann den Fernseher angemacht und musste mich selber dazu zwingen nicht mehr an die Schulden, die ungeöffneten und weggeschmissenen Briefe und an die Konsequenzen daraus zu denken.
Über meine Probleme konnte ich damals mit niemandem sprechen. Ich wollte immer der starke Mann sein, der alles in seinem Leben selber bewältigt und auch größere Probleme lösen kann. Bereits seit meiner Jugend habe ich mit niemandem über Probleme, Sorgen oder meine Gefühlswelt gesprochen.
Bereits damals wollte ich, wie schon gesagt, der starke Mann sein.
Ich wollte nicht schwach oder als Versager auf andere wirken. Ich hatte immer Angst abgelehnt zu werden. Ich habe Kritik immer persönlich genommen, mich angegriffen gefühlt und als Person entwertet.
Durch den Konsum von Alkohol konnte ich wenigstens alle drei bis vier Wochen für einige Stunden alles vergessen. Die Probleme waren in diesen Stunden absolut nicht vorhanden. Ich konnte wieder ausgelassen Lachen und Spaß haben.
Mein Mitbewohner hat mir schon ca. 1 Woche nachdem wir in das Haus eingezogen sind erzählt, dass er Kokain konsumiert. Ich war erst verblüfft, weil ich ihm das nicht zugetraut hätte und ich bis dahin meines Wissens nach auch niemanden kannte, der Kokain konsumiert.
Ungefähr einen Woche später hat er es mir auch angeboten aber ich habe abgelehnt. Das war ca. Mitte Mai 2013. An einem Wochenende Mitte Juni 2013 waren wir beide abends alleine im Haus und er hat das Kokain im Wohnzimmer am Tisch konsumiert.
Dabei hat er mich gefragt, ob ich probieren will. Er sagte mir, dass er nur Top Zeug holt, es schnell wirkt und wesentlich besser ist als Alkohol. Ich war neugierig geworden. Es hat mich angesprochen, dass die Wirkung angeblich schnell da ist.

13. Was ist unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss anders?

Unter Einfluss von Kokain habe ich mich hellwach gefühlt und war wie unter Strom.
Ich hatte das Gefühl, dass mir nichts was anhaben könnte. Am nächsten Tage hatte ich eine große innere Unruhe und hatte das Gefühl, dass diese Unruhe in meiner Brust steckt. Es war ein Gefühl, als würde sich da drin was drehen, wie ein Wirbelsturm.
Unter Einfluss von Alkohol war ich gesellig und mein Kopf war wie befreit von all den Sorgen und Problemen. Diese innere Unruhe am nächsten Tag hatte ich auch aber nicht so extrem wie unter Einfluss von Kokain. Zudem war ich verkatert und ausgelaugt.

14. Warum haben Sie nicht schon früher eine Lösung gesucht?

Es fiel mir schwer einen Schlussstrich zu ziehen weil mir die Inneren Beweggründe meines Drogenkonsums nicht bewusst waren. Die Tatsache, dass sich meine Schulden immer mehr und mehr aufgebaut haben und der Druck immer größer geworden ist, habe ich versucht zu verdrängen.
Ich habe mir eingeredet, dass ich schon irgendwie eine Lösung finden würde.
Aber die Probleme sind immer mehr und größer geworden. Ich habe den Konsum nicht als Fehler angesehen.

15. Was wissen Sie heute über Drogen (Wirkung, Auf- und Abbau , Wechselwirkungen mit anderen Drogen, Rechtliche Konsequenzen)?

Ich weiß, dass Drogen das Gehirn und den Körper langfristig schädigen können. Drogen wie Kokain wirken sich auf die Wahrnehmung und das Bewusstsein beeinträchtigend aus und sorgen durch ihre berauschende Wirkung für eine verschobene Auffassung von Reizen. Kokain und ähnliche Substanzen können das Herz-Kreislauf System massiv beeinflussen. Auch psychische Beeinträchtigungen können als Folge oder während des Konsums auftreten. Übersteigerte Reizbarkeit und Irrationale Verhalten sind die häufigsten Folgen von Drogenkonsum. Depressionen und Psychosen können ebenfalls auftreten.
Zum Auf und Abbau von Drogen kann ich sagen das bei regelmäßigem Konsum Toleranzen aufgebaut werden. Die Suchtmitteleinnahme steigt dadurch nach und nach an um denselben Rausch zu erlangen. Cannabis braucht bei regelmäßigem Konsum bis zu mehreren Monaten um abgebaut zu werden während z.B. Kokain und Amphetamine relativ schnell innerhalb von ein paar Tagen abgebaut werden. Der Besitz von Drogen und die mit dem Konsum verbundenen Folgestraftaten wie das Fahren unter Drogeneinfluss sind verboten und werden strafrechtlich verfolgt.
Die Folgen einer Verurteilung führen zu Geldbußen bis zu Haft und Bewährungsstrafen führen. Zudem kommen folgende Konsequenzen wie der Verlust der Fahrerlaubnis hinzu.

16. Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?

Ja, das habe ich.

17. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Drogenkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld? Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt und haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?

Ich habe mich bis sehr zurückgezogen. Den Kontakt zu meinem Bruder und Mutter und auch der Mutter meiner Kinder habe ich auf das kürzeste beschränkt um unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen.
Der Konsum und der fehlende Schlaf am Wochenende hat sich dann auch auf das Immunsystem ausgewirkt und ich habe mich nach dem Feiern sehr schlapp und ausgelaugt gefühlt und hatte eine innere Unruhe. Ich habe manche dieser Symptome damals schon festgestellt und mir war irgendwie auch klar dass, das mit dem Konsum zusammen hängt. Mir war jedoch damals die Linderung meiner Probleme und Sorgen wichtiger als die Beschwerden die das mit sich brachte, auch wenn das nur eine temporäre Lösung war.

18. Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?

In meinem Umfeld waren nur mein Mitbewohner und seine Freundin, die von meinem Drogenkonsum gewusst haben und die haben sich nicht zu meinem Drogenkonsum geäußert. Vor meiner Familie habe ich das bis zum Juli 2015 geheim gehalten.

19. Gab es Zeiten mit Konsumverzicht (Konsum- und/oder Trinkpausen)? Wenn ja, warum?

Nein, in der Zeit von Juli 2013 bis Juni 2015 habe ich ca. alle drei bis vier Wochen Kokain konsumiert. Trinkpausen gab es bis Juni 2015 keine.

20. Wie bewerten Sie Ihren Konsum auf einer Skala von 1-10 (1=Abstinenzler->10=Abhängiger)?
(mit Begründung)


Im Bereich Drogen würde ich mich bei 7 einschätzen. Ich habe durch meinen Drogenkonsum versucht eine Art Beschwerdelinderung meiner Probleme zu erlangen.
Mir ist klar geworden, dass das keine Lösung ist. Ich habe die Unterstützung durch meine Familie gesucht, die ich zum aufeinander eines stabilen Umfelds und Lebens brauchte.
Seit Juni 2015, also dem letztmaligen Konsum, ist es eine 1, ich lebe abstinent.

Was Alkohol betrifft würde ich mich bei einer 6 einstufen. Ich habe mit dem Alkohol, genauso wie mit dem Drogenkonsum versucht meine Probleme und den Druck zu vergessen.
Heute würde ich mich bei 2 einstufen. Ich trinke vier bis fünf Mal im Jahr Alkohol zu besonderen Anlässen. Als Menge ca. 2 Bier oder 2 Gläser Sekt.


21. Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?

Ja, das war ich. Ich denke, dass jegliche Art von Drogenkonsum, egal in welcher Menge oder welchen Abständen zu einer Drogenabhängigkeit führen kann. Der Konsum führt zum Aufbau von Toleranzen.
Die Suchtmitteleinnahme steigt dadurch nach und nach an um denselben Rausch zu erlangen.

22. Haben Sie sich an jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden? (Warum, wann, wer)? Was haben etwaige Kurse oder MPUs im Vorfeld bei Ihnen bewirkt?


Ja, das habe ich. Ich habe mich im Juli 2015 an meine Familie, also meine Mutter und meinen Bruder gewandt um Hilfe und Unterstützung zu erhalten.
Kurse habe ich nicht besucht.

Heute und in Zukunft

23. Was konsumieren Sie seitdem und wie viel (Drogen, Alkohol, Medikamente)?


Ich lebe seit Juni 2015 Drogenfrei und trinke Alkohol ca. 3 bis 4 Mal im Jahr zu besonderen Anlässen und dann jeweils ca. 2 Bier oder 2 Gläser Sekt.

24. Wann war der letzte Konsum illegaler Drogen?


Ich habe im Juni 2015 das letzte Mal Kokain konsumiert.

25. Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden? bzw. Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht gelegentlicher Konsum in Betracht? Warum nicht schon eher?

Weil ich ein Leben ohne gesundheitliche Beeinträchtigung führen will, weder Psychisch noch Physisch. Ich will mich beruflich weiterentwickeln und weiter ein geregeltes Leben führen. Ich will mein Leben mit Menschen verbringen die mir gut tun.
Ich habe seit meiner Abstinenz so viel Lebensqualität gewonnen, dass ich mich auch ohne Drogenkonsum wohlfühle. Ich bin stolz auf das was ich seit meiner Abstinenz erreicht habe und werde das nicht gefährden.
Ich habe fest gestellt, dass die Gründe meines Konsums in mir verborgen lagen und es fiel mir schwer Hilfe anzunehmen. Ich hatte Angst als Schwächling gesehen zu werden oder als jemand, der sein Leben nicht im Griff hat.

26. Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)?

An einem Wochenende Mitte Juli 2015, es war Samstag, war ich abends bei meiner Mutter. Mein Bruder war auch da. Nach dem Abendessen sind wir noch zusammen gesessen und haben hauptsächlich über die anstehenden Sommerferien gesprochen.
Mein Bruder hat auch eine Tochter,. Meine Mutter hat uns beide gebeten zu ihr zu kommen, damit wir das Thema Sommerferien nochmals durchsprechen.
Ich habe die Tage zuvor schon mit mir gekämpft, ob ich diesen Abend nutzen soll um den beiden alles zu erzählen. Mir sind die verschiedensten Szenarien durch den Kopf gegangen, wie das ausgehen könnte.
Ich hatte Angst, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollen. Am Abend vor dem Besuch bei meiner Mutter habe ich mich entschlossen alles zu erzählen.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis alles rauskommt und das dadurch die Gefahr noch größer ist, dass beide nichts mehr mit mir zu tun haben wollen.
Zumal war die Chance da, Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Mir ist klar geworden, dass ich das alleine nicht schaffe und dass mir über kurz oder lang auch keine Lösung einfallen wird.
An dem Abend bei meiner Mutter habe ich dann beiden gesagt, dass ich ihnen was erzählen muss. Ich habe ihnen über meine Schulden, den Drogenkonsum und Alkoholkonsum erzählt.
Mein Bruder hat sich das alles angehört, ich habe gemerkt, dass er schockiert war. Meine Mutter hat zwischendrin angefangen zu weinen und hat den Raum verlassen. Kam aber einige Minuten später wieder rein.
Ich habe gesagt, dass ich das alles nicht mehr möchte und auch diese Sorgen und Probleme nicht mehr ertragen kann. Nach ca. 2 Stunden des Gesprächs hat mich meine Mutter gebeten bei Ihr zu bleiben und vorerst nicht mehr in das Haus zu fahren.
Sie hat mir gesagt, dass wir gemeinsam eine Lösung finden aber sie kann jetzt nicht mehr dazu sagen.
Mein Bruder hat gesagt, er will mir helfen und würde am nächsten Tag, also am Sonntag gegen Mittag wieder kommen damit wir uns weiter unterhalten können.
Ich habe natürlich zugestimmt. Ich war extrem erleichtert. Mir war bewusst, dass die Probleme noch da sind aber der erste Schritt war getan und meine Familie hat mich nicht abgelehnt sondern möchte mich unterstützen.
Ich konnte erst spät einschlafen, ich denke so gegen 3 oder 4 Uhr. Am nächsten Tag habe ich bereits in der Früh angefangen mit meiner Mutter zu reden. Ich habe ihre Fragen beantwortet und konnte einiges auch in der richtigen Reihenfolge wiedergeben.
Bevor ich nach dem Gespräch am Vorabend eingeschlafen bin, ging mir das Gespräch und alles drum rum nicht aus dem Kopf. Ich habe dann auch gemerkt, dass ich einiges nicht in der richtigen Reihenfolge erzählt habe.
Mein Bruder hat mich in der Früh angerufen um zu fragen wie es mir geht und Bescheid zu geben, dass er gegen 13 Uhr da ist. Als er da war haben wir uns zu dritt hingesetzt und das Gespräch fortgeführt.
Zu diesem Zeitpunkt war mir absolut klar, dass ich abstinent von Drogen leben muss und möchte, wenn ich etwas erreichen will.

27. Welche Veränderungen haben sich in Ihrem Leben dadurch ergeben (persönlich / Umfeld, Freund & Bekannte, Familie, Beruf ...)?

Ich fühle mich seit dem viel befreiter und ausgeglichener. Ich bekomme viel Zuspruch und Unterstützung von meiner Familie.
Seit Juni 2018 bin ich in einer festen Beziehung. Ich habe meiner Freundin kurz nach unserem Kennenlernen erzählt, was passiert ist. Zu spüren wie stolz mein Umfeld auf meinen Wandel ist macht mich sehr glücklich und sorgt ebenfalls für Stabilität in meinem Leben.
Ich fühle mich gesund und habe eine Menge Lebensqualität dazu gewonnen.
Ich habe es geschafft, mit besonderer Hilfe von einem Bruder, seit Juli 2019 schuldenfrei zu sein. Es war über die letzten Jahre bereits ein sehr gutes Gefühl, dass die Schulden immer weniger und weniger geworden sind aber es war ein besonderes Gefühl als ich die letzte Rate im Juli 2019 an den letzten Schuldner, die Kreisparkasse überweisen habe. Ich habe Schreiben von der Kreisparkasse und auch von dem Unternehmen dabei, die Außenstände der Leasingbank einholen, die belegen, dass meine Schulden getilgt sind.
Im April 2018 konnte ich mit Hilfe einer Bekannten meiner Mutter meine eigene Wohnung in …................. beziehen, in der ich immer noch wohne. Beruflich habe ich mich in den letzten Jahren sehr gut weiterentwickelt.
Das hat dazu geführt, dass ich im Januar 2017 und Januar 2019 eine Gehaltserhöhung erhalten habe. Dadurch konnte ich meine Schulden etwas schneller abbauen. Ich habe auch ein Schreiben von der Firma bzw. von meinem Chef dabei, welches ich Ihnen gerne zeigen möchte, um das was ich gesagt habe zu untermauern.
Das habe ich zu meinem 15. Jährigen Jubiläum erhalten.

28. Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt? Was war schwierig, was war leicht?


Ich habe ziemlich radikal mit dem Konsum aufgehört so dass ich von heute auf morgen abstinent war und ich kann sagen dass ich sehr wenig Konsumwunsch verspürt habe.
Durch die Unterstützung meiner Familie fiel es mir leicht die Zeit zu überstehen.
Es hat sich befreiend angeführt endlich gesund und aufrichtig zu leben.

29.Welche(s) Beispiel(e) können Sie nennen, dass/die die Richtigkeit des jetzigen Konsums unterstreicht?

Ich denke das geht aus den letzten Antworten gut hervor. Ich fühle mich deutlich besser als damals und habe auch schon einiges erreicht, dass meinem Leben Stabilität und Sicherheit gibt.
Ich habe Wege gefunden Probleme zu lösen an statt sie zu verdrängen und die Emotionen durch Substanzen zu lindern. Ich habe mein Leben wieder voll im Griff und bin wieder in der Lage ein normales Leben zu führen.

30. Wie verhalten Sie sich heute in Situationen, wo Sie früher Drogen konsumiert haben?

Ich grenze mich ab, halte mich von Menschen fern die mir nicht gut tun und konzentriere mich auf meine Erfolge. Wenn es mir schlecht geht suche ich die Ursache dafür und ändere etwas daran.
Ich löse meine Konflikte und verdränge sie nicht mehr mit Hilfe von Drogen oder Alkohol. Ich gleiche mich aus indem ich z.b. wenn ich gestresst bin, mit meinem Hund spazieren gehe, frische Luft schnappe und meine Situation reflektiere.
Seit ca. Jahren habe ich den Kraftsport für mich entdeckt, welchem ich zwei bis drei Mal die Woche nachgehe. (ich bin auch mittlerweile einigermaßen gut gebaut also man sieht auf jeden Fall, dass ich kraftsport mache)

31. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?


Es gibt mir eine Menge Kraft, die ich in die Erreichung meiner Ziele investiere. Ich komme immer weiter voran und entwickle mich stetig weiter. Seelisch fühle ich mich gefestigt. Ich wachse über mich hinaus und jeder Erfolg bestätigt mir das ich auf dem richtigen Weg bin. Mein Umfeld gibt mir zusätzlich viel Sicherheit und das zeigt mir das meine Veränderungen der richtige Weg sind.

32. Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt und haben Sie diese Kontakte noch?

Ja, die Auffälligkeit war im Dezember 2013 und ich habe mit meinem damaligen Mitbewohner noch bis September 2015 Kontakt gehabt. Im Juni 2015 war mein letzter Drogenkonsum allerdings hat es bis September 2015 gedauert bis ich mit ihm und auch mit dem damaligen Vermieter bezüglich dem Haus alles geklärt habe. Anschließend habe ich den Kontakt abgebrochen und auch nicht mehr aufgenommen.

33. Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen? Was wissen Sie über Suchtverlagerung und wie schätzen Sie Ihre eigene Gefährdung der Suchtverlagerung ein?

Alkohol trinke ich ca. 4 bis 5 Mal pro Jahr und wenn dann ein oder zwei Bier oder ein oder zwei Glas Sekt. Ich weiß, dass sich der Konsum von Suchtmitteln in unterschiedliche Bereiche verlagern kann. Ich würde sagen dass sich mein Gebrauch von Suchtmitteln auf die Erfolge in meinem Leben und dem Willen weiter erfolgreich an mir zu arbeiten verlagert habe.

34. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Mein Umfeld und meine Fortschritte geben mir die Sicherheit in einem gesunden Umfeld weiter an mir zu arbeiten. Besonders meine Familie und meine berufliche Perspektive gibt mir die nötige Sicherheit und den Rückhalt. Das gibt mir viel Kraft.
Mir ist wichtiger den je, meinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein.

35. Was für Pläne haben Sie für die Zukunft? Beruflich, privat, Fortbildungen etc.....

Ich möchte mich beruflich weiterentwickeln und noch mehr Verantwortung übernehmen.
Privat möchte ich den guten Kontakt zu meiner Familie aufrechterhalten und pflegen.
Ich möchte auch weiterhin die Beziehung zu meiner Freundin pflegen.

36. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurück zu fallen?
(Ja/Nein + Begründung)


Nein, das kann ich nicht. Ich habe so viel gelernt in dem letzten Jahren und ich weiß das ich nie wieder handeln werde wie ich es damals getan habe. Ich habe gelernt wie ich mich vor solchen Fehlern schützen kann.
Mittlerweile weiß ich wie ich Emotionen analysieren und dessen Ursache benennen kann. Ich habe gelernt Stellung zu beziehen und diese zu behalten indem ich mich gesund abgrenze anstatt mich zu irgendwas hinreißen zu lassen.
Zudem habe gelernt wie ich Probleme löse und wo ich Hilfe finde, wenn ich mal nicht weiter weiß.

37. Wie wollen Sie fahren und Konsum künftig trennen? (auch bei Alkohol, ... in Bezug auf BTM nur bei Cannabis und ggf. konkrete Vorstellungen hierzu)?

Da ich auch in Zukunft Drogenfrei bleiben werde, verhindere ich präventiv unter Einfluss von Betäubungsmitteln im Straßenverkehr teilzunehmen. Da ich selten Alkohol trinke kann ich sagen dass ich lieber auf den Konsum verzichte als meine bisherigen Erfolge auf Spiel zu setzen.

38. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Abschließend möchte ich mich für Ihre Zeit bedanken und hoffe, dass ich meine Veränderungen ausreichend aufzeigen konnte. Ich hoffe, dass meine Erfolge erkennbar geschildert wurden und das Sie meine gewonnene Stabilität ebenso wahrnehmen wie ich und mein Umfeld. Ich hoffe ich konnte die Zweifel an meiner Fahreignung ausräumen und würde mich über Feedback freuen.



90 mal gelesen - letzter Kommentar von Erdinger44   

> Zusatzschild zum Zusatzschild...
Geschrieben von RadlerHI - 18.01.2020 10:48 - 11 Kommentar(e)
Moin,

im Hildesheim vor der Brücke über die Innerste an der Straße Hohnsen steht jetzt folgende Beschilderung:
https://drive.google.com/open?id=1_JDoJeXHr...cLU2BvnaOMrd18Z

Die Stadtverwaltung läßt dazu offiziell via Presse verlauten: Wer nicht absteigt, kann wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt werden.

Ich persönlich meine: Mit diesem "Zusatzschild zum Zusatzschild" geht das nicht.

Oder?

RadlerHI
121 mal gelesen - letzter Kommentar von ulm   

RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 18.01.2020 - 15:13