Willkommen, Gast ( Anmelden | Registrierung )
![]() ![]() |
02.11.2008, 15:00
Beitrag
#351
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Die drei Möglichkeiten eine MPU mit Alkoholfragestellung aufzuzählen, nämlich Abstinenz, Kontrolliertes Trinken und (anderweitiges) Trennvermögen, hast Du richtig wiedergegeben.
Nun schaue einmal, welche davon - genau bei Dir - realistisch ist. Du hattest wie viel Promille? Ist da das anderweitige Trennvermögen immer gegeben? Braucht es dafür bei Dir nicht einer Kontrolle? Bleibt dann - bei Dir - nicht nur KT oder Abstinenz übrig? Deine Trunkenheitsfahrt kann der Gutachter so interpretieren, dass freie Kontrolle gerade nicht mehr reicht. Denn sonst wäre die Fahrt ja nicht zustande gekommen. Was ist denn - an Deinem - Alkoholkonsum so tolles, wichtiges, essentielles, dass Du diese Mengen benötigst? Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
03.11.2008, 01:38
Beitrag
#352
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Ich benötige die Mengen ja nicht und seitdem trinke ich viel bewusster und schütte das Zeug nicht einfach gedankenlos in mich hinein, wenn sich ein Anlass dazu findet. Schon weil ich inzwischen deutlich langsamer trinke würde ich die Mengen von damals, also um die 2 ‰, nicht mehr erreichen. Dann habe ich erfreut festgestellt welche Wirkung bereits nach 2 Bier oder einer halben Flasche Wein einsetzte, wenn ich mal eine Weile nichts getrunken hatte. Ich befürchte nur, dass ich das Wort Wirkung bei der Beschreibung meines jetzigen Konsums während der MPU tunlichst vermeiden sollte.
Dann findet die Trennung bei mir bereits vor der Veranstaltung statt, indem ich, wie ich es immer getan habe, meine An- und vor allem die Abreise im Voraus plane. Zumindestens das Verkehrsmittel steht schon fest und das Auto kam für mich bei mehr als 2 Bier nicht mehr in Frage. Heute weiß ich, dass diese 2 Bier schon sehr hart an der Grenze waren. Ich will das Risiko nicht eingehen mir mit mehr als 0,3 ‰ irgendeine Ausfallerscheinung zu schulden kommen/anhängen zu lassen, weshalb für mich seit dem Vorfall beim Führen jeglicher Fahrzeuge 0,0 ‰ gelten. Das heißt also, dass ich, sollte ich vorhaben etwas zu trinken, das Auto oder das Fahrrad stehen lasse, wie ich auch früher immer bei Besäufnissen auf das Auto verzichtet habe. Hintergrund war immer die Vermeidung negativer Konsequenzen für mich und andere. Dabei spielt auch die Angst den Führerschein zu verlieren eine wichtige Rolle aber die sollte ich bei einer MPU wahrscheinlich auch nicht erwähnen obwohl ich sie für eine wirksame Vermeidungsstrategie für Trunkenheitsfahrten halte. |
|
|
|
04.11.2008, 12:02
Beitrag
#353
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Ein erneuter Versuch auf Frage 12 zu antworten:
Zitat 12. Warum haben Sie getrunken? (Innere + äußere Motive) Anfangs habe ich bei meinen Eltern immer mal etwas kosten dürfen. Wie alt ich damals war, weiß ich nicht mehr. Das bestimmende Motiv war hier bestimmt die Neugier. Ein Getränk das ich als Kind nicht trinken darf? Das muss ich probieren. Geschmeckt hat mir der Schluck Bier, Wein oder Sekt nicht aber so richtig kann ich mich an diese Kostproben icht erinnern. Ich weiss aber, dass sie stattgefunden haben. Als Kind kostete ich also sehr selten mal von den alkoholischen Getränken meiner Eltern, ein Verlangen öfter oder in ihrer Abwesenheit zu kosten verspürte ich nicht, da es mir wohl nicht besonders gut schmeckte und eine deutliche Wirkung verspürte ich bei den Mengen auch nicht. Mein erstes Besäufnis kann ich auch der Neugier zuschreiben. Es fand mit ein paar Freunden statt. Wir besorgten uns ein paar Bier und Wein, Sekt glaub ich auch. Ich war damals schon 16 und konnte den Stoff ganz legal besorgen obwohl es trotzdem irgendwie unangenehm war so viele alkoholische Getränke auf einmal zu kaufen. Wir holten die Sachen in mehreren Etappen, wenn ich mich recht erinnere. Wieviel wir uns holten kann ich nicht mehr mit Sicherheit sagen aber besonders viel kann es nicht gewesen sein. Es war schon so eine Art Abenteuer, denn wir wollten die Party ja veranstalten um uns richtig zu betrinken. Wir wollten sehen was denn dran ist am Alkohol und wie es ist betrunken zu sein. Dementsprechend schwer tat ich mich auch meinen Eltern zu erzählen was wir vorhatten. Ich sagte, dass wir eine kleine Party machen wollten und das ich bei X übernachten würde. Schließlich traute ich mich sogar zu erwähnen, dass wir auch ein bisschen Alkohol trinken wollten. Meine Eltern waren nicht begeistert darüber, willigten letztendlich aber doch ein. Es war furchtbar, wir mussten uns alle mehrmals übergeben und fühlten uns Tags darauf, gelinde gesagt, nicht gut. Wir waren uns einig so etwas nie wieder zu tun. Wir taten es auch lange Zeit nicht wieder. Zu wenigen Anlässen trank ich in familiärem Rahmen mal ein Glas Bier, Wein oder Sekt. Das war echtes Genusstrinken auch wenn der Geschmack sicherlich nicht der Hauptgenuss war. Vielmehr spielte das anstoßen und das beschwipst sein eine Rolle. Ich wollte vielleicht auch zur Gruppe der Erwachsenen gehören indem ich am Trinken von Alkohol teilnahm. Ich vergaß natürlich auch die schlechten Erfahrungen von meinem ersten Besäufnis, in diesem Alter vergisst man so etwas schnell, und ließ mich wieder auf den Alkohol ein. Ich trank Alkohol, wenn ich mit Freunden abhing oder wegging. Meistens waren es irgendwelche Veranstaltungen vom Fußballverein aus wo es Alkohol umsonst gab. Ich war damals nicht bereit, dafür Geld auszugeben nahm solche Gelegenheiten jedoch war Alkohol zu trinken. Es waren hier meistens auch ältere dabei, die sich schon eine gewisse Alkoholgewöhnung antrainiert hatten. Natürlich nahm ich mir bei den anderen ein Beispiel und trank so viel wie ich nur konnte. Es ging mir regelmäßig schlecht danach und ich musste mich übergeben. Ich fasste das als gutes Zeichen auf, dass mein Körper eben wusste wann es zu viel war und sich vom "Zu Viel" trennte. Um mögliche gesundheitliche Folgen machte ich mir deshalb keine Gedanken. Ich nahm mir jedoch jedes mal vor beim nächsten mal nicht so viel zu trinken, dass ich mich übergeben müsste, denn dann wäre ja alles in Ordnung und mein Körper würde genau so viel Alkohol bekommen wie er verträgt. Ich pendelte mich in dieser Zeit auf 4 Bier ein, weil ich fast ausschließlich Bier trank. 4 Bier vertrug ich ohne mich übergeben zu müssen. Neben dem Bier probierte ich auch härtere Sachen wie Kümmerling oder Cola mit Rum oder kleinen Feigling. Damit machte ich aber immer schlechte Erfahrungen. Einerseits schmeckten mir diese Sachen nicht und dann musste ich mich meistens nach diesen Experimenten wieder übergeben. Es fiel mir damit einfach schwer bei, für mein damaliges Verständnis für meinen Körper verträglichen Dosen zu bleiben. Es war mir immer wichtig hierbei auf meinen Körper zu hören. Ich fühlte mich eigentlich nur schlecht wegen meines Alkoholkonsums und nahm mir vor das nächste mal weniger zu trinken, wenn ich mich übergeben musste. Ich schaffte es also bei den seltenen Besäufnissen mich nicht mehr übergeben zu müssen obwohl ich ab und zu auch den ein oder anderen Kümmerling oder kleinen Feigling mittrank. Wenn ich zu diesen Zeiten in der Disko oder so war trank ich nichts. Ich war damals noch Schüler und mein Geld war mir zu schade um es für die in Kneipen oder Diskotheken, für mein Gefühl, überteuerten Getränke auszugeben. Auch heute finde ich es in den meisten Fällen noch überteuert und hole mir in Kneipen, Restaurants oder Diskotheken nur ungern etwas zu trinken ob nun alkoholisch oder nicht. Naja, nach dem Bund fing ich an regelmäßiger auszugehen. Ich ging jetzt meistens in die Disko und trank dort ein oder zwei Bier. Wahrscheinlich weil ich mich in Diskotheken nicht wirklich wohl fühle. Die Musik entspricht nicht unbedingt meinem Geschmack und ist viel zu laut. Es macht mir aber einfach Spass zu tanzen oder besser gesagt mich zu bewegen. In diesem Ambiente brauchte ich aber etwas um meine Hemmschwelle zu überwinden bevor ich mich auf die Tanzfläche traute. Da kam mir das Bier gerade recht. Ich hörte irgendwann auch auf Fußball zu spielen, weil ich mich in der Mannschaft nicht wohl fühlte. Ich ging nun eigentlich nur noch in die Disko zum tanzen und trank dort meine ein oder zwei Bier. Wenn ich der Fahrer war trank ich während der Probezeit nichts und später höchstens ein Bier. Wenn es beim Studium mal zu Veranstaltungen kam bei denen getrunken wurde trank ich jedoch mehr, weil die Getränke für Weihnachtsfeiern oder so von der Fachschaft gestellt wurden. Sie waren also kostenlos und ich konnte hier richtig zulangen. Es blieb hier bei Bier und Wein, härtere Sachen trank ich bei diesen Veranstaltungen nicht. Ich merkte aber, dass ich inzwischen mehr vertrug als die 4 Bier. War ich früher bei 4 Bier immer schon ziemlich am Ende, fühlte ich mich jetzt noch relativ wohl. Ich fand das ganz normal und schob's auf mein höheres Alter und auf Gewöhnung. Hatte ich doch die Erfahrung gemacht, dass die Älteren immer mehr vertrugen als ich. Es war für mich also ein ganz normaler Vorgang und ich machte mir darum keine Sorgen. Ich vertraute weiterhin darauf, dass ich meinem Körper nicht schade, solange er sich nicht durch Brechreiz gegen noch mehr Alkohol wehrt. Ich trainierte also weiter. Zu Hause trank ich noch immer nicht, weil ich mir den Alk dann ja kaufen müsste. Ein paar Jahre nachdem ich aufhörte mit Fussball spielen fing ich in einer anderen Mannschaft wieder an. Es war hier üblich nach dem Training einen Kasten Bier zu lehren. Jeder war mal dran einen Kasten zu spendieren. Eigentlich fand ich es nie gut den Sport mit dem Trinken von Alkohol zu verbinden. Schon früher, in der alten Mannschaft, tranken einige Mannschaftskameraden nach dem Training noch ein paar Bier im Vereinsheim. Ich hatte kein Verständnis dafür, weil ich wahrscheinlich eh keinen guten Draht zu ihnen hatte. In der neuen Mannschaft war es anders. Ich fühlte und fühle mich auch heute noch sehr wohl. Anfangs scheute ich noch davor zurück etwas zu trinken, weil ich ja noch fahren musste. Ich trank also höchstens ein Bier mit. Aber es entwickelte sich natürlich. Auf Vereins- oder Mannschaftsfeiern trank ich auch ordentlich mit. In der Mannschaft fand ich meinen Platz und am Kasten danach fühlte ich mich auch immer wohler. Ich dachte mir schließlich, dass ich ruhig auch 2 Bier trinken könne. Durch meine schon bestehende Alkoholgewöhnung fühlte ich mich noch nicht so sehr betrunken, dass ich nicht mehr fahren könnte. Wenn der Gesetzgeber das Fahren erst bei 0,5 ‰ verbietet musste man doch merken, wann man diese Grenze ungefähr erreicht Es gibt in der Mannschaft ein paar Leute, die das Trinken von Alkohol recht locker nehmen. Es sind sonst ganz vernünftige und gefestigte Menschen. Auch im neuen Studiengang lernte ich Leute kennen, die es nicht so genau nehmen und ganz gerne auch mit Alkohol feiern. Bei von der Fachschaft organisierten Parties tranken wir zusammen. Das Ambiente, die Menschen und die Musik gefielen mir auf diesen Parties viel besser als auf den Diskos und die Getränke waren in den Studentenklubs auch billiger. Ich fühlte mich wohl und trank mit meinen Kumpels. Ich wurde nicht gedrängt oder so, wir tranken einfach nur gemeinsam. Oft trank ich auch hier bis ich merkte, dass mein Körper nicht mehr vertragen könnte. Ich trank dann nicht weiter, weil ich meinem Körper ja sonst schaden würde, dass ich meinem Körper schon vorher Schaden zufüge war mir nicht bewusst, las ich doch von den positiven Wirkungen des Alkohols gerade was Gefäßkrankheiten und Krebs anbelangte. Die freien Radikale eben, usw.. Man kann wohl sagen, dass ich bei meinem Alkoholkonsum sehr naiv war. Ich fing an zu Hause zu trinken, weil ich einsam war denke ich. Auch wenn ich mich unter Fremden unwohl fühle gehe ich gerne aus um unter Menschen zu kommen. Das sich unwohl Fühlen kommt wohl daher, dass ich mit mir selbst unzufrieden bin. Ich finde mich unvollkommen, habe gewöhnliche Hobbies wie Fahrrad fahren, lesen, Computerspiele, Fussball spielen etc., weiss nicht was ich mit meinem Leben anfangen soll und habe deshalb für mein Empfinden nicht besonders viel zu erzählen, finde ich mein Leben doch langweilig und gewöhnlich. Es gibt irgendwie kein Gesprächsthema auf dem ich mich sicher genug fühle um eine Unterhaltung zu führen und Smalltalk liegt mir auch nicht. Mir fallen meistens auch keine Fragen ein die ich meinem Gesprächspartner stellen könnte. Bei der zwischenmenschlichen Kommunikation fühle ich mich einfach überfordert. Es fällt mir schwer Kontakte auf- und vor allem auszubauen. Es bleibt alles irgendwie oberflächlich. Ich versuche, glaube ich, sehr stark zu kontrollieren was ich von mir preisgebe und will nicht sehr viel von mir preisgeben. Ich fing also an zu Hause zu trinken, weil ich das Ausgehen mit dem Trinken von Alkohol verband. Ging ich doch trotz meiner Defizite im zwischenmenschlichen Bereich immer gerne aus und wenn ich mich zu Hause betrank, war das etwas besonderes, ein Luxus den ich mir gönnte. Deshalb war es auch nicht mehr problematisch für diesen Luxus auch mal etwas Geld auszugeben, obwohl ich auf Grund meines schmalen Budgets trotzdem auf preiswerte Getränke Wert legte. Zunächst waren diese häuslichen Feste eine echte Rarität. Doch es wurde mehr und mehr zur Gewohnheit. Es spielten auch romantische Vorstellungen eine Rolle. Ich hatte das Gefühl kreativer zu sein und meinen Verstand damit anzuregen. Ich lernte in Büchern, Filmen und was weiss ich wo aufregende Persönlichkeiten mit schwerem Schicksal und spannendem Leben kennen und träumte selbst davon ein aufregendes Leben zu führen, schwere Schicksalsschläge zu meistern und wie Phönix aus der Asche zu erstehen, schöne Dinge zu erschaffen oder einfach talentiert zu sein. Der Alkohol half mir bei meinen Träumereien und so verflog meine Langeweile ein wenig und mein Drang etwas zu tun, eine Aufgabe oder Berufung zu haben und mich auszuprobieren, herauszufinden was ich kann und wer ich bin wurde eingedämmt. Vielleicht habe ich auch nur meine Unzufriedenheit über meine mangelnden Bestrebungen ein Leben zu führen wie ich es mir vorstelle, meinen fehlenden Mut die Dinge in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden sowie in Gegenwart Fremder sehr beherrscht und kontrolliert zu sein, unfähig Emotionen zu zeigen und einfach der zu sein der ich bin mit dem Trinken von Alkohol überdeckt. Ich denke ich hab jetzt mal wieder genug geschrieben und warte erstmal auf Meinungen. |
|
|
|
04.11.2008, 14:51
Beitrag
#354
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Hallo Krautsalat,
sehr schöne Schilderung und eine glaubwürdige Aufdeckung Deiner inneren Motive. Man kann richtig herauslesen, wie sich der Alkohol immer mehr in Dein Leben hineingeschlichen hat. Jetzt musst Du ihn wieder hinausbefördern, und zwar am besten mit einem Fußtritt. Hast Du nicht auch den Eindruck, dass er sich zu sehr breit macht in Deinem Leben? Wo stehst Du denn auf diesem Weg und wie willst Du jetzt weitermachen? Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
|
|
|
04.11.2008, 18:45
Beitrag
#355
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Ich denke, die letzten drei Absätze sind der Schlüssel. Was könntest Du denn gegen die Kontaktschwäche tun? Gegen die Langeweile?
Theodor Fontane sagte mal sinngemäß, an einem Tag, an dem nichts geschieht, wäre ein glücklicher Tag! Kannst Du damit etwas anfangen? Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
05.11.2008, 12:42
Beitrag
#356
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Hast Du nicht auch den Eindruck, dass er sich zu sehr breit macht in Deinem Leben? Wo stehst Du denn auf diesem Weg und wie willst Du jetzt weitermachen? Nein, ich habe nicht diesen Eindruck, denn der Weg ist schon gegangen. Das heißt ich habe den Weg gewechselt, denn der Weg ist erst mit meinem Ende zu Ende. Ich brauchte eine knappe Woche um mir über meinen neuen Weg für den Umgang mit Alkohol klar zu werden. Wie mein Weg aussieht wißt ihr ja, ich habe ihn schon oft geschildert. Ich passe nun auf, dass sowohl die getrunkenen Mengen als auch die Häufigkeit des Trinkens ein bestimmtes Maß nicht überschreiten. Das entscheidende ist für mich, meinen Alkoholkonsum so zu gestalten, dass ich ihn für verträglich halte. Weil ich nun weiß, dass man sich dabei nicht auf die Symptome des Körpers verlassen kann habe ich die Höchstwerte für Mengen und Häufigkeiten des Trinkens mit dem Verstand festgelegt. Diese Werte zwingen mich zu einem bewussten Umgang mit der Droge Alkohol. Ich trinke dadurch nicht mehr kopflos und warte darauf, dass mein Körper mir sagt jetzt ist aber Schluss, sondern achte darauf deutlich langsamer zu trinken. Dadurch vermeide ich einen Kontrollverlust und den Rückfall zum Alkoholmissbrauch. Das wichtigste ist wirklich die Trinkgeschwindigkeit zu drosseln, die nahm nämlich mit meinem wachsenden Alkoholkonsum zu, was es mir erst erlaubte bestimmte Mengen zu erreichen. Je länger man braucht, desto mehr hat man davon. Nicht nur vom Wein oder Bier, sondern auch vom Drumherum, weil man einfach mehr mitbekommt. Was könntest Du denn gegen die Kontaktschwäche tun? Ich muss lernen loszulassen und mich weniger darauf zu konzentrieren, was Andere von mir denken und darauf zu hören was in mir vorgeht und dementsprechend zu agieren. Es ist in Ordnung zu schweigen, wenn man nichts zu sagen hat und kein Grund unruhig zu werden. Wenn es mir schwer fällt mich mit jemandem zu unterhalten, dann ist das eben so und liegt nicht unbedingt nur an mir. Ich muss mich nicht mit jedem verstehen und wenn mich jemand nervt, dann kann ich das auch zeigen. Man kann es nicht jedem recht machen. Mein Wohlbefinden ist nicht weniger Wert als das anderer. Ich bin nicht dümmer oder hässlicher als Andere und kann meine eigene Meinung haben und diese auch äußern. Dadurch gewinnt meine Persönlichkeit an Konturen und ich erlaube Anderen mich kennenzulernen. Auch ich lerne mich selbst besser kennen und schätzen. Theodor Fontane sagte mal sinngemäß, an einem Tag, an dem nichts geschieht, wäre ein glücklicher Tag! Kannst Du damit etwas anfangen? Im Moment nicht. Ich denke zwar zu verstehen was er sagen wollte aber ich verstehe nicht wie mir das helfen soll. Ich muss lernen mich vernünftig zu beschäftigen und meine Energien in die richtigen Bahnen zu leiten um die Tage unabhängig von äußeren Einflüssen zu füllen. |
|
|
|
05.11.2008, 13:11
Beitrag
#357
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 213 Beigetreten: 16.12.2007 Wohnort: Dortmund Mitglieds-Nr.: 39005 |
Ich passe nun auf, dass sowohl die getrunkenen Mengen als auch die Häufigkeit des Trinkens ein bestimmtes Maß nicht überschreiten. Das entscheidende ist für mich, meinen Alkoholkonsum so zu gestalten, dass ich ihn für verträglich halte. Weil ich nun weiß, dass man sich dabei nicht auf die Symptome des Körpers verlassen kann habe ich die Höchstwerte für Mengen und Häufigkeiten des Trinkens mit dem Verstand festgelegt. Diese Werte zwingen mich zu einem bewussten Umgang mit der Droge Alkohol. Ich trinke dadurch nicht mehr kopflos Hallo Krautsalat,,na dann drücke ich dir mal die Daumen das du das Geschriebene tatsächlich umsetzten kannst,, LG:Lightflower -------------------- Achte auf deine Gedanken,sie sind der Anfang deiner Taten
|
|
|
|
06.11.2008, 08:16
Beitrag
#358
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 481 Beigetreten: 09.06.2008 Wohnort: nähe Siegburg Mitglieds-Nr.: 42513 |
Hallo Krautsalat,
Das entscheidende ist für mich, meinen Alkoholkonsum so zu gestalten, dass ich ihn für verträglich halte. Weil ich nun weiß, dass man sich dabei nicht auf die Symptome des Körpers verlassen kann habe ich die Höchstwerte für Mengen und Häufigkeiten des Trinkens mit dem Verstand festgelegt. ... die nahm nämlich mit meinem wachsenden Alkoholkonsum zu, was es mir erst erlaubte bestimmte Mengen zu erreichen. Je länger man braucht, desto mehr hat man davon. Nicht nur vom Wein oder Bier, sondern auch vom Drumherum, weil man einfach mehr mitbekommt. Anni schüttelt an dieser Stelle nochmal ihr manchmal dummes Köpfchen. Alles, was Du schreibst, liest sich auf den ersten Blick vernünftig. Zwar weißt Du nun, dass man sich nicht ... Und da knackt es bei der Argumentation. Du hast es mit dem Kopf begriffen, verknüpfst dies aber überhaupt nicht mit Dir. Du traust Dich offensichtlich noch nicht so ganz ran - zwar ist es in der Vergangenheit Dein wachsender Alkoholkonsum, auf die Zukunft bezogen wäre es aber irgend jemand anderes, der länger brauchen würde, um mehr davon zu haben. Wünschte, Du könntest noch länger nichts trinken, damit dies durchdringt. Recherchiere doch nochmal gründlich zum Thema "Kontrolliertes Trinken" Grüße Anni |
|
|
|
06.11.2008, 12:39
Beitrag
#359
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Du hast recht Anni, ist mir gar nicht aufgefallen, wenn ich die Hintergründe für meine Handlungen angebe wechsle ich in die Allgemeine Form nach dem Schema einer logischen Aussage. Ich mache dies und das, weil das und dies gilt. Aber so versuche ich nun einmal etwas zu erklären und dem Gutachter, im Moment noch euch an seiner statt, möchte ich etwas erklären, das er nicht versteht, nämlich mein Verhalten. Meine Erklärungsversuche kommen einer theoretischen Abhandlung nahe.
Vielleicht ist das auch ein Symptom meiner "Verhaltensstörung". Der Versuch durch übertrieben rational gesteuertes Verhalten den Eindruck den ich bei Anderen hinterlasse zu steuern und keine für mich nur schwer kontrollierbaren Emotionen zuzulassen. Wer weiß das schon? Eventuell ist dieser Umgang mit meinem Trinkverhalten und der MPU auch ein Schritt zur Emanzipation von der Vernunft. Man besteht die MPU mit Abstinenz und kontrolliertem Trinken, weil man als Missbräuchler den Alkoholkonsum nur so beherrschen kann. Aber ich gehe einen anderen, vielleicht unvernünftigen Weg, weil ich mir und menem Gefühl vertraue um zu entscheiden, was für mich richtig ist. |
|
|
|
06.11.2008, 13:33
Beitrag
#360
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 864 Beigetreten: 06.02.2008 Mitglieds-Nr.: 39973 |
Hallo Krautsalat,
so unvernünftig finde ich das Ganze gar nicht, bloß sehr gefährlich. Ich würde mir dabei selber nicht vertrauen, da ich mir wirklich vielzuviele Jahre selber etwas vorgemacht habe. Für die MPU ist es unvernünftig, da Du es Dir unnötig schwer machst. Ich kann Dir auch nur ein Beratungsgespräch bei der MPI anraten, bevor Du das viele Geld für die MPU ausgibst. Gruß Martiniii |
|
|
|
06.11.2008, 14:15
Beitrag
#361
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Aber ich gehe einen anderen, vielleicht unvernünftigen Weg, weil ich mir und menem Gefühl vertraue um zu entscheiden, was für mich richtig ist. in das Horn muss ich auch noch einmal reinstoßen. Du gehst eh schon mit einer Hypothek in die MPU, da die Zeit für eine echte Aufarbeitung so kurz ist. Du hast den Prozess für Dich auch noch in keiner Weise abgeschlossen. Du hast bewiesen, dass Du Deinem Gefühl nicht trauen kannst, die Verhaltensänderung in Punkt auf Alkohol diktiert Dir ausschließlich der Verstand. Und dennoch willst Du allein gegen die Windmühlen irgend etwas verkaufen, was nicht verkäuflich ist. Cornelius unterscheidet zwischen KT (Kontrolliertem Trinken im ganz engen Sinne) und einem kT (mit kleinem k und lange nicht so streng). Alle Erfahrungen zeigen, dass auch mit kT eine MPU zu bestehen ist, zumal Du Trennvermögen ja bewiesen hast. Das kT läuft so auf 1-2 Bier die Woche raus, wichtig ist aber, die maximale Menge zu kontrollieren (nie über 0,3%o). Warum gehst Du nicht diesen Weg und arbeitest das vernünftig auf (Trinktagebuch, etc.). Durch die MPU kannst Du auch mit einer Kursempfehlung nach §70 kommen und dann mit Deiner eigenen Aufarbeitung weiter machen. Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
|
|
|
07.11.2008, 07:40
Beitrag
#362
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 481 Beigetreten: 09.06.2008 Wohnort: nähe Siegburg Mitglieds-Nr.: 42513 |
Eventuell ist dieser Umgang mit meinem Trinkverhalten und der MPU auch ein Schritt zur Emanzipation von der Vernunft. Man besteht die MPU mit Abstinenz und kontrolliertem Trinken, weil man als Missbräuchler den Alkoholkonsum nur so beherrschen kann. Aber ich gehe einen anderen, vielleicht unvernünftigen Weg, weil ich mir und menem Gefühl vertraue um zu entscheiden, was für mich richtig ist. OOOh, lieber Krautsalat, man besteht keine MPU, das musst Du schon selber machen. Zu den häufigsten zehn Gründen für das Nichtbestehen zählt auch die Spaltung von der eigenen Person durch diese Formulierung. Und wenn Du doch weißt, dass dies unvernünftig ist, warum rennst Du gegen diese Wand? Das hört sich trotzig und töricht an. Und wenn Du weißt, was für Dich richtig ist, dann stimmt dieses Richtige vielleicht nicht mit den Voraussetzungen überein, die für die automobile Teilnahme am Straßenverkehr gegeben sind ... Nun nochmal anders, Du kennst den richtigen Weg, nimmst aber trotzdem den falschen? Entweder hast Du dann ein anderes Ziel, oder willst nicht wahrhaben, wo der Weg hinführt. Liebe Holzhammer-Grüße Anni |
|
|
|
07.11.2008, 09:03
Beitrag
#363
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
-------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
|
|
|
07.11.2008, 16:00
Beitrag
#364
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
man besteht keine MPU, das musst Du schon selber machen. Hier war die Trennung doch angebracht. KT und Abstinenz sind die Wege mit denen man die MPU für gewöhnlich angeht und bestehen kann. Ich gehe jedoch einen anderen Weg und hoffe die MPU trotzdem zu bestehen, möglicherweise indem ich falsche Angaben über meinen Umgang mit Alkohol mache. Zwar sehe ich eigentlich keinen Grund dafür falsche Angaben zu machen, weil ich meinen Umgang mit Alkohol sehr vernünftig finde, aber ich zweifle doch sehr daran, dass der Gutachter meine Ansichten und Schlussfolgerungen teilt. Und wenn Du weißt, was für Dich richtig ist, dann stimmt dieses Richtige vielleicht nicht mit den Voraussetzungen überein, die für die automobile Teilnahme am Straßenverkehr gegeben sind ... Daran habe ich auch schon gedacht. Und wenn dem so ist, dann muss ich eben in Zukunft darauf verzichten Auto zu fahren. Nur weil es gewisse im Moment anerkannte, scheinbar allgemeingültige Erkenntnisse über Alkoholmissbrauch gibt müssen diese im Einzelfall ja nicht stimmen. Letztendlich sind die Erkenntnisse die bei der MPU Anwendung finden auch nur eine wissenschaftliche Theorie, die morgen vielleicht schon wieder widerlegt ist. Aber muss ich mich, nur weil mit der Androhung des Führerscheinentzuges Druck auf mich ausgeübt wird, dem Dogma nun fügen und den Blödsinn mitmachen? Ich denke nicht. Für die MPU ist es sicherlich sinnvoll das Spiel mitzuspielen indem man sagt, Entschuldigung indem ich sage, man(ich) betreibe echtes kontrolliertes Trinken aber was in der Realität sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt. Ich nehme einfach mal an, dass die meisten Gutachter nur theoretisches Wissen über Alkoholmissbrauch haben und deshalb auf diese "gesicherten" Erkenntnisse vertrauen müssen. Ich habe jedoch praktisches Wissen aus jahrelangem Selbstversuch und kann mein Verhalten in Bezug auf Alkohol viel besser einschätzen. Natürlich denke ich auch darüber nach, es dem Gutachter nicht unnötig schwer zu machen eine Zukunftsprognose zu erstellen. Nun nochmal anders, Du kennst den richtigen Weg, nimmst aber trotzdem den falschen? Entweder hast Du dann ein anderes Ziel, oder willst nicht wahrhaben, wo der Weg hinführt. Genau so ist es, ich habe ein anderes Ziel und ich kann dieses Ziel sehr gut mit meinem Gewissen vereinbaren. Ob ich dem Gutachter davon erzähle ist noch gar nicht raus. Wahrscheinlich werde ich angeben meine Trinkanlässe, bei denen ich nicht mehr als 1-2 Bier oder Glas Wein zu trinken gedenke, mindestens einen Monat im Voraus zu planen. Ich weiß zwar nicht was man da so lange planen soll aber mir wird schon etwas einfallen. |
|
|
|
07.11.2008, 16:08
Beitrag
#365
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Ich habe jedoch praktisches Wissen aus jahrelangem Selbstversuch und kann mein Verhalten in Bezug auf Alkohol viel besser einschätzen. na denn, wenn es der Wissenschaft dient, solltest Du Deine Erkenntnisse vielleicht veröffentlichen? Ich wünsch Dir viel Glück auf Deinem Weg. Vielleicht kommst Du ja durch die MPU durch und vielleicht kannst Du auch weiterhin Trinken und Fahren trennen. Allerdings musst Du ernsthaft bereit sein, weiter an Dir zu arbeiten (und da ist weniger Alkohol nur der erste Schritt). Du hast hier einiges geschildert, was Dir an Dir nicht gefällt - warum änderst Du es nicht? Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
|
|
|
07.11.2008, 16:19
Beitrag
#366
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Es geht dabei ja nicht darum, dass ich nichts verändere sondern darum, dass ich kontrolliertes Trinken in der Form wie es bei der MPU gefordert wird blödsinnig finde. Nicht mehr und nicht weniger. Und ob ich etwas verändere oder nicht hängt nicht von meinem Alkoholkonsum ab. Meinen Alkoholkonsum habe ich verändert aber das ist einfach ein Nebenschauplatz und nichts was sich in irgendeiner Form auf mein Leben auswirkt. Gut ich hoffe damit negative gesundheitliche Folgen zu vermeiden aber es ist einfach kein Eingriff in meine Gewohnheiten und Dinge die ich sonst so tue.
|
|
|
|
07.11.2008, 19:31
Beitrag
#367
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Was genau versteht ein Gutachter unter Volltrunkenheit und hat man erst die Kontrolle verloren wenn man bis zur Volltrunkenheit getrunken hat und hat man auf jeden Fall die Kontrolle verloren wenn man volltrunken war? 18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet? Nein, es gab für mich keinen Grund über einen längeren Zeitraum auf den Genuss von Alkohol zu verzichten. 19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung) Nach meinem damaligen Verständnis habe ich Alkohol genossen. Das Trinken von Alkohol stellte genauso wie heute einen Genuss dar. Ich war der Meinung nicht wenig zu trinken aber auch nicht besonders viel. Worte wie Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit kamen mir in Verbindung mit meinem Alkoholkonsum nicht in den Sinn. Ich hatte auch keine genaue Vorstellung davon welche Promillewerte ich erreichen würde. Für mich war von Bedeutung, dass ich mir durch meinen Konsum nicht schade und dementsprechend passte ich meinen Alkoholkonsum den Gegebenheiten an, wenn ich viel trinken konnte ohne meine gesellschaftliche Anerkennung zu gefährden trank ich viel, wenn es aufgrund der Anwesenden oder anderer Umstände nicht angebracht war viel zu trinken trank ich entsprechend weniger. Meinem Bedürfnis mir nicht gesundheitlich zu schaden war dadurch genüge getan, dass ich nur so viel trank wie ich vertrug und es vermied mich übergeben zu müssen, was für mich das Zeichen war zu viel getrunken zu haben. Es war mir möglich aufzuhören bevor ich kotzen musste. Es gab für mich keinen Grund meinen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen. Nach meiner heutigen Einschätzung habe ich Alkoholmissbrauch betrieben. Ich habe entschieden zu viel Alkohol konsumiert, weil ich aufgrund fehlender negativer Erfahrungen und mangelnden Wissens keinen Grund hatte mich in irgendeiner Weise einzuschränken. Leider habe ich mich auf die Rückmeldungen meines Körpers verlassen um meinen Alkoholkonsum zu steuern. Das ist aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen durch den ich mich stark an Alkohol gewöhnen konnte. Die Gewöhnung an Alkohol nahm ich zwar zur Kenntnis, zog aber die falschen Schlüsse daraus. |
|
|
|
07.11.2008, 23:12
Beitrag
#368
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 481 Beigetreten: 09.06.2008 Wohnort: nähe Siegburg Mitglieds-Nr.: 42513 |
Nur weil es gewisse im Moment anerkannte, scheinbar allgemeingültige Erkenntnisse über Alkoholmissbrauch gibt müssen diese im Einzelfall ja nicht stimmen. Letztendlich sind die Erkenntnisse die bei der MPU Anwendung finden auch nur eine wissenschaftliche Theorie, die morgen vielleicht schon wieder widerlegt ist. Aber muss ich mich, nur weil mit der Androhung des Führerscheinentzuges Druck auf mich ausgeübt wird, dem Dogma nun fügen und den Blödsinn mitmachen? Ich denke nicht. Nö, musst Du natürlich nicht. Vielleicht ist es einfacher, schnell mal europaweit anerkannter Psychologieprofessor mit jahrzehntelangen empirischen Studien zu werden und eingene Theorien erfolgreich zu vertreten. Klinke mich an dieser Stelle aus, habe gerade so ein Cinderella-Gefühl. Tschö - kann Dir noch nicht mal ruhigen Gewissens Erfolg wünschen, weil ich viel zu viel Angst habe, dass Du mich mal über den Haufen radelst - motorosiert ja sicher nicht, es sei denn Du hast diesen "Film-Gutachter", von dem hier soviel geschrieben wird (habe den Film noch nicht angeguckt). Anni, die halt nicht von jedem gemocht werden muss |
|
|
|
07.11.2008, 23:30
Beitrag
#369
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5885 Beigetreten: 13.09.2007 Wohnort: im größten Kreis Deutschlands Mitglieds-Nr.: 36526 |
Hallo Krautsalat,
Du mußt den Gutachter von der Richtigkeit deines Weges überzeugen - nicht er Dich von den Unmöglichkeiten und Fallstricken, die auf dem von dir gewählten Weg liegen könnten. Ich erinnere Dich hier noch mal an die Begutachtungsleitlinien, die dir ja schon bekannt sind: Zitat War die Voraussetzung zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht gegeben, so kann sie nur dann als wiederhergestellt gelten, d. h. es muss nicht mehr mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit mit einer Fahrt unter Alkoholeinfluss gerechnet werden, wenn die folgenden Voraussetzungen gegeben sind: a) Das Alkoholtrinkverhalten wurde ausreichend geändert. Das ist der Fall, - wenn Alkohol nur noch kontrolliert getrunken wird, so dass Trinken und Fahren zuverlässig getrennt werden können, oder - wenn Alkoholabstinenz eingehalten wird. Diese ist zu fordern, wenn aufgrund der Lerngeschichte anzunehmen ist, dass sich ein konsequenter kontrollierter Umgang mit alkoholischen Getränken nicht erreichen lässt. b) Die vollzogene Änderung im Umgang mit Alkohol ist stabil und motivational gefestigt. Das ist anzunehmen, wenn folgende Feststellungen getroffen werden können: - Die Änderung erfolgte aus einem angemessenen Problembewusstsein heraus; das bedeutet auch, dass ein angemessenes Wissen zum Bereich des Alkoholtrinkens und Fahrens nachgewiesen werden muss, wenn das Änderungsziel kontrollierter Alkoholkonsum ist. - Die Änderung ist nach genügend langer Erprobung und der Erfahrensbildung (in der Regel ein Jahr, mindestens jedoch 6 Monate) bereits in das Gesamtverhalten integriert. - Die mit der Verhaltensänderung erzielten Wirkungen werden positiv erlebt. - Der Änderungsprozess kann nachvollziehbar aufgezeigt werden. - Eine den Alkoholmissbrauch eventuell bedingende Persönlichkeitsproblematik wurde erkannt und entscheidend korrigiert. - Neben den inneren stehen auch die äußeren Bedingungen (Lebensverhältnisse, berufliche Situation, soziales Umfeld) einer Stabilisierung des geänderten Verhaltens nicht entgegen. (...) Letztendlich mußt du nicht uns hier im Forum überzeugen, sondern deinen Gutachter. Und der hat das Recht (und die Pflicht), zuerst einmal allem gegenüber mißtrauisch zu sein, was du dort so anbringst.... Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du dich mal zu solch einem kostenpflichtigen Einzelgespräch anmeldest, dann bekommst du eine direkte Rückmeldung eines Gutachters, wie er deine Aufarbeitung und den aktuellen Stand bewertet. -------------------- Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.
Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt. |
|
|
|
08.11.2008, 00:24
Beitrag
#370
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Es mag ja richtig sein, dass es für viele nur möglich ist ihren Alkoholkonsum sicher zu kontrollieren indem sie ganz oder mit Ausnahmen auf Alkohol verzichten und nur in der Lage sind zu trennen indem sie ihre paar Trinkanlässe monatelang im Voraus planen und selbst dann nur so viel trinken, dass sie nicht über 0,3 ‰ kommen und eine Trennung praktisch nicht mehr notwendig ist. Klar, das kann es geben und das will ich auch nicht in Zweifel ziehen dazu kenne ich mich auch nicht genug mit der Materie aus. Ich will auch nicht die Forschung auf dem Gebiet revolutionieren.
Alles was ich mit meiner überspitzten Äußerung sagen wollte ist, dass ich nicht in dieses Schema passe. Ich hatte einfach die Hoffnung, dass der Einzelfall entscheidend ist. Dem ist aber leider nicht so. Vielleicht habe ich auch nur zu viel vom System der MPU erwartet, denn genaugenommen kann man in einer Stunde dem Einzelfall nunmal keine Rechnung tragen. War vielleicht blöd oder blauäugig von mir hier irgendwelche Erwartungen zu haben. Natürlich muss man bei einer solchen Begutachtung gewissen verallgemeinerten Regeln folgen, mich macht das aber traurig und auch wütend, weil ich mir dann alle Überlegungen sparen und eine Geschichte nach Schema F entwerfen kann. Gewissermaßen bin ich gezwungen mich in das Schema einzufügen und eigene Überlegungen und Lösungen über Bord zu werfen Ich bin froh die Änderungen vorgenommen zu haben aber das scheint niemand entsprechend würdigen zu wollen, weil es dem gängigen Anspruch nicht genügt. Ich bin nunmal nicht Missbräuchler xy und möchte mich nicht über den gleichen Kamm scheren lassen. Ich habe einfach keine Lust die Lösungen anderer zu übernehmen um dann dankbar zu sein, dass ich dadurch mein Leben verschönern konnte. Ich versuche hier mein Leben in die eigene Hand zu nehmen und deshalb wage ich es mir auf Grundlage meiner eigenen Erfahrungen eine eigene Meinung zu bilden. Es geht mir bei meinen Veränderungen nicht darum dem Gutachter einen Gefallen zu tun, sondern ich möchte mir einen Gefallen damit tun. Vielleicht bin ich auch nur zu blöd für die MPU. Langsam fange ich an zu verstehen, warum der Volksmund die MPU Idiotentest nennt. Manchmal komme ich mir wirklich vor wie der Einzige bei klarem Verstand in einem Irrenhaus. Es kann doch nicht nur extreme Lösungsmöglichkeiten geben. Ich neige nunmal nicht zu extremen Maßnahmen. Ich will mir nicht den Arm abschlagen, weil ich mir einen Finger gebrochen habe. Ich weiß nicht ob irgendjemand nachempfinden kann wie es mir geht aber langsam ist es mir auch egal. Vielleicht ist es besser ich beschränke mich auf die Beantwortung des Fragebogens um den dann so lange zu repetieren bis ich ihn im Schlaf herunterbeten kann. Mit etwas Glück bekomme ich ja sogar noch die ein oder andere Rückmeldung. |
|
|
|
08.11.2008, 00:36
Beitrag
#371
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5885 Beigetreten: 13.09.2007 Wohnort: im größten Kreis Deutschlands Mitglieds-Nr.: 36526 |
Mit etwas Glück bekomme ich ja sogar noch die ein oder andere Rückmeldung. Und, Krautsalat: guck dir noch mal an, was ich beim Punkt b) fett markiert habe: Du mußt dem GA nachweisen können, dass deine vollzogene Änderung langfristig stabil und motivational begründet ist; das heißt: "warum mache ich das (in genau der Art und Weise), was ich hier tue?" Wenn du das überzeugend kannst, hast du damit schon mal einen Großteil der nötigen Punkte. zu "langfristige Stabilität": Meine Meinung: Je ungewöhnlicher der Weg, den du gehen willst, desto länger muß der Zeitraum sein, den du auf diesem Weg schon erfolgreich absolviert hast. Vielleicht hast du sogar Chancen, einen Gutachter von deinem Weg zu überzeugen... -------------------- Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.
Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt. |
|
|
|
08.11.2008, 00:54
Beitrag
#372
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Dass Du Dir Deinen eigenen Weg suchen willst, Dir Gedanken machst, dass ist doch positiv. Da zeigt, Du bist Dir gegenüber nicht selbst ignorant. Das würdige ich.
Das dumme an Ideen ist, manchmal sind es eben keine (hinreichenden) Lösungen. Ob dem hier so ist, das musst letztendlich Du vorläufig entscheiden, das Leben prüft es dann (und entscheidet darüber nachträglich). Angenommen, es gibt (beweisbar) nur eine Lösung. Werden dann alle, die diese finden, über einen Kamm geschoren? Zum Trennvermögen ist zu sagen, Du hattest es jedenfalls einmal nicht. Aus der neuen Begründung zu § 11 FeV kannst Du entnehmen, dass tatsächlich jedes Fahrzeug gemeint ist, also auch ein Fahrrad. Eine bisweilen anderweitige Mindermeinung in der Rechtsprechung ist damit ausgehebelt. Zum Kontrollverlust: Dieser liegt vor, wenn ab einer bestimmten Menge Alkohol, unabhängig davon ob diese groß oder klein ist, die Fähigkeit aussetzt, den weiteren Alkoholkonsum zu kontrollieren. Manche sagen auch, bereits der erste Vollrausch führt dazu. Soweit die medizinische Seite. Der FEB kann es nun egal sein, ob Du dann aufhörst mit dem trinken oder nicht. Solange Du nämlich kein Fahrzeug alkoholisiert bewegst. Nun zeigt sich, dass unabhängig von der eben definierten menge, die zum Kontrollverlust führt, teils schon bei geringeren Mengen die geistigen Fähigkeiten bereits so nachlassen können, dass ein Fahren unter Alkoholeinfluss zustande kommt. Dieses ist der Rahmen, in den Deine Lösung hineinpassen muss. Wenn Du dem Gutachter nun erzählst, es besteht keine Abhängigkeit. (Also Satz eins des letzten Absatzes trifft nicht zu.) Nach dem Vorfall hast Du beim Trinken kleinerer Mengen, zwar außerhalb von KT, jedoch stets unter geistiger Kontrolle beim Konsum kein Fahrzeug geführt, kT betrieben, dann nickt er. Wenn Du das schon vor der TF getan hast, dann schüttelt er den Kopf, weil ja nichts geändert wurde. Damit er sicher nicht, ist KT mit seinen festen regeln (oder Abstinenz) notwendig. Auf ein kT lässt er sich meist ein. Dann müssen die Trinkmengen so sein, dass der Gutachter noch an die stete aktive geistige und erfolgreiche Intervention im Konsum gegen das Fahren glauben kann. Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
08.11.2008, 01:01
Beitrag
#373
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden mit der Resonanz. Es ist nur leider so, dass sich scheinbar alle nur darauf stürzen, wenn ich mal wieder Zweifel an den "normalen" Methoden äußere und sich dann nach und nach verabschieden. Auf meine Fragen oder Antworten zum Fragebogen scheint jedoch niemand zu reagieren. Am Anfang kam sehr wenig zu meinen Antworten, weil sie soweit wohl in Ordnung waren. Dann hatte ich Probleme innere Motive aufzudecken und ich äußerte erste unorthodoxe Gedanken. Da wurde mir noch sehr gut geholfen und ich konnte schließlich auch die Frage 12 ganz gut beantworten, denke ich. Jetzt habe ich vorhin ein paar wirklich kurze Antworten und Fragen hier eingestellt und es wird nur auf meinen vorangegangenen zugegebenermaßen nicht ganz unzynischen, mir fällt gerade kein besseres Wort ein, Beitrag eingegangen. Ich sollte mich doch schämen Zweifel anzumelden und aufpassen bei meiner nächsten Radtour niemanden totzufahren. |
|
|
|
08.11.2008, 01:21
Beitrag
#374
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Du, ich bleibe ja an Deiner Seite. Und nebenbei habe ich auf Deine Antwort zu 19.) im Fragebogen geantwortet.
Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
08.11.2008, 01:23
Beitrag
#375
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5885 Beigetreten: 13.09.2007 Wohnort: im größten Kreis Deutschlands Mitglieds-Nr.: 36526 |
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet? Nein, es gab für mich keinen Grund über einen längeren Zeitraum auf den Genuss von Alkohol zu verzichten. War das deine damalige Meinung, oder deine heutige Einstellung? Zitat 19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung) Nach meinem damaligen Verständnis habe ich Alkohol genossen. Das Trinken von Alkohol stellte genauso wie heute einen Genuss dar. Ich war der Meinung nicht wenig zu trinken aber auch nicht besonders viel. Worte wie Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit kamen mir in Verbindung mit meinem Alkoholkonsum nicht in den Sinn. Ich hatte auch keine genaue Vorstellung davon welche Promillewerte ich erreichen würde. Für mich war von Bedeutung, dass ich mir durch meinen Konsum nicht schade und dementsprechend passte ich meinen Alkoholkonsum den Gegebenheiten an, wenn ich viel trinken konnte ohne meine gesellschaftliche Anerkennung zu gefährden trank ich viel, wenn es aufgrund der Anwesenden oder anderer Umstände nicht angebracht war viel zu trinken trank ich entsprechend weniger. Meinem Bedürfnis mir nicht gesundheitlich zu schaden war dadurch genüge getan, dass ich nur so viel trank wie ich vertrug und es vermied mich übergeben zu müssen, was für mich das Zeichen war zu viel getrunken zu haben. Es war mir möglich aufzuhören bevor ich kotzen musste. Es gab für mich keinen Grund meinen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen. Nach meiner heutigen Einschätzung habe ich Alkoholmissbrauch betrieben. Ich habe entschieden zu viel Alkohol konsumiert, weil ich aufgrund fehlender negativer Erfahrungen und mangelnden Wissens keinen Grund hatte mich in irgendeiner Weise einzuschränken. Leider habe ich mich auf die Rückmeldungen meines Körpers verlassen um meinen Alkoholkonsum zu steuern. Das ist aus heutiger Sicht ein Fehler gewesen durch den ich mich stark an Alkohol gewöhnen konnte. Die Gewöhnung an Alkohol nahm ich zwar zur Kenntnis, zog aber die falschen Schlüsse daraus. Hier kommen wir noch mal zu einem Knackpunkt in deiner Argumentation: Du schreibst von dir, dass du damals keinen Grund sahst, deinen Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen, aus deiner Sicht war alles in Ordnung, solange der Körper nicht rebellierte. Nur, heute weißt du, dass der Alk-mißbrauch schon vor dieser Grenze anfängt. Woher weißt du das? Durch eigenes Nachdenken - oder indem du Erkenntnisse anderer übernommen hast? Jetzt die Parallele zu deiner geplanten Zukunftsstrategie: Du hast dich für deinen "self-created" Weg entschieden - könnte es sein, dass du auch hier einer Selbstäuschung erliegst? Wenn ja, wie kannst du dies feststellen? (bzw. wann? Erst dann, wenn es zu spät ist - oder gibt es für dich Möglichkeiten, dies auch schon eher zu erkennen?) Ich sehe hier einfach noch einen Widerspruch... Gruß, jfk. PS: Durch den teilweise kräftigen Gegenwind hast du jedoch auch die Chance zu wachsen - bzw. deine Positionen selbst zu prüfen, zu korrigieren, zu festigen... -------------------- Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.
Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt. |
|
|
|
08.11.2008, 01:37
Beitrag
#376
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 1317 Beigetreten: 05.03.2007 Mitglieds-Nr.: 29219 |
Hallo Krautsalat, ich habe bisher nichts zu deinem thread geschrieben, aber ich habe ihn die ganze Zeit mitgelesen...
Ich kann schon deinen Frust darüber nachempfinden, dass die heutigen allgemeingültigen Schemata im Umgang mit Alkohol deine eigene individuelle Auslegung nicht (mehr) zulassen. Ich verstehe das vor allem deshalb, weil ich auch einen großen Unterschied in der gesellschaftliche Akzeptanz von höheren Trinkmengen in den 80ern, im Vergleich mit heute, sehe. Aber unsere Gesellschaft hat sich nun mal dahin entwickelt, dass heute eine Fahrradfahrt mit 1,6 o/oo als nicht normal und nicht akzeptabel eingestuft wird....und ich denke, es wird dir nix anderes übrigbleiben, als sich dem schlicht und einfach anzupassen. |
|
|
|
08.11.2008, 01:40
Beitrag
#377
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Angenommen, es gibt (beweisbar) nur eine Lösung. Werden dann alle, die diese finden, über einen Kamm geschoren? Ja! Das hat dann aber auch seine Berechtigung. Bei einem so komplexen Thema wie Alkoholmissbrauch und der Verschiedenheit der Fälle ist es allerdings unwahrscheinlich, dass es nur eine Lösung gibt und darüber den Beweis zu führen wird wohl auch sehr schwierig werden. Zum Trennvermögen ist zu sagen, Du hattest es jedenfalls einmal nicht. Aus der neuen Begründung zu § 11 FeV kannst Du entnehmen, dass tatsächlich jedes Fahrzeug gemeint ist, also auch ein Fahrrad. Das ist ja ganz richtig und ich gebe ja auch zu unzureichend getrennt zu haben. Aber, wieso hätte ich hier trennen sollen, wenn nach meinem damaligen Kenntnisstand eine Trennung garnicht notwendig war. Man kann die mangelhafte Trennung meiner Meinung nach nicht auf mangelndes Trennvermögen zurückführen, sondern auf mangelndes Wissen. Die Wissenslücken habe ich inzwischen geschlossen, was mir nun eine korrekte Trennung erlaubt. Der Hauptgrund für meine Trennung wird dem Gutachter jedoch nicht gefallen. Ich habe nämlich hauptsächlich getrennt aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen. Die Gefahr die ich als Betrunkener im Straßenverkehr darstelle stand, wenn überhaupt, nur an zweiter Stelle. Auch hier konnte ich zu neuer Einsicht kommen. Zum Kontrollverlust: Dieser liegt vor, wenn ab einer bestimmten Menge Alkohol, unabhängig davon ob diese groß oder klein ist, die Fähigkeit aussetzt, den weiteren Alkoholkonsum zu kontrollieren. [...] Wenn Du dem Gutachter nun erzählst, es besteht keine Abhängigkeit. (Also Satz eins des letzten Absatzes trifft nicht zu.) heißt das, sobald ich Kontrollverlust in irgendeiner Weise egal bei welcher Menge zugebe gelte ich als Abhängiger? Das kann ich nicht glauben. Du meintest bestimmt einen anderen Absatz oder? Dann wüßte ich bitte noch, was ich unter einem Vollrausch bzw. Volltrunkenheit zu verstehen habe. Heißt das ich liege besinnungslos in der Ecke? |
|
|
|
08.11.2008, 01:47
Beitrag
#378
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5885 Beigetreten: 13.09.2007 Wohnort: im größten Kreis Deutschlands Mitglieds-Nr.: 36526 |
heißt das, sobald ich Kontrollverlust in irgendeiner Weise egal bei welcher Menge zugebe gelte ich als Abhängiger? Nein, zur Definition "Abhängigkeit" müssen noch ein paar andere Punkte dazukommen, allein die Feststellung eines Kontrollverlustes reicht dazu nicht aus (obwohl dieser zugegebenermaßen eines der häufigsten Merkmale der Abhängigkeit ist). Zum Trennvermögen: "fehlendes Trennvermögen" heißt doch, dass du es nicht "vermochtest", Alk und Straßenverkehrsteilnahme ausreichend zu trennen. Darin stimmen wir doch erst mal überein, oder? Woher die fehlende Trennung stammte - ob von fehlenden Wissen oder fehlendem Können - ist dann die zweite Frage. Oder? -------------------- Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.
Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt. |
|
|
|
08.11.2008, 01:50
Beitrag
#379
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Du, ich bleibe ja an Deiner Seite. Und nebenbei habe ich auf Deine Antwort zu 19.) im Fragebogen geantwortet. Als ich das schrieb hatte ich deinen Beitrag noch nicht gelesen. Es galt eigentlich Anni's empörtem Beitrag. Außerdem wunderte ich mich, dass auf vermeintlich einfache Fragen nach mehreren Stunden noch keine Antwort kam. ich war wohl bisher ein wenig verwöhnt, wenn es um Meinungen zu meinen Antworten auf den Fragebogen ging. |
|
|
|
08.11.2008, 15:18
Beitrag
#380
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
War das deine damalige Meinung, oder deine heutige Einstellung? Das war meine damalige Meinung. Das heißt, ich hatte damals keine Meinung dazu, weil ich nicht darüber nachdachte. Ich trank halt gern mal etwas, hin und wieder auch mal mehr. Es gab keinen Grund mich dafür zu schämen oder davor Angst zu haben. Wieso hätte ich also einen längeren Zeitraum auf Alkohol verzichten sollen? Nur, heute weißt du, dass der Alk-mißbrauch schon vor dieser Grenze anfängt. Woher weißt du das? Durch eigenes Nachdenken - oder indem du Erkenntnisse anderer übernommen hast? Nach meiner Trunkenheitsfahrt las ich das erste mal etwas über Alkoholmissbrauch und dass das bleibende Schäden an verschiedenen Organen hervorrufen kann. Davor war es für mich Alkoholmissbrauch, wenn mal einer sein Bier verschüttete. Als ich las, dass ein normal Trinkender Werte von über 1,6 ‰ nicht erreichen würde und das bei normal Trinkenden sogar meist schon bei 0,8 ‰ Schluss sei und ich das dem gegenüberstellte was ich so trank und welche Promillierungen ich mehrmals die Woche erreichte setzte das sofort ein Umdenken in Gang. Es stand für mich fest, dass ich aufpassen müsse nicht mehr zu viel zu trinken. Also sagte ich mir, dass ich nie wieder mehr als die gewöhnlichen 4 Bier oder die Flasche Wein trinken würde und schon gar nicht mehr so oft wie ich es bis dahin tat. Daraus entwickelte sich mein System mit zulässiger Höchstmenge und den geringen Häufigkeiten. Alleine wollte ich auch nicht mehr trinken und Spirituosen sowieso nicht mehr. Ich habe also, würde ich sagen, über das nachgedacht, was ich erfahren habe. Es war für mich klar, dass ich etwas verändern musste. Es war eine Veränderung wie immer, nur dass ich diesmal die Menge reduzierte statt sie zu steigern. Vorher tat ich dasselbe, ich zog die Informationen und Erfahrungen heran die ich hatte und machte und gestaltete danach mein Trinkverhalten. Früher gestaltete ich es dahingehend, dass ich immer häufiger und mehr trank und heute gestalte ich es so, dass ich sagen kann es besteht keine Gefahr in die Sucht abzugleiten und dass ich immer die Kontrolle über das behalte was ich tue. könnte es sein, dass du auch hier einer Selbstäuschung erliegst? Wenn ja, wie kannst du dies feststellen? (bzw. wann? Erst dann, wenn es zu spät ist - oder gibt es für dich Möglichkeiten, dies auch schon eher zu erkennen?) Ich merke wenn ich mir das 4. Bier hole, dass es Zeit ist aufzuhören. Eigentlich beginnt das schon am Anfang, da ich weiß, dass ich nicht mehr als eine bestimmte Menge trinken werde teile ich mir das Getränk ganz anders ein. Wenn ich in einer Woche schon etwas getrunken habe kann ich diese Woche eben nichts mehr trinken. Das finde ich nicht zu spät da ich, wenn ich etwas trinke, sowieso nicht mit dem Auto oder dem Fahrrad da bin. Ich achte jetzt darauf wie schnell ich wieviel trinke. Es sind lediglich Mengen und Häufigkeiten zu beobachten und zu zählen, dass ich mich dabei selbst täusche halte ich für ausgeschlossen. Ich denke nicht das ich mich verzähle. Durch den teilweise kräftigen Gegenwind hast du jedoch auch die Chance zu wachsen - bzw. deine Positionen selbst zu prüfen, zu korrigieren, zu festigen... Ja, das stimmt. Ich find's gut und es macht mir auch Spaß hier Stellung zu beziehen aber es muss doch auch mal voran gehen. Ich weiß, dass ihr mir mit eurer Kritik helfen wollt und ich versuche mir eure Argumente zu Herzen zu nehmen und auch in meine Überlegungen einzubeziehen. Über die maximale Menge 4 Bier oder eine Flasche Wein denke ich ja auch noch nach. Im Moment trinke ich maximal 2 Bier oder 2 Glas Wein. Da ist noch nichts endgültig. "fehlendes Trennvermögen" heißt doch, dass du es nicht "vermochtest", Alk und Straßenverkehrsteilnahme ausreichend zu trennen. Darin stimmen wir doch erst mal überein, oder? Woher die fehlende Trennung stammte - ob von fehlenden Wissen oder fehlendem Können - ist dann die zweite Frage. Kommt darauf an wie man fehlend interpretiert. Ich habe bisher unter fehlend, nicht vorhanden verstanden. Man kann es aber auch so lesen, das nicht genügend Trennvermögen vorlag. Deswegen sprach ich von mangelndem Trennvermögen, das ich zugeben kann. Ich habe es auf fehlendes Wissen zurückgeführt. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit und die Richtigkeit der Trennung des Alkohol Trinkens von der Verkehrsteilnahme lag bei mir durchaus vor. Wie gesagt konnte ich den Mangel an Trennvermögen inzwischen ausgleichen und es wird sogar durch die Neugestaltung meines Alkoholkonsums ergänzt und unterstützt. Aber unsere Gesellschaft hat sich nun mal dahin entwickelt, dass heute eine Fahrradfahrt mit 1,6 o/oo als nicht normal und nicht akzeptabel eingestuft wird.... Ich finde das auch nicht akzeptabel und bin da mit der Führerscheinstelle und den Gutachtern durchaus einer Meinung, besonders nachdem ich den Bericht der Polizisten und des Arztes in meiner Akte las. Ich war ja der Meinung noch relativ normal gefahren und jeder Zeit in der Lage gewesen zu sein, auf nahenden Verkehr schnell und richtig reagieren zu können. Da bin ich heute anderer Meinung und um einer solchen Fehleinschätzung noch einmal zu erliegen habe ich beschlossen, sollte ich noch ein Fahrzeug führen müssen egal ob motorisiert oder unmotorisiert darauf zu achten 0,0 ‰ zu haben. |
|
|
|
08.11.2008, 19:24
Beitrag
#381
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Du, ich sehe es wie jfk. @Krautsalat, woher weißt Du dass Dein Weg nun funktioniert? Damals hattest Du mangelndes Wissen. Okay. und heute? Woher weißt Du, dass es an Deinem Wissen nicht mangelt? Also Dein Weg fehlerfrei ist?
Doch, mit dem Kontrollverlust meinte ich genauso, wie ich schrieb. Es ist der Kern von Abhängigkeit. Die anderen Kriterien werden sich, so der Kern vorliegt, von alleine einstellen. Bei einem vorhandenen Kontrollverlust ist der Weg zurück abgeschnitten. Auch ohne dass bereits Interessen vernachlässigt wurden. Auch ohne dass Betroffene bereits (nach außen) auffällig wurden. Auch ohne dass schon weitere Schädigungen eingetreten sind. In der MPU musst Du klären, dass Du damals trennen wolltest, aufgrund mangelnden Wissens nicht getrennt hast. Und dann dass Dein heutiges Wissen, Dein heutiger Weg fehlerfrei sind. Oder Du erklärst, Du wolltest nicht trennen, kannst es heute, weil ... Mir sind zwei Punkte wichtig. A) dass Dich Dein Alkoholkonsum nicht noch einmal überholt und B) Dir der Gutachter in der MPU nicht sagt, interessanter Ansatz, doch dem kann ich nicht folgen. - Wo ist die Brücke, die Du dem Gutachter zu Deinem Wissen baust? Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
09.11.2008, 10:36
Beitrag
#382
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Ich tue mich mit den Begriffen Vollrausch und Kontrollverlust über die Trinkmengen immer noch schwer. Was muss ich mir unter einem Vollrausch vorstellen und woran kann ich feststellen die Kontrolle über die Trinkmengen verloren zu haben?
Wie soll ich an mir einen Kontrollverlust bezüglich der Trinkmengen feststellen, wenn ich mit dem Vorsatz zu einer Veranstaltung ging mich zu besaufen? Ich hatte neben diesen Besäufnissen nie das Problem nicht aufhören zu können, hätte aber auch noch mehr getrunken, wenn sich die Veranstaltung nicht schon aufgelöst hätte, mehr Alkohol verfübar gewesen wäre, andere Menschen dort gewesen wären, das Ambiente anders gewesen wäre etc.. Dann habe ich auch bei den Besäufnissen aufgehört zu trinken, wenn mir die Vorstellung noch mehr zu trinken unangenehm wurde, aber eben erst dann. Zu meinem Wissen: Ich weiß heute, dass ich mich nicht darauf verlassen kann wie ich mich fühle um meinen Alkoholisierungsgrad und damit meine Beeinträchtigung durch die Droge zu messen. Ich weiß heute, dass ich auch mit dem Fahrrad nicht betrunken fahren darf, weil ich auch mit dem Fahrrad eine Gefahr für mich und Andere darstelle. Ich weiß heute, dass es eine 0,3 ‰ Grenze gibt ab der man sich bei Ausfallerscheinungen strafbar macht, sogar mit dem Fahrrad. Ich weiß heute, dass ich bei 2 Bier 0,8 ‰ habe ohne den Abbau zu berücksichtigen und deshalb schon fahruntüchtig bin auch wenn ich noch der Meinung bin sicher fahren zu können. Ich weiss weiterhin, dass ich meiner Gesundheit schweren Schaden zufügen kann, wenn ich häufig große Mengen Alkohol trinke auch wenn es mir im Augenblick nach meinem Empfinden nicht schadet, weil ich mich trotzdem gesund und leistungsfähig fühle. Ich weiss aber auch, dass ich jederzeit aufhören kann zu trinken und ich weiß, dass ich es auch genieße Alkohol zu trinken, ohne mich gleich abzuschießen. Ob ich den richtigen Weg gehe kann ich nicht garantieren, ich weiß aber, dass es der mir als richtig erscheinende Weg ist und dass Abstinenz oder kontrolliertes Trinken mit der Führung eines Trinktagebuchs für mich nicht die richtigen Wege sind. Ich kann und möchte die Mengen die ich trinke so gestalten, dass ich mir gegenüber ein reines Gewissen habe mir nicht vorsätzlich und wissentlich zu schaden. Wenn ich Alkohol trinke, dann soll das etwas Besonderes sein und keine Gewohnheit oder ein Laster das ich mir gestatte, weil ich es für harmlos halte, weil es mir keine unmittelbaren Beschwerden bereitet. |
|
|
|
10.11.2008, 00:14
Beitrag
#383
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Ich tue mich mit den Begriffen Vollrausch und Kontrollverlust über die Trinkmengen immer noch schwer. Was muss ich mir unter einem Vollrausch vorstellen und woran kann ich feststellen die Kontrolle über die Trinkmengen verloren zu haben? Wie soll ich an mir einen Kontrollverlust bezüglich der Trinkmengen feststellen, wenn ich mit dem Vorsatz zu einer Veranstaltung ging mich zu besaufen? Ich hatte neben diesen Besäufnissen nie das Problem nicht aufhören zu können, hätte aber auch noch mehr getrunken, wenn sich die Veranstaltung nicht schon aufgelöst hätte, mehr Alkohol verfübar gewesen wäre, andere Menschen dort gewesen wären, das Ambiente anders gewesen wäre etc.. Dann habe ich auch bei den Besäufnissen aufgehört zu trinken, wenn mir die Vorstellung noch mehr zu trinken unangenehm wurde, aber eben erst dann. Vollrausch gleich das sich abschießen mit Alkohol. Trinken bis zum Ausfall wesentlicher Persönlichkeitsmerkmale und/oder wesentlicher Fähigkeiten und/oder Organe. Bsp. Trinken bis ins Koma/in den Schlaf, bis zum Lallen, bis zum Stürzen/Krabbeln, bis zum Zuschlagen etc. Das Problem den Kontrollverlust festzustellen ist leider nur auf der Tatebene nachweisbar. Das Gegenteil von Kontrollverlust ist die jederzeitige Fähigkeit nicht mit dem Trinken anzufangen bzw. auch im Trinken damit aufzuhören. Diese Fähigkeit wird natürlich nicht geprüft, wenn Du bewusst zum sich Betrinken gegangen bist. Kontrollverlust ist ein abstrakter Begriff, der regelmäßig nur rückblickend festgestellt werden kann anhand weiterer Symptome. Im Umkehrschluss: Dass diese ausgeblieben sind, lässt den Schluss auf keinen implementierten Kontrollverlust egrade nicht zu! Als Anregung: Unsere Bedürfnisse und Wünsche bewegen uns zum Handeln. Da das Großhirn nur logisch denken kann, werden diese Bedürfnisse und Wünsche "zur Erklärung" logifiziert. Wenn es Dein Bedürfnis war, Dich zu Betrinken, könne Dein Gehirn daraus die Erlaubnis zum besäuufnis auf der Party bsp. als Belohnung gemacht haben. Dabei stand das innere Motiv von .... hinter dem Bedürfnis. Wobei das Bedürfnis bei Alkoholkranken nicht notwendigerweise aus dem inneren Motiv (mehr) stammen muss, sondern auch aus dem Fehlen an Alkohol selbst. Beispiel hierzu ist der Quartalssäufer. Dieses ist zugleich der Hintergrund, weshalb ab bestimmten Promillewerten KT (zunehmend) unsinnig wird, weil der Kontrollverlust, auch verborgen, bereits eingetreten ist. Deshalb ist Abstiennz da die sichere Seite. @Krautsalat, Es gibt also eine Unsicherheit. Das weißt jetzt Du, das weiß der Gutachter. Er weiß auch, normale Trinkler kommen gar nicht an die 1,1‰ heran. Die "normalen" Trinker trinken zuviel, dachten nicht daran,d ass sie schon soviel intus haben. Die "Heavy User" trinken unbewusst viel. Du hast jedoch voll bewusst (zu)viel getrunken! Und das immer wieder. Seine Schlussfolgerung: Da ist die Gefahr des Kontrollverlustes besonders hoch. An dieser Stelle kommst Du nun mit einer Gefahrenabwehr, die am unteren Ende der Möglichkeiten anderer Gefahrenabwehrstrategien steht. Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
10.11.2008, 10:06
Beitrag
#384
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Vollrausch gleich das sich abschießen mit Alkohol. Trinken bis zum Ausfall wesentlicher Persönlichkeitsmerkmale und/oder wesentlicher Fähigkeiten und/oder Organe. Bsp. Trinken bis ins Koma/in den Schlaf, bis zum Lallen, bis zum Stürzen/Krabbeln, bis zum Zuschlagen etc. Auf der Party, auf der ich das erstemal betrunken war schlief ich schließlich ein. Gelallt habe ich bestimmt auch öfter oder was bedeutet, "Sprache: verwaschen"? Es bringt sicher auch nichts jetzt alle möglichen Symptome zu prüfen. Ich hatte jedenfalls nie das Gefühl mich abzuschießen, diesen Begriff verwende ich erst seit der Trunkenheitsfahrt für mein Konsumverhalten. Mein Zustand war kein abgeschossener, ich fühlte mich jederzeit noch bei Verstand. Ich fühle mich durch die Beurteilung des Arztes nach meiner TF bestätigt, auch in meiner Fähigkeit der Verhaltens- sowie der Trinkkontrolle, wenn er mir einen geordneten Denkablauf bestätigt. Ich bin, wenn ich besoffen bin, enthemmt und benommen aber nicht blöd. Das Gegenteil von Kontrollverlust ist die jederzeitige Fähigkeit nicht mit dem Trinken anzufangen bzw. auch im Trinken damit aufzuhören. Diese Fähigkeit wird natürlich nicht geprüft, wenn Du bewusst zum sich Betrinken gegangen bist. Kontrollverlust ist ein abstrakter Begriff, der regelmäßig nur rückblickend festgestellt werden kann anhand weiterer Symptome. Im Umkehrschluss: Dass diese ausgeblieben sind, lässt den Schluss auf keinen implementierten Kontrollverlust egrade nicht zu! Toll. Ich kann dem Gutachter jetzt zwar erzählen, dass ich jederzeit in der Lage bin nicht mit dem Trinken anzufangen oder damit aufzuhören, kann es ihm aber nicht beweisen. Ich bin also abhängig davon, ob er bereit ist mir zu glauben oder nicht. Er wird mir aber nicht glauben, weil ich mir darüber im Klaren war, dass ich mich betrinken würde und nichts dagegen unternahm. Für ihn war es mir ein Bedürfnis mich zu besaufen, weil mir ein inneres Motiv sagte: "betrink dich!". Es muss aber anders formuliert werden, es müsste nämlich heißen, dass ich kein Motiv hatte das mir sagte: "Betrink dich nicht!". An dieser Stelle kommst Du nun mit einer Gefahrenabwehr, die am unteren Ende der Möglichkeiten anderer Gefahrenabwehrstrategien steht. An dieser Stelle kann ich eben leider nicht mitgehen. Es ist keine Gefahrenabwehr. Es ist eine Definition von Mengen und Häufigkeiten, weil mein Körper sie nicht mehr vernünftig selbst definieren kann. Ich sehe keine Gefahr. Ich habe keine Angst zu viel zu trinken oder Mist zu bauen. Das ist wohl der Grund warum ich bei KT und bei Abstinenz auch nicht mitgehen kann. Das ist auch der Grund warum ich bei vielen Annahmen der Psychologen nur mit dem Kopf schütteln kann und warum ich das Ganze inzwischen fast als Komödie betrachte und die Welt nicht mehr verstehen würde, sollte man die Zweifel an meiner Fähigkeit ein Kraftfahrzeug sicher zu führen bestätigen. Ich glaube ich habe mehr Angst in dem Fall in einen tödlichen Lachkrampf auszubrechen als jemals wieder in meine alten Trinkgewohnheiten zurückzufallen. Ich habe mein Trinkverhalten geändert, weil ich fand, dass ich zu viel getrunken habe und nicht weil ich Angst habe in einem Zustand in dem ich die Kontrolle über meine Handlungen verloren habe was blödes zu machen, z.B. besoffen fahren. |
|
|
|
10.11.2008, 10:43
Beitrag
#385
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Dann ist ja gut.
Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
10.11.2008, 10:54
Beitrag
#386
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Ja, für mich ist das gut aber wird ein Gutachter das genauso sehen? Wohl eher nicht.
Für mich ist das ein Dilemma. Ich will ehrlich sein. Bin ich aber ehrlich gehe ich bei der MPU ein möglicherweise zu hohes Risiko ein. |
|
|
|
10.11.2008, 11:10
Beitrag
#387
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Mehr als schildern, was ein Gutachter denken kann, kann ich nicht. Du hast alle notwendigen Informationen erhalten. Machen musst Du.
Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
10.11.2008, 11:17
Beitrag
#388
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Ok, danke! Kannst du vielleicht noch sagen ob du mir glaubst oder nicht und das auch begründen? Das wäre nett.
Vermutlich bleibt mir letztlich nichts anderes übrig als mich in einem Vorgespräch mal mit einem Gutachter darüber zu unterhalten. Ich mache dann bei Gelegenheit mit dem Fragebogen weiter. p.s. Es können sich natürlich alle, nicht nur corneliusrufus, darüber äußern ob sie mir glauben oder nicht. Schön wäre es natürlich, wenn ihr eure Meinung auch begründen könntet. |
|
|
|
10.11.2008, 11:29
Beitrag
#389
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Ja, ich könnte daran glauben, dass es gutgehen könnte. Doch vielmehr glaube ich, dass es langfristig schief gehen wird. Selbst wenn keine Abhängigkeit vorliegt, hast Du einen so schweren Missbrauch hingelegt, dass die praktischen Unterschiede in notwendigen Verhalten verschwinden.
Als Helfer kann ich Dir glauben. Als Gutachter würde ich Dich durchfallen lassen. Du müssest mir anhand der Kriterien für Missbrauch resp. Abhängigkeit dezidiert darlegen, warum das eine zutraf und dann nicht das andere. Am Ende, bei der Promillezahl, und Deinem weiteren Trinkvorhaben, also kein KT, bricht der Stab. Nun, nicht alle Gutachter sind so streng. - Nun, ich stelle mein Wissen zur Verfügung, damit Betroffene auch bei peniblen Gutachtern bestehen. Alles andere wäre ja Glücksspiel. Liebe Greet-Ings, Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
|
|
|
10.11.2008, 11:49
Beitrag
#390
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Hallo Krautsalat,
Es können sich natürlich alle, nicht nur corneliusrufus, darüber äußern ob sie mir glauben oder nicht. Schön wäre es natürlich, wenn ihr eure Meinung auch begründen könntet. als Momentaufnahme ist das ja gut und glaubwürdig. Mittel- und langfristig bleibt Dein nicht aufgearbeitetes Alkoholproblem und die vorhandene Alkoholgewöhnung. So lange Deine Lebensumstände stabil sind, mag es gutgehen. Mittel- und langfristig: wer weiß? Ich halte Dich für intelligent genug, dass Du Dir für die MPU eine Story zusammenlügen kannst, so dass Dich der Gutachter durchlässt. Alle notwendigen Informationen hast Du ja hier bekommen. Ob Du es mit "Deiner Wahrheit" schaffst, da bin ich skeptisch. Und ob es Dich langfristig vor Dir selber schützt, ebenfalls. Wenn Du einen Rat wollen würdest, so würde dieser lauten, auf jeden Fall mit psychologischer Hilfe das eigentliche Konsummotiv zu ergründen und aufzuarbeiten. Auf der Basis dann Dein Leben (und Deine Trinkgewohnheiten) so zu verändern, dass Du langfristig geschützt bist. Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
|
|
|
10.11.2008, 15:49
Beitrag
#391
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit) Ja, ich trinke heutzutage Wein und Bier und mal ein Glas Sekt zum anstoßen. Die Höchstmenge beträgt 4 Bier je 0,5l oder 4 Gläser Wein je 0,1-0,2l höchsten einmal die Woche. Das sind theoretische Mengen die ich mir gestatten würde. In der Praxis habe ich die Höchstmenge in den letzten 6 Monaten 2 mal erreicht und ich trinke auch nicht jede Woche etwas. 21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken? Das letztemal hab ich zur Hochzeit meines Bruders Alkohol getrunken. 22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier? Nein! |
|
|
|
10.11.2008, 21:39
Beitrag
#392
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Gute Frage! Wahrscheinlich nur, weil ich nicht keinen Alkohol trinken möchte. Ich hab einfach keine Lust mir Abstinenz zu verordnen. Wenn es etwas zu feiern gibt möchte ich auch darauf anstoßen oder wenn ich mit Freunden zusammen bin möchte ich mit ihnen anstoßen. 24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher? Am Morgen nach der TF informierte ich mich darüber, was mir nun blühen würde. Immerhin sprachen die Polizisten von einer Straftat. Ich musste lesen, dass, sollte die BAK nicht unterhalb der 1,6 ‰ liegen, ich mit einer Aufforderung zur MPU rechnen müßte. Sofort informierte ich mich zum Thema MPU und was mich dort erwarten würde. Ich las dann sehr viel zum Thema Alkohol. Über Alkoholabhängigkeit und Alkoholmissbrauch, über Alkoholgewöhnung usw.. Zum ersten mal wurde ich damit konfrontiert, dass ich zu viel trank, dass ich Promillewerte erreiche, und damit sogar noch Rad fahre, bei denen Andere längst unter dem Tisch liegen oder sogar zur Entgiftung ins Krankenhaus müssen. Ich las, dass ich Alkohol in solchen Mengen vertilgte, dass ich, sollte ich so weitermachen, wenn ich mir nicht schon bleibende Schäden zugezogen hatte, gesundheitlich erheblich schaden würde und wenn ich nicht aufpasse könnte ich sogar in die Sucht hineingeraten. Das mit der Sucht gehe auch viel schneller und unbemerkter als ich es mir vorstellte las ich dort. Es war also klar, dass ich etwas verändern müsste. Eine Woche lang trank ich nichts und war froh, dass es sich in keiner Weise auswirkte. Ich vermisste nichts und körperliche Entzugserscheinungen hatte ich auch nicht. So entschied ich also, dass ich ruhig weiterhin Alkohol trinken könnte, wenn ich in Zukunft darauf achte nicht zu viel zu trinken. So kam es, dass ich mir eine Höchstmenge festsetzte, die ich nie mehr überschreiten will. Zusätzlich will ich nicht mehr so häufig trinken wie vorher und auch nicht mehr alleine nur für mich. Es sollte wieder etwas Besonderes und nichts Gewöhnliches sein, wenn ich mal etwas trinke. Warum ich nicht schon vorher das Trinken reduziert habe? Weil vorher alles in Ordnung war. Ich fühlte mich wohl und dachte nicht zu viel zu trinken. Ich war der Meinung ganz normal zu trinken und mir gesundheitlich nicht zu schaden. Von der Alkoholabhängigkeit war ich sowieso ganz weit entfernt |
|
|
|
11.11.2008, 08:23
Beitrag
#393
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5885 Beigetreten: 13.09.2007 Wohnort: im größten Kreis Deutschlands Mitglieds-Nr.: 36526 |
Es können sich natürlich alle, nicht nur corneliusrufus, darüber äußern ob sie mir glauben oder nicht. Schön wäre es natürlich, wenn ihr eure Meinung auch begründen könntet. Hallo Krautsalat, ich glaube dir, dass du es ernst meinst mit deinem Vorsatz - und dass der jetzige Weg dein (momentan) ehrlicher ist... Soweit die eine Seite. Meine andere Seite weiß, dass Alkohol eine psychoaktive Substanz ist - also ein Mittelchen, dass dein Denken, deine Gefühle, deinen Willen stark verändern und beeinträchigen kann - auch und gerade, wenn du es nicht willst... Beim Gutachter kommt es eben nicht auf die "Glaubens-Ebene" an, sondern der entscheidet nach Statistik und Wahrscheinlichkeit, auf der "Wissens-Ebene". Und auf der hast du momentan wenig Chancen. Ich hatte ja schon mal weiter oben geschrieben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dein Weg erfolgreich sein kann, mit zunehmender Dauer steigen könnte - aber dazu reichen eben nicht einige Wochen oder wenige Monate, da solltest du mind. 1 - 1,5 Jahre erfolgreicher Strategie nachweisen können (meine Meinung). Ach ja, noch was, wo ich mich wiederhole: ich denke, dass dein Alkohol-Trinken Ursachen hatte, an die du bis jetzt noch nicht ran Und diese Aussagen hier: Zitat Gute Frage! Wahrscheinlich nur, weil ich nicht keinen Alkohol trinken möchte. Ich hab einfach keine Lust mir Abstinenz zu verordnen. Wenn es etwas zu feiern gibt möchte ich auch darauf anstoßen oder wenn ich mit Freunden zusammen bin möchte ich mit ihnen anstoßen. = das kleinere Übel, wenn es schon nicht anders gehtZitat Am Morgen nach der TF informierte ich mich darüber, was mir nun blühen würde. Immerhin sprachen die Polizisten von einer Straftat. Ich musste lesen, dass, sollte die BAK nicht unterhalb der 1,6 ‰ liegen, ich mit einer Aufforderung zur MPU rechnen müßte. Sofort informierte ich mich zum Thema MPU und was mich dort erwarten würde. Ich las dann sehr viel zum Thema Alkohol. Über Alkoholabhängigkeit und Alkoholmissbrauch, über Alkoholgewöhnung usw.. = Veränderung nur auf äußeren Druck hin; keine eigene EinsichtZum ersten mal wurde ich damit konfrontiert, dass ich zu viel trank, dass ich Promillewerte erreiche, und damit sogar noch Rad fahre, bei denen Andere längst unter dem Tisch liegen oder sogar zur Entgiftung ins Krankenhaus müssen. Ich las, dass ich Alkohol in solchen Mengen vertilgte, dass ich, sollte ich so weitermachen, wenn ich mir nicht schon bleibende Schäden zugezogen hatte, gesundheitlich erheblich schaden würde und wenn ich nicht aufpasse könnte ich sogar in die Sucht hineingeraten. Das mit der Sucht gehe auch viel schneller und unbemerkter als ich es mir vorstellte las ich dort. Zitat Von der Alkoholabhängigkeit war ich sowieso ganz weit entfernt = Verharmlosung, Bagatellisierung(kursiv dahinter die "Übersetzung" des Gutachters) würden dir bei einer MPU wahrscheinlich das hier Gruß, jfk. -------------------- Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.
Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt. |
|
|
|
11.11.2008, 10:23
Beitrag
#394
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Zitat Von der Alkoholabhängigkeit war ich sowieso ganz weit entfernt = Verharmlosung, Bagatellisierung(kursiv dahinter die "Übersetzung" des Gutachters) Das war ironisch gemeint und sollte nur mein damaliges Bild meines Alkoholkonsums illustrieren. Das ist ja das was ich heute anders sehe und warum ich weniger trinke, weil die Abhängigkeit beim Umgang mit einer Droge ob illegal oder legal nie weit weg ist. Deshalb auch der Smiley Zum Druck: Der Druck kommt doch aus mir. Genaugenommen finde ich meinen Umgang mit Alkohol für die MPU ja irrelevant. Das ist meine Sache. Ich will nicht abhängig werden und ich möchte nicht an Leberzirrhose oder irgendetwas anderem leiden. Genaugenommen finde ich meinen Umgang mit Alkohol für die MPU ja irrelevant. Das ist meine Sache. Auch ein Grund warum ich mich nicht auf KT oder Abstinenz einlassen möchte. Das wäre nur für die MPU. Das was ich jetzt mache, mache ich weil ich es für mich so will. Die Ganze Aufarbeitungsgeschichte und die Suche nach den inneren Motiven mache ich auf äußeren Druck hin. Ich finde es unwichtig, weil ich meinen Alkoholkonsum zu meiner Zufriedenheit geändert habe. Diese Änderung habe ich für mich beschlossen und umgesetzt. Alles andere drumherum ist nur Firlefanz. Klar ist es schön etwas zu verbessern und ich will ja auch dran bleiben aber mit den Mengen Alkohol die ich trinke und trinken werde hat das nichts zu tun. Umgekehrt mag es durchaus sein, dass ich mich durch das Trinken von Alkohol vernachlässigt habe aber ich habe nicht getrunken, weil ich unzufrieden mit mir war. |
|
|
|
11.11.2008, 10:30
Beitrag
#395
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5885 Beigetreten: 13.09.2007 Wohnort: im größten Kreis Deutschlands Mitglieds-Nr.: 36526 |
Zitat Von der Alkoholabhängigkeit war ich sowieso ganz weit entfernt = Verharmlosung, Bagatellisierung(kursiv dahinter die "Übersetzung" des Gutachters) Das war ironisch gemeint und sollte nur mein damaliges Bild meines Alkoholkonsums illustrieren. Okay, hab ich nicht richtig verstanden/interpretiert Doch das führt mich zu einer wichtigen Sache für die MPU: Frühere Ansichten/Meinungen solltest du in der Vergangenheit berichten, heutige dagegen in der Gegenwartsform - damit der GA das auch (ohne Nachzufragen!) richtig versteht und interpretieren kann! Habe ich schon öfter erlebt, dass Kandidaten bei der Begutachtung Vergangenheit/Gegenwart durcheinandergewürfelt hatten - und der entsprechend verwirrte Gutachter sich dann eben seinen negativen Reim draus gemacht hat. Gruß, jfk. -------------------- Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.
Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt. |
|
|
|
11.11.2008, 10:30
Beitrag
#396
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Das ist wirklich eine ganz schwere Frage für mich. Es ist wirklich so, dass ich weiterhin Alkohol trinke, weil ich es kann, weil es nicht verboten ist Alkohol zu trinken. Ich genieße es einfach etwas zu trinken und fühle mich dabei nicht wie ein Verbrecher oder muss Angst haben nicht genug bekommen zu können. Ich habe in meinem Leben schon genug bekommen und kann mich nun zurücklehnen und es einfach nur genießen. |
|
|
|
11.11.2008, 10:32
Beitrag
#397
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Hallo Krautsalat,
irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich die Diskussion im Kreise dreht. Du beharrst auf Deinem eigenen Weg und insistierst, dass Alkohol für Dich kein Problem mehr darstellt. Das geht soweit, dass Du Deine Strategie offensiv in die MPU einbringen willst. Dein Fragebogen ist gespickt mit Ironisierungen und Sarkasmen. Das finden Gutachter mal so richtig klasse, versteckte Wahrheiten aus einem Wust von Worten heraussuchen, da haben die Bock drauf. Wir übrigens auch (@JFK: Musst nicht rot werden). Alle Hinweise, dass Du damit einen Gutachter vielleicht nicht überzeugen kannst, nimmst Du nicht ernst. Dein Fragebogen, so wie er jetzt ist, ist eine reine Fingerübung. Damit alle sehen, wie toll Krautsalat sich alles zurechtgelegt hat. Eine MPU bestehen kannst Du damit nicht. Es gibt in Deiner Situation doch eigentlich nur zwei Möglichkeiten: 1. Mach es, wie Du denkst. Dann musst Du aber in der MPU lügen 2. Mach es nachhaltig. Dann musst Du aber ein paar Türen öffnen, die Du so sorgsam geschlossen hältst Was erwartest Du eigentlich noch von uns? Absolution und Bestätigung, dass wir Dich für einen ganz tollen Kerl halten? Weil helfen können wir Dir anscheinend nicht mehr. Viele Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
|
|
|
11.11.2008, 10:34
Beitrag
#398
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
|
|
|
|
11.11.2008, 10:58
Beitrag
#399
|
|
|
Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 557 Beigetreten: 21.07.2008 Mitglieds-Nr.: 43278 |
Du beharrst auf Deinem eigenen Weg und insistierst, dass Alkohol für Dich kein Problem mehr darstellt. Das geht soweit, dass Du Deine Strategie offensiv in die MPU einbringen willst. Was soll ich denn deiner Meinung nach tun? Ein Problem zugeben, dass meiner Meinung nach nicht existiert? Dein Fragebogen ist gespickt mit Ironisierungen und Sarkasmen. Tut mir leid, ich schreibe nunmal so. Ich werde mir Mühe geben darauf in Zukunft so gut ich kann zu verzichten. Wenn ich meinen Fragebogen zu einer endgültigen Version zusammenfasse wird hoffentlich alles in angemessener Form und Sprache sein, so dass niemand nach versteckten hinweisen suchen muss. Alle Hinweise, dass Du damit einen Gutachter vielleicht nicht überzeugen kannst, nimmst Du nicht ernst. Ich nehm das schon ernst. Nur bin ich vielleicht zu sehr von meinem Weg überzeugt, dass meine Reaktion so aussieht, zu denken ich müßte nur noch überzeugender werden damit sie mich verstehen und erkennen können wie gut er ist. Die MPU macht einfach noch nicht genug Druck um die Richtigkeit meines Weges in Zweifel zu ziehen. Deshalb läuft alles darauf hinaus alle anderen, euch und den Gutachter, davon zu überzeugen. Da bin jetzt ich dogmatisch und muss vielleicht noch mal ein zwei Schritte zurückgehen. p.s. Meine MPU wird wohl ein Aufeinandertreffen zweier Dickköpfe. Der Gutachter, der seinem Wissen und seinen Statistiken vertraut und ich, der ich meinem Wissen und meinen Erfahrungen vertraue. |
|
|
|
11.11.2008, 11:14
Beitrag
#400
|
|
![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Nur bin ich vielleicht zu sehr von meinem Weg überzeugt, dass meine Reaktion so aussieht, zu denken ich müßte nur noch überzeugender werden damit sie mich verstehen und erkennen können wie gut er ist. Die MPU macht einfach noch nicht genug Druck um die Richtigkeit meines Weges in Zweifel zu ziehen. Deshalb läuft alles darauf hinaus alle anderen, euch und den Gutachter, davon zu überzeugen. Da bin jetzt ich dogmatisch und muss vielleicht noch mal ein zwei Schritte zurückgehen. sieh das doch mal pragmatisch. MPU-Gutachter sind gestandene Psychologen, die es gewohnt sind, nach Strich und Faden belogen zu werden. Jetzt kommt in die MPU ein junger Mann, lehnt sich zurück und sagt ihnen: Es ist wirklich so, dass ich weiterhin Alkohol trinke, weil ich es kann, weil es nicht verboten ist Alkohol zu trinken. Ich genieße es einfach etwas zu trinken und fühle mich dabei nicht wie ein Verbrecher Da sagt sich der Gutachter bestimmt: "Klasse, hier hat jemand sein Alkoholproblem wirklich verstanden und daran gearbeitet. Den werde ich sicher positiv begutachten" Was Du hier betreibst ist doch brotlose Kunst, die Dich einem positiven Gutachten kein Stück näher bringt. Meine MPU wird wohl ein Aufeinandertreffen zweier Dickköpfe. Der Gutachter, der seinem Wissen und seinen Statistiken vertraut und ich, der ich meinem Wissen und meinen Erfahrungen vertraue. ist klar, nur am Ende entscheidet der Gutachter Da bin jetzt ich dogmatisch und muss vielleicht noch mal ein zwei Schritte zurückgehen. jo. Für mich ist aber dann EOD. Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
|
|
|
![]() ![]() |
|
Vereinfachte Darstellung | Aktuelles Datum: 13.01.2026 - 12:48 |