... Forum Straßenverkehr - der Verkehrstalk im Web


Willkommen, Gast ( Anmelden | Registrierung )

8 Seiten V  < 1 2 3 4 5 > »   
Reply to this topicStart new topic
> TF (2,03‰ BAK) mit Fahrrad - was kann ich jetzt schon erledigen?
Thomaygo
Beitrag 24.01.2012, 07:07
Beitrag #101


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1288
Beigetreten: 05.07.2010
Wohnort: Cool Blue
Mitglieds-Nr.: 54729



Zitat (Uwe W @ 23.01.2012, 22:47) *
Ich verstehe allerdings nicht, warum dieses Bewußtsein bei der MPU positiv gewertet werden sollte?

Im Gegenteil, es könnte negativ bewertet werden.

Zitat (Uwe W @ 23.01.2012, 22:47) *
Es geht bei der MPU ja um zukünftiges Verhalten.

Es geht auch um die Bewertung des damaligen Verhaltens:

Zitat (Uwe W @ 23.01.2012, 22:47) *
Wenn jemand sagt, er habe eine bestimmte Art von Verstößen aus Unwissenheit begangen, kenne sich jetzt aber besser aus, dann sollte das doch kein Nachteil sein gegenüber jemanden, der die Vorschriften kannte aber nicht genügend darauf geachtet hat, sie einzuhalten.

Wenn jmd. nicht wusste, dass eine TF mit dem Fahrrad rechtliche Konsequenzen haben kann
und deshalb das Fahrrad als Vermeidungsstrategie genommen, um eben nicht betrunken ein KFZ zu fahren,
dann darf von ihm eigentlich noch nichtmal eine Verhaltensänderung gefordert werden.
Wenn allerdings jmd. wusste, dass es verboten ist betrunken Fahrrad zu fahren und der dann infolge der Alkoholisierung doch auf's Rad steigt,
dann kann eher vermutet werden, dass er auch genauso gut ein KFZ hätte bewegen können - Stichwort "Kontrollverlust".


--------------------

Zitat (Netiquette)
Wenn Sie dem Autor eines Beitrags etwas mitteilen wollen, überlegen Sie bitte, ob dies eine Bereicherung der laufenden Diskussion ist und auch andere interessieren könnte - oder ob nicht eine einfache E-Mail oder eine Nachricht über das boardeigene Nachrichtensystem ("PM") besser geeignet wäre.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
mir
Beitrag 24.01.2012, 07:20
Beitrag #102


Mitglied
********

Gruppe: Foren-Insider
Beiträge: 25040
Beigetreten: 05.03.2007
Wohnort: Erlangen
Mitglieds-Nr.: 29238



Ist das nicht dasselbe wie das, was Uwe schreibt?


--------------------
redonner sa grandeur à l'europe!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 24.01.2012, 13:11
Beitrag #103


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Also bisher habe ich es auch so verstanden, dass es ein Vorteil wäre, wenn man es nicht wußte.
Und wenn es nicht in der Akte steht, dann wußte ich es bis dahin nicht.

Ich will keinen Freifahrtschein durch die MPU! Ich würde mich allerdings nicht wehren, wenn ich es dadurch etwas leichter habe.
Meinen Alkoholkonsum habe ich ja schon eingestellt, das wird auch so bleiben. Aber wenn ich nicht muß, habe ich auch keine Lust, zusätzlich einen teuren Abstinenznachweis zu liefern. Ich habe gerade andere Ausgaben, die wirklich wichtiger für mich sind!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Kai R.
Beitrag 24.01.2012, 14:23
Beitrag #104


Mitglied
********

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 26846
Beigetreten: 21.09.2007
Wohnort: NRW
Mitglieds-Nr.: 36827



Zitat (~Radfahrer~ @ 24.01.2012, 13:11) *
Also bisher habe ich es auch so verstanden, dass es ein Vorteil wäre, wenn man es nicht wußte.

noch weitergehend: alkoholisierte Fahrradfahrten vermeiden alkoholisierte Autofahrten. Und Du bestätigst damit, dass es sich nicht um einen Kontrollverlust sondern im Gegenteil um eine gesteuerte Handlung handelte. So dass Du - bei erweitertem Wissen - genauso gesteuert auch in der Lage bist, weitere alkoholisierte Fahrrad- oder gar Autofahrten zu vermeiden.

Grüße

Kai


--------------------
Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 25.01.2012, 09:24
Beitrag #105


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Dann stellt sich jetzt die Frage, wie ich als einigermaßen gebildeter Erwachsener einem Psychologen glaubhaft machen kann, dass ich das nicht wußte...
Go to the top of the page
 
+Quote Post
corneliusrufus
Beitrag 25.01.2012, 18:25
Beitrag #106


Mitglied
********

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 14059
Beigetreten: 30.07.2004
Wohnort: Lübeck
Mitglieds-Nr.: 4642



Chance a): Du wusstest den genauen Grenzwert für Radfahrer nicht. Du wusstest nur, dass man noch Radfahren darf, wenn das Autofahren schon verboten ist. Chance b): Du hast niemals nicht gewusst, dass die inkorporierte Alkoholmenge bereits zu so großer Alkoholisierung führt - Du hättest mit deutlich weniger Alkoholisierung gerechnet. Hättest Du es schon damals genau gewusst, wärst Du nicht gefahren.

Liebe Greet-Ings Cornelius


--------------------
MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Tanna
Beitrag 25.01.2012, 20:23
Beitrag #107


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1967
Beigetreten: 14.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62591



Zitat (Thomaygo @ 24.01.2012, 07:07) *
Wenn jmd. nicht wusste, dass eine TF mit dem Fahrrad rechtliche Konsequenzen haben kann und deshalb das Fahrrad als Vermeidungsstrategie genommen, um eben nicht betrunken ein KFZ zu fahren, dann darf von ihm eigentlich noch nichtmal eine Verhaltensänderung gefordert werden.
Doch.
Er wird sich eine andere Vermeidungsstrategie überlegen und angewöhnen müssen. wavey.gif


Im Übrigen halte ich diese Debatte zwar für intellektuell interessant – bei der MPU wird dies wohl nicht das zentrale Thema sein.

Denn: Wer aus Kontrollverlust mit dem Rad fährt, hat nicht nur gerade zu viel getrunken, sondern sich nicht richtig im Griff – kein Wunder bei dieser Promillezahl. Der hohe Wert zeigt die starke Gewöhnung, die sich bereits eingestellt hat. Der Gutachter wird davon ausgehen, dass der Kontrollverlust nicht der Erste seiner Art war - und trotzdem wurde weiter getrunken?

So ist also die zentrale Frage zu beantworten, warum immer wieder so massiv bis hin zum Kontrollverlust getrunken wurde, welche Funktion die Sauferei hatte und z.B. welches Problem der Alkohol überdeckte. Außerdem muss nun dargestellt werden, dass man sich intensiv mit seinem Alkoholkonsum auseinandergesetzt hat (und wie), was an die Stelle des Alkohols getreten ist und wie in Zukunft Schwierigkeiten bearbeitet werden.


Anders herum ist es nicht viel anders.
Wer als Vermeidungsstrategie „Radfahren“ praktiziert und dies selbst bei einem Promille-Wert über als 2 Promille angeht und sogar durchführt (!), der hat sich massiv an Alkohol gewöhnt und ist „gut trainiert“ – möglicherweise noch mehr als der aus Kontrollverlust Radelnde. Die hohe „Hausnummer“ macht hier genauso deutlich, dass vor dem Vorfall wiederholt und massiv Alkoholmissbrauch betrieben wurde. Der Einfluss des Alkohols wird nicht mehr so sehr bemerkt: Somit wird vielleicht auch die Gefahr, dass sich die Trinkmenge erhöhen wird, erheblich größer sein.

So ist also auch hier die zentrale Frage zu beantworten, warum immer wieder so massiv zu viel getrunken wurde, welche Funktion die Sauferei hatte und z.B. welches Problem der Alkohol überdeckte. Außerdem muss nun dargestellt werden, dass man sich intensiv mit seinem Alkoholkonsum auseinandergesetzt hat (und wie), was an die Stelle des Alkohols getreten ist und wie in Zukunft Schwierigkeiten bearbeitet werden.


Als Psychologin würde ich also mein zentrales Interesse dem aktuellen Alkoholkonsum widmen und wie sichergestellt werden soll, dass es zu keiner Wiederaufnahme des bisherigen Trinkverhaltens und damit zu solchen Situationen kommt. Selbstverständlich gehört dazu auch eine Bewertung des bisherigen eigenen Verhaltens, aber die Antwort auf „Warum trinke ich nie wieder so viel?“ ist m.M.n. das weitaus Schwierigere bei der MPU, egal wie das Radfahren einsortiert wird.


--------------------

Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 07:39
Beitrag #108


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Wer bist Du und wo kommst Du plötzlich her? wink.gif wavey.gif

@ Cornelius: Es ist eine Mischung aus beidem. Ich wußte, dass es auch auf dem Rad Probleme geben kann, kannte aber die Zahl nicht. Ich dachte, man muß in einen Unfall verwickelt sein. Und dass ich eine so hohe Promillisierung erreichen kann, war mir, durch fehlende Vergleichswerte, da es meine erste Alkoholkontrolle war, auch nicht klar.


Meine Änderung der Strategie wäre, dass ich das Rad zu Hause stehen lassen würde, wenn ich zu Veranstaltungen gehe. Da ich zentral wohne, sind es halt nicht mehr 5-10 Minuten mit dem Rad sondern 15-20 Minuten zu Fuß. Oder Taxi. Sollte es einen Rückfall zu alten Gewohnheiten geben, bleibt mir nur laufen oder Taxi.

Der aktuelle Alkoholkonsum ist 0. Und warum werde ich nie wieder so viel trinken?

Die Sauferei hatte die Funktion, dass ich mich nicht langweilte. Auf dem Festen, in Clubs, auf Partys war ich quasi immer der letzte, der ging. Aus "Angst" noch etwas zu verpassen, wenn mir bis dahin noch nichts "passiert" war. Mit passiert meine ich, dass mir eine Frau über den Weg gelaufen ist... Wenn das nicht geschah, hab ich "abgewartet" und weitergetrunken, der Musik zugehört, Leute beobachtet. Bis keine mehr da waren. Dann bin ich nach Hause getorkelt.
Dann lernte ich meine Freundin kennen und mein Freundeskreis vergrößerte sich sprunghaft. Keiner spuckte ins Glas, ein Getränk nach dem anderen kam auf den Tisch, niemand machte sich Gedanken, weder der einzelne noch die Gruppe. Jetzt blieben wir fast alle bis zum Schluß, quatschten und lachten und tranken und tranken und tranken. Irgendwann ging das Licht an oder die Sonne auf und wir radelten nach Hause.

Tja, welches Problem überdeckt der Alkohol... Sag Du es mir...
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Klein-Fritzchen
Beitrag 26.01.2012, 08:37
Beitrag #109


Mitglied
******

Gruppe: Banned
Beiträge: 821
Beigetreten: 16.12.2006
Mitglieds-Nr.: 26537



Zitat (~Radfahrer~ @ 25.01.2012, 09:24) *
Dann stellt sich jetzt die Frage, wie ich als einigermaßen gebildeter Erwachsener einem Psychologen glaubhaft machen kann, dass ich das nicht wußte...
Wußtest Du denn , dass Du fahruntüchtig bist?

Zitat
Tja, welches Problem überdeckt der Alkohol... Sag Du es mir...
Nee, wie soll das denn gehen?

Zitat
Die Sauferei hatte die Funktion, dass ich mich nicht langweilte.
Hm! Dann kann man doch auch vier bis fünf Liter Apfelschorle trinken und schon ist es vorbei mit der Langeweile. think.gif
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Kai R.
Beitrag 26.01.2012, 08:37
Beitrag #110


Mitglied
********

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 26846
Beigetreten: 21.09.2007
Wohnort: NRW
Mitglieds-Nr.: 36827



Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 07:39) *
Wer bist Du und wo kommst Du plötzlich her? wink.gif wavey.gif

@Tanna hat hier (unter anderem Account) schon ganz viel mitgearbeitet, sich dann aber eine Zeitlang ausgeklinkt. Schön, wenn sie wieder mitmacht.

Grüße

Kai


--------------------
Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Klein-Fritzchen
Beitrag 26.01.2012, 08:56
Beitrag #111


Mitglied
******

Gruppe: Banned
Beiträge: 821
Beigetreten: 16.12.2006
Mitglieds-Nr.: 26537



Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 07:39) *
Auf dem Festen, in Clubs, auf Partys war ich quasi immer der letzte, der ging. Aus "Angst" noch etwas zu verpassen, wenn mir bis dahin noch nichts "passiert" war.
Du hattest Angst, dass nichts passiert? Eigenartiges Phänomen! think.gif Normalerweise hat man ja Angst davor, dass etwas passiert.

Zitat
Mit passiert meine ich, dass mir eine Frau über den Weg gelaufen ist... Wenn das nicht geschah, hab ich "abgewartet" und weitergetrunken, der Musik zugehört, Leute beobachtet.
Du stehst da, säufst und wartest, dass Dir die gebratenen Tauben in den Mund fliegen? Warum bist Du nicht einer Frau "über den Weg" gelaufen?

Warum setzt Du "Angst" in Gänsefüßchen?

Das ist alles etwas unangenehm, ich weiß. Tendenziell ist Angst aber ein sehr gutes Motiv zum saufen. Es löst die Angst nämlich.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 10:24
Beitrag #112


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (Klein-Fritzchen @ 26.01.2012, 08:56) *
Du hattest Angst, dass nichts passiert? Eigenartiges Phänomen! think.gif Normalerweise hat man ja Angst davor, dass etwas passiert.

Zitat (Klein-Fritzchen @ 26.01.2012, 08:56) *
Warum setzt Du "Angst" in Gänsefüßchen?

Angst steht in "", weil ich nicht darauf gewartet habe, dass etwas explodiert oder eine Schießerei/Schlägerei stattfindet. Es ist die Sorge gewesen, eine Gelegenheit zu verpassen. Eine tolle Frau kennen zu lernen, sozusagen die Traumfrau. Oder wenigstens was Nettes für eine Nacht...

Zitat (Klein-Fritzchen @ 26.01.2012, 08:56) *
Du stehst da, säufst und wartest, dass Dir die gebratenen Tauben in den Mund fliegen? Warum bist Du nicht einer Frau "über den Weg" gelaufen?

Ich habe mich dort aufgehalten, wo sich auch Frauen aufgehalten haben. Ich stand, soff, beobachtete und wenn mir eine gefiel, machte ich mich ran. Und manchmal machte sich auch eine Frau an mich ran...
Und wenn weder das eine noch das andere passierte, vertrieb ich mir die Zeit mit weitertrinken. Ich hätte auch nach Hause gehen können, aber so lange ich Geld im Portemonaie hatte, sah ich keinen Grund dafür.

Zitat (Klein-Fritzchen @ 26.01.2012, 08:56) *
Das ist alles etwas unangenehm, ich weiß. Tendenziell ist Angst aber ein sehr gutes Motiv zum saufen. Es löst die Angst nämlich.

Das hier ist mir nicht unangenehm. Es ist nur manchmal schwierig, die Antworten auf Eure Fragen so zu geben, dass ich richtig verstanden werde.
Der Alkohol löste die Hemmungen, den ersten Schritt zu machen...


@ Kai: Ich habe schon am 2. Post von Tanna im anderen Thread gesehen, dass sie eine gute Bekannte des Forums ist. Meine Bemerkung sollte auch nicht böse gemeint sein, wie man an den Smileys hoffentlich erkennen kann. Ich war nur überrascht, dass sich so plötzlich jemand mit so einem ausführlichen Post in den Thread einklinkt smile.gif
Ich bin weiterhin für jeden Teilnehmer und Helfer dankbar.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Tanna
Beitrag 26.01.2012, 11:03
Beitrag #113


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1967
Beigetreten: 14.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62591



Hallo Radfahrer,

das hatte ich auch nicht anders verstanden. wavey.gif

Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hast du in verschiedenen Situationen viel getrunken. Zum einen aus Langeweile, um dir die Wartezeit auf die Traumfrau zu vertreiben.
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 10:24) *
Es ist die Sorge gewesen, eine Gelegenheit zu verpassen. Eine tolle Frau kennen zu lernen, sozusagen die Traumfrau. Oder wenigstens was Nettes für eine Nacht...
Da du diese tolle Frau ja nun anscheinend gefunden hast, sind diese Gelegenheiten weggefallen.
Frage: Was würdest du eigentlich jetzt machen, wenn die Beziehung enden sollte und du wieder keine Gelegenheit, eine Frau kennenzulernen, verpassen willst? Wie würdest du dir während der "Pirsch" die Langeweile vertreiben?

Eine andere Situation, die du beschreibst, ist diese
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 07:39) *
Dann lernte ich meine Freundin kennen und mein Freundeskreis vergrößerte sich sprunghaft. Keiner spuckte ins Glas, ein Getränk nach dem anderen kam auf den Tisch, niemand machte sich Gedanken, weder der einzelne noch die Gruppe. Jetzt blieben wir fast alle bis zum Schluß, quatschten und lachten und tranken und tranken und tranken. Irgendwann ging das Licht an oder die Sonne auf und wir radelten nach Hause.
Was wird eigentlich aus dem Kontakt zu den Freunden, mit denen du bisher getrunken hast? Verbindet euch noch anderes?

Wahrscheinlich ist es nicht so gut, das Trinken einfach nur einzustellen und nicht etwas Anderes dafür an seine Stelle zu setzen. Viele in deiner Situation fangen mit intensivem Sport an; was aber für dich eine positive Wirkung und Befriedigung auf Dauer hat, musst du selbst herausfinden oder vielleicht weißt du es bereits?

Du gehst ja nicht mehr auf Frauensuche, oder? Also hast du Zeit gewonnen, die es gilt, positiv zu verwenden: Was würde dir Freude machen?


In der Beschreibung deines Verhaltens steht für mich auch drin, dass du dich unsicher fühltest ohne Glas in der Hand. Das Glas ließ es so aussehen, als woltest du eigentlich nur noch etwas trinken, und nicht, als wärst du auf Frauensuche - machte die Situation leichter, nicht wahr?
Vielleicht denkst du einmal darüber nach, weswegen du dich unsicher fühltest und welche Sehnsüchte sich mit deiner Frauensuche verbanden (diese Fragen sind womöglich besser mit einem Menschen im realen Leben zu besprechen und nichts, was du gern hier beantworten magst - das ist auch nicht nötig wavey.gif Ich habe nur den Eindruck, dass du einiges gewinnen würdest mit den Antworten smile.gif ).


Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


--------------------

Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 14:51
Beitrag #114


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *
das hatte ich auch nicht anders verstanden. wavey.gif

Sehr schön. Ich wollte nur auf Nummer Sicher gehen smile.gif

Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hast du in verschiedenen Situationen viel getrunken. Zum einen aus Langeweile, um dir die Wartezeit auf die Traumfrau zu vertreiben.
Da du diese tolle Frau ja nun anscheinend gefunden hast, sind diese Gelegenheiten weggefallen.
Frage: Was würdest du eigentlich jetzt machen, wenn die Beziehung enden sollte und du wieder keine Gelegenheit, eine Frau kennenzulernen, verpassen willst? Wie würdest du dir während der "Pirsch" die Langeweile vertreiben?

Das ist mal eine gute Frage, für die ich mir noch keine "Vermeidungsstrategie" überlegt habe... sad.gif

Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *
Eine andere Situation, die du beschreibst, ist diese
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 07:39) *
Dann lernte ich meine Freundin kennen und mein Freundeskreis vergrößerte sich sprunghaft. Keiner spuckte ins Glas, ein Getränk nach dem anderen kam auf den Tisch, niemand machte sich Gedanken, weder der einzelne noch die Gruppe. Jetzt blieben wir fast alle bis zum Schluß, quatschten und lachten und tranken und tranken und tranken. Irgendwann ging das Licht an oder die Sonne auf und wir radelten nach Hause.
Was wird eigentlich aus dem Kontakt zu den Freunden, mit denen du bisher getrunken hast? Verbindet euch noch anderes?

Uns verbindet vieles. Ausflüge, Fußball, ob im Stadion oder bei uns zu Hause (diese ganzen Schmarotzer wink.gif kommen nämlich immer, um auf meinem 60" Fernseher Sky Bundesliga HD sehen zu können smile.gif ), Spieleabende, die üblichen Pärchenabende, gemeinsames kochen, bzw. ich koche, die anderen essen... Der Kontakt wird also bestehen bleiben. Nur dass ich nicht mehr trinke, wenn die anderen mal ein Glas Wein oder ein Bier dabei trinken.
Ich habe schon geschrieben, dass mich bisher keiner von ihnen dazu überreden oder antreiben wollte, meine Abstinenz zu beenden. Mal ein kleiner Spruch mit wink.gif , aber das kann ich ab und nehme ich auch keinem übel. Dafür würde ich keinen aus meinem Umfeld verbannen.

Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *
Wahrscheinlich ist es nicht so gut, das Trinken einfach nur einzustellen und nicht etwas Anderes dafür an seine Stelle zu setzen. Viele in deiner Situation fangen mit intensivem Sport an; was aber für dich eine positive Wirkung und Befriedigung auf Dauer hat, musst du selbst herausfinden oder vielleicht weißt du es bereits?

Das geht etwas am Ziel vorbei. Ich treffe mich ja mit meinen Leuten nicht extra zum trinken. Ich treffe mich mit ihnen zu oben genannten Gelegenheiten und dann wurde dabei getrunken. Durch das Einstellen meiner Trinkerei habe ich keine Zeit gewonnen. Außer man rechnet die Zeit am nächsten Tag, die man erschlagen im Bett oder auf dem Sofa vergammelt, wenn es viel Alkohol war.

Aber um Dich zu "beruhigen" wink.gif und als Zucker für den GA: Ich bin seit dem 2.1.12 in einem Fitnessstudio. Das hab ich zwar eher gemacht, weil ich etwas für meinen Rücken machen will und mein Arbeitgeber den Studentenrabatt dort für uns ausgehandelt hat, aber natürlich bin ich im Moment, da gerade frisch angefangen, jeden 2. Tag dort.
Ansonsten hab ich noch andere Hobbys. Wenn Du auf Seite 2 die Figur gesehen hast, die stelle ich selbst her und brauche dafür so 2-3h pro Stück. Ich bastel also gerne. Ansonsten bin ich noch mit ein paar N3rds befreundet und wir zocken relativ regelmäßig online, wobei wir uns über unseren Teamspeak-Server unterhalten. Außerdem habe ich halt einen riesigen Fernseher und eine großartige DVD & BluRay-Sammlung. Diese Aktivitäten habe ich allerdings auch schon gehabt, als ich noch getrunken habe.

Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *
Du gehst ja nicht mehr auf Frauensuche, oder? Also hast du Zeit gewonnen, die es gilt, positiv zu verwenden: Was würde dir Freude machen?

Ich schaue den Frauen schon noch hinterher. Pssst wink.gif
Ich weiß nicht, ob diese Frage mit meiner Ausführung der oben genannten Aktivitäten beantwortet ist. Ich hab eine Freundin gefunden und mit ihr einen größeren Freundeskreis. Ich gehe nicht mehr an zwei Abenden am Wochenende in die Clubs, aber wir alle zusammen gehen halt trotzdem noch Abends aus. Und viele Abende bleibt man nun auch mal zu Hause und schaut fern oder bastelt oder liest oder spielt Wii.

Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *
In der Beschreibung deines Verhaltens steht für mich auch drin, dass du dich unsicher fühltest ohne Glas in der Hand. Das Glas ließ es so aussehen, als woltest du eigentlich nur noch etwas trinken, und nicht, als wärst du auf Frauensuche - machte die Situation leichter, nicht wahr?
Vielleicht denkst du einmal darüber nach, weswegen du dich unsicher fühltest und welche Sehnsüchte sich mit deiner Frauensuche verbanden

Es macht die Situation dahingehend leichter, dass die meisten Frauen meinen Beobachtungen nicht sonderlich auf Kerle stehen, bei denen offensichtlich ist, was sie wollen. Es sei denn, der Kerl ist eine echte Granate, oder George Clooney. Also stand ich eher unbeteiligt am Tresen, lächelte vor mich hin, trank ein Bier nach dem anderen und wartete auf meine Gelegenheit. (Dazu muß man sagen, dass die Clubs hier oft eher Wohnzimmergröße haben. Wenn man günstig steht, hat man den ganzen Raum im Blick. Nicht wie in einer Großraumdisco. Zudem war es zu meiner Zeit immer voll und dicht gedrängt. Die Tauben stecken also eher im Käfig, als dass sie gebraten vorbeifliegen). Bier war genauso teuer wie Cola. Warum sollte ic hmir also einen Wasserbauch antrinken, wenn sich das Bier von alleine raustrieb. Ausßerdem konnte man den Raum dann mal durchqueren und nachschauen, ob man nicht doch eine Frau übersehen hat.

Ich denke, fast jeder möchte berührt werden. Seelisch genauso wie körperlich. Und wenn man eine Abfuhr erhält, ist das nicht schön. Also überlegt man, ob die Frau, die man da gerade ins Auge gefasst hat, in der eigenen Liga spielt. Wenn nein, spart man es sich gleich. Wenn ja, und man bekommt eine Abfuhr, ist man, also ich wäre es, verunsichert. Also wägt man die ganze Zeit ab, versucht Blickkontakt aufzunehmen. Wenn man schon da eine negative Reaktion bekommt, geht das Grübeln wieder los... So vergeht dann ein Abend wink.gif


So langsam verliere ich den Überblick in meiner Antwort, da ich das ganze hier während der Arbeitszeit schreibe und die unterberechen mich hier ständig! Frechheit ranting.gif
Daher füge ich die Antwort jetzt erstmal hinzu, bevor ich irgendwie noch alles aus Versehen lösche...

Schönen Gruß
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 15:39
Beitrag #115


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 14:51) *
Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann hast du in verschiedenen Situationen viel getrunken. Zum einen aus Langeweile, um dir die Wartezeit auf die Traumfrau zu vertreiben.
Da du diese tolle Frau ja nun anscheinend gefunden hast, sind diese Gelegenheiten weggefallen.
Frage: Was würdest du eigentlich jetzt machen, wenn die Beziehung enden sollte und du wieder keine Gelegenheit, eine Frau kennenzulernen, verpassen willst? Wie würdest du dir während der "Pirsch" die Langeweile vertreiben?

Das ist mal eine gute Frage, für die ich mir noch keine "Vermeidungsstrategie" überlegt habe... sad.gif

Jetzt weiß ich, wo ich den Überblick verloren habe. Die Frage hatte ich mir bis zum Schluss aufbewahrt.
Eine richtige Strategie ist es nicht, aber ich würde auch in dem Fall versuchen, weiterhin abstinent zu bleiben und mich dann halt doch an den alkoholfreien Getränken festhalten. Auch wenn ich irgendwann platze smile.gif Wahrscheinlich würde ich dann aber auch eher nach Hause gehen. Denn irgendwann erträgt man die betrunkenen Menschen um sich herum dann doch nicht mehr.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Gast_loriot35_*
Beitrag 26.01.2012, 15:58
Beitrag #116





Guests






Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 15:39) *
Wahrscheinlich würde ich dann aber auch eher nach Hause gehen. Denn irgendwann erträgt man die betrunkenen Menschen um sich herum dann doch nicht mehr.
Ganz wichtige Erkenntnis, die man sich in dem Zusammenhang immer mal vor Augen halten sollte, daß man sich selbst betrinkt, um "Frauen kennenzulernen".
Die stehen in der Regel nämlich am allerwenigsten auf die, die sich erst literweise Mut angetrunken haben, bevor sie dann "irgendeine" Frau ansprechenlallen;). Daher würde ich folgende Meinung nochmal überdenken, denn die besoffenen zeigen noch offensichtlicher, was sie wollen (aber nicht wirklich können in dem Zustand wink.gif )
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 14:51) *
Es macht die Situation dahingehend leichter, dass die meisten Frauen meinen Beobachtungen nicht sonderlich auf Kerle stehen, bei denen offensichtlich ist, was sie wollen.


Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 14:51) *
Diese Aktivitäten habe ich allerdings auch schon gehabt, als ich noch getrunken habe.
Ich denke, dann kann man sie auch nicht mehr wirklich als hilfreiches Argument hinzuziehen...Zumal ja abgesehen vom Basteln viel im passiven Bereich anzusiedlen ist DVD, Riesenfernseher mit Fussball Berieselung etc...
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 17:00
Beitrag #117


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (loriot35 @ 26.01.2012, 15:58) *
Ganz wichtige Erkenntnis, die man sich in dem Zusammenhang immer mal vor Augen halten sollte, daß man sich selbst betrinkt, um "Frauen kennenzulernen".
Die stehen in der Regel nämlich am allerwenigsten auf die, die sich erst literweise Mut angetrunken haben, bevor sie dann "irgendeine" Frau ansprechen wink.gif. Daher würde ich folgende Meinung nochmal überdenken, denn die besoffenen zeigen noch offensichtlicher, was sie wollen (aber nicht wirklich können in dem Zustand wink.gif

Ja, literweise... So schlau war ich auch, dass ich nicht mehr zu einer hin gehen mußte, wenn ich keinen geraden Satz mehr herausbekomme habe, auch wenn 90% der anderen Menschen dort ebenfalls nicht mehr stocknüchtern waren und Genuschel nicht so schnell aufgefallen wäre. Wenn eine gewisse alkoholische Gefühlsgrenze und/oder optische Zeitgrenze (das sogenannte Restef...en) überschritten war, dann trank ich halt nur noch, beobachtete einfach weiter die Leute, nach dieser Zeitgrenze bilden sich manchmal sehr lustige Paare, und hörte mir die Musik an.

Ja, ich schaffe es, mir 2,03‰ und mehr anzutrinken. Ich habe mir diese "Fahigkeit" im Verlauf von fast 15 Jahre antrainiert, indem ich oft über die Stränge geschlagen habe. Das heißt aber nicht, dass ich das auch dort jeden Abend gemacht habe.

Zitat (loriot35 @ 26.01.2012, 15:58) *
Ich denke, dann kann man sie auch nicht mehr wirklich als hilfreiches Argument hinzuziehen...Zumal ja abgesehen vom Basteln viel im passiven Bereich anzusiedlen ist DVD, Riesenfernseher mit Fussball Berieselung etc...

OK, dann kann ich a) 18 Stunden am Tag arbeiten oder b) 15 Jahre warten oder c) mich umbringen, denn noch mehr Zeit hat mein 24 Stunden Tag nicht. Und irgendwann will ich mich auch mal hinsetzen und abschalten, wenn ich den Ruhetag zwischen den Trainings oder keine Lust auf basteln habe. Wenn ich dafür bisher nicht und auch nicht in Zukunft das Feierabendbier gebraucht habe, wird es wohl ein Film oder ähnliches sein dürfen. Wenn ich für eine positives GA den Segelschein machen oder eine Leichtathletik-WM gewinnen muß, dann können sie die FE behalten.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
mir
Beitrag 26.01.2012, 17:33
Beitrag #118


Mitglied
********

Gruppe: Foren-Insider
Beiträge: 25040
Beigetreten: 05.03.2007
Wohnort: Erlangen
Mitglieds-Nr.: 29238



Der Gewinn der nächsten Leichtathletik wäre schon extrem hilfreich, aber wahrscheinlich nicht erforderlich. Bis dahin dauert es ja auch noch eine ganze Weile wink.gif und erfahrungsgemäß schaffen es meist auch die Zweit- und Drittplazierten.


--------------------
redonner sa grandeur à l'europe!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 17:40
Beitrag #119


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (mir @ 26.01.2012, 17:33) *
und erfahrungsgemäß schaffen es meist auch die Zweit- und Drittplazierten.

Sind das Erfahrungswerte aus dem Forum? wink.gif
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Gast_loriot35_*
Beitrag 26.01.2012, 18:06
Beitrag #120





Guests






Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 17:00) *
OK, dann kann ich a) 18 Stunden am Tag arbeiten oder b) 15 Jahre warten oder c) mich umbringen, denn noch mehr Zeit hat mein 24 Stunden Tag nicht. Und irgendwann will ich mich auch mal hinsetzen und abschalten, wenn ich den Ruhetag zwischen den Trainings oder keine Lust auf basteln habe. Wenn ich dafür bisher nicht und auch nicht in Zukunft das Feierabendbier gebraucht habe, wird es wohl ein Film oder ähnliches sein dürfen. Wenn ich für eine positives GA den Segelschein machen oder eine Leichtathletik-WM gewinnen muß, dann können sie die FE behalten.
Ich wollte damit nur anmerken, daß die genannten Aktivitäten (sofern es denn überhaupt was aktives war) dich ja nicht vom Alkoholkonsum abgehalten haben. Und somit eben vermutlich die Frage des Gutachters kommen wird, warum diese nun etwas anderes bewirken/auslösen würden als früher. Will damit sagen, als Veränderung oder Vermeidungsstrategie sind basteln und die Leidenschaft fürs Fussballgucken nicht mehr sonderlich tragfähig.
Zumal solche Sachen wie neuentdecktes Interesse fürs Fitness einfach allgemein wesentlich mehr nach neuer Lebensqualität klingen als eben Dinge wie DVDs gucken und online zocken
Go to the top of the page
 
+Quote Post
mir
Beitrag 26.01.2012, 18:18
Beitrag #121


Mitglied
********

Gruppe: Foren-Insider
Beiträge: 25040
Beigetreten: 05.03.2007
Wohnort: Erlangen
Mitglieds-Nr.: 29238



Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 17:40) *
Sind das Erfahrungswerte aus dem Forum? wink.gif

Natürlich. wink.gif


--------------------
redonner sa grandeur à l'europe!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 18:22
Beitrag #122


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Sie haben mich aber auch nicht zum Alkoholkonsum animiert.

Warum sollte mich eine neuerworbene Mitgliedschaft im Fitnessclub vom Alkoholkonsum abhalten? Es gibt einen Fitnessclub hier, der hat eine eigene Bar und jeden 1. Donnerstag im Monat ist der After-Workout Tag von 20-23 Uhr mit 20% Rabatt auf alle Cocktails. Und da gibt es nicht nur die alkoholfreien.

Herr Gutachter, ich gehe 5 mal in der Woche in den Fitnessclub. Ich bin voll dabei!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Gast_loriot35_*
Beitrag 26.01.2012, 18:37
Beitrag #123





Guests






Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 18:22) *
Sie haben mich aber auch nicht zum Alkoholkonsum animiert.
Was ich auch nicht damit gesagt habe. Ich will mich hier auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber auf eine Antwort dieser Art käme dann wohl erneut die Frage von Tanna auf, die Du bisher noch mit
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 07:39) *
Tja, welches Problem überdeckt der Alkohol... Sag Du es mir...
für Dich selbst nicht wirklich zufriedenstellend beanwortet hast...

Natürlich hält einen der Fitnessclub nicht automatisch vom Alkohol fern. Ich denke, es geht um die Themen Verhaltensänderung und neu gewonnene Lebensqualität-/freude
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 19:48
Beitrag #124


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Sorry, ich klinge ein bißchen biestig, aber solche, für mich haltlosen, Aussagen wie, dass eine Fitnessclub-Mitgliedschaft gleichbedeutend mit neu gefundener Lebensqualität ist, machen mich kiebig... Nicht persönlich nehmen!

Dürfen die GA echt bestimmen, was für einen Menschen die Lebensqualität steigert, bzw. was sie nicht steigert oder sogar aus ihrer Sicht verschlechtert?

Ich gehe nicht ins Studio, um mich an den Gewichten zu erfreuen. Ich mache das, damit ich in 30 Jahren noch aufrecht schmerzfrei gehen kann und nicht, damit ich mir in der Zwischenzeit keinen Rausch antrinken kann. Um diese Zeit totzuschlagen brauche ich weder das eine noch das andere.
Ich hab durch meine Mitgliedschaft noch keine neuen Leute kennen gelernt. Klar klönt man ab und zu mit dem Trainer. Aber da komme ich vor einer Trinkhalle im Ruhrpott ebenso schnell ins Gespräch...

Das heißt für mich, wenn ich dem GA erzählen könnte, dass ich mir eine Dauerkarte fürs Stadion gekauft habe, der die Hände überm Kopf zusammenschlägt. Obwohl ich unter Leute komme, maximal jede 2. Woche mindestens 90 Minuten sportlich interessiert bin, dabei mein Herzschlag erhöht ist...

Für viele Leute, gerade im Ruhrgebiet, wäre das eine Steigerung der Lebensqualität... und der GA rutscht ohnmächtig vom Stuhl...


Wie tief in mir steckt das Problem, das ich nun seit gerade nachgezählten 57 Tagen ohne Alkohol problemlos ertragen kann?
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Jack Daniels
Beitrag 26.01.2012, 20:05
Beitrag #125


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 4282
Beigetreten: 15.09.2003
Mitglieds-Nr.: 50



Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 19:48) *
Sorry, ich klinge ein bißchen biestig, aber solche, für mich haltlosen, Aussagen wie, dass eine Fitnessclub-Mitgliedschaft gleichbedeutend mit neu gefundener Lebensqualität ist, machen mich kiebig... Nicht persönlich nehmen!

Dürfen die GA echt bestimmen, was für einen Menschen die Lebensqualität steigert, bzw. was sie nicht steigert oder sogar aus ihrer Sicht verschlechtert?


Eher nein, aber sie dürfen stichlige Fragen stellen um ihren Kunden aus der Reserve zu locken um zu sehen was an der Geschichte dran ist.
Immerhin hat in den letzten Jahren sogar ein Bierbrauer die MPU bestanden und Bierbrauer werden ja gerne als Berufstrinker angesehen.
Die Gutachter müssen einfach auch bohren und nagen um zu sehen ob man auch in kritischem Umfeld standhaft bleibt.

Zitat
Wie tief in mir steckt das Problem, das ich nun seit gerade nachgezählten 57 Tagen ohne Alkohol problemlos ertragen kann?


Diese Frage kann man leider erst beantworten wenn ein Problem auftaucht das dich wieder zur Flasche greifen lässt, wavey.gif die dann hoffentlich zu bleibt.
Aber es gab hier schon einige deren Probleme die zum Alkmißbrauch führten bis in die Kindheit zurückreichten. Eine gewissenhafte MPU-Vorbereitung gleicht oftmals eine Psychoanalyse. Aber wenn man hinterher neben dem Alk auch noch seelischen Müll entsorgen kann ist das ja auch nicht schlecht.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Gast_loriot35_*
Beitrag 26.01.2012, 20:40
Beitrag #126





Guests






Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 19:48) *
Sorry, ich klinge ein bißchen biestig, aber solche, für mich haltlosen, Aussagen wie, dass eine Fitnessclub-Mitgliedschaft gleichbedeutend mit neu gefundener Lebensqualität ist, machen mich kiebig... Nicht persönlich nehmen!
Also ich nehm das nicht persönlich, kann auch die "Biestigkeit" durchaus nachvollziehen.
Mal eine zugegeben provokante These als Gegenfrage: (auch nicht persönlich nehmen, bitte)
Was an dem nachfolgenden ist denn gleichbedeutend mit neuer Lebensqualität? Plötzlich ne Freundin zu haben empfinden viele schnell als anstrengend und fühlen sich von Ihr eingeengt. Oder stehen dann noch mehr unter Druck, weil sie Angst haben, die Freundin wieder zu verlieren. (Versagensängste, mangelndes Selbstbewusstsein)
Und das trinken und trinken und trinken, bis die Sonne aufgeht hat ja auch nur bedingt was mit Lebensqualität zu tun, wenn man die Konsequenzen wie den verlorenen Tag aufgrund der durchzechten Nacht wieder mitrechnet...
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 14:51) *
Dann lernte ich meine Freundin kennen und mein Freundeskreis vergrößerte sich sprunghaft. Keiner spuckte ins Glas, ein Getränk nach dem anderen kam auf den Tisch, niemand machte sich Gedanken, weder der einzelne noch die Gruppe. Jetzt blieben wir fast alle bis zum Schluß, quatschten und lachten und tranken und tranken und tranken. Irgendwann ging das Licht an oder die Sonne auf und wir radelten nach Hause.



Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 19:48) *
Wie tief in mir steckt das Problem, das ich nun seit gerade nachgezählten 57 Tagen ohne Alkohol problemlos ertragen kann?
Ich könnte mir vorstellen, daß Du Antworten darauf oder zumindest die Richtung findest, wenn Du in die Richtung deiner Aussagen im folgenden Zitat dir so deine Gedanken machst...

Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 14:51) *
Es macht die Situation dahingehend leichter, dass die meisten Frauen meinen Beobachtungen nicht sonderlich auf Kerle stehen, bei denen offensichtlich ist, was sie wollen. Es sei denn, der Kerl ist eine echte Granate, oder George Clooney. Also stand ich eher unbeteiligt am Tresen, lächelte vor mich hin, trank ein Bier nach dem anderen und wartete auf meine Gelegenheit. (Dazu muß man sagen, dass die Clubs hier oft eher Wohnzimmergröße haben. Wenn man günstig steht, hat man den ganzen Raum im Blick. Nicht wie in einer Großraumdisco. Zudem war es zu meiner Zeit immer voll und dicht gedrängt. Die Tauben stecken also eher im Käfig, als dass sie gebraten vorbeifliegen). Bier war genauso teuer wie Cola. Warum sollte ic hmir also einen Wasserbauch antrinken, wenn sich das Bier von alleine raustrieb. Ausßerdem konnte man den Raum dann mal durchqueren und nachschauen, ob man nicht doch eine Frau übersehen hat.

Ich denke, fast jeder möchte berührt werden. Seelisch genauso wie körperlich. Und wenn man eine Abfuhr erhält, ist das nicht schön. Also überlegt man, ob die Frau, die man da gerade ins Auge gefasst hat, in der eigenen Liga spielt. Wenn nein, spart man es sich gleich. Wenn ja, und man bekommt eine Abfuhr, ist man, also ich wäre es, verunsichert. Also wägt man die ganze Zeit ab, versucht Blickkontakt aufzunehmen. Wenn man schon da eine negative Reaktion bekommt, geht das Grübeln wieder los... So vergeht dann ein Abend wink.gif


Also warum meistert man solche Situationen nicht genauso locker mit ner Cola in der Hand? Was gibt einem der Alkohol in dieser Situation?
Welches Grübeln geht los? Es ist doch völlig normal und realistisch, zu erwarten, daß man beim Flirten nicht permanent einen Volltreffer landet.
Und wenn das Cola genauso viel kostet, warum haut man sich dann Unmengen Bier rein, obwohl man ja weiss, daß das am Schluss negativere Konsequenzen hat als die selbe Menge Cola? (ok, vielleicht schlafen einige schlechter vom Coffein)
Und inwiefern überdeckt das Trinken die "Offensichtlichkeit" dessen, was die Kerle wollen?
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Tanna
Beitrag 26.01.2012, 20:46
Beitrag #127


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1967
Beigetreten: 14.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62591



Hallo Radfahrer,

was bedeutet denn Lebensqualität für dich?

Ein anderer Gedanke: Bedeutete es Lebensqualität, an einem Abend aus Langeweile bei der Warterei auf eine Traumfrau so viel zu trinken, dass du am nächsten Tag zu nichts zu gebrauchen warst?


Und noch ein ganz anderer:
"Die Traumfrau" gibt es nicht, glaube ich.
Irgendwann lernst du jede vermeintliche Traumfrau kennen, wie sie in der Realität ist - siehst, welche lästigen Eigenarten sie hat oder wie nervig sie ist, wenn sie sich mit dir streitet...
Nach der ersten Zeit setzt du deine rosarote Brille ab und dann ist vieles störend, was du erst so niedlich an ihr fandst...

Bei Männern ist es jedenfalls so. Einen "Traum-Mann" rolleyes.gif gibt es nicht, also lohnt es nicht, auf den zu warten oder ihn zu suchen. wink.gif
Ein brauchbarer Vorschlag ist, sich mit einem Exemplar von den vorhandenen anzufreunden.


Noch einmal zum Thema zurück:
Warten auf jemand, der in der Regel nicht kommt, ist sicher nicht nur langweilig, sondern auch frustrierend. Wie gehst du denn sonst mit Frust und Enttäuschungen um?

Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


--------------------

Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 26.01.2012, 22:21
Beitrag #128


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (loriot35 @ 26.01.2012, 20:40) *
Und das trinken und trinken und trinken, bis die Sonne aufgeht hat ja auch nur bedingt was mit Lebensqualität zu tun, wenn man die Konsequenzen wie den verlorenen Tag aufgrund der durchzechten Nacht wieder mitrechnet...

Das kommt darauf an, ob man einen Abend mit Freunden schwerer wiegt als einen Sonntag, an dem man eh nichts vorhatte.
Das man den Abend auch ohne Alkohol verbringem kann, darüber sind wir uns einig. Die Freunde sind trotzdem da, lustig und gesellig kann es auch ohne Alkohol sein. Es ist halt ein "Ritual" geworden. Wir sind zusammen, wir trinken.

Zitat (loriot35 @ 26.01.2012, 20:40) *
Also warum meistert man solche Situationen nicht genauso locker mit ner Cola in der Hand? Was gibt einem der Alkohol in dieser Situation?
Welches Grübeln geht los? Es ist doch völlig normal und realistisch, zu erwarten, daß man beim Flirten nicht permanent einen Volltreffer landet.

Es ist trotzdem nicht schön, wenn man abblitzt. Realität hin oder her...

Zitat (loriot35 @ 26.01.2012, 20:40) *
Und wenn das Cola genauso viel kostet, warum haut man sich dann Unmengen Bier rein, obwohl man ja weiss, daß das am Schluss negativere Konsequenzen hat als die selbe Menge Cola? (ok, vielleicht schlafen einige schlechter vom Coffein)

Die 0,33l Bierflasche liegt besser in der Hand als das 0,2l Glas Cola. Man hat das Etikett zum Abknibbeln, während man von der Cola, die beim Einschenken über den Rand gelaufen ist, klebrige Finger bekommt. Man kann die Flasche mit dem Finger oder Daumen verschließen, während man das Glas austrinken oder mit der flachen Hand zuhalten (klebt!) muß, wenn man Richtung Klo geht. Man stellt die leere Flasche Bier auf den Tresen, nimmt Augenkontakt mit dem Barmann auf, der am anderen Ende der Theke steht, hält die Hand mit der Anzahl der Finger der benötigten Biere hoch, die er dann eben im Vorbeigehen aus dem Kühlschrank holt und vor einem hinstellt, während man erst wartet, dann zweimal schreien muß, dass man gerne eine Cola, eine Cola light, eine Fanta und 2 mal Wasser, Nein, keine Strohalme bitte! Ja, mit Eis! haben möchte. Solange man die Flasche noch halbwegs treffsicher zum Mund führen kann, sieht eine Flasche Bier cooler aus als das Genippe an einem Glas Cola, dass man sich halb übers Shirt kippt, weil sich die Eiswürfel ungünstig verkantet haben. Bier gibt keine Cola-Flecken. 0,33l Bier ist mehr fürs Geld als 0,2l Cola, auch wenn das vielleicht eine Milchmädchenrechnung ist.

Im und vorm Stadion oder auf Festen mit offenen Getränken ist Bier meistens vorgezapft, während alkoholfreie Getränke länger dauern, weil keiner eine Cola ohne Bubbel trinken will. Bier ohne Schaum hingegen benötigt nur einen kleinen Nachschuss aus dem Hahn und die Blume blüht.

Willst Du wirklich noch weitere "Vorteile" der Bierbestellung hören?

Zitat (loriot35 @ 26.01.2012, 20:40) *
Und inwiefern überdeckt das Trinken die "Offensichtlichkeit" dessen, was die Kerle wollen?

Meiner bescheidenen Meinung nach, fällt ein Mann, der sich mit vor der Brust verschränkten Armen (erster Fehler, abweisende Haltung, Signal: "Sprich mich nicht an, ich suche mir Dich aus.") in den Raum stellt und die Frauen mustert, eher negativ auf, als der, der locker am Tresen lehnt, an seiner Bierflasche nippt, lächelt, der Frau, die verzweifelt in dem Schwarzen Loch, das sie Handtasche nennt, nach einem Feuerzeug sucht, einfach ein brennendes Feuerzeug vor die Zigarette hält, der die Frage, ob er auch eine möchte, freundlich mit "Nein, Danke. Ich rauche nicht." beantwortet und auf die Nachfrage, warum er dann ein Feuerzeug dabei habe erwidert, dass die Mutter ihn halt gut erzogen habe.

Das ganze funktioniert natürlich auch mit einem Glas Cola, aber dann hat man klebrig nasse Finger, wenn man sich die Hände schüttelt und sich mit Namen vorstellt...
Ab da kann man dann auch Cola bestellen, weil sie eh lieber Prosecco oder Weißweinschorle trinkt und man den Barmann anschreien muß...

Mittlerweile hat das deutschlandweite Rauchverbot diese von mir patentierte Strategie zerstört. Denn wenn man sich alleine im Raucherbereich aufhält, ohne selbst zu rauchen, wird man seitdem eher schief angeschaut. Auch Sprüche, das man aktiver Passivraucher sei, finden keinen Anklang...

Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 20:46) *
was bedeutet denn Lebensqualität für dich?

Ein anderer Gedanke: Bedeutete es Lebensqualität, an einem Abend aus Langeweile bei der Warterei auf eine Traumfrau so viel zu trinken, dass du am nächsten Tag zu nichts zu gebrauchen warst?

Okay, vergessen wir mal langsam die Traumfrau. Das war meine Zeit von 2002 bis 2006. Inzwischen warte ich nicht mehr, sondern trinke umgeben von meinen Freunden. Und für uns zählt der Abend, nicht der nächste Tag. Aber das habe ich ja schon Loriot oben so beantwortet.

Lebensqualität bedeutet für mich, dass ich mein Leben so gestalten kann, wie ich es will. Im Moment leidet meine Lebensqualität. Nicht weil ich keinen Alkohol trinke, sondern weil ich mich mit Dingen beschäftigen muß, die a) teuer sein werden, mir dafür aber nicht mal Spaß machen, b) bei mir mehr Fragen als Antworten aufwerfen, was meiner Laune nicht zuträglich ist und c) meinen 2000 DMark teuren Führerschein demnächst schlucken werden, den ich nur mit einem positiven GA retten/zurückholen kann... Und das ist das größte Ärgernis: Ich bin in der Hand eines Menschen, der zwar seine Vorgaben hat, und objektiv sein soll, der aber genausogut subjektiv sein kann und mir keine meiner Ausführungen glauben muß, egal ob sie wahr oder falsch sind.
Das hatte ich zuletzt in der Schule und das war auch der Grund, warum ich anfing, Schule als Plage zu empfinden.

Ich empfinde es nicht als Verlust der Lebensqualität, wenn ich einen Tag mit Kopfschmerzen "aussetzen" muß. Dafür habe ich sonst so gut wie nie Krankheiten, die mich einschränken. Deshalb nehme ich das in Kauf. Auch wenn ich weiß, dass es kein Gefallen für den Körper ist.

Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 20:46) *
Und noch ein ganz anderer:
"Die Traumfrau" gibt es nicht, glaube ich.
Irgendwann lernst du jede vermeintliche Traumfrau kennen, wie sie in der Realität ist - siehst, welche lästigen Eigenarten sie hat oder wie nervig sie ist, wenn sie sich mit dir streitet...
Nach der ersten Zeit setzt du deine rosarote Brille ab und dann ist vieles störend, was du erst so niedlich an ihr fandst...

Bei Männern ist es jedenfalls so. Einen "Traum-Mann" rolleyes.gif gibt es nicht, also lohnt es nicht, auf den zu warten oder ihn zu suchen. wink.gif
Ein brauchbarer Vorschlag ist, sich mit einem Exemplar von den vorhandenen anzufreunden.

Dass ich meine Traumfrau gefunden habe, habe ich meines Erachtens selbst nie gesagt. Nur dass ich eine Freundin gefunden habe wink.gif
Aber hier mal Scherz beiseite. Ich bin glücklich mit ihr. Sie ist mein Sonnenschein, fast immer gut gelaunt. In den fünf Jahren hatten wir keinen großen Streit mit Anschreien, Türen zuknallen oder was man da halt so macht. Einmal ist sie spazieren gegangen, nachdem wir rumgezickt haben. Ein anderes mal, als ich genervt war, habe ich mich aufs Fahrrad gesetzt und bin quer durch die Stadt gefahren. Ich denke, das ist für 5 Jahre ein guter Schnitt. Womit auch schon Deine nächste Frage folgt:

Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 20:46) *
Noch einmal zum Thema zurück:
Warten auf jemand, der in der Regel nicht kommt, ist sicher nicht nur langweilig, sondern auch frustrierend. Wie gehst du denn sonst mit Frust und Enttäuschungen um?

Letzten Sommer war ich über eine verbaselte Terminabsprache im Freundeskreis verärgert, da habe ich mich auch aufs Fahrrad gesetzt und bin 25 Kilometer am Mittellandkanal entlanggerast. Verschwitzt und ausgepowert kam ich nach Hause.
Wenn ein Kollege Bockmist baut, schließe ich die schalldichten Türen um mich und schreie ein bißchen rum. Manchmal lasse ich sie auch geöffnet. Dann kommt wenigstens mal einer vorbei und fragt grinsend, was los ist... Das muntert auf.

Lieben Gruß zurück!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Tanna
Beitrag 27.01.2012, 09:41
Beitrag #129


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1967
Beigetreten: 14.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62591



Hallo Radfahrer,

deine Ausführungen zur besseren Handhabung einer Bierflasche und warum sie cooler wirkt, fand ich sehr interessant. smile.gif Männer, die permanente Bierflaschen-Halter sind, fand und finde ich nämlich gar nicht attraktiv - aber das ist nur meine Meinung. thread.gif

Ich denke, wir drehen die ganze Sache nun einmal um. wink.gif
Vielleicht überlege du dir einmal, warum sich ein alkoholfreies Getränk in deiner Hand besser machen würde - denn du willst ja doch abstinent leben... wavey.gif
Allerdings ist das ja anscheinend nicht das übliche Verhalten deinerseits - zur Zeit jedenfalls nicht.


Deswegen zu deinem Freundeskreis:
Das "trinken und trinken und trinken" würde ich nicht bagatellisieren. Verhalten hat immer eine Funktion - wiederholtes Verhalten auch.

Gemeinsames Trinken kann ja verbinden: Warum aber, wenn es auch andere Elemente gibt, die euch wirklich verbinden (was du ja schreibst), dann am gemeinschaftlichen Saufen festhalten? Was bringt das an Positivem? Den Kater am nächsten Tag?

Gemeinsames Trinken kann wie ein Ritual sein und durch das Wiederkehren das Sich-wohl-und-aufgehoben-Fühlen steigern: Warum aber an diesem Ritual festhalten, das (gesundheits)schädlich ist? Welche besseren lassen sich noch finden?

Vorübergehend kann ein Verhalten, das früher einmal als "Gruppen-Klebstoff" oder "Wohlfühl-Schalter" funktionierte, irgendwann auch diese Funktion verlieren und nur noch eine bloße Gewohnheit sein. Es ist dann nur noch eine leere Hülle, völlig unnötig.
Beim gemeinsamen Trinken füllt sich diese Hülle übrigens meist mit einem anderen Zweck und das Trinken an sich rückt in den Mittelpunkt.

Was machst du jetzt eigentlich, wenn die Anderen "trinken und trinken und trinken"? Oder nimmst du an solchen Zusammenkünften nicht mehr teil?

Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


Edit:
Du hattest einen Thread aufgemacht, der flugs wieder geschlossen wurde als "Human Gateway". Kann es sein, dass du etwas ähnliches gepostet hattest wie hier? Im Witze- und Unterhaltungsthread sind die Human Gateways anscheinend erlaubt. wavey.gif

Der Beitrag wurde von Tanna bearbeitet: 27.01.2012, 09:56


--------------------

Go to the top of the page
 
+Quote Post
Kai R.
Beitrag 27.01.2012, 10:26
Beitrag #130


Mitglied
********

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 26846
Beigetreten: 21.09.2007
Wohnort: NRW
Mitglieds-Nr.: 36827



Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 22:21) *
Lebensqualität bedeutet für mich, dass ich mein Leben so gestalten kann, wie ich es will. Im Moment leidet meine Lebensqualität. Nicht weil ich keinen Alkohol trinke, sondern weil ich mich mit Dingen beschäftigen muß, die a) teuer sein werden, mir dafür aber nicht mal Spaß machen, b) bei mir mehr Fragen als Antworten aufwerfen, was meiner Laune nicht zuträglich ist und c) meinen 2000 DMark teuren Führerschein demnächst schlucken werden, den ich nur mit einem positiven GA retten/zurückholen kann...

kurz, Du musst Dich mit Dingen beschäftigen, mit denen Du Dich nicht beschäftigen willst. Das ist schlecht für Deine Eigenmotivation.

Geh mal ein paar Schritte zurück: niemand sagt ja, dass Du nicht weitersaufen kannst. Du sagst, dass Du es nicht willst. Aber verändern willst Du auch nichts. Irgendwie passt das nicht zusammen. Wenn Du etwas ändern willst, musst Du es auch anpacken. Wenn Du es für Dich willst, kannst Du auch positiv dabei bleiben. Wenn Du es aber nicht willst, dann musst Du hinterfragen ob Dir Dein bisheriger Lebenswandel wirklich wichtiger als Dein FS und Deine Gesundheit ist. Falls ja: sei konsequent und bleib dabei. Falls nein musst Du umdenken.

In jedem Fall scheint mir der Alkohol in seinen verschiedenen Facetten, von der Wirkung (Rausch) über die Außenwirkung (an der Bierflasche festhalten) bis zu Gewohnheiten und Ritualen einen sehr großen Platz in Deinem Leben einzunehmen. Lies mal Deine eigenen Postings und entscheide, ob Du das wirklich willst, einer Droge soviel Macht zu geben.

Bei der Gelegenheit. Das hier
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 22:21) *
Und das ist das größte Ärgernis: Ich bin in der Hand eines Menschen, der zwar seine Vorgaben hat, und objektiv sein soll, der aber genausogut subjektiv sein kann und mir keine meiner Ausführungen glauben muß, egal ob sie wahr oder falsch sind.

ist ein Denkfehler. Du machst das hier für Dich. Wenn Du zu authentischen Lösungen kommst, dann werden die auch für den Gutachter gut genug sein. Du hast es selber in der Hand, der Gutachter wird das abnicken wenn Du die Dinge wirklich ändern willst und es für Dich gut genug ist.

Grüße

Kai


--------------------
Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
Go to the top of the page
 
+Quote Post
krautsalat
Beitrag 27.01.2012, 11:40
Beitrag #131


Mitglied
******

Gruppe: Members
Beiträge: 557
Beigetreten: 21.07.2008
Mitglieds-Nr.: 43278



Zitat (Tanna @ 25.01.2012, 20:23) *
Zitat (Thomaygo @ 24.01.2012, 07:07) *
Wenn jmd. nicht wusste, dass eine TF mit dem Fahrrad rechtliche Konsequenzen haben kann und deshalb das Fahrrad als Vermeidungsstrategie genommen, um eben nicht betrunken ein KFZ zu fahren, dann darf von ihm eigentlich noch nichtmal eine Verhaltensänderung gefordert werden.

Im Übrigen halte ich diese Debatte zwar für intellektuell interessant – bei der MPU wird dies wohl nicht das zentrale Thema sein.

Leider ist diese Debatte, aufgrund der kurzen Frist für die Begutachtung, für ~Radfahrer~, um seine FE am Leben zu erhalten, von einiger Bedeutung. Auf Fahrradfahren als Vermeidungsstrategie zu plädieren ist die einzige Chance, da er bis zum 12.04. lediglich gut 4 Monate gelebte Verhaltensänderung nachweisen kann.
Für ~Radfahrer~ spricht meiner Meinung nach, dass er, so seine Aussagen zum Thema, bisher immer im Vorfeld entschieden hat wie er denn heimzukommen gedenke, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Gegen ~Radfahrer~ spricht, dass er sich an die Fahrt nicht erinnern kann und das wohl auch nicht der erste Filmriss war.

Dass ~Radfahrer~ nicht trotzdem an seinem Verhalten bezüglich alkoholischer Getränke etwas verändern darf steht ja außer Frage und kann die Argumentation doch nur unterstützen. Entscheidend wird aber sein, ob er den Gutachter davon überzeugen kann, dass er im betrunkenen Zustand kein KFZ bewegen würde und dass er dafür funktionierende Vermeidungsstrategien, z.B. die Benutzung eines Fahrrades, obwohl das nun wohl auch wegfallen sollte, hat.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Anton Gorodezki
Beitrag 27.01.2012, 11:49
Beitrag #132


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 2896
Beigetreten: 09.01.2006
Wohnort: Bielefeld
Mitglieds-Nr.: 15832



Seine Lösungen hat er aber doch:
Kein Alkohol mehr, anscheinend zwar ursprünglich einmal wegen des, aber nicht nur für den Führerschein.
Warum muss er sich nun neue zulegen, wenn die alten auch ohne Alkohol gehen?

Eigenerfahrung: Es gibt tatsächlich Freudeskreise, in denen funktioniert es gut, wenn am selben Abend manche nüchtern bleiben, manche 1-2 Flaschen Bier trinken und andere sich vollständig abschießen.

Gerade bei Spieleabenden ist das eher die Regel, einfach weil ein paar von den Nüchternen Auto fahren.

Eine gute Freundin von mir trinkt auch bei Besäufnissen fast grundsätzlich nichts, weil ihr der Alkohol nicht schmeckt. Das ist allgemein bekannt, da kommen auch keine Überredungsversuche.
Ich trinke selbst ab und an mal Cola wenn der große Rest bei alkoholischen Sachen ist.
Ich glaube, ich bin höchstens ein oder zwei Mal überhaupt gefragt worden, warum kein Alkohol, und habe das dann kommentiert mit "keine Lust" oder etwas in der Art, und das gab keine weiteren Nachfragen oder Drängeleien.

Wieso fällt das so vielen hier so schwer zu glauben, dass das geht?


an den TE:


Ich bin selbst weiblich, und an sich finde ich den Mann mit der Bierflasche auch deutlich unattraktiver als den mit der Cola:
Die Probleme, die Du mit der Cola beschreibst, kenne ich nicht (sitzt man echt die ganze Nacht in Bars, wo man sein Getränk mitnehmen muss wenn man aufs Klo verschwindet?), allerdings kenne ich das ein oder andere Problem mit Bier:

Selbst nach einer Flasche riecht man es, und, als Selbstnichtbiertrinkerin: Man schmeckt es beim Küssen.
Kusstechnisch gewöhnen sich die meisten Männer das bei mir auch recht schnell ab....im Normalfall bitte ich nach einer gewissen Kennenlernzeit darum, doch vor einem Treffen das Bier wegzulassen, weil ich es schmecke.
Hatte bisher auch kaum ein Mann ein Problem damit.

Gruß

Anton Gorodezki


--------------------
Le coeur a ses raisons que la raison ne connait pas. (Blaise Pascal)

because right is right, to follow right/Were wisdom in the scorn of consequence. (Tennyson)
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Gast_loriot35_*
Beitrag 27.01.2012, 12:15
Beitrag #133





Guests






Zitat (Anton Gorodezki @ 27.01.2012, 11:49) *
Eigenerfahrung: Es gibt tatsächlich Freudeskreise, in denen funktioniert es gut, wenn am selben Abend manche nüchtern bleiben, manche 1-2 Flaschen Bier trinken und andere sich vollständig abschießen.
Stimmt. Aber in der Regel sind die, die nüchtern bleiben oder nur ein oder zwei Bier trinken, nicht diejenigen, die sich bis auf die letzten rund 60 Tage regelmässig komplett abgeschossen haben und generell einen sehr lockeren Umgang mit Alkohol hatten.
Zitat (Anton Gorodezki @ 27.01.2012, 11:49) *
Warum muss er sich nun neue zulegen, wenn die alten auch ohne Alkohol gehen?
Also zumindest ich lese bisher noch soviele positive Argumente pro Alkohol aus der Argumentation des TE raus, daß ich bisher noch davon ausgehen würde, daß sich die alten Trinkgewohnheiten recht schnell wieder einschleichen würden bei gleichbleibenden Verhaltensweisen.

Alleine schon das Beispiel, daß das gemeinsame Trinken mit Freunden soviel Lebensqualität bedeutet, daß man dafür gerne einen nachfolgenden Tag mit Kater, Kopfschmerzen und sonstigen körperlichen/gesundheitlichen Einschränkungen in Kauf nimmt, klingt schon recht "gewagt" für mich...
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 22:21) *
Ich empfinde es nicht als Verlust der Lebensqualität, wenn ich einen Tag mit Kopfschmerzen "aussetzen" muß. Dafür habe ich sonst so gut wie nie Krankheiten, die mich einschränken. Deshalb nehme ich das in Kauf. Auch wenn ich weiß, dass es kein Gefallen für den Körper ist.
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Tanna
Beitrag 27.01.2012, 12:30
Beitrag #134


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1967
Beigetreten: 14.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62591



Hallo Anton,

ein Bemerkung hierzu
Zitat (Anton Gorodezki @ 27.01.2012, 11:49) *
Wieso fällt das so vielen hier so schwer zu glauben, dass das geht?
Der für mich entscheidende Unterschied liegt in der Gewohnheit, bisher stets mitgetrunken zu haben oder keine solche zu haben - wie du es beschreibst: es immer wieder anders zu halten.

Auf der anderen Seite lese ich von den Menschen, die hier im VP aufsclagen und zu viel tranken, weil sie aufgefordert wurden oder "nicht ablehnen konnten". Wenn das beim TE anders ist: umso besser. Aber diese Fragen gehören schon dazu, finde ich. wavey.gif Ohne dass ich mit der Frage Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit ausdrücken möchte.



Hallo Krautsalat,

aus persönlichen Kontakten zu zwei Gutachtern weiß ich, dass längst nicht alle GA die Vermeidungsstrategie Fahrrad als solche Strategie wirklich anerkennen - gerade bei hohen Promillewerten.


Herzliche Grüße,
Tanna


--------------------

Go to the top of the page
 
+Quote Post
mir
Beitrag 27.01.2012, 12:32
Beitrag #135


Mitglied
********

Gruppe: Foren-Insider
Beiträge: 25040
Beigetreten: 05.03.2007
Wohnort: Erlangen
Mitglieds-Nr.: 29238



Aber gibt es innerhalb der vorgegebenen Frist eine Alternative mit reeller Chance?


--------------------
redonner sa grandeur à l'europe!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Tanna
Beitrag 27.01.2012, 13:10
Beitrag #136


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1967
Beigetreten: 14.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62591



Hallo mir,

wenn der TE das, was er schon geschrieben hat zu seinen Gründen für das Rad, so sagt, dann wird er zumindest ehrlich sein und dadurch ziemlich glaubwürdig wirken. Wenn er dann viele konkrete Erlebnis-Beispiele schildern kann, dann könnte es schon funktionieren (womöglich mit Kursauflage?).

Es muss eben "nur" von Anfang bis zum Ende ehrlich und richtig sein. Falls er mit einer gebastelten Vermeidungsstrategie-Erklärung anfängt, die ihm der GA dann nicht abnimmt, klappt es auch mit der Glaubwürdigkeit des Restes nicht.

Ein GA wird es höher bewerten, wenn ein MPU-ler kapiert hat, dass er so alkoholisiert nicht mehr durch die Gegend ziehen will, auch weiß, wie das zukünftig vermieden wird, weil er das schon 4 Monate praktiziert hat. Auf der anderen Seite steht doch dann derjenige, der nun nicht mehr wie bisher das Fahrrad als Vermeidungsstrategie nehmen will, aber eben eine andere und weiter so ähnlich trinkt...

Die hohe Alkoholisierung mit Filmriss wirkt ja nicht gerade vertrauensfördernd in bezug auf Selbstkontrolle.

Weitaus schwieriger wirkt auf mich das, was auch @Kai R. und @loriot35 beschrieben: Der Alkohol und die üblichen Trinksituationen scheinen noch sehr attraktiv zu sein - oder die Folgen nicht so schlimm.

Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


--------------------

Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 27.01.2012, 16:25
Beitrag #137


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 09:41) *
deine Ausführungen zur besseren Handhabung einer Bierflasche und warum sie cooler wirkt, fand ich sehr interessant. smile.gif Männer, die permanente Bierflaschen-Halter sind, fand und finde ich nämlich gar nicht attraktiv - aber das ist nur meine Meinung. thread.gif

Zitat (Anton Gorodezki @ 27.01.2012, 11:49) *
Ich bin selbst weiblich, und an sich finde ich den Mann mit der Bierflasche auch deutlich unattraktiver als den mit der Cola:
allerdings kenne ich das ein oder andere Problem mit Bier:
Selbst nach einer Flasche riecht man es, und, als Selbstnichtbiertrinkerin: Man schmeckt es beim Küssen.

wink.gif

Wie gesagt, da wo ich war, waren nach meinen Schätzungen 90% der Leute nicht stocknüchtern. In diesen Clubs treffen sich die Leute nicht, um tiefgründige intellektuelle Gespräche über Kunst und Kultur zu führen. Sie gehen dort hin, um mit Freunden zu feiern oder neue Menschen kennen zu lernen.

Wenn beide Knoblauch im Essen hatten, fällt es beim Partner auch nicht mehr so auf.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 09:41) *
Ich denke, wir drehen die ganze Sache nun einmal um. wink.gif
Vielleicht überlege du dir einmal, warum sich ein alkoholfreies Getränk in deiner Hand besser machen würde - denn du willst ja doch abstinent leben... wavey.gif
Allerdings ist das ja anscheinend nicht das übliche Verhalten deinerseits - zur Zeit jedenfalls nicht.

Es ist mir egal, was ich trinke. Solang es mir schmeckt. Warum ich eher ein Bier bestellte als eine Cola, habe ich im letzten Post beantwortet.

Außerdem wird es einem zu einfach gemacht, an Alkohol zu kommen.
Dienstag waren wir zu dritt essen. Eine schwangere (deutliche Kugel) Freundin, meine Freundin und ich. Getränkebestellung: Einen Traubensaft für die Schwangere, ein Glas Rotwein für meine Freundin, eine große Flasche Wasser für alle. Was kommt nach dem Essen ohne Nachfrage (wir sind dort keine Stammgäste)? 3 Baileys aufs Haus... Wir schauten uns daraufhin etwas verwirrt an...

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 09:41) *
Deswegen zu deinem Freundeskreis:
Das "trinken und trinken und trinken" würde ich nicht bagatellisieren. Verhalten hat immer eine Funktion - wiederholtes Verhalten auch.

Wenn Du die Funktion herausfindest, werde ich sie gerne meinem Freundeskreis mitteilen.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 09:41) *
Gemeinsames Trinken kann ja verbinden: Warum aber, wenn es auch andere Elemente gibt, die euch wirklich verbinden (was du ja schreibst), dann am gemeinschaftlichen Saufen festhalten? Was bringt das an Positivem? Den Kater am nächsten Tag?

Es ist nicht meine Funktion, die anderen zu einem Lebenswandel zu führen. Von denen wurde keiner erwischt, wie er/sie betrunken Rad fährt.
Ich kann ihnen nur erzählen, was ich hier lese und lerne, was ich aus den Broschüren der BZgA lese und lerne, was die Ärztin so gesagt hat, etc. Die einen ziehen Konsequenzen daraus, die anderen nicht.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 09:41) *
Gemeinsames Trinken kann wie ein Ritual sein und durch das Wiederkehren das Sich-wohl-und-aufgehoben-Fühlen steigern: Warum aber an diesem Ritual festhalten, das (gesundheits)schädlich ist? Welche besseren lassen sich noch finden?

Siehe letzte Antwort.
Ich kann das Ritual für mich brechen. Was soll ich mit den anderen Menschen machen?
Wie gesagt, solange weiterhin niemand massiv versucht, mich zum Trinken zu bringen, werde ich diese Person nicht meiden.
Wenn der GA meint, ich müsse mich einer Gruppe Mormonen anschließen, auch dann kann er die FE behalten.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 09:41) *
Vorübergehend kann ein Verhalten, das früher einmal als "Gruppen-Klebstoff" oder "Wohlfühl-Schalter" funktionierte, irgendwann auch diese Funktion verlieren und nur noch eine bloße Gewohnheit sein. Es ist dann nur noch eine leere Hülle, völlig unnötig.
Beim gemeinsamen Trinken füllt sich diese Hülle übrigens meist mit einem anderen Zweck und das Trinken an sich rückt in den Mittelpunkt.

Da muß ich jetzt mal sagen: Hä? Das klingt jetzt ein bißchen wie die Diskussion zwischen Herrn Lehmann und der schönen Köchin, ob die Zeit für Betrunkene schneller oder langsamer verrinnt. (Sven Regener - Herr Lehmann)

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 09:41) *
Was machst du jetzt eigentlich, wenn die Anderen "trinken und trinken und trinken"? Oder nimmst du an solchen Zusammenkünften nicht mehr teil?

Oh doch. Es gab schon einige solcher Situationen. Silvester, Weihnachtsmarkt, Markthallentreffen, fußballgucken zu Hause, Grünkohlwanderung... Bis auf einen Stadionbesuch war alles dabei. Und alles verlief für mich ohne Alkohol.
Warum sollte ich mich von meinen Freunden und Bekannten zurückziehen, nur weil sie weiter trinken? DANN käme nämlich die Frage für mich auf, was ich mit dieser zusätzlichen Zeit machen soll.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 09:41) *
Edit:
Du hattest einen Thread aufgemacht, der flugs wieder geschlossen wurde als "Human Gateway". Kann es sein, dass du etwas ähnliches gepostet hattest wie hier? Im Witze- und Unterhaltungsthread sind die Human Gateways anscheinend erlaubt. wavey.gif

Ja, den W&U-Thread habe ich zu spät gesehen. Ich fand es witzig und hab auch nicht gesucht, ob es schon mal gepostet wurde. Kein Problem.

Zitat (Kai R. @ 27.01.2012, 10:26) *
kurz, Du musst Dich mit Dingen beschäftigen, mit denen Du Dich nicht beschäftigen willst. Das ist schlecht für Deine Eigenmotivation.

Du sagst es...

Zitat (Kai R. @ 27.01.2012, 10:26) *
Geh mal ein paar Schritte zurück: niemand sagt ja, dass Du nicht weitersaufen kannst. Du sagst, dass Du es nicht willst. Aber verändern willst Du auch nichts. Irgendwie passt das nicht zusammen. Wenn Du etwas ändern willst, musst Du es auch anpacken. Wenn Du es für Dich willst, kannst Du auch positiv dabei bleiben. Wenn Du es aber nicht willst, dann musst Du hinterfragen ob Dir Dein bisheriger Lebenswandel wirklich wichtiger als Dein FS und Deine Gesundheit ist. Falls ja: sei konsequent und bleib dabei. Falls nein musst Du umdenken.

Wir drehen uns in meinem Kreis... Wieso muß ich als Beweis, für die Fortführung meiner Abstinenz jetzt und nach der MPU, mein komplettes Leben umkrempeln? Wieso muss ich meinen Freundeskreis "verraten", meine bisherigen Hobbys überdenken, am besten noch 2-3 aktivere dazu holen, mir von dem GA vorhalten lassen, dass ich willensschwach bin und ohne all diese Veränderungen gleich wieder zum Alkohol greife.

Zitat (Kai R. @ 27.01.2012, 10:26) *
In jedem Fall scheint mir der Alkohol in seinen verschiedenen Facetten, von der Wirkung (Rausch) über die Außenwirkung (an der Bierflasche festhalten) bis zu Gewohnheiten und Ritualen einen sehr großen Platz in Deinem Leben einzunehmen. Lies mal Deine eigenen Postings und entscheide, ob Du das wirklich willst, einer Droge soviel Macht zu geben.

Ich habe noch nie in meinem Leben an einer Zigarette gezogen, obwohl ich in einem Elternhaus mit 2 starken Rauchern aufgewachsen bin. Ich habe noch nie in meinem Leben Drogen genommen, obwohl in meiner Schulzeit viele Joints und auch mal Koks die Runde machten.
Ich räume in meinem Leben keiner Droge eine Macht über mich ein. Wenn ich es nicht will, dann nehme ich sie auch nicht. Wenn ich zur Unterstützung des Willens einen Grund habe, um so besser.

Daraufhin werden sicherlich einige sagen, dass ich nach der MPU keinen Grund zur Unterstützung mehr habe...
Ich kann Euch sagen, auf den Sch... habe ich echt kein zweites Mal Lust. Und nochmal über 1000 Euro für den Staat und 400-800 Euro für die MPU incl. Unkosten bekommen die von mir auch nicht. Das ist nämlich meine Motivation nach der MPU. Mein Geiz gegenüber Behörden und Vereinen. Die haben mich einmal erwischt, ich werde ihnen keine zweite Chance geben.

Zitat (Kai R. @ 27.01.2012, 10:26) *
Du machst das hier für Dich. Wenn Du zu authentischen Lösungen kommst, dann werden die auch für den Gutachter gut genug sein. Du hast es selber in der Hand, der Gutachter wird das abnicken wenn Du die Dinge wirklich ändern willst und es für Dich gut genug ist.

Ja, das haben sie in der Schule auch immer gesagt... Und da haben wir schon wieder das ändern und wenn ich es in den Augen des GA nicht gut genug ändere, falle ich durch...

Ende Teil 1. Ich hab die Anzahl der erlaubten Quotes überschritten blink.gif
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 27.01.2012, 16:58
Beitrag #138


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (krautsalat @ 27.01.2012, 11:40) *
Leider ist diese Debatte, aufgrund der kurzen Frist für die Begutachtung, für ~Radfahrer~, um seine FE am Leben zu erhalten, von einiger Bedeutung. Auf Fahrradfahren als Vermeidungsstrategie zu plädieren ist die einzige Chance, da er bis zum 12.04. lediglich gut 4 Monate gelebte Verhaltensänderung nachweisen kann.
Für ~Radfahrer~ spricht meiner Meinung nach, dass er, so seine Aussagen zum Thema, bisher immer im Vorfeld entschieden hat wie er denn heimzukommen gedenke, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Gegen ~Radfahrer~ spricht, dass er sich an die Fahrt nicht erinnern kann und das wohl auch nicht der erste Filmriss war.

Dass ~Radfahrer~ nicht trotzdem an seinem Verhalten bezüglich alkoholischer Getränke etwas verändern darf steht ja außer Frage und kann die Argumentation doch nur unterstützen. Entscheidend wird aber sein, ob er den Gutachter davon überzeugen kann, dass er im betrunkenen Zustand kein KFZ bewegen würde und dass er dafür funktionierende Vermeidungsstrategien, z.B. die Benutzung eines Fahrrades, obwohl das nun wohl auch wegfallen sollte, hat.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 12:30) *
aus persönlichen Kontakten zu zwei Gutachtern weiß ich, dass längst nicht alle GA die Vermeidungsstrategie Fahrrad als solche Strategie wirklich anerkennen - gerade bei hohen Promillewerten.

Womit ich gerade ausrasten könnte, wenn ich nochmal über Kai R.'s Absatz lese, in dem er schreibt, dass der GA nicht subjektiv sein kann...

Zitat (Anton Gorodezki @ 27.01.2012, 11:49) *
Die Probleme, die Du mit der Cola beschreibst, kenne ich nicht (sitzt man echt die ganze Nacht in Bars, wo man sein Getränk mitnehmen muss wenn man aufs Klo verschwindet?),

Wenn ich eine Frau wäre, würde ich NIEMALS! ein offenes oder nicht ausgetrunkenes Getränk unbeaufsichtigt an der Bar stehen lassen.

Zitat (loriot35 @ 27.01.2012, 12:15) *
Aber in der Regel sind die, die nüchtern bleiben oder nur ein oder zwei Bier trinken, nicht diejenigen, die sich bis auf die letzten rund 60 Tage regelmässig komplett abgeschossen haben und generell einen sehr lockeren Umgang mit Alkohol hatten.

Ich glaube, Du interpretierst etwas zu viel...

Zitat (loriot35 @ 27.01.2012, 12:15) *
Also zumindest ich lese bisher noch soviele positive Argumente pro Alkohol aus der Argumentation des TE raus, daß ich bisher noch davon ausgehen würde, daß sich die alten Trinkgewohnheiten recht schnell wieder einschleichen würden bei gleichbleibenden Verhaltensweisen.

Du liest hier jede Menge positiver Argumente für die Bestellung von Alkohol. Es geht darum, warum ich lieber Alkohol (Flaschenbier) bestellt habe als andere Getränke.

Zitat (loriot35 @ 27.01.2012, 12:15) *
Alleine schon das Beispiel, daß das gemeinsame Trinken mit Freunden soviel Lebensqualität bedeutet, daß man dafür gerne einen nachfolgenden Tag mit Kater, Kopfschmerzen und sonstigen körperlichen/gesundheitlichen Einschränkungen in Kauf nimmt, klingt schon recht "gewagt" für mich...

Es ist das Treffen mit den Freunden, bei dem dann getrunken wird. Ich treffe mich nicht mit ihnen, um zu trinken. Ich gehe davon aus, dass es was zu trinken gibt, wenn ich mich mit ihnen treffe, aber nicht deswegen gehe ich da hin. Nicht das Trinken bedeutet die Lebensqualität, sondern das Treffen und es mindert meine Lebensqualität nicht, wenn ich am nächsten Tag einen Kater habe.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 13:10) *
wenn der TE das, was er schon geschrieben hat zu seinen Gründen für das Rad, so sagt, dann wird er zumindest ehrlich sein und dadurch ziemlich glaubwürdig wirken. Wenn er dann viele konkrete Erlebnis-Beispiele schildern kann, dann könnte es schon funktionieren (womöglich mit Kursauflage?).

Es muss eben "nur" von Anfang bis zum Ende ehrlich und richtig sein. Falls er mit einer gebastelten Vermeidungsstrategie-Erklärung anfängt, die ihm der GA dann nicht abnimmt, klappt es auch mit der Glaubwürdigkeit des Restes nicht.

Was für Erlebnis-Beispiele?

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 13:10) *
Ein GA wird es höher bewerten, wenn ein MPU-ler kapiert hat, dass er so alkoholisiert nicht mehr durch die Gegend ziehen will, auch weiß, wie das zukünftig vermieden wird, weil er das schon 4 Monate praktiziert hat. Auf der anderen Seite steht doch dann derjenige, der nun nicht mehr wie bisher das Fahrrad als Vermeidungsstrategie nehmen will, aber eben eine andere und weiter so ähnlich trinkt...

Trotzdem lassen beide das Auto stehen. Und das wäre die Beantwortung der Frage, die die FsST gestellt hat. Die Strafe für die falsche Vermeidungsstrategie hat die STA schon beschlossen. Will sich der GA als Richter aufspielen, kann er natürlich ein negatives GA ausstellen, weil ihm die Veränderungen nicht genug sind, und den Radfahrer nochmal bestrafen.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 13:10) *
Die hohe Alkoholisierung mit Filmriss wirkt ja nicht gerade vertrauensfördernd in bezug auf Selbstkontrolle.

Ich werde mich hüten, dem GA bei meiner Beschreibung des Tattages von dem Filmriss, der die Fahrt über die 1,7km andauert, zu erzählen.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 13:10) *
Weitaus schwieriger wirkt auf mich das, was auch @Kai R. und @loriot35 beschrieben: Der Alkohol und die üblichen Trinksituationen scheinen noch sehr attraktiv zu sein - oder die Folgen nicht so schlimm.

Mich würde echt langsam mal interessieren, wer von Euch schon mal einen richtigen Kater hatte. Bei manchen klingt es, als würde einem der Kopf abgetrennt. Was natürlich von meiner Seite aussagt, dass die Folgen nicht so schlimm sind.

Schöne Grüße
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Gast_loriot35_*
Beitrag 27.01.2012, 17:38
Beitrag #139





Guests






Zitat (~Radfahrer~ @ 27.01.2012, 16:58) *
Mich würde echt langsam mal interessieren, wer von Euch schon mal einen richtigen Kater hatte. Bei manchen klingt es, als würde einem der Kopf abgetrennt. Was natürlich von meiner Seite aussagt, dass die Folgen nicht so schlimm sind.
Käme darauf an, was du unter einem "richtigen" Kater verstehst wink.gif

Mal kurz zu meiner Person, da ich mich glaube ich nirgends vorgestellt habe:
Ich bin das Kind zweier Vollblutalkoholiker, bin in einer Kneipe aufgewachsen, habe selbst rund 15 Jahre in der Gastronomie gearbeitet. Zweimal den Führerschein abgenommen bekommen. Und auch wenn ich nicht stolz drauf bin, gab es einst Tage, da kamen zu den Mengen, die Du beschreibst, noch nicht zu knapp diverse hochprozentige Sachen dazu. Da hat man schon ab und an einen Kater. Ob der "richtige", den Du meinst,in den verschiedenen Abstufungen da dabei war, weiss ich natürlich nicht.

Die beschriebenen Trinkmuster und die "Ausreden" dazu sind mir bekannt. Z.B. eben die, daß einem der Kater am nächsten Tag ja keineswegs die Lebensqualität nimmt, weils ja am Abend davor schön war (auch wenn man durch gelegentliche Filmrisse nicht mal wusste, WAS eigentlich am Abend davor schön war... Und was davon eher peinlich, wenn nüchtern betrachtet).
Auch daß eine Pulle Bier am Hals natürlich wesentlich cooler und extrem männlicher rüberkommt als eine tuntige Coke versteht sich ja ganz von selbst, wer will das schon in Frage stellen...

Und ich habe in meiner Laufbahn in der Gastronomie öfter als ich zählen kann beobachten können, wie die guten Vorsätze nach Abklingen des Schockzustandes einer Kontrolle oder des Führerscheinverlustes, spätestens aber nach bestehen der MPU schnell wieder vergessen sind. (Wenn eben kein Umdenken statt gefunden hat und die Trinkpause nur dem Bestehen der MPU diente)
Und eben genau diejenigen, die mir hundertfach ähnliches erzählt haben, wie ich es hier lese, wieder mit den selben Kumpels in den selben Clubs und auf den selben Festen mit der selben Regelmäßigkeit die gleichen Mengen (oder mehr) an Alkohol konsumieren wie früher...

Du wirst vermutlich schon recht haben, daß ich zuviel interpretiere aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrung....Und bevor wir uns hier im Kreis drehen, belasse ich es erstmal dabei und will Dich hier in deiner MPU Vorbereitung nicht weiter stören.

Gruss Loriot35
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 27.01.2012, 18:02
Beitrag #140


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Ein kurzes Ja oder Nein hätte mir genügt wink.gif

Du störst nicht. Aber auf provokante Fragen und ebensolche (aus meiner Sicht erstmal) Verallgemeinerungen möchte ich sehen, was hinter dem Helfer steckt. Ein Klugscheißer bin ich nämlich selber und kann damit ganz schön nerven wink.gif

Magst Du mich trotzdem mit denen vergleichen, die Dir wahrscheinlich jeden Abend gegenüber am Tresen saßen, um ihre Feierabendbiere zu trinken? Sieht meine Lage für Dich so schlimm aus?

Mein Vater sitzt seit Jahren Abends zu Hause im Keller, grübelt über sein Leben und trinkt seine 4-6 0,5l Flaschen Bier pro Abend. Meine Mutter sitzt im Wohnzimmer, schaut fern und trinkt dabei mehr Wein als die WHO empfiehlt. Beide haben mich nie dazu animiert, Alkohol zu trinken. Liegt da trotzdem das Problem?

Schönen Gruß
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Tanna
Beitrag 27.01.2012, 21:01
Beitrag #141


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1967
Beigetreten: 14.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62591



Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 27.01.2012, 18:02) *
Mein Vater sitzt seit Jahren Abends zu Hause im Keller, grübelt über sein Leben und trinkt seine 4-6 0,5l Flaschen Bier pro Abend. Meine Mutter sitzt im Wohnzimmer, schaut fern und trinkt dabei mehr Wein als die WHO empfiehlt. Beide haben mich nie dazu animiert, Alkohol zu trinken. Liegt da trotzdem das Problem?
Sag du es: Liegt darin ein Problem?

Deine Antworten kannst doch nur du geben... wavey.gif Nicht einer von uns kennt dich so gut wie du dich. Wir können ganz gut Fragen stellen. Die Antworten auf solche Fragen müssen aber von dir kommen.



Radfahren als Vermeidungsstrategie anerkennen:
Hiermit war nicht gemeint, dass derselbe GA mal so und mal anders entscheidet, je nachdem, wie er gerade gelaunt ist.

Der eine GA, den ich kenne, meinte einmal sehr explizit, dass er generell erhebliche Schwierigkeiten damit habe, Menschen mit einer hohen Alkoholgewöhnung wieder ans Steuer zu lassen, wenn sie nicht an ihren Trinkgewohnheiten deutlich etwas änderten. Es ginge ihm darum, dass jemand, der sich stark alkoholisiert noch aufs Rad setzen und auch fahren könnte, sich als sehr fähig trotz des Alkoholpegels erleben würde: "Ich vertrage eben viel".

Dieser Mensch habe keine Hemmungen, sich und auch andere zu gefährden, indem er stark betrunken mit dem Rad fahren würde. Was hielte ihn also davon ab, nicht doch mit dem Auto zu fahren? Es sei nicht die mögliche Gefahr durch eine Trunkenheitsfahrt - die spiele ja beim Radfahren auch keine Rolle - sondern nur die Angst vor der möglichen Strafe. Und wenn er dann oft genug die geringe Kontrolldichte erlebt habe, gesehen, wie andere in der Regel ungestraft betrunken mit dem Auto fahren würden, dann säße er irgendwann doch hinter dem Steuer. mad.gif

So hart hat er seiner Beschreibung nach nicht immer gedacht. Aber er tut es, spätestens nachdem er es innerhalb eines Jahres wohl dreimal hintereinander erlebt hat, dass Menschen bei einer 2. MPU wegen einer TF mit dem Auto vor ihm saßen, die er bereits von früheren MPUs wegen einer TF mit dem Fahrrad kannte. sad.gif

Also schaut er mittlerweile noch genauer hin. Lässt sich den Alkoholkonsum beschreiben, achtet auf Pauschalisierungen ("machen doch alle so"), Bagatellisierungen ("so betrunken war ich gar nicht"), Schuldzuweisungen an Dritte ("es ging nicht anders, ich musste mittrinken") oder Verniedlichungen ("5 kleine Bierchen"), wenn der MPUler sein Trinkverhalten beschreibt.

Warum macht er das?
Alkohol ist eine Droge und hat wie jede Droge die Tendenz zur Ausweitung. Ein Drogenkonsum wächst in der Regel, stagniert nur vorübergehend.

Dann kenne ich noch eine Gutachterin, die nicht ganz so vehement darüber sprach, es allerdings ähnlich sieht.


Schau mal, Radfahrer, du hast dem Alkohol lange Zeit viel Raum in deinem Leben eingeräumt. Es ist gut, wenn du nun ganz grundsätzlich ins Überlegen gekommen bist, welchen Platz er in Zukunft haben soll. Ob Abstinenz oder ein reduziertes Trinken für dich der richtige Umgang mit Alkohol sein wird, ist deine persönliche Entscheidung, die dafür sorgen kann, dass auf jeden Fall du dein Leben bestimmst - und nicht irgendwann die Droge.

Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


P.S.
Ich hatte noch keinen Kater. So oft, wie ich andere verkaterte Köpfe über Schüsseln gehalten habe und Erbrochenes weggeputzt, brauche ich persönlich das auch nicht.


--------------------

Go to the top of the page
 
+Quote Post
Klein-Fritzchen
Beitrag 27.01.2012, 21:24
Beitrag #142


Mitglied
******

Gruppe: Banned
Beiträge: 821
Beigetreten: 16.12.2006
Mitglieds-Nr.: 26537



Der Trend zur Bagatellisierung ist beim TE wirklich erstaunlich.
Mein Tipp: Er wird durchfallen!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
mir
Beitrag 27.01.2012, 21:34
Beitrag #143


Mitglied
********

Gruppe: Foren-Insider
Beiträge: 25040
Beigetreten: 05.03.2007
Wohnort: Erlangen
Mitglieds-Nr.: 29238



Toll, was Du für 'ne Kristallkugel hast. dry.gif


--------------------
redonner sa grandeur à l'europe!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 28.01.2012, 01:15
Beitrag #144


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Ja, Klein-Fritzchen hat mich hier schon beeindruckt.
Er hat halt so seine spezielle Art. Vielleicht meint er es auch einfach nur ironisch.
Klein-Fritzchen, wenn ich bestehe, dann gehen wir erstmal zusammen einen trinken, ne?! Ich geb einen aus!

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 27.01.2012, 18:02) *
Mein Vater sitzt seit Jahren Abends zu Hause im Keller, grübelt über sein Leben und trinkt seine 4-6 0,5l Flaschen Bier pro Abend. Meine Mutter sitzt im Wohnzimmer, schaut fern und trinkt dabei mehr Wein als die WHO empfiehlt. Beide haben mich nie dazu animiert, Alkohol zu trinken. Liegt da trotzdem das Problem?
Sag du es: Liegt darin ein Problem?

Keine Ahnung, für mich selbst nicht. Ich finde es schade, dass sie seit Jahren nur noch nebeneinander vorbei leben.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Wir können ganz gut Fragen stellen. Die Antworten auf solche Fragen müssen aber von dir kommen.

Ich hoffe, man kann erkennen, dass ich mir bei der Beantwortung Eurer Fragen größtmögliche Mühe gebe, meine Empfindungen, Erfahrungen, Gedanken und Bedenken, meine Sorgen, Ängste und Nöte, möglichst anschaulich zu schildern. Genauso wie ich versuche, weitere Hinweise und Ansatzpunkte für weitere Fragen zu geben.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Der eine GA, den ich kenne, meinte einmal sehr explizit, dass er generell erhebliche Schwierigkeiten damit habe, Menschen mit einer hohen Alkoholgewöhnung wieder ans Steuer zu lassen, wenn sie nicht an ihren Trinkgewohnheiten deutlich etwas änderten. Es ginge ihm darum, dass jemand, der sich stark alkoholisiert noch aufs Rad setzen und auch fahren könnte, sich als sehr fähig trotz des Alkoholpegels erleben würde: "Ich vertrage eben viel".

Es ist also ein Nachteil, wenn man das Fahrrad nimmt, statt des Autos, denn das Auto kann ja nicht umfallen.

Was ich dem GA so auch nicht sagen würde aber denke: Radfahren ist wie fliegen. Schwierig und gefährlich sind Start und Landung. Dazwischen sollte man mit nichts zusammenstoßen. Der Rest ist pure Physik.

Ich sehe ein, dass ich meine Trinkgewohnheiten dauerhaft ändern soll. Ich sehe nicht ein, warum ich mein komplettes Leben deshalb umkrempeln soll, nur weil der GA dann denkt, ich hätte weniger Gelegenheiten oder Möglichkeiten, Alkohol zu trinken. Was er aber gar nicht überprüfen kann... Es klingt einfach nur toll...

Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit und zurück, erledige Fahrten in die City, ich mache Touren. Ich fahre mit dem Rad im Jahr weit mehr Kilometer als mit dem Auto. Ich bin also auch darin trainiert.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Dieser Mensch habe keine Hemmungen, sich und auch andere zu gefährden, indem er stark betrunken mit dem Rad fahren würde. Was hielte ihn also davon ab, nicht doch mit dem Auto zu fahren? Es sei nicht die mögliche Gefahr durch eine Trunkenheitsfahrt - die spiele ja beim Radfahren auch keine Rolle - sondern nur die Angst vor der möglichen Strafe. Und wenn er dann oft genug die geringe Kontrolldichte erlebt habe, gesehen, wie andere in der Regel ungestraft betrunken mit dem Auto fahren würden, dann säße er irgendwann doch hinter dem Steuer. mad.gif

So hart hat er seiner Beschreibung nach nicht immer gedacht. Aber er tut es, spätestens nachdem er es innerhalb eines Jahres wohl dreimal hintereinander erlebt hat, dass Menschen bei einer 2. MPU wegen einer TF mit dem Auto vor ihm saßen, die er bereits von früheren MPUs wegen einer TF mit dem Fahrrad kannte. sad.gif

Ich habe ja nicht mal ein eigenes Auto... Ich fahre mit dem Fahrrad, weil es viel unkomplizierter ist. Allein die Parkplatzsuche mit dem Auto am Zielort und danach wieder vor der Wohnung würde mich zum Schreien bringen. Ja, die Strafe spielt eine Rolle, auch deshalb lasse ich das Auto stehen. Ich kann das AUto meiner Freundin benutzen, das hätte ich auch an dem Tattag machen können, nachdem ich schon 1l Bier getrunken habe. Es war nass, es war kalt, die beiden hatten keine Räder mit, ich hätte uns bequem zum Stadion fahren können. Und die Polizisten haben genug damit zu tun, das Verkehrschaos zu entwirren, und keine Zeit, um Fahrer pusten zu lassen.

Ich würde darauf wetten, dass der GA in keinster Weise danach fragen wird, ob ich da ein Auto hätte nehmen können. Obwohl ich das wichtig finde, um genau die Frage zu beantworten, die die FSST gestellt hat.
Ja klar hab ich mich noch fähig gefühlt, ein KFZ führen zu können.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Radfahren als Vermeidungsstrategie anerkennen:
Hiermit war nicht gemeint, dass derselbe GA mal so und mal anders entscheidet, je nachdem, wie er gerade gelaunt ist.

Und wenn ich der 4. Radfahrer bei dem GA bin, der schon drei andere erneut als TF mit Auto vor sich hatte?

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Also schaut er mittlerweile noch genauer hin. Lässt sich den Alkoholkonsum beschreiben, achtet auf Pauschalisierungen ("machen doch alle so"), Bagatellisierungen ("so betrunken war ich gar nicht"), Schuldzuweisungen an Dritte ("es ging nicht anders, ich musste mittrinken") oder Verniedlichungen ("5 kleine Bierchen"), wenn der MPUler sein Trinkverhalten beschreibt.

Ich denke, ohne nochmal meinen gesamten Thread durchzulesen, was ich von Dir auch nicht verlange, was Klein-Fritzchen bestimmt auch nicht gemacht hat, dass ich bisher solche Formulierungen nicht benutzt habe. Aus gutem Grund.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Schau mal, Radfahrer, du hast dem Alkohol lange Zeit viel Raum in deinem Leben eingeräumt. Es ist gut, wenn du nun ganz grundsätzlich ins Überlegen gekommen bist, welchen Platz er in Zukunft haben soll.

Ich verstehe immer noch nicht ganz, warum der Alkohol Eurer Meinung nach so viel Platz in meinem Leben eingenommen haben soll. Ich benutze ihn nicht als Problemlöser oder Seelentröster, ich sehne mich nicht schon Mittags nach einem Feierabendbier, ich denke nicht ständig an Alkohol, ich vermisse keinen Alkohol, ich hab keinen heimlichen Vorrat an meinem Arbeitsplatz und ich wache nicht jeden Morgen mit Kopfschmerzen und Erinnerungslücken auf und ich trinke auch kein Konterbier. Erklärt es mir bitte.

Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Ich hatte noch keinen Kater.

Du kennst es also "nur" aus Erzählungen wink.gif Egal. Hauptsache Du hast mit dem Drumherum Erfahrung. smile.gif

Gute Nacht wavey.gif
Go to the top of the page
 
+Quote Post
mir
Beitrag 28.01.2012, 01:40
Beitrag #145


Mitglied
********

Gruppe: Foren-Insider
Beiträge: 25040
Beigetreten: 05.03.2007
Wohnort: Erlangen
Mitglieds-Nr.: 29238



Radfahrer,

es geht einfach darum, auszuleuchten, aus welchen Motiven heraus Du so viel getrunken hast, und inwiefern diese Motive fortbestehen. Ich versuch's mal als relativer Laie, meine Sicht hier darzustellen.

Ich habe Deine Schilderungen so verstanden, als daß Du in Deiner Freizeit regelmäßig mehr getrunken hast, als Dir gut getan hat, was sich eben auch an einem Kater deutlich bemerkbar ist (der ja auch ganz verschieden sein kann). Gehst Du so weit noch mit? Oder siehst Du das anders?

Dann stellt sich doch die Frage: Warum macht man das? Wenn ich etwas am Abend tue und mir darauf immer wieder schlecht wird, dann lasse ich das normalerweise bleiben, und klebrige Colahände sind doch da nur eine unbedeutende Kleinigkeit. Die Motive, die zum Trinken geführt haben, sind also stark genug, das Unwohlsein zu überspielen.

Da muß man sich doch dann aber fragen: Inwiefern ist es für einen Gutachter glaubhaft, daß jemand sagt, er fahre nie wieder betrunken, wenn die Motive, die damals zur Trunkenheitsfahrt geführt haben, fortbestehen?

Mal ganz abgesehen davon: Ich habe das System, daß einem der Führerschein entzogen wird, weil man betrunken Rad gefahren ist, auch noch nicht so voll und ganz verstanden; eine wichtige Rolle scheint da die Enthemmung durch den Alkohol zu spielen, auch wenn sie bei Dir bislang nie dazu geführt hat, daß Du betrunken ein Kfz geführt hast. Das scheint mir schon ein wenig weit hergeholt zu sein. Es dürfte aber sehr schwer sein, als "Kunde" den Gutachter davon zu überzeugen, daß seine bisherigen oder die allgemeinen Erfahrungen darüber nicht auf Dich übertragbar sind. Prinzipiell ist das vielleicht aber auch ein Weg. Das sollte vielleicht jemand, der sich mehr mit dieser Thematik beschäftigt hat, kommentieren ...

Gut's Nächtla wink.gif


--------------------
redonner sa grandeur à l'europe!
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Ichtyos
Beitrag 28.01.2012, 01:59
Beitrag #146


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 8126
Beigetreten: 13.06.2006
Mitglieds-Nr.: 20252



Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 01:15) *
Ja, Klein-Fritzchen hat mich hier schon beeindruckt.
Er hat halt so seine spezielle Art. Vielleicht meint er es auch einfach nur ironisch.
Klein-Fritzchen, wenn ich bestehe, dann gehen wir erstmal zusammen einen trinken, ne?! Ich geb einen aus!

Ich denke mal, Du hast die Pointe verstanden! wavey.gif

Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 01:15) *
Ich hoffe, man kann erkennen, dass ich mir bei der Beantwortung Eurer Fragen größtmögliche Mühe gebe, meine Empfindungen, Erfahrungen, Gedanken und Bedenken, meine Sorgen, Ängste und Nöte, möglichst anschaulich zu schildern. Genauso wie ich versuche, weitere Hinweise und Ansatzpunkte für weitere Fragen zu geben.

Da ist aus meiner persönlichen Sicht alles im grünen Bereich. Du kannst IMHO deutliche Fragen ab, ohne "eingeschnappt" zu reagieren.
Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 01:15) *
Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Also schaut er mittlerweile noch genauer hin. Lässt sich den Alkoholkonsum beschreiben, achtet auf Pauschalisierungen ("machen doch alle so"), Bagatellisierungen ("so betrunken war ich gar nicht"), Schuldzuweisungen an Dritte ("es ging nicht anders, ich musste mittrinken") oder Verniedlichungen ("5 kleine Bierchen"), wenn der MPUler sein Trinkverhalten beschreibt.

Ich denke, ohne nochmal meinen gesamten Thread durchzulesen, was ich von Dir auch nicht verlange, was Klein-Fritzchen bestimmt auch nicht gemacht hat, dass ich bisher solche Formulierungen nicht benutzt habe. Aus gutem Grund.
Ich habe jetzt auch nicht alles nochmal durchgelesen. Egal - wenn Du das Problem verinnerlicht hast, ist es mittlerweile auch nicht mehr wirklich wichtig, was Du vor ein paar Wochen geschrieben hast. Die "Umdenke" ist bei Dir vermutlich schon am laufen.

Nebenbei: @Tanna ist sicher in der Lage, richtige Fragen zu stellen.


--------------------
_/ _/_/_/_/_/_/_/_/_/_/
Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 28.01.2012, 12:30
Beitrag #147


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Zitat (mir @ 28.01.2012, 01:40) *
Ich habe Deine Schilderungen so verstanden, als daß Du in Deiner Freizeit regelmäßig mehr getrunken hast, als Dir gut getan hat, was sich eben auch an einem Kater deutlich bemerkbar ist (der ja auch ganz verschieden sein kann). Gehst Du so weit noch mit? Oder siehst Du das anders?

Wenn der GA fragt, ob ich regelmäßig Alkohol trinke, weiß ich, was ich zu sagen habe...
Es gibt verschiedene Arten von Kater? Was meinst Du und Loriot damit? Ich hab den: Kopfschmerzen und ab und zu zusätzlich einen flauen Magen. Obwohl der vielleicht auch zusätzlich daher rühren kann, dass ich unregelmäßig esse und dann mal seit 12-24h nichts gegessen habe, bis ich wieder aufwache.

Soweit gehe ich also mit.

Zitat (mir @ 28.01.2012, 01:40) *
Dann stellt sich doch die Frage: Warum macht man das? Wenn ich etwas am Abend tue und mir darauf immer wieder schlecht wird, dann lasse ich das normalerweise bleiben, und klebrige Colahände sind doch da nur eine unbedeutende Kleinigkeit. Die Motive, die zum Trinken geführt haben, sind also stark genug, das Unwohlsein zu überspielen.

Die klebrigen Finger haben es Euch angetan, gell? wink.gif
Ich komme nicht weiter, ich finde diese Motive nicht. Mir fällt jedenfalls nur soetwas ein:
Wäre Wettkampfverhalten, obwohl niemand einen Wettkamf ausgerufen hat, ein Motiv? Nach dem Motto: Last Man Standing. Das ich dann mit mir selbst heimlich austrage und zu gewinnen versuche, weil ich ein relativ schlechter Verlierer bin. Der "Sieg" am Abend ist dann halt die Folgen wert...

Zitat (mir @ 28.01.2012, 01:40) *
Da muß man sich doch dann aber fragen: Inwiefern ist es für einen Gutachter glaubhaft, daß jemand sagt, er fahre nie wieder betrunken, wenn die Motive, die damals zur Trunkenheitsfahrt geführt haben, fortbestehen?

Wenn ich nicht zu meinem innerlichen Wettkampf antrete, weil ich das Bier stehen lasse, bzw. gar nicht erst bestelle, kann ich ihn weder gewinnen noch verlieren. Womit ich dann gewonnen hätte. Meiner Meinung nach. Dadurch habe ich allerdings noch nichts Offensichtliches verändert und es wird somit dem Gutachter nicht genügen.

Zitat (mir @ 28.01.2012, 01:40) *
Mal ganz abgesehen davon: Ich habe das System, daß einem der Führerschein entzogen wird, weil man betrunken Rad gefahren ist, auch noch nicht so voll und ganz verstanden; eine wichtige Rolle scheint da die Enthemmung durch den Alkohol zu spielen, auch wenn sie bei Dir bislang nie dazu geführt hat, daß Du betrunken ein Kfz geführt hast. Das scheint mir schon ein wenig weit hergeholt zu sein. Es dürfte aber sehr schwer sein, als "Kunde" den Gutachter davon zu überzeugen, daß seine bisherigen oder die allgemeinen Erfahrungen darüber nicht auf Dich übertragbar sind. Prinzipiell ist das vielleicht aber auch ein Weg.

Ich habe mich nie für einen Sonderfall gehalten. Ein seltener Fall vielleicht. Obwohl hier in der Stadt viel geradelt wird. Ich hatte überlegt, ob ich den FEB-Beamten frage, wie oft das so vorkommt, habe es dann aber verworfen. Gesprächig war der eh nicht so. Ich werde weiterhin versuchen, mich auf eine MPU im Stil einer TF mit KFZ vorzubereiten. Ich würde ja gerne mal @krautsalats GA lesen, aber er hat es leider nicht eingestellt. Jedenfalls habe ich es nicht gefunden.

Zitat (Ichtyos @ 28.01.2012, 01:59) *
Du kannst IMHO deutliche Fragen ab, ohne "eingeschnappt" zu reagieren.

Das würde ich so nicht unterschreiben. Auf meiner Seite des Bildschirms setzt schon manchmal Schnappatmung ein smile.gif Und manchmal lasse ich es auch in den Antworten etwas raus... whistling.gif

Zitat (Ichtyos @ 28.01.2012, 01:59) *
Nebenbei: @Tanna ist sicher in der Lage, richtige Fragen zu stellen.

Ich habe nie etwas anderes behauptet. Für mich schmälert sich ihre Meinung und Hilfestellung nicht, auch wenn sie noch nie einen Kater gehabt hat.

Schönen Gruß
Go to the top of the page
 
+Quote Post
Tanna
Beitrag 28.01.2012, 19:36
Beitrag #148


Mitglied
*******

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 1967
Beigetreten: 14.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62591



Hallo Radfahrer,

zuerst einmal muss ich etwas richtig stellen. Da hat sich nämlich jemand beschwert. scared.gif

Also: Ich hatte gestern einen Kater und habe gerade immer noch denselben Kater
(und wenn ich ganz ehrlich bin, sogar schon seit mehr als 12,5 Jahren). blushing.gif Das war also nicht so wirklich wahrhaftig von mir gewesen... thread.gif Vielleicht kannst du mir das möglicherweise vergeben... unsure.gif

Scherz beiseite.
In einer meiner WGs hatten Mitbewohner - und da wir das Bad teilten, nicht nur sie - jedes Wochendende die Nachwirkungen ihres Rausches auszuhalten. Von daher
Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 01:15) *
Du kennst es also "nur" aus Erzählungen wink.gif
Wenn es dabei geblieben wäre, wäre es schön. cool.gif Gesehen und vor allem gerochen habe ich es. Und mehrmals auch weggeputzt. shutup.gif Ihre schlechte Laune war für uns andere auch nicht ohne.

Du kannst dir bei mir auf jeden Fall sicher sein, dass alles, was ich dir hier schreibe, nicht dazu dient, dich nieder zu machen oder so etwas Ähnliches. Du lebtest und lebst ganz anders als ich; aber das ist eben einfach anders und nur wegen des Anders-Seins nicht schlechter. Ich versuche nur, auf manche Dinge dein Augenmerk zu lenken, die vielleicht nicht so konstruktiv für dich waren oder sind. Das mit Angreifen oder Niedermachen nichts zu tun. wavey.gif Bisher hatte ich auch nicht den Eindruck, dass du es so aufgefasst hattest.

Nur nebenbei bemerkt, willst du ja eine MPU bestehen rolleyes.gif , bei der dir auch ähnliche Fragen begegnen werden und zum jetzigen Zeitpunkt weiß kein Mensch, welchen Gutachter du haben wirst, wie er dich befragen und welche Gesprächsschwerpunkte er setzen wird.

Wenn mein früherer Kommilitone (=der GA, von dem ich schrieb) vorsichtig wird bei der Aussage, dass Radfahren als Vermeidungsstrategie für TFen mit dem Auto praktiziert wurde, dann ist das eine Info, die dir vielleicht nützt. Dieser GA will sich nicht mehr so eklatant irren in seinen Prognosen, und ist deswegen vorsichtiger geworden. Fragen, die er sich stellt, sind die schon beschriebenen: Wie wenig Hemmungen hat jemand, der keine Hemmungen hat, sturzbetrunken mit dem Rad zu fahren? Was hält ihn wirklich von dem Autofahren ab? Und auch: Ist es wirklich so, dass er nicht Auto fährt, wenn er getrunken hat, oder ist er nur zufällig auf dem Rad erwischt worden, hätte es auch im Auto sein können?

Das heißt ja wiederum nicht, dass die Aussage: "Radfahren war meine Vermeidungsstrategie" nicht doch auch sinnvoll ist: Nämlich dann, wenn es so war. Du hast weiter oben beschrieben, dass es bei dir so eine Mischung aus richtigen und falschen Annahme war, die dich dazu brachte, dein Rad zu benutzen. Das zu erzählen, würde wahrhaftig sein und wahrscheinlich glaubwürdig wirken und folglich gut ankommen. wavey.gif

Dass dich dein hoher Alkoholisierungsgrad irritiert hat, vermute ich. Stimmt das eigentlich?

Bis hierher erst einmal. Ich habe in den letzten 2,5 Stunden versucht, diesen Beitrag zu schreiben, während genau 8mal das Telefon klingelte blink.gif und gefühlte 20 dienstliche SMS kamen crybaby.gif, die auch noch beantwortet werden mussten. ranting.gif

Leider bin ich ausgesprochen schlecht in Multi-tasking, deswegen höre ich jetzt hier erst einmal auf, später mehr.

Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


--------------------

Go to the top of the page
 
+Quote Post
~Radfahrer~
Beitrag 28.01.2012, 20:27
Beitrag #149


Mitglied
*****

Gruppe: Members
Beiträge: 311
Beigetreten: 30.12.2011
Mitglieds-Nr.: 62768



Hi Tanna,

nur eine kurze Antwort, da ich gleich bis morgen Abend weg sein werde.

Wie kannst Du nur so einen niedlichen Tiger leugnen? Ich weiß nicht, ob ich Dir das wirklich verzeihen kann wink.gif

Ich habe mich von Dir und auch kaum einem anderen hier angegriffen oder niedergemacht gefühlt!

Ja, es ist wahr, dass mich mein Alkoholisierungsgrad erschrocken hat. Wie gesagt, es war die erste Alkoholkontrolle mit Pusten. Und dann noch auf dem Fahrrad.
Ich hatte schon 3 Kontrollen, bei denen der Polizist gemerkt hat, dass ich der einzig nüchterne im Auto war. Deshalb mußte ich dort nie pusten. Es wäre auch jedes mal 0,0 gewesen.
Und von Widmark-Formel habe ich vorher noch nie etwas gehört. Und wieviel Gramm Alkohol in einem Bier ist, war mir auch unbekannt, um nicht zu sagen egal.

Das mit den Unterbrechungen kenne ich. Nicht mal während der Arbeit hat man seine Ruhe wink.gif

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag. Wünscht mir mal etwas Erfolg. Auch wenn der nichts mit der MPU zu tun hat wink.gif

Schöne Grüße
Go to the top of the page
 
+Quote Post
corneliusrufus
Beitrag 28.01.2012, 22:00
Beitrag #150


Mitglied
********

Gruppe: Members 1000+
Beiträge: 14059
Beigetreten: 30.07.2004
Wohnort: Lübeck
Mitglieds-Nr.: 4642



Viel Erfolg, Radfahrer!


Der Zugang zur Problemlage fehlt. ich kann zwar nun sagen, Radfahrer, zwischen dem, wie Du bei der MPU durchkommst, und dem, wie Du nie wieder hinkommst, können Welten liegen und beiden Welten musst Du gerecht werden. Doch dann hast Du immer noch nicht verinnerlich, warum Du trinkst (=Funktion, innerer Konsumgrund).

Darum anders. Was bedeutet Dir die FE? Was wärst Du bereit für sie, damit Du sie dauerhaft behältst, aufzugeben?

Als hilfreiches Verständnis: Nach dem Vorfall bist Du in der Belegpflicht, nicht der Gutachter oder die FEB. Gerade wenn ein Gutachter seinen Beruf ernst nimmt und nachfragt. Die Story, ich bin Fahrrad gefahren, um nicht das Auto zu nehmen, kann jeder aussprechen. (Und wir wissen, diese Aussage ist rechtlcih betarchtet Deine einzige Chance, jetzt[/] die MPU zu bestehen.) Doch allein die Aussage reicht eben nicht. Das Schema des Gutachters sind notwendige Änderungen und die fragt er ab. Über den Weg der Motive (Funktion). Immer wenn da nichts kommt, dann macht er seinen Haken links bei nicht bestanden.

Darum anders. Was bedeutet Dir die FE? Was wärst Du bereit für sie, damit Du sie dauerhaft behältst, aufzugeben? Ich hoffe, so kommen wir Deiner Motivlage näher. Jedenfalls kommen wir so weiter, weil Konsumwunsch und Fahrwunsch so miteinander abgewogen werden können. Vielleicht bist Du, @Radfahrer, so zufrieden mit Deinem Leben, dem Kosnum, dass Du sagst, ich verzichte gerne auf (m)eine FE. Dannn brauche ich mich nicht zu ändern. Nichts über Alkohol und seine Wirkungen zu lernen. Könnte von daher [i]jetzt
unbeschwert (weiter) feiern.

Liebe Greet-Ings Cornelius


--------------------
MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
Go to the top of the page
 
+Quote Post

8 Seiten V  < 1 2 3 4 5 > » 
Reply to this topicStart new topic
1 Besucher lesen dieses Thema (Gäste: 1 | Anonyme Besucher: 0)
0 Mitglieder:

 



RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 13.01.2026 - 07:47