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> TF (2,03‰ BAK) mit Fahrrad - was kann ich jetzt schon erledigen?
krautsalat
Beitrag 28.01.2012, 22:45
Beitrag #151


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Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 22:21) *
Und das ist das größte Ärgernis: Ich bin in der Hand eines Menschen, der zwar seine Vorgaben hat, und objektiv sein soll, der aber genausogut subjektiv sein kann und mir keine meiner Ausführungen glauben muß, egal ob sie wahr oder falsch sind.

Meiner Meinung nach siehst du die Rolle des Gutachters zu negativ. Versuch' doch mal ihn als Verbündeten zu sehen. Seine Aufgabe ist es dir ein möglichst positives Gutachten, eines das dir deine Fahrerlaubnis erhält, auszustellen. Damit er das tun kann musst du ihn aber möglichst tatkräftig unterstützen, denn er kann für seine Aufgabe, dir ein in deinem Sinne positives Gutachten auszustellen, nur das verwenden, was du ihm über dich erzählst.

Nun hat er aber, wie du schon sagtest, noch gewisse Vorgaben. Es gibt Dinge, die müssen in deinen Ausführungen vorkommen. Dazu gehört, dass er von dir erfahren muss, wie dein Verhalten bezüglich alkoholischer Getränke bis zur Trunkenheitsfahrt ausgesehen hat. Diese Schilderung muss deine aktenkundige Alkoholtoleranz erklären können. Dann muss er von dir erfahren, was deiner Meinung nach die Gründe für dein Fehlverhalten, ja der Gutachter betrachtet eine Trunkenheitsfahrt als auffälliges und damit als gesellschaftlich unerwünschtes bzw. als von der Norm abweichendes Verhalten, waren. Er muss, um dir ein für dich positives Gutachten erstellen zu können, hören, dass du erkannt hast was zu der hohen Alkoholtoleranz geführt hat. Welche Motive lagen deinem auffälligen Konsumverhalten zu Grunde? Wieso hast du die körperlichen Signale, welche die meisten davon abhalten eine so hohe Alkoholtoleranz aufzubauen wie sie bei dir aktenkundig ist, wieder und wieder ignoriert? Und auf Grundlage dieser Trinkmotive musst du dem Gutachter zu guter letzt (Mist, wie schreibt man das richtig?) eine Strategie aufzeigen, wie du gedenkst nicht mehr in diese Falle zu tappen?

Du musst den Gutachter also mit möglichst vielen, möglichst plausiblen Informationen füttern. Sofern du dir nicht widersprichst muss er dir glauben. Er kann nicht einfach ins Blaue hinein vermuten, dass du die Unwahrheit sagst. Seine Aufgabe ist lediglich durch Nachfragen mögliche Schwachpunkte in deiner Argumentation auszumachen und dich in Widersprüche zu verstricken. Erzählst du die Wahrheit wird es ihm nicht gelingen. Je besser du deine Vergangenheit reflektiert hast und darlegen kannst was du verändert und warum du es verändert hast, desto einfacher machst du es dem Gutachter dir ein Gutachten zu erstellen, das auch dir gefällt.

Da die Motive für deinen Alkoholmissbrauch eine entscheidende Rolle für die Betrachtung bzw. Bewertung deines bisherigen Verhaltens und die Entwicklung einer nachhaltigen Vermeidungsstrategie spielen, solltest du versuchen welche zu finden und dazu in die verschiedensten Richtungen, auch wenn es Widerstand in dir hervorruft, zu denken.

Du sagtest, dein Freundeskreis hätte sich, nachdem du deine Freundin kennenlerntest, deutlich erweitert und einige tranken und trinken in einem ähnlichen Ausmaß wie du es getan hast. Was wäre denn gewesen, wenn diese neuen Freunde zum großen Teil nur moderat Alkohol getrunken hätten? Hättest du trotzdem ein Bier nach dem anderen bestellt?

Deinen Ausführungen zu den Vorteilen von Getränken in Flaschen kann ich folgen. Mir sind Flaschen auch deutlich lieber als Gläser. Aber warum genügten nicht 2, 3 oder 4 Flaschen, je nach Länge des Abends, pro Abend? Warum mussten die Flaschen so schnell leer und durch neue ersetzt werden? Gab es nicht auch alkoholfreie Getränke in Flaschen?

Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 12:30) *
Ich würde ja gerne mal @krautsalats GA lesen, aber er hat es leider nicht eingestellt. Jedenfalls habe ich es nicht gefunden.

Das stimmt, ich habe es (noch) nicht eingestellt. Interessiert dich etwas Bestimmtes?

p.s.
Viel Erfolg, wobei auch immer!
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Gast_loriot35_*
Beitrag 29.01.2012, 00:05
Beitrag #152





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Ich entschuldige mich vorab schon dafür, daß mein Post aus vielen Zitaten besteht. (fett markiertes wurde von mir hervorgehoben)
Ich hoffe, es hilft @~Radfahrer~ ein wenig, um bei genauerer Betrachtungsweise vielleicht auch mal von einer anderen Seite über seine "Motive" nachzudenken. Es wurde ja schon von mehreren öfter darauf eingegangen/hingewiesen/nachgefragt.

Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Aber warum genügten nicht 2, 3 oder 4 Flaschen, je nach Länge des Abends, pro Abend? Warum mussten die Flaschen so schnell leer und durch neue ersetzt werden?

Vermutlich, weil die Etiketten doch zu schnell abgeknibbelt sind wink.gif .Klingt natürlich schon wieder etwas provokativ. Aber ist durchaus ernst und als netter Richtungshinweis gemeint. Wenn man nämlich mal betrachtet, was für einen hohen Grad an Unsicherheit gerade die notorischen Etikettenknibbler ausstrahlen (oder zu überdecken versuchen damit).
Und das in Kombination mit den Ausführungen zum "Balzverhalten" in Clubs, (Vielleicht auch nochmal Tannas Frage "wirken" lassen)
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 14:51) *
Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *

Vielleicht denkst du einmal darüber nach, weswegen du dich unsicher fühltest und welche Sehnsüchte sich mit deiner Frauensuche verbanden

Es macht die Situation dahingehend leichter, dass die meisten Frauen meinen Beobachtungen nicht sonderlich auf Kerle stehen, bei denen offensichtlich ist, was sie wollen. Es sei denn, der Kerl ist eine echte Granate, oder George Clooney. Also stand ich eher unbeteiligt am Tresen, lächelte vor mich hin, trank ein Bier nach dem anderen und wartete auf meine Gelegenheit. (Dazu muß man sagen, dass die Clubs hier oft eher Wohnzimmergröße haben. Wenn man günstig steht, hat man den ganzen Raum im Blick. Nicht wie in einer Großraumdisco. Zudem war es zu meiner Zeit immer voll und dicht gedrängt. Die Tauben stecken also eher im Käfig, als dass sie gebraten vorbeifliegen). Bier war genauso teuer wie Cola. Warum sollte ic hmir also einen Wasserbauch antrinken, wenn sich das Bier von alleine raustrieb. Ausßerdem konnte man den Raum dann mal durchqueren und nachschauen, ob man nicht doch eine Frau übersehen hat.

Ich denke, fast jeder möchte berührt werden. Seelisch genauso wie körperlich. Und wenn man eine Abfuhr erhält, ist das nicht schön. Also überlegt man, ob die Frau, die man da gerade ins Auge gefasst hat, in der eigenen Liga spielt. Wenn nein, spart man es sich gleich. Wenn ja, und man bekommt eine Abfuhr, ist man, also ich wäre es, verunsichert. Also wägt man die ganze Zeit ab, versucht Blickkontakt aufzunehmen. Wenn man schon da eine negative Reaktion bekommt, geht das Grübeln wieder los... So vergeht dann ein Abend wink.gif

und noch zu Aussagen wie
Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 12:30) *
Das ich dann mit mir selbst heimlich austrage und zu gewinnen versuche, weil ich ein relativ schlechter Verlierer bin. Der "Sieg" am Abend ist dann halt die Folgen wert...
oder
Zitat (~Radfahrer~ @ 31.12.2011, 10:11) *
Obwohl ich normalerweise eine attention whore bin,[...]
und

Zitat (~Radfahrer~ @ 03.01.2012, 11:27) *
Ich stehe gerne im Mittelpunkt. Alkohol hat mir bisher geholfen, meine manchmal etwas "nüchterne" Betrachtung der Welt abzulegen und etwas mehr aus mir raus zu gehen und auffälliger zu agieren.
Ich werde auch lockerer und auch etwas gleichgültiger, wenn ich merke, dass da gerade Stuss gelabert wird. Was ja bei vermehrtem Alkoholgenuss häufiger vorkommt.
Nüchtern würde ich mich auch nie auf eine Tanzfläche stellen... In meiner alten Heimat war es egal, ob man getanzt hat. Da war man entweder Fußballspieler oder konnte tanzen. Ich hatte mich für Fußball entschieden. In Niedersachsen haben ja quasi alle eine Ausbildung zum Standardtänzer... Also brauche ich 3-4 Bier, bis meine Hüfte und Knie so locker sind, dass es (für mich) wenigstens etwas nach Tanz aussieht, wenn ich auf die Tanzfläche gezogen werde.


Also wenn ich mir das alles (und auch den Rest im Thread) nochmals durchlese, finde ich schon, daß das im folgenden fett markierte teilweise durch eigene Aussagen widerlegt wird.
Zitat (~Radfahrer~ @ 03.01.2012, 11:27) *
Ich trinke weder das Feierabendbier alleine, noch sitze ich alleine vorm TV und schaue ein Fußballspiel mit einer Flasche Bier in der Hand, ich baue keinen Streß durch Alkohol ab, ich entspanne nicht mit Hilfe von Alkohol, ich habe keine (seelischen) Schmerzen, die ich mit Alkohol betäuben müßte.


Von mir auch viel Erfolg, bei was auch immer wink.gif
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Tanna
Beitrag 29.01.2012, 22:52
Beitrag #153


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Hallo Radfahrer,

du hattest hoffentlich eine erfolgreiche Zeit wavey.gif!

Nun aber zum Thema:
Ich hatte bewusst nur geschrieben
Zitat (Tanna @ 28.01.2012, 19:36) *
Dass dich dein hoher Alkoholisierungsgrad irritiert hat, vermute ich. Stimmt das eigentlich?


Darauf hattest du geantwortet
Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 20:27) *
Ja, es ist wahr, dass mich mein Alkoholisierungsgrad erschrocken hat.


Warum warst du erschrocken?
Hätte dich die einfache Promille-Info ähnlich bewegt?

Sei herzulich gegrüßt,
Tanna


--------------------

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~Radfahrer~
Beitrag 29.01.2012, 22:55
Beitrag #154


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So, einmal Köln und zurück... Damit habe ich meine Aussage in Post #144, dass ich weit mehr Kilometer pro Jahr mit dem Rad als mit dem Auto fahre, schon fast widerlegt. Sollte ich am Freitag noch mit dem Auto nach Nürnberg und zurück fahren, lasse ich den Satz von einem Moderator editieren wink.gif

Vielen Dank für Eure Wünsche. Es war ziemlich interessant, massig Input und hat mich auf eine neue Idee gebracht. Mal sehen, was daraus wird.

Zitat (corneliusrufus @ 28.01.2012, 22:00) *
Was bedeutet Dir die FE? Was wärst Du bereit für sie, damit Du sie dauerhaft behältst, aufzugeben? Ich hoffe, so kommen wir Deiner Motivlage näher. Jedenfalls kommen wir so weiter, weil Konsumwunsch und Fahrwunsch so miteinander abgewogen werden können. Vielleicht bist Du, @Radfahrer, so zufrieden mit Deinem Leben, dem Kosnum, dass Du sagst, ich verzichte gerne auf (m)eine FE. Dannn brauche ich mich nicht zu ändern. Nichts über Alkohol und seine Wirkungen zu lernen. Könnte von daher jetzt unbeschwert (weiter) feiern.

Ich war bisher größtenteils zufrieden mit meinem Leben. OK, was bedeutet mir meine FE? Erstmal war sie teuer. Ich habe sie erst mit fast 24 Jahren gemacht, weil ich da erst das Geld zusammen hatte. Außerdem hatte ich gehofft, sie bei der BW machen zu können. Naja, letztlich hat sie es mit dem Sold für die SFOR-Einsätze dann doch bezahlt...
Sie ist ein Stück Freiheit und Spontanität (wenn man dazu noch ein Auto hat). Insofern ist sie ein Stück Lebensqualität, das mir fehlen würde, wenn ich sie abgebe. Gerade mit dem, was ich oben angedeutet habe, würde mich ein Entzug der FE einschränken. Es gibt zwar die Bahn... OK, war ein Witz... Das Leben kann man nicht in vollen Zügen genießen. (Achtung! Wortspiel!)
Mir fällt da noch die erwähnte Familienplanung ein. Ich möchte wirklich nicht ein Taxi rufen müssen, wenn irgendwann bei meiner Freundin die Wehen einsetzen...

Das Problem bleibt: All diese Punkte liegen in (einer fernen) Zukunft.

Ich habe nichts, was ich in meinem bisherigen Leben aufgeben würde, "außer" Alkohol zu trinken. Und das wird nicht reichen, da Ihr der Meinung seid, dass ich das nicht durchhalten kann, ohne etwas zu verändern.

Welches Wissen muß ich mir noch über Alkohol aneignen? Ich kenne nun die Widmark-Formel, ich kann jetzt Alkohol in Gramm in einem Getränk ausrechnen, ich weiß, wieviel Alkohol mein Körper ungefähr pro Stunde abbaut, ich kenne die Empfehlungen der WHO an Mengen.

Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Meiner Meinung nach siehst du die Rolle des Gutachters zu negativ. Versuch' doch mal ihn als Verbündeten zu sehen. Seine Aufgabe ist es dir ein möglichst positives Gutachten, eines das dir deine Fahrerlaubnis erhält, auszustellen. Damit er das tun kann musst du ihn aber möglichst tatkräftig unterstützen, denn er kann für seine Aufgabe, dir ein in deinem Sinne positives Gutachten auszustellen, nur das verwenden, was du ihm über dich erzählst.

Ich sehe ihn leider als Lehrer. Als Lehrer, die mir die Lust auf Schule genommen haben, weil sie ungerecht und subjektiv waren. Ich habe ein Problem mit solchen Leuten, die am längeren Hebel sitzen und über Deine Zukunft entscheiden können. Deshalb bin ich auch bei Vorstellungsgesprächen so verkrampft und aufgeregt. Aber das ist nur ein Nebenkriegsschauplatz. Ich werde versuchen, mir meine Abneigung nicht anmerken zu lassen wink.gif

Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Du musst den Gutachter also mit möglichst vielen, möglichst plausiblen Informationen füttern. Sofern du dir nicht widersprichst muss er dir glauben. Er kann nicht einfach ins Blaue hinein vermuten, dass du die Unwahrheit sagst. Seine Aufgabe ist lediglich durch Nachfragen mögliche Schwachpunkte in deiner Argumentation auszumachen und dich in Widersprüche zu verstricken. Erzählst du die Wahrheit wird es ihm nicht gelingen. Je besser du deine Vergangenheit reflektiert hast und darlegen kannst was du verändert und warum du es verändert hast, desto einfacher machst du es dem Gutachter dir ein Gutachten zu erstellen, das auch dir gefällt.

Ich weiß noch nicht, was die Wahrheit ist...

Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Da die Motive für deinen Alkoholmissbrauch eine entscheidende Rolle für die Betrachtung bzw. Bewertung deines bisherigen Verhaltens und die Entwicklung einer nachhaltigen Vermeidungsstrategie spielen, solltest du versuchen welche zu finden und dazu in die verschiedensten Richtungen, auch wenn es Widerstand in dir hervorruft, zu denken.

Es ruft keinen Widerstand in mir hervor, ich weiß nur nicht (mehr), in welche Richtung ich (noch) denken soll.

Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Du sagtest, dein Freundeskreis hätte sich, nachdem du deine Freundin kennenlerntest, deutlich erweitert und einige tranken und trinken in einem ähnlichen Ausmaß wie du es getan hast. Was wäre denn gewesen, wenn diese neuen Freunde zum großen Teil nur moderat Alkohol getrunken hätten? Hättest du trotzdem ein Bier nach dem anderen bestellt?

Ich kann es nur vermuten. Aber ich nehme an, dass ich mein eigenes Trinktempo beibehalten hätte.

Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Deinen Ausführungen zu den Vorteilen von Getränken in Flaschen kann ich folgen. Mir sind Flaschen auch deutlich lieber als Gläser. Aber warum genügten nicht 2, 3 oder 4 Flaschen, je nach Länge des Abends, pro Abend? Warum mussten die Flaschen so schnell leer und durch neue ersetzt werden? Gab es nicht auch alkoholfreie Getränke in Flaschen?

Klar gibt es auch alkoholfreie Getränke in Flaschen. Wasser gibt es öfter in 0,2l oder 0,3l Flaschen.
Hey, Du hast mit dem Fass im Arm da gesessen wink.gif Warum aufhören oder umsteigen, wenn es Nachschub ohne Ende gibt?

Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Das stimmt, ich habe es (noch) nicht eingestellt. Interessiert dich etwas Bestimmtes?

Die Fragestellung würde ich gerne als Hilfestellung lesen. Das würde mir reichen. Deine Antworten wären nicht mal nötig. Wahrscheinlich würde ich mich eh zu stark daran orientieren.

Zitat (loriot35 @ 29.01.2012, 00:05) *
Ich entschuldige mich vorab schon dafür, daß mein Post aus vielen Zitaten besteht. (fett markiertes wurde von mir hervorgehoben)

Du darfst im Thread des Königs der Blockquotes so viele Zitate benutzen, wie Du möchtest wink.gif

Zitat (loriot35 @ 29.01.2012, 00:05) *
Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Aber warum genügten nicht 2, 3 oder 4 Flaschen, je nach Länge des Abends, pro Abend? Warum mussten die Flaschen so schnell leer und durch neue ersetzt werden?

Vermutlich, weil die Etiketten doch zu schnell abgeknibbelt sind wink.gif .Klingt natürlich schon wieder etwas provokativ.

Der war gut wink.gif

Zitat (loriot35 @ 29.01.2012, 00:05) *
Aber ist durchaus ernst und als netter Richtungshinweis gemeint. Wenn man nämlich mal betrachtet, was für einen hohen Grad an Unsicherheit gerade die notorischen Etikettenknibbler ausstrahlen (oder zu überdecken versuchen damit).
Und das in Kombination mit den Ausführungen zum "Balzverhalten" in Clubs, (Vielleicht auch nochmal Tannas Frage "wirken" lassen)
Zitat (~Radfahrer~ @ 26.01.2012, 14:51) *
Zitat (Tanna @ 26.01.2012, 11:03) *

Vielleicht denkst du einmal darüber nach, weswegen du dich unsicher fühltest und welche Sehnsüchte sich mit deiner Frauensuche verbanden


Wenn ja, und man bekommt eine Abfuhr, ist man, also ich wäre es, verunsichert. Also wägt man die ganze Zeit ab, versucht Blickkontakt aufzunehmen. Wenn man schon da eine negative Reaktion bekommt, geht das Grübeln wieder los... So vergeht dann ein Abend wink.gif

und noch zu Aussagen wie
Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 12:30) *
Das ich dann mit mir selbst heimlich austrage und zu gewinnen versuche, weil ich ein relativ schlechter Verlierer bin. Der "Sieg" am Abend ist dann halt die Folgen wert...
oder
Zitat (~Radfahrer~ @ 31.12.2011, 10:11) *
Obwohl ich normalerweise eine attention whore bin,[...]
und

Zitat (~Radfahrer~ @ 03.01.2012, 11:27) *
Ich stehe gerne im Mittelpunkt. Alkohol hat mir bisher geholfen, meine manchmal etwas "nüchterne" Betrachtung der Welt abzulegen und etwas mehr aus mir raus zu gehen und auffälliger zu agieren.
Ich werde auch lockerer und auch etwas gleichgültiger,
Also brauche ich 3-4 Bier, bis meine Hüfte und Knie so locker sind, dass es (für mich) wenigstens etwas nach Tanz aussieht, wenn ich auf die Tanzfläche gezogen werde.


Also wenn ich mir das alles (und auch den Rest im Thread) nochmals durchlese, finde ich schon, daß das im folgenden fett markierte teilweise durch eigene Aussagen widerlegt wird.
Zitat (~Radfahrer~ @ 03.01.2012, 11:27) *
ich baue keinen Streß durch Alkohol ab, ich entspanne nicht mit Hilfe von Alkohol, ich habe keine (seelischen) Schmerzen, die ich mit Alkohol betäuben müßte.


Ja, wenn man es so betrachtet, siehst Du es wahrscheinlich richtig. Diese Aussagen waren zwar auf das Feierabendbier bezogen, aber wenn ich es mir selbst noch mal so durchlese, entspannte ich mich in den Situationen durch Alkohol und überspielte oder verdrängte damit den "Streß", den ich mir selbst gemacht habe.
Ich weiß nicht, warum ich mich unsicher fühle. Ich sehe nicht aus wie eine Karre Mist, ich bin (auch ohne Alkohol) einigermaßen witzig und unterhaltend, die Frauen liefen nicht schreiend weg, wenn ich sie angesprochen habe...

Schönen Gruß bis hierhin...
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~Radfahrer~
Beitrag 29.01.2012, 23:19
Beitrag #155


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Zitat (Tanna @ 29.01.2012, 22:52) *
Ich hatte bewusst nur geschrieben
Zitat (Tanna @ 28.01.2012, 19:36) *
Dass dich dein hoher Alkoholisierungsgrad irritiert hat, vermute ich. Stimmt das eigentlich?


Darauf hattest du geantwortet
Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 20:27) *
Ja, es ist wahr, dass mich mein Alkoholisierungsgrad erschrocken hat.


Warum warst du erschrocken?
Hätte dich die einfache Promille-Info ähnlich bewegt?

Du meinst, wenn ich nicht von der Polizei angehalten worden wäre, sondern z.B. von einem Trupp dieser "Aufklärerinnen", die man ab und zu im Sommer in einer knappen Art Polizeiuniform sieht, die fürs Pusten einen Euro haben wollen?

Naja, wir vermelden ja manchmal auch solche Nachrichten z.B. über LKW- oder Autofahrer, die irgendwo mit 3,x - 4,x ‰ angehalten wurden und man fragt sich, wie die das gemacht haben. Und dann sieht man den eigenen Wert in der Polizeikontrolle und denkt: Naja, sooo weit war ich davon gar nicht mehr entfernt, habe "nur" Bier getrunken und konnte noch Rad fahren.

Auch wenn ich mich jetzt um Kopf und Kragen schreibe, vielleicht wäre ich in dieser "privaten" Kontrolle eher belustigt gewesen. Nach dem Motto: Ich kann was ab.
Die reine Information hätte mich wahrscheinlich nicht dazu gebracht, so über die Wirkung von Alkohol und Konsum zu recherchieren und nachzudenken.
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corneliusrufus
Beitrag 29.01.2012, 23:22
Beitrag #156


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Wenn Du nunmehr ohne Alkohol Frauen unterhalten kannst, warum trinkst Du noch so viel?

Wenn Menschen anfangen Alkohol zu trinken, fangen sie vorsichtig damit an. War es zuviel, war der Alkoholkater am nüächsten Morgen da. Oder schon am Abend wurde die Keramikabteilung aufgesucht. Ab/um 0,2‰ fühlen sich die meisten Menschen mit Alkoholkonsum am wohlsten, darüber zunehmend unwohl. Sie können das gut in ihrem Körper spüren. Warum Du nicht? Oder achtest Du nicht darauf? Warum nicht?

Dieses darüber hinweg trinken fndest Du bei all den Menschen, die große Mengen an Alkohol trinken. Ihne fehlt eine natürliche Grenze. Und darin liegt ein Problem. Zudem bist Du große Mengen gewöhnt. Das lässt die Körperantwort bei 0,2‰ noch kleiner werden als normal. Noch ein Problem.

Zudem wird Alkohol in geringen Dosen als ziemlich angenehm empfunden. Manches geht mit geringen Dosen an Alkohol wirklich leichter. Manche Menschen machen daraus ein viel hilft viel. Hier wie bei den Waschmitteln ist dem nicht so. Ganz im Gegenteil. Weil jedoch eine größer Menge Alkohol im Gehirn angekommen ist, das Denken beeinflusst, meinst Du, es ginge noch genauso gut wie zuvor. Mit es meine ich, die Funktion, weshalb Du trnkst. Bsp. Hemmungen abbauen, um Frauen anzusprechen.

Nehme diese Information und denke darüber nach. Was sind die Konsequenzen daraus für Dich? Was kannst Du tun, um diese Kette zu unterbrechen?

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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Tanna
Beitrag 30.01.2012, 01:55
Beitrag #157


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Hallo Radfahrer,

dass du "was ab kannst", stimmt ja auch. wink.gif

Zitat (~Radfahrer~ @ 29.01.2012, 23:19) *
Die reine Information hätte mich wahrscheinlich nicht dazu gebracht, so über die Wirkung von Alkohol und Konsum zu recherchieren und nachzudenken.
Was dich dazu gebracht hat, waren dann eher die Bedeutung und Folgen des Promillewertes?

Nun hast du also recherchiert und bist dabei, über den Konsum von Alkohol und seine Wirkung nachzudenken.
Es ist nun ungefähr 2 Monate her, seit der TF. Warum hattest du den Konsum eingestellt? Nur wegen des Schocks?

Du schriebst einmal, dass dir ein Glas Wein gar nicht schmeckte, dass dir deine Freundin kurz nach dem Vorfall einschenkte. Das war sicher noch wegen des Schocks, aber nun müsste der ja mal abgeklungen sein. Du trinkst immer noch nicht und sagst, dass es dir damit gut gehe. Wenn du aus dieser Perspektive das vorige Trinken betrachtest: Wie schaut es für dich jetzt aus?

Ein wenig von deinem früheren Ich kannst du vielleicht auch sehen, wenn du Freunde von dir siehst, wie sie sich verhalten, wenn sie betrunken sind (und du bist es nicht). Was ist das für ein Gefühl?

Deine Freunde haben bemerkt, dass es auch sie hätte treffen können. Redet ihr noch manchmal über die TF und ihre Folgen?
Du hast anfangs geschrieben, du hättest den Eindruck, es wäre auch bei deinen Freunden zu einem Umdenk-Prozess gekommen. Wie sieht es mittlerweile damit aus?

Fragen über Fragen... thread.gif Vielleicht etwas viele auf einmal... blushing.gif
Oder du nimmst sie dir in Etappen vor? wavey.gif

Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


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~Radfahrer~
Beitrag 30.01.2012, 09:27
Beitrag #158


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Zitat (corneliusrufus @ 29.01.2012, 23:22) *
Wenn Du nunmehr ohne Alkohol Frauen unterhalten kannst, warum trinkst Du noch so viel?

Die Frage müßte eigentlich lauten: Du mußt ja seit längerer Zeit keine Frauen mehr ansprechen, warum trinkst Du noch so viel.
Inzwischen würde ich sagen: Gewohnheit.

Zitat (corneliusrufus @ 29.01.2012, 23:22) *
Wenn Menschen anfangen Alkohol zu trinken, fangen sie vorsichtig damit an. War es zuviel, war der Alkoholkater am nüächsten Morgen da. Oder schon am Abend wurde die Keramikabteilung aufgesucht. Ab/um 0,2‰ fühlen sich die meisten Menschen mit Alkoholkonsum am wohlsten, darüber zunehmend unwohl. Sie können das gut in ihrem Körper spüren. Warum Du nicht? Oder achtest Du nicht darauf? Warum nicht?

Ich weiß zwar nicht, ab welcher Promillisierung es einsetzte, aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass mein Gesicht kribbelte oder gelähmt war. So ähnlich wie eine eingeschlafene Hand. Damit das vorbei ging, trank ich weiter. Das zähle ich jetzt nicht zu den körperlichen Schmerzen, es ist ja eine Wirkung des Alkohols.
Erbrechen mußte ich, wenn ich auf dem Land war und es zusätzlich zum Bier noch braune Schnäppse gab.

Zitat (corneliusrufus @ 29.01.2012, 23:22) *
Weil jedoch eine größer Menge Alkohol im Gehirn angekommen ist, das Denken beeinflusst, meinst Du, es ginge noch genauso gut wie zuvor. Mit es meine ich, die Funktion, weshalb Du trnkst. Bsp. Hemmungen abbauen, um Frauen anzusprechen.

Ob mehr Hemmungen abgebaut werden, je mehr man trinkt? Ist die Frage ernst gemeint, oder habe ich den Sinn der Frage nicht richtig verstanden.

Zitat (corneliusrufus @ 29.01.2012, 23:22) *
Was sind die Konsequenzen daraus für Dich? Was kannst Du tun, um diese Kette zu unterbrechen?

Ich sollte dem Alkohol weiterhin abstinent bleiben, da meine innere Grenze... welche innere Grenze???. Ich weiß trotzdem nicht, wen oder was ich dafür zusätzlich aufgeben oder ändern sollte.

Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 01:55) *
Was dich dazu gebracht hat, waren dann eher die Bedeutung und Folgen des Promillewertes?

Ja. Der Promillewert war mir ja vom Abend noch bekannt, ich habe dann nach der Höhe der Geldstrafe im Internet gesucht, aber nicht viel darüber gefunden, weil es wohl sehr große Unterschiede im Strafmaß gibt. Dann habe ich nach MPU geschaut und bin irgendwann hier gelandet. Seitdem helft Ihr mir, darüber nachzudenken smile.gif

Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 01:55) *
Nun hast du also recherchiert und bist dabei, über den Konsum von Alkohol und seine Wirkung nachzudenken.
Es ist nun ungefähr 2 Monate her, seit der TF. Warum hattest du den Konsum eingestellt? Nur wegen des Schocks?

Am Anfang nur wegen des Schocks. Dann habe ich gelesen, was mich bei der MPU erwartet, bzw. was der GA erwartet. Dass ich auf keinen Fall so weiter trinken kann, wenn ich irgendwie meine FE behalten, bzw. nach dem 12.4. zurück bekommen möchte.

Ich weiß, dass viele meiner Antworten Euch in Euren Annahmen bestätigen, dass ich nach der MPU wieder trinken werde.

Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 01:55) *
Du schriebst einmal, dass dir ein Glas Wein gar nicht schmeckte, dass dir deine Freundin kurz nach dem Vorfall einschenkte. Das war sicher noch wegen des Schocks, aber nun müsste der ja mal abgeklungen sein. Du trinkst immer noch nicht und sagst, dass es dir damit gut gehe. Wenn du aus dieser Perspektive das vorige Trinken betrachtest: Wie schaut es für dich jetzt aus?

Ich habe in Gesellschaft aus Gewohnheit zu viel (mit)getrunken. Wobei ich wieder sagen muß, es war immer meine Entscheidung. Es wurde nie jemand zum Trinken gedrängt. Das mag für viele hier merkwürdig klingen, in einer Truppe, die sich anhört, als würde sie alleine ganze Bierwagen leer trinken, aber es entspricht der Wahrheit.

Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 01:55) *
Ein wenig von deinem früheren Ich kannst du vielleicht auch sehen, wenn du Freunde von dir siehst, wie sie sich verhalten, wenn sie betrunken sind (und du bist es nicht). Was ist das für ein Gefühl?

Manche "Witze" sind halt nicht mehr ganz so lustig für einen Nüchternen. Großartig Faxen haben wir nie gemacht, keine Mutproben etc. Aus dem Alter sind wir wohl raus. Daher ist es nicht schlimm, dass mir die alkoholische Enthemmung fehlt. Ich fühle mich nicht als Außenstehender und auch nicht verstoßen.

Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 01:55) *
Deine Freunde haben bemerkt, dass es auch sie hätte treffen können. Redet ihr noch manchmal über die TF und ihre Folgen?
Du hast anfangs geschrieben, du hättest den Eindruck, es wäre auch bei deinen Freunden zu einem Umdenk-Prozess gekommen. Wie sieht es mittlerweile damit aus?

Es geht eher um die Folgen. Ich muß reihenweise erklären, was bei der MPU passiert. Das Wissen über die MPU ist anscheinend beim größten Teil der Leute sehr gering. Viele denken, es handelt sich um eine Art theoretische Prüfung wie beim Führerschein. Ansonsten gebe ich in meiner klugscheißerischen Art zum Besten, wie viel Alkohol in dem Glas ist, das der- oder diejenige gerade trinken will, wieviele Promille er oder sie wahrscheinlich gerade hat und wieviele Standartgläser die WHO empfiehlt.... Da vergeht manchen schon die Lust aufs Trinken smile.gif
Ich habe das Gefühl, dass weniger getrunken wird. Allerdings fehlen mir noch ein paar Vergleiche zum Stadionbesuch, Schützen- und Seefest, da diese seitdem noch nicht stattgefunden haben. Jedenfalls haben schon welche ihr Rad, nachdem sie auf einer Feier waren, stehen lassen und sind mit dem Taxi nach Hause gefahren. Es wird also...

Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 01:55) *
Fragen über Fragen... thread.gif Vielleicht etwas viele auf einmal... blushing.gif
Oder du nimmst sie dir in Etappen vor? wavey.gif

Ach Quark, wenn ich dabei bin, alles auf einmal. Mich hält nur die begrenzte Anzahl an Zitaten auf, die man pro Post verwenden darf smile.gif

Schönen Gruß an Euch!
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Tanna
Beitrag 30.01.2012, 10:28
Beitrag #159


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Hallo Radfahrer,

Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 09:27) *
Ich weiß, dass viele meiner Antworten Euch in Euren Annahmen bestätigen, dass ich nach der MPU wieder trinken werde.
Im Moment hüte ich mich vor solchen Annahmen, wie ich auch sonst nicht leichtfertig Prognosen abgebe. Ich erlebe sehr häufig, dass diese in meinem beruflichen Alltag meist von anderen aufgestellten Glaskugel-Sichten nicht zutreffen. Was alles in einem Menschen steckt, ist von außen nie komplett sichtbar. Deswegen sind Prognosen eine schwierige Sache.
Aber wie siehst du es denn? Wie hast du es vor nach der MPU?

Zitat
Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 01:55) *
Deine Freunde haben bemerkt, dass es auch sie hätte treffen können. Redet ihr noch manchmal über die TF und ihre Folgen?
Du hast anfangs geschrieben, du hättest den Eindruck, es wäre auch bei deinen Freunden zu einem Umdenk-Prozess gekommen. Wie sieht es mittlerweile damit aus?

Es geht eher um die Folgen. Ich muß reihenweise erklären, was bei der MPU passiert. Das Wissen über die MPU ist anscheinend beim größten Teil der Leute sehr gering. Viele denken, es handelt sich um eine Art theoretische Prüfung wie beim Führerschein. Ansonsten gebe ich in meiner klugscheißerischen Art zum Besten, wie viel Alkohol in dem Glas ist, das der- oder diejenige gerade trinken will, wieviele Promille er oder sie wahrscheinlich gerade hat und wieviele Standartgläser die WHO empfiehlt.... Da vergeht manchen schon die Lust aufs Trinken smile.gif
Ich habe das Gefühl, dass weniger getrunken wird. Allerdings fehlen mir noch ein paar Vergleiche zum Stadionbesuch, Schützen- und Seefest, da diese seitdem noch nicht stattgefunden haben. Jedenfalls haben schon welche ihr Rad, nachdem sie auf einer Feier waren, stehen lassen und sind mit dem Taxi nach Hause gefahren. Es wird also...
Was wird also? Wird "es" gut? Geht es in die "richtige" Richtung?
Der Satz klingt nach einer leichten Zufriedenheit oder etwas Ähnlichem - ist das deine Empfindung?

Dir noch einen erfolgreichen Tag! wavey.gif

Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


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Gast_loriot35_*
Beitrag 30.01.2012, 11:41
Beitrag #160





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Zitat (~Radfahrer~ @ 29.01.2012, 22:55) *
Der war gut wink.gif
Danke. Ich gestehe, ich hab mir sogar selbst auf die Schulter geklopft dafür wink.gif
Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 09:27) *
Die Frage müßte eigentlich lauten: Du mußt ja seit längerer Zeit keine Frauen mehr ansprechen, warum trinkst Du noch so viel. Inzwischen würde ich sagen: Gewohnheit.
Und die nächste Frage, auf die Du eine Antwort finden möchtest: Wie würdest Du damit umgehen, wenn deine jetzige Partnerschaft in die Brüche geht und Du wieder auf die Pirsch gehst? (auch wenns in weiter Zukunft liegt oder vielleicht gar nicht eintrifft)

Dann würdest Du dich wieder in der Situation befinden, ein "cooles" Getränk zu brauchen, passend zu deinem Auftreten. Eins, das Dir hilft, deine Unsicherheit zu überspielen, dich locker und lässig wirken lässt. Eins, das klar macht, wer hier der Boss ist. Eins, das dir "Halt" gibt im Club.
Wenn Du dir die Clubsituation heute vorstellst, würdest Du dich da eher lässig mit einem Stubbi an der Theke stehen sehen? Und eins nach dem anderen wegballern? Oder was denkst Du aus momentaner Sicht, wie du mit deiner Unsicherheit in solchen Situationen umgehen würdest?
Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 09:27) *
Ich weiß zwar nicht, ab welcher Promillisierung es einsetzte, aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass mein Gesicht kribbelte oder gelähmt war. So ähnlich wie eine eingeschlafene Hand. Damit das vorbei ging, trank ich weiter. Das zähle ich jetzt nicht zu den körperlichen Schmerzen, es ist ja eine Wirkung des Alkohols.
Erbrechen mußte ich, wenn ich auf dem Land war und es zusätzlich zum Bier noch braune Schnäppse gab.
Spätestens hier dürfte auch Dir bewusst werden, daß Du dir mit der Aussage: "Der Kater und die anderen Nebenwirkungen des Alkohols haben nicht meine Lebensqualität gemindert" leicht etwas vorgemacht hast. Ich mein, wer will schon mit ner eingeschlafenen Backe fröhlich ein Girl anflirten, während einem dabei vielleicht schon der Sabber aus dem Mundwinkel läuft, weil der Muskel grade Pause macht smile.gif Und in der Regel hört man mit etwas auf, wenn man bemerkt, daß es einem nicht gut tut. Und macht nicht weiter, damit es endlich vorbei geht.... Selbst bei Muskelkater warten die meisten, bis er von selbst weggeht wink.gif

Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 09:27) *
Ich weiß, dass viele meiner Antworten Euch in Euren Annahmen bestätigen, dass ich nach der MPU wieder trinken werde.
Auch ich werde mich hüten, solche Prognosen stellen zu wollen. Meine Motivation hier besteht eher darin, Dich auf die Risiken aufmerksam zu machen, die dazu führen könnten, daß Du nach der MPU wieder in alte Trinkmuster verfällst...

Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 09:27) *
Daher ist es nicht schlimm, dass mir die alkoholische Enthemmung fehlt. Ich fühle mich nicht als Außenstehender und auch nicht verstoßen.
Das ist natürlich schön, wenn das im Freundeskreis so funktioniert...Ich denke, wichtig ist aber trotz allem zu hinterfragen, ob man auf Dauer so damit umgehen kann/möchte. Irgendwann werden einem die vielen oft Betrunkenen vielleicht doch zuviel. Und die "Witze" könnten einen mit der Zeit auch echt frustrieren. Zumal deine "nüchternen" Betrachtungen der Welt, wie du es beschrieben hast, ja doch eher tiefgründiger und in dich gekehrt sind.
Momentan stehst Du voll im Mittelpunkt deiner Gruppe durch die Geschichte. Bist also die "attention whore", die Du gerne sein möchtest.
Was bestimmt zu einem grossen Teil dazu beiträgt, daß du gut damit umgehen kannst. Aber diese Aufmerksamkeit der Gruppe wird weniger werden. Die Fokussierung auf "weniger trinken" wird evtl. wieder weniger werden. Und es wird vielleicht auch der Tag kommen, an dem die Gruppe nur noch genervt ist von deinen "nüchternen" Ausführungen und Betrachtungen und sich eher drauf besinnen wird, "zum trinken" wieder unter "Ihres gleichen" zu sein.....

Das muss natürlich alles nicht so eintreffen, aber wenn man sich Gedanken drüber macht, ist man im Ernstfall besser vorbereitet und vermindert Die Wahrscheinlichkeit, wieder zum Alkohol als Lösungsmittel zu greifen....
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~Radfahrer~
Beitrag 30.01.2012, 13:01
Beitrag #161


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Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 10:28) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 09:27) *
Es wird also...

Was wird also? Wird "es" gut? Geht es in die "richtige" Richtung?
Der Satz klingt nach einer leichten Zufriedenheit oder etwas Ähnlichem - ist das deine Empfindung?

Ich finde, dass es in eine positive Richtung geht. Daher könnte es eine leichte Zufriedenheit sein wink.gif

Zitat (loriot35 @ 30.01.2012, 11:41) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 29.01.2012, 22:55) *
Der war gut wink.gif
Danke. Ich gestehe, ich hab mir sogar selbst auf die Schulter geklopft dafür wink.gif

Mit Recht wink.gif

Zitat (loriot35 @ 30.01.2012, 11:41) *
Und die nächste Frage, auf die Du eine Antwort finden möchtest: Wie würdest Du damit umgehen, wenn deine jetzige Partnerschaft in die Brüche geht und Du wieder auf die Pirsch gehst?

Friendscout24.de... Ich weiß es nicht. Wenn ich jetzt schreibe, dass ich das ganze auch so mit Wasser machen würde, glaubt es mir wahrscheinlich eh keiner wink.gif
Meine ganze Strategie ist ja durch das Rauchverbot eh im Eimer. Vielleicht muß ich also mit dem Rauchen anfangen. Kippe auf dem Zahn sieht doch auch cool aus. Bei James Dean hat das auch funktioniert...

Zitat (loriot35 @ 30.01.2012, 11:41) *
Spätestens hier dürfte auch Dir bewusst werden, daß Du dir mit der Aussage: "Der Kater und die anderen Nebenwirkungen des Alkohols haben nicht meine Lebensqualität gemindert" leicht etwas vorgemacht hast. Ich mein, wer will schon mit ner eingeschlafenen Backe fröhlich ein Girl anflirten, während einem dabei vielleicht schon der Sabber aus dem Mundwinkel läuft, weil der Muskel grade Pause macht smile.gif Und in der Regel hört man mit etwas auf, wenn man bemerkt, daß es einem nicht gut tut. Und macht nicht weiter, damit es endlich vorbei geht.... Selbst bei Muskelkater warten die meisten, bis er von selbst weggeht wink.gif

Ich hab es mir gedacht, dass das Wort gelähmt "zu viel" ist. Ich konnte das Gesicht noch einwandfrei bewegen, es fühlte sich nur gespannt an. Wie wenn man durch eiskalte Luft spaziert, oder noch besser, mit dem Fahrrad fährt, ohne einen Schal vorm Gesicht. Ich glaube, das beschreibt es am besten.
Ich sah nicht aus wie ein Schlaganfallpatient.
Trotzdem hast Du recht, dagegen anzutrinken war die falsche Methode.

Zitat (loriot35 @ 30.01.2012, 11:41) *
Das ist natürlich schön, wenn das im Freundeskreis so funktioniert...Ich denke, wichtig ist aber trotz allem zu hinterfragen, ob man auf Dauer so damit umgehen kann/möchte. Irgendwann werden einem die vielen oft Betrunkenen vielleicht doch zuviel. Und die "Witze" könnten einen mit der Zeit auch echt frustrieren. Zumal deine "nüchternen" Betrachtungen der Welt, wie du es beschrieben hast, ja doch eher tiefgründiger und in dich gekehrt sind.
Momentan stehst Du voll im Mittelpunkt deiner Gruppe durch die Geschichte. Bist also die "attention whore", die Du gerne sein möchtest.
Was bestimmt zu einem grossen Teil dazu beiträgt, daß du gut damit umgehen kannst. Aber diese Aufmerksamkeit der Gruppe wird weniger werden. Die Fokussierung auf "weniger trinken" wird evtl. wieder weniger werden. Und es wird vielleicht auch der Tag kommen, an dem die Gruppe nur noch genervt ist von deinen "nüchternen" Ausführungen und Betrachtungen und sich eher drauf besinnen wird, "zum trinken" wieder unter "Ihres gleichen" zu sein.....

Das muss natürlich alles nicht so eintreffen, aber wenn man sich Gedanken drüber macht, ist man im Ernstfall besser vorbereitet und vermindert Die Wahrscheinlichkeit, wieder zum Alkohol als Lösungsmittel zu greifen....

OK, das kann natürlich passieren. Das passt aber zu meiner Aussage, dass ich mich so lange nicht von meinen Freunden und Bekannten abwenden werde, bis jemand massiv versucht, mich zum Trinken zu überreden. Wenn es soweit kommen sollte, muß ich daraus Konsequenzen ziehen. Warten wir ab, wie sich die Gruppe entwickelt. Im Moment ist ja auch eine Schwangere dabei. Dadurch fällt eine Proseccotrinkerin aus, der "Erzeuger" hält sich auch mehr zurück. Wie gesagt, es fehlen noch ein paar Vergleichssituationen...


Naja, jedenfalls komme ich gerade von meiner neuen Hausärztin. Von den Blutwerten her sieht es so aus, als würde ich jeden Tag nur Salat essen. EKG ist OK, BMI ein klein wenig zu viel, aber Körperfett im normalen Bereich.
Leber, Nieren, Schlagader sind nach Ultraschall-Untersuchung in einwandfreiem Zustand. Keine Verfettung, keine Verkalkung, alles in guter Größe. Wenn ic hGeldprobleme hätte, sollte ich ruhig eine Niere verkaufen.

Von ihr aus gesehen habe ich jedenfalls von der medizinischen Seite der Untersuchung nichts zu befürchten.
Sie meinte, ich solle mir aber mal die Blutwerte oder Bilder der MHH, bei der ich jetzt seit Jahren regelmäßig Blut spende, ausdrucken lassen. Die wollte sie sich mal anschauen und vergleichen.

Ich bin also sozusagen kerngesund. Warum sollte man das nicht durch eine Alkoholabstinenz weiter führen!?!
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Gast_loriot35_*
Beitrag 30.01.2012, 13:29
Beitrag #162





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Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 13:01) *
OK, das kann natürlich passieren. Das passt aber zu meiner Aussage, dass ich mich so lange nicht von meinen Freunden und Bekannten abwenden werde, bis jemand massiv versucht, mich zum Trinken zu überreden. Wenn es soweit kommen sollte, muß ich daraus Konsequenzen ziehen. Warten wir ab, wie sich die Gruppe entwickelt. Im Moment ist ja auch eine Schwangere dabei. Dadurch fällt eine Proseccotrinkerin aus, der "Erzeuger" hält sich auch mehr zurück. Wie gesagt, es fehlen noch ein paar Vergleichssituationen...
Ich dachte primär auch gar nicht daran, daß Du von anderen zum trinken "überredet" oder animiert wirst. Das dürftest Du soweit gut im Griff haben, dich davon nicht beeinflussen zu lassen, so wie es sich bis jetzt liesst. Ich meinte damit eher die Gefahr, daß du nüchtern die ganze Trinkerei deiner Freunde auf Dauer nicht mehr so toll findest und du Dich "nüchtern" dann nicht mehr auf Dauer in die Gruppe integrieren kannst oder willst.
Aber es ist ja der gemeinsame Feundeskreis mit deiner Partnerin. Also wirst Du ja wollen, daß Du weiterhin drin bleibst und akzeptiert wirst. Und da kann eben die Gefahr entstehen, daß dieses "akzeptiert werden" unbewusst wieder die Motivation zum Trinken wird.

Wie stehts eigentlich mit eigenen Freunden? Wenn ich es richtig gelesen habe, sind der überwiegende Teil deiner momentanen Freunde/Bekannten ja erst durch deine Partnerin in dein Leben getreten. Ansonsten korrigiere mich gerne.
die "Nerds", mit denen Du online über nen Teamspeaker kommunizierst, haben vermutlich nicht den "Freundesstatus" erreicht, denke ich.
Vielleicht wäre es ja auch sinnvoll, darüber nachzudenken, sich ein paar "eigene Freunde" zu suchen. Damit Du auch ne Alternative hast, wenn euer gemeinsamer Freundeskreis Party macht und "die Fässer leer trinkt", aber Du selbst überhaupt keine Lust auf diese alkoholgeschwängerte Stimmung hast.... Und auch als Sicherheitsnetz für Dich selbst. Denn sollte es wirklich mal ernsthafte Probleme in der Partnerschaft geben, ist es in solchen Kliquen die Regel, daß zu dem gehalten wird, der schon länger der Klique angehört...

Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 13:01) *
Ich bin also sozusagen kerngesund. Warum sollte man das nicht durch eine Alkoholabstinenz weiter führen!?!
Gute Frage... Sag Du es uns... wink.gif
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Tanna
Beitrag 30.01.2012, 13:44
Beitrag #163


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Hallo Radfahrer,

Glückwunsch zur nachgewiesenen Gesundheit! Obwohl du dich ja vorher auch kerngesund fühltest... Und das
Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 13:01) *
Ich bin also sozusagen kerngesund. Warum sollte man das nicht durch eine Alkoholabstinenz weiter führen!?!
klingt gut, finde ich. wavey.gif


Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 13:01) *
Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 10:28) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 09:27) *
Es wird also...
Was wird also? Wird "es" gut? Geht es in die "richtige" Richtung?
Der Satz klingt nach einer leichten Zufriedenheit oder etwas Ähnlichem - ist das deine Empfindung?
Ich finde, dass es in eine positive Richtung geht. Daher könnte es eine leichte Zufriedenheit sein wink.gif
Wieso ist die Richtung denn positiv? Vorher war es doch nicht schlecht... think.gif In welche Richtung sollte es denn gehen - und welche nicht (wenn du das bestimmen könntest)?


Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 13:01) *
Zitat (loriot35 @ 30.01.2012, 11:41) *
Und die nächste Frage, auf die Du eine Antwort finden möchtest: Wie würdest Du damit umgehen, wenn deine jetzige Partnerschaft in die Brüche geht und Du wieder auf die Pirsch gehst?

Friendscout24.de... Ich weiß es nicht. Wenn ich jetzt schreibe, dass ich das ganze auch so mit Wasser machen würde, glaubt es mir wahrscheinlich eh keiner wink.gif
Ich glaube, du würdest ganz andere Erfahrungen machen. Mit einem klaren Kopf wärst du für andere Frauen interessanter, als es vorher war. Außerdem wäre das sicher eine ganz "neue Masche" - die du dir dann vielleicht ebenso patentieren lassen solltest: der attraktive Typ, der sofort seine wirkliche Person zeigt (echte Berührung); der so mutig ist, seine Unsicherheit nicht zu überspielen; sich das Ansprechen traut ohne "Mutmachpulle"; dessen Atem nicht freundlich grinsend auszuweichen ist - weil er nicht nach Bier riecht... tongue.gif

Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 13:01) *
Meine ganze Strategie ist ja durch das Rauchverbot eh im Eimer. Vielleicht muß ich also mit dem Rauchen anfangen. Kippe auf dem Zahn sieht doch auch cool aus. Bei James Dean hat das auch funktioniert...
Das ist aber auch schon eine Ewigkeit her. Ob der heute noch ankommen würde? shutup.gif Zum Glück meinst du das nicht ernst. rolleyes.gif



Ach so, noch dies: Ich habe durchaus bemerkt, dass du nicht alles beantwortest. wink.gif
Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 10:28) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 09:27) *
Ich weiß, dass viele meiner Antworten Euch in Euren Annahmen bestätigen, dass ich nach der MPU wieder trinken werde.
(...)
Aber wie siehst du es denn? Wie hast du es vor nach der MPU?
Ist vielleicht auch noch zu früh dafür.

Sei herzlich gegrüßt,
Tanna


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~Radfahrer~
Beitrag 30.01.2012, 17:18
Beitrag #164


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Zitat (loriot35 @ 30.01.2012, 13:29) *
Ich dachte primär auch gar nicht daran, daß Du von anderen zum trinken "überredet" oder animiert wirst. Das dürftest Du soweit gut im Griff haben, dich davon nicht beeinflussen zu lassen, so wie es sich bis jetzt liesst. Ich meinte damit eher die Gefahr, daß du nüchtern die ganze Trinkerei deiner Freunde auf Dauer nicht mehr so toll findest und du Dich "nüchtern" dann nicht mehr auf Dauer in die Gruppe integrieren kannst oder willst.
Aber es ist ja der gemeinsame Feundeskreis mit deiner Partnerin. Also wirst Du ja wollen, daß Du weiterhin drin bleibst und akzeptiert wirst. Und da kann eben die Gefahr entstehen, daß dieses "akzeptiert werden" unbewusst wieder die Motivation zum Trinken wird.

Ah, ok, hm. Wie gesagt, die Gruppe entwickelt sich gerade weiter. Durch den kommenden Nachwuchs, durch meine Geschichte vielleicht auch, eine sehr enge Freundin hat nach Silvester auch gesagt, sie trinkt den ganzen Januar nicht, hat es auch durchgehalten und war nach dem letzten Fest Nachts so davon begeistert, dass sie jederzeit fahren konnte, ohne viel Geld und Warterei auf ein Taxi und nüchtern im Bett zu liegen, dass sie es auch länger durchhalten will als bis morgen. Von daher warten wir auch mal diese Entwicklung ab. Niveaulose Witze kann ich auch ohne Alkohol machen, daran soll meine Akzeptanz nicht scheitern wink.gif

Zitat (loriot35 @ 30.01.2012, 13:29) *
Wie stehts eigentlich mit eigenen Freunden? Wenn ich es richtig gelesen habe, sind der überwiegende Teil deiner momentanen Freunde/Bekannten ja erst durch deine Partnerin in dein Leben getreten. Ansonsten korrigiere mich gerne.
die "Nerds", mit denen Du online über nen Teamspeaker kommunizierst, haben vermutlich nicht den "Freundesstatus" erreicht, denke ich.
Vielleicht wäre es ja auch sinnvoll, darüber nachzudenken, sich ein paar "eigene Freunde" zu suchen. Damit Du auch ne Alternative hast, wenn euer gemeinsamer Freundeskreis Party macht und "die Fässer leer trinkt", aber Du selbst überhaupt keine Lust auf diese alkoholgeschwängerte Stimmung hast.... Und auch als Sicherheitsnetz für Dich selbst. Denn sollte es wirklich mal ernsthafte Probleme in der Partnerschaft geben, ist es in solchen Kliquen die Regel, daß zu dem gehalten wird, der schon länger der Klique angehört...

Schwierig. Ich komme nicht von hier. Ich habe keine "Kumpels aus der Kindheit oder Schulzeit". In meinen 11 Jahren in dieser Stadt habe ich halt immer nur Frauen kennen gelernt. Ich habe keine Lust, mich bei einer Mannschaftssportart zu betätigen. Das hatte ich 15 Jahre lang und ist mit Schichtdienst eh kaum überein zu bringen. Im Fittnesstudio ist jeder "Einzelkämpfer". Die Betriebssportgruppe Golf hilft auch nicht weiter, das ist mehr oder weniger wie der Fittnes-Club. Für einen Modelleisenbahnclub fühle ich mich noch nicht alt genug, wobei ich irgendwann mal den ganzen Kram meines Vaters "erben" werde wink.gif
Daher sehe ich wenig Möglichkeiten, wie man sich einen Kreis von neuen Freunden mit gemeinsamen Interessen zulegen sollte.
Wobei @krautsalat bestätigen wird, dass Mannschaftssportarten auch nur ein Grund zum danach trinken sind. Ich hab mal 2 Trainings mit gemacht, da stand danach auch immer ein Kasten Bier in der Kabine.


Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 13:44) *
Wieso ist die Richtung denn positiv? Vorher war es doch nicht schlecht... think.gif In welche Richtung sollte es denn gehen - und welche nicht (wenn du das bestimmen könntest)?

Naja, von "innen" betrachtet haben wir nicht mehr oder weniger getrunken als andere. Von außen betrachtet war es schon eine Menge. Von daher kann es ja nicht falsch sein, wenn alle etwas bis viel weniger trinken. Es brauchen ja nicht alle abstinent werden, aber wenn ein paar gar nicht mehr trinken, schlagen die anderen anscheinend auch nicht mehr so zu. Da sind sie anscheinend vernünftiger als ich wink.gif

Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 13:44) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 13:01) *
Meine ganze Strategie ist ja durch das Rauchverbot eh im Eimer. Vielleicht muß ich also mit dem Rauchen anfangen. Kippe auf dem Zahn sieht doch auch cool aus. Bei James Dean hat das auch funktioniert...
Das ist aber auch schon eine Ewigkeit her. Ob der heute noch ankommen würde? shutup.gif Zum Glück meinst du das nicht ernst. rolleyes.gif

wink.gif Ironie ist ja immer so eine Sache im Internet. Gut, dass es richtig verstanden wurde smile.gif


Zitat (loriot35 @ 30.01.2012, 13:29) *
Gute Frage... Sag Du es uns... wink.gif

Zitat (Tanna @ 30.01.2012, 13:44) *
Ach so, noch dies: Ich habe durchaus bemerkt, dass du nicht alles beantwortest. wink.gif
Zitat (Tanna)
Aber wie siehst du es denn? Wie hast du es vor nach der MPU?

Ist vielleicht auch noch zu früh dafür.

Das war keine Absicht smile.gif Manchmal verliere sogar ich die Orientierung in meinem Zitatedschungel wink.gif

Abstinent zu bleiben klingt jedenfalls nicht schlecht. Außer der Weitererhaltung meiner Gesundheit habe ich zwar keinen 100%igen Grund, aber die ist ja immerhin etwas...
Wahrscheinlich hab ich bisher Glück gehabt, dass die Masse an Alkohol noch keine (sichtbaren) Schäden hinterlassen hat. Mit zunehmenden Alter wird dieses Spiel aber wahrscheinlich mit immer schlechter werdenden Wettquoten gespielt werden. Daher sollte man seinen Einsatz gut überdenken...
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corneliusrufus
Beitrag 31.01.2012, 01:30
Beitrag #165


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Es ist schwieirg, Gründe für einen neuen Umgang mit dem Konsum (inklusuve des Nullkonsums) zu finden, wenn Du die Ursachen des vorherigen Konsums nicht kennst bzw. Dir nicht bewusst sind. Diesen Aufklärungsprozess in Dir kann Dir niemand abnehmen.

Ich habe den Eindruck gewonnen, Du hast Dir damals kaum Gedanken zum Konsum gemacht. Eher dich treiben und mittreiben lassen. Dennoch hattest Du Gründe zum Konsum, und die gilt es zu entdecken. (Ich weiß, den Konsum einschränken oder auf Null halten kann man auch so. Nur ein Gutachter findet sich erheblich besser zurecht, wenn er weiß, warum Du damals getrunken hast und warum Du es nun lässt.)

Du sagtest, ein Grund war, um lockerer zu werden. Okay. Viele meinen, wenn sie mehr trinken, werden sie noch lockerer. Du nicht, jedenfalls habe ich Dich so verstanden. Du hast getrunken um Zeit zu überbrücken. Doch das ist ein äußeres Motiv, kein inneres. Denn Du hättest auch anderes tun können, um Zeit zu überbrücken. Dann sagtest Du, trinken mit dfen Kumpels. Wenn die tranken, hast Du mitgetrunken. Aber warum? Du hättest doch auch hier anderes trinken können. Was war Dir wichtig? Wolltest mit ihnen mithalten? Wolltest Du sie beeindrucken?

War Dein Trinkmotiv Langeweile bzw. nichts besseres mit der Freizeit anzufangen wissen?

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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Beitrag 31.01.2012, 08:02
Beitrag #166


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Hallo Cornelius,

Zitat (corneliusrufus @ 31.01.2012, 01:30) *
Ich habe den Eindruck gewonnen, Du hast Dir damals kaum Gedanken zum Konsum gemacht. Eher dich treiben und mittreiben lassen. Dennoch hattest Du Gründe zum Konsum, und die gilt es zu entdecken. (Ich weiß, den Konsum einschränken oder auf Null halten kann man auch so. Nur ein Gutachter findet sich erheblich besser zurecht, wenn er weiß, warum Du damals getrunken hast und warum Du es nun lässt.)

Das ist richtig. Ich habe mir keine Gedanken über meinen Konsum gemacht. Mir leuchtet es auch ein, dass ich mein inneres Motiv finden muß, damit ich es dem GA "präsentieren" kann.

Zitat (corneliusrufus @ 31.01.2012, 01:30) *
Du sagtest, ein Grund war, um lockerer zu werden. Okay. Viele meinen, wenn sie mehr trinken, werden sie noch lockerer. Du nicht, jedenfalls habe ich Dich so verstanden. Du hast getrunken um Zeit zu überbrücken. Doch das ist ein äußeres Motiv, kein inneres. Denn Du hättest auch anderes tun können, um Zeit zu überbrücken. Dann sagtest Du, trinken mit dfen Kumpels. Wenn die tranken, hast Du mitgetrunken. Aber warum? Du hättest doch auch hier anderes trinken können. Was war Dir wichtig? Wolltest mit ihnen mithalten? Wolltest Du sie beeindrucken?

Ich wußte nicht, ob ich Deine Frage aus einem vorherigen Post richtig verstanden hatte. Doch sicher, je mehr man trinkt, desto lockerer wird man. Meint man jedenfalls. Ich konnte nicht nach einem Bier auf die Tanzfläche. Dazu brauchte ich 4-5. Und wenn es 7-8 (ich sag jetzt einfach Zahlen, ich hab nie nachgehalten, ab wann ich getanzt habe) Biere waren, dann bin ich aufs Podest zu den anderen geklettert und hab dort oben mit anderen (attention whores) weiter getanzt.
Mithalten und beeindrucken. Ich hab das ja schon beschrieben, dass ich so eine Art inneren Wettkampf mit mir ausgetragen habe, zu dem mich keiner meiner Freundinnen und Freunde herausgefordert hat. Last (Wo)Man Standing. Ich habe am meisten getrunken und habe am längsten durchgehalten, um zu "gewinnen" und nichts zu verpassen...

Zitat (corneliusrufus @ 31.01.2012, 01:30) *
War Dein Trinkmotiv Langeweile bzw. nichts besseres mit der Freizeit anzufangen wissen?

Meine Freizeit ohne meinen Freundeskreis verbringe ich ohne Alkohol. Daher weiß ich ganz gut was mit meiner Freizeit anzufangen.
Langeweile kommt auch in der Gruppe schon mal auf. Wenn sich z.B. die Frauen wieder ausschließlich über Mode unterhalten, oder was gerade wieder geshoppt wurde. Dann trank ich schneller, weil der Mund ja für nichts anderes gebraucht wurde.


Ich komme noch mal auf den Threadtitel zurück:
Mir bleiben ja nur knapp 4,5 Monate von der TF (26.-27.11.11) bis zum MPU-Abgabe-Termin (12.4.12).
Soll ich überhaupt ein Screening machen lassen? Oder ist das rausgeworfenens Geld? Für ein Urin-Screen hab ich eh nur noch 2 Monate Zeit, für Haar-Screens müßte ich noch mindestens einen Monat warten, bis die 3 Monate seit der TF um sind.
Wie gesagt, ich hätte da einige Blutbilder in regelmäßigen Abständen aus den vergangenen Jahren von der MHH + das von meiner neuen Hausärztin, was eine Woche alt ist.
Was der GA aber wohl kaum als "Beweis" für irgendwas in Betracht ziehen wird...
Zumal ich ja nach dem ganzen hin und her ja eh wieder bei der Abstinenz gelandet bin smile.gif Da sind Blutbilder sowieso kein Beweis...

Andersrum gefragt: Soll ich mir die "ersten" 400€ für die MPU sparen und sie erst nach dem 12.4. mit einem Abstinenznachweis machen?

Ansonsten habe ich noch gesehen, dass es eine Kindle-Version des Testknackers von Thomas Wagenpfeil gibt. Lohnt sich der Kauf für 6,99€? Oder seid Ihr mir genug? wink.gif

Schöne Grüße
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corneliusrufus
Beitrag 31.01.2012, 13:00
Beitrag #167


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Ich denke, die 7 Euro lohnen sich. Sie sind psychologische Unterstützung, wenn es mit dem Forum auch so gut klappt. Beruhigung, ich lese da nichts neues. Sie sind eine gute Zusammenfassung, eignen sich gut zum Überblick gewinnen.

Mit den Blutwerten vor der Tat kannst Du wirklich keinen Blumentopf gewinnen, sogar das Gegenteil. Einzig ein Wert hülfe Dir minimal, wenn sie damals erhöht gewesens ein sollten und heute nicht mehr.

Meien große Frage ist, ob Du den Termin in 04/2012 wahrnehmen soltlest. Nicht unbedingt wegen der MPU-reife, die bis dahin erzielbar ist, sondern wegen der Dauer der Abstinenznachweise. Du solltest kurz vor der MPU (ca. 2 Wochen zuvor) ein Laufbahngespräch buchen. Damit siehst Du klar, ob das halbe Jahr Abstinenznachweis reichen wird. Ich tippe jedoch tendenziell auf nein.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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~Radfahrer~
Beitrag 31.01.2012, 15:12
Beitrag #168


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OK, dann lege ich mir mal das erste kostenpflichtige Buch für meinen Kindle zu. Ich kann das Teil übrigens nur empfehlen. Wer Bedenken hat, das Teil mit an den Strand oder so zu nehmen, da würde ich auch eher zur Papierversion greifen, zwecks Diebstahl oder "Versandung". Aber ansonsten ein feines Teil, das man bequem einstecken kann oder während man auf dem Ergometer sitzt, vor sich hin legen kann.

BTT:
Ja, das mit den Blutwerten habe ich mir auch gedacht. Wenn die Werte auch vorher "normal" waren, dann könnte man das negativ interpretieren.

Cornelius, das ist ja auch meine große Frage.
Erstmal wollte ich am 09.02. noch zum kostenlosen Infoabend meines ausgesuchten MPIs. Vorher gibt es keinen. Ich werde versuchen, so viele Infos wie möglich zu meinem Fall zu bekommen.

Von diesem MPI habe ich heute auch Post bekommen. Das nächste "Problem" steht in deren Brief, denn ich soll bis zum 24.02.12 das Geld für die Untersuchung überweisen, sonst müssen sie die Akte zurück an die FEB schicken.
Das machen die doch wahrscheinlich auch nicht alle unendlich lange kostenlos...
Wenn ich das Geld überweise, wie lange ... wie sage ich das... habe ich "Anspruch" auf einen Termin? Gibt das MPI mir einen und ich muß zusagen, bzw. wie oft kann ich sagen, der Termin wäre mir zu früh, bis die irgendwann sagen entweder jetzt oder nie? Und was wäre dann mit dem Geld? Naja, auch das kann ich alles am 9.2. fragen.

Du, Cornelius, meinst, ich muß für die MPU einen einjährigen Abstinenznachweis erbringen, damit ich eine Chance habe? Um so besch....ner ist es von der FEB, so schnell das ganze einzuleiten.

Das ist doch alles wieder Geldmacherei mit solchen Sachen und den Screenings und der Neuerteilung und wahrscheinlich ja auch noch dem, wie nannte er es, das FE-Entzugs-Verfahren? ranting.gif
Ich weiß gerade nicht, wehr froher sein kann, dass ich meinen Führerschein nicht wirklich benötige...

MAAAAN! ICH BIN RAD GEFAHREN UND NICHT MIT EINEM HUMVEE DURCH DIE FUSSGÄNGERZONE!!!
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mir
Beitrag 31.01.2012, 15:26
Beitrag #169


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Ja eben. Du weißt doch, daß die Radfahrer bekanntermaßen alles Rowdies sind. laugh2.gif


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Kai R.
Beitrag 31.01.2012, 15:27
Beitrag #170


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@Radfahrer: so richtig ausgeglichen und glücklich kommst Du nicht rüber. Du schreibst selbst, dass Du den Alk mißbraucht hast um lockerer zu werden, mitzufeiern und Frauen anzusprechen. Du beschreibst auch die negativen Effekte. Aber Du gehst nicht den zweiten Schritt und sagst: okay, das waren meine Motive, woran lag es dass ich das nicht ohne Alk konnte? Stattdessen kommen dann die Argumente dass Du jetzt nichts trinkst, es war doch alles kein Problem und warum sollst Du für den Gutachter Dein Leben ändern. Deine Ironie ist auch nur eine Form des Abblockens.

Irgendwo liegt da noch etwas verborgen was Du nicht öffnen willst. Gründe, warum Du nicht mehr trinken solltest, hast Du jedenfalls noch nicht geliefert. Bis auf den Zwang mit dem FS, aber der entfällt ja nach bestandener MPU.

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 31.01.2012, 17:18
Beitrag #171


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Zitat (~Radfahrer~ @ 30.01.2012, 17:18) *
Wobei @krautsalat bestätigen wird, dass Mannschaftssportarten auch nur ein Grund zum danach trinken sind. Ich hab mal 2 Trainings mit gemacht, da stand danach auch immer ein Kasten Bier in der Kabine.

Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen. Nur weil der Kasten da steht heißt das noch lange nicht, dass man sich auch am Leeren beteiligen muss. Die Motivation eine Mannschaftssportart zu betreiben kann sehr unterschiedlich sein und dem ein oder anderen oder vielen mag der Kasten Bier danach die größte Motivation sein. Das Trinken danach nun aber als Hauptbestandteil von oder Ausübungsgrund für Mannschaftssportarten hinzustellen halte ich für überzogen. Ich denke bzw. hoffe, dass die meisten immer noch wegen des Sports und der Gemeinschaft am Mannschaftssport teilnehmen.

Ich habe dort zwar auch getrunken, kann aber guten Gewissens behaupten, dass ich nicht deswegen dort hingegangen bin, weil wir danach Bier tranken. Immerhin betreibe ich die gleiche Sportart in der gleichen Gruppe seit nunmehr 3 1/2 Jahren ohne mich am Biertrinken danach zu beteiligen. Und ich kann sagen, dass es mir genauso viel Spaß macht zum Training zu gehen wie vorher. Und ich bleibe auch weiterhin nach dem Training noch etwas länger, um mit den Anderen zu sitzen und zu quatschen.

Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 08:02) *
Mithalten und beeindrucken. Ich hab das ja schon beschrieben, dass ich so eine Art inneren Wettkampf mit mir ausgetragen habe, zu dem mich keiner meiner Freundinnen und Freunde herausgefordert hat. Last (Wo)Man Standing. Ich habe am meisten getrunken und habe am längsten durchgehalten, um zu "gewinnen" und nichts zu verpassen...

Ach, du meintest das ernst! Ich hielt diese Bemerkung vorher für einen Scherz!

Es war dir also offenbar doch wichtig mitzuhalten und zu beeindrucken. Es ist ja nicht von Bedeutung, ob dieser "Wettkampf" von außen an dich herangetragen wird oder ob das Bedürfnis danach aus dir heraus kommt. Warum war es dir so wichtig der "Last Man Standing" zu sein, könntest du dich jetzt fragen. Vielleicht wimmelst du jetzt auch wieder ab und betonst, dass es dir soo wichtig nun auch wieder nicht war. Das Bedürfnis war jedoch stark genug, mögliche negative Erscheinungen (taubes Gesicht) einfach wegzuwischen und weiterzutrinken. Hat das vielleicht auch mit deinem Bedürfnis zu tun im Mittelpunkt zu stehen? Wo kommt das her?
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Uwe W
Beitrag 31.01.2012, 17:59
Beitrag #172


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Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 16:12) *
Von diesem MPI habe ich heute auch Post bekommen. Das nächste "Problem" steht in deren Brief, denn ich soll bis zum 24.02.12 das Geld für die Untersuchung überweisen, sonst müssen sie die Akte zurück an die FEB schicken.

Was bedeutet "müssen"? Wie ist das genau formuliert? Ist das eine Vorgabe der Fahrerlaubnisbehörde?
Das wäre in meinen Augen komplett rechtswidrig.
Und auch wenn das MPI diese Drohung aus freien Stücken macht, halte ich sie für rechtswidrig. Selbst wenn eine verspätete Zahlung dazu führen würde, dass der MPU-Termin nach hinten gelegt werden muss, ist das doch Dein Problem, wenn das MPU-Gutachten zu spät bei der Behörde ankommt.
Für diesen Fall könntest Du bei der Behörde eine Fristverlängerung beantragen, und dass diesem Antrag stattgegeben wird, kann das MPI ja nicht ausschließen.


Zitat
Das machen die doch wahrscheinlich auch nicht alle unendlich lange kostenlos...
Wenn ich das Geld überweise, wie lange ... wie sage ich das... habe ich "Anspruch" auf einen Termin? Gibt das MPI mir einen und ich muß zusagen, bzw. wie oft kann ich sagen, der Termin wäre mir zu früh, bis die irgendwann sagen entweder jetzt oder nie? Und was wäre dann mit dem Geld? Naja, auch das kann ich alles am 9.2. fragen.
Nun ja, man sollte den Termin natürlich nicht zu oft verschieben. Aber im Prinzip solltest Du die Möglichkeit haben, den Termin mit auszusuchen, d.h. wer nur an einem bestimmten Wochentag kann, der sollte meines Erachtens auch die Option haben, einen Termin an diesem Wochentag zu bekommen, sofern das Institut an allen Wochentagen Untersuchungen durchführt.


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(Interview mit Vassilios Skouris am 20.04.06 im ORF)
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~Radfahrer~
Beitrag 31.01.2012, 18:07
Beitrag #173


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Zitat (mir @ 31.01.2012, 15:26) *
Ja eben. Du weißt doch, daß die Radfahrer bekanntermaßen alles Rowdies sind. laugh2.gif

wink.gif

Zitat (Kai R. @ 31.01.2012, 15:27) *
@Radfahrer: so richtig ausgeglichen und glücklich kommst Du nicht rüber.

Mich nervt dieser ganze Verwaltungskram, die damit verbundenen Kosten und Umstände. Wenn ich die Kosten überschlage, komme ich nochmal ein ganzes Stück über die Höhe der eigentlichen Strafe. Ich verdiene vielleicht nicht schlecht, aber ich habe auch keine Rücklagen. Und das, was das dann insgesamt am Ende kostet, ist weit mehr als alle Urlaube zusammen, die ich in den letzten 5 Jahren gemacht habe. Strafe muß sein, sehe ich ein und hab kein Problem damit, aber der ganze Rattenschwanz? Klar macht mich das "unglücklich".

Außerdem kommt das ganze gerade zu einem Zeitpunkt, der blöder nicht hätte sein können. Ich habe echt viel Zeit während der Arbeit um z.B. hier im Forum eure Fragen so gut wie möglich zu beantworten. Eigentlich müßte ich mich derzeit mit etwas ganz anderem befassen. Wie Ihr sicherlich sehen könnt, mache ich das nicht. Dass mich jetzt bloß keiner falsch versteht, ich bin gerne hier, ich versuche alles nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten, ich bin immernoch sehr dankbar und beeindruckt, wie viel Mühe Ihr euch mit euren Antworten und erneuten Fragen für mich gebt, die ich wahrscheinlich nie zurückzahlen kann, aber ich hätte euch sehr gerne zu einem ganz anderen Zeitpunkt kennen gelernt wink.gif Und vielleicht auch unter weniger ärgerlichen Umständen smile.gif

Zitat (Kai R. @ 31.01.2012, 15:27) *
... Du gehst nicht den zweiten Schritt und sagst: okay, das waren meine Motive, woran lag es dass ich das nicht ohne Alk konnte? Stattdessen kommen dann die Argumente dass Du jetzt nichts trinkst, es war doch alles kein Problem und warum sollst Du für den Gutachter Dein Leben ändern. Deine Ironie ist auch nur eine Form des Abblockens.

Ich trank in den letzten 5 Jahren schon einiges weniger als die 3-4 Jahre davor und nochmal davor während der Bundeswehr. Weil ich auch älter geworden bin, die Freundin dazu kam und somit auch einfach an weniger Wochenenden auf Tour war. Ich habe ja geschrieben, dass ich seit über einem Jahr gar nicht mehr im Partyviertel war, davor die letzten 2-3 Jahre auch nur noch sehr selten. Davor war ich jedes Wochenende, an dem ich frei hatte, dort. Meist beide Tage. Die Gelegenheiten beschränkten sich seitdem auf unregelmäßige Stadionbesuche, die großen Feste hier in der Stadt und gelegentliche Markthallenbesuche vor Feiertagen, wenn ich da nicht arbeiten mußte.

Zitat (Kai R. @ 31.01.2012, 15:27) *
Irgendwo liegt da noch etwas verborgen was Du nicht öffnen willst. Gründe, warum Du nicht mehr trinken solltest, hast Du jedenfalls noch nicht geliefert. Bis auf den Zwang mit dem FS, aber der entfällt ja nach bestandener MPU.

Ich würde nicht sagen, dass ich mich nicht öffnen will, sondern ich kann es nicht, weil ich selbst nicht weiß, wo genau das Problem liegt.
Ich weiß, dass ich kein überzeugendes Argument für eine Fortsetzung der Abstinenz nach der MPU habe.

Zitat (krautsalat @ 31.01.2012, 17:18) *
Tut mir leid dich enttäuschen zu müssen. Nur weil der Kasten da steht heißt das noch lange nicht, dass man sich auch am Leeren beteiligen muss. Die Motivation eine Mannschaftssportart zu betreiben kann sehr unterschiedlich sein und dem ein oder anderen oder vielen mag der Kasten Bier danach die größte Motivation sein. Das Trinken danach nun aber als Hauptbestandteil von oder Ausübungsgrund für Mannschaftssportarten hinzustellen halte ich für überzogen. Ich denke bzw. hoffe, dass die meisten immer noch wegen des Sports und der Gemeinschaft am Mannschaftssport teilnehmen.

Ich habe dort zwar auch getrunken, kann aber guten Gewissens behaupten, dass ich nicht deswegen dort hingegangen bin, weil wir danach Bier tranken. Immerhin betreibe ich die gleiche Sportart in der gleichen Gruppe seit nunmehr 3 1/2 Jahren ohne mich am Biertrinken danach zu beteiligen. Und ich kann sagen, dass es mir genauso viel Spaß macht zum Training zu gehen wie vorher. Und ich bleibe auch weiterhin nach dem Training noch etwas länger, um mit den Anderen zu sitzen und zu quatschen.

Du enttäuschst mich nicht. Aber sicher bist Du Dir auch nicht wink.gif
Ich drehe es mal um und denke, ich wäre der GA und jemand sitzt vor mir, der nun seine Freizeit aktiver mit Sport gestalten will. Dazu hat er sich der Alt-Herren-Mannschaft seines ansässigen Fußballvereins angeschlossen. Das würde mich etwas stutzig machen und mich zu einigen Nachfragen bringen...
Also ich weiß, was im Bereich Ü18 in den Kabinen nach Spielen und dem Training abgeht. Ich habe im Senior-Bereich mehrere Mannschaften und Vereine durchlebt. Es war überall das gleiche. Klar trinken nicht alle mit, manche sind ja vernünftig, aber der Kasten Bier war immer da. Liegt vielleicht daran, dass Dortmund Bierstadt Nummer 1 war wink.gif

Wie auch immer, ich wollte den Bereich Mannschaftssport nicht segnen oder verfluchen, es war nur ein Beispiel, warum ich, außer den unregelmäßigen Dienstzeiten, nicht unbedingt neue Freunde in diesem Bereich suchen würde.

Zitat (krautsalat @ 31.01.2012, 17:18) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 08:02) *
Mithalten und beeindrucken. Ich hab das ja schon beschrieben, dass ich so eine Art inneren Wettkampf mit mir ausgetragen habe, zu dem mich keiner meiner Freundinnen und Freunde herausgefordert hat. Last (Wo)Man Standing. Ich habe am meisten getrunken und habe am längsten durchgehalten, um zu "gewinnen" und nichts zu verpassen...

Ach, du meintest das ernst! Ich hielt diese Bemerkung vorher für einen Scherz!

Es war dir also offenbar doch wichtig mitzuhalten und zu beeindrucken. Es ist ja nicht von Bedeutung, ob dieser "Wettkampf" von außen an dich herangetragen wird oder ob das Bedürfnis danach aus dir heraus kommt. Warum war es dir so wichtig der "Last Man Standing" zu sein, könntest du dich jetzt fragen. Vielleicht wimmelst du jetzt auch wieder ab und betonst, dass es dir soo wichtig nun auch wieder nicht war. Das Bedürfnis war jedoch stark genug, mögliche negative Erscheinungen (taubes Gesicht) einfach wegzuwischen und weiterzutrinken. Hat das vielleicht auch mit deinem Bedürfnis zu tun im Mittelpunkt zu stehen? Wo kommt das her?

Ich würde es jedenfalls in Betracht ziehen. Es war allerdings nicht bildlich gemeint. Die anderen oder ich lagen am Ende nicht unter dem Tisch. Aber der Kampfgeist in mir war schon irgendwie geweckt.

Ich muß jetzt zugeben, dass ich nicht mehr weiß, ob ich in diesem ganzen "Buch" irgendwo geschrieben habe, dass ich nicht versucht habe, andere zu beeindrucken oder mitzuhalten.

Ich weiß nicht, woher diese Geltungssucht kommt. Vielleicht ist es ein Minderwertigkeitskomplex, den ich selbst nicht verstehe. Möglicherweise möchte ich überdecken, dass ich aus sehr einfachen Familienverhältnissen komme und durch das "Gewinnen von Kämpfen" zeigen, dass ich trotzdem "groß und stark" geworden bin.
Wenn ich auf das alles eine Antwort hätte, wäre dieser Thread viel kürzer und ich schon zwei Schritte weiter...

@Uwe W: Es lautet zitiert wie folgt :

"Bitte überweisen Sie den Betrag mit dem beiliegenden Überweisungsvordruck bis spätestens zum 24.02.2012, da wir sonst die Unterlagen an die Behörde zurückgeben müssten.

Sie können auch bar am Untersuchungstag einzahlen, dann rufen Sie uns bitte an, um einen Termin zu vereinbaren."



Schönen Gruß
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krautsalat
Beitrag 31.01.2012, 18:11
Beitrag #174


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Zitat (~Radfahrer~ @ 29.01.2012, 22:55) *
Zitat (krautsalat @ 28.01.2012, 22:45) *
Das stimmt, ich habe es (noch) nicht eingestellt. Interessiert dich etwas Bestimmtes?

Die Fragestellung würde ich gerne als Hilfestellung lesen. Das würde mir reichen. Deine Antworten wären nicht mal nötig. Wahrscheinlich würde ich mich eh zu stark daran orientieren.

Die Fragestellung der Fsst:

Liegen bei krautsalat über die Alkoholgewöhnung hinaus sonstige Tatsachen vor, die dafür sprechen, dass er seinen Alkoholkonsum nicht von der motorisierten Teilnahme am Straßenverkehr trennen kann?

Die Fragen während der Begutachtung:
(Wobei ich nicht weiß wie genau der Gutachter die Fragen (und Antworten) mitgeschrieben hat, möglicherweise hat er für das Gutachten wichtige Antworten unter Kategorien, als Fragen formuliert, zusammengefasst. Ich denke aber, dass die Fragen den ungefähren Gesprächsverlauf wiedergeben.)

- Zunächst wurde er gefragt, was er bei der heutigen Untersuchung deutlich machen wolle.
Zur Vergangenheit:
- Wieviel er vor der Alkoholfahrt im Allgemeinen getrunken habe?
- Was Höchstmengen gewesen seien?
- Seit wann er diesen Umgang praktiziert habe?
- Ob es noch andere Gründe für seinen erhöhten Alkoholkonsum gegeben habe?
- Welche Wirkung des Alkohols er besonders geschätzt habe?
- Ob es kritische Hinweise durch andere zum Umgang mit Alkohol gegeben habe?
- Wie er selbst sein Alkoholtrinkverhalten bewertet habe?
- Wieviele Filmrisse er gehabt habe?
- Ob er früher schon mal versucht habe, seinen Alkoholkonsum einzuschränken?
- Ob er manchmal auch morgens und tagsüber getrunken habe?
- Ob er Schuldgefühle wegen seines Alkoholkonsums gehabt habe?
- Wie er aus heutiger Sicht seinen früheren Alkoholkonsum einstufe?
- Warum sich der Alkoholkonsum bei ihm bis zum Alkoholmissbrauch habe entwickeln können?
- Wie er den entstandenen Alkoholmissbrauch sicher gegen eine Alkoholabhängigkeit abgrenze?
- Wie er die Trennung zwischen Fahren eines Kraftfahrzeugs und Alkoholeinfluss bisher organisiert habe? Er sei ja mit dem Fahrrad auffällig geworden.
Zum Delikt:
- Aus welchem Anlass er Alkohol getrunken habe?
- Warum er noch gefahren sei?
- Wie weit er noch gekommen sei?
Nach dem Delikt und Zukunft:
- Wie er danach mit dem Alkohol umgegangen sei?
- Wie er die Umstellung erlebt habe?
- Was sich durch den verringerten Alkoholkonsum geändert habe?
- Wie er heute mit Problemen im Studium umgehe?
- Wie er es verhindern wolle, dass er wieder mehr Alkohol konsumiere?
- Ob alkoholspezifische Maßnahmen durchgeführt worden seien?
- Wie sein Freundeskreis auf sein verändertes Trinkverhalten reagiere?
- Wie er zukünftig zuverlässig eine erneute Alkoholfahrt vermeiden wolle?
Ergänzungen:
- Ob er noch etwas hinzufügen möchte?
- Worauf er zurückführe, dass er das jetzt auch ohne Alkohol kann?

An und für sich kam nichts Überraschendes. Du kannst dich auch sehr gut am Fragebogen aus dem VP orientieren:
http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=53015
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~Radfahrer~
Beitrag 31.01.2012, 18:21
Beitrag #175


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Danke @krautsalat, dass Du Dir diese Mühe gemacht hast!

Hattest Du am Ende etwas hinzuzufügen?

Kann übrigens mal ein MOD bitte den Threadtitel ändern? Das "was kann ich jetzt schon erledigen?" hat sich ja längst erledigt wink.gif
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krautsalat
Beitrag 31.01.2012, 18:24
Beitrag #176


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Ja, hatte ich. Deshalb kam dann ja auch noch eine Nachfrage zu dem was ich hinzuzufügen hatte.
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Kai R.
Beitrag 31.01.2012, 18:31
Beitrag #177


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Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 18:07) *
Ich weiß nicht, woher diese Geltungssucht kommt. Vielleicht ist es ein Minderwertigkeitskomplex, den ich selbst nicht verstehe. Möglicherweise möchte ich überdecken, dass ich aus sehr einfachen Familienverhältnissen komme und durch das "Gewinnen von Kämpfen" zeigen, dass ich trotzdem "groß und stark" geworden bin.
Wenn ich auf das alles eine Antwort hätte, wäre dieser Thread viel kürzer und ich schon zwei Schritte weiter...

möglicherweise ...... Kann da etwas dran sein?

Tust Du Dich eigentlich leicht, über Gefühle zu reden? Bist Du ein offener Mensch?

Grüße

Kai


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Uwe W
Beitrag 31.01.2012, 18:44
Beitrag #178


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Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 19:07) *
Sie können auch bar am Untersuchungstag einzahlen, dann rufen Sie uns bitte an, um einen Termin zu vereinbaren."[/i]

Dann würde ich diese Option wahrnehmen.

Allerdings würde ich mir mit der Vereinbarung des Untersuchungstermins noch Zeit lassen.


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~Radfahrer~
Beitrag 31.01.2012, 20:14
Beitrag #179


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Zitat (krautsalat @ 31.01.2012, 18:24) *
Ja, hatte ich. Deshalb kam dann ja auch noch eine Nachfrage zu dem was ich hinzuzufügen hatte.

Ich habe es mir gedacht, wollte aber sicher gehen. Ich hätte halt auch eine Bemerkung an dieser Stelle, wenn der GA vorher nicht darauf eingeht... Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich das machen sollte.
Ich hab immer das Gefühl, wenn man an diesem Punkt etwas sagen will, kann man sich 45 Minuten gutes Gespräch in 20 Sekunden kaputt machen wink.gif

Zitat (Kai R. @ 31.01.2012, 18:31) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 18:07) *
Ich weiß nicht, woher diese Geltungssucht kommt. Vielleicht ist es ein Minderwertigkeitskomplex, den ich selbst nicht verstehe. Möglicherweise möchte ich überdecken, dass ich aus sehr einfachen Familienverhältnissen komme und durch das "Gewinnen von Kämpfen" zeigen, dass ich trotzdem "groß und stark" geworden bin.
Wenn ich auf das alles eine Antwort hätte, wäre dieser Thread viel kürzer und ich schon zwei Schritte weiter...

möglicherweise ...... Kann da etwas dran sein?

Ich würde es nicht erwähnen, wenn es nicht in meinen Gedanken und nicht die Wahrheit wäre.
Ich soll in alle Richtungen denken und dabei kommt auch soetwas raus. Ich habe aber keine Ahnung, ob das Strohhalme oder echte Ansatzpunkte sind.

Zitat (Kai R. @ 31.01.2012, 18:31) *
Tust Du Dich eigentlich leicht, über Gefühle zu reden? Bist Du ein offener Mensch?

Nein, ich würde mich in Sachen Gefühle eher als introvertiert einordnen. Bei Emotionen und Gesten bin ich offener. Man möchte mich nicht auf einem Fußballplatz erleben. Aber wenn eine® mit Gefühlssachen ankommt, schalte ich eher ab. Ich mag es mir nicht mal von anderen anhören.

Zitat (Uwe W @ 31.01.2012, 18:44) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 19:07) *
Sie können auch bar am Untersuchungstag einzahlen, dann rufen Sie uns bitte an, um einen Termin zu vereinbaren."

Dann würde ich diese Option wahrnehmen.

Allerdings würde ich mir mit der Vereinbarung des Untersuchungstermins noch Zeit lassen.

Aber doch nicht länger als bis zum 24.02. ?!?
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Uwe W
Beitrag 31.01.2012, 21:05
Beitrag #180


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Zitat
Aber doch nicht länger als bis zum 24.02. ?!?


Auch die Option, erst später den Termin zu vereinbaren, würde ich mir offen halten.

Die einzige rechtlich relevante Frist ist der 12.4., bis zu dem das Gutachten bei der FSST eingehen muss.

So wie ich Dich verstanden habe, bist Du nicht darauf angewiesen, ständig Auto fahren zu dürfen. Du möchtest aber, dass Deine alte Fahrerlaubnis erhalten bleibt, und Du möchtest dass das ganze möglichst kostengünstig funktioniert.

Was passiert schlimmstenfalls, wenn Du Dich bis zum 24.2. nicht meldest? Die Akte wird zurückgeschickt und die FSST hat dann noch keine rechtliche Handhabe, Dir die Fahrerlaubnis zu entziehen. Dann entsteht ein gewisses Heckmeck, was letzten Endes nur so aufgelöst werden kann, dass man Deine Frist verlängern muss, was ja in Deinem Interesse liegen sollte.


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Philbert62
Beitrag 31.01.2012, 22:03
Beitrag #181


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N'abend,

sorry für OT,aber...

@Krautsalat: das ist tatsächlich der Verlauf eines MPU-Verhörs? blink.gif (Beitrag 174)

Kann mich Täuschen,aber das erinnert mich i-wie an den "Hexenhammer" OMG

@Radfahrer: TOI TOI TOI wavey.gif



LG Philbert62
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corneliusrufus
Beitrag 31.01.2012, 23:36
Beitrag #182


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Ich sage es so: Wärst Du mit dem Auto gefahren, dann würde ich bestimmt 12 Monate Abstinenz erwarten. Zumal bei Deiner Geschichte, d.h. dem langjährigen Missbrauch.

Die Begutachtungsrichtlinien besagen, mindestens 6 Monate bei Missbrauch. Je weniger Fakten Du zur Bewältigung des Alkoholproblems lieferst, desto länger muss der AUsgleich in der Zeit sein, um die Stabilität der Abstinenz zu belegen.

Sobald Du beim MPI gezahlt hast und einen Termin noch in absehbarer Zukunft ausmachst bzw. ausgemacht hast, wird das MPI die Akte nicht von selbst an die FEB zurück versenden. Ich würde gegenwärtig dem MPI mitteilen, dass Du bar zahlen möchtest. Das kannst Du Dir später immer noch anders überlegen und Geld überweisen. Wichtig ist jetzt die zeitliche Flexibilität zu behalten.

Je nachdem wie weit Du hier oder woanders in der Vorbereitung zur Begutachtung kommst, wird bei dem derzeitgen Zeithorizont erst kurzfristig vor dem 12.04. eien Entscheidung getroffen werden können, ob die MPU da Sinn macht.

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Kai R.
Beitrag 01.02.2012, 09:01
Beitrag #183


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Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 20:14) *
Ich würde es nicht erwähnen, wenn es nicht in meinen Gedanken und nicht die Wahrheit wäre. Ich soll in alle Richtungen denken und dabei kommt auch soetwas raus. Ich habe aber keine Ahnung, ob das Strohhalme oder echte Ansatzpunkte sind.

zumindest hört es sich nicht unplausibel an

Zitat (~Radfahrer~ @ 31.01.2012, 20:14) *
Nein, ich würde mich in Sachen Gefühle eher als introvertiert einordnen. Bei Emotionen und Gesten bin ich offener. Man möchte mich nicht auf einem Fußballplatz erleben. Aber wenn eine® mit Gefühlssachen ankommt, schalte ich eher ab. Ich mag es mir nicht mal von anderen anhören.

wenn man das mal zusammenbastelt, dann hast Du Dich hochgearbeitet, was sicherlich Konzentration und Härte erfordert hat. Dabei bist Du aber zu einem eher verschlossenen Menschen geworden, dem seine Außenwirkung wichtig ist, der sich aber schwer tut, sich zu öffnen und Gefühle zu zeigen. Zur Wahrung des Außenbildes (an der Flasche festhalten), Kompensation von Unsicherheiten und Überwindung von Hemmungen hast Du gelernt, den Alkohol zu nutzen.

Möglich?

Grüße

Kai


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Kai

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Tanna
Beitrag 01.02.2012, 09:49
Beitrag #184


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Hallo Radfahrer,

du kommst der Anwort auf Kai R.s Frage auch näher, wenn du dir mal überlegst, was dir deine Eltern im Umgang mit Gefühlen vorgelebt haben; wie es also "normal" war bei dir zuhause, als du klein warst.

Du hast einmal bedauert, wie deine Eltern momentan leben.
Zitat (~Radfahrer~ @ 28.01.2012, 01:15) *
Zitat (Tanna @ 27.01.2012, 21:01) *
Zitat (~Radfahrer~ @ 27.01.2012, 18:02) *
Mein Vater sitzt seit Jahren Abends zu Hause im Keller, grübelt über sein Leben und trinkt seine 4-6 0,5l Flaschen Bier pro Abend. Meine Mutter sitzt im Wohnzimmer, schaut fern und trinkt dabei mehr Wein als die WHO empfiehlt. Beide haben mich nie dazu animiert, Alkohol zu trinken. Liegt da trotzdem das Problem?
Sag du es: Liegt darin ein Problem?

Keine Ahnung, für mich selbst nicht. Ich finde es schade, dass sie seit Jahren nur noch nebeneinander vorbei leben.

Reden sie darüber, was in ihnen vorgeht und wie es ihnen damit geht? Wenn ja, haben sie das früher auch getan?

Sei herzlich gegrüß,
Tanna


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~Radfahrer~
Beitrag 01.02.2012, 10:46
Beitrag #185


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Zitat (Kai R. @ 01.02.2012, 09:01) *
wenn man das mal zusammenbastelt, dann hast Du Dich hochgearbeitet, was sicherlich Konzentration und Härte erfordert hat. Dabei bist Du aber zu einem eher verschlossenen Menschen geworden, dem seine Außenwirkung wichtig ist, der sich aber schwer tut, sich zu öffnen und Gefühle zu zeigen. Zur Wahrung des Außenbildes (an der Flasche festhalten), Kompensation von Unsicherheiten und Überwindung von Hemmungen hast Du gelernt, den Alkohol zu nutzen.

Möglich?

Ich erkenne mich darin jedenfalls zu 100% wieder.
Ich habe mich immer sehr angestrengt. Sei es beim Fußball, wo ich es irgendwann bis in die höchste deutsche Jugendklasse geschafft hatte, allerdings ist der Nachteil der Position Torwart der, dass jede Mannschaft nur einen braucht, was dann im Seniorbereich, wo es keine "automatischen Wechsel" durch das fortschreitende Alter mehr gibt von großem Nachteil ist, sei es in der Schule, wenigstens die ersten 10-11 Jahre, bis mir halt die Lehrer die Motivation komplett genommen haben und ich einfach nur noch das Abi durchgezogen habe, sei es im Job, wo ich ziemlich beliebt bin und auch nach Meinung meines Chefs eine sehr gute Abreit mache (denn ich konnte, als hier einige Verträge ausliefen und nur eine Stelle frei war, mehrere besser qualifizierte Bewerber ausstechen). Jedenfalls sagt er das in den Mitarbeitergesprächen. Und selbst in diesen harmlosen Gesprächen sitze ich auf heißen Kohlen, weil ich Angst habe, irgendetwas über mich erzählen zu müssen. Daher halte ich solche Gespräche auch immer sehr oberflächlich. Irgendwann hat er das auch mal gesagt, dass andere in diesen Gesprächen Null über die Arbeit reden, dafür von jedem Gassi gehen mit ihrem Hund. Bei mir wäre es genau umgekehrt.

Zitat (Tanna @ 01.02.2012, 09:49) *
du kommst der Anwort auf Kai R.s Frage auch näher, wenn du dir mal überlegst, was dir deine Eltern im Umgang mit Gefühlen vorgelebt haben; wie es also "normal" war bei dir zuhause, als du klein warst.

Reden sie darüber, was in ihnen vorgeht und wie es ihnen damit geht? Wenn ja, haben sie das früher auch getan?

Soweit ich mich zurückerinnern kann, haben meine Eltern nie mit mir über Gefühle gesprochen. Wenn ich mal traurig war, weil eine "Beziehung" (diese kurzen Episoden , die man als Jugendlicher und junger Erwachsener hat) zu Ende war, kamen Sachen wie "Andere Mütter haben auch schöne Töchter" oder "Auf jeden Topf passt ein Deckel"... Mehr gab es da nicht zu sagen. Ansonsten gab es überhaupt keine Gründe mal ansatzweise über Gefühle zu sprechen.

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie mein Vater eines Abends, nach einer Familienfeier, die bei uns zu Hause stattgefunden hat, im Sessel saß und heulte wie ein Schlosshund. Ich war keinesfalls älter als 10 Jahre alt. Ich war in meinem Zimmer eine Etage höher und hörte sein Weinen. Als ich nach unten kam, waren alle anderen schon weg und meine Mutter saß neben ihm und versuchte ihn zu trösten, während er immer wieder sagte: Das habe ich nicht gewollt.
Ich wollte wissen was los ist, aber meine Mutter gab mir keine Antwort.
Ich weiß bis heute nicht, um was es ging und ich glaube nicht, dass ich es jemals erfahren werde, denn die beiden erinnern sich bestimmt nicht mehr daran. Das war das einizge Mal, dass ich meinen Vater habe weinen sehen, bzw. überhaupt irgendwie mal Emotion gezeigt hat.

Das klingt jetzt vielleicht für euch alles ein bißchen Merkwürdig, aber das sind so Sachen, die mir immer wieder in den Kopf kommen. Was war da damals los?

Da meine Eltern 200km entfernt wohnen, sehe ich sie dementsprechend selten und halte es trotzdem nicht länger als 24 Stunden dort aus. Meine Mutter erzählt entweder aus dem Laden, in dem sie arbeitet oder von den Ausflügen, die sie mit ihrer Schwester macht, während mein Vater kaum aus dem Keller kommt, dabei beobachtet er, wie viel Gas meine Oma (wohnt mit im Haus) gerade verheizt, wobei er noch irgendwelchen Funkamateuren beim Quatschen zuhört, die er fast schon seine Freunde nennt, obwohl er ihnen nur zuhören kann und nicht mit ihnen redet. Es wird heute also genau so wenig über Gefühle gesprochen wie früher.

Schöne Grüße
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Kai R.
Beitrag 01.02.2012, 10:55
Beitrag #186


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Zitat (~Radfahrer~ @ 01.02.2012, 10:46) *
Ich erkenne mich darin jedenfalls zu 100% wieder.

und, möchtest Du etwas ändern?

Grüße

Kai


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~Radfahrer~
Beitrag 01.02.2012, 11:15
Beitrag #187


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Und wieder biege ich in den Kreisverkehr mit nur einer Ausfahrt ein und der Zubringer ist eine Einbahnstraße.
Das einzige, was ich daran jetzt noch ändern kann, ist mMn das Einstellen des Alkoholkonsums. Also ganz mit Alkohol aufzuhören. Damit klar ist, dass ich nicht nur die Menge reduzieren will.

Oder meinst Du, an meinen anderen Eigenschaften lässt sich nun noch etwas ändern? Das ist eine ernst gemeinte Gegenfrage.
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Kai R.
Beitrag 01.02.2012, 11:47
Beitrag #188


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Zitat (~Radfahrer~ @ 01.02.2012, 11:15) *
Oder meinst Du, an meinen anderen Eigenschaften lässt sich nun noch etwas ändern? Das ist eine ernst gemeinte Gegenfrage.

natürlich meine ich das.

Der Alkohol hat eine Funktion erfüllt. Dich lockerer gemacht, Dir Sicherheit gegeben. Also musst Du an Dir arbeiten, diese Funktionen anderweitig abzudecken. Positive Rückmeldungen beispielsweise kann man auch anders bekommen. Lockerer werden kann man üben. Was man sich vornimmt das schafft man, mit kleinen Schritten kommt man weiter.

Beispiel: Ich muss in meinem Beruf "Quatschen" können, um Beziehungen aufzubauen. Das ist mir auch nicht von Geburt an leichtgefallen. Also habe ich das systematisch geübt. Ich habe jeden Busfahrer, Bäckereiverkäufer, etc. mit einer launigen Bemerkung angesprochen, es durfte auch über das Wetter gehen. Und ich habe einfach nur Rückmeldungen eingesammelt - die so positiv waren wie ich es mir nicht habe vorstellen können. Diese positiven Erlebnisse haben mich bestärkt, weiterzumachen. Heute habe ich kein Problem mehr auf jeden Menschen zuzugehen und habe viel Spaß damit.

Und so kannst auch Du üben, um an Dir zu arbeiten und Dir die notwendigen Rückmeldungen zu holen.

Grüße

Kai


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corneliusrufus
Beitrag 02.02.2012, 01:06
Beitrag #189


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Wenn Du Deine Emotionen (angemessen) lebst, ja leben kannst, hast Du es im Leben einfacher. Wenn Du Deine emotionale Stimmung ausdrücken kannst, haben es andere Menschen leichter, mit Dir "richtig" umzugehen. Und dann hast Du es wiederum leichter, wahrgenommen und "richtig" beachtet zu werden. Emotionen signalisieren frühzeitig bsp. ein sich Öffnen oder ein sich Abgrenzen. Sie sind Hinweise, sei es als Einladung, sei es als Warnung.

Gelebte Gefühle tragen zum eigenen Wohlbefinden deutlich bei! Sie nehmen auch Druck, so dass Kompensationen bzw. Betäubungen, bsp. mittels Alkohol, ausbleiben können.

Wer hindert Dich, ebenfalls vielfältige Emotionen haben zu wollen, zu können? Wer wenn nicht Du?

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Tanna
Beitrag 02.02.2012, 08:58
Beitrag #190


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Hallo Radfahrer,

guten Morgen! wavey.gif

Zitat (~Radfahrer~ @ 01.02.2012, 11:15) *
Oder meinst Du, an meinen anderen Eigenschaften lässt sich nun noch etwas ändern? Das ist eine ernst gemeinte Gegenfrage.
Ich sehe es ganz ähnlich wie meine Vorposter.
Ob du etwas an dir änderst, liegt hauptsächlich an dir. Zu manchen Veränderungen benötigen einige Menschen die Hilfe von anderen (eventuell professionellen) Helfern - aber ohne, dass sie es selbst wollten, wären die Veränderungen gar nicht möglich.

Wie im Leben so oft, ist es eine Frage des Ziels: Wo willst du eigentlich hin?


Als 8jährige habe ich (wie viele andere Kinder auch) festgestellt, dass ich mich meinen Kindern gegenüber nicht so verhalten möchte wie es meine Eltern mir gegenüber taten. Allerdings schrieb ich das auf, was ich nicht gut fand. Ich nahm einen linierten DinA4-Zettel und gab ihm die Überschrift: "Was ich anders machen will, wenn ich selbst Kinder habe". Das Erste, was dort stand, war: "Ich will nicht ungerecht schimpfen" und "Ich will keinen Stuhl nach meinen Kindern schmeißen"; danach folgten nach und nach noch viele Einträge. Immer mal wieder habe ich das ergänzt, quasi der erwachsenen Tanna einen Brief geschrieben. Ich wollte nicht, dass ich beim Erwachsen-Werden vergesse, wie sich elterliches Verhalten für das Kind anfühlt.
Mit den Jahren habe ich gemerkt, dass es nicht reicht, Dinge nicht tun zu wollen, sondern dass ungünstiges Verhalten durch konstruktiveres ersetzt werden muss. Also habe ich versucht, solches zu koppeln: "Ich will erst zuhören, bevor ich strafe" oder nur wünschenswertes Verhalten festzuhalten: "Ich will mich dafür interessieren, was meine Kinder denken und was sie wollen".
Diesen Zettel habe ich immer gut verwahrt und auch mitgenommen, als ich schließlich für ein Semester nach Italien ging. Dort ist mir mein ganzes Gepäck gestohlen worden - und der Zettel auch. sad.gif Ich hatte ihn bis dahin allerdings so oft in die Hand genommen, dass ich ihn noch heute so deutlich vor mir sehe, dass ich quasi lesen kann, was darauf stand.
Ein Jahr nach dem Auslandssemester kam mein Sohn auf die Welt und bald maß ich mein Verhalten an dem Inhalt des Zettels.
In vielen Situationen danach hat er mir geholfen, mir neue und konstruktive elterliche Gewohnheiten auszudenken und diese einzuüben, so dass ich mich ganz anders verhalten habe, als es meine Eltern taten. Das war auch nicht einfach das Gegenteil - was wohl ziemlich genauso falsch gewesen wäre - sondern etwas Neues. Dazu gehört z.B., dass ich mich entschuldige, wenn ich Mist verzapft habe.
Mein Sohn ist nun schon groß; er hat im Oktober ein Studium begonnen. Aber anders als ich ist er nicht an den Studienort "geflohen", sondern kommt immer wieder gern nach Hause. smile.gif


Was ich damit sagen will: Es ist nicht immer einfach, etwas Neues und Konstruktives dauerhaft zum normalen Verhalten zu machen. Viel einfacher ist es, zum Gewohnten zurück zu kehren, selbst wenn es nur aktuell funktioniert, aber auf Dauer schlecht ist. Da ist es wichtig, das eigene Ziel zu kennen und dieses nicht aus den Augen zu verlieren. Darauf zugehen in kleinen Schritten, bringt dich deinem Ziel näher, @Kai R. hat es schon geschrieben. Und zwischendurch immer wieder mal schauen, ob die Richtung noch stimmt... wavey.gif

Also: Wo willst du hin?

Du hast mit dem Trinken aufgehört. Warum hast du aufgehört? Ich glaube, dass du die Antwort findest, wenn du überlegst, wohin du eigentlich willst. Vielleicht weißt du das eigentlich schon und traust dich nur nicht, dies "laut" zu denken?

Vor einigen Postings habe ich dich gefragt, ob dich dein hoher Promillewert irritiert hat. Du meintest, dass er dich geschockt erschrocken habe - eben wegen der Folgen, die er mit sich brächte. Als Alkohol die Krücke war, die dir half, dazu zu gehören, war er ok. Aber wenn die Folgen des Alk-Konsums dich auf ein Nebengleis stellen und du dadurch nicht mehr zentral dazu gehörst, ist es nicht mehr ok, welchen zu konsumieren.

Kann es so sein?


Sei herzlich gegrüßt,
Tanna



Edith hat etwas korrigiert.

Der Beitrag wurde von Tanna bearbeitet: 02.02.2012, 09:04


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~Radfahrer~
Beitrag 04.02.2012, 11:24
Beitrag #191


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Da bin ich wieder!
Donnertag eine Hochzeit, gestern eine Messe, für dieses Jahr reicht es mit Verkleidung im Anzug...

Apropos Hochzeit. Essen. Ich hatte ja schon mal die Frage nach Alkohol und Essen/kochen gestellt. Darauf habe ich noch keine Antwort bekommen.
Als Hauptgang gab es u.a. Bandnudeln mit Filetspitzen in Cognacsauce. Ich gehe einfach davon aus, dass der größte Teil des Alkohols dabei verkocht.
Als Nachspeise gabe es Tiramisu. Da ist ja meistens auch Alkohol drin, und erst später fiel mir ein, dass Tiramisu ja gar nicht gebacken wird. Also nichts mit "verdampfen".
Nun gut, man schmeckte den (evtl. enthaltenen) Amaretto nicht.

Nun die Frage: Wenn ich an einem Abstinenzprogramm teilnehmen würde, reichte die Menge an Alkohol aus, um das Ergebnis zu beeinflussen?


Zitat (Tanna @ 02.02.2012, 08:58) *
Du hast mit dem Trinken aufgehört. Warum hast du aufgehört? Ich glaube, dass du die Antwort findest, wenn du überlegst, wohin du eigentlich willst. Vielleicht weißt du das eigentlich schon und traust dich nur nicht, dies "laut" zu denken?

Nein, ich hab nicht die geringste Ahnung. Da ist weder etwas Leises noch etwas Lautes in mir, das gesagt oder gedacht werden möchte. Vielleicht sehe ich im Moment auch noch nicht das große Ganze.
Meine Kindheit war jetzt nicht so schlimm wie sie bei Dir klingt, Tanna. Klar habe ich mal den Hintern versohlt bekommen, ob zu Recht oder zu Unrecht, wer weiß, und ungerechtes Schimpfen war auch dabei, aber dass die Welt nicht gerecht ist, hat mich nie groß beeindruckt.
Wahrscheinlich würde ich versuchen, ein paar Sachen anders zu machen als mein Vater in meiner Kindheit, falls ich mal Vater werden sollte, aber einen "Fahrplan", so wie Du, Tanna, habe ich dafür nicht.

Zitat (Tanna @ 02.02.2012, 08:58) *
Vor einigen Postings habe ich dich gefragt, ob dich dein hoher Promillewert irritiert hat. Du meintest, dass er dich geschockt erschrocken habe - eben wegen der Folgen, die er mit sich brächte. Als Alkohol die Krücke war, die dir half, dazu zu gehören, war er ok. Aber wenn die Folgen des Alk-Konsums dich auf ein Nebengleis stellen und du dadurch nicht mehr zentral dazu gehörst, ist es nicht mehr ok, welchen zu konsumieren.

Kann es so sein?

Siehst Du einen großen Unterschied zwischen erschrocken und geschockt? Erschrocken klingt vielleicht etwas milder, ist für mich aber auf einer Stufe mit geschockt in dem Zusammenhang.

Deine Ausführung vor der Frage verwirrt mich etwas smile.gif Warum stellen mich die Folgen auf ein Nebengleis? Habe ich irgendwo den Zusammenhang zwischen meinen Aussagen und Deiner Frage übersehen?
Sorry, Tanna, mehr Gegenfragen als Antworten. Aber manchmal brauche ich einen Zwischenschritt wink.gif


Im Moment merke ich, wie meine Motivation ganz rapide nach unten geht und ich eigentlich nur noch irgendwie den Mist hinter mir lassen möchte. Eine Frist nach der anderen von einem Verwaltungsapparat, der meine FE anscheinend unbedingt einziehen möchte, weil der STA es nicht konnte, unüberschaubare Kosten, weil ein paar Briefchen hin und her geschickt werden müssen, die mich zu einer Untersuchung antreiben, ein Problem, welches ich nicht wirklich finde und das alles für einen Ausweis, den ich nicht wirklich benötige und doch gerne behalten würde...

In diesem Sinne, schönen Gruß
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Kai R.
Beitrag 04.02.2012, 17:45
Beitrag #192


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Hallo,

Schön, dass Du Dich wieder meldest. Aber irgendwie irritiert mich Dein Posting. Wir hatten gemeinsam eine brauchbare Hypothese zum Thema Motiv gefunden und Du fragtest, ob wir glauben, dass du etwas ändern könntest? Hinter diesen Stand gehst Du jetzt wieder weit zurück. Gefiel Dir nicht? Oder möchtest Du doch lieber nicht weiter forschen an der Stelle? Oder magst Du nichts ändern?

Grüße

Kai


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~Radfahrer~
Beitrag 04.02.2012, 18:05
Beitrag #193


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Hallo Kai,

nein, weiterforschen ist kein Problem. Ich würde auch gerne etwas ändern, wenn dort wirklich das, oder eines der Probleme liegt. Aber ich weiß nicht wie. Die Beispiele aus euren Leben sind sehr plausibel, aber was soll ich machen? Ich denke, mir kann wirklich nur ein (V)P helfen, um mal wirklich dahinter zu kommen. Ansonsten sehe ich halt nach euren Aussagen nur geringe Chancen, einen GA in absehbarer Zeit davon zu überzeugen, dass er die Frage der FEB mit "Nein" beantwortet, wenn ich sonst nichts an meinem "äußeren" Leben für änderungswürdig halte.

Und das ist halt der andere Punkt, der mich frustriert... Dass kein Land in Sicht ist...

Wenn Ihr das anders seht oder Tipps habt: Immer her damit!

Schöne Grüße
(ich bin immer kurz davor, meinen Namen hier hin zu schreiben smile.gif )
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Kai R.
Beitrag 04.02.2012, 23:56
Beitrag #194


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dann geh doch mal zu einem VP. Du machst es ja für Dich.

Grüße

Kai


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corneliusrufus
Beitrag 05.02.2012, 00:24
Beitrag #195


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Die Schritte der Änderung sind meist so klein, dass der Betroffene sie übersieht, wohingegen das Umfeld bereits staunt.

Ich kenen SHG. Manche dort wissen nicht, warum sie getrunken haben. Sie wissen jedoch, a) dass sie egtrunken haben und nämlich b) zuviel sodass c) eine Abhängigkeitserkrankung entstanden ist. Weil sie das wissen und sich stets darin erinnern, trinken sie ncihts mehr. Und das funktioniert!

Du könntest, auch wenn es schwer ist, einem Gutachter sagen, ich weiß nicht, warum ich soviel getrunken habe. Ich ahbe allerdings gesehen, wohin das geführt hat. Meine Konsequenz daraus ist, ich halte freiwillig Abstinenz. Ich weiß, dass dieses funktioniert. Zum einen, weil Abhängge damit seit Jahren gut fahren. Ich kann daran sehen, dass diese Methode folglich geeignet ist. Zum anderen, weil ich mich mit dieser Methode angefreundet habe und den Schock über meinen damaligen Konsum und seine Folgen immer noch lebendig im Kopf und Bauch habe.

Das müsstest Du detailliert ausführen. Ebenso, wie positiv Du Abtinent erlebt hast. Und aus Beweisgründen würde ich ein MPI wählen, das die Aufzeichnung der Begutachtunga anbietet. Weil Gutachter lieben derartiges nicht. Rechtlich ist es völlig okay. (Es kann allerdings sein, dass Du erst um dieses Recht kämpfen müsstest.)


Der andere vorgestellte Weg war der nach den Ursachen für den Konsum. Vielleicht reicht es ja, wenn Du sagst, ich meinte, der Alkohol tat mir gut, deshalb trank ich. Auch dann noch, als er mir, aus heutiger Sicht, nicht mehr bei der Überwindung von Schüchternheit helfen konnte. Ich lief sogar in Gefahr, dass mein Alkoholatem mich unattraktiv werden ließ. Ich hatte damals schlicht nicht darüber nachgedacht, war im Konsum völlig naiv wie sorglos. Nachdem ich jedoch betrunken mit dem Rad aufgegriffen worden bin, zwangen mich die Umstände zum Nachdenken.


Ich habe Dir für zwei Wege einige Pflöcke längs des Weges einegschlagen. Den Weg wählen musst Du. Und auch selbst weitere Pflöcke setzen.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Uwe W
Beitrag 05.02.2012, 01:00
Beitrag #196


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Zitat (~Radfahrer~ @ 04.02.2012, 12:24) *
Ich hatte ja schon mal die Frage nach Alkohol und Essen/kochen gestellt. Darauf habe ich noch keine Antwort bekommen.
Als Hauptgang gab es u.a. Bandnudeln mit Filetspitzen in Cognacsauce. Ich gehe einfach davon aus, dass der größte Teil des Alkohols dabei verkocht.
Als Nachspeise gabe es Tiramisu. Da ist ja meistens auch Alkohol drin, und erst später fiel mir ein, dass Tiramisu ja gar nicht gebacken wird. Also nichts mit "verdampfen".

Sofern es sich um vereinzelte Zugaben von Alkohol handelt, sehe ich das unproblematisch: die EtG-Produktion, die dann zu einer EtG-Einlagerung im Haar führt, hängt nicht von der konsumierten Alkoholmenge, sondern vom durchschnittlichen Alkoholisierungspegel ab. Grundsätzlich produziert der Körper immer einen bestimmten Anteil an sogenanntem endogenen Alkohol. D.h. es ist die ganzen 2160 Stunden, die eine EtG-Haaranalyse abdeckt, immer ein gewisser Grundpegel (maximal 0,015 Promille, meist aber deutlich weniger) Alkohol vorhanden. Aus diesem Grund hat man bei der EtG-Haaranalyse immer einen gewissen EtG-Spiegel "frei", dessen Vorhandensein also eine Abstinenzbehauptung nicht widerlegen kann.
Die im Essen vorhandenen Alkoholmengen sind jetzt so gering, dass sie den Alkoholisierungspegel kaum nach oben beeinflussen können: Selbst wenn man damit 0,1 Promille erreichen sollte, wird dieser ja innerhalb eine Stunden vollständig abgebaut, so dass der einmalige Konsum solcher alkoholhaltiger Speisen gegenüber dem vom endogenen Alkohol produzierten EtG, der sich ja 3 Monate bemerkbar macht, gar nicht ins Gewicht fällt.

Bei einem Urinscreening könnte es aber problematisch werden, wenn man innerhalb weniger Stunden nach dem Konsum solcher alkoholhaltiger Speisen zum Pinkeln gebeten wird.


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"Alle Mitgliedstaaten hätten Grund sich zu beklagen. Skouris betont, dass gerade dies beweise, dass der EuGH seine Arbeit gut mache."
(Interview mit Vassilios Skouris am 20.04.06 im ORF)
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Beitrag 05.02.2012, 10:00
Beitrag #197


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Zitat (Kai R. @ 04.02.2012, 23:56) *
dann geh doch mal zu einem VP. Du machst es ja für Dich.

Mich hält bisher der Gedanke an die Kosten ab sad.gif

Zitat (corneliusrufus @ 05.02.2012, 00:24) *
Die Schritte der Änderung sind meist so klein, dass der Betroffene sie übersieht, wohingegen das Umfeld bereits staunt.

Ich habe Dir für zwei Wege einige Pflöcke längs des Weges einegschlagen. Den Weg wählen musst Du. Und auch selbst weitere Pflöcke setzen.

Danke dafür. Diese Wege habe ich ja so oder ähnlich auch vor Augen. Ich weiß halt nicht, ob ich damit einen GA überzeugen kann. Da wird wahrscheinlich auch wieder mein Ehrgeiz wach, das ganze so überzeugend rüber zu bringen, dass der GA selbst nie wieder ein Glas anrühren würde, wenn er überhaupt trinkt. Ich will das alles dann sozusagen mit 1+ mit Sternchen "bestehen". Daher habe ich immer Zweifel, ob diese "Geschichten" das auch bewirken können.

Ich würde eher den zweiten abgesteckten Weg gehen und hätte da noch einige Pflöcke zur Orientierung einzustecken. Das fängt quasi mit der Bundeswehr an...

Meinst Du mit Aufzeichnung den Mitschnitt des Gesprächs auf Tonband (oder heute eher Festplatte/Chip)?

Zitat (Uwe W @ 05.02.2012, 01:00) *
Die im Essen vorhandenen Alkoholmengen sind jetzt so gering, dass sie den Alkoholisierungspegel kaum nach oben beeinflussen können: Selbst wenn man damit 0,1 Promille erreichen sollte, wird dieser ja innerhalb eine Stunden vollständig abgebaut, so dass der einmalige Konsum solcher alkoholhaltiger Speisen gegenüber dem vom endogenen Alkohol produzierten EtG, der sich ja 3 Monate bemerkbar macht, gar nicht ins Gewicht fällt.

Bei einem Urinscreening könnte es aber problematisch werden, wenn man innerhalb weniger Stunden nach dem Konsum solcher alkoholhaltiger Speisen zum Pinkeln gebeten wird.

Vielen Dank, Uwe.
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Kai R.
Beitrag 05.02.2012, 19:21
Beitrag #198


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Hallo,

Tu Dir selbst den Gefallen und vergiss mal für eine Weile den Gutachter. Du machst das primär für Dich. Und wenn es für Dich gut ist wird es auch für den Gutachter gut sein.

Grüße

Kai


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corneliusrufus
Beitrag 06.02.2012, 01:10
Beitrag #199


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Damit hat der liebe Kai völlig recht! Die MPU ist eine Prüfung für das Ziel neuer Umgang mit Alkohol in und an Dir! Damit ist die MPU selbst kein (eigenständiges) Ziel, somit auch nicht ein dortiges Bestehen.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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~Radfahrer~
Beitrag 06.02.2012, 11:53
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Das sagt Ihr so leicht wink.gif

Ich werde versuchen, es trotzdem zu beherzigen.

Den Testknacker habe ich durch, so viele neue Infos waren da jetzt nicht drin. Das Forum hier ist echt Spitzenklasse! smile.gif
Es sollte eigentlich unter den nützlichen Links, die am Ende des Buchs aufgelistet sind, erscheinen.
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