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> TF (2,03‰ BAK) mit Fahrrad - was kann ich jetzt schon erledigen?
~Radfahrer~
Beitrag 26.02.2015, 18:52
Beitrag #301


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Das hört sich für mich so an, dass ich die Hütte nur verlassen habe, damit ich trinken konnte...
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Lars
Beitrag 27.02.2015, 07:00
Beitrag #302


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Irgendwie missverstehst du Kai und Lottes Beiträge. Wo schreiben sie, dass du nur rausgegangen bist, um trinken zu können?

Was sie dir eigentlich sagen wollen ist doch etwas völlig anderes und ich teile ihre Einschätzung:
Du hast getrunken, weil du wegen deiner inneren Unsicherheit und dem fehlenden Selbstvertrauen das Alleinsein nicht ertragen konntest. So ergibt das für mich ein stimmiges Gesamtbild.
Und für die MPU heißt das dann, dass du erklären musst, wie du heute anders mit einem Alleinsein (was einen ja theoretisch jederzeit treffen kann) umgehen würdest, warum es heute nicht mehr so eine übermäßige Belastung sein würde.


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~Radfahrer~
Beitrag 27.02.2015, 08:19
Beitrag #303


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Zitat (Lars @ 27.02.2015, 07:00) *
Irgendwie missverstehst du Kai und Lottes Beiträge.

Glaube mir, dass ich das nicht mit Absicht mache.

Zitat (Lars @ 27.02.2015, 07:00) *
Wo schreiben sie, dass du nur rausgegangen bist, um trinken zu können?

Bei mir kommt es so an, dass es darauf hinausläuft und ich sitze hier und fange an mir einzureden, dass ich nicht ein(en) Problem(atischen Umgang) mit Alkohol hatte, sondern schon eine Alkoholsucht.

Zitat (Lars @ 27.02.2015, 07:00) *
Was sie dir eigentlich sagen wollen ist doch etwas völlig anderes und ich teile ihre Einschätzung:
Du hast getrunken, weil du wegen deiner inneren Unsicherheit und dem fehlenden Selbstvertrauen das Alleinsein nicht ertragen konntest. So ergibt das für mich ein stimmiges Gesamtbild.

So in der Art habe ich das ja schon verstanden. Die letzten Posts haben mich wohl wieder zu sehr verunsichert.

Zitat (Lars @ 27.02.2015, 07:00) *
Und für die MPU heißt das dann, dass du erklären musst, wie du heute anders mit einem Alleinsein (was einen ja theoretisch jederzeit treffen kann) umgehen würdest, warum es heute nicht mehr so eine übermäßige Belastung sein würde.

Das wird wahrscheinlich noch schwieriger als das Finden des Motivs...

Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 27.02.2015, 08:23
Beitrag #304


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Hallo Radfahrer,

in Deinen Beiträgen 288 und 290 stecken Deine Motive klar und deutlich drin.
Mit Deinen Antworten auf meinen Fragen konntest Du gut erklären, wie sich Dein mangelndes Selbstbewusstsein entwickelte, daraus resultierend eine Form von Unsicherheiten. Hinter meinem Vorschlag, ob Du nun die Frage 12 beantwortet möchtest, lag der Gedanke, ob es Dir selbst umfassend klar und deutlich wird, wer und was Du bist, warum Du Dich in verschiedenen Situationen so verhältst, wie Du es eben nun mal tust.

Gut Du hast gesagt, Du hattest auch getrunken, wenn Du mit Freunden, oder auch mit Freundin ausgegangen bist. Da mag das Thema allein sein nicht die tragende Rolle spielen, denn Du warst ja unter vertrauten Personen, aber das mangelnde Selbstbewusstsein und die Unsicherheiten mögen auch da ausschlaggebend gewesen sein. Erkenntlich nicht locker lassen zu können, etc.

Du bist aber auch, wenn Du keine Beziehung hattest alleine ausgegangen. (Weil kein anderer Zeit hatte?) Um nicht allein zu hause zu sein, und um Frauen kennenzulernen.


Du beschreibst Deine Erziehung, die Du erhalten, hast ziemlich gut, wie die Unsicherheiten entstanden sind, aber auch die Überbehütung von Deiner Mama kommt klar durch. Auch hast Du ja sehr lange daheim noch gewohnt.




Zitat (~Radfahrer~ @ 20.02.2015, 14:20) *
Zitat (Lotte 2 @ 20.02.2015, 08:44) *
Heute bist Du wieder in einer Beziehung.
Wie fühlst Du Dich, wenn Du eine Beziehung / Partnerschaft hast? Was gibt Dir Deine Freundin?
Wie hast Du Dich in den Zeiten ohne Freundin gefühlt? Was hat Dir gefehlt?

Eine Beziehung gibt mir das Gefühl von Verantwortung, wenn man sich gegenseitig um die alltäglichen Sachen und Sorgen kümmert. Man will es gut machen, damit man dem anderen eine Hilfe ist.
Was meinem Selbstbewußtsein wiederum ganz gut tut, glaube ich.
Wenn ich alleine war, hatte ich nur die Verantwortung für mich selbst. Ich konnte tun und lassen was ich wollte. Ich fand das nicht schlimm, aber worin das endet, sieht man ja.

Anscheinend brauche ich also eine "Aufgabe".

Ja Du machst in der Beziehung viel, willst Deine Sache gut machen, Verantwortung übernehmen, dass gleicht den Mangel an Selbstbewusstsein aus. Du bekommst von Deiner Freundin Anerkennung, welche Du von Deinem Vater nicht bekommen hattest. Das bestätigt Dich - Du bist wer, kannst was.

Wenn Du alleine bist fehlt Dir die Anerkennung. Also suchst Du nach einer Partnerin, um nicht mehr allein sein zu müssen, damit sie Deine fehlende Seite ergänzt. Verstehst Du nun,auf was wir rauswollen, wo wir den Punkt des Alleinseins sehen?

Wichtig für die Vermeidungsstrategie ist zu sehen und zu lernen, wie Du Dir selbst diese Anerkennung gibst, damit Du sie nicht mehr nur von außen einholen musst. Wie Du auch für Dich selbst Verantwortung lebst, damit Du sie nicht nur durch andere leben musst.

Liebe Grüße
Lotte


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~Radfahrer~
Beitrag 02.03.2015, 07:37
Beitrag #305


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Hallo Lotte,

ja, inzwischen habe ich es verstanden, was und wie ihr es gemeint habt.
Es war nicht ganz leicht einzusehen, welche Probleme ich mit dem Alleinsein habe. Wie gesagt, ich dachte immer, ich könnte mich "sehr gut alleine beschäftigen".


Tja, was soll ich also machen, um mir selbst mehr Anerkennung zukommen zu lassen?
Kurz nach der TF habe ich mich beim Krafttraining angemeldet. Seitdem habe ich wieder ein besseres Körpergefühl, aber die Anerkennung kam doch eher von außen.
Durch mein für Männer etwas ungewöhnliches Hobby, dem Nähen, und meine "Erfindung" der Monstkottchen bin ich zwischendurch auch mal in den lokalen Medien bekannt geworden. Das hat mich schon etwas stolz gemacht. Aber soetwas im halbjahrigen Rythmus zu wiederholen wird schwierig...
Das nächste Projekt, für das ich mir selbst Anerkennung geben würde, ist wohl die Renovierung des Hauses und die Gestaltung des Gartens.

Mir fallen da noch viele weitere zukünftige Projekte ein, aber wenn ich länger darüber nachdenke, ist mir im Endeffekt doch immer die Anerkennung anderer dafür nicht unerheblich.

Was eignet sich also, um sich selbst ausreichend Anerkennung zu geben?

Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 02.03.2015, 08:25
Beitrag #306


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Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 02.03.2015, 07:37) *
Was eignet sich also, um sich selbst ausreichend Anerkennung zu geben?

Es geht nicht um einzelne Sachen, wie zb Deine große Leistung mit Deinem Monstkottchen, sondern es geht um Deine innere Haltung, so dass Du in der Lage bist, es tun zu können. Dann wirst Du auch bei kleinen alltäglichen Dingen Dir selbst Anerkennung (auch Selbstverantwortung, Selbstliebe) geben können.

Und diese innere Haltung hat viel mit dem Selbstwertgefühl zu tun. Du musst Dich noch genauer hinterfragen, anlehnend an die besagten Beiträge, warum nicht nur das Selbstbewusstsein schwach entwickelt ist, sondern welch großen Einfluss es auch auf Deinen Selbstwert hatte, welche Verhaltensmuster Du durch Deine früheren Erfahrungen (Vater, Fussball etc) entwickelt hattest, worin sich Deine Wesen- und Charakterzüge zeigen. Schau heute als Erwachsener auf die Dinge, die Dich als Kind prägten. Was und warum haben bestimmte Dinge mit Dir etwas gemacht, so dass Du zu dem geworden bist, was Du heute bist.......

Zitat (~Radfahrer~ @ 20.02.2015, 14:20) *
Ich halte mein Selbstbewußtsein nicht für sonderlich ausgeprägt. Ich stelle mein Licht gerne unter den Scheffel, suche aber dann trotzdem oft nach Anerkennung für meine "Taten".
Mein Auftreten ist, jedenfalls in Situationen, in denen es darauf ankommt, auch unterirdisch. Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit ist nicht mein Ding.
Und selbst bei Situationen, in denen ich sicher auftreten könnte, z.B. in Bewerbungsgesprächen, die nur noch der Form halber stattfinden, stammel ich rum und schwitze Hemd und Jackett durch.
Genauso geht es mir in Mitarbeitergesprächen. Ich weiß, dass ich in der Firma sehr beliebt bin / weil ich / und / eine gute Arbeit mache, trotzdem sitze ich da immer eingeschüchtert und ängstlich.
Das war auch schon mehrmals Thema in so einem Gespräch. Ich solle selbstbewußter auftreten.

So zieht sich das dann in die Clubs. Tagsüber weiß ich mir zu helfen, kenne meistens die Leute, mit denen ich arbeiten muss und kann gelerntes anwenden.
Abends fällt das irgendwie flach...


.........zb als Vergleich, wenn Du vor dem Chef, oder Mitarbeiter etc sprechen musst. Warum bist Du da blockiert? Was hemmt Dich daran? Warum stellst Du Dein Licht eher unter den Scheffel? Du weißt Du bist beliebt, und machst gute Arbeit und dennoch bist Du unfrei. Vielleicht weil Du als Kind dachtest manches gut gemacht zu haben, Du Dir damals selbst Anerkennung geben konntest, aber dann hat Dein Vater es zu Nichte gemacht hat? Hatte Dein Vater immer Recht damit? .......usw


Sorry, ich weiß nicht, wie ich es genauer zum Ausdruck bringen kann. Vielleicht hilft es Dir dennoch? Du kannst auch gerne Nachfragen stellen, wenn es Dir nicht klar ist. Vielleicht hilft es Dir auch weiter, bevor Du in die Vermeidungsstratgie / Verhaltensänderung gehst - diese inneren Motive klarer zum Ausdruck zu bringen, zb die Frage 12 tiefgründig beantwortest.



Liebe Grüße
Lotte


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Kai R.
Beitrag 02.03.2015, 10:46
Beitrag #307


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vor allem musst Du Dir selbst wichtig sein, Dich schätzen und Dich so akzeptieren, wie Du bist. Dazu gehört, sich auch an kleinen Dingen zu freuen.

Ist Dir das Wort "Achtsamkeit" mal untergekommen: http://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeit? Vielleicht kannst Du damit etwas anfangen.


--------------------
Grüße

Kai

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~Radfahrer~
Beitrag 02.03.2015, 13:30
Beitrag #308


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Hallo Kai

Zitat (Kai R. @ 02.03.2015, 10:46) *
Ist Dir das Wort "Achtsamkeit" mal untergekommen?

Ja, ich habe mir in den letzten 3 Jahren mehrere Hörbücher, z.B. Jack Kornfields "Das weise Herz" und von Thich Nhat Hanh "Das Wunder der Achtsamkeit" zugelegt. Aber eher zufällig, weil mir das in einer Fernsehserie untergekommen ist, nicht weil ich da eine "Problemlösung" für mich sah. Es ist halt wunderbar beruhigend, wenn man da zuhört smile.gif

@Lotte: Klar hilft mir das. Sehr. Ich werde sobald wie für mich möglich meine Antwort auf Frage 12 posten.


Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 02.03.2015, 14:39
Beitrag #309


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Lieber Kai

Zitat (Kai R. @ 02.03.2015, 10:46) *
vor allem musst Du Dir selbst wichtig sein, Dich schätzen und Dich so akzeptieren, wie Du bist. Dazu gehört, sich auch an kleinen Dingen zu freuen.

Du bist ein Herzstück - genau das Wort Akzeptanz hatte mir heute morgen für meinen weiteren Gedankengang gefehlt.



Hallo Radfahrer,

Akzeptanz meint auch "sich Annehmen können" mit allen Fehlern, Stärken und Schwächen.

zb zu Deinem Beispiel - wenn Du vor dem Chef und Mitarbeitern sprichst - da bist Du, so vermute ich, Dir sehr unsicher (obwohl Du weißt beliebt zu sein, gut zu sein - aus Sicht der Anderen) bekommst Schweißaussprüche und Schwierigkeiten mit der Sprache. Stehe doch zu Deinen Ängsten und Unsicherheiten, sei doch einfach das was Du bist - das bedeutet "sich Annehmen können, sich selbst akzeptieren können." Das Schöne dabei ist - ratz fatz wandelt sich die Angst und wird zu einer inneren Ruhe und Gelassenheit.......und weiter führend gibt es Selbstsicherheit.......So wird aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke.


Liebe Grüße
Lotte



Edit - der aktuelle Spruch auf meinen Kalender (lach den ich vor dem Kochen erst herblätterte) passend für Dich:
Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
(Wilhelm Busch)

die kleinen Dinge sind die, die das Leben bereichern - die anhaltend Kraft und Stärke schenken - eben dann auch das Glück bescheren.



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~Radfahrer~
Beitrag 02.03.2015, 18:10
Beitrag #310


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:-)

So, es muss aber auch in anderen Bereichen der Vorbereitung weiter gehen, daher mal eine andere Frage:


Ich war gerade bei meiner Hausärztin, bzw. in ihrer Praxis, denn da war heute noch eine ganze andere. Das fand ich schon wieder nicht so toll...
Jedenfalls habe ich mir für nächste Woche und nächsten Monat schon mal Termine für eine Blutabnahme geben lassen, um die Leberwerte nachweisen zu können.

Sie fragte mich, ob ich ein Formular oder soetwas hätte. Ab und zu würden die Leute soetwas mitbringen. Ich sagte ihr, dass ich noch nicht bei der FSSt war und die FE beantragt und deshalb auch noch kein MPI hätte.
Muss ich auf irgendwelche Formalien achten, damit die Werte bei der MPU überhaupt irgendetwas wert sind? Und welche Werte müssen es ganz bestimmt sein? Ich komme mit G(amma)GT, GOT und GPT immer durcheinander.
Dazu kommt ja auch noch MCV etc...

Wäre schön, wenn das jemand beantworten könnte, denn wenn es schon mal jemand getan hat, ich finde es nun selbst in meinen 7 Seiten nicht mehr.

Schöne Grüße
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Kai R.
Beitrag 02.03.2015, 18:26
Beitrag #311


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FAQ: Wissenswertes über Leberwerte

Im Grunde reicht einmal, bei der MPU werden sie auch noch mal genommen.


--------------------
Grüße

Kai

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~Radfahrer~
Beitrag 03.03.2015, 05:13
Beitrag #312


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Guten Morgääähn... und danke für den Link.

Hm... Also ich war ja im Februar noch mal bei einem Info-Abend eines MPIs und konnte wenigstens kurz meinen Fall schildern. Da meinte der Gutachter (Supervisor der Begutachtungsstelle), dass ich, wenn es halt "schnell" gehen soll (in Bezug auf meinen Umzug Mitte Mai), als Nachweis dann halt eine Haaranalyse machen lassen sollte und dann noch ein paar Leberwerte mitbringen soll.
Bei "paar" bin ich davon ausgegangen, dass er mehrere Ergebnisse meint und nicht nur mehrere Werte...

Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 03.03.2015, 06:52
Beitrag #313


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Guten Morgen Radfahrer,

wenn Deine Leberwerte in Ordnung sind, dh alle Werte (GGT, GOT, GPT) im Normbereich liegen, dann reichen einmalige Werte. Wie Kai schon sagte bei der MPU wird Dir erneut Blut abgenommen und die Werte untersucht.

Das Kriterium A 3.3. K Indikator 15 besagt, dass eine ggf durchgeführte Haaranalyse keinen Befund ergeben soll. dh. (so verstehe ich es) es ist keine Pflicht das Ergebnis einer Haaranalyse zur MPU mitzubringen, sondern der GA kann diese ggf veranlassen.

Zitat (~Radfahrer~ @ 02.03.2015, 18:10) *
Muss ich auf irgendwelche Formalien achten, damit die Werte bei der MPU überhaupt irgendetwas wert sind?

Nein.

Liebe Grüße
Lotte


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~Radfahrer~
Beitrag 03.03.2015, 14:27
Beitrag #314


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So, ich konnte gerade eine Stunde Fahrrad fahren, dabei blies mir der Wind um die Nase und hat den Kopf frei gemacht: Dann habe ich es nämlich doch an dem Abend richtig verstanden...

OK, wie gesagt, ich war am 11.02. bei dem Info-Abend, der Supervisor hat gesagt, ich solle ein paar Leberwerte mitbringen und dann könnte man am Tag der MPU oder kurz davor noch eine HA machen.
In der Woche danach hatte ich ein kostenloses Erstberatungsgespräch bei einem MPU-Vorbereiter, dessen Karte ich an dem Abend bekommen hatte.
(Daher war ich in den Tagen dazwischen auch so still hier, weil ich dachte, ich schaffe es trotz eurer Hilfe nicht, hinter meine Motive zu kommen. Zum Glück scheine ich ja jetzt doch dank eurer unermüdlichen Hilfe weiter gekommen zu sein.)

Der meinte dann, dass es ja Blödsinn wäre, erst Leberwerte mitzubringen und dann noch mal eine HA machen zu lassen, wäre ja doppelt gemoppelt. Also habe ich mich wieder "einschüchtern" lassen,
weil ich dachte, der wird ja wohl wissen wovon er spricht, als ehemaliger Gutachter...

Aber jetzt ergibt das ganze einen Sinn.

Vielen Dank mal wieder und schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 03.03.2015, 14:59
Beitrag #315


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Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 03.03.2015, 14:27) *
(Daher war ich in den Tagen dazwischen auch so still hier, weil ich dachte, ich schaffe es trotz eurer Hilfe nicht, hinter meine Motive zu kommen. Zum Glück scheine ich ja jetzt doch dank eurer unermüdlichen Hilfe weiter gekommen zu sein.)

Heidernei was bist Du für ein ungeduldiger Knochen. Du hast doch erst angefangen wieder hier zu schreiben, um Deine Aufarbeitung anzugehen. Was erwartest Du, insbesondere Dir selbst gegenüber? Mit meinen Augen gesehen sind wir sehr rasch bei Deinen Motiven angelangt, es gilt diese nur noch auszuarbeiten, evtl sie noch tiefer anzusehen und daraus die Vermeidungsstrategien zu entwickeln.

Sag mal bist Du allgemein so ein ungeduldiger Knochen - ähm um weiter in diesem unverblühmten Deutsch zu bleiben, möchtest Du gerne den Zaunpfahl brechen, bevor die notwendige Zeit ein Ergebnis zeigen kann? -Dies meint - bist Du allgemein ein ungeduldiger Mensch? Warum bist Du dieser, woher kommt das?

Ich gebe Dir noch einen schönen Spruch mit auf Deinen Weg:
Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.
Marie von Ebner-Eschenbach.


Zitat
So, ich konnte gerade eine Stunde Fahrrad fahren, dabei blies mir der Wind um die Nase und hat den Kopf frei gemacht

Du solltest öfter Fahrrad fahren

Liebe Grüße
Lotte


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~Radfahrer~
Beitrag 03.03.2015, 16:21
Beitrag #316


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passt schon mit Knochen smile.gif Und der Spruch ist schön.

Ich denke, ich erwarte immer viel von mir selbst. Manchmal vielleicht zu viel?!?

Ich habe in diesem Fall keine Ahnung, wie schnell es gehen kann/soll/könnte/muss. Daher dränge ich mich selbst etwas. Zudem habe ich nun auch von außen einen gewissen "Zeitdruck".
Mein Chef weiß schon seit langem, dass ich die FE abgeben musste. Nun habe ich ihm vorletzte Woche gesagt, dass wir Ende Mai aufs Land ziehen und ich dann ohne FE ein Problem habe, zum Frühdienst um 4:40 Uhr zu erscheinen.
Er fragte, wie lange das dauern soll und ich habe mir in dem Moment quasi das "Ultimatum" Ende September gegeben. So lange unterstützt er mich nun und hat den Disponenten gebeten, mich möglichst in dem Zeitraum aus den Frühdiensten raus zu nehmen.
Soviel dazu...

Ich ärgere mich halt gerade auch über mich selbst, dass ich, wie ihr auf der vorherigen Seite angemerkt habt, nach anfänglicher hoher Motivation dann durch vermeintliche Rückschläge so habe schleifen lassen, jetzt etwas in diesem Zeitdruck stecke.
Dabei würde ich mich viel lieber darüber freuen, dass wir gerade ein Haus gekauft haben, darin neue Projekte auf mich warten, ich endlich (wieder) einen Garten habe, Platz für eine Werkstatt einrichten kann, etc.
Stattdessen wache ich morgens auf und die Wolke MPU schwebt über mir...


Ich fahre quasi jeden Tag Fahrrad. Nur nicht immer eine Stunde lang wink.gif

In Anlehnung an die vorherigen Posts von Dir und Kai habe ich mich auch während der Fahrt an einen Satz aus dem Hörbuch von Jack Kornfield erinnert:
Zenmeister Shunryu Suzuki sagte einmal zu einem seiner Schüler: »Du bist vollkommen so, wie du bist. Aber natürlich ist da immer noch genug zu verbessern.«

Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 03.03.2015, 19:09
Beitrag #317


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Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 03.03.2015, 16:21) *
passt schon mit Knochen smile.gif

schön, dass Du es so annehmen kannst- ist doch so, dass dabei eine Gelassenheit bei Dir vorhanden ist?

Dazu eine Frage - Du weißt (Dein Beispiel mit Chef und Mitarbeiter) Du bist beliebt, kannst was - in den Augen der Anderen. Wie ist es, wenn diese Leute Kritik äußern? kannst Du damit umgehen? Haben die überhaupt eine Möglichkeit Kritik zu äußern, das meint - bist Du nahezu perfekt, so dass es kaum Kritikpunkte gibt?


Zitat
Ich denke, ich erwarte immer viel von mir selbst. Manchmal vielleicht zu viel?!?

Nun wir sind an dem Punkt angelangt, als ich meinte, ob Du die Motive mal zusammenfassen und die Frage 12 beantworten solltest - dabei erlaubte ich mir die Anmerkung - "sind diese schon fertig?" Du erinnerst Dich - ich bin zu faul das Zitat jetzt zu suchen.

Merkst Du, dass sich in dem Schreiben, durch Dein Öffnen sich gerade enorm viel tut? siehe erste Zitatanmerkung. Auch hier frage ich weiter: Ist es so, dass Du manchmal zuviel von Dir erwartest? Kannst Du auch mal 5 gerade sein lassen, oder muss immer alles perfekt gut und richtig sein? Inwieweit geht es in den Perfektionismus - 100% oder sogar noch darüber?


Zitat
Ich habe in diesem Fall keine Ahnung, wie schnell es gehen kann/soll/könnte/muss. Daher dränge ich mich selbst etwas. Zudem habe ich nun auch von außen einen gewissen "Zeitdruck".
Mein Chef weiß schon seit langem, dass ich die FE abgeben musste. Nun habe ich ihm vorletzte Woche gesagt, dass wir Ende Mai aufs Land ziehen und ich dann ohne FE ein Problem habe, zum Frühdienst um 4:40 Uhr zu erscheinen.
Er fragte, wie lange das dauern soll und ich habe mir in dem Moment quasi das "Ultimatum" Ende September gegeben.

Entschuldigung wenn es mich jetzt rofl1.gif weghaut. Wahrlich es liegt noch a bisserl Arbeit vor Dir. Heute ist laut meinem Kalender der 3.März. Du hast Zeit bis Ende September. Nach Adam Riese sind es knapp 7 Monate Zeitpuffer - und da zappelst Du jetzt schon mit Ungeduld, obwohl wir Deinen Motiven deutlich auf der Spur sind, sie immer klarer erscheinen? (Sorry, bitte verstehe mich nicht falsch - klar nehme ich Dich ernst!!)

Wo liegt Dein Problem? Was beinhaltet Deine Form von Ungeduld? Ist es die Angst es nicht schaffen zu können oder nicht eher das Ding, alles schleifen lassen zu wollen, so wie Du es vor Deinem Zurückkommen getan hast? Warum hast Du es nicht gleich durchgezogen. Dein Threadtitel lautet ja: „was kann ich jetzt schon tun“. Das ist ein Titel, der Tatendrang vermuten lässt.

So hattest Du (das hole ich mir nur aus der Erinnerung zurück, wie gesagt, ich habe das Alte nicht mehr gelesen) auch angefangen - und dann schleifen gelassen - Warum? Kann es sein, dass da auch ein Ding in Dir drin liegt, manch Dingen, die schwierig erscheinen aus dem Weg gehen zu wollen, da Du sie augenscheinlich nicht perfekt hinbekommen kannst? Oder woran lag es? Den Punkt Du brauchtest den Schein nicht, kaufe ich Dir nicht ab.



Zitat
Dabei würde ich mich viel lieber darüber freuen, dass wir gerade ein Haus gekauft haben, darin neue Projekte auf mich warten, ich endlich (wieder) einen Garten habe, Platz für eine Werkstatt einrichten kann, etc.Stattdessen wache ich morgens auf und die Wolke MPU schwebt über mir...

Na das kannst und darfst Du doch trotzdem tun, oder nicht? Was hindert Dich daran? Was blockiert? Was lähmt Dich? Bis Ende Mai fließt noch viel Wasser den Fluss runter - und Du hast jetzt schon Panik etwas nicht gebacken zu bekommen - warum? Ist es dieser Perfektionismus, Du kannst, darfst nicht, da Du leisten musst, oder eher die Angst sich zu verkriechen, ich mache es nicht? Ich traue mich nicht? Ich versage?



Du musst nicht auf jede einzelne Frage in diesem Beitrag antworten. Ich hoffe, Du erkennst um was es gerade geht?
Perfektionismus und Ungeduld - Du musst leisten?
dem Gegenüber steht - klein bei geben, Angst und Unsicherheit - es nicht schaffen zu können?
Siehst Du auch in beiden den Zusammenhang zum Selbstbewusstsein, Selbstliebe, Selbstwert?

(Zu diesen Punkten kannst Du Dir dann auch die Deckelung was ein Partner mit diesen Geschichten in Dir verändert ansehen? Ist ein Partner so wichtig, weil Du dann nicht alleine da stehst, da Du über ihn die Anerkennung und auch die Stäke bekommst Schwierigkeiten zu überstehen? (die Schwierigkeiten, der mütterliche Anteil?)


Vergleiche auch hierzu das Aktuelle aus Deinem vorherigen Beitrag bezüglich der Aussage MPU Beratung: "Da hast Du Dich mal wieder verunsichern lassen". (das kam vor kurzem schon mal in Deinem Thread vor, als Du auf den Beitrag von @Lars geantwortet hast.

Ich gebe Dir zwei goldenen Worte mit auf dem Weg - Worte von Cornelius: "Du musst machen, und lasse Dich nicht verunsichern". Und die goldene Worte, die Dir Kai in Deinem Thread schon ähnlich selbst sagte : "Sei doch einfach das was Du bist."


Vielleicht war es wirklich ganz gut und sinnreich die Frage 12 noch nicht beantwortet zu habe. Kannst Du das obig gesagte hinterfragen, beleuchten und evtl als tiefere Motiverkennung für Dich deuten, oder bin ich auf einem Holzweg?




Zitat
Ich fahre quasi jeden Tag Fahrrad. Nur nicht immer eine Stunde lang wink.gif

Wie lange fährst Du täglich Rad? Ist es, weil Du es tun musst wegen mangelnden FS? Oder weil Du es möchtest? Und warum dann keine Stunde lang, wenn Du weißt, es tut Dir gut?

Fährst Du schon immer viel Rad, oder ist es eher ein neueres Ding - so dass es eine bereits gewonnene Verhaltensänderung darstellen könnte?



Zitat
Zenmeister Shunryu Suzuki sagte einmal zu einem seiner Schüler: »Du bist vollkommen so, wie du bist. Aber natürlich ist da immer noch genug zu verbessern.«

Den ersten Teil von dem Satz finde ich gut. Das „Aber“ in dem zweiten Satz gibt mir einen sehr bitteren Beigeschmack. Wurde das wirklich so gesagt? Hast Du diese Sätze wirklich richtig verstanden bzw wahr genommen?


Liebe Grüße
Lotte



Edit:
Mein Meister schenke mir den Satz: "Wertvoll bis Du so wie Du bist!"
Ich ergänzte diesen, nachdem ich ihn verdaut und annehmen konnte: "und das zu jederzeit"

Der Beitrag wurde von Lotte 2 bearbeitet: 03.03.2015, 20:05


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Beitrag 04.03.2015, 19:50
Beitrag #318


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An "Spitznamen" finde ich nichts verwerflich, solange sie passend sind wink.gif

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Wie ist es, wenn diese Leute Kritik äußern? kannst Du damit umgehen? Haben die überhaupt eine Möglichkeit Kritik zu äußern, das meint - bist Du nahezu perfekt,
so dass es kaum Kritikpunkte gibt?

Nein, perfekt bin ich bestimmt nicht. Ich mache auch Fehler, aber versuche sie zu vermeiden. Ist doch normal. Im Gegensatz zu manchen Kollegen/Kolleginnen wird das bei mir aber schnell abgetan.
Auch vielleicht weil ich da sehr offen bin und Fehler ohne Umschweife zugebe und nicht nach Ausreden suche. Wenn ich einen Fehler mache, dann hören das zu Spitzenzeiten halt auch rund eine Million Leute smile.gif
Leugnen zwecklos. Außerdem nimmt durch unsere Fehler nichts und niemand Schaden oder Schlimmeres. Nur untereinander wird dann halt "gemurrt".

Ich kann mit Kritik umgehen, solange sie (in meinen Augen) gerechtfertigt ist. Wenn sie das nicht ist, kann ich auch sauer werden bzw. eingeschnappt sein. Das betraf oft meine Zeit als Torwart.
Ich habe dann auch einfach mal nach einem verlorenen Spiel alle Klamotten in der Kabine liegen lassen und bin nie wieder dort hin gegangen. Das war mein letztes Spiel in einer Vereins-Mannschaft.

Das Blöde an Kritik ist, jeder hält seine geäußerte für gerechtfertigt...

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Merkst Du, dass sich in dem Schreiben, durch Dein Öffnen sich gerade enorm viel tut? siehe erste Zitatanmerkung.
Auch hier frage ich weiter: Ist es so, dass Du manchmal zuviel von Dir erwartest?
Kannst Du auch mal 5 gerade sein lassen, oder muss immer alles perfekt gut und richtig sein?
Inwieweit geht es in den Perfektionismus - 100% oder sogar noch darüber?

Ja, merke ich. Ich sehe der Sache positiver entgegen, weil auch meine innere Unruhe, dass ich das Motiv nicht finde, wenigstens nachgelassen hat.
Ich versuche immer mein bestes zu geben, aber ich weiß, dass Perfektion nicht immer möglich ist, manchmal bleibt auch nicht die Zeit dafür. Daher lasse ich zumindest manchmal 3-4 gerade sein wink.gif

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Entschuldigung wenn es mich jetzt rofl1.gif weghaut. Wahrlich es liegt noch a bisserl Arbeit vor Dir. Heute ist laut meinem Kalender der 3.März.
Du hast Zeit bis Ende September. Nach Adam Riese sind es knapp 7 Monate Zeitpuffer - und da zappelst Du jetzt schon mit Ungeduld, obwohl wir Deinen Motiven deutlich auf der Spur sind, sie immer klarer erscheinen? (Sorry, bitte verstehe mich nicht falsch - klar nehme ich Dich ernst!!)

Wo liegt Dein Problem? Was beinhaltet Deine Form von Ungeduld?
Ist es die Angst es nicht schaffen zu können oder nicht eher das Ding, alles schleifen lassen zu wollen, so wie Du es vor Deinem Zurückkommen getan hast?
Warum hast Du es nicht gleich durchgezogen. Dein Threadtitel lautet ja: „was kann ich jetzt schon tun“. Das ist ein Titel, der Tatendrang vermuten lässt.

So hattest Du (das hole ich mir nur aus der Erinnerung zurück, wie gesagt, ich habe das Alte nicht mehr gelesen) auch angefangen - und dann schleifen gelassen - Warum?
Kann es sein, dass da auch ein Ding in Dir drin liegt, manch Dingen, die schwierig erscheinen aus dem Weg gehen zu wollen,
da Du sie augenscheinlich nicht perfekt hinbekommen kannst? Oder woran lag es? Den Punkt Du brauchtest den Schein nicht, kaufe ich Dir nicht ab.

Kein Problem smile.gif Ich habe halt auch mit Zeiten für Nachweise sammeln und so gerechnet. Ich bin schon froh, dass ich nicht einen früheren Monat genannt habe.
Das Gespräch mit meinem Chef sollte eigentlich nach meinen Vorstellungen in Ruhe und "seelisch vorbereitet" in seinem Büro stattfinden. Als ich ihn auf dem Flur traf und sagte, dass ich in den nächsten Tagen einen kurzen Termin
bei ihm bräuchte, nahm er mich einfach mit in den Innenhof um zu rauchen, dabei musste ich dann meine Bitte vortragen. Ich muss nicht beschreiben, wie dieser Moment für mich war, oder?

Meine Ungeduld bruht darauf, dass ich keine Vorstellung habe, wie lange das alles dauern kann. Ich war Montag (02.03. ) beim Arzt und die geben mir einen Termin für die Blutabnahme am 13. März und einen Besprechungstermin für den 17. April! 1,5 Monate für einen läppischen Bluttest... Soetwas macht mich kirre...

Klar habe ich Angst davor es nicht zu schaffen. Ich empfände es als persönliche Niederlage. Und was käme danach? Ein halbes Jahr AB-Nachweise sammeln?
Dann ist quasi schon 2016. Ich mache mir schon Sorgen über die Folgen dieser möglichen Niederlage.
Und ich weiß, dass ich eine bequeme Couchpotatoe bin, wenn es auch ohne Mühe gehen kann. Dann gehe ich den Weg des geringsten Widerstandes. Das hast Du beides vollkommen richtig erkannt.

Ich verlange von mir das beste zu geben, das verlange ich aber auch von meinem Gegenüber. Wenn ich merke oder annehmen kann, dass derjenige nicht "mitspielt", schraube ich meine Erwartungen zurück.
Anfangs war ich ja noch unsicher, welchen weiteren Umgang ich mit Alkohol pfelgen will, habe mich über AN informiert und festgestellt, dass das eine teure Sache ist. Dabei habe ich aber auch erfahren, dass es nun trotz Sichtkontrolle
nicht so schwierig ist, dabei zu besch...en, wenn man z.B. merkt, dass man immer nur Montags angerufen wird, damit man Dienstags antreten muss. Ich weiß, das klingt komisch, manche würden sich freuen, wenn sie wüßten, man kann beschuppsen, mir verdirbt das eher das "Spiel".
Aprospros Spiel: wie Du dir sicher denken kannst, bin ich ein ziemlich schlechter Verlierer. Nachdem ich z.B. mal eine Partie RISIKO durch einen eigenen Fehler verloren habe, habe ich mich eine halbe Stunde heulend auf dem Klo eingeschlossen. OK, da war ich 11 oder 12. Nur mal so am Rande...

Dass ich den Schein die letzten 3 Jahre nicht brauchte entspricht der Wahrheit. Ich wohne direkt in der City einer Großstadt, kann mit dem Fahrrad alle Ziele bequem und oft schneller erreichen und alles weitere mit den Öffis.
Ich habe meine FE erst mit 23,5 Jahren gemacht, hatte nie ein eigenes Auto und bin laut meines Freundeskreises ein miserabler Autofahrer gewesen. Mein Vater hat mich nie irgendwo abgeholt, die Fahrten am WE für Fußball waren ihm genug, meine Mutter hat keine FE, daher kenne ich es von kleinauf nicht anders, als zu Fuß, mit dem Rad oder Bus und Bahn mein Ziel zu erreichen. Zudem hat meine Freundin ja für den "Notfall" die FE.

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Na das kannst und darfst Du doch trotzdem tun, oder nicht? Was hindert Dich daran? Was blockiert? Was lähmt Dich?
Bis Ende Mai fließt noch viel Wasser den Fluss runter - und Du hast jetzt schon Panik etwas nicht gebacken zu bekommen - warum?
Ist es dieser Perfektionismus, Du kannst, darfst nicht, da Du leisten musst, oder eher die Angst sich zu verkriechen, ich mache es nicht?
Ich traue mich nicht? Ich versage?

Es ist eher das Versagen. Verkriechen kann ich mich nicht. Das weiß ich. Ich kann zwar nicht meinen Job verlieren, da ich dafür die FE nicht brauche, aber ich würde halt über kurz oder lang zur Belastung anderer. z.B. für meine Freundin.
Es ist etwas anderes, ob ich sie ab und zu mal "ausnutze" und sie uns dann zu unseren Freunden fahren muss, oder ob sie mich 2-3 mal pro Monat an jeweils 2 Tagen um 4 Uhr früh zum Dienst fahren muss. Und das blockiert mich.
Ich bin lieber unabhängig (abgesehen von der Verbindung einer Beziehung). Ich leihe mir äußerst ungern Sachen von Freunden oder Bekannten, egal ob Bücher, CDs oder Werkzeug etc, ich kaufe es mir lieber selbst. Ich kriege schon die Krise,
wenn die Telekom bei Tarifen ihre Router als Leihgeräte mit Gebühr pro Monat ausgibt. Einzig bei einer Bibliothek kann ich das ohne Probleme akzeptieren, daran hab ich allerdings auch gute Kindheitserinnerungen.

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Perfektionismus und Ungeduld - Du musst leisten?
dem Gegenüber steht - klein bei geben, Angst und Unsicherheit - es nicht schaffen zu können?
Siehst Du auch in beiden den Zusammenhang zum Selbstbewusstsein, Selbstliebe, Selbstwert?

Ich muss eine für mich äußerst schwierige und unangenehme Situation meistern. Ich kann dem nicht aus dem Weg gehen. Dabei geht es nicht nur um meine FE sondern auch um meine Selbstachtung.
Ich weiß allerdings, dass ich im Falle eines Misserfolges sehr geknickt sein werde.

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
(Zu diesen Punkten kannst Du Dir dann auch die Deckelung was ein Partner mit diesen Geschichten in Dir verändert ansehen? Ist ein Partner so wichtig, weil Du dann nicht alleine da stehst, da Du über ihn die Anerkennung und auch die Stäke bekommst Schwierigkeiten zu überstehen? (die Schwierigkeiten, der mütterliche Anteil?)

Die Beziehung gibt mir auf jeden Fall Halt. Ich komme durch die Nähe zu einer Person auch schneller an Anerkennung. Das klingt gerade nicht so toll für meine Freundin, oder? In dem Fall sehr egoistisch gedacht.

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Vergleiche auch hierzu das Aktuelle aus Deinem vorherigen Beitrag bezüglich der Aussage MPU Beratung: "Da hast Du Dich mal wieder verunsichern lassen". (das kam vor kurzem schon mal in Deinem Thread vor, als Du auf den Beitrag von @Lars geantwortet hast.

Das waren zwei unterschiedliche Sachen. Aber ja, ich bin leicht zu verunsichern. Auch davor habe ich bei der MPU Angst, dass mir das da passieren kann.
Bei Lars' habe ich mich selbst verunsichert, weil ich nicht richtig verstanden habe, worauf das ganze hinausläuft.
Beim Beratungsgespräch, weil ich davon ausgegangen bin, dass ich jemandem gegenüber sitze, der sein Handwerk versteht und nicht nur das Geld machen will. Zumal dieser Mann eine Empfehlung des Supervisors des MPIs war.
Ich weiß zwar, dass da auch immer mehrere Beratungsdienste genannt werden müssen, aber ich hatte schon gedacht, dass das etwas "ernsthafter" ist.
Mein Fehler war, dass er mich mit wenigen Fragen "ausgehebelt" hatte und meine Gedanken nur noch waren:"Himmel, wenn das bei der MPU so läuft und ich so dort auftrete, dauert das Gespräch keine 5 Minuten."

Ich muss mir immer vor Augen halten, dass der GA nicht mein Feind ist, sondern mir im besten Falle helfen will. Außerdem hat er mein Geld ja schon wink.gif

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Vielleicht war es wirklich ganz gut und sinnreich die Frage 12 noch nicht beantwortet zu habe. Kannst Du das obig gesagte hinterfragen, beleuchten und evtl als tiefere Motiverkennung für Dich deuten, oder bin ich auf einem Holzweg?

Ich denke, dass das alles mit einfließen kann und wird.

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Wie lange fährst Du täglich Rad? Ist es, weil Du es tun musst wegen mangelnden FS? Oder weil Du es möchtest? Und warum dann keine Stunde lang, wenn Du weißt, es tut Dir gut?

Fährst Du schon immer viel Rad, oder ist es eher ein neueres Ding - so dass es eine bereits gewonnene Verhaltensänderung darstellen könnte?

Das tägliche ist der Weg hin und zurück zur Arbeit von ca 15 Minuten. Dann zum Sport, das sind auch jeweils nur 10 Minuten pro Weg. Wie gesagt, in der Stadt ist es einfacher als mit dem Auto, ich habe sogar einen Anhänger fürs Rad, fahre also auch größere Mengen einkaufen oder zum Baumarkt.

Ja, ich bin als Kind schon viel Rad gefahren. Das ist nichts neues.
Es ist auf jeden Fall aber ein gutes Mittel zum Abreagieren/Entspannen für mich. Es ist schon öfter vorgekommen, dass ich mich angefressen aufs Rad gesetzt habe und am Mittellandkanal entlanggeradelt bin, dabei landet man dann jeweils irgendwo, z.B. verbotenerweise auf einem Hafengelände und muss sich mal Gedanken machen, wie man hier jetzt still und heimlich wieder weg kommt oder man sieht einfach nur interessante Dinge. Das verdrängt dann die schlechten Gedanken. Auch haben meine Freundin und ich schon die ein oder andere Radtour gemacht. Das ist immer sehr schön. Demnächst werden das wohl bestimmt auch wieder mehr, so auf dem Land...

Zitat (Lotte 2 @ 03.03.2015, 19:09) *
Zitat
Zenmeister Shunryu Suzuki sagte einmal zu einem seiner Schüler: »Du bist vollkommen so, wie du bist. Aber natürlich ist da immer noch genug zu verbessern.«

Den ersten Teil von dem Satz finde ich gut. Das „Aber“ in dem zweiten Satz gibt mir einen sehr bitteren Beigeschmack. Wurde das wirklich so gesagt? Hast Du diese Sätze wirklich richtig verstanden bzw wahr genommen?

Das Zitat ist nun aus dem Zusammenhang des Absatzes gerissen. Ob es wirklich so gesagt wurde, ob die Übersetzung korrekt ist, ist eine andere Sache. Jedenfalls steht es so im Buch. Das habe ich gegoogelt und es findet sich so als PDF-Leseprobe. Ich poste den Link jetzt hier mal nicht, ist aber mit copy&past bei Google schnell zu finden.

Und mein gefundener Spruch für heute:
Zweifel zerstört mehr Ideen als alle Fehler.

Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 09.03.2015, 08:52
Beitrag #319


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Hallo Radfahrer,


Ich habe hier mal ein paar Aussagen von Dir in zwei Zitatblöcken gesammelt, um sie gegenüber zu stellen.

Zitat (~Radfahrer~ @ 04.03.2015, 19:50) *
Nein, perfekt bin ich bestimmt nicht. Ich mache auch Fehler, aber versuche sie zu vermeiden. Ist doch normal. Im Gegensatz zu manchen Kollegen/Kolleginnen wird das bei mir aber schnell abgetan.

Ich versuche immer mein bestes zu geben, aber ich weiß, dass Perfektion nicht immer möglich ist, manchmal bleibt auch nicht die Zeit dafür.

Ich verlange von mir das beste zu geben, das verlange ich aber auch von meinem Gegenüber. Wenn ich merke oder annehmen kann, dass derjenige nicht "mitspielt", schraube ich meine Erwartungen zurück.

Ok - Du sagst, Du bist kein Perfektionist. Dennoch klingt für mich schon durch, dass Du alles so gut wie möglich machen möchtest, eben Dein Bestes gibst. Fehler kannst Du Dir verzeihen.

Zitat
Ich habe dann auch einfach mal nach einem verlorenen Spiel alle Klamotten in der Kabine liegen lassen und bin nie wieder dort hin gegangen. Das war mein letztes Spiel in einer Vereins-Mannschaft.

Das Blöde an Kritik ist, jeder hält seine geäußerte für gerechtfertigt...

Aprospros Spiel: wie Du dir sicher denken kannst, bin ich ein ziemlich schlechter Verlierer. Nachdem ich z.B. mal eine Partie RISIKO durch einen eigenen Fehler verloren habe,

Dabei geht es nicht nur um meine FE sondern auch um meine Selbstachtung.
Ich weiß allerdings, dass ich im Falle eines Misserfolges sehr geknickt sein werde.

Wenn ich es aber mit diesen Worten vergleiche, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob Du Dich wirklich so wahr nimmst, wie Du bist.

Du brauchst vielleicht keine 100% (oder wie ein Perfektionist 150%) dennoch ist Dein Bestreben, wie mir scheint, schon möglichst alles gut und richtig zu machen. Bis zu einem bestimmten Grad ist das auch ok - doch wie weit geht Dein Grad? Zb wenn es nicht schnell genug geht, rotierst Du leicht?

Du sagst Fehler verzeihst Du Dir - aber so leicht, wie Du es im ersten Zitat dargestellt hast gelingt es Dir doch nicht?

Kann es sein, dass Du doch eine hohe Erwartungshaltung an Dich hast, die Du höchstwahrscheinlich i.d.R auch erfüllst, aber Dich dies trotzdem ziemlich angespannt sein lässt, durch eine Form von Leistungsdruck?

Vergleichen wir es, wenn Du allein in einen Club gegangen bist, da hattest Du geschrieben, der Alkohol hatte die Wirkung, dass Du locker lassen konntest. Die Erwartung war, mit anderen Menschen unkompliziert in ein Gespräch zu kommen, nicht alleine dazustehen.

Wenn Du den Alltag ansiehst, siehst Du parallelen zu den Clubbesuchen?




Zitat
Ich bin lieber unabhängig (abgesehen von der Verbindung einer Beziehung). Ich leihe mir äußerst ungern Sachen von Freunden oder Bekannten, egal ob Bücher, CDs oder Werkzeug etc, ich kaufe es mir lieber selbst.

Das verstehe ich nicht so ganz. Was hat Unabhängigkeit mit sich etwas ausleihen zu tun? Wenn der Leiher seine Sachen selbst braucht, dann kann man sie doch einfach zurückgeben, ggf zu einem späteren Zeitpunkt erneut leihen, oder nicht? Worin liegt das Problem geliehene Dinge zu haben?



Zitat
Die Beziehung gibt mir auf jeden Fall Halt. Ich komme durch die Nähe zu einer Person auch schneller an Anerkennung. Das klingt gerade nicht so toll für meine Freundin, oder? In dem Fall sehr egoistisch gedacht.

Nö, dass finde ich nicht egoistisch gedacht, solange auch Du Deiner Freundin die Anerkennung gibst, die sie für sich braucht. Dadurch ist vieles leichter, unbeschwerter. Wichtig ist aber, dass man diese Anerkennung auch in sich selbst spürt - eben wie bereits gesagt man auch in der Lage ist innere Anerkennung zu leben. Die äußere Anerkennung unterstützt das Selbstbewusstsein, die innere Anerkennung gibt das Selbstbewusstsein.


Zitat
Das verdrängt dann die schlechten Gedanken.

Ich frage mich immer noch warum Du Deine Fahrradfahrten auf die Notwendigkeiten als Fortbewegungsmittel beschränkst und es nicht als Hobby für Deine Entlastung machst.


Liebe Grüße
Lotte


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Beitrag 23.03.2015, 14:19
Beitrag #320


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Hallo Lotte und natürlich auch an alle anderen,

sorry für die Pause, wir hatten 2 Wochen Urlaub, in denen wir viel erledigt haben/erledigen mussten. Und wenn wir gemeinsam Urlaub haben, habe ich nicht die Zeit, mich mal für 2 Stunden an den PC zu setzen, meine Gedanken zu fokussieren und dann eine einigermaßen aussagekräftige Antwort geben zu können.
Aber jetzt muss ich wieder arbeiten und ich habe Zeit wink.gif


Zitat (Lotte 2 @ 09.03.2015, 08:52) *
Wenn ich es aber mit diesen Worten vergleiche, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob Du Dich wirklich so wahr nimmst, wie Du bist.

Wie Du es ein paar Posts zuvor gesagt hast, es verändert sich viel, es passiert viel. In mir. Ich lerne gerade viel über mich selbst.
Daher weiß ich irgendwie selbst nicht, ob ich mich so wahr nehme, wie ich wirklich bin, ob ich nur denke, dass ich so bin, oder mir wünsche, so zu sein.
Von außen betrachtet ist es sicher nochmal anders...


Zitat (Lotte 2 @ 09.03.2015, 08:52) *
Du brauchst vielleicht keine 100% (oder wie ein Perfektionist 150%) dennoch ist Dein Bestreben, wie mir scheint, schon möglichst alles gut und richtig zu machen. Bis zu einem bestimmten Grad ist das auch ok - doch wie weit geht Dein Grad? Zb wenn es nicht schnell genug geht, rotierst Du leicht?

Du sagst Fehler verzeihst Du Dir - aber so leicht, wie Du es im ersten Zitat dargestellt hast gelingt es Dir doch nicht?

Kann es sein, dass Du doch eine hohe Erwartungshaltung an Dich hast, die Du höchstwahrscheinlich i.d.R auch erfüllst, aber Dich dies trotzdem ziemlich angespannt sein lässt, durch eine Form von Leistungsdruck?

Ich versuche es mal in Form eines kürzlich erlebten Beispiels darzustellen. Vielleicht lässt das tiefer blicken als eine "theoretische" Antwort:

Wir saßen bei der Familie meiner Freundin und im Moment drehen sich halt viele Gespräche um unser gekauftes Haus. Ich möchte viel selber machen,
traue mir die Renovierung der Räume auch durchaus zu. Von einem Teil der Verwandtschaft wurden aber nur Probleme aufgezählt, die mich erwarten
könnten, was alles nicht klappen könnte, wie schwierig das sein könnte, etc, also viele negative Gedanken. Dazu kamen dann leider auch noch Aussagen
meiner Freundin, die von den handwerklichen Dingen überhaupt keine Ahnung hat, die teilweise also unüberlegt waren, die dann zur "Erheiterung" dieser
Leute beitrug und alles ins Lächerliche gezogen wurde.
Das alles hat mich so runtergezogen, dass ich meine Freundin ernsthaft laut gefragt habe, ob wir nach Hause fahren könnten. Wir sind natürlich geblieben, aber ich habe an dem Abend kaum noch ein Wort gesprochen, hatte kaum Lust zu essen und war dann auch froh, als wir endlich gehen konnten.
Seitdem frage ich mich, ob ich das wirklich alles schaffe, was ich mir in dem Haus alles als DIY vorgenommen habe.
(Es geht um Laminat legen, Tapeten ankleben, eine Trockenwand einziehen, einen begehbaren Kleiderschrank bauen)


Zitat (Lotte 2 @ 09.03.2015, 08:52) *
Vergleichen wir es, wenn Du allein in einen Club gegangen bist, da hattest Du geschrieben, der Alkohol hatte die Wirkung, dass Du locker lassen konntest. Die Erwartung war, mit anderen Menschen unkompliziert in ein Gespräch zu kommen, nicht alleine dazustehen.

Wenn Du den Alltag ansiehst, siehst Du parallelen zu den Clubbesuchen?

Ich weiß nicht. Ich würde jedenfalls kein Bier trinken, damit die Arbeit besser klappt...
Ich würde mich einfach nur (noch) mehr anstrengen, egal ob jetzt zu Hause oder privat, um es allen zu zeigen, dass ich es (doch) kann.


Zitat (Lotte 2 @ 09.03.2015, 08:52) *
Zitat
Ich bin lieber unabhängig (abgesehen von der Verbindung einer Beziehung). Ich leihe mir äußerst ungern Sachen von Freunden oder Bekannten, egal ob Bücher, CDs oder Werkzeug etc, ich kaufe es mir lieber selbst.

Das verstehe ich nicht so ganz. Was hat Unabhängigkeit mit sich etwas ausleihen zu tun? Wenn der Leiher seine Sachen selbst braucht, dann kann man sie doch einfach zurückgeben, ggf zu einem späteren Zeitpunkt erneut leihen, oder nicht? Worin liegt das Problem geliehene Dinge zu haben?

Ist halt ein Spleen von mir. Keine Ahnung, woher das kommt.
Einerseits mag ich es nicht, Dinge zu verleihen, weil ich immer besorgt bin, dass Leute mit meinen Sachen nicht so sorgfältig umgehen, wie ich es machen würde, andererseits habe ich auch immer die "Angst", und es wäre mir dann unheimlich peinlich, dass etwas Geliehenes durch mich kaputt geht.


Zitat (Lotte 2 @ 09.03.2015, 08:52) *
Zitat
Die Beziehung gibt mir auf jeden Fall Halt. Ich komme durch die Nähe zu einer Person auch schneller an Anerkennung. Das klingt gerade nicht so toll für meine Freundin, oder? In dem Fall sehr egoistisch gedacht.

Nö, dass finde ich nicht egoistisch gedacht, solange auch Du Deiner Freundin die Anerkennung gibst, die sie für sich braucht. Dadurch ist vieles leichter, unbeschwerter. Wichtig ist aber, dass man diese Anerkennung auch in sich selbst spürt - eben wie bereits gesagt man auch in der Lage ist innere Anerkennung zu leben. Die äußere Anerkennung unterstützt das Selbstbewusstsein, die innere Anerkennung gibt das Selbstbewusstsein.

OK. Danke smile.gif


Zitat (Lotte 2 @ 09.03.2015, 08:52) *
Zitat
Das verdrängt dann die schlechten Gedanken.

Ich frage mich immer noch warum Du Deine Fahrradfahrten auf die Notwendigkeiten als Fortbewegungsmittel beschränkst und es nicht als Hobby für Deine Entlastung machst.

Ich mache es ja. Nur nicht so oft wie vielleicht nötig wink.gif
Dafür spiele ich ja Montags Abends noch mit einer Hobbymannschaft Hallenfußball.
Mein Berater bei der Caritas hatte mir auch mal das "Experiment" vorgeschlagen, bevor ich Abends weggehen würde, zum Sport zu gehen. Damit ich
ausggeglichener bin. Ich glaube, so ganz hat das nie funktioniert, da ich viel seltener weg gehe.


So, jetzt mal etwas anderes zum Thema:
Nach meinem Gespräch mit dem Mann vom MPU-Vorbereitungskurs bin ich direkt zum TÜV gelaufen und habe einen Termin für eine Haaranalyse vereinbart.
Da war ich dann, der Arzt, der so aussah, als hätte er schon als junger Arzt im 2. Weltkrieg Soldaten im Feldlazarett zusammengeflickt, hat mir mit seiner Büroschere zwei 5 cm lange Strähnen am Hinterkopf abgesäbelt und mit einem Bindfaden zu 2 Büscheln verknotet.
Vorher musste ich noch ein paar Fragen beantworten. Wie immer war ich von dieser Person und seinem bekleideten "Amt" eingeschüchtert, habe mMn zu wenig konsumierten Alkohol angegeben.

Ich persönlich hatte das Gefühl, dass meine Trinkanlässe, vor allem gegen Ende des vergangenen Jahres, zugenommen hätten. Nicht die Menge der Getränke, aber die Anzahl der genutzten Gelegenheiten. "Zusätzlich" achte ich auch nicht auf Alkohol in Speisen, ich esse auch mal ein Mon Cherie oder braune Bananen, trinke alkoholfreies Hefeweizen.
Daher war das zweite, was ich direkt nach der Terminvereinbarung mit dem TÜV gemacht habe, mich für einen Kurs mit Namen SKOLL (SelbstKOntroLLe lernen (nicht nur bei Alkohol)) anzumelden, der mich schon nach meinem ersten Besuch bei der Caritas vor 3 Jahren interessiert hatte.

Vorletzte Woche war das Ergebnis der HA im Briefkasten:
Das Ergebnis war negativ. Ich habe nirgendwo eine Angabe zu Pikogramm gefunden, außer vier fette schwarze Nullen, nur die "Bemaßung" von abstinent, normal und erheblich. Es konnte nichts nachgewiesen werden, heißt es in dem Brief...

Da frage ich mich doch: Hä?


Schöne Grüße und einen guten Start in die Woche!
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Lotte 2
Beitrag 25.03.2015, 08:35
Beitrag #321


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Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 23.03.2015, 14:19) *
traue mir die Renovierung der Räume auch durchaus zu. Von einem Teil der Verwandtschaft wurden aber nur Probleme aufgezählt, die mich erwarten
könnten, was alles nicht klappen könnte, wie schwierig das sein könnte, etc, ......

.......Seitdem frage ich mich, ob ich das wirklich alles schaffe, was ich mir in dem Haus alles als DIY vorgenommen habe.

Wie hast Du Dich denn selbst in dieser Gesprächsrunde verhalten, bis zu dem Punkt, als Du dann gehen wolltest / bzw dann nichts mehr gesagt hast?

Klar und deutlich geht aber aus Deinem Beispiel hervor, wie Du Dich verunsichern lässt und im Nachhall noch an Dir zweifelst. Unsicherheit und Verunsicherung sind weitere Themen von Dir (Vater?)

Zitat (~Radfahrer~ @ 23.03.2015, 14:19) *
Ich weiß nicht. Ich würde jedenfalls kein Bier trinken, damit die Arbeit besser klappt...
Ich würde mich einfach nur (noch) mehr anstrengen, egal ob jetzt zu Hause oder privat, um es allen zu zeigen, dass ich es (doch) kann.

Übertragen auf das Beispiel von oben: Jetzt bist Du verunsichert was die Renovierung des Hauses anbelangt. Du kämpfst und haderst mit Dir, ob Du es schaffen kannst. Kommt dann mit der Zeit die Trotzreaktion: Leute ich zeige es Euch, ich kann und schaffe das und dadurch dieses noch mehr anstrengen, es jetzt besonders gut zu machen?

Weißt Du was ich dabei empfinde ist folgendes: Ob es Dir nachdem so wie es nun lief, wenn alles fertig ist, Du wirklich noch stolz auf Dich und Deine Leistungen sein kannst, so ganz ungehemmt und frei, weil Du es für Dich und Deine Freundin getan hast, oder ob es nicht eher so sein wird, der Stolz lediglich das Gefühl einstellt: Leute, ich habe es Euch gezeigt, ich kann es doch!

Das Gefühl des Stolzes, ein schönes zuhause erschaffen zu haben, für Dich und Deine Freundin, welches Dich glücklich und zufrieden macht - wäre vielleicht eher da - wenn Du Dich nicht von anderen verunsichern lassen würdest, sondern weiterhin hinter Dir und Deinen Fähigkeiten aufrichtig stehen könntest, nicht generell an Dir zweifelst, und ohne dieser Haltung - Euch zeige ich es - an die Sache rangehst. Sondern mit dem Ding - Schatz wir machen es uns schön. Verstehst Du wie ich es meine?

Nun das ist jetzt nur rein hypothetisch. Aber gibt / gab es Beispiele in Deinem Leben, wo es so vielleicht abgelaufen ist, der Stolz das Gefühl beinhaltet: Ich habe es Euch gezeigt, ich kann doch was, anstatt wow geil, das habe ich geschafft, es macht mich froh und einfach nur glücklich, bereichert mich etc?

Warum gelingt es Dir heute noch nicht an Dich selbst zu glauben, wenn Du Dir etwas vornimmst, Dir es zutraust, es auch nach außen klar zu vertreten.





Zitat (Lotte 2 @ 09.03.2015, 08:52) *
Kann es sein, dass Du doch eine hohe Erwartungshaltung an Dich hast, die Du höchstwahrscheinlich i.d.R auch erfüllst, aber Dich dies trotzdem ziemlich angespannt sein lässt, durch eine Form von Leistungsdruck?

Vergleichen wir es, wenn Du allein in einen Club gegangen bist, da hattest Du geschrieben, der Alkohol hatte die Wirkung, dass Du locker lassen konntest. Die Erwartung war, mit anderen Menschen unkompliziert in ein Gespräch zu kommen, nicht alleine dazustehen.

Wenn Du den Alltag ansiehst, siehst Du parallelen zu den Clubbesuchen?


Zitat (~Radfahrer~ @ 23.03.2015, 14:19) *
Ich weiß nicht. Ich würde jedenfalls kein Bier trinken, damit die Arbeit besser klappt...
Ich würde mich einfach nur (noch) mehr anstrengen, egal ob jetzt zu Hause oder privat, um es allen zu zeigen, dass ich es (doch) kann.

Mit dieser Nachfrage hattest Du mich leider nicht ganz verstanden, was ich damit meinte. Mir ging es in dem Gleichnis nicht darum, dass Du dann sofort ein Bier trinken würdest, sondern ob Du einen Faden / eine Verbindung findest.

Aber indirekt beantwortest Du es, indem Du den ersten Absatz meines Zitates bestätigst.
Dieses noch mehr anstrengen, um es allen zu zeigen bedeutet noch mehr Leistungsdruck, Anstrengung, Anspannung.

Das Bedürfnis steigt am Wochenende auszuspannen und in einen Club zu gehen, sei es mit Freunden / Freundin oder in Phasen des Singledaseins bzw wenn keiner der Freunde Zeit hat, auch alleine.

Beide Situationen gaben Dir Anlass Alkohol zu konsumieren.
Mit Freunden / Freundin - „das gesellige Zusammensein“
Als Single, „um lockerer zu werden und ins Gespräch zu kommen“.

Ist es nicht eher so, dass egal welche Situation es betrifft, nicht doch ein Druckabbau durch den Alkohol stattfindet / stattfand? Endlich die Anspannungen des Leistungsdruckes, Anstrengungen mal fallen lassen können dürfen? Ein Ventil zum Ausgleich? Bzw aber auch der in Dir herrschende Druck / Anspannung schon im Vorfeld gar nicht erst zulässt locker und entspannt gesellig und frei ins Gespräch kommen zu können?




Zitat (~Radfahrer~ @ 23.03.2015, 14:19) *
Ist halt ein Spleen von mir. Keine Ahnung, woher das kommt.
Einerseits mag ich es nicht, Dinge zu verleihen, weil ich immer besorgt bin, dass Leute mit meinen Sachen nicht so sorgfältig umgehen, wie ich es machen würde, andererseits habe ich auch immer die "Angst", und es wäre mir dann unheimlich peinlich, dass etwas Geliehenes durch mich kaputt geht.

Hast Du als Kind viel kaputt gemacht?
Oder wenn was kaputt ging, wie waren die Reaktionen bsp Deines Vaters darauf?
Gab es Grenzen zwischen Mein und Dein?




Zitat
Ich mache es ja. Nur nicht so oft wie vielleicht nötig wink.gif

Nun, aber wenn Du es so oft wie nötig machen würdest, das wäre eine wirkliche Verhaltensänderung.

Zitat
Mein Berater bei der Caritas hatte mir auch mal das "Experiment" vorgeschlagen, bevor ich Abends weggehen würde, zum Sport zu gehen. Damit ich
ausggeglichener bin.

Ich sehe es anders. Die Verhaltensänderungen sollten in Dein Leben so integriert sein, dass Du generell ausgeglichener bist, und nicht nur das mal machen, um es für den Abend zu sein.




Zitat
Da frage ich mich doch: Hä?

Das kann ich Dir nicht genau beantworten, da ich darüber zu wenig weiß.
Das was ich mitbekommen habe ist, dass es auf die jeweilige Menge des eingenommenen Alkohols ankommt und wie viel ETG daraufhin produziert wird, folglich wie lange es dauert, bis es ausgeschieden ist.

Wenn jemand hin und wieder eine geringe Menge an Alkohol trinkt, wird wenig ETG produziert und dieses wenige ist dann schneller ausgeschieden, als dass dann sonderlich viel an die Haarwurzeln gelangen kann.

Wenn jemand selten, aber dafür dann deftiger Alkohol konsumiert, wird viel mehr ETG produziert, welches auch viel länger im Körper verweilt, bis es endlich ausgeschieden wird. So hat das ETG auch viel länger Zeit in die Poren der Haarwurzeln zu schlüpfen und dann einen positiven Befund zu erzeugen.



Zu der Beschreibung Deines Trinkverhaltens, Du gibst zu, dass die Anlässe Alkohol zu konsumieren häufiger werden. Warum?


Liebe Grüße
Lotte


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Beitrag 25.03.2015, 14:42
Beitrag #322


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Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Wie hast Du Dich denn selbst in dieser Gesprächsrunde verhalten, bis zu dem Punkt, als Du dann gehen wolltest / bzw dann nichts mehr gesagt hast?

Klar und deutlich geht aber aus Deinem Beispiel hervor, wie Du Dich verunsichern lässt und im Nachhall noch an Dir zweifelst. Unsicherheit und Verunsicherung sind weitere Themen von Dir (Vater?)

Ich habe gesagt und erklärt, was wir alles machen (müssen), dann kamen die "Probleme" und ich wurde immer ruhiger.

Weitere Themen? Korreliert das nicht mit mangelndem Selbsbewusstsein / Selbstvertrauen?


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Übertragen auf das Beispiel von oben: Jetzt bist Du verunsichert was die Renovierung des Hauses anbelangt. Du kämpfst und haderst mit Dir, ob Du es schaffen kannst. Kommt dann mit der Zeit die Trotzreaktion: Leute ich zeige es Euch, ich kann und schaffe das und dadurch dieses noch mehr anstrengen, es jetzt besonders gut zu machen?

Ja, ich denke schon. Ich bin halt auch ziemlich dickköpfig und kann gut trotzig sein.


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Weißt Du was ich dabei empfinde ist folgendes: Ob es Dir nachdem so wie es nun lief, wenn alles fertig ist, Du wirklich noch stolz auf Dich und Deine Leistungen sein kannst, so ganz ungehemmt und frei, weil Du es für Dich und Deine Freundin getan hast, oder ob es nicht eher so sein wird, der Stolz lediglich das Gefühl einstellt: Leute, ich habe es Euch gezeigt, ich kann es doch!

Tja, mal sehen, was die Leute dann sagen und wie sie meine/unsere Arbeit "bewerten".
Wichtiger wäre mir natürlich, dass es meiner Freundin gefällt, und letztendlich ich auch selbst mit mir zufrieden bin, aber Kritik der anderen würde trotzdem an mir nagen.


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Das Gefühl des Stolzes, ein schönes zuhause erschaffen zu haben, für Dich und Deine Freundin, welches Dich glücklich und zufrieden macht - wäre vielleicht eher da - wenn Du Dich nicht von anderen verunsichern lassen würdest, sondern weiterhin hinter Dir und Deinen Fähigkeiten aufrichtig stehen könntest, nicht generell an Dir zweifelst, und ohne dieser Haltung - Euch zeige ich es - an die Sache rangehst. Sondern mit dem Ding - Schatz wir machen es uns schön. Verstehst Du wie ich es meine?

Ja. So denkt meine Freundin. Ich versuche mich ja auch von ihrem Optimismus und ihren positiven Gedanken anstecken zu lassen.
Sie hat mich hinterher auch gefragt, warum ich mir das so zu Herzen genommen habe. Ich sagte ihr, dass diese "negativen Gedanken" halt meine Arbeit betreffen, die noch nicht mal gemacht ist.
Bei solchen Sachen, die mich betreffen, kann ich schlecht auf "Durchzug" schalten. Schon gar nicht, wenn ich das Gefühl habe, gerade komplett vera...lbert zu werden.

Ich brauche halt ein "Das wird schon werden. Du schaffst das!" und keinen Eimer voll möglicher Probleme.


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Nun das ist jetzt nur rein hypothetisch. Aber gibt / gab es Beispiele in Deinem Leben, wo es so vielleicht abgelaufen ist, der Stolz das Gefühl beinhaltet: Ich habe es Euch gezeigt, ich kann doch was, anstatt wow geil, das habe ich geschafft, es macht mich froh und einfach nur glücklich, bereichert mich etc?

Ich habe jetzt mal 10 Minuten lang mein Leben vorm inneren Auge abgespielt, aber bis auf meine Schulabschlüsse fällt mir nichts dringendes ein, was mich froh oder glücklich gemacht oder bereichertt hat.
Allenfalls noch zwei Erfolge in meiner Fußballzeit, die ich aber dann unter Trainern erreicht habe, die meine Fähigkeiten auch zu schätzen wussten.


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Warum gelingt es Dir heute noch nicht an Dich selbst zu glauben, wenn Du Dir etwas vornimmst, Dir es zutraust, es auch nach außen klar zu vertreten.

Vielleicht weil es nicht allzu viele Gelegenheiten gab, meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Zudem spiele ich anscheinend auch vieles, was ich erreicht habe, herunter.
Z.B. meinen guten Job, den ich habe. Ich halte vieles für glückliche Zufälle.


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Mit dieser Nachfrage hattest Du mich leider nicht ganz verstanden, was ich damit meinte. Mir ging es in dem Gleichnis nicht darum, dass Du dann sofort ein Bier trinken würdest, sondern ob Du einen Faden / eine Verbindung findest.

Aber indirekt beantwortest Du es, indem Du den ersten Absatz meines Zitates bestätigst.
Dieses noch mehr anstrengen, um es allen zu zeigen bedeutet noch mehr Leistungsdruck, Anstrengung, Anspannung.

Das Bedürfnis steigt am Wochenende auszuspannen und in einen Club zu gehen, sei es mit Freunden / Freundin oder in Phasen des Singledaseins bzw wenn keiner der Freunde Zeit hat, auch alleine.

Beide Situationen gaben Dir Anlass Alkohol zu konsumieren.
Mit Freunden / Freundin - „das gesellige Zusammensein“
Als Single, „um lockerer zu werden und ins Gespräch zu kommen“.

Ist es nicht eher so, dass egal welche Situation es betrifft, nicht doch ein Druckabbau durch den Alkohol stattfindet / stattfand? Endlich die Anspannungen des Leistungsdruckes, Anstrengungen mal fallen lassen können dürfen? Ein Ventil zum Ausgleich? Bzw aber auch der in Dir herrschende Druck / Anspannung schon im Vorfeld gar nicht erst zulässt locker und entspannt gesellig und frei ins Gespräch kommen zu können?

Ich würde es nach den Erkenntnissen der letzten Wochen hier nicht für unmöglich halten. Allerdings habe ich in der "Hochzeit" meines Konsums wenig Leistungsdruck gehabt.
Die Arbeit läuft, ich habe keinen Schreibtisch, auf dem nach Feierabend etwas liegen bleiben kann, gehe also jedem Feierabend unbeschwert entgegen, ich muss(te) mich nicht mehr beweisen,
von der Seite würde ich eher sagen, dass zu wenig Leistungsdruck da war.


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Hast Du als Kind viel kaputt gemacht?
Oder wenn was kaputt ging, wie waren die Reaktionen bsp Deines Vaters darauf?
Gab es Grenzen zwischen Mein und Dein?

Ich glaube, nicht mehr oder weniger als andere Kinder auch.
Mein Vater war meistens sauer. In den Fällen konnte meine Mutter aber auch gut sauer sein. Je nach dem, was kaputt gegangen ist.
Oh ja, die gab es. Mein Vater hatte sein Bastelzimmer für Elektronik und seinen Modelleisenbahnkeller. Die waren meistens verschlossen, wenn er nicht zu Hause war.


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Nun, aber wenn Du es so oft wie nötig machen würdest, das wäre eine wirkliche Verhaltensänderung.

Ich habe mich kurz nach der TF im Fitnesstudio angemeldet...
Ich versuche auch relativ regelmäßig es zu besuchen.

Ich "schaffe" es halt nicht so häufig, einfach nur mal rumzufahren. Die meisten Fahrten sind halt mit einer Erledigung/Besorgung gekoppelt,
aber immerhin nehme ich das Rad, statt meine Freundin zu fragen, ob sie mich fährt oder Öffis zu benutzen.
Heute Morgen bin ich z.B. noch, insgesamt 30 Minuten, vor der Arbeit zum Baumarkt und wieder nach Hause geradelt, um noch ein paar Werkzeuge zu kaufen, die ich benötigen werde,
obwohl wir in den nächsten Tagen bestimmt auch noch das ein oder andere Mal mit dem Auto hinfahren werden.

Soll ich Dir, liebe Lotte2, sagen, worum sich während der Fahrt meine Gedanken gedreht haben?


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Ich sehe es anders. Die Verhaltensänderungen sollten in Dein Leben so integriert sein, dass Du generell ausgeglichener bist, und nicht nur das mal machen, um es für den Abend zu sein.

Jedenfalls merke ich, dass ich schneller genervt und auch aufbrausend bin, wenn ich es mal nicht zum Sport schaffe oder weniger Rad fahre.


Zitat (Lotte 2 @ 25.03.2015, 08:35) *
Zu der Beschreibung Deines Trinkverhaltens, Du gibst zu, dass die Anlässe Alkohol zu konsumieren häufiger werden. Warum?

Ich habe darin nachgelassen zu unterscheiden, ob es ein "notwendiger" Trinkanlass war oder ein "unnötiger", ich hatte weiterhin bei vielen Gelegenheiten keine Lust auf Alkohol und habe dann auch nichts getrunken.
Aber wo ich z.B. vorletztes Jahr zu Weihnachten bei meinen Eltern noch Nein zum Glas Rotwein gesagt habe, habe ich letztes Weihnachten dann ein Glas getrunken.
Und dann an Silvester um Mitternacht das Glas Champagner mit den Kollegen (ich musste arbeiten) zum anstoßen.
Das sind unnötige Gelegenheiten gewesen, die ich auch gut hätte weglassen können.
Ich habe mich halt mit der führerscheinlosen Situation abgefunden, hatte in den letzten 3 Jahren auch nie wieder so beim Alkohol zugelangt wie vor der TF, die MPU rückte aus dem Blickfeld,
ich konnte/kann Nein und Stop sagen, daher habe ich meine persönliche Leine lockerer gelassen.

Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 27.03.2015, 09:27
Beitrag #323


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Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 25.03.2015, 14:42) *
Ich habe gesagt und erklärt, was wir alles machen (müssen), dann kamen die "Probleme" und ich wurde immer ruhiger.

Du konntest Dich also nicht zur Wehr setzten? Warum nicht, Du hattest doch zu dem Zeitpunkt noch an Dich selbst geglaubt, es Dir zugetraut, dass Du es schaffst, oder nicht? In wie weit lebst Du Dich selbst, oder die Prägung Deiner Erziehung?

Zitat
Ja, ich denke schon. Ich bin halt auch ziemlich dickköpfig und kann gut trotzig sein.

Immer noch der kleine Radfahrer, der vom Vater gemaßregelt wurde?
Warum lässt Du es zu, dass immer noch so mit Dir umgegangen wird, bzw warum fasst Du es immer noch so auf, dass Dinge die diskutiert werden, direkt mit Dir und Deinen Fähigkeiten zu tun haben können? Hau doch mal auf den Tisch (sowohl äußerlich, aber viel mehr auch innerlich), so nicht mehr, kleiner Radfahrer!

Zitat
Tja, mal sehen, was die Leute dann sagen und wie sie meine/unsere Arbeit "bewerten".
Wichtiger wäre mir natürlich, dass es meiner Freundin gefällt, und letztendlich ich auch selbst mit mir zufrieden bin, aber Kritik der anderen würde trotzdem an mir nagen.

Warum? Weil Du es aus dann aus Trotz gemacht hast, Euch zeige ich es, stimmt´s?

Verstehst Du wo ich hin möchte? Wichtig ist doch nach wie vor, dass Du es für Dich und Deine Freundin machst und für nichts und niemanden sonst. Du musst Dich niemanden beweisen, wenn Du an Dich selbst glaubst, es für Dich machst. Du hast es nicht nötig dies zu tun, wenn Du anfängst an Dich selbst zu glauben, wertvoll bist Du so wie Du bist.

Und wenn Fehler und Mängel da sind? Was macht es? Stören sie Dich selbst, Deine Freundin? Über manche Fehler kann man doch selbst lachen, oder mit einer damit verbundenen Geschichte in sich als gut fühlen, oder nicht? Warum also sollte dann die Kritik von den andern an Dir nagen, die nicht am Bau beteiligt waren, die nicht aktiv mit manch Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, sondern alles nur von außen oben drauf betrachten? Kann Dir so was nicht den Buckel (Rücken) runterrutschen und ein Grinsen auf Dein Gesicht zaubern.....Steh doch drüber, und sei einfach nur stolz, zufrieden und glücklich.



Zitat
Ich brauche halt ein "Das wird schon werden. Du schaffst das!" und keinen Eimer voll möglicher Probleme.

(Das spiegelt den Punkt wieder, des nicht allein sein Könnens - kannst Du die Verknüpfung erkennen?)

Die Besserwisser wird es wohl immer geben. (bzw wirst Du wohl lernen müssen Kritik hat mir der Sache zu tun und nicht mir Dir als Person!!!) Wichtig ist, hast Du es nun gemerkt, dass Du an Dich selbst glaubst, egal was die Anderen alles scheinen wissen zu wollen. (Dann kannst Du auch allein sein)

Und wenn es schwierig wird, tatsächlich irgendwelche Probleme auftauchen deren Du nicht Herr wirst, was steht dagegen sich Hilfe zu holen? Das ist doch dann kein Beinbruch, deswegen ist Dein Tun und Schaffen doch nicht weniger wert, nur weil Du etwas nicht kannst, oder?


Zitat
Ich habe jetzt mal 10 Minuten lang mein Leben vorm inneren Auge abgespielt, aber bis auf meine Schulabschlüsse fällt mir nichts dringendes ein, was mich froh oder glücklich gemacht oder bereichertt hat.

Woran liegt es? Ist es so, wie ich es in meinem letzten Beitrag versuchte zu erklären? Weil Du viel für andere gemacht hast "euch zeige ich es" und nicht wirklich für Dich selbst machen konntest?......

Zitat
Allenfalls noch zwei Erfolge in meiner Fußballzeit, die ich aber dann unter Trainern erreicht habe, die meine Fähigkeiten auch zu schätzen wussten.

.......die Trainer haben an Dich geglaubt, Dich gefördert, Du konntest an Dich selbst glauben (das unterstützenden Selbstvertrauen von außen, welches den Mangel im Inneren ausgleicht / Thema Alleinsein - Selbstvertrauen) Durch die äußere Unterstützung konntest Du für Dich was tun........und dadurch tatsächlich einfach nur Stolz, zufrieden und glücklich sein.

Zitat
Vielleicht weil es nicht allzu viele Gelegenheiten gab, meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Zudem spiele ich anscheinend auch vieles, was ich erreicht habe, herunter.
Z.B. meinen guten Job, den ich habe. Ich halte vieles für glückliche Zufälle.

Das ist doch traurig, oder nicht? Gelegenheiten waren sicherlich genügend da, so wie auch bestimmt vieles Erreichte. Die Wertung ist es, die es ausmacht. Verstehst Du, wie ich denke. Noch einmal, wenn Du es für andere tust, Euch zeige ich es, wird sich diese schöne innere Wertschätzung nicht einstellen können. Dabei darfst Du es gerne als glückliche Zufälle sehen, sonne Dich in dem Glück und sei stolz und zufrieden auf das Erreichte. Stelle Dich doch nicht selbst unter dem Scheffel, alles Erreichte wäre nur durch die glücklichen Zufälle bestimmt geworden. Es war Dein Schaffen und Tun, was das gefühlte Glück macht, oder nicht?


Zitat
Ich würde es nach den Erkenntnissen der letzten Wochen hier nicht für unmöglich halten. Allerdings habe ich in der "Hochzeit" meines Konsums wenig Leistungsdruck gehabt.
Die Arbeit läuft, ich habe keinen Schreibtisch, auf dem nach Feierabend etwas liegen bleiben kann, gehe also jedem Feierabend unbeschwert entgegen, ich muss(te) mich nicht mehr beweisen,
von der Seite würde ich eher sagen, dass zu wenig Leistungsdruck da war.

Mich wundert nichts mehr. Ich nehme Dich so wahr: Es braucht gar keinen aktuellen vollen Schreibtisch, um unter dem Druck zu stehen, denn unter diesem stehst Du generell / permanent (s.o.)?

Siehst Du die Verbindung zum Alkoholkonsum? Zu trinken, um locker werden zu können, um Spaß und einen freudigen, lebendigen Abend zu erleben, oder um in der Lage sein zu können Frauen anzusprechen?




Zitat
Oh ja, die gab es. Mein Vater hatte sein Bastelzimmer für Elektronik und seinen Modelleisenbahnkeller. Die waren meistens verschlossen, wenn er nicht zu Hause war.

Ist es nun ein Spleen von Dir sich nichts ausleihen zu wollen, oder nicht eher ein angelerntes Muster, sich nichts ausleihen zu können?



Zitat
Ich habe mich kurz nach der TF im Fitnesstudio angemeldet...
Ich versuche auch relativ regelmäßig es zu besuchen.......

Jedenfalls merke ich, dass ich schneller genervt und auch aufbrausend bin, wenn ich es mal nicht zum Sport schaffe oder weniger Rad fahre.

Merkst Du was?
Der Druckabbau durch den Alkohol ist nicht mehr da. So wie Du ehemals regelmäßig in die Clubs gegangen bist, musst Du nun regelmäßig den Sport betreiben.

Doch noch wichtiger ist, dass Du an Dir arbeitest, dass nicht mehr so viel Druck da ist bzw entsteht, indem Du Dich von Altlasten befreist (s.o )

Zitat
Weitere Themen? Korreliert das nicht mit mangelndem Selbsbewusstsein / Selbstvertrauen?

Jo scho. Mir ging es darum, dass Du die Verknüpfungen herstellst. Kannst Du durch den Austausch nun die Frage 12 in sich schlüssig und ausführlich beantworten?


Zitat
Soll ich Dir, liebe Lotte2, sagen, worum sich während der Fahrt meine Gedanken gedreht haben?

Na klar - hopp her damit!




Zitat
Das sind unnötige Gelegenheiten gewesen, die ich auch gut hätte weglassen können.
Ich habe mich halt mit der führerscheinlosen Situation abgefunden, hatte in den letzten 3 Jahren auch nie wieder so beim Alkohol zugelangt wie vor der TF, die MPU rückte aus dem Blickfeld,
ich konnte/kann Nein und Stop sagen, daher habe ich meine persönliche Leine lockerer gelassen.

Was sagt Dir das?


Liebe Grüße
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Beitrag 01.04.2015, 15:53
Beitrag #324


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Hallo Lotte,

Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Du konntest Dich also nicht zur Wehr setzten? Warum nicht, Du hattest doch zu dem Zeitpunkt noch an Dich selbst geglaubt, es Dir zugetraut, dass Du es schaffst, oder nicht? In wie weit lebst Du Dich selbst, oder die Prägung Deiner Erziehung?

Sagen wir es mal so: Der Schwager meiner Freundin ist Architekt. Ist also aus meiner Sicht jemand, der auch Ahnung hat. Zumindest theoretisch.
Praktisch lässt er für alles einen Handwerker kommen. Und da beginnt wieder mein "Problem": Ich lasse mich zu sehr von solchen Menschen einschüchtern.
Dazu kommt die altkluge, pubertierende und somit dauergenervte Nichte meiner Freundin, die mich dann irgendwann auch genervt hat. Mein einziges Mittel sie zum Schweigen zu bringen war es, selbst nichts mehr zu sagen, worauf sie hätte antworten können.

Ich lebe meine Erziehung. Mein Vater ist das mittlere Kind von dreien. Die große Schwester war immer die gute tolle Tochter, mein Onkel kam mehrere Jahre nach meinem Vatrer mit dem Down-Syndrom auf die Welt. Ab da wurde sich hauptsächlich nur noch um ihn gekümmert. Mein Vater war also immer der "arme Arsch" dazwischen. Als Kind musste er schon auf dem Acker mitarbeiten und schuften. Er musste entgegen seiner elektronischen Interessen bei seinem Vater im Betrieb eine Klempnerlehre machen und später als Geselle dort arbeiten. Nachdem mein Opa in Rente ging, fing mein Vater bei einer anderen Firma an und hatte einen cholerischen Chef.
Mein Vater hat sich also auch nie wirklich Selbstvertrauen aufbauen können. Ich fürchte, das hat er an mich "weitergegeben".


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Immer noch der kleine Radfahrer, der vom Vater gemaßregelt wurde?
Warum lässt Du es zu, dass immer noch so mit Dir umgegangen wird, bzw warum fasst Du es immer noch so auf, dass Dinge die diskutiert werden, direkt mit Dir und Deinen Fähigkeiten zu tun haben können? Hau doch mal auf den Tisch (sowohl äußerlich, aber viel mehr auch innerlich), so nicht mehr, kleiner Radfahrer!

Wenn ich keine Argumente habe, habe ich keine "Stütze". Ich kann auf "Vielleicht bekommt ihr die Tapeten ja gar nicht von den Wänden." nicht antworten, dass die Tapeten wahrscheinlich ganz leicht von den Wänden abzukratzen sind. Dass ich die Wände mit Rigips abdecken werde und es letztlich egal ist, ob die Tapete nun ab geht oder nicht, fällt mir dann erst hinterher ein.
In solchen Situationen fehlt mir die Abgeklärtheit und Schlagfertigkeit, die ich unter Freunden habe(n kann).
Geht es nicht um solche Themen, kann ich mit dem Schwager auch "ganz normal" reden.


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Warum? Weil Du es aus dann aus Trotz gemacht hast, Euch zeige ich es, stimmt´s?

Ja. Ich denke schon.


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Verstehst Du wo ich hin möchte? Wichtig ist doch nach wie vor, dass Du es für Dich und Deine Freundin machst und für nichts und niemanden sonst. Du musst Dich niemanden beweisen, wenn Du an Dich selbst glaubst, es für Dich machst. Du hast es nicht nötig dies zu tun, wenn Du anfängst an Dich selbst zu glauben, wertvoll bist Du so wie Du bist.

Und wenn Fehler und Mängel da sind? Was macht es? Stören sie Dich selbst, Deine Freundin? Über manche Fehler kann man doch selbst lachen, oder mit einer damit verbundenen Geschichte in sich als gut fühlen, oder nicht? Warum also sollte dann die Kritik von den andern an Dir nagen, die nicht am Bau beteiligt waren, die nicht aktiv mit manch Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, sondern alles nur von außen oben drauf betrachten? Kann Dir so was nicht den Buckel (Rücken) runterrutschen und ein Grinsen auf Dein Gesicht zaubern.....Steh doch drüber, und sei einfach nur stolz, zufrieden und glücklich.

Ja sicher weiß ich, worauf du hinaus möchtest. Aber das ist kein Schalter, den ich einfach so von jetzt auf gleich umlegen kann.
Schon gar nicht, wenn ich vorher so gepiesackt und genervt wurde... So viel Fahrrad fahren kann man gar nicht. Da wäre ich die nächsten Jahre unterwegs, bis sich das "resettet" hätte.


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Zitat
Ich brauche halt ein "Das wird schon werden. Du schaffst das!" und keinen Eimer voll möglicher Probleme.

(Das spiegelt den Punkt wieder, des nicht allein sein Könnens - kannst Du die Verknüpfung erkennen?)

Ja. Jedenfalls macht es das einfacher und wertvoller für mich.
Obwohl ich mMn auch damit zurecht käme, wenn ich etwas mache und niemand sagt etwas positives, wenn dann auch nichts negatives kommt.


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Die Besserwisser wird es wohl immer geben. (bzw wirst Du wohl lernen müssen Kritik hat mir der Sache zu tun und nicht mir Dir als Person!!!) Wichtig ist, hast Du es nun gemerkt, dass Du an Dich selbst glaubst, egal was die Anderen alles scheinen wissen zu wollen. (Dann kannst Du auch allein sein)

Und wenn es schwierig wird, tatsächlich irgendwelche Probleme auftauchen deren Du nicht Herr wirst, was steht dagegen sich Hilfe zu holen? Das ist doch dann kein Beinbruch, deswegen ist Dein Tun und Schaffen doch nicht weniger wert, nur weil Du etwas nicht kannst, oder?

Ich weiß nicht, für mich fühlt sich das so an. Mich nervt es, dass ich in meiner "inneren Dankesrede" andere Leute erwähnen müsste...
Meine Freundin sagt auch die ganze Zeit, dass ich ruhig mal Hilfe annehmen soll, denn viele fragen, was sie machen können, da ich ihnen auch schon öfter geholfen habe.
Und in mir sträubt sich alles bei dem Gedanken...


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Woran liegt es? Ist es so, wie ich es in meinem letzten Beitrag versuchte zu erklären? Weil Du viel für andere gemacht hast "euch zeige ich es" und nicht wirklich für Dich selbst machen konntest?......

Ja. Ich mache quasi nur für andere.
Mein Onkel (mütterlicher Seits) hat mir Anfang letzten Jahres erzählt, er wolle dieses Jahr den Kilimandscharo besteigen. Ich komme sehr gut mit ihm zurecht. Daher habe ich wirklich ernsthaft überlegt, ob ich die Tour mit ihm zusammen mache. "Natürlich" habe ich es nicht gemacht. (Gut, er auch nicht, weil er sich kurz vorher schwer erkältet hat.) Angst vor meiner eigenen Courage?!
Und was sagt meine Mutter? Man gut, dass ich nicht mit gemacht habe, er sei ja jetzt krank geworden und konnte nicht, was hätte ich denn nun gemacht...


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Das ist doch traurig, oder nicht? Gelegenheiten waren sicherlich genügend da, so wie auch bestimmt vieles Erreichte. Die Wertung ist es, die es ausmacht. Verstehst Du, wie ich denke. Noch einmal, wenn Du es für andere tust, Euch zeige ich es, wird sich diese schöne innere Wertschätzung nicht einstellen können. Dabei darfst Du es gerne als glückliche Zufälle sehen, sonne Dich in dem Glück und sei stolz und zufrieden auf das Erreichte. Stelle Dich doch nicht selbst unter dem Scheffel, alles Erreichte wäre nur durch die glücklichen Zufälle bestimmt geworden. Es war Dein Schaffen und Tun, was das gefühlte Glück macht, oder nicht?

Ja, das ist traurig, habe ich auch gedacht, als ich später nochmal über meinen Post nachgedacht habe. Mein Leben klingt sehr traurig. Dabei fühlt es sich gar nicht traurig an.


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Mich wundert nichts mehr. Ich nehme Dich so wahr: Es braucht gar keinen aktuellen vollen Schreibtisch, um unter dem Druck zu stehen, denn unter diesem stehst Du generell / permanent (s.o.)?

Siehst Du die Verbindung zum Alkoholkonsum? Zu trinken, um locker werden zu können, um Spaß und einen freudigen, lebendigen Abend zu erleben, oder um in der Lage sein zu können Frauen anzusprechen?

Unter diesem Druck stehe ich immer wieder. Weil ich mir immer wieder eine Aufgabe stelle.


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Ist es nun ein Spleen von Dir sich nichts ausleihen zu wollen, oder nicht eher ein angelerntes Muster, sich nichts ausleihen zu können?

Ich denke, dass ich ungern etwas verleihe, weil ich mir Sachen für mich kaufe. Vielleicht als Ersatz oder Aufstockung der wenigen wirklichen glücklichen Momente. Bei manchen Sachen habe ich nicht mal die Zeit, mich damit wirklich zu beschäftigen. Ich wollte es haben, ich finde es toll, aber dann liegt es manchmal wochenlang nur rum.

Ich weiß auch noch, dass mein Vater oft sauer war und tagelang darüber lamentiert hat, wenn er Freunden oder Verwandten etwas geliehen hat und es dann beschädigt, schmutzig oder einfach nur vermurkst zurück kam. Oder erst nach langer Zeit.

Ich möchte nicht über soetwas wütend sein. Daher verleihe ich ungern meine Sachen, die mir Freude machen.

Ich glaube, ich habe gerade erkannt, dass ich kaufsüchtig bin smile.gif


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Merkst Du was?
Der Druckabbau durch den Alkohol ist nicht mehr da. So wie Du ehemals regelmäßig in die Clubs gegangen bist, musst Du nun regelmäßig den Sport betreiben.

Doch noch wichtiger ist, dass Du an Dir arbeitest, dass nicht mehr so viel Druck da ist bzw entsteht, indem Du Dich von Altlasten befreist (s.o )

Wenn Du mir sagen kannst, wie ich das schaffen kann, dann haben wir eine Strategie für mich, oder?


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Jo scho. Mir ging es darum, dass Du die Verknüpfungen herstellst. Kannst Du durch den Austausch nun die Frage 12 in sich schlüssig und ausführlich beantworten?

Soll ich es versuchen?


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Zitat
Soll ich Dir, liebe Lotte2, sagen, worum sich während der Fahrt meine Gedanken gedreht haben?

Na klar - hopp her damit!

Oh Gott, Lotte hat seit zwei Tagen nicht auf meinen Post geantwortet. Habe ich etwas falsch gemacht oder kommt ihr von meiner Seite zu wenig?...


Machst Du dir Gedanken darüber, dass der ~Radfahrer~ seit 5 Tagen nicht gepostet hat?


Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27) *
Zitat
Das sind unnötige Gelegenheiten gewesen, die ich auch gut hätte weglassen können.
Ich habe mich halt mit der führerscheinlosen Situation abgefunden, hatte in den letzten 3 Jahren auch nie wieder so beim Alkohol zugelangt wie vor der TF, die MPU rückte aus dem Blickfeld, ich konnte/kann Nein und Stop sagen, daher habe ich meine persönliche Leine lockerer gelassen.

Was sagt Dir das?

Dass meine Hauptmotivation immer noch bzw. jetzt wieder der Führerschein ist?



Letzten Freitag kam mein Vorgesetzter (nicht mein Chef, nur eine Stufe höher in der Hackordnung) auf mich zu, er müsse mal mit mir sprechen. Ich sank in meinem Sitz zusammen und fragte, was er denn habe.
Anfang des letzten Jahres habe ich eine Aufgabe übernommen, für die aus dem Kollegenkreis zwei Mitarbeiter gesucht wurden, weil es etwas Abwechslung und etwas mehr Arbeit bringt. Leider wusste ich nicht, dass damit noch eine andere "Aufgabe" verknüpft ist, die zwar auch mehr Abwechslung und mehr Arbeitsvolumen bringt, aber mit einer völlig anderen Person zusammen hängt. Hätte ich es gewußt, hätte ich mich nicht gemeldet.
Der eine Teil klappt super, es macht viel Spaß und bringt die erhoffte Abwechslung.
Der andere Teil ist es, über den mein Vorgesetzter mit mir sprechen wollte...
Technisch würde ich eine sehr gute Arbeit leisten, aber das Problem sei, ich würde es nicht rüber bringen. Ich bin mir halt meistens unsicher, ob ich das, was ich da gerade gemacht habe, auch das ist, was gewünscht wurde, denn die "Vorgaben" sind oft eher vage.
Dadurch, dass ich also "nicht hinter meinem Produkt stehe", denkt wohl diese andere Person manchmal, dass es nicht gut ist, was ich da gemacht habe.
Ich sagte dann nur, dass das anscheinend ein Problem ist, welches sich durch mein ganzes Leben zu ziehen scheint und gerade großes Thema in meiner MPU-Vorbereitung ist...


Schöne Grüße
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Kai R.
Beitrag 01.04.2015, 16:28
Beitrag #325


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Zitat (~Radfahrer~ @ 01.04.2015, 16:53) *
Mein Leben klingt sehr traurig. Dabei fühlt es sich gar nicht traurig an.

ich habe auch den Eindruck, dass Du eigentlich weiter bist als Du es hier rüberbringst

Zitat (~Radfahrer~ @ 01.04.2015, 16:53) *
Unter diesem Druck stehe ich immer wieder. Weil ich mir immer wieder eine Aufgabe stelle.

die Aufgabe ist gut - was noch fehlt ist einfach das Vertrauen, dass das, was Du anpackst, gut werden wird. Hier hilft nur, sich auf die kleinen Erfolge zu konzentrieren, dann wird automatisch aus vielen kleinen Schritten ein größerer

Zitat (~Radfahrer~ @ 01.04.2015, 16:53) *
Zitat
Doch noch wichtiger ist, dass Du an Dir arbeitest, dass nicht mehr so viel Druck da ist bzw entsteht, indem Du Dich von Altlasten befreist (s.o )

Wenn Du mir sagen kannst, wie ich das schaffen kann, dann haben wir eine Strategie für mich, oder?

Schritt für Schritt, ohne dem großen Wurf hinterher zu jagen. Erfolg bringt Erfolg - am besten zunächst im Kleinen

Zitat (~Radfahrer~ @ 01.04.2015, 16:53) *
Machst Du dir Gedanken darüber, dass der ~Radfahrer~ seit 5 Tagen nicht gepostet hat?

der ~Radfahrer~ wird schon selber wissen, wann er bereit für den nächsten Schritt ist und meldet sich dann




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Grüße

Kai

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Lotte 2
Beitrag 05.04.2015, 11:00
Beitrag #326


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Hallo Radfahrer,

Deine Beiträge lassen immer mehr und immer deutlicher Dein mangelndes Selbstbewusstsein in vielen verschiedenen Bereichen erkennen. Sammle doch mal all diese Bereiche, vielleicht gelingt es einen gemeinsamen Nenner zu finden?


Wie kann das mangelnde Selbstbewusstsein geändert werden, war Deine Frage an mich.
Kai hat Dir schon gute Antworten geliefert. Nicht zu jagen nach dem Großen, sondern beachte Deine kleinen Erfolge. Nehme Dich dabei Ernst, und tue es nicht ab, das war doch nichts, das kann doch jeder. Denn es hat nicht jeder gemacht, sondern in dem Moment hast Du es gemacht und kein anderer. Und jeder kann es sowieso auch nicht, denn jeder hat seine Talente, keiner ist gleich,. Dies gilt auch, wenn es andere können, so macht es jeder verschieden, so hast Du den kleinen Erfolg auf Deine Art und Weise gemacht, so wie es kein anderer kann. Es war Dein Einsatz, Deine Zeit, Deine Energie etc. Das ist eine Sache, wie Selbstbewusstsein durch Übung wachsen kann, indem das Du anerkennst „Wertvoll bist Du so wie Du bist“. Übe Dich darin Dir innere Anerkennung geben zu können.


Die andere Sache ist, noch klarer hinsehen, woher dieses mangelnde Selbstbewusstsein stammt. Zu sagen Dein Vater hat es übertragen, weil er so und so aufgewachsen ist, ist nicht die richtige Begründung / Ursache, den es ist seine Geschichte, nicht die Deine, auch wenn darin wohl eine Wurzel liegen mag.

Du hast in dem Ursprungsmotiv-Beitrag von dem Verhalten Deines Vaters Dir gegenüber gesprochen. In dieser Richtung würde ich an Deiner Stelle weiter arbeiten, hatte ich Dir in dem entsprechenden Beitrag geantwortet, (in etwa, ich weiß es jetzt nicht mehr so genau) - was hat das alles mit Dir gemacht, wie hattest Du Dich darauf hin gefühlt, welches Verhalten hat es in Dir ausgelöst? Und wenn Du als erwachsener Radfahrer zurückblickst - hatte der Vater damit immer Recht, war es immer gut?

Wie ist das mit dem gefundenen gemeinsamen Nenner zu sehen, oder den gemeinsamen Nenner mit diesem?

(Vielleicht lassen sich dann diese Fragen klären: Warum lässt Du Dich von vielen einschüchtern, lässt Dich leicht verunsichern, obwohl Du auch häufig weißt, Du bist (zb Chef und Mitarbeiter) angesehen? Warum brauchst Du stets Zuspruch - und kannst mit aufgezeigten Problemen nicht umgehen etc )

Wenn Du zu solchen Punkten die Verknüpfung und eine Ahnung bekommst, dann wirst Du auch wissen, wie sich Dein Verhalten ändern sollte, bzw wird sich Dein Verhalten automatisch verändern. Bzw wirst die Frage 12 beantworten können. Aber vielleicht kannst Du es ja schon längst und traust Dich nur nicht? Denn auch ich habe den Eindruck, wie @Kai, dass Du eigentlich schon viel weiter bist, Du musst es nur fokussieren und auch zulassen können.

Hilfreich dazu ist für Dich vielleicht, wenn Du mehr in anderen Threads liest. Auch wenn viele scheinbar aus unterschiedlichen Gründen hier auftauchen, so dreht sich oft vieles um ähnliche Probleme. So kann man auch von anderen Leuten lernen, wenn man liest, wie sie mit den Problemen umgegangen sind, ihre Lösungen gefunden haben, welche zu einer Änderung führten. Manchmal ist es auch interessant zu lesen, dass sie erst mal in manch Punkten kein Thema für sich darin entdeckten, es von sich wiesen, aber mit der Zeit es sich dann doch offenbarte es ist in der Tat vorhanden, nur durch anderes verdrängt - zb keine Fehler machen zu dürfen.




Zitat (~Radfahrer~ @ 01.04.2015, 16:53) *
Oh Gott, Lotte hat seit zwei Tagen nicht auf meinen Post geantwortet. Habe ich etwas falsch gemacht oder kommt ihr von meiner Seite zu wenig?...


Machst Du dir Gedanken darüber, dass der ~Radfahrer~ seit 5 Tagen nicht gepostet hat?


Kai hat es schon gesagt, der Radfahrer wird schon wissen, wann er wieder antworten möchte.

Du machst Dir Gedanken, warum ich mir zwei Tage mit der Antwort Zeit gelassen hatte?
Mit beiden liegst Du falsch, weder das eine noch das andere dachte ich. Das sind nur Deine Selbstzweifel.

(Beziehst Du immer alles auf Dich? Du nimmst alles persönlich? Gehst nicht davon aus, dass es eben nicht an Dir liegen könnte? Warum? Liegt hier vielleicht auch das Problem verankert, warum beim Familiengespräch über die bei einem Bau auftauchenden Probleme Dir so nahe ging? Fehlt Dir oft die Abgrenzung - das ist die Sache, um die es geht, das hat aber nichts mit Dir und Deiner Persönlichkeit zu tun?)

Zurück zum Zitat: So wie es Dir frei steht zu antworten, wann Dir danach ist, so steht mir diese Freiheit auch zu. Weißt Du ich habe nicht immer Zeit zu antworten. Oft sind die Beiträge in den Aufarbeitungsthreads ziemlich lang, aber auch ziemlich intensiv. Da brauche ich durchaus auch die nötige Ruhe dazu, sowie auch die Energie. Das ist ein Grund, warum ich darauf achte, nicht mehr als zwei solche Threads parallel zu begleiten.

Manchmal verschwindet einer der Hilfesuchenden wieder, dann lache ich mir einen neuen an. Manchmal kommt der Verschwundene dann wieder, manchmal bleiben sie fern. Das weiß ich nicht. Tja so hatte ich es nun plötzlich mit 4 Leuten gleichzeitig zu tun. Dann muss nun mal auf Antworten gewartet werden.

Erschwerend ist für mich schon auch, wenn immer wieder mehrere Tage oder sogar Wochen zwischen den Antworten liegen, da ich in der Zeit auch manches vergesse, manches nicht mehr nachvollziehen bzw verknüpfen kann, dadurch wieder nachlesen muss, dazu habe ich nicht immer Zeit, aber auch weniger werdend Lust. Du weißt es, da es Deine Geschichte ist. Das alles ist mir, und das erklärt nun warum ich aktuell bislang nicht geantwortet habe, einfach zu viel und zu anstrengend geworden, zudem, da ich wieder mehr mit mir zu tun habe und auch die Tage viel Besuch habe / hatte.

Um es klar auf den Punkt zu bringen, da ich jetzt im Stillen von Dir höre: -Radfahrer, Du hättest öfter schreiben müssen oder ähnliches - stimmts? - Es hat aber nichts mit Dir zu tun. (Verstehst Du nun durch meine Erklärung den Unterschied?) Du gehst Deine Sache an, wie es Dir möglich ist, und das ist gut so. Im Endeffekt fügt sich dann doch alles so, wie es sein soll. Lasse den Druck weg - erwarte nicht mehr von Dir, als Du leisten kannst und honoriere einfach das, was Du alles schon geleistet hast.

Du bist weit gekommen - lese Deinen Thread - sammle, finde den Nenner und verknüpfe.



Liebe Grüße
Lotte


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~Radfahrer~
Beitrag 06.04.2015, 09:21
Beitrag #327


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Nur kurz...

Zitat (Lotte 2 @ 05.04.2015, 12:00) *
-Radfahrer, Du hättest öfter schreiben müssen oder ähnliches - stimmts? -

Jain.

Zitat (Lotte 2 @ 05.04.2015, 12:00) *
Erschwerend ist für mich schon auch, wenn immer wieder mehrere Tage oder sogar Wochen zwischen den Antworten liegen, da ich in der Zeit auch manches vergesse, manches nicht mehr nachvollziehen bzw verknüpfen kann, dadurch wieder nachlesen muss, dazu habe ich nicht immer Zeit, aber auch weniger werdend Lust. Du weißt es, da es Deine Geschichte ist. Das alles ist mir, und das erklärt nun warum ich aktuell bislang nicht geantwortet habe, einfach zu viel und zu anstrengend geworden, zudem, da ich wieder mehr mit mir zu tun habe und auch die Tage viel Besuch habe / hatte.

Einerseits würde ich gerne mehr und öfter antworten, aber gerade in letzter Zeit häufen sich auch bei mir die Aufgaben.
Ich bin mir im klaren darüber, dass Du hier freiwillig Deine wertvolle Freizeit für Leute wie mich aufbringst. Ich sehe auch, dass Du max. 2 Threads pro Tag abarbeitest.

Um es kurz zu halten: Das sollte in keinster Weise ein Vorwurf oder ähnliches an Dich sein. Aber ich denke mal, das hast Du auch nicht so aufgefasst.
Es sollte nur meine Gedanken widerspiegeln, meine Selbstzweifel, wie Du richtig erkannt hast.

Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 06.04.2015, 09:57
Beitrag #328


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Zitat (~Radfahrer~ @ 06.04.2015, 10:21) *
Aber ich denke mal, das hast Du auch nicht so aufgefasst.
Es sollte nur meine Gedanken widerspiegeln, meine Selbstzweifel, wie Du richtig erkannt hast.

Korrekt


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~Radfahrer~
Beitrag 24.04.2015, 11:38
Beitrag #329


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Hallo Lotte, hallo Kai, und natürlich auch alle anderen,

Ihr hattet Recht, der ~Radfahrer~ wird schon wissen, wann er für den nächsten Schritt bereit ist...

Sorry, Lotte, ich weiß, dass es schwer für Außenstehende ist, der "Geschichte" zu folgen, wenn längere Pausen dazwischen liegen.
Aber nach den letzten Wochen hier hatte ich das Gefühl, ich schreibe mich in eine Art, sagen wir mal Depression. Deshalb brauchte ich auch mal diese 3 Wochen Pause quasi vor mir selbst.

Ich habe auch gestern erst Deinen letzten Absatz in Post #326 mal bewußt gelesen.
Ja, ich setze mich selbst unter enormen Druck, da ich für mich nicht das Gefühl habe, dass ich schon viel erreicht habe.
Zitat (Lotte 2 @ 05.04.2015, 12:00) *
... wirst die Frage 12 beantworten können. Aber vielleicht kannst Du es ja schon längst und traust Dich nur nicht? Denn auch ich habe den Eindruck, wie @Kai, dass Du eigentlich schon viel weiter bist, Du musst es nur fokussieren und auch zulassen können.

Ich sehe zwar Fortschritte, aber mir fehlen noch einige Punkte, gerade was die Verknüpfung aller Faktoren miteinander angeht. Ich selbst sehe mich noch nicht in der Lage, Frage 12 so schlüssig und umfassend zu beantworten, dass ihr zufrieden wärt.


(Eigentlich ist es schon fast ein EDIT, weil ich kurz davor war, den Post abzuschicken, bis mir diese Gedanken kamen, weil ich nochmal Kais Post #325 gelesen habe) :
Ich muss auch diese (kleinen) Fortschritte als Erfolge ansehen, sonst wird das nix...


Zitat (Lotte 2 @ 05.04.2015, 12:00) *
Deine Beiträge lassen immer mehr und immer deutlicher Dein mangelndes Selbstbewusstsein in vielen verschiedenen Bereichen erkennen. Sammle doch mal all diese Bereiche, vielleicht gelingt es einen gemeinsamen Nenner zu finden?

Die andere Sache ist, noch klarer hinsehen, woher dieses mangelnde Selbstbewusstsein stammt.

Ein anderer Aspekt meines fehlenden Selbstbewusstseins bzw. meiner Unsicherheit liegt vielleicht darin, dass sich meine Mutter halt lange Zeit um alles gekümmert hat. Ich musste nichts machen, was "unangenehm" hätte sein können.
Meine Mutter hat bei der Firma angerufen, bei der ich mein Schülerpraktikum gemacht habe, sie hat mich an den Schulen angemeldet, Behördengänge, überall war sie dabei.

Sobald ich mit Leuten spreche, die mir in einem Thema (weit) überlegen scheinen, verkrieche ich mich in Schweigen und Zurückhaltung. Dabei kann ich mit den selben Leuten (Beispiel der Schwager meiner Freundin = Architekt) über alltägliche Dinge und "Belangloses" ganz normal reden, bin auch Schlagfertig und keineswegs schüchtern.
Genauso kann ich auch mit meinen Chefs reden, wenn es sich halt nicht gerade um ein Mitarbeitergespräch handelt, sondern "Smalltalk" in der Firmenkantine.

Zitat (Lotte 2 @ 05.04.2015, 12:00) *
Du hast in dem Ursprungsmotiv-Beitrag von dem Verhalten Deines Vaters Dir gegenüber gesprochen. In dieser Richtung würde ich an Deiner Stelle weiter arbeiten, hatte ich Dir in dem entsprechenden Beitrag geantwortet, (in etwa, ich weiß es jetzt nicht mehr so genau) - was hat das alles mit Dir gemacht, wie hattest Du Dich darauf hin gefühlt, welches Verhalten hat es in Dir ausgelöst? Und wenn Du als erwachsener Radfahrer zurückblickst - hatte der Vater damit immer Recht, war es immer gut?

Als erwachsener Radfahrer denke ich, dass ich deswegen nie Kinder haben wollte!
Vor nicht allzu langer Zeit stand es bei meiner Freundin und mir zur "Diskussion". Es hat nicht funktioniert, trotz Hilfe einer Klinik. Inzwischen haben wir auch mit dem Thema weitestgehend abgeschlossen.
Insgeheim bin ich froh darüber. Sie weiß von meiner Einstellung, fand es aber toll, dass ich es trotzdem mit versucht habe.

Ich habe Angst, dass ich genauso werden würde wie mein Vater. Man sagt zwar immer, dass man die Fehler seiner eigenen Eltern niemals machen würde, aber ist das wirklich so?


Zitat (Lotte 2 @ 05.04.2015, 12:00) *
Warum ... kannst [du] mit aufgezeigten Problemen nicht umgehen etc )

Ich kann mit realen Problemen umgehen, bzw. versuche dafür eine Lösung zu finden.
Womit ich nicht umgehen kann, sind "imaginäre" Probleme. Dieses negative Denken anderer kann ich nicht ab. Darauf habe ich dann auch keine Antworten.
Wenn ich eine Kreuzfahrt mache, dann denke ich nicht darüber nach, ob das Schiff sinken kann, während andere Leute wegen dieser Möglichkeit gar nicht erst ein Schiff betreten würden.
Dabei kann ich nicht mal schwimmen... Ja, wirklich, ich kann nicht schwimmen!


Zitat (Lotte 2 @ 05.04.2015, 12:00) *
(Beziehst Du immer alles auf Dich? Du nimmst alles persönlich? Gehst nicht davon aus, dass es eben nicht an Dir liegen könnte? Warum? Liegt hier vielleicht auch das Problem verankert, warum beim Familiengespräch über die bei einem Bau auftauchenden Probleme Dir so nahe ging? Fehlt Dir oft die Abgrenzung - das ist die Sache, um die es geht, das hat aber nichts mit Dir und Deiner Persönlichkeit zu tun?)

Ja, ich beziehe vieles auf mich persönlich.
Ich nehme es nicht persönlich, dass sich die Tapeten eventuell nicht abkratzen lassen, aber ich nehme es persönlich, dass anscheinend daran gezweifelt wird, dass ich selbst eine Lösung dafür finden kann, wie ich die Tapeten trotzdem von der Wand bekomme. Vielleicht ist das auch gar nicht so von den Beteiligten gemeint, trotzdem fasse ich es so auf. Da greift halt eins ins andere...


Ich würde noch gerne wissen, ob meine Antwort hier
Zitat
Zitat (Lotte 2 @ 27.03.2015, 09:27)

Zitat
Das sind unnötige Gelegenheiten gewesen, die ich auch gut hätte weglassen können.
Ich habe mich halt mit der führerscheinlosen Situation abgefunden, hatte in den letzten 3 Jahren auch nie wieder so beim Alkohol zugelangt wie vor der TF, die MPU rückte aus dem Blickfeld, ich konnte/kann Nein und Stop sagen, daher habe ich meine persönliche Leine lockerer gelassen.

Was sagt Dir das?

Dass meine Hauptmotivation immer noch bzw. jetzt wieder der Führerschein ist?

das ist, was Du erfahren wolltest.
Ich hatte überlegt, ob man darin auch etwas positives sehen kann, etwas negatives sowieso, hatte mich dann aber für den Konjunktiv entschieden. Der dann auch eher ins negative tendiert...

Schöne Grüße und ein schönes Wochenende
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~Radfahrer~
Beitrag 24.04.2015, 13:34
Beitrag #330


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Jetzt habe ich es doch vergessen:

Ich hatte 2 Termine für Leberwerte bei der Hausärztin. Obwohl ich auch beim ersten Termin einen Zettel vorgelegt habe, auf dem die benötigten Werte aufgeschrieben waren, fehlt der GOT-Wert.
Nützt der Ausdruck mir jetzt trotzdem noch etwas? Oder soll ich noch einen Termin machen lassen, damit ich mal mindestens zwei Ausdrucke mit vollständigen Werten habe?

Werte sind:

13.03.15
GGT 13 U/l
GPT 15 U/l

08.04.15
GGT 10 U/l
GPT 16 U/l
GOT 21 U/l

Nochmal schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 26.04.2015, 11:16
Beitrag #331


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Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 24.04.2015, 12:38) *
Ich sehe zwar Fortschritte, aber mir fehlen noch einige Punkte, gerade was die Verknüpfung aller Faktoren miteinander angeht. Ich selbst sehe mich noch nicht in der Lage, Frage 12 so schlüssig und umfassend zu beantworten, dass ihr zufrieden wärt.

Du wärst wohl nicht zufrieden, oder? Für uns ist es kein Ding, wenn es nicht schlüssig oder ausreichend ist, wir bohren und fragen einfach nach.

Innerhalb Deiner Post lässt sich deutlich Deine Sammlung der Punkte für die Motive erkennen. Schön fand ich, dass Du auch den Aspekt des Selbstbewusstseins über Deine Mutter nun aufgegriffen hast, dort manches erkannt hast.

Zitat
Ich habe Angst, dass ich genauso werden würde wie mein Vater. Man sagt zwar immer, dass man die Fehler seiner eigenen Eltern niemals machen würde, aber ist das wirklich so?

Das, wovor Du Angst hast, mag wohl auch in die Motive der Frage 12 mit einfließen können, denn das wird wohl maßgeblich für Deine Persönlichkeitsprägung mit gesorgt haben.



Zu Deiner Frage: ich beantworte sie aus meiner Erfahrung heraus, vielleicht hilft es Dir?
Meine Mutter war und ist eine kaltherzige Persönlichkeit unter der ich als Kind, aber auch als Erwachsene gelitten habe. (ich habe heute keinen Kontakt mehr zu ihr) Durch das Leid habe ich mich, denke ich, ganz automatisch anders entwickelt. Es mag gewisse Grundcharakteren geben, in denen ich ihr ähnlich bin, doch damit ist es schon getan.

Zwischen mir und meinen Kinder herrscht ein liebevolles, warmes Verhältnis, welches von Geborgenheit und Freiheit mit geprägt ist. Achtung, Wertschätzung und Anerkennung sind weitere Attribute, die unser Familienleben mit bestimm(t)en. Das sind Dinge, die mir meine Kinder heute als Erwachsene als positive Rückkoppelung, wie sie ihre Kindheit erfahren / erlebt haben, gaben und geben. Darauf bin ich stolz, aber vielmehr, es erfüllt mein Herz. Dabei habe ich sicherlich auch Fehler gemacht, wer ist denn schon Fehlerfrei?

Es ist möglich, (ich weiß es nicht) dass meine Kinder unter/ durch manchen Fehler von mir zu knabbern haben, da auch diese ihre Persönlichkeit mit prägten. (Vielleicht ist es ihre Lebensaufgabe.....?)

Somit, ich bin meiner Mutter in gewissen Dingen ähnlich, aber ich bin nicht so wie sie!
Anders ausgedrückt - alles hat mds zwei Seiten - auch der Charakter. Es kommt darauf an, welche Seite man davon lebt und ist.



Zitat
Ja, ich beziehe vieles auf mich persönlich.
Ich nehme es nicht persönlich, dass sich die Tapeten eventuell nicht abkratzen lassen, aber ich nehme es persönlich, dass anscheinend daran gezweifelt wird, dass ich selbst eine Lösung dafür finden kann, wie ich die Tapeten trotzdem von der Wand bekomme. Vielleicht ist das auch gar nicht so von den Beteiligten gemeint, trotzdem fasse ich es so auf. Da greift halt eins ins andere...

Daran solltest Du arbeiten! Es ist nicht einfach, aber schaffbar! Und dadurch wird vieles einfacher und leichter!


Zitat
Ich würde noch gerne wissen, ob meine Antwort hier
Zitat
Dass meine Hauptmotivation immer noch bzw. jetzt wieder der Führerschein ist?

das ist, was Du erfahren wolltest.

Die Nachfrage von Dir habe ich leider nicht ganz verstanden. Ich antworte dennoch darauf, mit dem was mir in dem Zusammenhang wichtig erscheint, vielleicht klärt es sich dadurch?

Der Hauptantrieb sich mit sich selbst zu beschäftigen mag / kann / darf durchaus der FSverlust sein. Dabei sollte aber auch eine Wandlung in sich stattfinden, so dass die Hauptmotivation sich zu ändern nicht im FSverlust liegt, sondern im Erkennen des unguten Verhaltens was zum Verlust geführt hatte. Die Motivation sich zu ändern, sollte darin begründet sein, dass einem an sich selbst etwas liegt.


Liebe Grüße
Lotte



PS: Deine Leberwerte sind voll in Ordnung. Du brauchst keine weiteren.


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~Radfahrer~
Beitrag 11.05.2015, 11:10
Beitrag #332


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Guten Morgen liebe Leute,

ich kann wieder nur um Entschuldigung bitten, dass es hier im Moment so schleppend läuft.

Ich hatte die letzte Woche Urlaub, habe unser Haus weiter renoviert, inzwischen ist der Telekom-Anschluss schon umgemeldet, so dass ich zu Hause kein Internet mehr habe.

Bei der Renovierung musste ich auch die erste "Niederlage" einstecken. Es läuft nicht so schnell wie von mir gehofft. Daher haben wir den Umzugstermin um einen Monat nach hinten verlegt. Mir persönlich geht es dadurch aber besser. Der Stress ist gleich abgefallen und es läuft gefühlt gleich auch viel einfacher.


Ja, Lotte, das hilft mir schon. Auch deine Antwort auf meine Nachfrage.


Dann versuche ich mal Frage 12 zu beantworten:

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Ich bin in einer gut behüteten Kindheit als Einzelkind aufgewachsen. Ich musste mich um nichts kümmern, meine Mutter war immer für mich da und hat alles, was unangenehm hätte sein können, für mich erledigt. Das ging auch so bis in mein junges Erwachsenenalter, als ich dann mit Anfang 20 endgültig aus dem Elternhaus ausgezogen bin.
Bei meinem Vater hatte ich immer das Gefühl, dass ich ein Anhängsel bin, damit meine Mutter glücklich ist und er eine einigermaßen ruhige Ehe führen kann. Er hat sich nie für meine Aktivitäten interessiert. Ich bekam selten bis nie Anerkennung von ihm für meine Erfolge im Fußball. Wenn ich versucht habe, mich für seine Hobbys zu interessieren und dabei etwas schief ging, konnte er schnell wütend werden.
Mein Selbstbewusstsein, dass durch die Behütung meiner Mutter eh nie groß ausgeprägt war, wurde durch die fehlende Anerkennung und diese Misserfolge noch weiter geschädigt und meine Unsicherheit wuchs.
Ich war immer sehr zurückhaltend, hatte nur wenige Kontakte außerhalb der Schule und des Sportplatzes. Als Jugendlicher wollte ich dann aber doch auch irgendwann mal dazu gehören, Anerkennung von Freunden für meine Leistungen bekommen und auch mal mit Frauen sprechen. Auf Partys und in der Disco fing ich dann an zu trinken. Alkohol hat mir geholfen, meine Unsicherheit und mein mangelndes Selbstvertrauen zu überspielen. Ich wurde und wirkte dadurch lockerer und unverkrampft, konnte dann mit Leuten ins Gespräch kommen.


So würde ich es im Gespräch erklären. Ich habe auch versucht darauf zu achten, dass ich schreibe wie ich spreche und nicht zu schreiben wie im Deutschunterricht gelernt.

Schöne Grüße
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Kai R.
Beitrag 11.05.2015, 12:43
Beitrag #333


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Hallo Radfahrer,

das liest sich schon gut. Ich würde aber nicht da aufhören, wo Du angefangen hast, Alkohol zu konsumieren, sondern auch noch ein paar Sätze dafür spendieren, was Du für weitere Erfahrungen gemacht hast und wie sich dieses Motiv verselbständigt hat.


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Grüße

Kai

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Lotte 2
Beitrag 11.05.2015, 19:25
Beitrag #334


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Heidernei Kai

wo nimmst Du nur immer wieder diese Worte her? Genial!


Hallo Radfahrer

auch ich lese den Beginn der Frage 12 als sehr gut. Warum Beginn? Weil es schlichtweg noch nicht alles ist. Über das weitere, dem innerliegenden Motiv hatten wir uns doch bereits genügend in den vergangenen Beiträgen ausgetauscht, oder nicht? zb Chef-Mitarbeiter-Gespräch - die Schüchternheit, zb das Geschichtle mit der Verwandschaft - bei kritischen Gedanken, welch Schwierigkeiten bei einem Umbau auftauchen können - dabei immer alles persönlich zu nehmen usw

Verknüpfe doch solche Geschichten nun auch mit dem Trinken, wenn Du Abends ausgegangen bist, füge das noch als schlüssige Weiterentwicklung ein. Früher war es, so wie Du es beschrieben hast. Doch ab und an, auch seit längerem hast Du eine Freundin. Daher kein Bedarf - ins Gespräch kommen zu müssen, aus diesem Grunde dem Alkohol zugeneigt zu wollen. Und dennoch war, auch in Begleitung, der erhöhte Alkoholkonsum ein Bedürfnis. Erkennst Du wohin Kai und ich möchten?


Über etwas, was ich ein bissle grinsen muss in Deinem Beitrag, ist, Deine Sache mit dem Bau, wie es voran geht. Ich finde es gerade nur einfach toll für Dich, da Du, so scheint es mir, parallel durch den Bau ein Übungsfeld für Deine Aufarbeitung hast. Perfekt.

So erzähle, wenn Du magst, wie ging es Dir, als Du festgestellt hattest, es geht nicht so voran wie gedacht? Was alles ging in Dir ab, bis der Entschluss fiel alles um einen Monat nach hinten zu verschieben?

Liebe Grüße
Lotte


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~Radfahrer~
Beitrag 13.05.2015, 15:12
Beitrag #335


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Hallo,

ich versuche es mal zu erweitern:

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Ich bin in einer gut behüteten Kindheit als Einzelkind aufgewachsen. Ich musste mich um nichts kümmern, meine Mutter war immer für mich da und hat alles, was unangenehm hätte sein können, für mich erledigt. Das ging auch so bis in mein junges Erwachsenenalter, als ich dann mit Anfang 20 endgültig aus dem Elternhaus ausgezogen bin.
Bei meinem Vater hatte ich immer das Gefühl, dass ich ein Anhängsel bin, damit meine Mutter glücklich ist und er eine einigermaßen ruhige Ehe führen kann. Er hat sich nie für meine Aktivitäten interessiert. Ich bekam selten bis nie Anerkennung von ihm für meine Erfolge im Fußball. Wenn ich versucht habe, mich für seine Hobbys zu interessieren und dabei etwas schief ging, konnte er schnell wütend werden.
Mein Selbstbewusstsein, dass durch die Behütung meiner Mutter eh nie groß ausgeprägt war, wurde durch die fehlende Anerkennung und diese Misserfolge noch weiter geschädigt und meine Unsicherheit wuchs.
Ich war immer sehr zurückhaltend und schüchtern, hatte nur wenige Kontakte außerhalb der Schule und des Sportplatzes und ich bin Konflikten und Komplikationen möglichst aus dem Weg gegangen. Wenn ich den Situationen nicht aus dem Weg gehen konnte, wie zum Beispiel Bewerbungsgespächen, Mitarbeitergesprächen, allgemein mit Leuten, denen ich mich in Fachkompetenz unterlegen fühlte, dann fühlte ich mich immer sehr unwohl und bedrängt. Ich habe Kritik und mögliche Schwierigkeiten auch immer sehr persönlich genommen, mir die Schuld daran gegeben, vielleicht nicht mein bestes getan oder irgendwas falsch gemacht zu haben.
Als Jugendlicher wollte ich irgendwann mal dazu gehören, Anerkennung von Freunden für meine Leistungen bekommen und auch mal mit Frauen sprechen. Auf Partys und in der Disco fing ich dann an zu trinken. Alkohol hat mir geholfen, meine Unsicherheit und mein mangelndes Selbstvertrauen zu überspielen. Ich wurde und wirkte dadurch lockerer und unverkrampft, konnte dann mit Leuten, auch später im Freundeskreis, leichter in Gespräche kommen, ohne mir noch Gedanken über meine Unsicherheiten machen zu müssen. Ich konnte dann darüber hinwegsehen, wenn jemand an mir zweifelte oder ich an mir selbst zweifelte und nahm es nicht mehr so persönlich und zu Herzen.



Viel mehr ist es irgendwie nicht geworden...



Beim Renovieren merkte ich immer wieder, dass ich zwar meine Arbeit gut mache, der Perfektionist halt in mir, aber es nicht so schnell und einfach von der Hand geht wie gedacht und gehofft. Dadurch bekam ich zwischendurch immer wieder regelrechte "Panikattacken" und wusste nicht, wohin ich nun zuerst laufen und was zuerst erledigen sollte. Die vorläufigen Ziele wurden immer kleiner. Das hat mich sehr traurig gemacht.
Ich saß dann Abends im Zug auf dem Weg in die alte Wohnung und kam auf die Idee, den Umzug zu verschieben. Es gibt mehrere einleuchtende Gründe, warum das keine schlechte Idee ist, z.B. dass die Wohnzimmerfenster erst Mitte Juni ausgetauscht werden und ich somit auch gar nicht richtig hätte fertig renovieren und tapezieren können.
Ich erklärte es meiner Freundin und sie war auch mehr als einverstanden. Sie macht gerade eine Mädels-Tour auf der AIDA und hätte auch keine ruhigen und schönen Tage gehabt, so kurz vor dem eigentlichen Termin.
Als ich (ja, ich, obwohl ich erst meine Freundin bei der Hausverwaltung anrufen lassen wollte, sie aber zu viel zu arbeiten hatte) dann am nächsten Tag unsere Hausverwaltung und das Umzugsunternehmen angerufen habe, um die Änderung der Kündigungsfrist und des Umzugstermins zu erbitten, und dem zugestimmt wurde, wobei ich ein saftiges "Lehrgeld" an das Umzugsunternehmen zahlen muss, weil die Stornierung des ersten Termins zu kruzfristig war, fiel eine große Last von mir ab.
Sogar die körperlichen Erscheinungen durch die bisherige Arbeit waren weniger und ich hab in den nächsten Tagen mehr geschafft mit weniger Rücken- und Gelenkschmerzen.
Ich habe zwar manchmal immer noch das Gefühl, dass es eine ganz enge Kiste wird, weil der Urlaub jetzt vorbei ist und es ein "Feierabend- und Wochenendprojekt" ist, aber das hält sich in Grenzen.
Ich versuche jetzt auch mal am WE Hilfe von Freunden anzunehmen. Ich finde das aber immer noch schwierig, weil ich das schlecht koordinieren kann.
Es ist ja auch immer nur Werkzeug für eine Person da. Und man kann nun mal nicht alles gleichzeitig machen.
Ein Kumpel hat mich auch "durchschaut" und gesagt, dass er weiß, dass ich hinterher in dem Haus stehen will und sagen möchte, dass ich das geschafft habe. Wahrscheinlich so wie in der Szene aus "Cast away", als Tom Hanks es endlich geschafft hat, ein Feuer zu entzünden. biggrin.gif

Als ich es dann meiner Freundin gesagt habe, dass alles glatt geht, habe ich sie noch in den Arm genommen und gesagt, dass ich sehr froh sei, sie zu haben. Da meinte sie: "Das ist ja süß. Du meinst das ernst." "Ja, sicher." Da hatte ich schon einen kleinen Kloß im Hals...

Schöne Grüße
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Kai R.
Beitrag 13.05.2015, 15:43
Beitrag #336


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na komm.

Du hast gelernt, Dinge perfekt zu machen, um Deinen Eltern zu gefallen. Was nicht so geklappt hat. Die hohen Ansprüche an Dich selbst konntest Du nicht immer erfüllen. Das hat Dich gehemmt. Durch Deine Erfahrungen mit Alkohol hast Du gelernt, dass Du damit Hemmungen überspielen kannst. Irgendwann hat sich das verselbständigt, dass Du das Mittel Alkohol immer wieder genutzt hast, um lockerer zu werden, Hemmungen zu überspielen und Deine Unsicherheit nicht fühlbar werden zu lassen.

War es so? Kannst Du eigene Worte dafür finden?


--------------------
Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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Lotte 2
Beitrag 17.05.2015, 07:55
Beitrag #337


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Hallo Radfahrer,

ich finde, nach Deinem kurzen Bericht, Deinen Umbau nun umso mehr genial für Deine Aufarbeitung. Siehst Du diesen Bericht, Deine jüngsten Erfahrungen auch in Zusammenhang mit @Kais Denkanstöße und Deiner Antwort auf die Nr. 12? Ich finde es repräsentiert Dich ganz gut. Sowohl die Vergangenheit, aber auch schon die Verhaltensänderung. Zu einem Punkt davon noch ne Frage:

Zitat (~Radfahrer~ @ 13.05.2015, 16:12) *
Ich versuche jetzt auch mal am WE Hilfe von Freunden anzunehmen. Ich finde das aber immer noch schwierig, weil ich das schlecht koordinieren kann.
Es ist ja auch immer nur Werkzeug für eine Person da. Und man kann nun mal nicht alles gleichzeitig machen.
Ein Kumpel hat mich auch "durchschaut" und gesagt, dass er weiß, dass ich hinterher in dem Haus stehen will und sagen möchte, dass ich das geschafft habe. Wahrscheinlich so wie in der Szene aus "Cast away", als Tom Hanks es endlich geschafft hat, ein Feuer zu entzünden. biggrin.gif

Was lässt sich denn schlecht koordinieren? Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. Liegt es wirklich "nur" am mangelnden Werkzeug? Oder steckt da nicht etwas anderes dahinter? Spielt generell das Hilfethema ein Rolle?

Was steht dagegen die Helfer zu bitten, ob sie entsprechenden Werkzeug mitbringen könnten? Taucht dann wieder das Problem auf, Du kannst Dir nichts ausleihen? Falls ein Werkzeug kaputt geht, oder etwas verloren geht, ließe es sich nicht dann ersetzten?

Du hast einen guten Freund!

Ein Thema dabei scheint zu sein, Du hast es dann nicht alleine geschafft. Kannst Du dann selbst nicht stolz auf Dich sein, oder fehlt Dir dann der Stolz und die Anerkennung der Verwandtschaft? Warum? Fürchtest Du, sie in ihrer Kritik zu bestätigen, weil Du am Ende nicht alles alleine gemacht hast, zumal Du bereits den Umzug verschieben musstest? Du hast es ihnen dann nicht gezeigt, dass Du es schaffst?

Wenn Du die damalige Kritik nun nicht mehr persönlich auf dich selbst beziehst, sondern nur auf die Sache, ist es dann nicht vollkommen legitim sich länger Zeit zu lassen und Hilfe mit ins Boot zu nehmen? Ein Bau geht flotter leichter von der Hand, wenn mehrere zusammen anpacken, sei es um der Kraft und Zeit wegen, den verschiedenen Ideen bei auftauchenden Schwierigkeiten, oder einfach nur in der Zusammenarbeit. Geplant fertig, das mag wohl den allerwenigsten gelingen, weil es "immer" länger dauert und manch ungeahntes auftaucht, oder nicht?

Erinnerst Du Dich an die Beiträge, als Kai und ich Dich darauf stupsten (schwer allein sein zu können) auf die Anerkennung, für Dein Selbstbewusstsein, von Außen angewiesen (abhängig) zu sein, und für die Verhaltensänderung wichtig ist, diese in Dir selbst zu entdecken und zu leben? Jo sei doch einfach nur stolz und erfreue Dich, um die kleinen Schritte, die Du nun geschafft hast. Gib Dir doch selbst Anerkennung. Und das kann durchaus auch gekoppelt an die Helfer sein, als ihr im Team gearbeitet habt, und dann etwas vorwärts ging, oder einfach lustig / schön war, oder nicht? Oder auch, weil Du es nun geschafft hast !, den Termin zu verschieben und um Hilfe zu bitten, oder?


Zitat
Viel mehr ist es irgendwie nicht geworden...

Ich finde es gelingt Dir schon ganz gut. Wenn Du den Faden von Kai noch mit einspinnst, dann dürfte es passen.


Liebe Grüße
Lotte


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~Radfahrer~
Beitrag 26.05.2015, 17:34
Beitrag #338


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Hallo liebe Helfenden! smile.gif

Ich muss mal Lotte zitieren: "Heidernei Kai, wo nimmst Du nur immer wieder diese Worte her? Genial!"

Hemmungen! Genau das ist es! Stundenlang eiere ich um das Wort herum und finde es nicht...


@ Lotte: Ja, diese Baustelle ist ein gutes Übungsfeld. In allen Bereichen. Geistig und körperlich.


Ich kann schlecht Anweisungen geben, weil:
-ich nicht weiß, was ich den Leuten zutrauen kann/soll
-ich nicht weiß, ob sie meine Ansprüche erfüllen
-ich nicht weiß, wie ich es wiedergutmachen kann, wenn ich Hilfe bekommen habe.


Argh... ich wollte gerade ein seitenlanges Beispiel schildern, aber wen interessieren die Details. Jetzt einfach mal nur in kurz:
Ich habe nach Hilfe gefragt und zugesagt bekommen. Ich fragte, ob er das auch kann, es wurde bejaht.
Ich selbst behaupte von mir, dass ich diese Arbeit noch "übe".
Er war so erpicht auf die Arbeit, dass ihm selbst die Hausführung schon zu lange gedauert hat und unbedingt anfangen wollte.

Das Ende vom Lied:
Das Ergebnis seiner Arbeit sieht schlechter aus als meine "Übung".

Was ich dadurch mal wieder gelernt habe:
Meine Ansprüche an mich selbst sind viel zu hoch!
Andere sagen einfach ja, ich kann das, und ich stehe vor meiner Arbeit und denke, das kann und muss man (ich) noch besser hin bekommen. Und zwar gleich beim ersten mal.


Aber ja, ich kann, und versuche es auch, stolz auf mich (zu) sein, was ich bisher geschafft habe. Ich bin an einem Punkt, wo mir die Äußerungen der anderen relativ egal geworden sind. Relativ. Es gibt "nur" noch eine Handvoll an Personen, deren Anerkennung mir für meine Arbeit sehr wichtig ist.

Ich hatte aber auch noch von 2 anderen Freunden Hilfe. Ja, es macht mehr Spaß zu zweit zu arbeiten. Wenn sie wissen, was sie tun oder wenigstens so unterstützen können, dass man körperlich entlastet wird. wink.gif
Wenn man das Gefühl hat, man hat hinterher mehr Arbeit als vorher, ist es nicht so spaßig...


Liebe Grüße

P.S. Es tut mir leid, dass sich das alles hier so hinzögert. Im Moment kann ich nur bei der Arbeit posten. Da habe ich die Ruhe (und die Möglichkeit).
Selbst bei einem so kurzen Post wie diesem sitze ich über eine Stunde vorm Rechner und versuche alles zu fokussieren und so zu schreiben, dass ihr mich auch versteht.
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~Radfahrer~
Beitrag 12.06.2015, 14:24
Beitrag #339


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Das ist von Pierre Franckh, ich habe es beim stöbern auf Facebook gefunden, aber eigentlich haben @Lotte 2 und @Kai R. schon das gleiche geschrieben:

Perfektion ist eine Illusion

11 Punkte um besser zu leben

• Versuche nicht perfekt zu sein. Dadurch wird die eigene Messlatte so hoch gelegt, dass wir ständig am eigenen Anspruch scheitern werden.
• Wenn wir perfekt sein wollen, sind wir auch meist sehr unzufrieden, weil wir nie das erreichen, was wir von uns selbst erwarten.
• Wenn wir perfekt sein wollen, erwarten wir dies natürlich auch von unserer Umwelt. Da diese aber niemals perfekt sein kann, sind wir nicht sehr einverstanden mit der Leistung der anderen.
• Natürlich können dann auch unsere Lebenspartner nie unsere hohen Ansprüche erfüllen. Meist trennen wir uns dann tief enttäuscht von ihnen.
• Sei gnädig mit dir selbst. Fehler sind ganz normal.
• Vergleiche dich nicht mit anderen. Jeglicher Vergleich lässt dich kleiner erscheinen, weil du dich nur nach oben orientierst. Also dort, wo du erst noch hin möchtest.
• Sei mit dem zweiten oder dritten Platz zufrieden.
• Du musst nicht besser sein als andere. Du musst immer nur du selbst sein.
• Bewerte nicht ständig deine eigene Leistung.
• Gehe auf die Suche nach deiner Freude.
• Und!! Fang einfach an
.


Gerade durch die Renovierung wird mir das ganz besonders klar. Vor allem die ersten beiden Punkte.
Nur der vierte Punkt Punkt fällt da raus. Im Moment habe ich das Gefühl, das meine Beziehung noch stärker und besser geworden ist.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Ich bin in einer gut behüteten Kindheit als Einzelkind aufgewachsen. Ich musste mich um nichts kümmern, meine Mutter war immer für mich da und hat alles, was unangenehm hätte sein können, für mich erledigt. Das ging auch so bis in mein junges Erwachsenenalter, als ich dann mit Anfang 20 endgültig aus dem Elternhaus ausgezogen bin.
Bei meinem Vater hatte ich immer das Gefühl, dass ich ein Anhängsel bin, damit meine Mutter glücklich ist und er eine einigermaßen ruhige Ehe führen kann. Er hat sich nie für meine Aktivitäten interessiert. Ich bekam selten bis nie Anerkennung von ihm für meine Erfolge im Fußball. Wenn ich versucht habe, mich für seine Hobbys zu interessieren und dabei etwas schief ging, konnte er schnell wütend werden.

Mein Selbstbewusstsein, dass durch die Behütung meiner Mutter eh nie groß ausgeprägt war, wurde durch die fehlende Anerkennung und diese Misserfolge noch weiter geschädigt und meine Hemmungen, nicht perfekte "Ergebnisse" abzuliefern, sind gewachsen. Ich blieb immer sehr zurückhaltend und schüchtern, hatte nur wenige Kontakte außerhalb der Schule und des Sportplatzes und ich bin Konflikten und Komplikationen möglichst aus dem Weg gegangen. Wenn ich den Situationen nicht aus dem Weg gehen konnte, wie zum Beispiel Bewerbungsgespächen, Mitarbeitergesprächen, allgemein mit Leuten, denen ich mich in Fachkompetenz unterlegen fühlte, dann fühlte ich mich immer sehr unwohl und gehemmt. Ich habe Kritik und mögliche Schwierigkeiten auch immer sehr persönlich genommen, mir die Schuld daran gegeben, vielleicht nicht mein bestes getan oder irgendwas falsch gemacht zu haben.
Als Jugendlicher wollte ich irgendwann mal dazu gehören, und auch mal mit Frauen kennen lernen. Auf Partys und in der Disco fing ich dann an zu trinken. Alkohol hat mir geholfen, meine Hemmungen zu verdrängen. Ich wurde und wirkte dadurch lockerer und unverkrampft, tratue mich auch auf die Tanzfläche und konnte dann mit Leuten, auch später im Freundeskreis, leichter in Gespräche kommen, ohne mir noch Gedanken über meine Unsicherheiten machen zu müssen und ohne, dass die Leute meine Hemmungen bemerkten.
Mehr Alkohol lies mich dann so hemmungslos tanzen, dass es mir manchmal im Nachhinein am nächsten Tag doch peinlich war.

Schöne Grüße
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Lotte 2
Beitrag 16.06.2015, 09:49
Beitrag #340


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Hallo Radfahrer

sorry für das Schweigen in Deinem Thread. Durch meinen Urlaub bist Du mir doch tatsächlich durchgeflutscht, und danach hatte ich keinen Kopf mich mit den Gedanken der User hier im VP beschäftigen zu wollen. Aber nun, mir wird zwar die Zeit für die Antwort nicht ganz reichen, ich fange einfach mal mit Deinem vorletzten Beitrag an.

Zitat (~Radfahrer~ @ 26.05.2015, 18:34) *
@ Lotte: Ja, diese Baustelle ist ein gutes Übungsfeld. In allen Bereichen. Geistig und körperlich.

und zwischenmenschlich:

Zitat
Ich kann schlecht Anweisungen geben, weil:
-ich nicht weiß, was ich den Leuten zutrauen kann/soll
-ich nicht weiß, ob sie meine Ansprüche erfüllen
-ich nicht weiß, wie ich es wiedergutmachen kann, wenn ich Hilfe bekommen habe.

ich fand Dein Zitat, im letzten Beitrag sehr schön. Hier picke ich mal den zweiten Punkt heraus, der in Deinem Zitat den dritten betrifft.


Zitat
Ich habe nach Hilfe gefragt und zugesagt bekommen. Ich fragte, ob er das auch kann, es wurde bejaht.
Ich selbst behaupte von mir, dass ich diese Arbeit noch "übe".
Er war so erpicht auf die Arbeit, dass ihm selbst die Hausführung schon zu lange gedauert hat und unbedingt anfangen wollte.

Das Ende vom Lied:
Das Ergebnis seiner Arbeit sieht schlechter aus als meine "Übung".

Was ich dadurch mal wieder gelernt habe:
Meine Ansprüche an mich selbst sind viel zu hoch!
Andere sagen einfach ja, ich kann das, und ich stehe vor meiner Arbeit und denke, das kann und muss man (ich) noch besser hin bekommen. Und zwar gleich beim ersten mal.


Zitat
Wenn man das Gefühl hat, man hat hinterher mehr Arbeit als vorher, ist es nicht so spaßig...

Das Ergebnis der Arbeit war schlechter als Deine Übung. Wie schlecht war es denn, tatsächlich so, dass Du es nachbessern musstest?

Als ich das las, musste ich über mich grinsen. Ich hatte ja auch ziemlich das Problem alles schnell, gut und richtig machen zu müssen. Ja es war auch ein perfektionistisches Bestreben, wobei mir klar, perfekt 100% kann ich nicht sein. Dennoch, war der Perfektionismus deutlich ausgeprägt. Als ich nach meiner MPU mein Wohnzimmer gestrichen hatte, bemühte ich mich nicht ordentlich zu arbeiten. Mal rumsauen zu dürfen, mal Kanten nicht exakt zu streichen.

Es ist in der Tat so, dass ich ohne abzukleben mit dem Pinsel, sowohl mit der rechten als auch der linken Hand gerade Kanten hinbekomme. Das mag mit meinem ersten Beruf zu tun haben (nein ich bin keine gelernte Malerin), aber eben auch mit meinem Wesen. Das Ergebnis lässt sich trotzdem sehen. Keinem, sogar mir nicht, fällt es sonderlich auf, nachdem ich das Zimmer wieder eingeräumt hatte, dass nicht exakt gearbeitet wurde.

Wie ist es nun mit dem Kumpel, der nicht so gut arbeitete? Hast Du es nachgebessert? Durfte er Dir wieder helfen?
Oder konntest Du ohne Ärger, eher mit Grinsen darüber stehen?




Zitat
Aber ja, ich kann, und versuche es auch, stolz auf mich (zu) sein, was ich bisher geschafft habe. Ich bin an einem Punkt, wo mir die Äußerungen der anderen relativ egal geworden sind.



Zitat
Relativ. Es gibt "nur" noch eine Handvoll an Personen, deren Anerkennung mir für meine Arbeit sehr wichtig ist.

Welche sind das? Warum sind sie das?




Zitat
-ich nicht weiß, wie ich es wiedergutmachen kann, wenn ich Hilfe bekommen habe.

Zitat
Ich hatte aber auch noch von 2 anderen Freunden Hilfe. Ja, es macht mehr Spaß zu zweit zu arbeiten. Wenn sie wissen, was sie tun oder wenigstens so unterstützen können, dass man körperlich entlastet wird. wink.gif

Das Leben ist u.a. ein Nehmen und Geben. Ist es so, dass Du denkst, es jedem immer wieder sofort einen Ausgleich für die getane Hilfe zu geben?

In dem Punkt denke ich an einen Spruch, der als Gleichnis ganz gut passt:
"Für manche Menschen wandelt sich ein Geschenk sofort in eine Schuld".

Das Geben und Nehmen ist es immer wichtig, es dem Geber wieder zurück zu geben? Oder kann es nicht auch schön sein, etwas frei weg, etwas von Herzen gegebene einfach dankbar anzunehmen und an einer anderen Stelle, an einem anderen Menschen hin, der Hilfe benötigt, die Erstattung von dem Nehmen und Geben zu schenken? Oder der Freund braucht in 3 Jahren Deine Hilfe, eben dann erst für ihn da zu sein? (Ich sage jetzt mal nur aufrichtige und freie Dankbarkeit als Schlagwort)

Das Hilfethema kann ein sehr großes Thema sein. Einiges hast Du erkannt. Toll, wie Du an Dir arbeitest.

Liebe Grüße
Lotte


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Lotte 2
Beitrag 17.06.2015, 08:04
Beitrag #341


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Hallo Radfahrer,

die Frage 12 ist gelungen, noch dazu, da ich ziemlich sicher bin, dass egal was der GA dazu fragen wird, Du ausführlich, gründlich, durchdacht, eben aufgearbeitet dazu antworten werden kannst. Glückwunsch!

Die Frage nach den Vermeidungsstrategien wirst Du, so denke ich, ebenso gut hinbekommen.

Wenn Du magst, dann kannst Du den FB ausfüllen - und dann ab in die MPU mit Dir.

Liebe Grüße
Lotte


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~Radfahrer~
Beitrag 09.07.2015, 20:57
Beitrag #342


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Hallo Lotte, Hallo auch an die anderen.

Der Urlaub ist beendet, der Umzug ist abgeschlossen...

Ich bin mit meiner bisherigen Arbeit sehr zufrieden. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, z.B. die Fußleisten, aber ich habe aus anderen Haushalten gehört, dass das acht Jahre und mehr dauern kann, bis die endlich angebracht werden smile.gif

In der letzen Woche um den Umzug herum hatte ich noch Hilfe von zwei Leuten. Keine Freunde oder Kumpels, sie haben Geld für ihre Hilfe bekommen. Also Schwarzarbeiter, um es auf den Punkt zu bringen. Allerdings bleibt den beiden auch keine großartig andere Möglichkeit mehr in ihrem Leben. Beide sind ehemalige Drogenabhängige im Methadon-Programm und beide sind Ex-Knackies. Mit der Vergangenheit bekommt man keinen geregelten Job mehr.

Ich denke, ich habe viel von den beiden gelernt... Nicht nur in handwerklicher Sicht.


Zitat (Lotte 2 @ 16.06.2015, 10:49) *
Das Ergebnis der Arbeit war schlechter als Deine Übung. Wie schlecht war es denn, tatsächlich so, dass Du es nachbessern musstest?

Mit etwas Abstand betrachtet war es sicherlich nicht so schlecht. Diese Arbeit erforderte eh mindestens immer zwei Schritte.
Ich habe halt immer versucht, es trotzdem in nur einem Schritt hin zu bekommen (was auch Profis nicht schaffen), er hat es so gemacht, dass man dann evtl. 3 Schritte brauchte. Auf jeden Fall aber die 2.


Zitat (Lotte 2 @ 16.06.2015, 10:49) *
Wie ist es nun mit dem Kumpel, der nicht so gut arbeitete? Hast Du es nachgebessert? Durfte er Dir wieder helfen?
Oder konntest Du ohne Ärger, eher mit Grinsen darüber stehen?

Es ergab sich keine Gelegenheit. Ja, ich konnte ohne Ärger darüber stehen. Wie gesagt, mit etwas Abstand und dem Erkennen, dass ich selbst es auch "falsch" mache, wenn ich versuche, es beim ersten Schritt hin zu bekommen.

Zitat (Lotte 2 @ 16.06.2015, 10:49) *
Zitat
Relativ. Es gibt "nur" noch eine Handvoll an Personen, deren Anerkennung mir für meine Arbeit sehr wichtig ist.

Welche sind das? Warum sind sie das?

Meine Freundin. Weil ich das für uns mache.
Ein sehr guter Freund und Arbeitskollege. Er wohnt seit 15 Jahren in dem selben Typ Haus und macht auch vieles selbst. Er hat mir viele Tipps gegeben.
Wir haben festgestellt, dass wir sehr viel gemeinsam haben, abgesehen davon, dass er nicht so viel Alkohol getrunken hat.
Aber unsere "Geschichte" klingt sehr ähnlich.


Zitat (Lotte 2 @ 16.06.2015, 10:49) *
Das Leben ist u.a. ein Nehmen und Geben. Ist es so, dass Du denkst, es jedem immer wieder sofort einen Ausgleich für die getane Hilfe zu geben?

Ja. Das denke ich.


Zitat (Lotte 2 @ 16.06.2015, 10:49) *
"Für manche Menschen wandelt sich ein Geschenk sofort in eine Schuld".

Passt.

Zitat (Lotte 2 @ 16.06.2015, 10:49) *
Das Geben und Nehmen ist es immer wichtig, es dem Geber wieder zurück zu geben?
Das Hilfethema kann ein sehr großes Thema sein. Einiges hast Du erkannt. Toll, wie Du an Dir arbeitest.

Ich gebe lieber als zu nehmen. Wenn ich um Hilfe gebeten werde, bin ich sofort dabei. Ich murre zwar manchmal auch etwas, weil ich eben diesen Sprachfehler habe und nicht Nein sagen kann und/oder denke, warum macht die Person es nicht selbst, ich würde es auch selber machen, aber wenn es dann ansteht, bin ich da und gebe solange alles, bis es erledigt ist.



Dann will ich mal den Fragebogen angehen!


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)


Es war der 26.11.2011, um 15:30 kam eine Kollegin mit ihrer Nichte zum Fußball gucken. Wir tranken in der ersten Halbzeit jeweils eine 0,33l Flasche Bier. In der Halbzeitpause gab es eine Wohnungsbesichtigung für die Kollegin, weil sie vorher noch nie bei uns war. Dabei gab es die 2. Flasche 0,33 Bier.
Kurz vor 17 Uhr gab es die 3. Flasche 0,33 Bier. Kurz nach Spielende ging es mit einem Wegebier 0,33l in Richtung Stadion, auf dem ich mein Fahrrad neben mir her schob, weil die Kollegin und ihre Nichte zu Fuß unterwegs waren.

Am Stadion gab es um ca. 17:50 vor dem Eingang mit Freunden einen 0,4l Becher Bier.
Um 18:20, kurz vor Spielbeginn, gab es einen weiteren 0,4l Becher Bier. Um 19:10 folgte der 3. und um 19:50 bekam ich den 4. Becher 0,4l Bier.

Nach dem Spiel ging es zurück an den Bierstand vorm Stadion, wo es einen weiteren 0,4l Becher Bier gab.

Da ich noch einen Bekannten treffen musste, wurde es jetzt etwas wuselig, denn um 21 Uhr ging es rüber zur Sportsbar im Hotel, in der Zeit von 45 Minuten trank ich noch zwei 0,4l Becher Bier ziemlich schnell aus.

In der Bar trank ich dann mit dem Bekannten von 21:45 bis 00:30 noch 8 weitere 0,3l Gläser Bier.

Ich verabschiedete mich und fuhr dann mit dem Fahrrad Richtung Innenstadt. Dort wurde ich um 00:50 von zwei Polizisten gestoppt, die bei mir einen Atemalkohol von 2,1 Promille feststellten. Auf der Wache wurde mir von einem Arzt Blut abgenommen, das dann einen Promillewert von 2,03 ergab.

Danach ging ich nach Hause und schlief meinen Rausch aus.


* In Post #28 habe ich das ganze etwas ausführlicher beschrieben. Soweit ich aber bisher mitbekommen habe, kommt man gar nicht dazu, es so ausführlich zu erläutern. Im "Ernstfall" würde ich dann abwägen, wie viel der GA hören möchte...


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Ich habe in 9 Stunden, von 15:30 bis 00:30, mehr als 6,5 Liter Bier getrunken.


3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Knapp 2 Kilometer. Ich war quasi am Ziel.


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich habe mir keine Gedanken über die Sicherheit meiner Fahrweise gemacht, da ich schon mehrfach alkoholisiert Fahrrad gefahren bin und nie etwas passiert ist.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ich habe sie nicht vermeiden wollen, ich hatte das Fahrrad ja bewusst mitgenommen.


6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein.


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
In den paar Jahren, seit ich in dieser Stadt wohne und ein Fahrrad besitze, komme ich bestimmt auf über 100 Fahrten unter mehr oder weniger Alkoholeinfluss.
Ich hatte großes Glück, dass weder mir noch anderen etwas durch meine Trunkenheitsfahrten passiert ist.


Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Als allererste Erinnerung habe ich, dass quasi jeden Abend ein Bierglas vor meinem Vater auf dem Wohnzimmertisch stand.
Das erste mal habe ich mit 17 Bier getrunken. Es war bei der Meisterfeier mit der Fußballmannschaft.


9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Nein, ich habe nicht regelmäßig Alkohol getrunken.
Mein Trinkverhalten war ebenfalls unregelmäßig. Nachdem ich als Jugendlicher die ersten Male in der Disko war, wurde es mehr und mehr.
Dann hatte ich meine erste langjährige Freundin und es wurde nur mal beim Abendessen ein Glas Wein oder ein Glas Bier getrunken.
Während der Bundeswehrzeit war es wieder wesentlich mehr Alkohol, an 2 bis 3 Abenden pro Woche habe ich viel Bier getrunken.
Nach meinem Wohnortwechsel 2001 wurde es wieder wenig bis fast gar kein Alkohol. Mit der Zeit lernte ich aber mehr und mehr Leute und Lokalitäten kennen und es wurde wieder mehr Alkohol. 2007 lernte ich meine jetzige Freundin kennen. Seitdem waren es zwar wenige Trinkanlässe, ca. 8 pro Jahr, bei denen lies ich es aber jeweils richtig krachen.


10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Als Jugendlicher mit über 18 Jahren in den Diskos, die ich 2-3 mal im Monat an den Samstag Abenden besuchte, trank ich 2-3 Liter Bier und 1-2 Tequila,
als Soldaten gingen wir Abends in die örtliche Kneipe und tranken 2-3 mal pro Woche 6-8 0,5l Gläser Bier.
In der Zeit um 2003 lernte ich Leute kennen, in deren Kreisen viel Wein getrunken wurde. Irgendwann war es kein Problem, mehr als eine Flasche Wein zu trinken.
Zwischen 2005 und 2007 besuchte ich an meinen freien Wochenenden, also 2-3 mal pro Monat und dann meistens Freitag und am Samstag die Clubs und trank 10-12 Flaschen 0,33 Bier und mal Drinks wie Gin Tonic oder Cuba Libre.
Seit Mitte 2007, seit ich meine Freundin kennen gelernt habe, hatten sich die Trinkanlässe wieder drastisch reduziert, aber ich nutzte sie voll aus.
Der Tag der TF spiegelt das gut wieder.


11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Auf Partys, in Clubs/Discos, im Stadion und auf den hiesigen großen Festen der Stadt.
Ich war mit Freunden und Bekannten unterwegs oder "allein" in den Clubs.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Ich bin in einer gut behüteten Kindheit als Einzelkind aufgewachsen. Ich musste mich um nichts kümmern, meine Mutter war immer für mich da und hat alles, was unangenehm hätte sein können, für mich erledigt. Das ging auch so bis in mein junges Erwachsenenalter, als ich dann mit Anfang 20 endgültig aus dem Elternhaus ausgezogen bin.
Bei meinem Vater hatte ich immer das Gefühl, dass ich ein Anhängsel bin, damit meine Mutter glücklich ist und er eine einigermaßen ruhige Ehe führen kann. Er hat sich nie für meine Aktivitäten interessiert. Ich bekam selten bis nie Anerkennung von ihm für meine Erfolge im Fußball. Wenn ich versucht habe, mich für seine Hobbys zu interessieren und dabei etwas schief ging, konnte er schnell wütend werden.

Mein Selbstbewusstsein, dass durch die Behütung meiner Mutter eh nie groß ausgeprägt war, wurde durch die fehlende Anerkennung und diese Misserfolge noch weiter geschädigt und meine Hemmungen, nicht perfekte "Ergebnisse" abzuliefern, sind gewachsen. Ich blieb immer sehr zurückhaltend und schüchtern, hatte nur wenige Kontakte außerhalb der Schule und des Sportplatzes und ich bin Konflikten und Komplikationen möglichst aus dem Weg gegangen. Wenn ich den Situationen nicht aus dem Weg gehen konnte, wie zum Beispiel Bewerbungsgespächen, Mitarbeitergesprächen, allgemein mit Leuten, denen ich mich in Fachkompetenz unterlegen fühlte, dann fühlte ich mich immer sehr unwohl und gehemmt. Ich habe Kritik und mögliche Schwierigkeiten auch immer sehr persönlich genommen, mir die Schuld daran gegeben, vielleicht nicht mein bestes getan oder irgendwas falsch gemacht zu haben.
Als Jugendlicher wollte ich irgendwann mal dazu gehören, und auch mal mit Frauen kennen lernen. Auf Partys und in der Disco fing ich dann an zu trinken. Alkohol hat mir geholfen, meine Hemmungen zu verdrängen. Ich wurde und wirkte dadurch lockerer und unverkrampft, tratue mich auch auf die Tanzfläche und konnte dann mit Leuten, auch später im Freundeskreis, leichter in Gespräche kommen, ohne mir noch Gedanken über meine Unsicherheiten machen zu müssen und ohne, dass die Leute meine Hemmungen bemerkten.
Mehr Alkohol lies mich dann so hemmungslos tanzen, dass es mir manchmal im Nachhinein am nächsten Tag doch peinlich war.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Körperlich gab es Kopfschmerzen und ein flaues Gefühl im Magen. Psychisch hat der Alkohol mich enthemmt. Bei geringen Mengen war das hilfreich, bei größeren Mengen war es dann eher kontraproduktiv. Oft wurde mir dann am nächsten Tag erst bewusst, dass so manches Verhalten eher peinlich und wenig zielführend war.


14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Meine Freundin hat im Laufe der Zeit zweimal zu mir gesagt, dass ich ganz schön betrunken war.
Ich habe sozusagen mit Schulterzucken darauf reagiert. Ich hielt es für „im Rahmen“ und sie sagte, dass die anderen auch so betrunken waren. Daher hielt sie es auch nicht für krankhaft, aber für bedenklich.
Bei der Arbeit ist es wohl dem ein oder anderen aufgefallen, dass es Zeiten gab, in denen ich viel Alkohol getrunken habe, aber es hat mich nie jemand direkt darauf angesprochen, erst im Zuge meiner Aufarbeitung und dem ein oder anderen Gespräch wurde es erwähnt.


15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Die Wochenenden mit Trinkgelegenheiten bestanden sozusagen nur noch aus einem Tag, der andere wurde durch Regeneration verschwendet. Ich hatte Kopfschmerzen und einen flauen Magen. Die Müdigkeit ließ mich immer erst gegen Nachmittag los und Aufstehen aus dem Bett endete meist schon wieder auf dem Sofa.
Da es nicht so oft vorkam, sagte meine Freundin nichts, war aber enttäuscht, dass der oft einzig gemeinsame freie Sonntag dadurch kaputt war.


16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.



17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Als Jugendlicher mit 18 Jahren in einem Spanienurlaub mit Freunden. Da bin ich Morgens am Hotelpool aufgewacht und wußte nicht mehr, wie ich da hin gekommen bin. So etwas ist mir seitdem nicht mehr passiert.


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Nein, nicht bewusst.


19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Ich hielt mich für einen Party- und Gesellschaftstrinker, der nicht mehr oder weniger als sein Umfeld getrunken hat.
Heute sehe ich mich als jemand, der zu viel getrunken hat, um seine Unsicherheit zu verbergen und um ungehemmt zu sein.


Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ja, ich trinke Alkohol.
In den letzten 3 Jahren im Schnitt einmal pro Monat.
Meine Trinkmengen lagen und liegen bei 2 Flaschen 0,33l Bier oder einer 0,5l Flasche, oder bei einem Glas 0,1l Sekt oder bei einem 0,2l Glas (Rot)Wein.
Stärkere Sachen wie Schnäpse, Whiskey oder Wodka trinke ich gar nicht mehr.


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Am 6.6.2015 ein 0,2l Glas Rotwein.


22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Ich weiß, dass die Antwort Nein lauten sollte, aber das wäre die krasseste Lüge...
Ich hab 6,5 Liter Bier trinken können, weil es mir schmeckt.
Ich habe auch schon mal einen 6er-Träger alkoholfreies Bier getrunken. Am nächsten Morgen füht man sich aber ähnlich platt wie nach normalem Bier. Nur ohne Kopfschmerzen. Das liegt wohl am Zucker. Irgendwann nach der Trunkenheitsfahrt habe ich auch aufgehört, 3 Löffel Zucker in meine Tasse Kaffee zu schütten, nachdem ich einen Vortrag von einem amerikanischen Professor gesehen habe und seiner Aussage, dass die Auswirkungen von übermäßigem Konsum von Zucker in 8 von 12 Symptomen mit dem Konsum von Alkohol übereinstimmen.

Also die ehrlichste Antwort wäre Ja, ich trinke alkoholfreies Bier, aber auch nicht mehr mehr als die 2 0,33l Flaschen.


Ich kann aber auch Nein sagen...


23. Warum trinken Sie heute Alkohol?



24. Warum haben Sie das Trinken reduziert und warum nicht schon eher?
Ich war geschockt durch das Ergebnis der Blutabnahme. Ich wußte nicht, dass ich so hohe Promillewerte erreichen konnte. Bis dahin hatte ich immer nur aus den Nachrichten von Auto- und LKW-Fahrern gehört, die mit solchen und höhrern Werten angetroffen wurden. Mir wurde klar, dass ich jetzt nicht nur ein Problem durch Alkohol habe, sondern wahrscheinlich auch auf einem Weg war, ein großes Problem mit Alkohol zu bekommen.


25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Die ersten zehn Monate nach der TF habe ich gar keinen Alkohol getrunken. Teils aus Schock über mich selbst und meine bis dahin unbekannte Alkoholgewöhnung, teils auch, weil ich nicht wusste, wie es jetzt mit mir und dem Alkohol weitergehen sollte.
Die 10 Monate ohne Alkohol fielen mir nicht schwer, ich will nicht sagen, dass ich mich vor Alkohol geekelt habe oder so, aber ich hatte jedenfalls kein Verlangen nach Alkohol.
Ich bin zur Caritas gegangen und habe dort in mehreren Einzelsitzungen und mehreren Gruppensitzungen mehr über mich, meinen Körper und den Alkohol erfahren.
Ich habe mich in einem Fitnessstudio angemeldet und trainiere 1 bis 2 mal pro Woche vor oder nach der Arbeit.
Ich versuche, mich öfter mal wieder einfach nur so auf das Fahrrad zu setzen und die Gegend zu erkunden, ohne bestimmtes Ziel oder Grund. Das tut mir gut und macht den Kopf frei.
Ich bin jetzt auch wieder in den örtlichen Fußballverein eingetreten und werde in der Ü32-Mannschaft wieder als Torwart spielen.

Der erste Alkohol nach den 10 Monaten war ein Glas Rotwein, weniger als 0,1l, in einem Sommerurlaub mit meiner Freundin auf Kreta. Mit dem Blick über den Strand in den Sonnenuntergang konnte ich dieses Glas mit dem Begriff Genuss in Einklang bringen.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?



27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?




28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Ausschließen kann ich es nicht. Aber zu dem Mitarbeiter der Caritas habe ich auch noch, zwar keinen regelmäßigen, aber sporadischen Kontakt.
Sollte ich merken, dass ich Tendenzen zu alten Gewohnheiten zeige, würde ich mich vertrauensvoll an ihn wenden.


29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Seit der Trunkenheitsfahrt habe ich Partys und Feste nur noch zu Fuß besucht, auch wenn ich mit der Absicht hin gegengen bin, dort nichts zu trinken.


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Nein, Danke.


OK, ich konnte bisher noch nicht alle Fragen beantworten und muss ich noch überdenken, bzw. habe ich jetzt Feierabend und muss es auch mal irgendwann abspeichern.
Aber vielleicht könnt ihr mit dem bisherigen etwas anfangen. Es wäre jedenfalls schön, wenn ich etwas Feedback bekommen würde.

Schöne Grüße!
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Lotte 2
Beitrag 10.07.2015, 07:40
Beitrag #343


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Hallo Radfahrer,

Dein FB liest sich gut. Die noch fehlenden Fragen / Antworten sind essentiell sehr wichtig. Ich denke die bekommst Du noch hin. Wann hast Du geplant Deine FE zu beantragen?

Zitat (~Radfahrer~ @ 09.07.2015, 21:57) *
Zitat (Lotte 2 @ 16.06.2015, 10:49) *
"Für manche Menschen wandelt sich ein Geschenk sofort in eine Schuld".

Passt.

Weißt Du wie anstrengend so etwas als Schenkende ist?
Ich habe so eine Freundin, die auch dieses Problem hat. Wir haben schon mehrfach darüber gesprochen, dass sie mir meine Freude des Schenkens nimmt, wenn sie immer denkt, sie muss mir sofort etwas zurück geben. Und gerade sie hat mir so unwahrscheinlich geholfen, als ich keinen FS hatte. und wird es wohl wieder, wenn ich meinen FS im Herbst für einen Monat abgeben muss. Aber ich bin stolz auf sie, so langsam lernt sie es - einfach nur mit einem freuenden Danke - eine Zuwendung, ein Geschenk annehmen zu können und ich darf ohne Enge mich über ihr strahlendes Gesicht freuen, oder ihr ohne Hintergedanken was jetzt dann wieder als Gegenleistung kommen wird, einen Gefallen tun.

Zitat
Zitat (Lotte 2 @ 16.06.2015, 10:49) *
Das Geben und Nehmen ist es immer wichtig, es dem Geber wieder zurück zu geben?
Das Hilfethema kann ein sehr großes Thema sein. Einiges hast Du erkannt. Toll, wie Du an Dir arbeitest.

Ich gebe lieber als zu nehmen. Wenn ich um Hilfe gebeten werde, bin ich sofort dabei. Ich murre zwar manchmal auch etwas, weil ich eben diesen Sprachfehler habe und nicht Nein sagen kann und/oder denke, warum macht die Person es nicht selbst, ich würde es auch selber machen, aber wenn es dann ansteht, bin ich da und gebe solange alles, bis es erledigt ist.

Oh - da steht wohl noch Arbeit bei Dir an! So ein Sprachfehler kann leider ein Logopäde nicht richten. Ist es denn immer gut stets parat zu sein? Wie oft und wie stark trittst Du selbst zurück, wenn Du anderen zur Seite stehst? Springst Du immer sofort, lässt Deine Dinge stehen und liegen? oder fängst Du an es zu regeln, zu gewichten - wann was dran ist? Wie sieht es aus? Wie weit und gut bist Du geworden, selbst um Hilfe zu bitten? Gelingt es auch in anderen Bereichen also außer der Hausrenovierung?


Liebe Grüße
Lotte


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Beitrag 10.07.2015, 17:52
Beitrag #344


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Zu wenig Zeit, um die 3 fehlenden Fragen zu beantworten, aber für Deine Fragen nehme ich mir die Zeit.

Zitat (Lotte 2 @ 10.07.2015, 08:40) *
Wann hast Du geplant Deine FE zu beantragen?

Ich habe das noch gar nicht geplant. Ich habe weiterhin nur mein Ultimatum mit Ende September vor Augen.
Ich weiß gar nicht, wie lange die "Vorlaufzeiten" für das ganze Verfahren sind, außer 14 Tage Wartezeit auf das Gutachten.


Zitat (Lotte 2 @ 10.07.2015, 08:40) *
Weißt Du wie anstrengend so etwas als Schenkende ist?

Kann ich mir vorstellen. Ich würde es bei mir aber auf die Art von Geschenk einschränken, die z.B. mit Hilfsangeboten zusammenhängen.
Materielle Geschenke oder Aufmerksamkeiten bringen mich jetzt nicht so stark ins Schwitzen. Ich mache mir zwar auch Gedanken, was ich dafür zurück geben könnte, aber die sind nicht ganz so arg.

Es gibt eine schöne Folge von The Big Bang Theory, da hat Sheldon das gleiche Problem, als er etwas von Penny geschenkt bekommt. Da wird es natürlich etwas überspitzt dargestellt, aber es liegt doch sehr viel Wahrheit darin, wenn ich mich selbst betrachte.


Glaube mal, dass ich auch darüber nachdenke, wie ich Dir und mindestens noch Kai eure Hilfe vergelten könnte...
Aber bei euch ist das für mich etwas anderes. Ich habe zwar nach Hilfe gefragt und ihr helft mir.
Bei Bekannten kenne ich aber das Leben. Ich weiß, wie viel sie arbeiten, wie viel oder wenig Zeit sie für sich haben. Ich weiß über den Gesundheitsstand bescheid, etc.
Ich habe gerne Zeit für mich, daher fällt es mir schwer, diese Leute um ihre Zeit zu bitten...
Daher murre ich dann auch etwas rum, wenn jemand etwas von meiner Zeit haben möchte.

Ich hoffe, ich rede mich hier nicht um Kopf und Kragen und eure weitere Mithilfe. Ich habe ja auf den ersten 3-4 Seiten anscheinend genug Leute verprellt...
Ich versuche ja nur zu erklären smile.gif


Zitat (Lotte 2 @ 10.07.2015, 08:40) *
Oh - da steht wohl noch Arbeit bei Dir an! So ein Sprachfehler kann leider ein Logopäde nicht richten. Ist es denn immer gut stets parat zu sein? Wie oft und wie stark trittst Du selbst zurück, wenn Du anderen zur Seite stehst? Springst Du immer sofort, lässt Deine Dinge stehen und liegen? oder fängst Du an es zu regeln, zu gewichten - wann was dran ist? Wie sieht es aus? Wie weit und gut bist Du geworden, selbst um Hilfe zu bitten? Gelingt es auch in anderen Bereichen also außer der Hausrenovierung?

Wenn ich von irgendwo meine Freundin vor sich hin schimpfen höre, lasse ich alles stehen und liegen, um ihr zu helfen. Dabei redet sie manchmal nur mit sich selbst und manchmal ist sie auch genervt, dass ich sofort angerannt komme.
Wenn andere um Hilfe bitten, geht es ja meistens um körperlich schwere Arbeit, da ich "sonst nichts kann". Also ich bin zwar handwerklich geschickt, aber ich bin nun mal kein Klempner oder Elektriker, halt was man mal so braucht. Daher kann ich sowas wie Termine behandeln und sagen, ob ich Zeit habe und ob ich mir frei machen kann.

Ein Edit, bevor ich den Post überhaupt abgeschickt habe:
Mein bisheriger Nachbar über uns stand häufig vor der Wohnungstür und hat mich um Hilfe gebeten, bei was auch immer. Da habe ich alles stehen und liegen lassen und ihm geholfen, obwohl gerade ein Spiel meiner Lieblingsmannschaft im TV lief oder ähnliches. Das hat jetzt natürlich erstmal ein Ende. Mal sehen, wann der nächste mitbekommt, was ich für einer bin wink.gif


Außerhalb der Renovierung gibt es für mich nur wenige Punkte, bei denen ich um Hilfe bitten könnte.
Im Job komme ich gut alleine zurecht. Ich denke mal, das wird auch so erwartet.
Alles andere, was ich mir nicht zutraue, lasse ich Profis machen.


Zitat (Lotte 2 @ 10.07.2015, 08:40) *

Der ist gut smile.gif

Schöne Grüße
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Kai R.
Beitrag 11.07.2015, 05:47
Beitrag #345


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Die Sache mit dem alkoholfreien Bier ist bei kT nicht so problematisch. Ich würde es aber auf die Trinkmengen anrechnen.

Im Übrigen solltest Du jetzt mal husch husch den Antrag stellen. Bis zur MPU können noch 2 Monate vergehen, bis zum Gutachten ein weiterer.


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Kai

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~Radfahrer~
Beitrag 16.07.2015, 19:58
Beitrag #346


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So, Antrag auf Neuerteilung habe ich am Montag gestellt. Hat soweit auch alles gut funktioniert. Dann bin ich mal gespannt, wie schnell die Mühlen mahlen...

Die letzten vier Antworten:

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, als Jugendlicher mit Freunden auf der Suche nach Anerkennung, Spaß und "Abenteuern",
als Soldat mit den anderen Kasernenschläfern, um die tristen Abende rum zu bekommen und
als Neuling in einer fremden Stadt wieder auf der Suche nach "Abenteuern", später dann mit Freunden und Bekannten in "bester" Gesellschaft.


23. Warum trinken Sie heute Alkohol?
Ich würde ungern auf den Genuss eines Glases Wein bei einem schönen Essen mit meiner Freundin verzichten.
Das war ja auch der Grund, warum ich nach 10 Monaten ganz ohne Alkohol überhaupt darauf gekommen bin, dass Abstinenz nicht mein Weg sein kann.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich bin nicht mehr der letzte Gast auf Partys oder Festen. Ich habe nicht mehr die Angst, dass ich noch etwas verpassen könnte, wenn ich nicht bleibe.
Vor der TF hat meine Freundin gelegentlich darauf gedrängt, das Event zu verlassen und endlich nach Hause zu gehen, jetzt ist es manchmal umgekehrt.
Dadurch bin ich am nächsten Tag fit und habe mehr Geld in der Tasche.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich seit der TF gelegentlich unausgeglichen bin, aber das lässt sich durch eine Tour mit dem Rad oder eine Einheit Sport schnell wieder beheben.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich habe mir Grenzen gesetzt, was die Mengen an alkoholischen Getränken betrifft. Eine weitere Regel ist, dass ich gar nicht vor einem Frühdienst trinke.

Um meine Hemmungen abzubauen und mein Selbstbewusstsein zu steigern habe ich mich seit der TF viel mit mir selbst beschäftigt,
so dass ich den Alkohol nicht mehr als Hilfe brauche, um mit Leuten ins Gespräch zu kommen oder um mich ebenbürtig zu fühlen.
Die körperliche Fitness gehört dazu wie auch das Einsehen, dass ich mir selbst Anerkennung für meine erbrachten Leistungen geben kann und muss.
Ich versuche mir täglich mehr Achtsamkeit zu schenken.



So, das wäre soweit mein Ansatz. Manches könnte ich sicher noch weiter ausführen, werde ich vielleicht sogar müssen. Eventuell hier schon, wenn ihr noch etwas aus mir herauskitzeln wollt smile.gif

Schöne Grüße

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Lotte 2
Beitrag 20.07.2015, 07:35
Beitrag #347


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Hallo Radfahrer,

ich finde Deine Vermeidungsstrategien sehr dünn dargestellt, zumal wir einiges mehr ausgearbeitet hatten

Zitat (~Radfahrer~ @ 16.07.2015, 20:58) *
So, das wäre soweit mein Ansatz. Manches könnte ich sicher noch weiter ausführen, werde ich vielleicht sogar müssen. Eventuell hier schon, wenn ihr noch etwas aus mir herauskitzeln wollt smile.gif

Aber es ist gut, wenn Du es bereits weißt.
Aber warum sollte ich mir die Mühe machen es aus Dir heraus zu kitzeln, wenn Du zu bequem bist, es umfassend zu schreiben.
Irgendwo hört die Hilfsbereitschaft dann doch auf.

Liebe Grüße
Lotte


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~Radfahrer~
Beitrag 12.08.2015, 14:23
Beitrag #348


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Moin!

Zwischendurch mal wieder eine Verwaltungsfrage...

Ich habe gestern den Schrieb der Aufforderung zur MPU bekommen. Leider ist da wohl etwas falsch gelaufen:



Das Datum im ersten Satz fehlt, u.a. weil mir die FE nicht entzogen wurde, sondern ich auf sie verzichtet habe.
Desweiteren soll ich bei der TF ein Kraftfahrzeug statt eines Fahrrades geführt haben.
Die Fragestellung, die man auf der 2. Seite als JPG hier im Thread findet, hat sich dahingehend auch um ein "Kraft" verändert bzw. erweitert.

Wie soll ich damit umgehen? Ich wollte erstmal euch fragen, bevor ich dort anrufe...


Danke im voraus!

Schöne Grüße
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Kai R.
Beitrag 12.08.2015, 14:40
Beitrag #349


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dort anrufen?


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Kai

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~Radfahrer~
Beitrag 12.11.2015, 18:48
Beitrag #350


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Ich hatte eigentlich vor, mein "Erlebnis" MPU hier zu schildern, sobald ich das Ergebnis schriftlich in Händen halte.

Jetzt warte ich aber schon seit 6 Wochen auf Post vom MPI...

Reaktionstest war ok, das Gespräch war auch erfolgreich, nur die Medizinerin hat mich etwas durcheinander gebracht.
Einige Fragen, die ich im Gespräch mit dem Psychologen erwartet hatte, wurden von ihr gestellt.
Dabei ging es hauptsächlich um Durchschnittswerte meiner Trinkmengen zu Höchstzeiten. Darauf war ich nicht vorbereitet. Ich hätte ihr, wie im Fragebogen, nahezu Glas-/ Flaschengenaue Angaben zu jedem Lebensabschnitt liefern können. Ich hoffe, dass ich da in der Aufregung nicht irgendwas "falsches errechnet" habe.
Außerdem hat sie in meiner linken Handfläche eine verdickte Mittelfingersehne erfühlt, was eigentlich auch auf übermäßigen Alkoholkonsum hindeuten kann, sagte sie. Ich habe ihr erklärt, dass ich in den letzten Monaten eine Tonne Laminat, 300kg Trittschalldämmung, 300 Quadratmeter Gipskartonplatten und unzählige Umzugskartons durch die Gegend geschleppt habe. Hat sie sichtlich nicht beeindruckt...

Das Gespräch mit dem Psychologen verlief sehr locker und entspannt. Ich musste aber nach ein paar Fragen kurz zurück fragen, ob er wisse, dass ich mit dem Rad angehalten worden sei. Wusste er nicht...
Am Ende meinte er, dass ich gut vorbereitet gewesen sei und seinetwegen nichts gegen eine Wiedererteilung sprechen würde.

Ich bin gespannt. Weiterhin...
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