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> Fahrradfahrt mit BAK von 1,81 mg/g
krautsalat
Beitrag 18.10.2008, 23:43
Beitrag #301


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Zitat (Kai R. @ 18.10.2008, 22:52) *
Du musst jetzt Deine Eignung beweisen. Das geht nur, wenn Du mit dem Verstand das Trinken kontrollierst. Z.B. über kontrolliertes Trinken. Und Du musst diese Trinkstrategie erlernen und so verinnerlichen, dass Du Dich zukünftig daran halten kannst. Das wiederum schaffst Du nur, wenn Du Dir über Deine inneren Trinkmotive klar bist und auf der Basis stabile Vermeidungsstrategien erarbeitet hast.


Genau das ist das Vorurteil mit dem ich zu kämpfen habe. Ich trinke längst nicht mehr so viel. Will ich auch gar nicht. Aber deswegen muss ich keinen Aufwand betreiben.

Zitat (Kai R. @ 18.10.2008, 22:52) *
Glaubst Du wirklich, dass es ausreichend ist, wenn Du nur momentan weniger trinkst? Das kann sich doch schon morgen wieder geändert haben, wenn das nächste Frusterlebnis kommt.


Das passt auch überhaupt nicht zu meinen Trinkgewohnheiten. Ich habe nicht nach Frusterlebnissen getrunken, im Gegenteil ich habe mich nach mehr oder weniger großen Erfolgen belohnt. Frusterlebnisse lösen in mir keinerlei Verlangen nach Alkohol aus. Erlebnisse die nach Belohnung schreien übrigens auch nicht.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 19.10.2008, 07:05
Beitrag #302





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Zitat (krautsalat @ 19.10.2008, 00:43) *
Genau das ist das Vorurteil mit dem ich zu kämpfen habe.

Krautsalat, das ist doch kein *Vorurteil*, dass ist doch durch deine Trunkenheitsfahrt schon bewiesen.
Tut mir jetzt schon leid, dir das sagen zu müssen sad.gif
Zitat (krautsalat @ 19.10.2008, 00:43) *
Ich trinke längst nicht mehr so viel.

Das machen alle die eine MPU bestehen wollen, manche trinken sogar gar nichts mehr whistling.gif
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krautsalat
Beitrag 19.10.2008, 11:04
Beitrag #303


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Das der Gutachter nicht mein gutgläubiger Freund sein wird weiss ich ja auch. Schrieb ich ja schon hier:

Zitat (krautsalat @ 18.10.2008, 20:50) *
Wie soll ich das jemandem klar machen der denkt, dass ich ihm alles erzählen würde um meinen Führerschein zu behalten, jemandem der davon ausgeht, dass ich ihn belüge, der denkt, dass ich mein Problem herunterspiele um einen guten Eindruck zu hinterlassen?


Das ich meinen Alkoholkonsum kontrollieren muss weiss ich auch. Mach ich auch. Es gibt aber keine Situationen die mir irgendwie Schwierigkeiten bereiten meinen Konsum zu kontrollieren und für die ich deshalb irgendwelche Strategien bräuchte um sie durchzustehen.

Ich trinke jetzt genauso selbstverständlich weniger wie ich früher selbstverständlich mehr getrunken habe. Es ist mir wichtig nicht mehr die Mengen wie früher zu trinken, weil ich mir nicht schaden möchte. Ich möchte deshalb aber auch kein Engel werden der jedem Laster entsagt. Ich finde es nicht verwerflich auch mal ein wenig berauscht zu sein, in diesem Zustand zu fahren kommt für mich aber nicht in Frage. Kam es mit dem Auto sowieso nie und mit dem Fahrrad jetzt auch nicht mehr. Sicherlich spielt dabei auch die Angst vor dem Führerscheinverlust eine Rolle aber Angst vor eventuellen Konsequenzen ist für mich eine durchaus tragfähige Strategie.

p.s.

Ich habe es sogar schon als durchaus positiv erlebt auf einer Feier nichts zu trinken, weil ich mir keine Gedanken um die Heimfahrt machen musste. Ich konnte ganz gemütlich mit dem Auto nach Hause fahren und musste mich nicht noch mitten in der Nacht für ca. eine Stunde betrunken aufs Fahrrad schwingen oder auf die öffentlichen Verkehrsmittel warten oder gar laufen. So war ich in Null Komma Nix in meinem Bett und konnte schlafen. Das hat ja auch etwas für sich.
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jfk
Beitrag 19.10.2008, 11:54
Beitrag #304


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Hi krautsalat,

ich finds gut, dass du weiter im Gespräch bleibst, dass du weiter für dich nach Antworten suchst, auch wenn es dir sicherlich manchmal schwerfällt!
Zitat (krautsalat @ 18.10.2008, 12:20) *
Welche Art von stationärer Therapie oder SHG würdest du mir denn empfehlen?

Ich denke, eine stationäre Alkoholtherapie würde bei dir übers Ziel hinausschießen, die ist hier nicht angebracht. Eher das zweitere, was du ansprachst: allg. psych. Beratung, "Lebenszielfindung" oder so was ähnliches. Denn das hier:
Zitat (krautsalat @ 18.10.2008, 12:20) *
Ich schließe mein Studium jetzt so schnell wie möglich ab um meine Eltern zu entlasten, was mir im Moment dabei am wichtigsten ist und danach werde ich weitersehen. Irgendetwas wird sich schon ergeben. Es hat sich bis jetzt immer irgendwas ergeben.

spricht eben für mich auch deutlich dafür, dass du nicht so recht einen Plan für dein Leben hast, dass dir kein lohnendes Ziel vor Augen steht. Was möchtest du in deinem Leben erreichen, wo möchtest du hin?
Sicherlich gibt es ganz viele Menschen, die ebenfalls nicht glücklich sind in ihrem Leben, aber an denen mußt du dir kein Beispiel nehmen, denn dann kommst du für dich nicht voran!

Zitat (krautsalat @ 18.10.2008, 12:20) *
Ich könnte auch noch mehr Dinge aufzählen, die mir an mir und dem Drumherum nicht gefallen aber letztendlich führt das doch zu nichts

Doch, das bringt was - und zwar sehr viel! Denn erst mal über den Weg, was dir nicht gefällt, kannst du ja drauf kommen, was dir gefällt, was dich glücklich mach(t)[en würde].

Ich sehe es auch so, dass der Alkohol bei Dir als "Lückenfüller" eingesetzt wurde, um alle möglichen Arten von "Leere" zu füllen.
Auch wenn du im Moment gar kein Verlangen nach dem Zeug hast - solange du den Ursachen nicht auf die Schliche gekommen bist, wirst du maximal eine "verstandesmäßig kontrollierte" Abstinenz* aufrechterhalten können - aber keine, die bei dir von innen heraus gewachsen ist, keine, von der du wirklich überzeugt bist.

* oder eben kT

Gruß, jfk.


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Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt.
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corneliusrufus
Beitrag 19.10.2008, 14:10
Beitrag #305


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Ich denke auch an psychologische Lebensberatung, vielleicht im Start als Behandlung einer Anpassungsstörung (Studienende).

Für die FEB reicht es, wenn Du keinen Alkohol mehr im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr trinkst. Der Rest ist ihr egal. Der Gu6tachter sieht das einerseits genauso. Andererseits muss er jedoch auch beurteilen, ob Du das nun durch hältst. Deshalb fragt er, warum hast Du, Krautsalat, Alkohol getrunken. (Das hast Du (begrenzt udn ausbaufähig benannt.) Dan fargt er, ob Du diese Ursachen - die zum Konsum geführt haben - abgestellt hast.

So wie ich das gegenwärtig meine, findet der nur ein großes schwarzes Loch. Damit kommt er um Ergebnis, gegnwärtig ist das Verhalten verkehrsgerecht, jedoch ohne Gewissheit für die Zukunft. Damit sagt dann die FEB, das reicht nicht.

Liebe Greet-Ings, Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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krautsalat
Beitrag 19.10.2008, 17:40
Beitrag #306


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Also...

...das Trinken von Alkohol diente mir als Ablenkung von allen möglichen Lebenssorgen. Er ist verfügbar, ein billiger Luxus den ich mir gerne gönnte. Er war aber nicht dafür gedacht mit ihm die Probleme zu lösen, sondern mir nur eine Auszeit zu nehmen. Er war Teil meiner Freizeitgestaltung. Leider war ich dabei gedankenlos und habe ihn zu häufig und in zu großen Mengen benutzt, was durch mein Umfeld begünstigt wurde. Ich kenne eben verhältnismäßig viele Menschen unter denen ich mit meinen Trinkmengen nicht unangenehm auffiel. Außerdem achtete ich auch darauf, mit wem ich wann wieviel trinken konnte. Es ist auch so, dass mich Charaktere anziehen, die nicht perfekt sind und Laster haben, ein bisschen abgerissene Typen eben aber im Grunde etwas geniales an sich haben. Das waren mir im Bezug auf den Alkoholkonsum die falschen Vorbilder.

Erst durch meine Trunkenheitsfahrt erfuhr ich, dass ich zu viel trank und wie das enden kann. Das öffnete mir die Augen und ich stellte für mich fest, dass ich aufpassen muss wie oft und wieviel ich trinke. Ich war mir zunächst unsicher wie ich, auch im Hinblick auf die MPU die mir möglicherweise bevorstand (damals kannte ich die BAK noch nicht und meine AAK lag bei 1,61 ‰), darauf reagieren sollte. Ich trank erstmal eine Woche nichts und befand dann für mich, dass ich durchaus kontrolliert mit Alkohol umgehen kann. Also trank ich zur Eröffnung der Fussball Europameisterschaft ein Bier. Seitdem trinke ich, wie ich finde nur noch wenig Alkohol. Meine persönliche Höchstmenge, die ich nur noch in Ausnahmefällen erreiche, meist trinke ich weniger, liegt bei 4 Bier (0,5l) bzw. einer Flasche Wein (0,7l). Ich trinke nicht mehr alleine, sondern nur mit Anderen um anzustoßen und einen ausgelassenen Abend zu genießen. Eine weitere Einschränkung ist, nicht öfter als einmal die Woche etwas zu trinken.

Dies sind nur Rahmenvorgaben für mein Alkoholkonsumverhalten die ich sehr gut einhalten kann. Ich trinke deutlich weniger als ich mir erlauben würde.
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Kai R.
Beitrag 19.10.2008, 23:16
Beitrag #307


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Zitat (krautsalat @ 19.10.2008, 18:40) *
Meine persönliche Höchstmenge, die ich nur noch in Ausnahmefällen erreiche, meist trinke ich weniger, liegt bei 4 Bier (0,5l) bzw. einer Flasche Wein (0,7l).

was immer Du da praktizierst, kontrolliertes Trinken ist das nicht. Diese Menge bringt Dich auf ca. 1,2 %o. Mit diesen Werten kannst Du nicht mehr rational kontrollieren, wie Du Dich im Einzelfall verhältst, z.B. eben doch bis zum Kontrollverlust weitertrinken und dann in einem Polizeiauto wieder zu Dir kommen. Mit allen möglichen negativen Folgen in der Zwischenzeit. Über eine positive MPU brauchen wir mit den Mengen auch nicht reden.

1-2 Bier über mehrere Stunden hinweg - das wäre die erlaubte Menge. Keine Ahnung, wie Du eine MPU bestehen willst. Hast Du eine Idee? Oder stellst Du Dich darauf ein, ohne Führerschein weiter zu leben?

Grüße

Kai


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Grüße

Kai

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corneliusrufus
Beitrag 19.10.2008, 23:25
Beitrag #308


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Wenn ein Mensch mal eine Auszeit nimmt, ein Problem verschiebt, ist das nicht tragisch, sondern verständlich. Wenn er jedoch immer wieder Probleme verschiebt und sich eine Auszeit nach der anderen verordnet, dann ist das eine Abweichung gegenüber der üblichen Normalität.

Selbst wenn ich nun annehme, Du würdest kein Alkohol-Verkehrsproblem mehr haben, wo ist die Lösung für die Probleme, die Dich zur alkoholischen Auszeit = Auszeit durch Alkohol geführt haben? Dieser Teil der Aufarbeitung fehlt.

Nehme ich Deine Aussagen zum kT so stelle cih fest, dass es noch nicht einmal kT ist. Da ist kein vernünftiger Ansatz der Kontrolle drin.

Nehme cih weiterhin Deine Aussage, du benötigst Alkohol in guten Phasen zum Toppen, dann macht sich der Gutachter folgendes Bild: Alkohol in den schlechten Phasen zur Problemverdrängung und in den guten Phasen zur Belohnung. Und weiß, also immer Alkohol. Sofrt will er nun ebenfalls wissen, wie und womit Du Dich nun ohne Alkohol belohnst.

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krautsalat
Beitrag 20.10.2008, 10:29
Beitrag #309


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Zitat (corneliusrufus @ 20.10.2008, 00:25) *
Wenn ein Mensch mal eine Auszeit nimmt, ein Problem verschiebt, ist das nicht tragisch, sondern verständlich. Wenn er jedoch immer wieder Probleme verschiebt und sich eine Auszeit nach der anderen verordnet, dann ist das eine Abweichung gegenüber der üblichen Normalität.


Genau darin bestand ja mein Alkoholmissbrauch. Ich habe es nicht reflektiert und deshalb viel zu oft und zu unpassenden Gelegenheiten angewendet. Es ist auch nicht so, dass ich sonst keine Möglichkeiten kenne mich zu belohnen oder mir eine Auszeit zu gönnen. Auszeiten gönne ich mir auch ohne Alkohol viel zu häufig. Selbst wenn ich hier etwas lese oder schreibe ist das eine Auszeit.

Für mich ist alles eine Auszeit was mich irgendwie interessiert und mir Freude bereitet. Der Alkohol war nur irgendwann eine zusätzliche Möglichkeit, sozusagen eine Erweiterung meines Repertoires. Deshalb ist es für mich auch kein Problem darauf zu verzichten.

Die 4 Bier katapultieren mich nach Widmark ohne Abbau auf 1,6 ‰. Klingt viel ist aber keine Menge die mich die Kontrolle verlieren lässt. Zu irgendetwas muss die Alkoholgewöhnung doch gut sein. Aber wie gesagt erledigt es sich sowieso meistens ganz natürlich von alleine, so dass eine Kontrolle gar nicht notwendig ist. Was nicht heißt, dass ich nicht mitzähle. Die An- und Abreise kläre ich, falls notwendig, sowieso im Vorfeld, wie früher auch, nur dass das Fahrrad nicht mehr in meine Planung mit einbezogen wird.

Tut mir leid aber bei meinem System sehe ich keinen Grund für Zweifel an meiner Fahreignung. Es fiele mir wirklich schwer mir ein System aufzudiktieren, dass nach zwanghafter Kontrolle riecht, Gutachter hin oder her. Da wäre es mir beinahe ein Bedürfnis auszubrechen, dann lieber Abstinenz.
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Cinderella56
Beitrag 20.10.2008, 10:31
Beitrag #310


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Zitat (krautsalat @ 19.10.2008, 19:40) *
Erst durch meine Trunkenheitsfahrt erfuhr ich, dass ich zu viel trank und wie das enden kann. Das öffnete mir die Augen und ich stellte für mich fest, dass ich aufpassen muss wie oft und wieviel ich trinke. Ich war mir zunächst unsicher wie ich, auch im Hinblick auf die MPU die mir möglicherweise bevorstand (damals kannte ich die BAK noch nicht und meine AAK lag bei 1,61 ‰), darauf reagieren sollte. Ich trank erstmal eine Woche nichts und befand dann für mich, dass ich durchaus kontrolliert mit Alkohol umgehen kann. Also trank ich zur Eröffnung der Fussball Europameisterschaft ein Bier. Seitdem trinke ich, wie ich finde nur noch wenig Alkohol. Meine persönliche Höchstmenge, die ich nur noch in Ausnahmefällen erreiche, meist trinke ich weniger, liegt bei 4 Bier (0,5l) bzw. einer Flasche Wein (0,7l). Ich trinke nicht mehr alleine, sondern nur mit Anderen um anzustoßen und einen ausgelassenen Abend zu genießen. Eine weitere Einschränkung ist, nicht öfter als einmal die Woche etwas zu trinken.

Dies sind nur Rahmenvorgaben für mein Alkoholkonsumverhalten die ich sehr gut einhalten kann. Ich trinke deutlich weniger als ich mir erlauben würde.
Hallo Krautsalat
Sorry, wenn ich jetzt sehr direkt werde. Aber all deine Argumente ,warum du ja so gut mit Alk umgehen kannst und du ja überhaupt kein Problem damit hast ,höre ich mir seit 3 Jahren von meinem süchtigen Freund an. Er argumentiert genau so wie du, weil er sich schlichtweg kein Leben ohne Bier vorstellen kann. Er erklärt auch ständig daß er ja so abhängig nicht sein könne,denn schließlich würde er ja während der Arbeitszeit nichts trinken, und Bier nach Feierabend wäre ja wohl okay. Auch auf Festen wie hier die Kerven ( Dorffeste ) wolle er nicht darauf verzichten, sonst würden ihn die andern ja nicht wieder erkennen wenn er nichts trinken würde. Er würde sich ja auch nichts mehr bis zum Blackout betrinken, aber er wolle seinen Spaß haben, und das sei doch aktzeptabel.
Nein ist es nicht. Er hat schon brutale körperliche Symthome, er ist jetzt 42 in deinem Alter hatte er das wahrscheinlich auch noch nicht, aber jetzt zittern ihm so die Hände,wenn er nichts trinkt, daß er Mühe hat etwas zu tippen. Er verändert auch seine Persönlichkeit, sein ganzes Leben besteht mittlerweile aus Lügen und Fluchten. Er leidet an Angstzustänen, die auch nachvollziehbar sind, denn durch verrückte geschäftliche Ideen, aus dem Rausch heraus hat er sich so verschuldet daß er die Eidesstattlice Erklärung abgeben mußte. Keine seiner wirklich guten Ideeen setzte er um, weil ihn der Alk daran hinderte.Da er meistens ohne Energie ist, und dann lieber mit Bier vor dem Fernseher abhängt.
Er fährt seit einem halben Jahr schwarz, da er betrunken in einen Acker fuhr,und jemand die Polizei holte .2,05 Promille hatte er. Er muß auch MPU machen, ist ihm aber egal,er weiß daß er nie bestehen würde. Er erklärte mir daß er den FS über Vitamin B am Ende seiner Sperrfrist so bekommen könne. Ich sagte ihm wenn das gehen würde, könne er ja das auch bei mir versuchen. Bei dem Versuch, ich weiß nicht einmal ob das auch wieder nur eine seiner Sauffantasien waren ist es dann auch geblieben. Hätte verdammt gerne das Geld gespart.
mittlerweile ist er derart unberechenbar, und der den ich mal mochte sehe ich immer seltener, da der Andere zu stark geworden ist.
Mit so jemand ist es unmöglich eine Beziehung zu führen, ich denke seine Schmerzgrenze zur Einsicht, daß er sich für immer von seinem Dämon verabschieden muß ist eben noch nicht erreicht. All seine Versprechen eine Suchtgruppe zu besuchen hat er nicht eingehalten. Er weigert sich sogar hier mal im Forum zu lesen, SHG findet er blöd, weil die hier Christlich ist. Ich sagte ihm das ist egal, man kann ja nach der Pause kommen, was alle machen, denen das zu blöd ist.
Ich überlasse ihn jetzt seinem Schicksal, der einzig richtige Weg, ich will nicht länger Coalkoholiker sein.
niemand hat es nötig, sich über Alk zu definieren, und diesen Selbstmord in Raten in Kauf zu nehmen. wenn du das nicht irgentwann kappierst daß du dir super in die Tasche lügst, dann guten Rutsch in die Urne.
Gruß C


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Q-Treiberin
Beitrag 20.10.2008, 10:39
Beitrag #311


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@C.
Inwieweit sollte Dein Posting @Krautsalat jetzt helfen? think.gif
Es gibt immer welche, denen es noch schlimmer geht. Die Sauferei Deines Freundes hat aber mit dem Problem und der versuchten Problemlösung oder -bewältigung für und mit @Krautsalat nichts zu tun. dry.gif


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Personalführung ist die Kunst einen Mitarbeiter so über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet...
oder
Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet...
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Cinderella56
Beitrag 20.10.2008, 10:45
Beitrag #312


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Ich wollte an diesem Beispiel zeigen wo diese Uneinsicht, die Krautsasalat eindeutig hat hinführen kann.
Gruß C

Der Beitrag wurde von Mr.T bearbeitet: 20.10.2008, 13:11
Bearbeitungsgrund: unnötiges Zitat des Vorposting gelöscht.


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Kai R.
Beitrag 20.10.2008, 10:53
Beitrag #313


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Zitat (Q-Treiberin @ 20.10.2008, 11:39) *
@C.
Die Sauferei Deines Freundes hat aber mit dem Problem und der versuchten Problemlösung oder -bewältigung für und mit @Krautsalat nichts zu tun. dry.gif

oh doch. @Krautsalat stellt seine ach so tolle Problemlösung Alkohol immer noch positiv dar und sieht gar nicht, auf welcher abschüssigen Bahn er sich befindet. Ich finde gut, dass C. anschaulich beschreibt, wie das Ganze 20 Jahre später aussehen kann, wenn nicht umgedacht wird.

@Krautsalat: Du hast kein System, ausser dass Du systematisch zuviel trinkst (sorry für den Kalauer). Und "das System" wird Deinen FS dem Altpapier überantworten, wenn Du Dich nicht selber kontrollieren kannst oder willst. Mit 1,2 %o kann es jedenfalls niemand mehr, Alkoholgewöhnung hin oder her.

Edit: leider ist auch dieser Thread inzwischen schon auf der 7ten Seite angekommen, ohne dass sich beim Ersteller irgendeine Einsicht gezeigt hätte. Ich fürchte, wir werden auch hier noch ein paar Seiten brauchen (gell Cindy?)

Grüße

Kai


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Cinderella56
Beitrag 20.10.2008, 13:10
Beitrag #314


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Zitat (Kai R. @ 20.10.2008, 12:53) *
Edit: leider ist auch dieser Thread inzwischen schon auf der 7ten Seite angekommen, ohne dass sich beim Ersteller irgendeine Einsicht gezeigt hätte. Ich fürchte, wir werden auch hier noch ein paar Seiten brauchen (gell Cindy?)

Grüße

Kai
Vielleicht hat er ja den Ehrgeiz mich zu schlagen. laugh2.gif


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krautsalat
Beitrag 20.10.2008, 13:13
Beitrag #315


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Cinderella, ich bin nicht dein süchtiger Freund und weil ich nicht dieselbe Laufbahn wie er anstrebe habe ich mir bereits direkt nach der Fahrt überlegt was zu tun ist und meinen Alkoholkonsum deutlich eingeschränkt. Das schwierige an einem medizinisch-psychologischen Gutachten und der darin zu treffenden Zukunftsprognose ist doch, dass jeder Fall einzigartig ist. Ich denke, dass ich mich von deinem Freund ganz erheblich unterscheide.

Warum ich echtes kontrolliertes Trinken oder Abstinenz meide hat einen ganz einfachen Grund. Ich möchte nicht, dass ich dem Alkohol einen Stellenwert einräumen muss, den er niemals für mich hatte und der ihm in meinem Leben einfach nicht zusteht. Wenn ich nun aber über eine solche Nebensache anfange Buch zu führen wird es für mich einfach nur lächerlich. Ehrlich, ich kann solche Vorschläge nicht ernst nehmen und es würde nur dem Gutachter zu Liebe stattfinden. Meine gelebte Trinkmengenreduktion mache ich mir zu Liebe und ich bin sehr zufrieden damit.

Angst erst wieder im Streifenwagen zu mir zu kommen habe ich auch nicht, bis zum Blackout habe ich mich nie betrunken. Meine TF ist mir ja auch nicht einfach so passiert, sondern fand nach bestem Wissen und Gewissen statt. Ich hatte einfach keine Ahnung welche Konsequenzen mich erwarten würden, anderenfalls wäre mir das auch nicht passiert.

Das einzig positive an der Sache ist, dass ich jetzt weiss, das ich aufpassen muss nicht zu häufig und zu viel zu trinken und das mache ich. Auch wenn ich mir die Möglichkeit offen halte einmal die Woche 4 Bier oder eine Flasche Wein zu trinken mache ich davon nicht Gebrauch. Ich habe inzwischen sogar schon angefangen mir unabhängig von meinem Alkoholkonsum über eine gesündere Ernährung Gedanken zu machen und glaube nicht mir mangelnde Einsicht vorwerfen lassen zu müssen. Mein Alkoholkonsum bedarf keiner umfangreichen, strengen Kontrolle und vielleicht steht am Ende meiner Entwicklung, auch wenn ich das bezweifle, sogar ein freiwilliger Verzicht auf alkoholische Getränke.

Was ich dem Gutachter über meine Kontrollmechanismen erzähle muss aber ganz offensichtlich auf einem anderen Blatt stehen. Schade, ich hätte es gerne vermieden zu lügen.
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corneliusrufus
Beitrag 20.10.2008, 13:58
Beitrag #316


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Zitat (krautsalat @ 20.10.2008, 11:29) *
Genau darin bestand ja mein Alkoholmissbrauch. Ich habe es nicht reflektiert und deshalb viel zu oft und zu unpassenden Gelegenheiten angewendet. Es ist auch nicht so, dass ich sonst keine Möglichkeiten kenne mich zu belohnen oder mir eine Auszeit zu gönnen. Auszeiten gönne ich mir auch ohne Alkohol viel zu häufig. Selbst wenn ich hier etwas lese oder schreibe ist das eine Auszeit.

Für mich ist alles eine Auszeit was mich irgendwie interessiert und mir Freude bereitet. Der Alkohol war nur irgendwann eine zusätzliche Möglichkeit, sozusagen eine Erweiterung meines Repertoires. Deshalb ist es für mich auch kein Problem darauf zu verzichten.


Das ist ein Ansatz, jedoch zu dünn. Die Frage ist doch, warum immer wieder solche Auszeiten, die sich insgesamt addieren statt ein konkretes Ziel zügig zu erreichen?


Zitat (krautsalat @ 20.10.2008, 11:29) *
Die 4 Bier katapultieren mich nach Widmark ohne Abbau auf 1,6 ‰. Klingt viel ist aber keine Menge die mich die Kontrolle verlieren lässt. Zu irgendetwas muss die Alkoholgewöhnung doch gut sein.


Da irrst Du Dich mit der sicheren Kontrolle bis 1,6‰. Lese bitte andere Threads, informiere Dich. Die sichere Kontrolle des Nichtfahrens geht sehr viel früher verloren. Warum in aller Welt sollte eine Trinkgewöhnung zu irgend etwas gut sein müssen?

Zitat (krautsalat @ 20.10.2008, 11:29) *
Tut mir leid aber bei meinem System sehe ich keinen Grund für Zweifel an meiner Fahreignung. Es fiele mir wirklich schwer mir ein System aufzudiktieren, dass nach zwanghafter Kontrolle riecht, Gutachter hin oder her. Da wäre es mir beinahe ein Bedürfnis auszubrechen, dann lieber Abstinenz.


(Die roten Hervorhebungen stammen von mir.) - So wie Du schreibst, hast Du die Begründung zu dem bei Dir notwendigen Entschluss Abstinenz zwar nicht verstanden, immerhin ausgesprochen. So wie Du gestrickt bist, sollte es auf Abstinenz hinauslaufen.

Liebe Greet-Ings, Cornelius


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Gast_klaus62_*
Beitrag 20.10.2008, 16:28
Beitrag #317





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huh.gif das erste Mal, dass ich Zitate in @corneliusrufus Postings lese laugh2.gif

@krautsalat

Zitat
Ich denke, dass ich mich von deinem Freund ganz erheblich unterscheide


Du unterscheidest dich mit deinen Problemen von Cindys Freund, kanz klar.

Wenn du in einer SHG wärst, dann würdest du aber auch sehen, dass sich die Trinkverläufe der Mitglieder sehr ähneln.

Ich würde Cindys Posting an deiner Stelle noch einmal lesen think.gif

Edit:

Zitat (krautsalat @ 20.10.2008, 14:13) *
Ich möchte nicht, dass ich dem Alkohol einen Stellenwert einräumen muss, den er niemals für mich hatte und der ihm in meinem Leben einfach nicht zusteht.


und warum beschäftigt dich dann der Alkohol schon seit dem 21.07.08?

Wie du siehst hat der Alkohol schon ein sehr Stellenwert in deinem Leben eingenommen (ohne das du es bemerkt hast whistling.gif )

Der Beitrag wurde von klaus62 bearbeitet: 20.10.2008, 16:37
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krautsalat
Beitrag 20.10.2008, 19:34
Beitrag #318


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Das Thema beschäftigt mich seit dem Tag meiner Trunkenheitsfahrt und damit schon deutlich länger als seit dem 21.07.2008, weil ich glaube, dass es einfach notwendig ist sich auf die MPU ensprechend vorzubereiten. Für mein Leben ist das Thema Alkohol längst durch. Jetzt muss ich nur noch alle "Ungläubigen" von der Richtigkeit meines Entschlusses überzeugen. Nichts leichter als das, wie man ja hier sehr schön mitverfolgen kann. Meine Angaben werden aber vermutlich doch auf MPU-konformes kontrolliertes Trinken hinauslaufen.

Keine Ahnung aber es kann sein, dass ich es mir absichtlich schwer machen möchte. Suche ich eine Herausforderung, weil ich mich sonst langweile oder bin ich einfach trotzig, weil ich mich in die falsche Schublade gesteckt fühle?

Ich finde es psychologisch sinnvoller mir bezüglich Höchstmengen und Häufigkeiten einen Rahmen zu stecken, den ich selten bis nie ausfüllen werde als mir immer wieder im Voraus vorzunehmen wann ich wieviel trinken werde. Meine Motivation wird dabei nicht hochgehalten, indem ich versuche die Häufigkeiten und Mengen zu erreichen, sondern indem ich mich freue nicht so viel zu trinken wie ich könnte.
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Cinderella56
Beitrag 20.10.2008, 21:38
Beitrag #319


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Zitat (krautsalat @ 20.10.2008, 15:13) *
Was ich dem Gutachter über meine Kontrollmechanismen erzähle muss aber ganz offensichtlich auf einem anderen Blatt stehen. Schade, ich hätte es gerne vermieden zu lügen.
Hallo
Das einzige was schade ist, daß du dir nach wie vor in die Tasche lügst. Mein Freund ist nicht der einzige Alki den ich kenne, mit exakt den gleichen Sprüchen. Du solltest dich wirklich mal mit den Medizinischen ,chemischen Prozessen beschäftigen, die dein Hirn beeinflussen. Alkoholismus ist eine schleichende Krankheit, die Jahrzehnte dauern kann. Man ist sich deshalb auch selber einer Wesensveränderung nicht bewußt, die aber stattfindet. Man wird mehr und mehr Menschen treffen die mit völligem Unverständnis auf diese Wesensveränderung stoßen, da die Gedanken eines Menschen, der in seiner durch Alk hervorgerufenen Fantasiewelt für Leute, die in einer realen Welt leben nicht nachvollziehbar sind. Ihre Launen, Unzuverlässlichkeit, gesponnene Ideen, die aber nie umgesetzt werden, killen auf Dauer jede Freundschaft. Dadurch unverstanden, wechseln sie ständig ihren Bekanntenkreis, meistens enden sie bei denen, denen auch nur eins wichtig ist. Sich zu betrinken, und sich dadurch selbst darzustellen, bzw.den Dämon darzustellen der sie in diesen Momenten auch sind. Hat man einmal die Schwelle vom Genußtrinke zum Mißbräuchler überschritten, so ist die Abhängigkeit nicht weit, und wird einen immer wieder einholen. Ich selber habe auch diese Schmerzgrenze überschritten, und da ich keinem Kontrollmechanismus traue, habe ich mich für Abstinenz entschieden, und es nie bereut.
Ich würde zwar nie mehr betrunken Autofahren, aber allein der Gedanke ich hätte warum auch immer ,einen schwachen Tag, und würde mich überreden lassen, nicht nur das vorgenomene Glas Wein zu trinken, sondern noch ein zwei weitere, will ich erst gar nicht zu lassen, deshalb trinke ich schon das erste angebotene Glas nicht.
Denn,wer sich in Gefahr begibt kommt darin um.
Ich bin mir viel zu wertvoll, daß ich es zulassen würde, daß der Dämon Alk noch einmal meine Gedanken, mein Handeln bestimmt.
Gruß C


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corneliusrufus
Beitrag 20.10.2008, 23:37
Beitrag #320


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Zitat (krautsalat @ 20.10.2008, 20:34) *
Ich finde es psychologisch sinnvoller mir bezüglich Höchstmengen und Häufigkeiten einen Rahmen zu stecken, den ich selten bis nie ausfüllen werde als mir immer wieder im Voraus vorzunehmen wann ich wieviel trinken werde.


Meine Motivation wird dabei nicht hochgehalten, indem ich versuche die Häufigkeiten und Mengen zu erreichen, sondern indem ich mich freue nicht so viel zu trinken wie ich könnte.


Zum ersten: Zusammen und gleichzeitig macht es Sinn!

Für zweiten: Mag ja sein. Doch von dieser Illusion die höhere Trinkmarke festzulegen ist gefährlich, wie viele erneute Begegnungen mit einem MPI zeigen. Bsp. dass das nicht klappt: Jemand trinkt acht halbe Bier. Nun beschränkt er sich auf maximal sechs Halbe. Bei vier Halben ist er stolz, die (sich selbst) erlaubten Bier nicht getrunken zu haben. Und hat dennoch schon zuviel getrunken.

Du versuchst mit Argumenten Dir eine Trinkberechtigung zu verschaffen, die Deinem Konsumstand langfristig nicht angemessen ist.


Kontrolliertes Trinken ist, sich a) (so wie Du) die Alkoholhöchstmengen festzulegen, die b) niemals zu 0,3‰ Promille führen können und c) die Anlässe dazu fest vorauszuplanen und d) bei den Trinkanlässen ein Trinkbeobachtungsprotokoll zu führen.

Liebe Greet-Ings, Cornelius


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krautsalat
Beitrag 21.10.2008, 09:19
Beitrag #321


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Hallo Cinderella,

es tut mir leid, dass du mit dir und deinen, nach deiner Aussage, alkoholabhängigen Freunden so schlechte Erfahrungen machen musstest. Ich bin mir darüber im klaren, dass Alkohol eine Droge und ein Gift ist. Eine Neubewertung des Alkohols diesbezüglich hat bei mir schon lange stattgefunden. Es ist nicht notwendig mich erneut darauf hinzuweisen. Nichtsdestotrotz willst du mir damit sicherlich nur helfen. Ich danke dir dafür.

Wir haben nur leider grundverschiedene Ansätze und dein Eifer und deine Paranoia treffen bei mir eben auf Unverständnis. Im Gegensatz zu dir strebe ich einen selbstbewussten Umgang mit meinen Problemen und auch mit Alkohol an. Mag sein, dass der angstvolle Umgang mit Alkohol für dich der richtige Weg ist. Meinen Segen hast du. Am fragwürdigsten finde ich übrigens die von dir betriebene Personifizierung des Alkohols. Er ist sicherlich kein Dämon.

Mein Alkoholkonsum ist genauso wenig für meine Probleme (mit Ausnahme meines verkehrsrechtlichen) verantwortlich, wie er eine Lösung dafür darstellt und deine Aufarbeitung wird nicht besser oder glaubwürdiger indem du deine für die MPU erlernten Parolen in anderen Threads wiederholst.

Versteh mich bitte nicht falsch, deine Meinung ist mir durchaus willkommen aber versuche bitte nicht mich zu bekehren.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 21.10.2008, 09:31
Beitrag #322





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krautsalat

dein letztes Posting an Cindy, die dir nur helfen will, ist für mich nicht nachvollziebar.

Daher ist für mich hier Schluß.

Wünsche dir alles gute für die MPU, werde es ja sehen wie es ausgeht wavey.gif
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Anni88
Beitrag 21.10.2008, 09:43
Beitrag #323


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Zitat (krautsalat @ 21.10.2008, 10:19) *
versuche bitte nicht mich zu bekehren.


Guten Morgen, Krautsalat.

Genau das ist der Grund, weshalb ich in Deinem Thread momentan nur lese, nichts schreibe.
Ich bin davon ausgegangen, dass sich mit zunehmender Abstinenzdauer eine Klarheit einstellt, die automatisch zu neuen Erkenntnissen führt.

Da ich Betriebswirtin und kein Pfarrer bin, sehe ich es nicht als meine Aufgabe, Dir eine andere Einstellung zu predigen - und mit gutem Zuspruch habe ich es versucht. Cinderellas Versuche finde ich sehr rührend, weil eine Wahrheit dahintersteht: Alkohol ist ein Nervengift, welches schleichend zur Abhängigkeit führt; Abhängige und Mißbräuchler leugnen Abhängigkeit und Mißbrauch und reden dagegen an.

Manche Kinder glauben nicht, dass eine eigeschaltete Herdplatte heiß ist und verbrennen sich einmal. Manche Kinder glauben nicht, dass dieselbe eingeschaltete Herdplatte auch am nächsten, übernächsten usw. Tag auch heiß sein wird und verbrennen sich eben an mehreren Tagen ...

Ich wünsche Dir, lieber Krautsalat, dass Du lernst, Dir aus den Erfahrungen, die andere gemacht haben, Treffendes für dich rauszupicken und erstmal einfach so anzunehmen, wenn es für Dich nützlich ist!

Um es mal ganz krass zu formulieren und nicht um den heißen Brei herum: Wer mit 1,6 Promille glaubt, er sei noch ganz er selbst, hat definitiv ein Problem!

Ganz herzliche Grüße
Anni wavey.gif
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Lars
Beitrag 21.10.2008, 09:54
Beitrag #324


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Zitat (krautsalat @ 21.10.2008, 11:19) *
Ich bin mir darüber im klaren, dass Alkohol eine Droge und ein Gift ist.
think.gif
Und trotzdem willst du an deinem Konsum festhalten, dich also weiterhin selbst vergiften. Wieso?
Dein Hirn mit "Glückshormonen" fluten kann du auch auf weit gesündere Art und Weise, z. B. durch sportliche Betätigung.

Sorry Krautsalat aber dein Eifer und deine Paranoia gegenüber der Abstinenz treffen bei mir auf absolutes Unverständnis.
Warum strebst du nicht einen selbstbewussten Umgang mit der Abstinenz an? Dein angstvoller Umgang mit der Abstinenz ist doch wohl kaum der richtige Weg.

Zitat
Mein Alkoholkonsum ist genauso wenig für meine Probleme (mit Ausnahme meines verkehrsrechtlichen) verantwortlich, wie er eine Lösung dafür darstellt
Er ist sicherlich nicht ursächlich für deine Probleme, er erschwert allerdings in jedem Fall deren Aufarbeitung!


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Kai R.
Beitrag 21.10.2008, 10:03
Beitrag #325


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Hallo Krautsalat,

hast Du Cindys Postings wirklich gelesen?

Zitat (Cinderella56 @ 20.10.2008, 22:38) *
Du solltest dich wirklich mal mit den Medizinischen ,chemischen Prozessen beschäftigen, die dein Hirn beeinflussen. Alkoholismus ist eine schleichende Krankheit, die Jahrzehnte dauern kann. Man ist sich deshalb auch selber einer Wesensveränderung nicht bewußt, die aber stattfindet.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Reflektiere Dich doch einmal selbst. Allein Deine Aussagen in diesem Thread sind in hohem Maße widersprüchlich. Momentan scheinst Du beschlossen zu haben, alles wegreden zu müssen. Schade, wir waren schon weiter. Aber irgendwie sehe ich da auch jemanden, der im dunklen Wald ganz laut pfeift whistling.gif .

Macht es Dich nicht nachdenklich, dass Dir hier Betroffene und Erfahrene, darunter auch Leiter von Alkohol-Selbsthilfegruppen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen mitteilen, und alle sagen dasselbe ? Woher nimmst Du die Gewissheit, es wirklich besser zu wissen?

Wir wollen und können Dich hier nicht bekehren. Wir würden Dir nur gerne die Folgen ersparen, die das Ganze annehmen wird. Selbst wenn Du Dich durch die MPU hindurchlügen kannst (intelligent bist Du ja): das dicke Ende wird kommen.

Viele Grüße

Kai


--------------------
Grüße

Kai

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Martiniii
Beitrag 21.10.2008, 12:38
Beitrag #326


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Hallo Krautsalat,
letztendlich ist es dein Leben.
Verstehen tue ich Dich nicht, muß ich aber auch nicht.
Du wärst nicht der erste, der sich eine Menge selbst vormacht.

Dennoch würde mich interessieren:
Wie willst Du bei der MPU argumentieren?
Abstinent willst Du nicht leben, kontrolliertes Trinken willst Du auch nicht.
Dann 1,6 Promille.
Für die MPU muß Du Dir da schon eine ganz überzeugende Strategie ausdenken,
damit Du den GA überzeugen kannst, dass Du Alkohol und fahren trennen kannst.
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Cinderella56
Beitrag 21.10.2008, 12:58
Beitrag #327


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Zitat (krautsalat @ 21.10.2008, 11:19) *
Hallo Cinderella,

es tut mir leid, dass du mit dir und deinen, nach deiner Aussage, alkoholabhängigen Freunden so schlechte Erfahrungen machen musstest.
Irrtum, nicht ich habe die schlechte Erfahrung gemacht, sondern er.Er hat hier völlig die Achtung und das Vertrauen, was er genoß völlig verloren. Die Menschen, die noch zu ihm standen, obwohl er eine Scheiße nach der anderen gebaut hat, haben sich jetzt alle abgewendet, mich inbegriffen. Leider ist auch irgentwann der letzte Geduldsfaden auch bei denen ,die mehr als tollerant sind gerissen, da diese Menschen nicht lernfähig sind. Man muß sie ziehen lassen, denn anders werden sie niemals zu sich kommen, manche kommen auch nie dahin und krepieren elendig an den Folgen ihrer Sucht.
Ich bin mir darüber im klaren, dass Alkohol eine Droge und ein Gift ist. Eine Neubewertung des Alkohols diesbezüglich hat bei mir schon lange stattgefunden.
Nein das hat es definitiv nicht. Tu dir selber einen Gefallen und besuche eine Suchtklinik, damit du entlich kapierst wo hin dich dein Weg wenn du so weiter machst führen kann.
Es ist nicht notwendig mich erneut darauf hinzuweisen.
Das ist auch jetzt das letzte Mal, denn ich gebe hier an dieser Stelle auch auf.
Nichtsdestotrotz willst du mir damit sicherlich nur helfen. Ich danke dir dafür.
Natürlich hätte ich dir gerne geholfen, muß aber jetzt sehen, daß du offensichtlich noch weitere schlechte Erfahrungen sammeln mußt, bis es irgentwann mal Klick in deinem Hirn macht, oder auch nicht. Ich habe jetzt keine Statistik im Kopf, aber die Zahl derer die es nie begreifen ist sehr hoch.

Wir haben nur leider grundverschiedene Ansätze und dein Eifer und deine Paranoia treffen bei mir eben auf Unverständnis.
Auch das hier ist leider typisch, für die ,die hoffen doch noch irgentwie eine Rechtfertigung für ihr Verhalten, oder doch noch Verständniss für ihr Trinkverhalten zu bekommen. Wenn ihnen die argumente ausgehen reagieren sie entwerder agressiv, oder sie flüchten, in dem sie ihre Kritiker meiden.
Im Gegensatz zu dir strebe ich einen selbstbewussten Umgang mit meinen Problemen und auch mit Alkohol an.
Dir fällt immer noch was ein, aber bald wird dein Vorrat an Argumenten, warum du umbedingt weitertrinken willst ,auch dir ausgehen. Ein selbstbewußter Mensch hat es nicht nötig sich über Alk zu definieren, in dem er unter dem Einfluß von Alk eine Persönlichkeit hervowäre ,aber nicht ist.r kehrt, die er gerne
Mag sein, dass der angstvolle Umgang mit Alkohol für dich der richtige Weg ist.
Da irrst du dich auch gewaltig, ich habe es gar nicht nötig Angst vor Alk zu haben. Das ist echt der Supergau. Jeder kann trinken soviel er will ich werde von mir aus niemanden auf möglicher Weise zu viel Konsum ansprechen, es sei denn die Leute fangen selber mit dem Thema an. Auch esse ich Alkohol pralienen, wenn sie mir angeboten werden,oder auch Weinsaucen, aber dann Wein zum Essen zu trinken kommt für mich nicht mehr in Frage, denn es schmeckt mir genauso gut ohne. Alles Kopfsache.
Meinen Segen hast du.
Vielen Dank,sehr nett von dir, da bin ich aber jetzt schwer erleichtert.
Am fragwürdigsten finde ich übrigens die von dir betriebene Personifizierung des Alkohols. Er ist sicherlich kein Dämon.
Oh doch das kann man sehr gut, gibt es gerade in der Literatur viele Beispiele von Süchtigen, die wenn man zum Beispiel Goethes Faust oder die Geschichte von Mr.Jekyl lund Mr. Hyde mal anders interpretiert, also Mephisto als Alk nimmt und Mr.Hyde als Person eines Suchtmittels sieht sind da schon gewaltige Parallelen. Vielen Menschen hilt dieser Vergleich sehr, denn durch die Erschaffung eines Feindbildes haben manche leichter die Möglichkeit sich davon zu trennen, denn wer will schon mit seinem Feind oder mit Mr.Hyde etwas zu tun haben. Wohl niemand.

Mein Alkoholkonsum ist genauso wenig für meine Probleme (mit Ausnahme meines verkehrsrechtlichen) verantwortlich,
Auch das hier stimmt definitiv nicht. Man trinkt nicht ,weil es einem schlecht geht, sondern es geht einem schlecht, weil man trinkt.
was glaubst du warum deine Energielosigkeit, deine Einsamkeit, die nicht Aktzeptanz bei anderen, außer bei denen, die selber immer zuviel trinken kommen ?

wie er eine Lösung dafür darstellt und deine Aufarbeitung wird nicht besser oder glaubwürdiger indem du deine für die MPU erlernten Parolen in anderen Threads wiederholst.
Autsch, wieder eine Ohrfeige,aber damit kann ich gut umgegehen denn das bin von Leuten wie dich gewöhnt.

Versteh mich bitte nicht falsch, deine Meinung ist mir durchaus willkommen aber versuche bitte nicht mich zu bekehren.
Den Teufel werd ich tun, ich werde dich jetzt nämlich deinem Schicksal überlassen.
Sorry Mr.T daß ich hier nochmal mein Systhem benutze, aber sonst wäre ich hier nicht klargekommen.
Gruß C


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Kai R.
Beitrag 21.10.2008, 13:14
Beitrag #328


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an wen genau ist dieses hochemotionale Posting jetzt gerichtet, Cindy?

Grüße

Kai


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Grüße

Kai

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Mr.T
Beitrag 21.10.2008, 14:17
Beitrag #329


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*** Anmerkung Moderator:
Cinderellas Sperrung kann hier weiter diskutiert werden.


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krautsalat
Beitrag 21.10.2008, 15:44
Beitrag #330


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Macht es Sinn die ärztliche Beurteilung aus der Nacht der TF hier mal ganz oder in Auszügen reinzustellen um vielleicht ein paar Meinungen zu bekommen was der Gutachter über mich denkt oder erhöht das den Wiedererkennungswert, sollte der Gutachter der mich schließlich untersuchen wird hier zufällig mitlesen? Klar verringert das die Anonymität aber wäre das so schlimm? Andererseits verspreche ich mir davon auch wertvolle Informationen.
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Coyota
Beitrag 21.10.2008, 15:53
Beitrag #331


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Meinst Du die Tests bzw. das Gutachten bei der Blutabnahme auf der Polizei? Das ist normalerweise ja "genormt", dürfte also kaum wiedererkennbar sein. Welchen Grad der Trunkenheit hat der Gutachter denn angekreuzt?


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krautsalat
Beitrag 21.10.2008, 15:56
Beitrag #332


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Der Untersuchte scheint äußerlich deutlich unter dem Einfluss von Alkohol zu stehen.

Er hat das Kreuz also in der Mitte gemacht wenn ich mich nicht irre.
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Coyota
Beitrag 21.10.2008, 16:02
Beitrag #333


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Das ist bei Deinen 1,8 Promille deutlich günstiger, als eine Einschätzung Richtung "scheint nicht merklich alkoholisiert". Aber so richtig "reissen", sprich die Gutachtermeinung zu Deiner sonstigen Aufarbeitung beeinflussen, wird das bei der MPU meiner Meinung nach auch nichts.

Gruß von COYOTA thread.gif


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krautsalat
Beitrag 21.10.2008, 16:10
Beitrag #334


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Gang (geradeaus): schleppend
plötzliche Kehrtwendung: unsicher
Drehnystagmus: feinschlägig, kleine Auslenkung
Dauer des Augenzuckens: 17 Sek.
Finger-F.-Pr.: unsicher
Nasen-F.-Pr.: sicher
Sprache: verwaschen
Skleren: gerötet
Pupillen: unauffällig
Bewußtsein: benommen
Denkablauf: geordnet
Stimmung/Verhalten: ruhig
Befinden: normal

Was liest ein Gutachter daraus ab? Danke schonmal für deine Einschätzung Coyota.
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Coyota
Beitrag 21.10.2008, 16:15
Beitrag #335


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Zitat (krautsalat @ 21.10.2008, 17:10) *
Was liest ein Gutachter daraus ab? Danke schonmal für deine Einschätzung Coyota.


Das kann ich Dir leider nicht sagen, ich bin kein Gutachter unsure.gif . Keine Ahnung, was der da draus macht und ob die Gutachter diese Blutabnahme-Protokolle überhaupt einsieht. Vielleicht kann Martiniii das beantworten, die war doch als Beobachter in bei mehreren MPU dabei?


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krautsalat
Beitrag 21.10.2008, 18:08
Beitrag #336


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Zitat (Lars @ 21.10.2008, 10:54) *
Und trotzdem willst du an deinem Konsum festhalten, dich also weiterhin selbst vergiften. Wieso?


Weil es dem Wohlbefinden dient. Ich bin kein Apotheker aber ich glaube, dass viele Medikamente auch Gifte sind. Ich will jetzt nicht Alkohol als Medikament preisen aber es wirken in unserem täglichen Leben sicherlich viele Gifte und andere schädliche Stoffe auf unseren Körper ein. Letztendlich sterben wir alle an irgendetwas, wir sind leider nicht für die Ewigkeit gemacht. Auf ein bisschen Alkohol kommt es dabei nun wirklich nicht mehr an.

Auch hier kann ich wieder ein Motiv oder eine Unzufriedenheit anbringen. Ich habe schon als Kind mir viele Gedanken über Leben und Tod gemacht. Sagen wir als Heranwachsender, wann das anfing weiss ich nicht mehr genau. Der Gedanke an den Tod machte mir Angst. Inzwischen habe ich meinen Frieden damit gemacht oder diese Angst einfach nur verdrängt. Hab ich nun Alkohol missbraucht, weil ich dieses Thema nie zufriedenstellend bewältigt habe? Ich würde es auf keinen Fall ausschließen, dass diese verdrängte Angst Ursache für meinen Alkoholmissbrauch und andere meiner Probleme ist. Sollte ich vielleicht daraus etwas stricken? Mir ginge das zu sehr in Richtung Seelenstrip und damit für eine MPU zu weit aber einen Versuch kann man ja wagen.

Zitat (Lars @ 21.10.2008, 10:54) *
Dein Hirn mit "Glückshormonen" fluten kann du auch auf weit gesündere Art und Weise, z. B. durch sportliche Betätigung.


Ich betätige mich sportlich, keine Sorge. Zum Beispiel mit Fahrrad fahren. Selbst der Alkohol hält mich nicht davon ab mich sportlich zu betätigen. Es war mir schon immer ein Bedürfnis mich körperlich zu betätigen und sogar zu verausgaben. Sport stellt in der Tat auch einen wichtigen Bestandteil meines Repertoires an Ausgleichmöglichkeiten dar.

Zitat (Lars @ 21.10.2008, 10:54) *
Sorry Krautsalat aber dein Eifer und deine Paranoia gegenüber der Abstinenz treffen bei mir auf absolutes Unverständnis.
Warum strebst du nicht einen selbstbewussten Umgang mit der Abstinenz an? Dein angstvoller Umgang mit der Abstinenz ist doch wohl kaum der richtige Weg.


Du hast Recht, ich lege einen gewissen Eifer an den Tag meinen Lebensentwurf zu verteidigen. Ich schöpfe daraus und aus dem Glauben an die Richtigkeit meines Entwurfs eine Menge Selbstvertrauen. Es tut mir richtig gut darüber zu diskutieren. Deshalb versuche ich aber nicht meinen Lebensentwurf als den einzig gangbaren darzustellen und andere Entwürfe ohne die Gesamtsituation zu kennen von vorne herein abzulehnen und als Selbstmord auf Raten zu bezeichnen. Ich stelle auch nicht die Tauglichkeit der Abstinenz in Frage.

Ich finde es sehr gut wie du den Spieß umdrehst. Es regt mich wirklich noch einmal zum nachdenken an. Nicht das ich schon aufgehört hätte über alles nachzudenken. Ich finde deinen Beitrag wirklich hilfreich.

Heute im Bus habe ich nocheinmal über mein System nachgedacht und muss schon sagen, dass mir meine Trinkgewöhnung hier einen Streich gespielt hat. Ich wusste ja aus meiner Erfahrung wie ich mich fühle nach diesen Mengen, also durchaus noch zurechnungsfähig. Aus diesem Wissen heraus habe ich die Promillezahlen nicht nachgerechnet und war schon sehr über die 1,6 ‰ überrascht. Nichtsdestotrotz bin ich immer noch davon überzeugt in diesem Zustand ein unkontrolliertes Betrinken und eine erneute Trunkenheitsfahrt verhindern zu können, bin mir aber im Klaren darüber, dass das einfach zu viel ist. Da muss ich noch mal in mich gehen.
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Martiniii
Beitrag 22.10.2008, 13:10
Beitrag #337


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Wie ich bereits sagte: Es ist dein Leben.
Und es scheint mir, dass Du mit Dir ganz gut im " Reinen " bist.
Ich machte mir ständig Vorwürfe wegen meiner Trinkerei- ich war also absolut nicht zufrieden mit mir.

Bei der Anstinenz ist auch ein entscheidender Punkt zu berücksichtigen,
dass man damit auch besser lebt als vorher.
Es ist ein Irrglaube, dass jeder Trinker der aufhört, damit zufriedener lebt.
Abstinenz bedeutet nicht selbstverständlich zufriedene Abstinenz.
Man muß es wollen- Du willst es nicht.

Um das Protokoll bei der Blutentnahme brauchst Du Dir keine Sorgen machen,
es wird zur Kenntnis genommen, hat aber kein großes Gewicht.
Ausnahme: sehr hohe Promillezahlen und der Fahrer wirkt absolut nicht angetrunken.

Du hast meine Frage noch nicht beantwortet:
Was willst Du dem GA sagen?
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krautsalat
Beitrag 22.10.2008, 14:06
Beitrag #338


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Zitat (Martiniii @ 22.10.2008, 14:10) *
Du hast meine Frage noch nicht beantwortet:
Was willst Du dem GA sagen?


Das weiss ich noch nicht. Bestimmt nicht Abstinenz und Buch werde ich auch nicht führen. Das die 1,6 ‰ zu viel sind für ein Warnsystem sehe ich auch voll ein. Ich muss sehen wo der notwendige Zwang meinen gewünschten Freiheitsgrad nicht zu sehr einschränkt. Ich glaube, dass ich mich auch mit Trinkmengen von nicht mehr als 2 Bier (0,5l) oder 2 Glas Wein (0,2l) als Höchstgrenze anfreunden kann. Auf Spirituosen verzichte ich ohnehin gern und auf Getränke bei denen man nicht weiss was alles drin ist, wie zum Beispiel Bowle, werde ich ebenfalls verzichten. Mich mit einer langfristigen Vorausplanung der Trinkanlässe anzufreunden fällt mir am schwersten. Da möchte ich weiterhin bei höchstens einem Anlass pro Woche bleiben, was nicht heißt, dass ich, wenn es 4 Wochen keinen Anlass gab, in der Woche darauf 5 mögliche Anlässe hätte.

p.s.

Die bei 4 Bier, nach Widmark ohne Abbau, erreichten 1,6 ‰ haben mir wirklich nochmal stark zu denken gegeben, nicht nur im Hinblick auf meine Aussagen gegenüber einem Gutachter.
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krautsalat
Beitrag 23.10.2008, 10:26
Beitrag #339


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Zitat (Kai R. @ 21.10.2008, 11:03) *
Macht es Dich nicht nachdenklich, dass Dir hier Betroffene und Erfahrene, darunter auch Leiter von Alkohol-Selbsthilfegruppen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen mitteilen, und alle sagen dasselbe ? Woher nimmst Du die Gewissheit, es wirklich besser zu wissen?


Ich bin allen auch sehr dankbar, dass sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit mir teilen aber ich bin nun einmal mit mir was meinen Alkoholkonsum angeht, wie Martiniii es ausdrückte, ganz gut im "Reinen". Ich glaube mich hier sehr gut zu kennen und im Griff zu haben, was nun wieder viel zu schlimm klingt. Es ist nicht nötig mich im Griff zu haben oder eben zu bändigen, stattdessen würde ich es eher als ein "ein Auge darauf zu haben" bezeichnen. Es hat bei mir eine Sensibilisierung für die Probleme, die mit dem Konsum von Alkohol enhergehen können, stattgefunden. Das ganze Thema Alkohol habe ich zu meiner Zufriedenheit abgeschlossen.
Das heisst jetzt nicht, dass ich deshalb meine Augen vor dem verschließe was Andere mir zu dem Thema vermitteln wollen. Ein Auge auf etwas zu haben, heißt für mich auch meine Einstellung dazu immer wieder zu prüfen, wenn es neue Erkenntnisse gibt. Das ist hier auch der Fall, ich habe überhaupt kein Problem damit das Wissen und die Erfahrungen Anderer für mich anzunehmen und gegebenenfalls in meine Entscheidungen mit einfließen zu lassen. Das heißt aber nicht, dass ich die gleichen Entscheidungen treffe die ihr treffen würdet.

Es ist für mich sogar von Bedeutung meinen eigenen Weg zu finden und nicht die Vorschläge Anderer eins zu eins zu übernehmen. Leider gefährde ich dadurch, vielleicht mutwillig, eine günstige Beurteilung in meiner MPU. Für ein positives Erleben der Änderungen ist es für mich aber enorm wichtig keine gepflasterten Pfade (KT) oder die Autobahn (Abstinenz) zu benutzen. Ich schöpfe daraus, wie ich weiter oben schon einmal betonte, ein gewisses Selbstvertrauen. Bereits die selbstbestimmte Umstellung meines Trinkverhaltens hat einen positiven Effekt auf mein Selbstbewusstsein und mangelndes Selbstbewusstsein spielt bei mir eine große Rolle. Lars hat es im Thread um Cinderellas Sperrung sehr gut getroffen.

Zitat (Lars @ 22.10.2008, 11:41) *
Btw. deine Reaktion hier zeigt aber recht schön einen Teil deiner Problematik, nämlich den Mangel an Selbstbewusstsein.
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Kai R.
Beitrag 23.10.2008, 11:09
Beitrag #340


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Hallo Krautsalat,

Zitat (krautsalat @ 23.10.2008, 11:26) *
Bereits die selbstbestimmte Umstellung meines Trinkverhaltens hat einen positiven Effekt auf mein Selbstbewusstsein und mangelndes Selbstbewusstsein spielt bei mir eine große Rolle. Lars hat es im Thread um Cinderellas Sperrung sehr gut getroffen.

Wenn Du wirklich selbstbewusst wärst, würdest Du Dich hier auf einen offenen Dialog einlassen und nicht hinter dicken Mauern die Tore immer gerade nur so weit öffnen, wie es Dir selber opportun erscheint. Du verschanzt Dich hinter Verniedlichungen und Zufriedenheitserklärungen, dabei ist eigentlich nur klar, dass nichts klar ist. Wozu diese Eigenbrötelei? Hast Du Angst, was zum Vorschein kommt? Kannst Du generell Andere nicht so gut an Dich heranlassen?

Viele Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 23.10.2008, 11:55
Beitrag #341


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Ich bin nicht selbstbewusst, davon bin ich bestimmt noch weit entfernt und ich habe auch Schwierigkeiten Andere an mich heranzulassen.

Aber genau das verändert sich gerade. Wenigstens empfinde ich es so. Es ist ja auch nicht so, dass ich mich jetzt in Zufriedenheit zurücklehne und alle meine Probleme für gelöst halte. Der Alkoholmissbrauch war ja nur eine Randerscheinung. (Für diese Bemerkung muss ich mir bestimmt wieder etwas anhören von wegen Bagatellisierung) Viel wichtiger ist es, dass ich mir endlich wieder erlaube mich selbst zu mögen. Dazu gehört aber auch, dass ich mir und meinen Entscheidungen vertraue.

Ich habe wirklich das Gefühl auf einem guten Weg zu sein, auch wenn ich gerade erst angefangen habe ihn zu beschreiten.
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Kai R.
Beitrag 23.10.2008, 12:16
Beitrag #342


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Zitat (krautsalat @ 23.10.2008, 12:55) *
Für diese Bemerkung muss ich mir bestimmt wieder etwas anhören von wegen Bagatellisierung

im Gegenteil, für diese Bemerkung bekommst Du von mir drei Sterne: ***.

Ja, Du hast Alkohol missbraucht und ja, die Ursachen dafür liegen tiefer:
Zitat (krautsalat @ 23.10.2008, 12:55) *
Viel wichtiger ist es, dass ich mir endlich wieder erlaube mich selbst zu mögen.

ein riesiger Schritt. Und Dein inneres Motiv, nach dem Du die ganze Zeit gesucht hast. Die Frage, warum Du Dich nicht magst, bleibt für den Moment offen, ich vermute aber, Du hast darüber schon nachgedacht, oder?

Zitat (krautsalat @ 23.10.2008, 12:55) *
Dazu gehört aber auch, dass ich mir und meinen Entscheidungen vertraue. Ich habe wirklich das Gefühl auf einem guten Weg zu sein, auch wenn ich gerade erst angefangen habe ihn zu beschreiten.

langsam glaube ich es auch wavey.gif

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 23.10.2008, 15:58
Beitrag #343


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"- Eine den Alkoholmissbrauch eventuell bedingende Persönlichkeitsproblematik wurde erkannt und entscheidend korrigiert."

Vor diesem Passus aus den Begutachtungsleitlinien habe ich etwas Angst, weil meine MPU schon sehr bald ansteht. Dabei ist weniger das Erkennen als das Korrigieren der Problematik problematisch. Ich bin mir nicht sicher, wann ein Gutachter meine Problematik als entscheidend korrigiert charakterisieren würde. Deswegen zögere ich auch mein Problem für die MPU zu intensiv darzustellen.

Soll heißen: Ich denke ich kenne meine Problematik sehr genau und weiß auch wie ich damit umzugehen habe, glaube aber, dass eine entsprechend glaubhafte Darstellung einer Korrektur mit all den positiven Erlebnissen bis zur MPU im Dezember nicht möglich ist. Wenn ich jetzt versuche alles ein bisschen harmlos darzustellen ist das nur dem kurzen Zeitraum geschuldet den ich zur Verfügung habe.

Deshalb versuche ich auch herauszufinden was ein Gutachter von mir denkt, was er erwarten wird und wie ich seinen Erwartungen an eine Problematik und deren Bewältigung möglichst nah an meinem Problem entsprechen kann.
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Kai R.
Beitrag 23.10.2008, 16:07
Beitrag #344


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Zitat (krautsalat @ 23.10.2008, 16:58) *
Ich bin mir nicht sicher, wann ein Gutachter meine Problematik als entscheidend korrigiert charakterisieren würde. Deswegen zögere ich auch mein Problem für die MPU zu intensiv darzustellen.

das ist auch eine ganz schwierige Frage. Allerdings glaube ich, dass Verharmlosung nicht der bessere Weg ist. Der Gutachter wird davon ausgehen, dass eine Problematik vorliegt, sonst wäre es ja nicht zum Mißbrauch gekommen. Das erste was er erwartet ist Einsicht, sonst ist die MPU da schon gelaufen.

"Entscheidend korrigiert" heisst, dass er Dir eine gute Prognose ausstellen kann, dass es soweit korrigiert ist, dass eine TF nicht wieder vorkommen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass man ihm eine nicht abgeschlossene Aufarbeitung auch als "Work in Progress" verkaufen kann, wenn es noch andere Sicherheiten gibt, die eine Wiederholung der Trunkenheitsfahrt unwahrscheinlich machen. Z.B. eine Selbsthilfegruppe, die Rückhalt gibt. Zumal Du ja mit dem Fahrrad aufgefallen bist und mit dem Auto Trennvermögen beweisen konntest.

Ggf. könnte er Dir auch noch eine Kursempfehlung nach §70 mit auf den Weg geben, aber so wäre wenigstens der Führerschein gerettet.

Aber das Ganze wird auch vom Institut bzw. vom Gutachter abhängen. Im Rahmen eines (kostenpflichtigen) Beratungsgesprächs beim MPI könntest Du Dir dazu schon eine Einschätzung abholen, auf die Du dann bauen kannst.

Viele Grüße

Kai


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Anni88
Beitrag 24.10.2008, 06:38
Beitrag #345


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Guten Morgen, Krautsalat!

Mir ist aufgefallen, dass Du - gerade wenn's persönlich wird - Du offenbar nicht trennen kannst, was in Deinen Verantwortungsbereich fällt.

So versuchst Du die Verantwortung für die Sperrung des Users Cinderella56 zu übernehmen. Fühlst Du Dich hier schuldig oder kommen eher heldenhafte Motive zum Vorschein? Die Sperre hat mit DIR ÜBERHAUPT NICHTS zu tun und es geht auch HIER gar nicht darum, warum ein User Cinderella56 gesperrt wurde, sondern um Dich. Und hier sagt es unheimlich viel über Dich aus, dass Du glaubst, keiner würde Dich mehr mögen, weil Du irgendetwas falsch gemacht hast.

Vielleicht hast Du bereits als Kind gelernt, mehr Verantwortung zu übernehmen, als es einem Kind zusteht. Vielleicht hast Du Dich wohl und anerkannt gefühlt, wenn man in Dir den künftigen Mann mit tollem Beruf, besonderen Fähigkeiten oder sonst etwas gesehen hat. Das sind Erwartungen aus Deinem Umfeld, die sich u.U. mit Deinen Fähigkeiten überhaupt nicht decken. Es ist häufig das, was Eltern in ihren Kindern sehen möchten, was wir als Erwachsene versuchen richtig zu machen. Nur bleiben die eigenen Qualitäten dabei auf der Strecke.

Ich schreibe dies, weil ich glaube, dass es schwierig wird, den GA zu überzeugen, dass Du Straßenverkehr und Alkohol trennen kannst, wenn Du Dich anderen Verantwortungsbereichen gegenüber überhaupt nicht abgrenzt.

Viele Grüße und einen schönen Tag

Anni wavey.gif
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jfk
Beitrag 24.10.2008, 07:42
Beitrag #346


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@ Anni:

thumbup.gif
Mir gingen schon lange ähnliche Fragen im Kopf herum, habe es aber nie formulieren können.
Da ist ME was dran...

Gruß,
jfk.


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krautsalat
Beitrag 24.10.2008, 09:02
Beitrag #347


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Ich habe gerade nicht viel Zeit, deshalb nur kurz etwas dazu.

Es spielten keine heldenhaften Motive eine Rolle. Es tat mir nur leid den Anlass gegeben zu haben für Cinderellas Sperrung. Ich bin zwar der Meinung, dass es früher oder später sowieso so gekommen wäre aber auf diese Art und Weise hätte es nicht stattfinden müssen. Sicherlich kann und will ich die Verantwortung für Cinderellas Handeln nicht übernehmen aber ich werde doch versuchen dürfen meinen Fehler wieder gut zu machen, denn als Fehler habe ich mein Posting schon empfunden.

Deswegen habe ich meine Mitschuld erklärt und den Vorschlag gemacht sie unter der Auflage wieder teilnehmen zu lassen, dass sie nur in ihrem eigenen Thema schreibt. Warum ich gleich denke, dass ich damit meine Sympathien verspiele hat Lars, denke ich ganz gut erkannt. Es liegt an meinem mangelnden Selbstbewusstsein und auch daran, dass ich mich selbst nicht so mag wie es sein sollte. Wie sollte mich dann jemand anderes mögen können? Hier liegt auch der Grund dafür, warum ich mich Anderen gegenüber nur schwer öffnen kann.
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jfk
Beitrag 24.10.2008, 09:13
Beitrag #348


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Zitat (krautsalat @ 24.10.2008, 10:02) *
Deswegen habe ich meine Mitschuld erklärt

Die allerdings hier keiner außer dir sieht...
Zitat
Es liegt an meinem mangelnden Selbstbewusstsein und auch daran, dass ich mich selbst nicht so mag wie {Ich?}es sein sollte. Wie sollte mich dann jemand anderes mögen können? Hier liegt auch der Grund dafür, warum ich mich Anderen gegenüber nur schwer öffnen kann.

Rot kommt von mir: kann das der Grund sein: Du spürst Erwartungen an dich, wie du zu sein hast, denen du nicht genügen kannst/willst, dann hast du das Gefühl "Ich bin nicht okay".
Wie sollte dich jemand anders mögen können? Na, vielleicht, weil du in dessen (z.B. meinen) Augen okay bist, so wie du bist...

Gibt es solche Anforderungen an Dich, die dir bewußt sind (z.B. von den Eltern, von anderen frühkindlichen Respektspersonen), die dir einfach nur eine Belastung sind, die du nie wirklich erfüllen konntest (z.B. weil sie zu irrational hoch angelegt waren)?

think.gif Grüße,

jfk.


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krautsalat
Beitrag 02.11.2008, 10:22
Beitrag #349


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Es besteht die Forderung, dass ich selbständig und unabhängig bin und meinen Lebensunterhalt selbst verdiene. Die ist gesellschaftliche Konvention und kommt auch von meinen Eltern, auch wenn sie es nie so deutlich aussprechen und weil ich diese Konvention anerkenne kommt diese Forderung auch von mir. So etwas wie einen Karriereplan gab es von meinem Umfeld nicht außer, dass ich eines Tages auf eigenen Füßen stehen soll. Ich will das ja auch. Es belastet mich, dass ich meine Eltern immer noch belasten muss.

Nun ist es aber so, dass ich etwas arbeiten wollte, das mir Spaß macht und mir nicht all zu schwer von der Hand geht und auch langfristig genug Abwechslung bietet, dass es mir nicht langweilig wird. Leider habe ich nicht gefunden wonach ich suchte und studiere deshalb etwas, was mich im Grunde nicht so "anmacht". Hinzu kommt mein fortgeschrittenes Alter und der Wunsch endlich unabhängig zu sein, weshalb ich mich nicht noch einmal anders orientieren möchte, sondern mein aktuelles Studium erstmal zu Ende bringen möchte. Dann habe ich wenigstens erstmal so etwas wie einen Abschluss mit dem ich vielleicht auch etwas im Berufsleben anfangen kann.

Aufgrund meiner vergeblichen Versuche die perfekte Tätigkeit zu finden, die Freude und Broterwerb in einer perfekten Symbiose miteinander verbindet habe ich nach und nach Abstriche gemacht. Broterwerb bedeutet heute für mich ein notwendiges Übel um Freude haben zu können. Ich habe mich quasi damit abgefunden mich in etwas fügen zu müssen, das mir Unbehagen bereitet um wenigstens in der verbleibenden Zeit mein Leben genießen zu können. Ganz zufrieden bin ich mit diesem "status quo" natürlich nicht und ich sträube mich dagegen. Deswegen fällt es mir auch so schwer an die Arbeit zu gehen, wenn es wieder heißt irgendwelche Vorträge vorzubereiten oder Arbeiten zu schreiben.
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krautsalat
Beitrag 02.11.2008, 12:16
Beitrag #350


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Sobald man sagt, dass man jetzt nie mehr als eine bestimmte Menge Alkohol trinke, legt der Gutachter das so aus, dass man bei höheren Mengen die Kontrolle über die getrunkene Menge und schließlich auch über das Verhalten im Straßenverkehr verliert und deshalb fordert er kontrolliertes Trinken. Eine einfache Reduktion der Menge beim Weggehen genügt ihm also nicht es müssen zusätzlich noch die Anlässe vorausgeplant und damit kontrolliert werden.

Sage ich jedoch, dass ich nach wie vor trinke bis ich nichts mehr trinken will, weil keine besondere Kontrolle über die Trinkmengen und -anlässe notwendig ist wird mir unzureichende Einsicht in meine Problematik vorgeworfen und ich kann auch einpacken.

Sobald ich argumentiere, dass mein Trinken keiner Kontrolle Bedarf bin ich bei der MPU durchgefallen und sobald ich sage, ich trinke jetzt weniger muss ich kontrolliertes Trinken betreiben um nicht auch durchgefallen zu sein. Eine Reduktion der Trinkmengen auf freiwilliger Basis, weil es einem so besser gefällt ist für einen Gutachter also unvorstellbar. Am Unvorstellbarsten ist es aber für einen Gutachter, dass jemand der alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen hat aus seinem Fehler lernt. Das scheint auch zu gelten, wenn sich derjenige seines Fehlverhaltens gar nicht bewusst gewesen ist und sogar der Meinung war, sich verantwortungsbewusst zu verhalten.

Ein Gutachter ist also der Meinung, dass der Begutachtete, entgegen aller Beteuerungen dass dem nicht so ist, jeder Zeit wieder absichtlich eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer in Kauf nehmen wird, weil er es ja vorher auch schon nicht vermeiden konnte betrunken zu fahren.

Wenn ich jetzt glaubhaft machen kann, dass ich aufgrund mangelnder Information zum Thema nicht richtig trennen konnte obwohl ich ja eigentlich trennen wollte, muss es doch genügen, dass ich jetzt weiss wie ich richtig zu trennen habe. Mein Alkoholkonsum den ich ohnehin eingeschränkt habe ohne mich kontrollieren zu müssen spielt doch bei der Trennung von Trinken und Fahren keine Rolle. Im Grunde könnte es dem Gutachter sogar egal sein wieviel ich trinke, da ich Alkoholkonsum und Fahren sicher trennen kann.

Die ganze MPU-Sache erscheint mir immer merkwürdiger und für mich einfach überzogen. Tut mir leid aber es fehlt mir, für meinen Fall, immer mehr das Verständnis für die Anforderungen für eine positive Zukunftsprognose.
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