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> Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad, Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad
corneliusrufus
Beitrag 14.08.2012, 14:08
Beitrag #51


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Hm, könnte das mit der Arbeitsbelastung der Gerichte zusammenhängen?

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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HomerJ
Beitrag 14.08.2012, 14:19
Beitrag #52


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@ cornelius:

Ich war heute bei ihm. Er meinte zu meinem BAK ob ich so regelmäßig trinke... Hab ihm dann die Situation erklärt und gesagt dass es eig. damit wieder richtig losging, als ich mich von meiner Ex getrennt habe. Wir haben dann darüber einige Zeit geredet und ich weiß ja auch selbst, dass das alles keine Lösung ist. Aber in der Zeit sah ich leider für mich keinen anderen Ausweg.
Ich werde übermorgen an einer MPU Infoveranstaltung teilnhemen und mich da nochmal erkundigen wegen dem Screening.

Nochmal zu der Sache mit den Filmrissen:

Soll ich des dann runterspielen und sagen, dass es erst in der Zeit nach meiner Ex zu den Filmrissen kam und ich mich deshalb schon auf Bier umgestellt hab weil ich es in den Griff bekommen wollte?
Das war ja auch wirklich der Fall, nur dass ich eben früher schon öfter welche hatte....

@ Wagenpfeil:

Dafür würde dann ja mein Rechtsschutz aufkommen, weil es sich ja im Grunde immer noch um ein Verkehrsrechtliches Problem handelt oder?

Kann mich zwischendurch nur immer wieder bei euch allen bedanken.
V.A. dass hier niemand auf Moralapostel macht smile.gif
Dass ich Scheiße gebaut hab ist mir durchaus bewusst, da brauche ich nicht noch 10 Fremdmeinungen dazu wink.gif
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Wagenpfeil
Beitrag 14.08.2012, 14:34
Beitrag #53


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Zitat (HomerJ @ 14.08.2012, 15:19) *
@ Wagenpfeil:
Dafür würde dann ja mein Rechtsschutz aufkommen, weil es sich ja im Grunde immer noch um ein Verkehrsrechtliches Problem handelt oder?


Ja - wenn Du ohnehin einen Anwalt für Verkehrsrecht nimmst, so sollte er § 153 a StPO versuchen.
Wenn Du googelst ("§ 153 a StPO Fahrrad Alkohol"), findest Du einige Fälle, bei denen es geklappt hat, auch in jüngerer Zeit.
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corneliusrufus
Beitrag 14.08.2012, 14:41
Beitrag #54


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Okay, mein Standpunkt zu den Filmrissen: Mir der wichtigste, diese nehme bitte bitter ernst. Die sind sehr gefährlich. Sowohl für Schäden als auch für eine dauerhafte Umprogrammierung des Gehirns. Deshalb würde ich zum Arzt rennen, auch zur Alkoholberatungsstelle. Kläre unbedingt ab, und zwar nach medizinisch-psychologischen Kritierien in schonungsloser Offenheit, auf welcher Konsumstufe Du stehst. Und mit meiner bisherigen Erfahrung würde ich an Deiner Stelle nie weider einen Tropfen Alkohol anfassen, ihn möglicherweise auch konsequent aus Speisen verbannen. meine Sichtweise ist da, Du hast zumindest einen sich als verhängnisvoll erweisenden Zug in Dir.

Zur MPU gibt es mehrere Strategien, die erfolgreich sind. Du kannst die Filmrisse verschweigen. Dann dürfen dazu natürlich auch in der FS-Akte keine anderweitigen Aussagen enthalten sein. Du würdest als schwerer Missbrauchsfall mit deutlicher Alkoholgewöhnung durchlaufen. Mir scheint allerdings, die Akte gibt zumindest einen Filmriss her. Deshalb berichte ich nicht von diesem Szenario weiter.

Das andere Szenario ist, Du gibst die Filmrisse zu, sagst, dass Du diese jeweils bewusst herbeigeführt hast. Als eine Auswirkung wird der Gutachter eine Alkoholabhängigkeit prüfen. Und ob es weitere äh psychische Defekte geben kann. Denn derartig geringe Problemlösungskompetenz ist in der Minderzahl der Alkoholfälle. Erleichternd kannst Du dem Gutachter helfen, indem Du ausführst, Du bleibst nun aus Überzeugung abstinent. Das hast Du über ... erfahren. (Zum Bsp. aus einer SHG.) Für Dich spielt die erreichte Konsumstufe keine Rolle. Allein was geschehen ist war so intensiv, als dass Du entschieden hast, nie wieder ALkoholkonsum. Die anderen Bedenken räumst Du aus, in dem Du sagst, Du warst bei einem Psychologen, der keine Krankheit festgestellt hat, jedoch Dir isoliert beim Umgang mit Trennung geholfen hat.

Genauso verständlich für einen Gutachter ist, wenn er erfährt, ja, Du hattest die und die - auch krankheitsbedingten - Störungen/Krankheiten. Nach Therapie sind diese ausreichend behandelt. Auch wenn das mehr ist, ein Gutachter wird damit leichter umgehen können. Der Weg dauert auch etwas vor der MPU länger. Solltest Du jedoch nach Gesprächen mit Hausarzt, SHG, Alkoholberatung und ggf. einem Psychologen feststellen, da ist noch etwas mehr als das Thema Alkohol, dann empfehle ich Dir, diese wahrscheinlich hinter Deinem Alkoholkonsum stehenden Probleme gründlich auszuräumen.


Ich würde jetzt nicht zu sehr nach der MPU schielen, sondern zunächst alle Ursachen zu finden. Liegen diese allesamt vor, ist der Weg zur und durch die MPU beinahe vorprogrammiert.

Frage Deinen Hausarzt bspw. nach dem MALT, dem Münchner Alkoholtest.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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HomerJ
Beitrag 14.08.2012, 17:01
Beitrag #55


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Es ist ja nicht so, dass ich die Filmrisse bewusst hergeführt habe und dass ich immer Filmrisse hatte. Meist handelt es sich dabei auch nur um den Heimweg, was evtl auch daran liegt dass ich da oft schon geschlafen habe. Ich will das auf keinen Fall herunterspielen, ich weiß, dass das wirklich krass ist. Schau ich da aber wieder auf mein Umfeld, ist das scheinbar die Normalität, dass man Sachen vom Vorabend nicht mehr weiß.
Wie gesagt, das alles will ich nicht mehr. Ich bin ja an dem Abend auch alleine auf dem Heimweg im Dunkeln an einem Fluss entlanggegangen... Wenn ich mir ausmale, was da noch alles passieren hätt können.
Ich werde keine andere Wahl haben, zu gestehen, dass ich am Tatabend einen Filmriss hatte, weil ich sonst die Einzelheiten ja nicht aufzählen kann.
Werde auch in nächster Zeit mal eine Selbsthilfegrupe aufsuchen und mich dort einmal umhören. Das mit dem MALT werde ich meinem Hausarzt sagen, wobei der auch nicht glaubt, dass ich alkoholabhängig bin. Das gleiche denke ich ja auch, weil ich ja schon vorher auch wirklich lange Abstinenzphasen hatte und ich zum Beispiel nie am Abend allein zu Hause getrunken habe.

Wie gesagt, die harte Gewöhnungsphase kam eigentlich erst seit letztem Oktober wieder, weil ich damals einfach keinen anderen Ausweg sah als mich zu betrinken.

Sollte ich jetzt wirklich erfolgreich sein mit §153, hieße das dann auch, dass ich keine MPU machen müsste?
Wie gesagt, das mit dem Führerscheinentzug ist jetzt nicht so das Problem, mir geht es eher um den zeitlichen und finanziellen Aufwand, weil ich ja kurz vorm Examen stehe. Einen Führerschein brauche ich erst wirklich wieder im Herbst 2014, wenns mit dem Referendariat losgeht.

Habe auch heute mit ein paar Freunden nochmal darüber geredet und sie fangen jetzt auch an, mal darüber nachzudenken. Ich glaube es war sich wirklich keiner so recht bewusst wie viel Promille wir eig. immer hatten.

Ich hoffe, dass sich die Uni Psychologin bald meldet, um mut ihr mal sprechen zu können.
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Uwe W
Beitrag 14.08.2012, 23:48
Beitrag #56


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Zitat (HomerJ @ 14.08.2012, 18:01) *
Sollte ich jetzt wirklich erfolgreich sein mit §153a, hieße das dann auch, dass ich keine MPU machen müsste?

Nein, das heißt es nicht. Auch bei einer Einstellung nach § 153a ist eine MPU anzuordnen, wenn die Führerscheinbehörde davon erfährt.
Wenn sie allerdings nicht zeitnah davon erfährt oder die Sache dann ruhen lässt, dann hast Du gute Chancen, ohne MPU davonzukommen:
es kommt dann und wann vor, dass die Radfahrer-MPU erst etliche Jahre nach der Tat angeordnet wird, wenn sich zu den 7 Punkten für die Alkoholstraftat mit dem Fahrrad mindestens ein weiterer Punkt in Flensburg dazugesellt und das KBA dann die Führerscheinbehörde über den Punktestand informiert.
Da es bei einer Einstellung nach § 153a StPO keine Punkte gibt, muss man mit dieser Möglichkeit dann nicht mehr rechnen.

Zitat
Wie gesagt, das mit dem Führerscheinentzug ist jetzt nicht so das Problem, mir geht es eher um den zeitlichen und finanziellen Aufwand, weil ich ja kurz vorm Examen stehe. Einen Führerschein brauche ich erst wirklich wieder im Herbst 2014, wenns mit dem Referendariat losgeht.

Eine Neuerteilung nach Entzug ist in der Tat teurer als das Behalten der Fahrberechtigung. Noch teurer wirds aber, wenn man vor dem Entzug noch mit einer MPU scheitert.

Insofern bleibt Dir jetzt erstmal nichts anderes übrig, als abzuwarten.


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"Alle Mitgliedstaaten hätten Grund sich zu beklagen. Skouris betont, dass gerade dies beweise, dass der EuGH seine Arbeit gut mache."
(Interview mit Vassilios Skouris am 20.04.06 im ORF)
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HomerJ
Beitrag 15.08.2012, 09:46
Beitrag #57


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Da mir die FE wohl ziemlich sicher sowieso für ein paar Monate entzogen werden wird (ich geh mal davon aus, dass der MPU Bescheid bei meinem Promillewert bald kommen wird) ist es dann wahrscheinlich auch besser die Gebühren zu zahlen, dafür aber wieder Punktefrei zu sein oder?

Nochmal wegen den Richtlinien mit der AB:

Woher weiß ich denn ob 6 oder 12 Monate? Erfahre ich das dann, wenn ich die Strafe bekommen habe bei der MPI?

Ich bin momentan immer noch sehr viel am Lesen, was mich ziemlich stark von meinen universitären Aufgaben abhält... Aber was solls, ich muss den Kopf sowieso erst mal frei bekommen.

Ist es ratsam jetzt schon mal einen Fragebogen auszufülllen?
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Kai R.
Beitrag 15.08.2012, 11:37
Beitrag #58


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Zitat (HomerJ @ 15.08.2012, 10:46) *
Ist es ratsam jetzt schon mal einen Fragebogen auszufülllen?

lass Dir damit bitte noch ganz viel Zeit. Es reicht, dass 1-2 Monate vor der MPU zu tun. Bis dahin lesen, reflektieren, Hilfe in Anspruch nehmen, bei Unklarheiten hier nachfragen. Du kannst den Bogen für Dich zusammenpusseln und eine Art working document daraus machen. Er wird sich im Lauf der Zeit aber noch gravierend ändern.

Grüße

Kai


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Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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HomerJ
Beitrag 15.08.2012, 15:57
Beitrag #59


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Alles klar. Danke smile.gif

Noch eine Frage:

Da ich ja von besagter Tatnacht nicht mehr so viel weiß und mich auch nicht erinnern kann welche Alkoholpegel ich bei der Blutabnahme hatte (sofern man das überhaupt erfährt) wollte ich wissen, ob mir die Polizei dazu Auskunft geben muss?
Außerdem wollte ich gerne wissen, ob meine Aussage rechtlich eig. gültig ist bei meiner Promillezahl? Dies wär v.a. interessant, weil ich ja aufgrund der Resoprtionszeit dann evtl noch ein (klein) bisschen was an Promille runterschrauben könnte.
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Uwe W
Beitrag 15.08.2012, 16:55
Beitrag #60


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Welche Aussage hast Du denn gegenüber der Polizei gemacht?

Ist der Wert von 2,7 aus dem Eröffnungsposting noch nicht der endgültige Blutwert?
Diesen kannst Du bei der Polizei erfragen, sobald er dort vorliegt: am besten klärst Du telefonisch vorher ab, wann der zuständige Sachbearbeiter anwesend ist und gehst dann dort hin (telefonisch werden üblicherweise diese Werte nicht mitgeteilt).
Allerdings wird der gemessene Blutwert spätestens im Strafbefehlsverfahren sowieso bekannt, so dass Du diese Frage auch ruhen lassen kannst.

Noch eine Frage: Du schreibst, dass Du im Rausch früher "peinliche" Sachen gemacht hast. Handelte es sich dabei um Straftaten, die noch in irgendwelchen Regsistern eingetragen sind?


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HomerJ
Beitrag 15.08.2012, 17:20
Beitrag #61


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Nein, dabei handelt es sich, sofern ich mich recht erinnere um das Ergebnis des Atemtests. Aber ich weiß es nicht mehr genau. Es war zumindest der Wert den mir die Polizisten sagten, bevor sie gingen. Erfahren die den Wert noch vor Ort oder dauert es noch, bis sie das Ergebnis bekommen?

Ja ich weiß auch nicht ob es so gut is da anzufragen. Kann ja auch sein, dass dadurch meine Akte etwas weiter nach oben wandert und ich schneller Post bekomme. sad.gif

Nein mit peinliche Sachen mein ich sowas wie oben ohne auf Theken tanzen und Mist labern biggrin.gif
Ich bin bisher noch nie aufgefallen und wärs wahrscheinlich auch nicht, wenn ich an dem Tag, wie sonst auch immer, ohne Rad unterwegs gewesen wäre.
Das gute daran ist aber, dass ich ez wirklich mal damit angefangen habe mich mit meinem Konsum auseinanderzusetzen.
Da es bei den meisten Leuten die ich kenne und mit denen ich weggehe (verschiedenste Gruppen von Studenten) auch immer zu Filmrissen und Erinnerungslücken kam, habe ich mir nie wirklich Sorgen gemacht.
Ich habe heute schon ein paar unterschiedliche Selbsttests zu Alkoholproblemen gemacht, die eigentlich alle aussagen dass ich noch nicht süchtig bin, ich mich aber auf einem gefährlichen Weg befinde. Deshalb steht die Entscheidung Abstinenz für mich noch mehr fest....
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Uwe W
Beitrag 15.08.2012, 18:23
Beitrag #62


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Die Blutprobe wird in jedem Fall an die Rechtsmedizin eingeschickt, d.h. das Ergebnis braucht einige Tage.

Viel verkehrt machen kannst Du mit einer Nachfrage nicht, aber da Du ja den Atemalkoholwert kennst, kannst Du auch ruhig auf den Blutwert warten.

Zitat
Deshalb steht die Entscheidung Abstinenz für mich noch mehr fest....

Und das ist auch gut so! Und die Abstinenz muss auch nach der MPU beibehalten werden und man muss das auch dem Gutachter klarmachen.

Ansonsten handelst Du Dir bei einer MPU zumindest enorme Schwierigkeiten ein, selbst wenn der Gutachter Dir glauben sollte, dass Du von Abstinenz zum kontrollierten Trinken übergehen kannst.


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HomerJ
Beitrag 15.08.2012, 19:20
Beitrag #63


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Meine Gedanken drehen sich irgendwie den ganzen Tag um meinen bisherigen Alkoholkonsum....

Sollte ich nicht süchtig sein, was ich momentan immer noch ausschließe, denke ich, dass es zwar anfangs schwierig sein wird ich es aber dennoch schaffen werd abstinent zu leben.
Ich bin eigentlich sehr willensstark, hab mir bisher nur niemals richtige Gedanken übers Trinken gemacht.
In den Zeiten, in denen ich nichts getrunken habe, hatte ich einfach keine Lust mehr auf betrunken sein bzw auch einfach keine Lust auf weggehen.
Es war nicht so dass ich Angst vor einer Sucht gehabt hätte.
Ich wollte also niemals gezielt mit dem Trinken aufhören, wenn ich das so sagen kann.
Habe bei vielen Tests gelesen, dass eben genau das Scheitern mit dem Trinken aufzuhören ein Anzeichen für Suchtprobleme sind.
Ich denke, dass ich das aber bei mir ausschließen kann. Genaueres wird sich bei Gesprächen mit meinem Hausarzt und der Suchtberatung zeigen.

Auch hatte ich bisher nie das Gefühl, dass ich nicht aufhören kann zu trinken, wenn ich einmal angefangen hab.
Wenn ich mich z.B. mal gemütlich mit Freunden getroffen habe und dabei auch mal was getrunken habe, so konnte ich auch nach 2 Pils stoppen und heimgehen.
Bei den anderen Fällen, als ich stark betrunken war, war es einfach so, dass ich gar nicht darüber nachgedacht habe nichts mehr zu trinken, weil ich ja den ganzen Abend feiern wollte.
Natürlich habe ich dann oft viel zu viel getrunken und ich kannte meine Grenzen nicht, was wohl mein stärkstes Problem ist.

In der Tatnacht war es, wenn ich darüber nachdenke, wirklich das erste mal, dass ich mehr vorgenommen habe nur 2 Bier zu trinken und dieses Vorhaben dann nicht eingehalten habe.....

Dies alles zeigt aber glaub ich nochmal auf, dass KT für mich nur sehr sehr schwierig zu realisieren wäre.
Klar denk ich gerade darüber nach wie es wohl wäre in ein paar Jahren bei meiner Hochzeit mit Saft anzustoßen, aber das sind Kleinigkeiten.
Mein Leben und meine Gesundheit sind mir mehr Wert als gesellschaftliche Vorgaben...
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Uwe W
Beitrag 15.08.2012, 20:18
Beitrag #64


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Zitat
Klar denk ich gerade darüber nach wie es wohl wäre in ein paar Jahren bei meiner Hochzeit mit Saft anzustoßen, aber das sind Kleinigkeiten.

Naja, es muss ja nicht Saft sein, es gibt ja auch alkoholfreien Sekt. Bei der eigenen Hochzeit oder besonderen Anlässen sollte das kein Problem sein.
Wobei eine Gewöhnung an z.B. alkoholfreies Bier meines Erachtens nicht so toll ist, weil dann die Gefahr, dass man auf alkoholhaltiges umschwenkt, nicht zu verachten ist.

Insofern ist es schon ein wenig komisch, wenn Du Dir jetzt Gedanken über Deine Hochzeit machst. Mehr interessieren wird einen Gutachter nach Deiner Vorgeschichte wohl die Frage, wie Du mit Schicksalsschlägen umgehst (z.B. erneutes Scheitern einer Beziehung), ob Du dann abstinent bleibst.

Du solltest bei der Aufarbeitung aber auch nicht zu viel vorwegnehmen wollen: Du musst jetzt erst einmal Abstinenz erleben und praktizieren, und die Auseinandersetzung mit Dir, Deinen Trinkmotiven usw. kannst Du dann begleitend vornehmen.


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HomerJ
Beitrag 15.08.2012, 20:33
Beitrag #65


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Ja das war ez einfach nur mal so ein Beispiel des mir durch den Kopf gegangen ist....
Klar weiß ich, dass ich die Abstinenz etz erst mal erleben muss.
Das mit den Schicksalsschlägen ist auch so eine Sache. Ich habe in der Zeit auch nüchtern viel über die Problematik nachgedacht. Es war hald einfach so, dass ich in den 3 Jahren vorher nie abends weggegangen bin, weil ich meine Freundin hatte und sie bei mir wohnte. Als ich dann aber wieder solo war hab ich es alleine am Anfang einfach nicht ausgehalten. Deshalb bin ich dann so viel weggegangen um unter Leute zu kommen. Dort wurde nur leider immer getrunken.
Ich weiß, dass Alkohol keine Lösung für mein Problem war.Das hab ich dann auch nach 3 Monaten realisiert, als mir alles hochkam. Danach hab ich die Sache dann versucht für mich selbst zu verarbeiten und mir klar zu machen, dass eine Beziehung mit dieser Frau niemals hätte gut gehen können. Die erste Trauer wollte ich aber irgendwie nicht an mich ranlassen... Es war ja nicht nur Trauer sondern auch ein zerrüttetes Ego/Selbstwertgefühl.
Nach der Prüfungszeit wollt ich eig. auch nur Feiern gehn, was ja an und für sich auch nicht bedenklich ist. Leider habe ich es hier auch übertrieben.
Am Tatabend haben wir gesagt ein Trinkspiel gespielt, bei dem man schnellst möglich ein Bier trinken soll. (Ca. auf 4 mal ansetzen) Das Spiel heißt Flunky Ball glaube ich... Ist ja auch egal. Sowas habe ich vorher auch nie gemacht....
Sollte ich das bei dem Gespräch mit dem GA erwähnen?
Wir haben das Spiel 2 mal gespielt, was evtl auch ein zusätzlicher Grund dafür sein dürfte, dass ich so einen hohen Promillewert hatte.
Je länger ich über dieses Spiel nachdenke, umso mehr könnt ich kotzen... Wie man nur so blöd sein kann
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corneliusrufus
Beitrag 15.08.2012, 20:46
Beitrag #66


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Ein Gutachter fragt sich, woher kommt Dien niedriger Selbstwert? Und ist er derart niedrig, dass er so deutlich kompensiert werden musste?

Die Frage ist,m schiebst Du alles auf den Alkohol oder streust Du ggf.?


Das Wichtigste ist, Du lebst abstinent. Es gibt ernst zunehmende Stimmen, die sagen, bereits ab dem ersten Filmriss sollte lieber nichts mehr konsumiert werden. Sie sagen nciht unberechtigt, das istd er Kontrollverlust.

Probiere Deine Abstinenz aus. Finde Gründe, warum diese besser ist als zuvor. Dann überlegst Du Dir Alternativen zu vergangenen Zeiten, als Du Probleme durch Trinken pausieren bzw. verdrängen wolltest. Wenn es geht, probiere diese Alternativen.

Dann bist Du einen großen Schritt weiter.


Wenn die 2,7‰ bisher "nur" die Atemalkoholkonzentration waren, besteht durchaus Hoffnung, dass die BAK niedriger ausfällt. Das spielt sich zwar nicht im Strafverfahren aus, wohl jedoch in der MPU selbst.

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HomerJ
Beitrag 15.08.2012, 20:49
Beitrag #67


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Was meinst du mit streuen?
Zum Selbstwert: Es war ziemlich hart, nach 3 1/4 Jahren Beziehung von meiner Ex in meinem eigenem Bett betrogen zu werden...
V.A wenn die Freundin immer Eifersuchtsszenen gemacht hat und ich sowas von ihr nie erwartet hätte.
Des bezieht man dann schon irgendwie auf sich selbst. Auch wenn ich heute weiß, dass ich so gut wie alles in der Beziehung richtig gemacht habe......

Ich habe aber im Bezug auf den Atemtest auch gelesen, dass der Bluwert oft auch höher ist. Also mach ich mir mal nicht allzuviel Hoffnungen.
Hab nur richtig Angst vor der 3 Promille Grenze und einer Verurteilung wegen Vollrausches...
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corneliusrufus
Beitrag 15.08.2012, 21:02
Beitrag #68


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Du kannst fasst alles auf den Alkohol schieben. Dann war der Konsum stärker ausgeprägt. Oder Du sagst, die Unfähigkeit den Schmerz der Trennung zu überwinden, die Unfähigkeit Deinen Selbstwert in angemessener Zeit ohne Alkohol wieder aufzubauen hat andere Gründe. Da kannst Du nach außen wählen. Nach innen oder real lohnt es sich sehr, genau hinzusehen, warum Du so hilflos warst, mit einer Trennung umzugehen.

Ein Gutachter denkt: Die nächste Trennung kommt wieder. Und dann? Also: Auch dann darf kein Alkohol getrunken werden. D. h. Du musst mit Trennungen umgehen können. Wenn Du nun sagen könntest, nur weil Du so viel Alkohol getrunken hast, konntest Du Dich mit der Trennung nicht auseinandersetzen ist etwas etwas anderes, als wenn Du sagst, weil ich Trennungen (nie) aushalte, trinke ich zusätzlich noch mehr als sonst. Das ist Diene Wahlmöglichkeit in der Erklärung nach außen. Siehst Du den Unterschied?

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Beitrag 15.08.2012, 21:10
Beitrag #69


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Ok ne, ich habe ja dann auch gemerkt, dass es mit dem Trinken auf keine Fall besser wird. Es wurde besser, als ich mir erst einmal den zusätzliche Stress des Examen genommen habe, indem ich ein Semester an meine Studienzeit angehängt habe. Dann fiel schon mal sehr viel zusätzlicher Druck von mir ab und ich hatte auch Tagsüber Zeit mich mit der Trennung auseinanderzusetzen. Dabei haben mir v.A. meine Freunde geholfen.
Bei einem weiteren Schicksalsschlag weiß ich, dass ich die Sache mit dem Alkohol gar nicht in Betracht ziehen sollte, weil sie mich wieder nicht voran bringen würde. Gespräche mit meiner Familie, Freunden und denen die mir wichtig sind bauen mich auf und helfen mir. Zusätzlich habe ich auch dann im letzten Jahr mit Wintersport angefangen, was so viel heißt wie ich Falle im Winter nicht in ein Loch ohne Sport.
Der ist mir ja auch ziemlich wichtig um einen Ausgleich zu bekommen.

Ich bin auf jeden Fall froh mir hier mal zusätzlich noch einiges von der Seele reden zu können und konstruktives Feedback auf meine Aussagen/Fragen von Mensche bekomme, die mich nicht kennen und deshalb nicht subjektiv vorbelastet sind.
Dafür nochmal ein herzliches Dankeschön
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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 11:30
Beitrag #70


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Hey zusammen,

ich war jetzt die letzten Tage bei meinem Hausarzt, bei der Suchtberatung, bei einem MPU Infoabend und beim Unipsychologen.
Am Montag bekomme ich meine Leberwerte.
Bei der Suchtberatung und beim Psychologen habe ich erst einmal über meine Trinkgeschichte gesprochen und was ich ändern will.
Beide gehen davon aus, dass ich nicht wirklich suchtgefährdet bin. Am 1. Oktober habe ich noch einmal einen Temrin bei der Suchtberatung wo wir dann den TAI Fragebogen machen werden. Bis dahin sollte ich mir Gedanken darüber machen, ob und wann es mir schwer fällt auf Alkohol zu verzichten.
Ich werde jetzt in nächster Zeit wohl auch gezielt Situationen aufsuchen, in denen ich sonst getrunken habe.
Sprich ich werde ab und an mal weggehen und in Erkenntnis bringen, ob es für mich möglich ist mit Freunden zu feiern, die trinken ohne dass ich dabei was trinke. Das konnte ich bisher ja eigentlich schon nur dass es einfach Kneipen gibt, in denen es nüchtern nicht wirklich auszuhalten ist biggrin.gif
Diese Meinung teilte der Psychologe auch. Er hat mir von seiner Weggehzeit erzählt und meinte, dass es bei ihm auch so war, dass es in der Disco jeden abend das gleiche war: Die Musik war schlecht und es war eig. immer langweilig, es sei dann man hat was getrunken und konnte sich dann erst entspannen, wenn die Hemmschwelle gefallen ist.

Bei der MPU Info wurde mir geraten, dass ich erstmal abwarten soll, ob ich überhaupt eine MPU machen muss, weil das bei Radfahren ab und an mal nicht unbedingt der Fall ist. Deshalb sollte ich jetzt nicht sofort Urin-Screenings machen lassen, sondern wenn wirklich auf die Haaranalyse zurückgreifen.
Wegen der Haaranalyse bin ich aber ein wenig ängstlich, weil da ja alles mögliche an Alkohol gefunden wird. D.h. es wäre z.B. möglich, dass man wegen Cola keine positive Abstinenz nachweisen kann. Ist schon irre, dass in Cola und sogar Milchschnitte bze. überreifen Früchten eine geringe Menge Alkohol vorhanden ist.
Kennt sich da jemand im Forum genauer aus und kann mir evtl. Internetseiten empfehlen, auf denen man sieht welche Lebensmittel Alkohol enthalten?
Es wäre wirklich bitter, wenn ich dann auf Grunde solcher Dinge am Ende nicht als AB gelten würde.....

Danke wieder im Voraus
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corneliusrufus
Beitrag 18.08.2012, 12:07
Beitrag #71


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Google doch mit der Suchfolge: Liste von Lebensmitteln mit Alkohol. Dann wird Dir gut geholfen.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 12:17
Beitrag #72


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Danke dir....
Oh man, ich komm mir grade vor wie ein trockener Alkoholiker. Wenn ich Pech habe, hab ich die Woche schon Alkohol aufgenommen, weil ich mir Salat mit Balsamico Essig angemacht hab. Das kann doch echt nicht wahr sein...
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corneliusrufus
Beitrag 18.08.2012, 12:30
Beitrag #73


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Information ist vieles. Ziel der Essigzubereitung ist durchaus, möglichst viel Alkohol in Essig umzuwandeln. Es ist damit nicht mehr viel Alkohol im Essig. Das gute ist, es gibt für vieles Alternativen. Statt Balsamicoessig kann auf eine andere Essigsorte ausgewichen werden oder Zitronensaft.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 12:37
Beitrag #74


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Ja ich weiß, das hab ich auch gelesen. Weiß nur leider nicht genau ob in dem Essig Alkohol war...
Naja noch isses ja egal, es war ja erst knapp eine Woche nach der TF und man sollte eh einen Monat warten. D.h. ich muss ab jetzt wirklich voll aufpassen.
Ist aber schon krass, dass dann auch diese minimalen Mengen Alkohol letztlich in dem Screening auftauchen können.
Ich mein klar sollte man den Alkohol sehen, aber wenn ich mir vorstelle z.B. wegen Sauerkraut nicht durch die MPU zu kommen muss ich schon fast lachen.
Das ist doch schon irgendwie absurd, oder?
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Terry
Beitrag 18.08.2012, 12:55
Beitrag #75


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Hallo HomerJ,

meiner Meinung nach, wird das auch ein wenig übertrieben dargestellt.

Hier mal ein interessanter Link:

http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/256-2010

Der bezieht sich zwar auf Urin-Screenings, aber ist mal so ein Beweiß, dass viele Gerüchte auch durch irgendwelche Ausreden von Probanden entstehen.

Über Haaranalysen gibt es übrigens ähnliche Studien. Finde diese aber leider nicht auf die Schnelle.

Wie gesagt, es kann natürlich auch schief gehen... Kommt wohl auf den Einzelfall an.


Gruß

Terry


Vielleicht kann Dir das zumindest ein Wenig die Angst nehmen...
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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 13:15
Beitrag #76


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Danke dir.
Hab grad noch in nem andern Forum von Fällen gelesen, in denen Haarscreenings positiv waren, obwohl die Betroffenen keinen Alkohol getrunken haben...
Die Urinscreenings waren alle negativ aber Haare nicht...
Da soll sich noch jemand auskennen. Ist wirklich kein Spaß wenn man um 200-300€ pro Haaranalyse noch Poker spielen muss.
Hab jetzt gegoogeld aber leider keine Studien zu den Haaranalysen gefunden. Wär also nett, falls jemand welche kennt, wenn er die hier posten könnte.
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Terry
Beitrag 18.08.2012, 13:34
Beitrag #77


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Habs jetzt gefunden:

Bei NLVP (ist eh eine interessanter Newsletter), Bericht ab Seite 2:

"Relevanz von Fehlerquellen bei der EtG-Diagnostik" (die links sind auch interessant)

http://www.nlvp.de/2010/NLVP%2004-2010.pdf


Nochmals gesagt, dieser Bericht spiegelt nur eine Meinung wieder und soll nicht zu irgendwas "verleiten".
Am besten ist es natürlich, auf der sicheren Seite zu bleiben...

Ich war in der gleichen Situation wie Du, und mich hats zumindest beruhigt.

Meine Haaranalyse wies übrigens, trotz Obst, Sauerkraut und Essig, eine EtG-Konzentration von 0,0 auf.

Aber nochmals: Das muss natürlich nicht bei Jedem so sein...


Gruß

Terry
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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 14:00
Beitrag #78


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Vielen Dank für deine Mühe Terry!
Das macht Mut...
Bist du auch mit dem Rad gefahren und wenn ja, welchen BAK und Abstinenzzeitraum hattest du?
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Terry
Beitrag 18.08.2012, 14:48
Beitrag #79


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Also mit "gleicher Situation" meinte ich, dass ich mir auch ziemlich viele
Sorgen um das Ergebnis der Haaranalyse gemacht hab :-)

Ich war mit dem Auto unterwegs und hatte nen BAK von 1,9.

Gruß Terry
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Wagenpfeil
Beitrag 18.08.2012, 15:09
Beitrag #80


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Zitat (HomerJ @ 18.08.2012, 12:30) *
Bei der MPU Info wurde mir geraten, dass ich erstmal abwarten soll, ob ich überhaupt eine MPU machen muss, weil das bei Radfahren ab und an mal nicht unbedingt der Fall ist.


Ab 1,6 Promille ist eine MPU inzwischen bei Radfahrern Pflicht.
Dies ist § 13 FeV Nr. 2, Buchst. c erläutert:

"Zur Vorbereitung von Entscheidungen über die Erteilung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis oder über die Anordnung von Beschränkungen oder Auflagen ordnet die Fahrerlaubnisbehörde an, dass...
2. ein medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen ist, wenn ...
c)   ein Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg/l oder mehr geführt wurde, ..."


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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 16:49
Beitrag #81


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Das mit den 1,6 weiß ich ja. Die Beraterin meinte aber, dass es noch ab und an Fälle gitb, in denen die Staatsanwaltschaft die TF nicht an die Fsst weiterleitet.
Ich rechne mir keine großen Chancen aus und es ändert auch nichts an der AB aber es ist besser noch zu warten als jetzt sofort ein Urinscreeningvertrag abzuschließen.
Wenns wirklich zu einer MPU kommt, kann ich das eben auch noch per Haarscreening machen.
Der eine Monat Führerscheinentzug mehr ist dann auch nicht so wild.
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haschee
Beitrag 18.08.2012, 17:13
Beitrag #82


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Zitat (Kai R. @ 14.08.2012, 11:31) *
Zitat (corneliusrufus @ 14.08.2012, 11:24) *
Du könntest das Strafgericht bitten, den Prozess um einige Monate zu verschieben, weil Du Dich wegen des Alkoholproblems in eine Therapie begeben hast, die Du nicht durch einen externen Vorgang belasten möchtest.

das wird aber aktenkundig und dann kann man gleich 12 Monate AB-Nachweis beibringen. Am pragmatischsten dürfte sein, es nicht zu irgendeiner Verhandlung kommen zu lassen.

Grüße

Kai


Mal abgesehen vom Prozess, wie sieht es im Fall einer MPU aus wenn man die Fahrradfahrt als Vermeidungsstrategie einer Autofahrt "verkauft".

TE ist ja mit einem Kraftfahrzeug noch nie (aktenkundig) auffällig gewesen.

Das ganze unter dem Motto
"Ich wußte nicht, daß man mit dem Fahrrad nicht fahren darf mit Alkohol,
ich bin nur Fahrrad gefahren damit ich nicht mit dem Auto fahre,
jetzt wo ich weiß, daß ich mit dem Fahrrad nicht mit Alkohol fahren darf
werde ich mit dem Taxi fahren
- sonst änder ich gar nix -
bitte meine Fahrerlaubnis
,
danke und
auf nicht mehr wiedersehen".

Wenn TE momentan nicht unbedingt eine Fahrerlaubnis braucht wäre das eine theoretisch mögliche Strategie?

Wobei die ‰ Zahl durchaus hoch ist.

Allerdings ist da die Frage nach der Fragestellung - darüber hinaus geht das das prüfende Institut doch erstmal gar nix an.


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Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse
trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird
der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen
restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen.

Quelle: Widerstand und Ergebung
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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 17:47
Beitrag #83


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Dann müsst ich aber wissen, was ich bei der Polizei ausgesagt habe...
Wenn die mich gefragt haben ob ich das mit den 1,6 Promille weiß und ich dort ja gesagt habe, wär das also auch keine Strategie....
Außerdem denke ich echt, dass ich wegen den 2,7 keine ander Wahl hätte.
Ich muss ez wohl oder übel warten, bis ich den Strafbefehl bekomme und meinen Anwalt dann bitten die Akte einzusehen.
Das Warten ist aber genau das nervige sad.gif
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haschee
Beitrag 18.08.2012, 18:02
Beitrag #84


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Das heißt natürlich nicht, daß du deine Trinkgewohnheiten nicht überdenken kannst... wavey.gif


Die Strategie ist aber nur etwas für jemand der auf seine Fahrerlaubnis verzichten kann.
Rein theoretisch und praktisch kann es funktionieren. Vor allem bräuchte man so keine Abstinenznachweise.

Aber die Strategie ist riskant!


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Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird
der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen
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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 18:09
Beitrag #85


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Mich würde interessieren, ob es nach §153a mögliche wäre dem Staatsanwalt als zusätzliche freiwillige Auflage 6 Monate Abstinenz vorzuweisen, wenn dann davon abgesehen wird die Fsst über die TF zu informieren.
Dann könnte ich mir theoretisch die Kosten der MPU sparen, würde aber dennoch Abstinenz vorweisen müssen.
War jetzt nur mal so ein Einfall...
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Wagenpfeil
Beitrag 18.08.2012, 18:13
Beitrag #86


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Zitat (HomerJ @ 18.08.2012, 17:49) *
Das mit den 1,6 weiß ich ja. Die Beraterin meinte aber, dass es noch ab und an Fälle gitb, in denen die Staatsanwaltschaft die TF nicht an die Fsst weiterleitet.


Die Chance, dass weder Staatsanwaltschaft noch Polizei an die FSSt melden, ist wohl eher im unteren Promillebereich.





Zitat (HomerJ @ 18.08.2012, 19:09) *
Mich würde interessieren, ob es nach §153a mögliche wäre dem Staatsanwalt als zusätzliche freiwillige Auflage 6 Monate Abstinenz vorzuweisen, wenn dann davon abgesehen wird die Fsst über die TF zu informieren.
Dann könnte ich mir theoretisch die Kosten der MPU sparen, würde aber dennoch Abstinenz vorweisen müssen.
War jetzt nur mal so ein Einfall...


Im Strafrecht spielt die Abstinenz keine Rolle, also auch nicht bei §153a StPO.
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HomerJ
Beitrag 18.08.2012, 18:18
Beitrag #87


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Ok, d.h. es ist eigentl. unmöglich die MPU zu umgehen, es sei denn ich bin mit §153a erfolgreich und der Staatsanwalt gibt die Sache nicht mehr an die Fsst weiter...
Muss eigentlich die Polizei die TF gleich an die Fsst weiterleiten oder übernimmt das i.d.R. die Staatsanwaltschaft?
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corneliusrufus
Beitrag 18.08.2012, 19:04
Beitrag #88


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Wenn die Chance des Vergessens einer Mitteilung an die FEB nur mit (wahrscheinlich weniger) 1% geschätzt werden, sind wir bei einer Meldung weder durch Polizei und noch durch die StA schon bei 1% x 1% = 0,1‰ Wahrscheinlichkeit. Einer von 10.000 Fällen.

Ich möchte Dir deshalb zwei Dinge raten: Dich schnellst möglichst mit dem Alkoholproblem (weiterhin) intensiv auseinander zusetzen und daher zügig mit einem Abstinenzprogramm durch Urinkontrollen zu beginnen. Nur wenn Du ganz wenig Geld hast, würde ich mit diesem warten. Im schlimmsten Fall (durch Lernschwieirgkeiten bzw. weiteren Problemen zur Alkoholproblematik) hast Du dann vielleicht sechs Monate zuviel bezahlt. Dafür würdest Du aber den Gutachtern dann noch mehr als 12 Monate schlussendlich präsentieren können, ihnen also Sicherheit geben.

@Terry, den Artikel kannte ich nicht. Den Inhalt aus eigenen Überlegungen und Recherchen schon. - Ich halte die Anzahl der Urinschreens für ungenügend. Und die Beschränkung auf diese sowie die tatsächliche Zielgruppenauswahl für ebenfalls fehlerhaft.

Das Schlimme ist, es gibt immer weider Klientel, die versuchen, die letzten Informationen herauszubekommen, um die Tests zu umgehen. Manche haben ausgefeilte Taktiken. Und Tatsache ist, sie funktionieren. - nen, bevor jemand mich nun als Experten zur Umgehung ansieht und mir Angebote macht. Ich lehne diese ab, "helfe" da nicht. Ich möchte, dass meine Kunden langfristig arbeiten und die MPU bestehen, damit nicht mit Lug und Trug.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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haschee
Beitrag 18.08.2012, 19:19
Beitrag #89


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ich seh da auch nicht wirklich eine Möglichkeit um die MPU herumzukommen.

Vor allem gibt es ein mindestens 1 Urteil, daß auch nach 7 Jahren noch eine MPU angeordnet werden kann.
Das immer über einem hängen zu haben - ich würds nicht wollen.


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Terry
Beitrag 18.08.2012, 21:16
Beitrag #90


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Zitat (corneliusrufus @ 18.08.2012, 20:04) *
@Terry, den Artikel kannte ich nicht. Den Inhalt aus eigenen Überlegungen und Recherchen schon. - Ich halte die Anzahl der Urinschreens für ungenügend. Und die Beschränkung auf diese sowie die tatsächliche Zielgruppenauswahl für ebenfalls fehlerhaft.

Das Schlimme ist, es gibt immer weider Klientel, die versuchen, die letzten Informationen herauszubekommen, um die Tests zu umgehen. Manche haben ausgefeilte Taktiken. Und Tatsache ist, sie funktionieren. - nen, bevor jemand mich nun als Experten zur Umgehung ansieht und mir Angebote macht. Ich lehne diese ab, "helfe" da nicht. Ich möchte, dass meine Kunden langfristig arbeiten und die MPU bestehen, damit nicht mit Lug und Trug.



Cornelius,

da gebe ich Dir vollkommen Recht.

Und deswegen, obwohl es ein interessanter Artikel ist, wäre ich ganz froh wenn der Link von nem Mod gelöscht wird.

Sonst kommen evtl. noch User auf Dumme Gedanken...


Gruß

Terry
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Mr.T
Beitrag 18.08.2012, 21:36
Beitrag #91


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Zitat (Terry @ 18.08.2012, 22:16) *
Und deswegen, obwohl es ein interessanter Artikel ist, wäre ich ganz froh wenn der Link von nem Mod gelöscht wird.
Warum? unsure.gif
Das:
Zitat (Terry @ 18.08.2012, 22:16) *
Sonst kommen evtl. noch User auf Dumme Gedanken...
ist ja keine nachvollziehbare Begründung.


--------------------
Gruß Mr.T

Gegen den Strom zu schwimmen ist deshalb so schwierig, weil einem so viele entgegenkommen.
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Terry
Beitrag 18.08.2012, 21:40
Beitrag #92


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Weil es irgendwie ne Anleitung zum besch..... ist.

Dadurch wird ja genau das gefördert, was Cornelius oben beschrieben hat...

Ich hatte den Link eigentlich nur gepostet, um HomerJ ein wenig die Angst vorm Sauerkrautessen zu nehmen...

Aber mir persönlich ist es wurscht, ob der Link stehen bleibt... Das solltet ihr Mods entscheiden.


Gruß

Terry
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Jack Daniels
Beitrag 18.08.2012, 23:36
Beitrag #93


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Zitat (HomerJ @ 18.08.2012, 12:30) *
Diese Meinung teilte der Psychologe auch. Er hat mir von seiner Weggehzeit erzählt und meinte, dass es bei ihm auch so war, dass es in der Disco jeden abend das gleiche war: Die Musik war schlecht und es war eig. immer langweilig, es sei dann man hat was getrunken und konnte sich dann erst entspannen, wenn die Hemmschwelle gefallen ist.


whistling.gif Da habe ich einen Vorteil, Musik die ich Nüchtern Sch... finde kann ich mit zunehmender Alkoholisierung immer weniger ertragen, ergo gibts nur zwei Möglichkeiten, Nüchtern bleiben oder gehen wenn es zu sehr nervt. Letzteres trifft nur zu wenn ich nach Hause laufen kann, wenn ich fahr bleib ich eh weitestgehend Nüchtern,auf jeden Fall unter 0,3‰.

Grundsätzlich aber meide ich Lokalitäten wo mir die Musik nicht gefällt, warum soll ich einen Ort aufsuchen an dem ich mich nicht wohlfühle, bzw der nur im Suff zu ertragen ist?
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Uwe W
Beitrag 19.08.2012, 00:43
Beitrag #94


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Zitat (HomerJ @ 18.08.2012, 12:30) *
D.h. es wäre z.B. möglich, dass man wegen Cola keine positive Abstinenz nachweisen kann. Ist schon irre, dass in Cola und sogar Milchschnitte bze. überreifen Früchten eine geringe Menge Alkohol vorhanden ist.
Kennt sich da jemand im Forum genauer aus und kann mir evtl. Internetseiten empfehlen, auf denen man sieht welche Lebensmittel Alkohol enthalten?
Es wäre wirklich bitter, wenn ich dann auf Grunde solcher Dinge am Ende nicht als AB gelten würde.....

Der menschliche Körper produziert übrigens selber auch noch Alkohol, den sogenannten endogenen Alkohol: 24 Stunden am Tag, also 2160 Stunden innerhalb eines 90 Tage-Zeitraums, der bei einer Haaranalyse untersucht wird.
Dieser endogene Alkohol führt zwar nur zu einer sehr geringen Promillisierung, dennoch wird von diesem Alkohol auch ein Teil in Etg umgewandelt.
Und das was sich in 90 Tagen dann an EtG ansammelt, ist nicht mehr völlig unbedeutend.

Aus diesem Grund gibt es bei der Haaranalyse dann einen cut off Wert (ich glaube von 7, hab die Maßeinheit allerdings vergessen).
Dieser Cut-Off-Wert ist so großzügig bemessen, dass er in aller Regel auch den gelegentlichen externen Konsum kleiner Alkoholmengen (leicht vergorene Lebensmittel) mit auffängt. Insofern sollte man sich bei der Haaranalyse hier nicht unnötig Sorgen machen.
Aufpassen muss man bei den Urinscreenings: da diese nur jeweils für wenige Tage rückwirkend die Alkoholisierung analysisieren und in diesen Tagen der endogene Alkohol nur sehr wenig EtG produziert, sind die Cut-Off-Grenzen hier sehr niedrig und es kann in der Tat vorkommen, dass man nach dem Konsum leicht alkoholhalter Speisen dann den Cut-Off-Wert überschreitet.


--------------------
"Alle Mitgliedstaaten hätten Grund sich zu beklagen. Skouris betont, dass gerade dies beweise, dass der EuGH seine Arbeit gut mache."
(Interview mit Vassilios Skouris am 20.04.06 im ORF)
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juergen64
Beitrag 19.08.2012, 12:14
Beitrag #95


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Hallo hier vielleicht für Euch eine wichtige Seite:
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/...aid_605508.html.

Gruss

Jürgen


--------------------
„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“
01.10 2012 MPU im ersten Anlauf Positiv,TÜV SÜD ( 2,73 Promille)
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Beitrag 19.08.2012, 12:34
Beitrag #96


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Zitat (Terry @ 18.08.2012, 22:40) *
Weil es irgendwie ne Anleitung zum besch..... ist.


Zitat
- Drohungen mit Kontrollen, die effektiv nicht stattfinden, funktionieren nie auf Dauer. Derjenige, der suggeriert: "Wenn Du auch nur eine Flasche Bier trinkst, finden wir das raus" - aber weiß, dass dies nicht stimmt, handelt unverantwortlich, nicht derjenige, der die Leere der Drohung aufzeigt.

- Klienten, die wirklich zur Abstinenz entschlossen sind, interessieren diese Fragen ohnehin nicht. Tricks werden nur diejenigen anwenden, die Screenings umgehen wollen - und dies ist nach der MPU ohnehin keine Barriere mehr. Externe Kontrolle unterdrückt ein Verhalten nur innerhald des Kontrollzeitraums - Belege finden sich zum Beispiel bei Forschungen zu Alcolock-Systeme.

- "Sicherheit durch Obskurität" funktioniert schon im Kryptographiebereich nicht. Nur transparente und offengelegte Systeme funktionieren auf Dauer - dies gilt auch für die MPU. Jahrelange Erfahrungen haben mich gelehrt, dass Klienten und Vorbereiter potentielle Schwachpunkte genauso schnell rausfinden wie Fachleute.


Von daher würde ich mir keine Sorgen machen, dass Du etwas völlig "neues" zum Vorschein gebracht hast.
Mich ärgert es nach dem Lesen der beiden Links, dass ein Nachweis so viel Geld kostet, den man dann im Prinzip auch mit einem Münzwurf aushandeln könnte...

Zitat (Jack Daniels @ 19.08.2012, 00:36) *
Grundsätzlich aber meide ich Lokalitäten wo mir die Musik nicht gefällt, warum soll ich einen Ort aufsuchen an dem ich mich nicht wohlfühle, bzw der nur im Suff zu ertragen ist?

Gehst Du immer alleine weg?
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Terry
Beitrag 19.08.2012, 12:42
Beitrag #97


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Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 19.08.2012, 13:34) *
Von daher würde ich mir keine Sorgen machen, dass Du etwas völlig "neues" zum Vorschein gebracht hast.
Mich ärgert es nach dem Lesen der beiden Links, dass ein Nachweis so viel Geld kostet, den man dann im Prinzip auch mit einem Münzwurf aushandeln könnte...


Da hast Du Recht... Lassen wir es so stehen wavey.gif


Gruß

Terry
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corneliusrufus
Beitrag 19.08.2012, 14:26
Beitrag #98


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Auch der Grenzwert für Urinscreens ist für normale Lebensmittel und deren Konsum ausgelegt. Ein Glas Cola dürfte okay sein. Es muss ja auch nicht Weinsauerkraut sein, dem zum Geschmack noch zusätzlich Wein zugegeben wurde. Man muss auch nicht Malzbier trinken, überreifes Obst essen etc. Typischerweise reicht es, sich die Zutatenliste anzusehen und etwas kritisch zu sein.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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HomerJ
Beitrag 20.08.2012, 07:37
Beitrag #99


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@ Cornelius:

Ja, ich habe leider ziemlich wenig Geld. Um genau zu sein bedeutet die ganze MPU/Strafverfahren Prozdur, dass ich wohl ein halbes Jahr früher aus meiner Wohnung ausziehen werde muss, weil ich es mir nicht mehr leisten kann.
Warum rätst du mir zu den Urinscreenings und nicht zur Haaranalyse?
Ich setzte mich weiterhin mit meinem Alkoholproblem auseinander, keine Angst. Hab ja schon den nächsten Termin für die Suchtberatung und auch zum Uni-Psychologen kann ich wieder gehen, wenn ich das mag. War am WE auch weg und hab den Fahrer gespielt. Hier hab ich seit langem mal wieder bemerkt wie blöd sich betrunkene doch aufführen biggrin.gif
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corneliusrufus
Beitrag 20.08.2012, 09:49
Beitrag #100


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Eine Haaranalyse blickt drei Monate zurück. Aber, es gibt unterschiedliche Phasen im Haarwachstum. Zum Teil wachsen aus der Konsumzeit kontaminierte Haarabschnitte erst deutlich nach ihr aus. Ist ihr Anteil zu groß, so wird fälschlicherweise ein Konsum messtechnisch festgestellt, obgleich dieser nicht (mehr) vorliegt. Imho sollte eine Haaranalyse daher erst 5 bis 6 Monate nach Konsumende beginnen. 6 Monate minus 3 zurückblickend, da gehen dann drei Monate an möglichem Abstinenznachweis verloren. Bei urinkontrollen kannst Du am fünften Tag nach dem Konsum sicher beginnen.

Dann hat die Urinkontrolle noch einen anderen psychologischen Effekt. Das unangekündigte Einbestellen, die Anfahrt dorthin zwingt dazu, sich mit seinem Konsum und der Tat auseinander zu setzen. Jedenfalls mehr, als selbst geplant zur Haarentnahme zu erscheinen. Ich verspreche mir vom Ablauf der Urinkontrollen mehr Nachhaltigkeit in der Erinnerung und damit Schutz.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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