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> Fahrradfahrt mit BAK von 1,81 mg/g
krautsalat
Beitrag 11.11.2008, 11:25
Beitrag #401


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Zitat (Kai R. @ 11.11.2008, 11:14) *
Zitat (krautsalat @ 11.11.2008, 10:58) *
Da bin jetzt ich dogmatisch und muss vielleicht noch mal ein zwei Schritte zurückgehen.

jo. Für mich ist aber dann EOD.


Das verstehe ich dann aber jetzt nicht. Ich habe doch zugegeben bisher dogmatisch versucht zu haben meinen Weg erfolgreich durchdrücken zu wollen. Genau das was ich den Gutachtern vorwarf. Dann sage ich, dass ich noch mal ein oder zwei Schritte zurückgehen muss um mich selbst noch einmal zu überprüfen.

Ich gebe zu einen Fehler gemacht zu haben und möchte versuchen so weit wie ich kann einzulenken und du sagst daraufhin, dass für dich an dieser Stelle das Ende der Diskussion gekommen ist.
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Kai R.
Beitrag 11.11.2008, 11:34
Beitrag #402


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Zitat (krautsalat @ 11.11.2008, 11:25) *
Ich gebe zu einen Fehler gemacht zu haben und möchte versuchen so weit wie ich kann einzulenken und du sagst daraufhin, dass für dich an dieser Stelle das Ende der Diskussion gekommen ist.

ich habe das so verstanden, dass Du nochmals 1-2 Schritte zurück gehen wolltest, um uns besser überzeugen zu können. Im anderen Fall ist alles gut. wavey.gif

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 11.11.2008, 12:13
Beitrag #403


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Es wäre wohl besser gewesen ich hätte "da bin jetzt ich dogmatisch gewesen" geschrieben.

Fakt bleibt aber, dass ich mein System immer noch gut finde und keine größere Gefahr sehe als bei Abstinenz oder KT in alte Verhaltensweien zurückzukehren. Entscheidend für die Einhaltung des Vorsatzes ist doch, dass er auf einem gesicherten Fundament steht.
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krautsalat
Beitrag 11.11.2008, 12:40
Beitrag #404


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Frage 23 bleibt aber schwierig, denn als ich darüber nachdachte warum ich heute Alkohol trinke fiel mir kein vernünftiger Grund ein. Ich bin der Meinung es gibt keinen vernünftigen Grund Alkohol zu trinken.

Man kann es wirklich so beschreiben, dass ich mich weiterhin Alkohol trinken lasse, weil ich nicht abstinent sein möchte, weil ich mir mal aus einer Laune heraus gesagt habe ich trinke keinen Alkohol mehr. Mit Vernunft hat das Trinken von Alkohol ja so oder so nichts zu tun. Ich muss aber nicht darauf verzichten, weil ich nun weiß wann es genug ist und dementsprechend handele. So meine Überlegungen dazu.

Ich Vergleiche das mal mit dem Trinken oder Nichttrinken von Kakao. Kakao stellt ein Genussmittel dar. Es gibt keinen vernünftigen Grund Kakao zu trinken. Es schmeckt einem einfach besser als Milch. Wenn ich zu viel trinke laufe ich Gefahr fett zu werden und der Zucker kann Organschäden hervorrufen. Ich merke, dass ich zu viel Kakao getrunken habe, wenn mir schlecht wird. Was ich nicht merke ist, dass ich schon zu viel getrunken habe bevor mir schlecht wird. Also sage ich mir "ich trinke höchstens 2 Tassen Kakao pro Tag", weil ich die negativen Auswirkungen des Kakaos auf diese Weise so gering wie möglich halte.

Es ist eine einfache Kosten, Nutzen Rechnung.

Ich kann einfach nur Milch trinken (Ausgehen) oder der Milch Kakao zusetzen (beim Weggehen Alkohol trinken), weil es dann noch besser schmeckt. Wenn ich zu viel Kakao trinke habe ich auf Dauer nur Ärger damit, was mir nicht nur das Trinken von Milch vermiesen wird. Trinke ich jedoch nur so viel Kakao, dass der Ärger nahezu ausbleibt, erhalte ich mir die Freude am Kakaotrinken und all den anderen Dingen die mir als Fettlaibiger oder mit Organschäden nur halb soviel Spaß machen würden.

Ich will damit jetzt keine Kakaotrinker oder Fettlaibigen beleidigen oder irgendetwas verharmlosen, sondern nur meine Denkweise verdeutlichen.

p.s.

Ich kann dem Gutachter auf die Frage warum ich heute Alkohol trinke doch nicht antworten, dass es keinen vernünftigen Grund gibt Alkohol zu trinken oder doch?
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Kai R.
Beitrag 11.11.2008, 13:04
Beitrag #405


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Zitat (krautsalat @ 11.11.2008, 12:40) *
Ich kann dem Gutachter auf die Frage warum ich heute Alkohol trinke doch nicht antworten, dass es keinen vernünftigen Grund gibt Alkohol zu trinken oder doch?

warum machst Du es Dir so schwer: das einzige für den GA akzeptable Trinkmotiv ist Genuss. Wie beim Kakao. Dieses Motiv ist mit kT auch problemlos vereinbar.

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 11.11.2008, 13:27
Beitrag #406


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Welcher Gutachter glaubt mir denn, dass ich heute Alkohol aus Genuß trinke?

Jedenfalls nicht der gleiche Gutachter, der mir nicht glaubt, dass ich beim Trinken keinen Kontrollverlust habe und dass ich der Meinung bin auch früher Alkohol aus Genuß getrunken zu haben.
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Kai R.
Beitrag 11.11.2008, 13:33
Beitrag #407


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Zitat (krautsalat @ 11.11.2008, 13:27) *
Welcher Gutacter glaubt mir denn, dass ich heute Alkohol aus Genuß trinke?

wenn Du in der MPU kT sagst (und auf etwas anderes wird es kaum hinauslaufen), dann muss er es Dir wohl glauben, da andere Motive nicht statthaft sind. Das Thema "Kontrolle" bringst Du ja über die begrenzten Mengen und die limitierten Trinkanlässe da rein. An dem Punkt musst Du natürlich ein geändertes Trinkverhalten plausibel begründen können. Warum sollte er es Dir also nicht glauben?

Zitat (krautsalat @ 11.11.2008, 13:27) *
und dass ich der Meinung bin auch früher Alkohol aus Genuß getrunken zu haben.

den Teil würde ich aber noch um die anderen Motive ergänzen

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 11.11.2008, 13:35
Beitrag #408


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Weil er es gewöhnt ist belogen zu werden? Ich stelle mir vor, er geht mit dem Gedanken in die Begutachtung "mal sehen was für Lügen mir der Kandidat jetzt wieder auftischen möchte".
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Martiniii
Beitrag 11.11.2008, 20:01
Beitrag #409


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Mit solchen Gedanken geht ein Gutachter nicht in das Gespräch.
Aber er ist in der Regel sensibilisiert Widersprüche zu erkennen,

Ausdrücken und argumentieren kannst Du.
Ich sehe es wie Kai,
Du trinkst Alkohol als Genuss zum Essen z. B.,
ich würde es auch so rüberbringen.

Du denkst viel zu kompliziert teilweise.
Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, nur eben nicht bei der MPU.
wavey.gif
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mofa 11
Beitrag 11.11.2008, 20:41
Beitrag #410


Neuling
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Hallo martinii,
nach meiner erfahrung heute muß ich sagen: Der Gutachter ist generell misstrauisch (ich hatte meine 1 Stunde lang auf meiner Seite) und reagiert auf den kleinsten Fehler egal von wem ursächlich verursacht mit dem Schubladendenken "hab ich dich erwischt" und "jetzt bin ich schon wieder verarscht worden" - aus diesm Gedanken heraus wacht er in der früh schon auf mit dem Gedanken "wieviel ehrliche hab ich heut". Ich möchte damit auch nicht die Gutachter abwerten aber sie sind auch nur Menschen. Ich habe selber als Betriebskontrolleur gearbeitet und mich mehrmals in der Woche ertappt, dass ich nicht genügend Neutralität habe.
Mfg
Lutze
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lightflower
Beitrag 12.11.2008, 10:14
Beitrag #411


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Zitat (krautsalat @ 11.11.2008, 12:40) *
Frage 23 bleibt aber schwierig, denn als ich darüber nachdachte warum ich heute Alkohol trinke fiel mir kein vernünftiger Grund ein. Ich bin der Meinung es gibt keinen vernünftigen Grund Alkohol zu trinken

Ich Vergleiche das mal mit dem Trinken oder Nichttrinken von Kakao. Kakao stellt ein Genussmittel dar. Es gibt keinen vernünftigen Grund Kakao zu trinken.


Ich kann dem Gutachter auf die Frage warum ich heute Alkohol trinke doch nicht antworten, dass es keinen vernünftigen Grund gibt Alkohol zu trinken oder doch?


Hallo Krautsalat,,

bin ein wenig verwirrt und auch entsetzt was du da so los lässt,,es fällt mir sehr schwer meine Gedanken in Worte zu fassen -und da auch noch zu schreiben ist superschwer für mich,aber das muss ich jetzt loswerden,,wie kannst du von Genusstrinken schreiben?Du,,der warscheinlich nie oft in Glas gespuckt hast,,stellst dich jetzt um,,trinkst also nur ein paar Bier in der Woche,,aha,,nur aus Genuss?oder ich hab alles unter Kontrolle,,Glaubst du das was du hier schreibst?warum stellt du dich denn so quer?Gibt es dafür einen Vernünftigen Grund?

Du kannst doch Kakao nicht mit Alkohol vergleichen(so ungefähr Kakao macht dick)Alkohol aber auch und nicht nur die Leber,,

Im Kakao zum Beispiel steckt Vitamin D(Milch)gut für die Knochen,, wäre doch vernünftig ihn zu trinken,oder? Alkohol ist ein Zellgift das alles zerstört,,wäre also vernünftig ihn nicht zu trinken,oder?

Du machst es dir selber so schwer,,warum trinkst du denn weiterhin?Wenn auch nur wenig(für dich scheint es wenig zu sein,,weil du ja vorher mehr getrunken hast)Wenn es dafür keinen Vernünftigen Grund gibt,,warum trinkst du dann noch?Vielleicht weil du dich von der Masse abheben willst??Oder weil du nicht in ein Schema gepresst werden willst??Du machst dir so viele Gedanken über die Statistik(da wo du nicht reingehörst/sagst du/)das du ganz vergißt das es ist wie es ist.

LG:Lightflower wavey.gif


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Achte auf deine Gedanken,sie sind der Anfang deiner Taten
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krautsalat
Beitrag 12.11.2008, 11:17
Beitrag #412


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Natürlich hinkt der Vergleich. Vermutlich hinkt jeder Vergleich den man anstellt und auch wenn ich hinterher schreibe, dass ich nichts verharmlosen möchte ist der Vergleich des Trinkens von Alkohol mit dem Schlürfen von Kakao eine Verharmlosung aber ich habe schon eine bessere Idee für einen Vergleich. Dennoch bleibe ich vorerst noch beim Vergleich mit Kakao, der unnötig war. Ich hätte da gleich Alkohol für einsetzen können, weil sich die beiden Dinge zu nah sind. Man trinkt beide und beide stellen ein Genußmittel dar. Der einzige Unterschied ist die Gefährlichkeit (daher die Verharmlosung).

Für mich gilt aber, dass ich verstandesmäßig den Alkohol immer als Genußmittel betrachtet habe, da hat keine Umprogrammierung stattgefunden. Es gab niemals den Gedanken "Jetzt brauch ich erstmal ein Bier" oder so. Die Ereignisse waren alle geplant und zwar als Genuß. Ich konsumierte Alkohol wärend ich Sachen Tat die mir Freude machten und ich trank nie nur um Alkohol zu trinken, sondern als Begleitung zu etwas anderem (der Milch), das im Vordergrund stand. Das Trinken von Alkohol war stets nur zur Untermalung da.

Wo sich Kakao und Alkohol bzw. alkoholische Getränke in meinem Fall wirklich ähneln, ist die Schwierigkeit die auftritt, wenn ich den Konsum einschränken will. Es fällt mir beides ungefähr gleich leicht.

Jetzt der neue Vergleich auf den ihr bestimmt schon alle sehr gespannt seid thread.gif .

Man kann es auch mit dem Bungeejumping von einer Brücke vergleichen, deren Höhe man nur schätzen kann. Man möchte den Nervenkitzel. Das ist toll, fast wie fliegen. Jetzt muss man aber die Länge des Seils festlegen. Am Anfang ist man vielleicht etwas vorsichtiger und man kommt dem Boden nicht sehr nahe. So macht es einem aber nicht so viel Spass und man nimmt das nächste mal ein längeres Seil und so kommt man dem Boden immer näher. Am Ende war das Seil vielleicht zu lang und man stößt sich den Kopf. Beim nächsten mal ist das Seil bestimmt kürzer.
Ich gehe noch weiter. Es gibt Seile aus unterschiedlichem Material und auch damit experimentiert man. Auch hier stößt man sich den Kopf weil eines der Seile reißt oder anreißt, also nimmt man lieber das sichere Material.
Letztlich legt man sich auf ein Seil fest, dessen Länge und Material ein sich den Kopf stoßen ausschließt, dass aber auch nicht so kurz ist, dass man keine Freude mehr am Springen hat. scared.gif

Zur Unvernünftigkeit des Trinkens von Alkohol kann man wohl sagen, dass es viele Dinge, gerade wenn es um Genuss und Vergnügen geht, jedweder Vernunft entbehren. Es muss doch nicht alles vernünftig sein was man tut. Und weil ich die Frage "Wenn es keinen vernünftigen Grund dafür gibt Alkohol zu trinken, warum trinken sie dann Alkohol?" vermeiden will, möchte ich einem Gutachter meine Einstellung dazu nicht unbedingt auf die Nase binden. Das ist eine Fangfrage und von mir nicht in einer Stunde befriedigend zu beantworten. Da müßte man vermutlich weit ausholen und die verschiedensten Disziplinen wie die Philosophie, die Psychologie oder auch die Hirnforschung heranziehen und letztlich wird es trotzdem keine befriedigende Antwort geben. Menschen handeln nunmal nicht immer vernünftig, warum das so ist weiß ich nicht. Ich trinke einfach gerne alkoholische Getränke und habe keinen Grund darauf zu verzichten.
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Tnixm
Beitrag 12.11.2008, 11:23
Beitrag #413


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um bei Deinem Vergleich zu bleiben, Alkohol ist hier ein Seil, das ganz plötzlich auch nach vielen Versuchen und ständiger Überprüfung reißt


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GrussT. (Uli)Gelassen bleiben !! Mir muss man schon die Zähne zeigen, damit ich arbeite!

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krautsalat
Beitrag 12.11.2008, 11:31
Beitrag #414


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Das hängt davon ab wie stark man sich den Kopf gestoßen hat. Ansonsten müßte man von allen MPU-Kandidaten ja bedingungslos Abstinenz fordern.
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Tnixm
Beitrag 12.11.2008, 11:39
Beitrag #415


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da bei allen Alkohol-MPU Kanditaten zumindest der Beweis von nicht trennen können erbracht ist, läuft es in sehr vielen Fällen auch darauf hinaus !


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corneliusrufus
Beitrag 12.11.2008, 23:00
Beitrag #416


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@Krautsalat, absolviere doch ein Beratungsgespräch oder eine MPU. Dann weißt Du, ob zwei Dogmen zueinander finden. Manche Menschen müssen erst scheitern, bis sie etwas nachvollziehen können. Oder mit Martin Luther: Sündigt mutig darauf los. D.h. Fehler sind normal, der größte Fehler sit jedoch nicht zu handeln.

Dein Gedanke, das Trinken selbst zu organisieren ist nicht falsch, so Du dass noch kannst. Dann musst Du auch in kauf nehmen, dass Du das vor der Begutachtung hinreichend lange geübt hast. Eher länger als gewöhnlich, desto ungewöhnlicher Dein Weg ist.

Dein Gedanke, mit Genuss zu argumentieren, ist ebenfalls nicht falsch. Nur passen dann die beabsichtigten (biszu-)Trinkmengen nicht in der Logik, es sei denn, die Logik ist schief, d.h. Funktion durch das Trinken wird mit dem Genuss beim Trinken verwechselt. Ein Teil des Gegenbeweises gelingt über die Zeit.

Liebe Greet-Ings, Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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krautsalat
Beitrag 13.11.2008, 11:53
Beitrag #417


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Ich hab mal ne Frage zu Haschisch. Und zawr war ich gestern aus und habe festgestellt das dort auch etwas geraucht wurde. Muss ich da als Passivraucher etwas bei der MPU befürchten? Geht das auch bei mir ins Blut obwohl ich nichts rauche und werde ich darauf untersucht?
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Kai R.
Beitrag 13.11.2008, 12:08
Beitrag #418


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Zitat (krautsalat @ 13.11.2008, 11:53) *
Muss ich da als Passivraucher etwas bei der MPU befürchten? Geht das auch bei mir ins Blut obwohl ich nichts rauche und werde ich darauf untersucht?

Nein, nein und nein. Dazu müssten die aufgenommenen Mengen schon extrem sein.

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 13.11.2008, 14:11
Beitrag #419


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Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)


Am … nahm meine Mannschaft am Fuballturnier in … teil. Im Anschluss an das Turnier sollte dann so eine Art Volksfest stattfinden bei dem ich nach dem Turnier mit meinen Mannschaftskameraden etwas Trinken wollte.

Ich stand relativ spät auf und nahm gegen 11 Uhr mein Frühstück, 2 Schalen Müsli, zu mir, packte meine Tasche und putzte mir die Zähne. Fertig angezogen machte ich mich ca. um 12 mit dem Fahrrad auf den Weg zum Austragungsort. Ich wußte, dass ich ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde brauchen würde und das Turnier sollte 13 Uhr anfangen.

Es war an diesem Tag sehr heiß und als ich auf dem Sportplatz ankam war ich durchgeschwitzt und mußte erstmal etwas vom Eistee trinken den ich mir extra mitgenommen hatte. Bei Turnieren hatte ich immer etwas nicht alkoholisches zu trinken dabei, weil ich nicht gerne spiele, wenn ich Alkohol getrunken habe.

Das Turnier begann relativ pünktlich und der Spielplan ergab, dass wir nach den ersten 2 Spielen eine längere Pause von über einer Stunde haben würden. Angesichts der langen Pause genehmigte ich mir entgegen meiner Gewohnheit nichts zu trinken wenn ich noch Fußball spielen will das erste Bier des Tages gegen 14 Uhr. Ich sagte mir, und sprach da ja aus Erfahrung, dass ich bis zum nächsten Spiel schon nichts mehr vom Alkohol spüren würde, das Bier also schon wieder raus wäre.

Die nächsten 2 Biere trank ich nachdem wir ca. 16 Uhr das Turnier als Drittplatzierte beendeten. Wir schauten uns das Finale an und warteten auf die Siegerehrung die etwas verspätet erst gegen 18 Uhr stattfand. Wir gewannen ein Fass Bier, dass natürlich umgehend geöffnet wurde…

Weil einige meiner Teamkollegen schon vor der Siegerehrung verschwunden waren, begannen wir nun das Fass in einer kleineren Runde zu leeren. Ich holte mir jetzt auch eine Chinapfanne vom Stand um etwas in den Magen zu bekommen. Die Gruppe wurde nach und nach noch kleiner, bis ich schließlich allein blieb mit dem Fass. Ich gehe davon aus, dass ich auf diese Weise zwischen 18 und 20 Uhr weitere 1 ½ Liter Bier zu mir nahm.

Gegen halb 9 kamen dann ein paar Teamkollegen zurück, die nur nach Hause sind um sich für den Abend umzuziehen usw.. Ich war schon fast auf dem Weg zu meinem Rad um auch nach Hause zu fahren, weil ich nicht mehr daran glaubte, dass sie zurückkommen würden und alleine hatte ich keine Lust mehr zu bleiben.

Ich trank dann den Abend noch 3 Bier von der Theke und machte eine Runde „kleiner Feigling“ mit, mischte mich unter die Leute und versuchte zu tanzen, merkte aber schon deutlich, dass ich betrunken und müde war. Wie lange das alles im einzelnen dauerte kann ich nicht sagen, weil ich nicht mehr auf die Uhr schaute.

Als ich für mein Empfinden wieder relativ wach und klar wurde, war das Fest schon in Auflösung begriffen. Ich wollte jetzt nur noch so schnell wie möglich nach Hause um zu schlafen, also schwang ich mich auf mein Rad und fuhr los. Das war schätzungsweise kurz nach 2 Uhr.

Angehalten wurde ich 2 Uhr 50, so stand es in der Anklageschrift. Ich wurde aufgefordert anzuhalten und abzusteigen, was ich auch tat, und erklärte mich bereit in das Testgerät zu blasen. Das Gerät zeigte einen Wert von 1,61 ‰ an. Daraufhin wurde mir eröffnet, dass ich mich im Straftatbereich befände und das man mich mit zur Wache nehmen müsse um mir Blut abzunehmen. Obwohl ich fast fiel als ich mein Rad an einen Baum am Straßenrand schließen wollte fühlte ich mich nun hellwach. Man offenbarte mir, dass ich Schlangenlinien gefahren sei, worauf ich wohl so etwas erwiderte wie, dass ich immer so fahre wenn genug Platz dafür da ist.

Um 3 Uhr 25 wurde mir die Blutprobe entnommen, die einen Wert von 1,81 ‰ ergab. Zu den Tests die der Arzt mit mir durchführen wollte erklärte ich mich auch bereit und nachdem ich alle Unterschriften getätigt hatte führte man mich zum Ausgang der Wache und ließ mich dort zurück.

Halb Acht war ich ungefähr zu Hause und legte mich schlafen, kann auch später gewesen sein.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)


Angefangen hab ich mit 0,5 Liter Bier gegen 14 Uhr. Es folgte 1 Liter Bier zwischen 16 und 17 Uhr. Die nächsten 1,5 Liter Bier schüttete ich zwischen 18 und 20 Uhr in mich hinein. Im Verlauf des restlichen Abends trank ich noch 3 Bier à 0,4 Liter und einen Likör von 0,02 Liter.

Das macht summa summarum 4,2 Liter Bier und 0,02 Liter Likör, die ich im Zeitraum zwischen 14 und 24 Uhr zu mir nahm.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Schwer zu sagen. Ich brauchte, glaub ich, nur eine halbe Stunde mit dem Rad zum Sportplatz. Bei einer angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h und 30 Minuten Fahrzeit habe ich also 10 km zurückgelegt. Da ich für den Heimweg die gleiche Strecke benutzen wollte, wollte ich ca. 10 km fahren. Meine Fahrt fand bei schätzungsweise 5 km ein Ende.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)


Ich hatte keine Angst mit dem Rad umzufallen oder so, weil ich sehr gerne und relativ viel Rad fahre. Man kann also sagen, dass ich ein geübter Radfahrer bin. Die frische Luft und die Bewegung während der Fahrt taten mir gut, außerdem war es ja nicht das erste mal, dass ich betrunken mit dem Rad nach Hause fuhr.
Das Einzige worüber ich mir Sorgen machte war, dass ich kein Licht an meinem Fahrrad hatte und ich über eine unbeleuchtete Landstraße fuhr. Deshalb drehte ich mich häufig um, um zu sehen ob von hinten ein Auto kommen würde. Ich dachte mir rechtzeitig reagieren und von der Straße verschwinden zu können, was natürlich ein Irrglaube und ziemlich gefährlich für mich und Andere hätte ausgehen können.
Das erste und einzige Fahrzeug, das mir begegnete war dann, Gott sei Dank, das Polizeiauto.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Dadurch, dass ich mit dem Fahrrad fuhr, hatte ich ein reines Gewissen. Ich bin ja extra mit dem Rad zu der Veranstaltung gefahren, damit ich größere Mengen Alkohol trinken konnte. Ich hatte also vermieden betrunken Auto zu fahren. Darüber, welche Konsequenzen eine Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad hätte, hatte ich damals nicht nachgedacht. D.h. ich wusste, dass man ab einer bestimmten Grenze, nämlich 1,6 ‰ Probleme mit seinem Führerschein bekommt, jedoch wusste ich damals noch nicht, dass ich diesen Wert auch tatsächlich erreichen würde.

Heute weiß ich, dass man auch als betrunkener Radfahrer eine Gefahr für sich und Andere darstellt und dass ich mir eine Alkoholtoleranz angewöhnt habe, durch die ich nicht mehr in der Lage bin meine Fahrtüchtigkeit nach meinem Gefühl richtig einzuschätzen.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ich wurde 1x angehalten nachdem ich 1 Bier getrunken hatte. Aufgefallen bin ich durch meine rasante Fahrweise Die Kontrolle der Atemalkoholkonzentration ergab einen Wert von 0,08. Ob es sich hierbei um Promille oder mg/l handelte weiss ich nichtmehr. Damals nahm ich an es wären Promille, weil ich erst durch meine Recherchen nach meiner TF erfahren habe, dass es Geräte gibt, die etwas anderes als den Promillewert anzeigen. Man ermahnte mich ich solle ein wenig vorsichtiger an die Kreuzungen heranfahren und liess mich weiterfahren.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Hier muss ich leider gestehen, dass ich sehr regelmäßig alkoholisiert am Strassenverkehr teilgenommen habe. 1x in der Woche fahre ich zum Training, ich spiele ein wenig Fussball, nach welchem bis auf wenige Ausnahmen immer 1 Kasten Bier bereit steht. Also habe ich mich regelmäßig mit einem, meistens aber 2 Bier à 0,5 Liter, an die 0,5 ‰-Grenze herangetrunken. Mit meinem heutigen Wissen möglicherweise sogar darüber hinaus. (Ich verzichte auf eine neuerliche Rechnung)
Darüber hinaus habe ich es auch vorher schon so gehandhabt, dass ich wenn ich mehr als 2 Bier trinken wollte und eine Heimkehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig bis unmöglich schien mit dem Fahrrad fuhr.
Leider muss ich daraus schlussfolgern, dass ich in der Vergangenheit, trotz meines Bewusstseins für die Trennung von Alkohol und Teilnahme am Strassenverkehr, diese Trennung nur unzureichend vollzogen habe, was hauptsächlich an mangelndem Wissen statt an mangelnder Einsicht lag.
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Kai R.
Beitrag 13.11.2008, 14:52
Beitrag #420


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Zitat (krautsalat @ 13.11.2008, 14:11) *
Das macht summa summarum 4,2 Liter Bier und 0,02 Liter Likör, die ich im Zeitraum zwischen 14 und 24 Uhr zu mir nahm.

hast Du das mal mit dem Promillerechner gegengerechnet? Ich komme da nicht auf so hohe Promillwerte bei 10h. Die Aussage "Alkohol vor dem Fußballspiel wäre für mich übrigens ein Zeichen für einen heavy-user. Keine Ahnung, wie das ein Gutachter sieht.

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 13.11.2008, 15:01
Beitrag #421


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Ich hatte das als ich es das erste mal postete mit Widmark vorgerechnet und es hatte sich niemand beschwert. Ich kam ohne Abbau und alles auf einmal auf ein Maximum von 3,39 ‰ und hatte mit einer Abbaurate von 0,1 ‰/h und 11 Stunden Abbauzeit eine BAK von 2,29 ‰ errechnet.

Hier noch einmal die Rechnung:

Das macht summa summarum 4,2 Liter Bier und 0,02 Liter Likör die ich im Zeitraum zwischen 14 Uhr und 24 Uhr zu mir genommen habe. Beim Bier geh ich von 5,0% vol. und beim Feigling von 20% vol. (den Wert hab ich gerade irgendwo im Internet gefunden) aus.

A1=V1xe1x8 A2=V2xe2x8
A1=4,2x5x8 A2=0,02x20x8
A1=168g A2=3,2g

A=A1+A2
A=171,2g

c=(Ax0,9)/(mxr)
c=(171,2gx0,9)/(65x0,7)
c=154,08/45,5
c=3,39 ‰

Ich hätte also einen Promillehöchstwert von sage und schreibe 3,39 ‰ erreicht, wenn ich alles auf einmal gesoffen hätte. Hab ich aber zum Glück nicht. Kommen wir zum Abbau des aufgenommenen Alkohols. Das erste Bier um 14 Uhr vernachlässige ich hierbei. Ich fange also eine Stunde nach den 2 Bieren ab 16 Uhr an.

Von 17 Uhr bis zur Blutentnahme um 3 Uhr 25 sind also 10 Stunden und 25 Minuten vergangen. Ich vereinfache auf 11 Stunden, schließlich hatte ich schon eher angefangen zu trinken.

11x0,1=1,1

Heißt also ich habe ca. 1,1 Promille abgebaut bis zur Blutentnahme. Es bleiben also von den maximal möglichen 3,39 ‰ noch

3,39-1,1=2,29 ‰

übrig, die ich zum Zeitpunkt der Blutentnahme maximal hätte aufweisen können. Ich hoffe das stimmt so.
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krautsalat
Beitrag 13.11.2008, 15:36
Beitrag #422


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Mir ist gerade eine Fehlerquelle aufgefallen. Und zwar habe ich das Bier 14 Uhr aus der Abbauzeit herausgenommen aber nicht aus der Gesamtmenge des Getrunkenen.
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krautsalat
Beitrag 13.11.2008, 20:41
Beitrag #423


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A1 = 3,7 x 5 x 8
A1 = 148 g

A = 148g + 3,2 g
A = 151,2 g

c = (151,2g x 0,9) / (65 x 0,7)
c = 136,08 / 45,5
c = 2,99 ‰

2,99 ‰ - 1,1 ‰ = 1,89 ‰

Das wird schon knapp, ich glaub da muss ich noch einen drauf legen, obwohl es die BAK ja trotzdem erklärt. Im Zweifelsfall hatte ich halt mehr vom Fass.
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krautsalat
Beitrag 15.11.2008, 09:42
Beitrag #424


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Sind die Alkoholmenge und die Rechnung jetzt in Ordnung? Gibt es noch mehr an der Schilderung des Tathergangs zu beanstanden?

Ich denke, dass die Menge so stimmt, zur Not kann ich auch noch 1 oder 2 Kilo weniger geltend machen auch wenn das vielleicht nicht so viel ausmacht.
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Coyota
Beitrag 16.11.2008, 16:17
Beitrag #425


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Beim Rechnen kann ich leider nicht helfen, aber beim Tathergang. Du fügst zwar öfters dieses "im Nachhinein weiß ich, daß..." ein, dennoch kommt die Schilderung für mich nicht ganz authentisch rüber. Es klingt eher so, als ob Du halt dummerweise erst im Nachhinein weißt, daß man ab 1,6 Promille auch als Radler Probleme kriegt. Und weniger, daß Du jetzt im Nachhinein weißt, daß Deine übliche, gewohnte Trinkmenge weit über einem moderatem Trinken lag und dieser problematische Umgang mit Alkohol alle Probleme verursachte.

Ich kenn ja Deinen Thread ganz gut und ich denke, Deine mangelnde Akzeptanz, daß Du ein Alkoholproblem hast, kommt auch in den Antworten im Fragebogen durch. Hat es Dich bei der Kontrolle damals eigentlich nicht erstaunt, daß Du über 1,6 Promille hattest, oder fandest/ findest Du einen solchen Wert noch normal?

Gruß von COYOTA thread.gif


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corneliusrufus
Beitrag 16.11.2008, 20:49
Beitrag #426


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Momentan möchtest Du optimieren, nur nichts ändern. Die Rechnung hier ist zwar richtig, ob die Rechnung insgesamt stimmt, hatte ich auf Deine Nachfrage weiter oben ausgeführt.

Ich verstehe, der konsumierte Alkohol muss zur Begutachtung der BAK entsprechen. Du suchst das nun rechnerisch zu "lösen". Wenn es die alleinige "Lösung" darstellen soll, ist das zu kurz gedacht. Schau, Du weißt was damals als BAK festgestellt worden ist. Du weißt was Du getrunken hast. Du weißt in welcher Zeit, ggf. mit welchen Pausen. Daraus kannst Du Deine persönliche Abbaurate errechnen. Du nimmst die amtliche, damit bloß nicht auffällt, dass Dein Konsum fortgeschrittener sein könnte. Zumindest das solltest Du für Dich einmal überprüfen, um Dir ein Bild vom Konsum zu machen. Poste dieses Ergebnis!

Oder kennst Du Deinen genauen Konsum nicht mehr? Dann würde auch dieses etwas besagen.


Du suchst eine Rechnung zu instrumentalisieren, ohne zu wissen, wozu sie gut ist. Hier eben nicht nur zur Begutachtungsoptimierung, sondern vorher, um Dich erstmal in die Lage zu versetzen, wo stehe ich. Das ist etwas, was Du schon länger "zielgerichtet" ausblendest.

Die Reihenfolge ist doch so: Erst den Konsum feststellen, die entsprechenden Konsequenzen daraus ziehen und dann die Begutachtung. Den Mittelteil hast Du verkürzt. Weil Du ja Deinen eigenen Weg gehen wilst.

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krautsalat
Beitrag 18.11.2008, 09:03
Beitrag #427


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Zitat (Coyota @ 16.11.2008, 16:17) *
Ich kenn ja Deinen Thread ganz gut und ich denke, Deine mangelnde Akzeptanz, daß Du ein Alkoholproblem hast, kommt auch in den Antworten im Fragebogen durch. Hat es Dich bei der Kontrolle damals eigentlich nicht erstaunt, daß Du über 1,6 Promille hattest, oder fandest/ findest Du einen solchen Wert noch normal?

Ich hatte keine Vorstellung davon wie viel 1,6 ‰ eigentlich sind. Es war nur eine Zahl unter der ich mir im Grunde nichts vorstellen konnte, eine willkürliche Grenze ab der man auch auf dem Rad mit führerscheinrechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Komischerweise war das ja an genau diesem Tag im Gespräch. Wieviel ich trinken musste um eine bestimmte Promillezahl zu erreichen wusste ich nicht. Ich dachte mir, dass die Grenze entsprechend hoch sein würde und dass man sie als normal Trinkender, wie ich glaubte einer zu sein, nicht erreichen würde. Also war ich schon einigermaßen erstaunt als das Gerät 1,61 ‰ anzeigte.

Dennoch fand und finde ich es nun nicht weiter tragisch. Es war halt so, dass ich doch recht viel trank. Ein Irrtum, der nun aus der Welt geschafft ist. Die Akzeptanz für das Alkoholproblem ist, wie du richtig feststellst, bei mir dementsprechend gering. Es ist wohl auch die Frage, was man darunter versteht. Für mich fangen die Probleme da an, wo man die Kontrolle über den Konsum verliert, wenn man also nicht mehr aufhören kann wenn man will oder es angesagt ist.

Mein Problem ist jetzt, dem Gutachter klar zu machen, dass ich trotz meiner hohen Alkoholgewöhnung Verkehrsteilnahme und Trinken sicher trennen kann. Das will ich versuchen indem ich ihm darlege, was ich durch die Ereignisse gelernt habe. Dabei vergesse ich zu erwähnen, dass ich gelernt habe zu viel getrunken zu haben, weil das in meinen Augen nicht ausschlaggebend für meine Trunkenheitsfahrt war, sondern eher notwendige Randbedingung.

Zitat (corneliusrufus @ 16.11.2008, 20:49) *
Du nimmst die amtliche, damit bloß nicht auffällt, dass Dein Konsum fortgeschrittener sein könnte. Zumindest das solltest Du für Dich einmal überprüfen, um Dir ein Bild vom Konsum zu machen. Poste dieses Ergebnis!
[...]
Du suchst eine Rechnung zu instrumentalisieren, ohne zu wissen, wozu sie gut ist.

Ich nehme die amtliche, weil ich ja irgendwo ansetzen muss. Im Vorfeld las ich ja einige Threads und da hieß es öfter "Pack noch was drauf!", das war der Grund warum ich die Rechnung überhaupt anstellte. Ich wollte wissen, ob ich genau wie die Anderen für den Gutachter noch etwas draufpacken sollte. Das und um zu sehen, ob ich die Rechnung einigermaßen verstanden hatte. Es ging mir dabei nicht darum irgendetwas zu instrumentalisieren um zu zeigen, dass ich ja gar nicht zu viel trank. Daran dachte ich überhaupt nicht. Das ich zu viel trank, zeigte doch die BAK mit der ich noch radfahren konnte. Genauso wenig machte ich mir Gedanken darüber, ob eine hohe Alkoholgewöhnung auch immer mit einer Erhöhung der Abbaurate einhergeht.

Ich lasse mal alles was ich getrunken hatte drin. Damit kam ich auf maximal 3,39 ‰. Die BAK von 1,81 ‰ wurde laut Protokoll um 3 Uhr 25 entnommen. Angenommen ich baute ab 14 Uhr 25 ab, baute ich 13 Stunden ab. 3,39 - 1,81 macht 1,58. Dies geteilt durch 13 ergeben rund 0,12 Promille, die pro Stunde abgebaut wurden. War es dieses Ergebnis, das ich posten sollte?
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corneliusrufus
Beitrag 18.11.2008, 22:04
Beitrag #428


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Lieber etwas mehr angeben als zuwenig, ist richtig. - Dass Du an die andere Nutzung der Formel nicht gedacht hast, zeigt ja gerade wieder einmal, wie unbedarft Du mit Deinem Thema umgehst. Zumindest nachträglich hätte sich doch großes Erschrecken über diese Trinkmengen einstellen sollen. Als Bild: Du vermerkst das eher buchhalterisch mit Rückfrage, wie soll ich bei dem Kontostand weiter verfahren. Ein erfahrener Buchhalter fragt sich, wie soll nun die Firma überleben. Du überlegst eher, die Verpackung der Produkte zu wechseln statt ein Neudesign vorzunehmen.

Auf den Punkt gebracht: Dir ist Dein eigener Willem mit eigener Erfahrung wichtiger als auf die Ressource gesammelter Erfahrung zurückzugreifen. Deshalb steht Dein Thread auch statt sich zu entwickeln. Deshalb habe ich weiter oben angeführt, absolviere die MPU und prüfe, ob Du mit Deinem Vorhaben ein Leben lang zurecht kommst. Wenn ja, freut es mich für Dich (und mich), wenn nein sehen wir uns wieder.


Ja, das war die Rate (per Stunde), die Du posten solltest. Diese Rechnung kann Dir nämlich in der MPU helfen, wenn es auf der Kippe steht. Weil Du damit argumentieren kannst, Du bist hast noch nicht so oft und so lange so viel getrunken, als dass Du von der Abbaurate her den Amateurbereich verlassen hast. Je eher ein Betroffener sich im Amateurbereich bewegt, also die Trinkfehlausübung noch nicht so gefestigt ist, desto eher können leichtere Anforderungen an den Konsumumgang in der Zukunft gestellt werden. Verhgesse ejdoch nciht, das ist nur ein Baustein, ein Argument. Deine BAK geht in eine andere Richtung.

Ich weiß, das mag nun Wasser auf Deine Mühlen sein. Du siehst, das Board versucht Dir wirklich zu helfen.

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krautsalat
Beitrag 02.12.2008, 23:34
Beitrag #429


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Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)


Schon als Kind hatte ich Kontakt mit Alkohol. Auf Familienfeiern wurde Alkohol getrunken und das wurde vor uns Kindern nicht verborgen. Es kam wohl auch vor, dass ich mal am Bier, Wein oder Sekt nippen durfte, kann mich aber an kein konkretes Erlebnis erinnern.

Das erste konkrete Erlebnis mit Alkoholkonsum an das ich mich erinnern kann, war eine Party die ich mit ein paar Freunden, bei einem Freund, veranstaltete. Sinn und Zweck dieser Party war es, sich mal zu betrinken. Damals war ich schon 16 Jahre alt und musste deshalb das Zeug besorgen.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Mehrmals in der Woche oder nach dem Training, das einmal die Woche stattfand, würde ich schon als regelmäßig bezeichnen.

Der erste Alkoholkonsum an den ich mich konkret erinnern kann, fand ja statt, als ich gerade 16 Jahre alt war. Bei diesem „Experiment“ des sich betrinkens musste ich mich mehrmals übergeben und hatte zunächst einmal genug von Alkohol. Jedoch vergisst man die negativen Erlebnisse in diesem Alter doch recht schnell und so kam es, dass ich doch nicht die Finger vom Alkohol ließ.

In dieser Zeit, womit ich jetzt die Jahre bis zur Einberufung, also bis zu meinem 20. Lebensjahr, meine, trank ich auf Anlässen im familiären Rahmen keinen bis wenig Alkohol. Zu Silvester mal ein Glas Sekt, zur Ente am ersten Weihnachtsfeiertag ein Glas Wein, beim Grillen 2 Bier oder so.

Ich trank aber nicht nur in familiärem Rahmen, sondern auch mit Kumpels, vor allem bei Vereinsfeiern vom Fußballverein. Hier kam ich mit Leuten zusammen, die deutlich mehr Alkohol vertrugen als ich damals vertrug. Ich dachte mir nichts dabei und trank mit.

Es kam also außerhalb der familiären Anlässe, bei denen ich gar nicht bis mäßig trank, zu weiteren Anlässen bei denen ich viel trank. Es wurde mir zum Ende meist unangenehm noch mehr zu trinken und ich versuchte mit alkoholfreien Getränken gegen die Übelkeit anzukämpfen. Oft musste ich mich aber dennoch übergeben.

Ich stellte fest, dass ich ca. 4 Bier vertrage ohne mich übergeben zu müssen. Ich war damals bei dieser Menge Alkohol schon sehr betrunken.

Während ich beim Bund war, trank ich auch nicht mehr als vorher. Ich war heimatnah stationiert und bin nach dem Dienst nach Hause gefahren. Auch hier soff ich am meisten bei Vereinsfeiern. Mit 22 oder so hatte ich keine Lust mehr auf Fußball, weil ich mich in der Mannschaft nicht wohl fühlte. Die Vereinsfeste fielen also weg.

Stattdessen soff ich nun auf Studentenparties oder auf Festen für die Belegschaft bei der Firma bei der ich nebenher jobte. Dort und auch die letzten 2 Jahre beim Fußball merkte ich schon, dass ich jetzt mehr vertrug. 5 oder 6 Bier konnte ich hier wohl schon trinken. Auch auf Geburtstagsfeiern oder anderen Festen trank ich Alkohol aber nicht so viel. Dort mäßigte ich mich und hörte schon auf bevor es mir unangenehm wurde, besonders wenn ich noch mit dem Fahrrad nach Hause musste.

Nach dem Bund ging ich auch öfter in die Disko, zusammen mit dem Freundeskreis von jemandem den ich dort kennengelernt hatte. Damals war ich noch in der Probezeit und trank nur wenn ich nicht fahren musste. Es blieb hier aber bei maximal 2 Bier, weil es mir zu teuer war.

Mit 25 oder 26 trat ich meinem jetzigen Verein bei. Dort war es üblich nach dem Training gemeinsam einen Kasten Bier zu leeren. Ich trank auch mit. Anfangs immer nur ein Bier, später dann meistens 2. Es kamen auch wieder Vereins- und Mannschaftsfeiern hinzu bei denen ich recht viel trank. Auch mit den Kommilitonen trank ich auf Parties immer recht viel.

Ich schätze, dass ich mit 27 Jahren anfing auch mal zu Hause etwas zu trinken. Zunächst sehr selten. Es steigerte sich jedoch immer mehr. Die Mengen die ich hier trank waren immer dieselben, entweder 4 Bier oder eine Flasche Wein, die ich inzwischen sehr gut vertrug.

Letzten Winter gab es eine deutliche Steigerung der Häufigkeit des häuslichen Trinkens. Ich entdeckte den Glühwein für mich, den es im Tetrapack sehr preiswert gab. Das fand ich so gemütlich, dass es bis in den März richtig zur Gewohnheit wurde. Die Häufigkeit des Trinkens behielt ich nun auch ohne Glühwein bei. Allerdings stieg ich zu Hause nun fast komplett auf Wein um.

Seit dem 1. Juni diesen Jahres trinke ich gar nicht mehr zu Hause, sondern nur noch wenn ich mal ausgehe oder auf Familienfeiern. Dann achte ich sehr genau darauf, dass ich nicht zu schnell und zu viel trinke. Es blieb meistens bei 1 oder 2 Bier oder Gläsern Wein. Zu seltenen Anlässen trank ich auch 4 Bier, was für mich heute die absolute Höchstmenge darstellt.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Ich habe 2 bis 5 mal die Woche (ca. 16 mal im Monat) maximal 4 Bier à 0,5l oder eine Flasche Wein getrunken.

Ca. 4-6 mal im Jahr trank ich mehr als 4 Bier oder eine Flasche Wein. Dann trank ich auch Kümmerlinge, kleine Feiglinge, Cuba Libre, Bowle (keine Ahnung was da alles drin war) und auch mal Vodka.

Es bleibt festzuhalten, dass ich keine genauen Angaben zur Häufigkeit machen kann. Die obigen Angaben sind geschätzt, weil ich nicht Buch geführt habe. Die Mengen bei den Besäufnissen oberhalb der 4 Bier oder eine Flasche Wein Marke, kann ich ebenfalls nur schätzen. Ich trank, bis es mir unangenehm wurde oder ich nach Hause ging oder fuhr (mit ÖPNV oder Fahrrad).

Außerdem steigerten sich Menge und Häufigkeit mit den Jahren ja, so dass es unmöglich ist über den gesamten Zeitraum Angaben zu machen. Die Angaben oben beschränken sich auf die Zeit mit dem größten Alkoholkonsum, im Zeitraum ungefähr einen Jahres vor der TF.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Ich habe überwiegend allein zu Hause, mit Mannschaftskameraden nach dem Training oder einem Spiel/Turnier, mit Kommilitonen auf diversen Parties oder auf Familienfeiern getrunken.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Ich fing aus Neugier an zu trinken. Ich musste herausfinden, was es mit dem Alkohol auf sich hatte, dass ihn nur Erwachsene trinken durften. Schon als Kind durfte ich bei meinen Eltern nippen und auch der erste Konsum an den ich mich erinnern kann fand aus Neugier statt. Die Frage war ja wie es ist betrunken zu sein.

In familiärem Rahmen trank ich aus Genussgründen und weil ich es so bei meinen Eltern, meinen Verwandten und deren Freunden und Bekannten schon als Kind lernte, wenn Erwachsene etwas Feiern, dann trinken sie Alkohol. Ich war anfangs jedoch sehr vorsichtig mit den Mengen die ich hier zu mir nahm.

Einerseits schmeckte es nicht besser als Tee, Saft oder Kakao, eher schlechter, andererseits war ich mir unsicher, ob es akzeptiert würde, wenn ich auch Alkohol trank. Nach dem Gesetz durfte ich zwar etwas trinken aber ich fühlte mich nicht sehr erwachsen in dem Alter und Alkohol trinken war eben so ein „Erwachsenending“. Es wurde sowieso nicht übermäßig getrunken, soweit ich das beurteilen konnte.

Mit Kumpels oder bei Festlichkeiten vom Fußball aus fühlte ich mich nicht so unter Aufsicht und es wurde dort deutlich mehr getrunken. Ich hatte keine Ahnung wieviel man so trinkt und orientierte mich daran, was die Anderen tranken. Ich trank also so viel wie die Anderen, d.h. ich versuchte es.

Da hier auch Ältere mit einer erheblichen Alkoholgewöhnung dabei waren, war es mir nicht möglich ein vernünftiges Maß für den Alkoholkonsum zu erlernen. Wenn mir übel wurde versuchte ich der Übelkeit mit viel alkoholfreien Getränken und frischer Luft Herr zu werden. Dennoch mußte ich mich häufig übergeben. Das fasste ich als gutes Zeichen auf, dass mein Körper also wusste wann es genug ist und alles was zu viel war von sich stieß.

Nach dieser Erkenntnis gestaltete ich meinen Alkoholkonsum, wenn ich der Meinung war mich nicht aus gesellschaftlichen Gründen zurückhalten zu müssen. Wobei das keine bewusste Überlegung war. Wenn es nicht angebracht war viel zu trinken, trank ich einfach nicht viel.

Zunächst habe ich so getrunken, wie ich es gelernt hatte. Leider lernte ich viel zu trinken, wenn sich die Gelegenheit dazu bot. Der Konsum erfüllte zunächst keinen bestimmten Zweck für mich denke ich. Es gab einfach keinen Grund es nicht zu tun und so lange man nicht zu viel trinkt ist es doch sehr lustig und angenehm. Ein echter Genuss eben.

Im Kopf blieb es auch immer ein Genussmittel für mich. Auch noch als ich anfing zu Hause zu trinken stellte es für mich ein reines Genussmittel dar. Ich erwischte mich nie beim Gedanken, in bestimmten Situationen erstmal etwas trinken zu müssen.

Unbewusst suchte ich diese Art des Genusses jedoch ganz bestimmt auch wegen des vielfältigen Drucks der auf mich wirkte. In meinem Studium lief es nicht besonders, wodurch ich meine Eltern belaste. Ich wußte nicht ob ich das richtige studierte und bin mir heute sicher es nicht zu tun. Es fiel mir nicht so leicht wie die Schule und ich mußte, um Klausuren zu bestehen auch mal etwas dafür tun. Das war ich nicht gewöhnt und im Grunde weiß ich nicht wie ich zielgerichtet lernen kann, weil ich diese Fähigkeit für die Schule nicht benötigte.

Im Grunde fällt mir zielgerichtetes Handeln jedweder Art schwer. Ich lasse mich gerne treiben und warte ab was passiert um darauf zu reagieren. Auch dabei erfüllte der Alkohol seinen Zweck. Es ist nunmal schwer sich treiben zu lassen, wenn man nichts hat auf dem man treiben kann. Soetwas wäre z.B. ein gesichertes Einkommen.

Da ich jedoch noch kein Stück Holz gefunden habe auf dem ich mich treiben lassen kann, kann ich mich nicht unbeschwert treiben lassen. Der Konsum von Alkohol ermöglichte es mir alles was mich beschwerte zurückzulassen um mich auch ohne Treibgut treiben lassen zu können.

Es ist auch so, dass ich sehr viel darüber nachdenke was ich tue und sage. Das führt dazu, dass ich nur sehr wenig sage und versuche anderen Menschen sehr wenig von mir preiszugeben, wodurch ich eben Probleme habe Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Mit Hilfe des Alkohols konnte ich mich davon etwas losmachen.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)


Ich fühlte mich zunächst beschwingt und gelassener. Es ist durchaus denkbar, dass ich mich durch den Genuss von Alkohol eher auf die Tanzfläche traute als ohne, das lässt sich im Nachhinein schwer nachvollziehen. Auf jeden Fall hatte ich das Gefühl besser zu tanzen oder es war mir einfach egal, wenn ich nicht gut tanzte.

Ich machte mir schlicht weniger Gedanken um das was ich tat, es fiel mir leichter loszulassen und weniger kopfgesteuert zu agieren. Ich gab ein wenig die Kontrolle ab der ich mein Handeln und Sprechen sonst zu unterziehen versuchte.

Kurz, ich wurde locker und gelassen.

Je mehr ich trank desto mehr wurde auch die Wahrnehmung verändert. Es schien als konnte ich klarer denken. Vielleicht weil ich weniger damit beschäftigt war mich zu kontrollieren konnte ich das was von außen auf mich einwirkte besser auf mich einwirken lassen.

Je mehr ich trank desto schwieriger fiel es mir das Gleichgewicht zu halten. Ich wurde auch müde. Meine Aufmerksamkeit richtete sich auch wieder mehr auf mich. Besonders wenn ich ausgelassen tanzte hatte ich einfach ein gutes Gefühl. Der Alkohol, die Musik und die Bewegung ließen mich die Welt vergessen und ich war einfach nur ich selbst, losgelöst von allem was mich sonst einengt.

Wenn ich dann an die Grenzen kam merkte ich schon wie mir langsam übel wurde und in mir ein Verlangen nach frischer Luft aufkam. Es kam vor, dass ich mich dann übergeben musste. In den letzten Jahren aber nicht mehr, da merkte ich rechtzeitig, wann es zu viel wurde.

Am nächsten Tag wachte ich dann meist mit Durst auf. Es ging mir oft nicht so gut. Ich fühlte mich träge. Kopfschmerzen hatte ich zwar nicht aber mein Appetit hielt sich in Grenzen.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Da ich Einwegglas nur sehr sporadisch fortschaffte sammelten sich ziemlich viele Weinflaschen an. Wenn meine Eltern zu Besuch kamen sprachen sie mich darauf an. Ich konnte ihre Sorgen allerdings damit beruhigen, dass sie sich nur ansammelten, weil ich so selten Glas fortschaffte. Das beruhigte mich selbst, denn es stimmte ja und ich machte mir darüber keine weiteren Gedanken.

Dann nahm ich von einer Party noch eine Flasche Bier mit auf den Weg. Als ich in den Bus einsteigen wollte, der mich nach Hause bringen sollte, machte mich der Busfahrer darauf aufmerksam, dass er mich mit der offenen Flasche nicht mitnehmen würde. Nach der Diskussion machte ich mich halt zu Fuß auf den Weg.

Alles in allem habe ich diese kritischen Hinweise nicht als solche wahrgenommen und habe deshalb auch in keiner Weise darauf reagiert.

Dann kam die Trunkenheitsfahrt und der Hinweis der Polizisten, dass ich damit eine Straftat begehen würde, auch die Richterin ließ kein gutes Haar an mir. Außerdem las ich dann ja auch eine Menge über Alkohol und merkte selbst, dass ich zu viel trank.

Daraufhin habe ich meinen Alkoholkonsum auf ein nach meinem Empfinden vernünftiges Maß reduziert.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Nach durchzechten Nächten fühlte ich mich unwohl und war träge, meine Eltern machten sich Sorgen um mich und manchmal musste ich mitten in der Nacht nach Hause laufen, weil nichts mehr fuhr oder der Busfahrer mich nicht mitnehmen wollte.

Schließlich wurde ich wegen einer Trunkenheitsfahrt verurteilt und muss nun die Zweifel die dadurch an meiner Fahreignung aufkamen ausräumen. Das führte auch zu einem erheblichen finanziellen Nachteil. Ich hoffe eines Tages meine Schulden zurückzahlen zu können.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.


Seit meinem 26. oder 27. Lebensjahr bis zur Trunkenheitsfahrt trank ich bedeutend mehr als heute. Besonders das letzte Jahr vor der Trunkenheitsfahrt nahm mein Alkoholkonsum zu. In dieser Zeit lernte ich beim Fußball und beim Studium Menschen mit einem lockeren Umgang mit Alkohol kennen und schätzen.

Das führte dazu, dass ich selbst meinen Umgang mit Alkohol lockerte. Es war für mich nun nicht mehr befremdlich nach dem Sport mit den Kumpels noch was zu trinken oder auch mal zu Hause etwas zu trinken, schließlich war ich erwachsen und konnte so viel trinken wie ich wollte, schließlich schadete ich nach meiner damaligen Auffassung niemandem damit.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Das ist sehr schwer zu beantworten, weil ich nicht versuchte meine Trinkmenge zu kontrollieren. Ich verließ mich auf die Signale meines Körpers, wenn es mir unangenehm wurde hörte ich auf und trank alkoholfreie Getränke. Oft war es am Anfang meiner Trinkkarriere dann schon zu spät um ein sich erbrechen zu verhindern. In den letzten Jahren konnte ich es vermeiden mich zu übergeben.

Wenn ich diese Frage mit einem klaren ja oder nein beantworten müßte, würde ich mit „nein, ich habe nie die Kontrolle über meine Trinkmenge verloren!“ antworten. Volltrunken im Sinne von nicht mehr zu wissen was vor sich geht oder hilflos unterm Tisch zu liegen war ich auch nie.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)


Nach meinem damaligen Verständnis habe ich Alkohol genossen. Das Trinken von Alkohol stellte genauso wie heute einen Genuss dar. Ich war der Meinung nicht wenig zu trinken aber auch nicht besonders viel. Worte wie Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit kamen mir in Verbindung mit meinem Alkoholkonsum nicht in den Sinn. Ich hatte auch keine genaue Vorstellung davon welche Promillewerte ich erreichen würde. Für mich war von Bedeutung, dass ich mir durch meinen Konsum nicht schade und dementsprechend passte ich meinen Alkoholkonsum den Gegebenheiten an, wenn ich viel trinken konnte ohne meine gesellschaftliche Anerkennung zu gefährden trank ich viel, wenn es aufgrund der Anwesenden oder anderer Umstände nicht angebracht war viel zu trinken trank ich entsprechend weniger. Meinem Bedürfnis mir nicht gesundheitlich zu schaden war dadurch genüge getan, dass ich nur so viel trank wie ich vertrug und es vermied mich übergeben zu müssen, was für mich das Zeichen war zu viel getrunken zu haben. Es war mir möglich aufzuhören bevor ich kotzen musste.
Es gab für mich keinen Grund meinen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen.

Nach meiner heutigen Einschätzung habe ich Alkoholmissbrauch betrieben. Ich habe entschieden zu viel Alkohol konsumiert, weil ich aufgrund fehlender negativer Erfahrungen und mangelnden Wissens keinen Grund hatte mich in irgendeiner Weise einzuschränken. Leider habe ich mich auf die Rückmeldungen meines Körpers verlassen um meinen Alkoholkonsum zu steuern. Das ist aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen durch den ich mich stark an Alkohol gewöhnen konnte. Die Gewöhnung an Alkohol nahm ich zwar zur Kenntnis, zog aber die falschen Schlüsse daraus.
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Kai R.
Beitrag 03.12.2008, 09:50
Beitrag #430


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Hallo Krautsalat,

das liest sich alles gut und schlüssig. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Welche Antwort wirst Du dem Gutachter geben, wenn er Dich fragt, wie Du heute mit Deinen inneren Motiven "Flucht an Stelle von zielgerichtetem Handeln" und "Kontaktscheue" umgehst? Und welche Vermeidungsstrategien hast Du entwickelt, um den Alkohol auf einem vernünftigen Maß kontrollieren zu können?

Grüße

Kai


--------------------
Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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corneliusrufus
Beitrag 03.12.2008, 18:41
Beitrag #431


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Das liest sich deutlich anders als vorher. Jetzt ist es für mich insgesamt rund.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Martiniii
Beitrag 03.12.2008, 19:25
Beitrag #432


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Hallo Krautsalat,
ich finde deine Ausführung auch sehr gut.

Wann wolltest Du jetzt eigentlich zur MPU?
Wolltest Du zuvor noch ein Beratungsgespräch machen?
wavey.gif
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krautsalat
Beitrag 04.12.2008, 10:24
Beitrag #433


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Zitat (corneliusrufus @ 18.11.2008, 22:04) *
Zumindest nachträglich hätte sich doch großes Erschrecken über diese Trinkmengen einstellen sollen.


Ich möchte das noch einmal aufgreifen. Coyota sprach ja auch an ob ich nicht erstaunt war über die hohe AAK und ich habe auch oft gelesen, dass die Leute erschreckt waren und entsetzt über das was sie getan haben.

Erstaunt über die 1,61 ‰ AAK war ich sehr wohl. Das lag aber daran, dass ich keine Vorstellung davon hatte, wie viel alkoholische Getränke welche AAK bzw. BAK hervorrufen. Dann war ich mir auch nicht im Klaren darüber, was es heißt eine solche AAK zu haben. Ich las ja erst im nachhinein darüber.

Was es bedeutet, solch eine BAK zu erreichen erschreckte mich schon in gewisser Weise auch wenn ein Schreck bzw. ein Erschrecken nicht das richtige Wort für mein Empfinden dabei ist. Über die Zahl der getrunkenen Biere etc. war ich jedenfalls nicht erschreckt oder erstaunt, denn das war doch normal für mich. Ich wußte ja das ich relativ viel getrunken hatte. Was ich meine ist, dass ich wußte, dass ich viel trank wenn ich bei einem solchen Ereignis war und dieses viel Trinken war so auch geplant. Also wieso in aller Welt hätte ich darüber erschrecken sollen.

Es ist nunmal wie es ist, ich habe eine hohe Alkoholtoleranz. Darauf bin ich nicht stolz aber ich kann sehr gut damit leben. Ich mache mir keine Vorwürfe deswegen, ich tat halt was ich für richtig und unschädlich hielt. Die Auswirkungen auf mein Leben waren so gering, dass ich sie nicht wahrnahm und mir auch heute nicht eingestehen muss durch den Alkohol meine Lebensqualität herabgesetzt zu haben. Das Trinken von Alkohol spielte für mich eine untergeordnete Rolle. Ich ging nicht aus um Alkohol zu trinken, sondern ich trank wenn ich ausging. Ich trank auch zu Hause nicht um Alkohol zu trinken, sondern ich trank, wenn ich es mir gemütlich machte.

Ich weiß nicht ob ihr nachvollziehen könnt was ich meine und wie ich meinen früheren Alkoholkonsum und die ganze Geschichte um die Trunkenheitsfahrt sehe aber ich finde es wichtig es wenigstens zu versuchen mein Gefühl dahingehend zu beschreiben. Leider kann ich es nicht besser beschreiben.

Es ist jedenfalls so, dass ich, auch wenn sich mein Umgang mit Alkohol als falsch herausgestellt hat, mich nicht dafür verurteile. Ich handelte nach bestem Wissen und Gewissen, genau wie ich jetzt nach bestem Wissen und Gewissen handele, wenn ich aufpasse nicht zu oft und zu viel zu trinken. Vielleicht handele ich auch jetzt noch falsch aber ich empfinde es so als richtig.
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krautsalat
Beitrag 04.12.2008, 10:53
Beitrag #434


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Zitat (Kai R. @ 03.12.2008, 09:50) *
das liest sich alles gut und schlüssig.



Zitat (corneliusrufus @ 03.12.2008, 18:41) *
Das liest sich deutlich anders als vorher. Jetzt ist es für mich insgesamt rund.



Zitat (Martiniii @ 03.12.2008, 19:25) *
ich finde deine Ausführung auch sehr gut.


Danke erstmal für die Blumen auch wenn ich einigermaßen überrascht bin über die "Welle der Begeisterung" huh.gif , denn eigentlich habe ich ja nicht viel an dem verändert was ich vorher zu diesen Fragen schon schrieb. Dann bin ich selbst immer noch recht unzufrieden mit dem Ergebnis, vor allem bei Frage 12.

Diese Frage habe ich mal wieder als letztes beantwortet und ich hatte den Abend keine rechte Lust mehr, weil ich schon seit Mittag (mit ein paar Pausen) daran saß, und habe zuletzt nur noch schnell etwas hingeschrieben, weil ich es unbedingt noch an diesem Abend hier einstellen wollte. Auch über Frage 13 mußte ich sehr lange nachdenken.

Dann habe ich die absolute Höchstmenge noch bei 4 Bier oder einer Flasche Wein belassen, obwohl ich bei der MPU eher 2 Bier bzw. 2 Gläser Wein angeben will. Inzwischen tendiere ich auch für meinen tatsächlichen Umgang mit Alkohol in diese Richtung.

Also was ist los? Wo ist euer kritischer Geist geblieben? Ist eine Verschwörung im Gange?

Versteht mich nicht falsch, ich freue mich natürlich über die allgemeine Zustimmung für meine Ausführungen aber irgendwie ist das für mich doch etwas ungewohnt.
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corneliusrufus
Beitrag 04.12.2008, 16:48
Beitrag #435


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Auch das neue liest sich wieder schlüssig. Deine Änderung ist heute, Du beharrst nicht auf Deiner Sicht, das müsse alles anders sein, sondern beschreibst Dich und Deinen Umgang so, wie er war: ausgesprochen naiv. Jetzt kann ich auch nachvollziehen, warum Du erstmal nicht über die Mengen an sich erschrocken warst, warum Du nicht an die Höhe glaubtest. Du wolltest zwar ordentlich trinken, aber hattest nie gemeint, es wäre schon so viel. Infolgedessen liest sich bei Dir auch keine Abwehr (die kam, weil Du uns nicht folgen konntest), sondern Du bist bei der Sachschilderung. Ja, auch andere Leute waren naiv.

Auch wenn Du diese Höhe aus Unkenntnis nie hast erreichen wollen, Du hast sie konsumiert. Der nächste Schritt ist nun, die daraus notwendigen wie richtigen Konsequenzen abzuleiten.

Ich bin schon gespannt, wie Deine Schilderung weiter geht.

Liebe Greet-Ings Cornelius


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Kai R.
Beitrag 05.12.2008, 11:14
Beitrag #436


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Zitat (krautsalat @ 04.12.2008, 10:53) *
Also was ist los? Wo ist euer kritischer Geist geblieben? Ist eine Verschwörung im Gange?

die Juckepunkte kommen ja jetzt. Bisher hast Du schlüssig begründet, wie es zu Deinem Alkoholmißbrauch gekommen ist. Jetzt musst Du noch schlüssig begründen, warum es künftig nicht mehr dazu kommen wird. Und daran hat sich die Diskussion einige Male aufgehängt.

Grüße

Kai


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Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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krautsalat
Beitrag 07.12.2008, 08:19
Beitrag #437


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Zitat (Kai R. @ 05.12.2008, 11:14) *
die Juckepunkte kommen ja jetzt.

Das stimmt natürlich. Ich habe aber zu mindestens zwei Sachen/Fragen selbst noch Fragen.

Und zwar schrieb Klaus mal, dass, wenn ich wie hier:

Zitat (krautsalat @ 02.12.2008, 23:34) *
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Mehrmals in der Woche oder nach dem Training, das einmal die Woche stattfand, würde ich schon als regelmäßig bezeichnen.

regelmäßigen Konsum zugebe bzw. einräume, man mir Abhängigkeit unterstellen könnte. Ist das so? Ich fragte damals auch nach, welches Verständnis von Regelmäßigkeit hinter der Frage steht. Eine Antwort bekam ich so weit ich mich erinnere jedoch nicht darauf.

Dann habe ich auch noch einmal über Frage 17 bzw. deren Sinn nachgedacht und mir gedacht, dass darauf eventuell nur eine Antwort richtig sein kann und ich mit meiner Antwort:

Zitat (krautsalat @ 02.12.2008, 23:34) *
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Das ist sehr schwer zu beantworten, weil ich nicht versuchte meine Trinkmenge zu kontrollieren. Ich verließ mich auf die Signale meines Körpers, wenn es mir unangenehm wurde hörte ich auf und trank alkoholfreie Getränke. Oft war es am Anfang meiner Trinkkarriere dann schon zu spät um ein sich erbrechen zu verhindern. In den letzten Jahren konnte ich es vermeiden mich zu übergeben.

Wenn ich diese Frage mit einem klaren ja oder nein beantworten müßte, würde ich mit "nein, ich habe nie die Kontrolle über meine Trinkmenge verloren!" antworten. Volltrunken im Sinne von nicht mehr zu wissen was vor sich geht oder hilflos unterm Tisch zu liegen war ich auch nie.

sicher durchgefallen wäre. Soll man hier nicht eingestehen die Kontrolle verloren zu haben, um daraus die Notwendigkeit von Trinkkontrolle abzuleiten?
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corneliusrufus
Beitrag 07.12.2008, 11:55
Beitrag #438


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Zu 9.)
Deine Antwort zur Regelmäßigkeit ist ja richtig. Was fehlt sind die Einordnungen zu anderen Gelegenheiten und ob sich diese wie die Mengen dabei entwickelt haben im Zeitverlauf. Gut, Du hast das insgesamt im thread geschildert.

Zu 17.)
Du musst die Antwort finden, wie Du es heute, also nachträglich findest. Nicht mit dem damaligen Wissen. Du kannst schildern, wie Du es damals bewertet hast. So wie Du es geschildert hast. Doch dann musst Du unbedingt hinzufügen, wie Du Dein Verhalten heute bewertest. Eben nicht mehr nur naiv, ivh wollte bsp. mithalten, trinkfest sein, sondern ich habe dadurch einen Grad an Alkoholisierung erreicht, der ... Dadurch ...

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Gast_klaus62_*
Beitrag 07.12.2008, 13:50
Beitrag #439





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Zitat (krautsalat @ 07.12.2008, 08:19) *
Und zwar schrieb Klaus mal, dass, wenn ich wie hier
[....]
Ich fragte damals auch nach, welches Verständnis von Regelmäßigkeit hinter der Frage steht. Eine Antwort bekam ich so weit ich mich erinnere jedoch nicht darauf.


Wundert dich das?

Siehe das letzte Posting meinerseits an dich:

Zitat (klaus62 @ 21.10.2008, 09:31) *
krautsalat

dein letztes Posting an Cindy, die dir nur helfen will, ist für mich nicht nachvollziebar.

Daher ist für mich hier Schluß.

Wünsche dir alles gute für die MPU, werde es ja sehen wie es ausgeht wavey.gif
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krautsalat
Beitrag 07.12.2008, 15:00
Beitrag #440


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@Klaus62

Ich weiß, das du dich aus meinem Thread verabschiedet hast und auch das ich für dich gestorben bin. Was ich nicht weiß ist, was die erneute Erinnerung daran an dieser Stelle soll. Die Frage was Regelmäßigkeit in diesem Kontext bedeutet war ja nicht explizit an dich gerichtet. An den Vorfall mit Cinderella war damals auch noch nicht zu denken.

Der einzige Grund warum ich deinen Namen ins Spiel gebracht habe war doch, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, das man mir Abhängigkeit unterstellt, wenn ich regelmäßigen Alkoholkonsum zugebe. Ich wollte damit keineswegs andeuten, dass der böse Klaus mir ja keine Antwort auf die Frage gegeben hat. Ich hab mich auch nicht gewundert, sondern lediglich noch einmal nachgefragt ob mir vielleicht jetzt jemand eine Antwort geben kann.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 07.12.2008, 15:11
Beitrag #441





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Zitat (krautsalat @ 07.12.2008, 15:00) *
@Klaus62

Ich weiß, das du dich aus meinem Thread verabschiedet hast und auch das ich für dich gestorben bin.


Wer sagt so was?

Ich bestimmt nicht!
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krautsalat
Beitrag 07.12.2008, 15:39
Beitrag #442


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Hallo Klaus,

ich möchte dich auf Beitrag #62 im Thread um Cinderellas Sperrung verweisen.

Ich nehme es dir nicht übel oder so, du hattest ja allen Grund so zu reagieren. Es ist für mich, auch wenn ich es schade finde, volkommen verständlich, dass du mir nicht mehr helfen willst. Aber wenn du bei deiner damaligen Entscheidung bleiben willst halte dich bitte fern aus meinem Thema.

Als ich vorhin sah, dass du mir in meinem Thread geantwortet hattest dachte ich, dass du mir vielleicht verziehen hättest. Ich hatte mich ehrlich darauf gefreut etwas in der Richtung zu lesen. Leider musste ich sehen, dass du mich nur noch einmal daran erinnern wolltest, dass du mir nicht mehr helfen willst nur weil ich es gewagt habe deinen Namen zu erwähnen.

Ich bedaure wirklich, dass ich damals so reagiert habe wie ich reagiert habe und welche Folgen das hatte aber irgendwann muss es doch auch mal gut sein. Entschuldigt hatte ich mich schon mehrmals dafür.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 07.12.2008, 16:25
Beitrag #443





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Zitat (krautsalat @ 07.12.2008, 15:39) *
ich möchte dich auf Beitrag #62 im Thread um Cinderellas Sperrung verweisen.

Schick mir bitte ein Link über diesen Beitrag, hab nämlich keine Zeit deswegen den TTT zu durchforschen
Zitat (krautsalat @ 07.12.2008, 15:39) *
Aber wenn du bei deiner damaligen Entscheidung bleiben willst halte dich bitte fern aus meinem Thema.

Was ich auch machen werde in Zukunft

Zitat (krautsalat @ 07.12.2008, 15:39) *
Leider musste ich sehen, dass du mich nur noch einmal daran erinnern wolltest, dass du mir nicht mehr helfen willst nur weil ich es gewagt habe deinen Namen zu erwähnen.

Ich wollte dich nicht daran erinnern, wirklich nicht.
Nur, in deinem Beitrag kam es so rüber als wenn du mir eine Frage gestellt hättest, aber keine Antwort bekommst von mir.
Wenn das ein neuer User liest hat er ein falscher Eindruck von mir und das will ich vermeiden.
Nur deswegen, und nur deswegen habe ich jetzt hier nochmal gepostet.
Und das musste ich klarstellen, mehr nicht.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 07.12.2008, 20:39
Beitrag #444





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Beitrag 62 aus besagtem Thread:

Zitat
@krautsalat

damit bist du in meinen Augen gestorben

Dich hätte man bannen sollen, nicht Cindy


Dazu stehe ich immer noch, tut mir leid dir das sagen zu müssen.

EOD

Leider kein schöner Anlass für diesen besonderen Beitrag für mich crybaby.gif

Edit:

Vielen Dank an den User, der mich auf den Beitrag 62 per PN benachrichtigt hat wavey.gif

Der Beitrag wurde von klaus62 bearbeitet: 07.12.2008, 20:49
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Beitrag 07.12.2008, 20:46
Beitrag #445


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Zitat (klaus62 @ 07.12.2008, 20:39) *
Leider kein schöner Anlass für diesen besonderen Beitrag für mich crybaby.gif


Trotzdem Klaus wavey.gif Herzliche Glückwünsche zum 5.000sten Beitrag!!! wavey.gif


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krautsalat
Beitrag 08.12.2008, 19:03
Beitrag #446


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Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Ja, ich trinke noch immer alkoholhaltige Getränke und zwar höchstens 2 Flaschen Bier à 0,5l oder 2 Gläser Wein à 0,2l, nicht häufiger als 1 mal die Woche. Zum anstoßen trinke ich auch gerne mal einen Schluck Sekt.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 12. November 2008.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein!

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Wenn ich heute Alkohol trinke, dann um auf etwas anzustoßen, wenn es also gilt einen besonderen Anlass zu würdigen oder jemanden hoch leben zu lassen. Ich genieße es während oder nach einem leckeren Essen in gemütlicher Runde etwas zu trinken und auch wenn ich mich mit Freunden oder Bekannten treffe um einen schönen Abend zu verleben stoße ich mit ihnen gerne darauf an.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich war zwar der Meinung nicht gerade wenig zu trinken aber doch nicht entschieden mehr als der Bevölkerungsdurchschnitt. Außerdem schätzte ich die gesundheitlichen Risiken die durch den Genuss alkoholischer Getränke entstehen und deren Suchtpotential deutlich zu niedrig ein. Ich verließ mich darauf, dass es doch völlig legal wäre Alkohol zu trinken. Alkohol ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Wie gefährlich konnte er also sein? Es gab sogar Berichte darüber, Alkohol würde das Krebsrisiko senken und Gefäßkrankheiten vorbeugen.

Darüber hinaus hatte ich außer eines leichten Unwohlseins am Morgen nach den Besäufnissen, die neben meinem gewöhnlichen Alkoholkonsum, der keine körperlichen Beschwerden hervorrief, selten stattfanden, keine spürbaren Einschränkungen der Lebensqualität durch meinen Konsum. Ich hatte vielmehr die Vorstellung, das Trinken von Alkohol stelle eine gewisse Lebensqualität dar. Es war ein erschwinglicher Luxus den ich mir gönnte.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich sehr naiv war was meinen Konsum betraf. Nach der Trunkenheitsfahrt las ich dann wie heimtückisch die Droge Alkohol sein kann. Ich erfuhr, dass es kein Alkoholmissbrauch ist wenn man sein Bier verschüttet, sondern wenn man wie ich Alkohol in Mengen konsumiert, bei denen „normal“ Trinkende längst die Segel gestrichen hätten, weil ihnen die körperlichen Symptome wie Schwindelgefühl und Übelkeit schon viel zu unangenehm geworden wären. Ich dagegen hatte mich schon so an Alkohol gewöhnt, dass es mir erst bei Mengen unangenehm wurde bei denen ich mir wohl schon erheblichen Schaden zufügte ohne es zu merken.

Zum ersten mal hatte ich das Gefühl mit Alkohol aufpassen zu müssen, wollte ich nicht in der Abhängigkeit landen. Ich dachte vorher, dass man nicht so schnell abhängig wird und vor allem, dass man es rechtzeitig merken würde um dem entgegenzuwirken. Außerdem dachte ich tatsächlich ich würde nur aus Genuss trinken, weil ich ja nicht trank um Krisen zu meistern, sondern nur dann wenn es mir gut ging. Zumindestens hatte ich das Gefühl, dass ich nur trank wenn es mir gut ging, dass der Alkohol vermutlich seinen Teil dazu beitrug, dass es mir gut ging, daran dachte ich nicht. Klar war es ein zusätzlicher Genuss und als diesen empfand ich das Trinken auch aber er täuschte eben auch über gewisse Unzufriedenheiten hinweg. Er machte es mir möglich mich unbeschwert wohlzufühlen.

Vor dem Hintergrund dieser neuen Erkenntnisse beschloss ich meinen Alkoholkonsum einzuschränken. Es wurde mir einfach klar, dass es zu spät ist um zu reagieren, wenn ich erst körperliche Beschwerden durch meinen Konsum hätte oder wenn ich merken würde ich könnte mein Leben nicht ohne meistern und würde Alkohol in bestimmten Situationen brauchen. Ich habe mein Trinken also reduziert um mich vor negativen Folgen zu schützen die ich, hätte ich so weiter gemacht, sicherlich früher oder später zu beklagen gehabt hätte.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Ich beschäftigte mich sofort nach der Trunkenheitsfahrt damit, was mir nun bevorstand. Welche Konsequenzen ich nun zu fürchten hatte. Eröffneten mir die Polizisten doch, ich hätte mit meinem Vergehen eine Straftat begangen. Ich erfuhr, dass ich, sollte der Wert der Blutprobe nicht unter 1,6 ‰ sinken, mit Sicherheit eine Aufforderung zur MPU zu gehen erhalten würde.

Daraufhin informierte ich mich über die MPU. Was ist das eigentlich und was würde mich dort erwarten. Ich las ich müßte entweder abstinent Leben oder kontrolliertes Trinken betreiben um dort eine positive Bewertung zu erhalten. Es stellte sich nun also die Frage was ich tun sollte und trank erstmal nichts mehr.

Ich überlegte hin und her. Beides kam mir komisch vor. Wieso sollte ich Abstinenz oder kontrolliertes Trinken betreiben, war ich doch nicht alkoholabhängig. An der Abstinenz schmeckte mir die Endgültigkeit eines solchen Entschlusses und am kontrollierten Trinken die Buchführung, und die Wchtigkeit die einer solchen Nebensächlichkeit wie dem Trinken von Alkohol damit zukäme, nicht. Außerdem war ich doch in der Lage nichts oder wenig zu trinken, wenn es die Umstände erforderten. Ich trank doch nur etwas, wenn ich es mir (nicht nur in monetärem Sinne) leisten konnte.

Das ich mich für diese beiden Sachen, kontrolliertes Trinken und Abstinenz, nicht begeistern konnte änderte aber nichts an dem Entschluss, meine Trinkmengen zu reduzieren. Letztendlich legte ich mir eine Höchstmenge fest die ich bei keinem Anlass in Zukunft überschreiten würde und auch die Häufigkeit des Alkoholkonsums würde ich so einschränken, dass ich kein schlechtes Gewissen wegen meines Alkoholkonsums haben müßte.

Leider war ich zu Beginn immer noch sehr naiv bei der Festlegung der Höchstmenge die ich mir gestattete. Ich legte sie nämlich nach meinem Gefühl fest, dem ich doch nachdem was ich gelesen hatte nicht mehr vertrauen konnte. Ich legte also die Menge als Höchstmenge fest, die ich für gewöhnlich konsumierte und bei der ich mich körperlich und geistig auf angenehme Art und Weise nur mäßig beeinträchtigt fühlte.

Ich wollte also nur noch etwas Trinken, wenn ich mit anderen zusammen war. Wenn sich also ein Anlass zum Trinken bot und nicht mehr gewohnheitsmäßig um es mir gemütlich zu machen. Das Trinken von Alkohol sollte für mich also wieder etwas Besonderes werden. Bei diesen Anlässen wollte ich höchstens 4 Flaschen Bier oder eine Flasche Wein trinken. Mit dieser Menge hatte ich doch gute Erfahrungen. Die Häufigkeit legte ich auf höchstens einen Anlass pro Woche fest, wissend diese Häufigkeit nicht zu erreichen, wenn ich in Zukunft darauf verzichte allein zu Hause zu trinken um es mir gemütlich zu machen.

Weiterhin wollte ich nie wieder alkoholische Getränke mit mehr als 15 % vol. trinken. Ich beschränkte mich dadurch also auf Wein, Bier und Sekt. Die hochprozentigen Sachen schmeckten mir sowieso nie und ich schob es meist auf sie wenn ich mich in der Vergangenheit übergeben musste oder es mir unangenehm wurde. Ich hielt mich damit sowieso schon zurück und es erschien mir ausgesprochen logisch in Zukunft ganz darauf zu verzichten.

Das erste Bier nach der Trunkenheitsfahrt trank ich bei meinen Eltern zur Eröffnung der Fußballeuropameistershaft. Damit war gewissermaßen, eine Woche nach der Trunkenheitsfahrt die Entscheidung für kontrolliertes Trinken getroffen. Ich machte keine außergewöhnlichen Beobachtungen beim trinken. Anderthalb Wochen später trank ich mit einem Kumpel ein weiteres Bier beim Spiel Schweiz gegen die Türkei. Hier stellte ich mit Genugtuung fest, dass ich das Bier deutlich merkte.

Es war schon eine gewisse Erleichterung dabei. Ich war froh und dachte bei mir, dass ich offenbar gerade noch rechtzeitig die Kurve gekriegt hatte. Ich fühlte mich bestätigt, das Richtige zu tun.

So lebte ich ca. 2 Monate in denen ich 2 mal die 4-Bier-Marke erreichte. Ansonsten trank ich nur 1 oder 2 Bier bzw. Gläser Wein. Es gab 6 Anlässe zu denen ich etwas trank.

Dann rechnete ich mal nach wieviel Promille ich bei dieser Menge Alkohol überhaupt erreiche. Leider musste ich feststellen, dass ich bei 2 Liter Bier schon auf ca. 1,6 ‰ komme, wenn ich die Trink- und Abbauzeiten vernachlässigte. Daraufhin ging ich noch einmal in mich und mußte mir eingestehen, dass meine vorherige Festlegung der Trinkhöchstmenge nicht gut überlegt war und immer noch viel zu hoch ausfiel. Ich beschränkte die neue Höchstmenge auf die Hälfte der Alten und denke, dass ich so bei größtmöglichem Genuß die gesundheitlichen Risiken am besten minimieren kann.

So sieht meine Trinkkontrolle auch heute noch aus. Ich trinke höchstens einmal die Woche höchstens 2 Bier oder 2 Gläser Wein. Sekt trinke ich ohnehin nur um damit anzustoßen. Er schmeckt mir nicht besonders und es beschränkt sich darauf das Glas klingen zu lassen um im Anschluß am Glas zu nippen bis es leer ist. Ich lasse mir von Sekt von vorne herein nur sehr wenig einschenken. Das war schon immer so.

Inzwischen habe ich mir angewöhnt, zunächst etwas alkoholfreies zu trinken bevor ich mit alkoholischem beginne. Ich beobachte mich seit der Fahrt ohnehin sehr genau beim Trinken. Deshalb habe ich das Bier nach dem Spiel Schweiz gegen die Türkei auch so deutlich gespürt. Vorher habe ich ja erst darauf geachtet wie ich mich fühle, wenn ich anfing mich nicht mehr so wohl zu fühlen. Ich trinke viel bewußter und dadurch auch langsamer. Das langsamer trinken hilft doch sehr die Mengen auf einem niedrigen Niveau zu halten.

Es fiel mir bis heute nicht schwer mich an meine Festlegung der Höchstmenge und der maximalen Häufigkeit zu halten auch wenn ich die Menge zunächst zu hoch festlegte. Das hatte mir noch einmal vor Augen geführt, dass ich mit Alkohol vorsichtig umgehen muss und mich dabei nicht auf mein Gefühl verlassen darf.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Da sich mein Alkoholmissbrauch kaum spürbar auf mein Leben ausgewirkt hatte, kann ich nicht von positiven Veränderungen allein durch die Reduzierung meines Konsums berichten. Ich bin ein wenig schlanker geworden. Das habe ich mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen, da ich ohnehin schon immer eher ein Leichtgewicht war. Einerseits kann ich jetzt wieder Hosen anziehen, die mir nicht mehr passten, andererseits bewege ich mich nun im Bereich des leichten Untergewichts. Nichtsdestotrotz fühle ich mich nach wie vor körperlich fit.

Entscheidender sind die Veränderungen, die seit der Trunkenheitsfahrt neben der Veränderung meiner Trinkgewohnheiten und der Aufarbeitung meines Alkoholmissbrauchs in mir vonstatten gegangen sind. Diese Einstellungsänderung mir gegenüber führte dazu, dass ich wieder ein gesteigertes Interesse an mir zeige. Es gibt wieder Dinge die mir wichtig sind. Zum Beispiel, dass ich jetzt endlich so schnell wie möglich mein Studium zu ende bringe. Auch wenn es nicht unbedingt das ist, was ich mir einmal für mich ausgemalt hatte ist es mir doch zunächst einmal wichtig eine abgeschlossene Ausbldung zu haben. Es sagt doch keiner, dass ich dann auch in diesem Bereich beruflich tätig sein werde.

Dann achte ich insgesamt wieder mehr auf mich. Ich bin es mir einfach wieder wert. Ich achte darauf mich ausgewogen zu ernähren. Ich trinke viel Fruchtsäfte und frühstücke auch wieder. Meine Ernährung besteht nicht mehr nur aus Tiefkühlpizza und ich gönne mir auch mal etwas zu naschen. Wein und Bier stellten für mich zu Hause gewissermaßen etwas zu naschen dar. Es gab sogar erste zaghafte Versuche mir etwas selbst zuzubereiten. Sogar Weihnachtsschmuck und ein Adventskalender, den mir meine Freundin geschickt hat, haben einen Platz in meiner Wohnung gefunden.

Insgesamt habe ich eine positivere Einstellung zu mir und meinem Leben gewonnen und das macht sich auch darin bemerkbar, dass ich mich besser motivieren kann die Sachen zu erledigen die zu erledigen sind. Dadurch dass ich die Dinge jetzt schon frühzeitig in die Hand nehme habe ich auch ein besseres Gewissen, wenn ich mich mal wieder treiben lasse und einfach meine freie Zeit genieße. Schließlich habe ich etwas getan, dann steht es mir auch zu mich zu entspannen. Ich kann dadurch meine freie Zeit auch ohne Alkohol unbeschwert genießen und muss kein unterschwellig schlechtes Gewissen haben, weil ich bis dann und dann, dies oder das erledigen muss und noch nichts dafür getan habe.

Ich habe auch wieder das Gefühl, das es irgendwie voran geht. Mein Leben und ich stagnierten doch. Inzwischen bin ich wieder viel offener für neue Dinge, zum Beispiel kann ich mich für klassische Musik begeistern. Ich lese wieder viel mehr und bin einfach viel offener auch anderen Menschen gegenüber.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Keine Ahnung!

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)


Man kann sich nie hundertprozentig sicher sein, das ist mir klar. Man muss immer an sich arbeiten. Während der Zeit meines Alkoholmissbrauchs hatte ich quasi aufgehört an mir zu arbeiten. Der Alkohol schloss die Baustellen gewissermaßen. Ich muss aufpassen mich nicht wieder einlullen zu lassen.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich plane meine Trinkanlässe im Vorraus. Wenn ich auf eine Veranstaltung gehe bei der ich etwas trinken möchte, dann weiß ich das vorher. Das ermöglicht mir, meine An- und Abreise im Vorfeld abzuklären.

Ich weiß jetzt, dass ich bei meiner Planung nicht mehr auf das Fahrrad zurückgreifen kann. Ich weiß auch, dass ich bei zwei Bier nicht mehr mit dem Auto fahren kann.

Wenn ich also etwas trinke fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder ich laufe. Wenn es schwierig ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder zu laufen, kann ich eben nichts trinken.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Nein!
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Kai R.
Beitrag 09.12.2008, 09:31
Beitrag #447


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Hallo Krautsalat,

warum machst Du es Dir so schwer? Eigentlich stehen die richtigen Dinge in Deinem Thread drin. Erlebte Verhaltensänderung, das Bedürfnis, die Trinkmengen zu kontrollieren, auch die maximalen Trinkmengen sind in Ordnung (die Häufigkeit der Trinkanlässe noch nicht). Du begründest es aber noch schief.

Zitat (krautsalat @ 08.12.2008, 19:03) *
Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)


Ja, ich trinke noch immer alkoholhaltige Getränke und zwar höchstens 2 Flaschen Bier à 0,5l oder 2 Gläser Wein à 0,2l, nicht häufiger als 1 mal die Woche. Zum anstoßen trinke ich auch gerne mal einen Schluck Sekt.
"mir ist bewusst, dass ich zukünftig meine Alkoholmengen kontrollieren muss. Ich habe mich daher für kontrolliertes Trinken entschieden. Dabei setze ich mir ein Limit von 2 Flaschen Bier à 0,5l oder 2 Gläser Wein à 0,2l". Die Zahl der Trinkanlässe würde ich aus taktischen Gründen noch reduzieren - warum willst Du öfter als einmal im Monat angeben? Du machst es Dir nur selber schwer. Gewinnen kannst Du damit nichts, egal wie Du wirklich lebst

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 12. November 2008.
passt doch

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein!

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Wenn ich heute Alkohol trinke, dann um auf etwas anzustoßen, wenn es also gilt einen besonderen Anlass zu würdigen oder jemanden hoch leben zu lassen. Ich genieße es während oder nach einem leckeren Essen in gemütlicher Runde etwas zu trinken und auch wenn ich mich mit Freunden oder Bekannten treffe um einen schönen Abend zu verleben stoße ich mit ihnen gerne darauf an.
passt auch

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich war zwar der Meinung nicht gerade wenig zu trinken aber doch nicht entschieden mehr als der Bevölkerungsdurchschnitt. Außerdem schätzte ich die gesundheitlichen Risiken die durch den Genuss alkoholischer Getränke entstehen und deren Suchtpotential deutlich zu niedrig ein. Ich verließ mich darauf, dass es doch völlig legal wäre Alkohol zu trinken. Alkohol ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Wie gefährlich konnte er also sein? Es gab sogar Berichte darüber, Alkohol würde das Krebsrisiko senken und Gefäßkrankheiten vorbeugen.

Darüber hinaus hatte ich außer eines leichten Unwohlseins am Morgen nach den Besäufnissen, die neben meinem gewöhnlichen Alkoholkonsum, der keine körperlichen Beschwerden hervorrief, selten stattfanden, keine spürbaren Einschränkungen der Lebensqualität durch meinen Konsum. Ich hatte vielmehr die Vorstellung, das Trinken von Alkohol stelle eine gewisse Lebensqualität dar. Es war ein erschwinglicher Luxus den ich mir gönnte.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich sehr naiv war was meinen Konsum betraf. Nach der Trunkenheitsfahrt las ich dann wie heimtückisch die Droge Alkohol sein kann. Ich erfuhr, dass es kein Alkoholmissbrauch ist wenn man sein Bier verschüttet,
lass den Schnörkel mal weg
sondern wenn man wie ich Alkohol in Mengen konsumiert, bei denen „normal“ Trinkende längst die Segel gestrichen hätten, weil ihnen die körperlichen Symptome wie Schwindelgefühl und Übelkeit schon viel zu unangenehm geworden wären. Ich dagegen hatte mich schon so an Alkohol gewöhnt, dass es mir erst bei Mengen unangenehm wurde bei denen ich mir wohl schon erheblichen Schaden zufügte ohne es zu merken.

Zum ersten mal hatte ich das Gefühl mit Alkohol aufpassen zu müssen, wollte ich nicht in der Abhängigkeit landen. Ich dachte vorher, dass man nicht so schnell abhängig wird und vor allem, dass man es rechtzeitig merken würde um dem entgegenzuwirken. Außerdem dachte ich tatsächlich ich würde nur aus Genuss trinken, weil ich ja nicht trank um Krisen zu meistern, sondern nur dann wenn es mir gut ging. Zumindestens hatte ich das Gefühl, dass ich nur trank wenn es mir gut ging, dass der Alkohol vermutlich seinen Teil dazu beitrug, dass es mir gut ging, daran dachte ich nicht. Klar war es ein zusätzlicher Genuss und als diesen empfand ich das Trinken auch aber er täuschte eben auch über gewisse Unzufriedenheiten hinweg. Er machte es mir möglich mich unbeschwert wohlzufühlen.

Vor dem Hintergrund dieser neuen Erkenntnisse beschloss ich meinen Alkoholkonsum einzuschränken. Es wurde mir einfach klar, dass es zu spät ist um zu reagieren, wenn ich erst körperliche Beschwerden durch meinen Konsum hätte oder wenn ich merken würde ich könnte mein Leben nicht ohne meistern und würde Alkohol in bestimmten Situationen brauchen. Ich habe mein Trinken also reduziert um mich vor negativen Folgen zu schützen die ich, hätte ich so weiter gemacht, sicherlich früher oder später zu beklagen gehabt hätte.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Ich beschäftigte mich sofort nach der Trunkenheitsfahrt damit, was mir nun bevorstand. Welche Konsequenzen ich nun zu fürchten hatte. Eröffneten mir die Polizisten doch, ich hätte mit meinem Vergehen eine Straftat begangen. Ich erfuhr, dass ich, sollte der Wert der Blutprobe nicht unter 1,6 ‰ sinken, mit Sicherheit eine Aufforderung zur MPU zu gehen erhalten würde.

Daraufhin informierte ich mich über die MPU. Was ist das eigentlich und was würde mich dort erwarten. Ich las ich müßte entweder abstinent Leben oder kontrolliertes Trinken betreiben um dort eine positive Bewertung zu erhalten. Es stellte sich nun also die Frage was ich tun sollte und trank erstmal nichts mehr.

Ich überlegte hin und her. Beides kam mir komisch vor. Wieso sollte ich Abstinenz oder kontrolliertes Trinken betreiben, war ich doch nicht alkoholabhängig. An der Abstinenz schmeckte mir die Endgültigkeit eines solchen Entschlusses und am kontrollierten Trinken die Buchführung, und die Wchtigkeit die einer solchen Nebensächlichkeit wie dem Trinken von Alkohol damit zukäme, nicht. Außerdem war ich doch in der Lage nichts oder wenig zu trinken, wenn es die Umstände erforderten. Ich trank doch nur etwas, wenn ich es mir (nicht nur in monetärem Sinne) leisten konnte.

Das ich mich für diese beiden Sachen, kontrolliertes Trinken und Abstinenz, nicht begeistern konnte änderte aber nichts an dem Entschluss, meine Trinkmengen zu reduzieren. Letztendlich legte ich mir eine Höchstmenge fest die ich bei keinem Anlass in Zukunft überschreiten würde und auch die Häufigkeit des Alkoholkonsums würde ich so einschränken, dass ich kein schlechtes Gewissen wegen meines Alkoholkonsums haben müßte.
Du kontrollierst das Trinken doch. Was soll der Einwand? Ansonsten kann das doch so bleiben

Leider war ich zu Beginn immer noch sehr naiv bei der Festlegung der Höchstmenge die ich mir gestattete. Ich legte sie nämlich nach meinem Gefühl fest, dem ich doch nachdem was ich gelesen hatte nicht mehr vertrauen konnte. Ich legte also die Menge als Höchstmenge fest, die ich für gewöhnlich konsumierte und bei der ich mich körperlich und geistig auf angenehme Art und Weise nur mäßig beeinträchtigt fühlte.

Ich wollte also nur noch etwas Trinken, wenn ich mit anderen zusammen war. Wenn sich also ein Anlass zum Trinken bot und nicht mehr gewohnheitsmäßig um es mir gemütlich zu machen. Das Trinken von Alkohol sollte für mich also wieder etwas Besonderes werden. Bei diesen Anlässen wollte ich höchstens 4 Flaschen Bier oder eine Flasche Wein trinken. Mit dieser Menge hatte ich doch gute Erfahrungen. Die Häufigkeit legte ich auf höchstens einen Anlass pro Woche fest, wissend diese Häufigkeit nicht zu erreichen, wenn ich in Zukunft darauf verzichte allein zu Hause zu trinken um es mir gemütlich zu machen.

Weiterhin wollte ich nie wieder alkoholische Getränke mit mehr als 15 % vol. trinken. Ich beschränkte mich dadurch also auf Wein, Bier und Sekt. Die hochprozentigen Sachen schmeckten mir sowieso nie und ich schob es meist auf sie wenn ich mich in der Vergangenheit übergeben musste oder es mir unangenehm wurde. Ich hielt mich damit sowieso schon zurück und es erschien mir ausgesprochen logisch in Zukunft ganz darauf zu verzichten.

Das erste Bier nach der Trunkenheitsfahrt trank ich bei meinen Eltern zur Eröffnung der Fußballeuropameistershaft. Damit war gewissermaßen, eine Woche nach der Trunkenheitsfahrt die Entscheidung für kontrolliertes Trinken getroffen. Ich machte keine außergewöhnlichen Beobachtungen beim trinken. Anderthalb Wochen später trank ich mit einem Kumpel ein weiteres Bier beim Spiel Schweiz gegen die Türkei. Hier stellte ich mit Genugtuung fest, dass ich das Bier deutlich merkte.

Es war schon eine gewisse Erleichterung dabei. Ich war froh und dachte bei mir, dass ich offenbar gerade noch rechtzeitig die Kurve gekriegt hatte. Ich fühlte mich bestätigt, das Richtige zu tun.

So lebte ich ca. 2 Monate in denen ich 2 mal die 4-Bier-Marke erreichte. Ansonsten trank ich nur 1 oder 2 Bier bzw. Gläser Wein. Es gab 6 Anlässe zu denen ich etwas trank.

Dann rechnete ich mal nach wieviel Promille ich bei dieser Menge Alkohol überhaupt erreiche. Leider musste ich feststellen, dass ich bei 2 Liter Bier schon auf ca. 1,6 ‰ komme, wenn ich die Trink- und Abbauzeiten vernachlässigte. Daraufhin ging ich noch einmal in mich und mußte mir eingestehen, dass meine vorherige Festlegung der Trinkhöchstmenge nicht gut überlegt war und immer noch viel zu hoch ausfiel. Ich beschränkte die neue Höchstmenge auf die Hälfte der Alten und denke, dass ich so bei größtmöglichem Genuß die gesundheitlichen Risiken am besten minimieren kann.
erlebte und gelebte Verhaltensänderung. Sehr plastisch. Gefällt dem GA bestimmt

So sieht meine Trinkkontrolle auch heute noch aus. Ich trinke höchstens einmal die Woche höchstens 2 Bier oder 2 Gläser Wein. Sekt trinke ich ohnehin nur um damit anzustoßen. Er schmeckt mir nicht besonders und es beschränkt sich darauf das Glas klingen zu lassen um im Anschluß am Glas zu nippen bis es leer ist. Ich lasse mir von Sekt von vorne herein nur sehr wenig einschenken. Das war schon immer so.

Inzwischen habe ich mir angewöhnt, zunächst etwas alkoholfreies zu trinken bevor ich mit alkoholischem beginne. Ich beobachte mich seit der Fahrt ohnehin sehr genau beim Trinken. Deshalb habe ich das Bier nach dem Spiel Schweiz gegen die Türkei auch so deutlich gespürt. Vorher habe ich ja erst darauf geachtet wie ich mich fühle, wenn ich anfing mich nicht mehr so wohl zu fühlen. Ich trinke viel bewußter und dadurch auch langsamer. Das langsamer trinken hilft doch sehr die Mengen auf einem niedrigen Niveau zu halten.

Es fiel mir bis heute nicht schwer mich an meine Festlegung der Höchstmenge und der maximalen Häufigkeit zu halten auch wenn ich die Menge zunächst zu hoch festlegte. Das hatte mir noch einmal vor Augen geführt, dass ich mit Alkohol vorsichtig umgehen muss und mich dabei nicht auf mein Gefühl verlassen darf.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Da sich mein Alkoholmissbrauch kaum spürbar auf mein Leben ausgewirkt hatte, kann ich nicht von positiven Veränderungen allein durch die Reduzierung meines Konsums berichten. Ich bin ein wenig schlanker geworden. Das habe ich mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen, da ich ohnehin schon immer eher ein Leichtgewicht war. Einerseits kann ich jetzt wieder Hosen anziehen, die mir nicht mehr passten, andererseits bewege ich mich nun im Bereich des leichten Untergewichts. Nichtsdestotrotz fühle ich mich nach wie vor körperlich fit.

Entscheidender sind die Veränderungen, die seit der Trunkenheitsfahrt neben der Veränderung meiner Trinkgewohnheiten und der Aufarbeitung meines Alkoholmissbrauchs in mir vonstatten gegangen sind. Diese Einstellungsänderung mir gegenüber führte dazu, dass ich wieder ein gesteigertes Interesse an mir zeige. Es gibt wieder Dinge die mir wichtig sind. Zum Beispiel, dass ich jetzt endlich so schnell wie möglich mein Studium zu ende bringe. Auch wenn es nicht unbedingt das ist, was ich mir einmal für mich ausgemalt hatte ist es mir doch zunächst einmal wichtig eine abgeschlossene Ausbldung zu haben. Es sagt doch keiner, dass ich dann auch in diesem Bereich beruflich tätig sein werde.
hier könntest Du noch beschreiben, dass Dir der Alkohol auch im Weg stand

Dann achte ich insgesamt wieder mehr auf mich. Ich bin es mir einfach wieder wert. Ich achte darauf mich ausgewogen zu ernähren. Ich trinke viel Fruchtsäfte und frühstücke auch wieder. Meine Ernährung besteht nicht mehr nur aus Tiefkühlpizza und ich gönne mir auch mal etwas zu naschen. Wein und Bier stellten für mich zu Hause gewissermaßen etwas zu naschen dar. Es gab sogar erste zaghafte Versuche mir etwas selbst zuzubereiten. Sogar Weihnachtsschmuck und ein Adventskalender, den mir meine Freundin geschickt hat, haben einen Platz in meiner Wohnung gefunden.

Insgesamt habe ich eine positivere Einstellung zu mir und meinem Leben gewonnen und das macht sich auch darin bemerkbar, dass ich mich besser motivieren kann die Sachen zu erledigen die zu erledigen sind. Dadurch dass ich die Dinge jetzt schon frühzeitig in die Hand nehme habe ich auch ein besseres Gewissen, wenn ich mich mal wieder treiben lasse und einfach meine freie Zeit genieße. Schließlich habe ich etwas getan, dann steht es mir auch zu mich zu entspannen. Ich kann dadurch meine freie Zeit auch ohne Alkohol unbeschwert genießen und muss kein unterschwellig schlechtes Gewissen haben, weil ich bis dann und dann, dies oder das erledigen muss und noch nichts dafür getan habe.

Ich habe auch wieder das Gefühl, das es irgendwie voran geht. Mein Leben und ich stagnierten doch. Inzwischen bin ich wieder viel offener für neue Dinge, zum Beispiel kann ich mich für klassische Musik begeistern. Ich lese wieder viel mehr und bin einfach viel offener auch anderen Menschen gegenüber.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Keine Ahnung!
dazu sollte Dir aber noch etwas einfallen. Trinktagebuch (nur so zum Nachhalten, ob es wieder mehr wird)?

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)


Man kann sich nie hundertprozentig sicher sein, das ist mir klar. Man muss immer an sich arbeiten. Während der Zeit meines Alkoholmissbrauchs hatte ich quasi aufgehört an mir zu arbeiten. Der Alkohol schloss die Baustellen gewissermaßen. Ich muss aufpassen mich nicht wieder einlullen zu lassen.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich plane meine Trinkanlässe im Vorraus. Wenn ich auf eine Veranstaltung gehe bei der ich etwas trinken möchte, dann weiß ich das vorher. Das ermöglicht mir, meine An- und Abreise im Vorfeld abzuklären.

Ich weiß jetzt, dass ich bei meiner Planung nicht mehr auf das Fahrrad zurückgreifen kann. Ich weiß auch, dass ich bei zwei Bier nicht mehr mit dem Auto fahren kann.
eigentlich sollten die Mengen nur so sein, dass Du juristisch zu jeder Zeit noch Auto fahren kannst, da Du Bereiche, in denen Du den Alkohol merkst nicht mehr erreichst. Aber es ist natürlich ein Ausdruck von Vorsicht, nur mit 0,0 %o Auto zu fahren

Wenn ich also etwas trinke fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder ich laufe. Wenn es schwierig ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder zu laufen, kann ich eben nichts trinken.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Nein!
vielleicht wie Du heute den gesamten Prozess siehst?


So, just my 2 Cents. Meiner Meinung nach kannst Du die MPU bestehen, wenn Du die taktischen Hinweise noch beherzigst.

Grüße

Kai


--------------------
Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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krautsalat
Beitrag 09.12.2008, 09:55
Beitrag #448


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Zitat (krautsalat @ 08.12.2008, 19:03) *
Das erste Bier nach der Trunkenheitsfahrt trank ich bei meinen Eltern zur Eröffnung der Fußballeuropameistershaft. Damit war gewissermaßen, eine Woche nach der Trunkenheitsfahrt die Entscheidung für kontrolliertes Trinken getroffen. Ich machte keine außergewöhnlichen Beobachtungen beim trinken. Anderthalb Wochen später trank ich mit einem Kumpel ein weiteres Bier beim Spiel Schweiz gegen die Türkei. Hier stellte ich mit Genugtuung fest, dass ich das Bier deutlich merkte.


Hier muss ich mich noch berichtigen. Das Spiel Schweiz gegen die Türkei war nur 4 Tage nach der Eröffnung. Ich hab das nochmal im Spielplan nachgeschlagen.
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krautsalat
Beitrag 09.12.2008, 10:39
Beitrag #449


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Zitat (Kai R. @ 09.12.2008, 09:31) *
Zitat (krautsalat @ 08.12.2008, 19:03) *

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

[...]

Entscheidender sind die Veränderungen, die seit der Trunkenheitsfahrt neben der Veränderung meiner Trinkgewohnheiten und der Aufarbeitung meines Alkoholmissbrauchs in mir vonstatten gegangen sind. Diese Einstellungsänderung mir gegenüber führte dazu, dass ich wieder ein gesteigertes Interesse an mir zeige. Es gibt wieder Dinge die mir wichtig sind. Zum Beispiel, dass ich jetzt endlich so schnell wie möglich mein Studium zu ende bringe. Auch wenn es nicht unbedingt das ist, was ich mir einmal für mich ausgemalt hatte ist es mir doch zunächst einmal wichtig eine abgeschlossene Ausbldung zu haben. Es sagt doch keiner, dass ich dann auch in diesem Bereich beruflich tätig sein werde.
hier könntest Du noch beschreiben, dass Dir der Alkohol auch im Weg stand


Dem ist aber nicht so. Der Alkohol stand mir hier nicht im Wege. Ich empfinde das auch heute noch nicht so. Ich stand mir selbst im Wege. Ich trank ja gewissermaßen, weil ich mir selbst im Wege stand. Na gut, vielleicht kann man sagen, dass ich durchs Trinken verhinderte das ein Ruck durch mich geht und ich endlich aufwache. Wie ich es doch aber beschrieb. Unter anderem mit den Baustellen die durch den Alkohol geschlossen wurden. Er erleichterte es mir, mir selbst im Weg zu stehen aber der Alkohol bzw. mein Konsum ansich stand mir nicht im Wege.

Keine Ahnung wie ich ausdrücken kann was ich meine aber die Formulierung, dass der Alkohol mir auch im Wege stand klingt für mich grundlegend falsch. Das verdreht die Tatsachen in meinen Augen.

Zitat (Kai R. @ 09.12.2008, 09:31) *
Zitat (krautsalat @ 08.12.2008, 19:03) *

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Keine Ahnung!
dazu sollte Dir aber noch etwas einfallen. Trinktagebuch (nur so zum Nachhalten, ob es wieder mehr wird)?


Um welches Verhalten geht es denn eigentlich in der Frage? Ist meine neue Aktivität und Offenheit gemeint oder mein Konsumverhalten? Ansonsten ist mein ganzes verändertes Selbstbewusstsein eine Vermeidungsstrategie um nicht in alte Konsummuster zu verfallen. Wie ich mein neues Selbstverständnis pflegen und schützen kann weiß ich leider nicht. Es schützt sich quasi selbst. Es wirkt sogar selbstverstärkend. Dadurch, dass ich mich wieder öffnen konnte habe ich wieder viel mehr Eindrücke und Gedanken denen ich nachhängen kann. Das verschafft mir Zufriedenheit und mir wird nicht so leicht langweilig. Die Langeweile hatte ich ja durch gewohnheitsmäßiges Verhalten bekämpft, das dann selbst langweilig wurde, weswegen ich zusätzlich etwas getrunken habe. Die Beschäftigung mit der MPU war zu Beginn auch eine willkommene Abwechslung. Ich bin froh über jede geistige Beschäftigung.

Es scheint mir alles so kompliziert. Ich bin nicht in der Lage vernünftig auzudrücken was ich meine.

Zitat (Kai R. @ 09.12.2008, 09:31) *
Zitat (krautsalat @ 08.12.2008, 19:03) *

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich weiß jetzt, dass ich bei meiner Planung nicht mehr auf das Fahrrad zurückgreifen kann. Ich weiß auch, dass ich bei zwei Bier nicht mehr mit dem Auto fahren kann.
eigentlich sollten die Mengen nur so sein, dass Du juristisch zu jeder Zeit noch Auto fahren kannst, da Du Bereiche, in denen Du den Alkohol merkst nicht mehr erreichst. Aber es ist natürlich ein Ausdruck von Vorsicht, nur mit 0,0 %o Auto zu fahren


Auch wenn es unglaubwürdig klingen mag aber 2 Bier merke ich schon. Ich merke auch ein Bier oder äquivalent ein Glas Wein. Natürlich fühle ich mich nicht sonderlich beeinträchtigt aber ich merke es durchaus wenn ich etwas getrunken habe. Interessant wäre es mal auszuprobieren ob ich es auch merke, wenn ich nicht weiß, dass ich etwas getrunken habe.
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krautsalat
Beitrag 09.12.2008, 11:12
Beitrag #450


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Zu der Häufigkeit des Trinkens:

Die Häufigkeit habe ich ja festgelegt, weil es mir eine Warnung sein soll. So brauche ich kein Trinktagebuch. Sollte ich merken, dass ich jede Woche etwas trinke und vielleicht sogar noch mehr Anlässe in einer Woche waren bei denen ich gerne etwas getrunken hätte, dann weiß ich das ich gefahr laufe in alte Verhaltensweisen zurückzufallen. Ein Monat erscheint mir dafür doch ein wenig zu lang. Dann fallen die Trinkanlässe sowieso eher unregelmäßig und einmal im Monat wird einem halbwegs natürlichen Trinken wie ich es anstrebe einfach nicht gerecht. Vielleicht habe ich die Woche gewählt, weil ich weiß, dass das keine Einschränkung für mich bedeutet. Kann auch sein.

Das schlimmste am kontrollierten Trinken ist für mich wirklich die Buchführung. Der Gedanke ich führe Buch über den Alkohol den ich so zu mir nehme ist mir richtig zuwider. Und das heißt ja nicht nur Strichliste zu führen, sondern ich schreibe mir schon Wochen und Monate im Vorraus auf wann ich wieviel Trinke. So weit plane ich nichts vorraus. So viel zu zielgerichtetem Handeln.
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