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> Fahrradfahrt mit BAK von 1,81 mg/g
krautsalat
Beitrag 22.09.2008, 10:08
Beitrag #251


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Mir ist da noch etwas eingefallen

Zitat (Coyota @ 26.07.2008, 23:36) *
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?


Von einer der Parties hatte ich mir noch eine Flasche Bier mit auf den Weg genommen. Der Busfahrer fand die offene Bierflasche nicht so toll und wollte mich nicht mitnehmen. Nach kurzer Diskussion machte ich mich also zu Fuss auf den Weg.

Ist das eher etwas für Frage 14 oder 15 oder beide? Ich würde sagen, dass diese Begebenheit zu beiden Fragen passt auch wenn mir die Geschichte so vermutlich auch mit einem Eis passiert wäre.

Ich schreib das mal lieber gleich auf, weil ich es sonst wieder vergesse genauso wie den Klick von letztens. Irgendwie weiss ich nicht mehr so richtig was da klick gemacht hat. Und noch etwas schreib ich mal auf.

Wenn ich in Gesellschaft trank, trank ich soviel wie die Anderen auch oder ich trank bis ich nicht mehr konnte und deshalb aufhören musste. Das ist insofern interessant, dass diese Fixierung auf das was andere tun nicht nur beim Trinken besteht. Ich bin total unsicher was meine Person anbelangt. Was will ich, was kann ich, was darf ich, wer bin ich überhaupt? Es ist gut möglich, dass ich mir alles woanders abgeschaut habe.

Keine Ahnung wie die Identitätsbildung normalerweise funktionieren müßte aber bei mir ist es so, dass ich versuche das zu adaptieren, was mir an anderen gefällt. Wie gesagt müssen die Vorbilder keine realen Personen sein. So entsteht ein Idealbild von dem der ich sein möchte, das zu erreichen nahezu unmöglich ist.

Hatte ich das nicht alles schon irgendwie geschrieben? Egal, es schadet vielleicht nichts es immer und immer wieder aufzuschreiben und dabei drüber nachzudenken um immer wieder ein kleines Stück weiter zu kommen.
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krautsalat
Beitrag 25.09.2008, 08:02
Beitrag #252


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Zitat (jfk @ 12.09.2008, 21:13) *
Das freut mich für Dich - nicht nur, weil es "Erfolge" gibt, sondern vor allem, weil Du ja jetzt anscheinend diese Frage hier:
Zitat
Wie war das denn bei euch, also bei allen die das schon hinter sich haben? Gab es irgendwie ein Gefühl der Erleichterung?

beantworten kannst.
Darfst gern mal davon berichten, was bei Dir "Klick" gemacht hat wavey.gif


Leider war es nicht ganz so spektakulär. Sonst hätte ich es bestimmt nicht wieder vergessen.

Zitat (krautsalat @ 22.09.2008, 11:08) *
Ich schreib das mal lieber gleich auf, weil ich es sonst wieder vergesse genauso wie den Klick von letztens. Irgendwie weiss ich nicht mehr so richtig was da klick gemacht hat.


Ich hatte einfach eine Idee wie ich den Alkohol einbauen wollte. Es schien alles ganz gut zu passen. Leider habe ich es dann versäumt dran zu bleiben und es sofort irgendwo aufzuschreiben. Am besten wäre es hier aufgehoben gewesen, weil es dann meistens gleich wieder Kommentare gibt, die einen zwingen das Geschriebene nochmal zu reflektieren. Allein das Aufschreiben zwingt einen schon dazu darüber nachzudenken. Warum ich es damit nicht gemacht habe, obwohl ich sonst jeden Mist hier festhalte, weiss ich gar nicht mehr. Wahrscheinlich war es zu kompliziert oder noch zu unscharf um es damals schon in Worte zu fassen.
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Cinderella56
Beitrag 25.09.2008, 12:43
Beitrag #253


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Zitat (krautsalat @ 22.09.2008, 12:08) *
Von einer der Parties hatte ich mir noch eine Flasche Bier mit auf den Weg genommen. Der Busfahrer fand die offene Bierflasche nicht so toll und wollte mich nicht mitnehmen. Nach kurzer Diskussion machte ich mich also zu Fuss auf den Weg.
Hallo Krautsalat
dieses Beispiel zeigt mir, das ich wohl Recht damit hatte, daß der Alk dein liebgewonnener Partner war, der dich sogar dazu verleitet hat ihn Öffentlich zu presentieren,obwohl du bestimmt weißt,das viele Menschen dir dann mit Mißtrauen begegnen, oder dich wie in diesem Falle erst gar nicht mitnehmen, um sich nicht dem Risiko auszusetzen, mit der Unberechenbarkeit eines Alkoholikers konfrontiert zu werden, und um seine Fahrgäste vor diesem zu schützen. Du willst doch nicht allen Ernstes behaupten, daß du die Situation gut fandst. Du mußt das doch eigentlich als Demütigung empfunden haben,wahrscheinlich bist du fluchend und mit einem Hassgefühl,über diese vermeindliche Ungerechtigkeit, Bier trinkender Weise nach Hause gestiefelt , und um diesen Schmach zu verdauen, hast du wahrscheihrscheinlich noch eine Flasche getrunken.
Was sagst du dazu ?
Gruß C


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krautsalat
Beitrag 25.09.2008, 18:46
Beitrag #254


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Gut fand ich es nicht, schließlich war ich müde und wollte nach Hause. Das ich nicht mitfahren durfte, lag aber nicht an meiner Alkoholisierung sondern an der nicht verschließbaren Flasche. Deshalb schrieb ich ja auch, dass mir das wahrscheinlich mit einem Eis ganz genauso passiert wäre. Ansonsten erkenne ich mich auch nicht wieder. Ich bin kein jähzorniger Mensch, eher zu wenig. Ich kann ja verstehen warum er mich nicht mitnehmen wollte. War zwar ärgerlich aber nicht zu ändern. Das nächste mal weiss ich bescheid, da lauf ich gleich.
Außerdem laufe ich ganz gerne Nachts oder im Morgengrauen irgendwo lang. Damit konnte ich mich trösten, so schlimm war es also gar nicht. Ich hatte auch kein Bedürfnis deswegen gleich noch ein Bier zu trinken.
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jfk
Beitrag 25.09.2008, 22:15
Beitrag #255


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Zitat (krautsalat @ 22.09.2008, 11:08) *
Wenn ich in Gesellschaft trank, trank ich soviel wie die Anderen auch oder ich trank bis ich nicht mehr konnte und deshalb aufhören musste. Das ist insofern interessant, dass diese Fixierung auf das was andere tun nicht nur beim Trinken besteht. Ich bin total unsicher was meine Person anbelangt. Was will ich, was kann ich, was darf ich, wer bin ich überhaupt? Es ist gut möglich, dass ich mir alles woanders abgeschaut habe.

Keine Ahnung wie die Identitätsbildung normalerweise funktionieren müßte aber bei mir ist es so, dass ich versuche das zu adaptieren, was mir an anderen gefällt. Wie gesagt müssen die Vorbilder keine realen Personen sein. So entsteht ein Idealbild von dem der ich sein möchte, das zu erreichen nahezu unmöglich ist.


Hallo Krautsalat, das fett markierte scheint mir wesentlich, da solltest du mal weiter dran bleiben!

Fehlendes Selbstbewußtsein - oftmals eine gravierende Ursache für unkontrollierten Umgang mit Suchtmitteln.
Woher kommt deine Unsicherheit? Fallen dir da Schlüsselerlebnisse ein? Es scheint ja sehr tief zu sitzen - stammt die Unsicherheit schon aus der Kindheit?
Wie haben deine Eltern dich erzogen, in welchem Erziehungsstil, mit welchen Prioritäten?

Gruß,
jfk.


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Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt.
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Cinderella56
Beitrag 25.09.2008, 22:17
Beitrag #256


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hallo
Nein mit einem Eis hättest du dieses Problem sicher nicht gehabt. Es ist einfach schon überhaupt kein Anblick daß man mit einer geöffneten Bierflasche rumlauft, denn das machen normaler Weise wohl nur Alkis im Endstadium. Ganz klar daß er dich nicht mitgenommen hat, denn eine Alki ist unberechenbar,das ist wohl bekannt. Aber jemand der ein Eis ist, stellt keine Gefahr für andere dar. Überlege doch mal,was du dort für einen Eindruck hinterlassen hast,aber du findest das nicht schlimm. Das gibt mir ganz ehrlich gesagt schwer zu denken.
Gruß C


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Gast_klaus62_*
Beitrag 25.09.2008, 23:05
Beitrag #257





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Zitat (Cinderella56 @ 25.09.2008, 23:17) *
hallo
Nein mit einem Eis hättest du dieses Problem sicher nicht gehabt.

Täusche dich da mal nicht Cindy
Zitat (Cinderella56 @ 25.09.2008, 23:17) *
Überlege doch mal,was du dort für einen Eindruck hinterlassen hast,aber du findest das nicht schlimm. Das gibt mir ganz ehrlich gesagt schwer zu denken.
Gruß C


Geh mal nicht zu arg ins Gericht mit @krautsalat, im Grunde hast du ja Recht, aber es war ja nicht am hellichten Tag, sondern Nachts.

Ich nehme einfach mal an, dass @krautsalat das auch nicht tagtäglich gemacht hat
wavey.gif
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Anni88
Beitrag 26.09.2008, 06:41
Beitrag #258


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oh Wunder, aber an der Stelle muss ich Cinderella56 wirklich Recht geben.
Vielleicht ist die Formulierung "Alki im Endstadium" sehr übertrieben - heutzutage laufen erschreckend viele mit Bierflaschen in der Hand auf der Straße rum und fahren auch damit in der Bahn, auch tagsüber.

Klar, wäre das mit einem Eis auch passiert, vielleicht auch mit einer offenen Coladose.
Die Regel ist einfach: Keine Speisen, keine Getränke.

Dennoch die Frage: Wer kommt auf die Idee, mit einem offenen alkoholischen Getränk in einen Bus/Taxi zu steigen? Wie ist dessen Einstellung. Wie das auf andere wirkt, welcher Eindruck hinterlassen wird, ist erstmal zweitrangig - in Peergruppen vielleicht cool, bei Müttern mit ihren Kindern hingegend abstoßend.

Wie warst Du drauf, Krautsalat, dass Du das Bier nicht einfach weggekippt hast? Dass es Dir wichtiger war, das Bier zu behalten und zu Fuß weiter zu gehen? Wieso glaubtest Du mit dem Busfahrer diskutieren zu können, fühltest Dich also im Recht?

Grüße wavey.gif
Anni

P.S.: Mich wollte ein Busfahrer mal mit Kaffee nicht mitnehmen - und gucke da, ich war betrunken ... blushing.gif
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krautsalat
Beitrag 26.09.2008, 09:25
Beitrag #259


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Zitat (klaus62 @ 26.09.2008, 00:05) *
Geh mal nicht zu arg ins Gericht mit @krautsalat


Danke, Klaus!


@Cinderella und Anni

Ich hatte die Begebenheit ja extra zu den Fragen 14 und 15 in mein, ich nenn es jetzt mal, "externes MPU-Gedächtnis mit Plauderecke" geschrieben. Ob es also kritische Hinweise auf meinen Alkoholkonsum gab und welche Auswirkungen und Folgen der Konsum hatte.

Es muss der erste Bus des Tages gewesen sein und es war noch finster, außerdem hatte ich nie das Gefühl mich schämen zu müssen wenn ich mal betrunken war oder ein alkoholisches Getränk in Fingern hielt. Ich würde mich auch heute nicht dafür schämen, deshalb finde ich Abstinenz und kontrolliertes Trinken ja auch so seltsam und überhaupt nicht nachvollziehbar als Lebensentscheidung für mich.

Warum habe ich das Bier nicht weggeschüttet? Ganz einfach, ich schütte doch nichts weg was ich mir gerade besorgt habe um es zu konsumieren nur um mit dem Bus mitgenommen zu werden. So eilig hatte ich es nun doch nicht. Ich hätte genauso wenig ein angefangenes Eis weggeschmissen, obwohl ich bei dem Eis gewusst hätte das ich es nicht hätte mitnehmen dürfen und mir deshalb gar nicht erst gekauft hätte. Das ich kein Bier mitnehmen dürfte war mir damals nicht so klar.

Diskutiert hatte ich, weil ich ein friedlicher Mensch bin und niemanden belästige und bei normaler Fahrweise in der Lage bin mein Bier nicht zu verschütten. Diesen Sachverhalt wollte ich dem Busfahrer näher bringen.
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Kai R.
Beitrag 26.09.2008, 09:48
Beitrag #260


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Hallo Krautsalat,

ich sehe das Bild vor Augen, wie Du alleine mit der Bierflasche in der Hand im Dunkeln durch die Strasse gehst. Wenn das nicht du wärest, und Du siehst so ein Bild, welche Assoziationen kommen Dir da? Zumindest einen glücklichen Menschen stelle ich mir anders vor. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du mit diesem Bild zufrieden bist.

Dein letzter "Klick" kam, als wir Dich gefragt haben, warum Du nichts änderst, wenn Du nicht zufrieden bist. Der Alkohol spielt da klar eine Rolle, indem er Dich weiter isoliert und daran hindert, die nicht zufriedenstellenden Lebensumstände zu ändern.

Jetzt hast Du den Alkohol temporär aus dem Weg geräumt. Hast Du denn schon mit Verändern angefangen?

Grüße

Kai


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Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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Anni88
Beitrag 26.09.2008, 11:39
Beitrag #261


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Zitat (krautsalat @ 26.09.2008, 10:25) *
obwohl ich bei dem Eis gewusst hätte das ich es nicht hätte mitnehmen dürfen und mir deshalb gar nicht erst gekauft hätte. Das ich kein Bier mitnehmen dürfte war mir damals nicht so klar.

Diskutiert hatte ich, weil ich ein friedlicher Mensch bin und niemanden belästige und bei normaler Fahrweise in der Lage bin mein Bier nicht zu verschütten. Diesen Sachverhalt wollte ich dem Busfahrer näher bringen.


Hallo Krautsalat!

Bin an der Stelle vielleicht etwas penibel, aber bitte nochmal: Beim Eis ist es Dir klar, beim Bier nicht? Und es kommt Dir nicht in den Sinn, dass ein offenes Bier im Bus viel mehr belästigt als ein Eis?
Wenn Dir das beim Eis klar ist, dann kennst Du die Regel "Keine Speisen, keine Getränke".
Mit einem Busfahrer zu diskutieren, man verschütte nichts, wenn er denn normal fährt ... Das hat mit friedlich nicht viel gemeinsam. Du wolltest nicht einsehen, Du hattest offensichtlich ein falsches Bild (friedlich, nicht verschütten, vernünftig, weil bei Eis ist's ja klar ...) von Dir.

Da passt die Frage von Kai R. gut dazu: Hast DU schon angefangen etwas zu ändern, damit DU Dich auch anders sehen kannst?

Viele Grüße
Anni wavey.gif
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Cinderella56
Beitrag 26.09.2008, 11:42
Beitrag #262


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Zitat (klaus62 @ 26.09.2008, 01:05) *
Geh mal nicht zu arg ins Gericht mit @krautsalat, im Grunde hast du ja Recht, aber es war ja nicht am hellichten Tag, sondern Nachts.

Ich nehme einfach mal an, dass @krautsalat das auch nicht tagtäglich gemacht hat
wavey.gif
Hallo Klaus
klar habe ich versucht ihm das hier mal bildlich klar zu machen, was man mit so einem Zustand für Eindrücke vermittelt. Aber gerade weil es Nachts war ist so ein Anblick für viele Angst einflößend, da es eben nicht möglich ist einen Betrunkenen ein zu schätzen. Gerade nachts mache ich einen großen Bogen um solche Leute ,weil mir da schon viel zu viele unangenehme Dinge passiert sind. Auch das ihm das nicht peinlich ist, oder er sich schämt, finde ich sehr merkwürdig,denn das hier schon so eine Gleichgültigkeit bei ihm ist, die Hemmschwelle also im unteren Bereich angekommen ist, gibt mir echt zu denken, denn dazu ist er eigentlich noch viel zu jung. Ich habe mich immer total geschämt, wenn ich mal übertrieben hatte und es hat jemand mitbekommen. Mir war das immer super peinlich ,auch wenn ich das nie zugegeben hätte. Krautsalat muß einfach kapieren, daß der Partner Alkohol nur in der Einsamkeit endet, denn mit einem Säufer wollen am Ende nur noch andere Säufer etwas zu tun haben, ein Weg der wohl kaum erstrebenswert ist, oder ?
Gruß C


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krautsalat
Beitrag 26.09.2008, 13:39
Beitrag #263


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Cinderella, entweder schätzt du die Problemtiefe viel zu hoch ein oder ich zu niedrig. Ich war kein Säufer und ich war auch nicht suchtgefährdet.

Warum sollte ich mich schämen? Nur weil ich von einer Veranstaltung kam auf der ich Alkohol getrunken hatte? Ich war weder der Meinung, dass es zu viel war, noch wollte ich jemanden verletzen oder anpöbeln, ich wollte mich nur ganz entspannt in den Bus setzen und nach Hause kutschieren lassen. Weshalb hätte ich mich also schämen sollen oder welche Hemmschwelle gab es zu überwinden?

@Anni

Für mich hieß die Regel nur "keine Speisen oder Getränke im Becher", so dass man nicht ausversehen etwas schmutzig macht. Es geht dabei glaub ich weniger um das Belästigungspotential als um das Verschmutzungspotential, weshalb die Flasche Bier für mich ein relativ kleines Risiko darstellte, sicherlich eine Fehleinschätzung meinerseits. Leider hatte ich auch die Gesprächsberetschaft des Busfahrers diesbezüglich falsch eingeschätzt

Eigentlich sollte das gar kein so großes Thema werden, denn eigentlich wollte ich ja mit den Trinkmotiven weitermachen aber es ist schon interessant zu sehen wie unterschiedlich solch eine Kleinigkeit eingestuft wird und was man alles daraus machen kann. Für den Einen ein Grund im Erdboden zu versinken, für einen Anderen ein Akt der Anarchie und für den Nächsten das normalste von der Welt und diese Liste könnte sicherlich noch um einiges ergänzt werden.
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Kai R.
Beitrag 26.09.2008, 13:59
Beitrag #264


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Zitat (krautsalat @ 26.09.2008, 14:39) *
für den Nächsten das normalste von der Welt

wer ist jetzt "der Nächste" ausser Du selbst?

Zitat (krautsalat @ 26.09.2008, 14:39) *
Cinderella, entweder schätzt du die Problemtiefe viel zu hoch ein oder ich zu niedrig. Ich war kein Säufer und ich war auch nicht suchtgefährdet.

was Cindy meint, ist die Rolle des Alkohol als ständiger Freund, der Dich überall hin begleitet hat. Und da hat sie einen guten Punkt getroffen.

Grüße

Kai


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Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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Cinderella56
Beitrag 26.09.2008, 14:11
Beitrag #265


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Zitat (krautsalat @ 26.09.2008, 15:39) *
Cinderella, entweder schätzt du die Problemtiefe viel zu hoch ein oder ich zu niedrig. Ich war kein Säufer und ich war auch nicht suchtgefährdet.

Warum sollte ich mich schämen? Nur weil ich von einer Veranstaltung kam auf der ich Alkohol getrunken hatte? Ich war weder der Meinung, dass es zu viel war, noch wollte ich jemanden verletzen oder anpöbeln, ich wollte mich nur ganz entspannt in den Bus setzen und nach Hause kutschieren lassen. Weshalb hätte ich mich also schämen sollen oder welche Hemmschwelle gab es zu überwinden?
Hallo
Ich weiß nicht ob ich die Problemtiefe richtig einschätze das kannst nur du wissen.
Auch,wenn du ein friedlicher Mensch bist, kann gerade wenn du angetrunken bist, immer etwas passieren, was dann zur Agression fürt,daß kannst du unter dem Einfluß von Alk nie einschätzen oder verhindern. Das weiß ich leider aus eigener Erfahrung.Das dir das alles nichts ausmacht klingt für mich nach einem Protest. Fage ist nur gegen wen ? Gegen die spießige Gesellschaft ? Höre viel zu oft von Jugendlichen, die auch so etwas machen,darauf angesprochen,ob sie so etwas gut finden, kommt eigentlich immer der gleiche Spruch.
" ist mir doch Scheiß egal, was andere denken, ich mach das was ich will, die anderen können mir doch gestohlen bleiben.
Wenn das auch deine Einstellung ist, na dann Prost.
Gruß C


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Gast_klaus62_*
Beitrag 26.09.2008, 23:24
Beitrag #266





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@Cindy
wenn krautsalat heute noch genauso denken würde wie damals, würde ich dich verstehen.

Aber es war doch nur eine Antwort auf Fragen des Fragebogens.

Siehe hier:

Zitat (krautsalat @ 22.09.2008, 11:08) *
Mir ist da noch etwas eingefallen

Zitat (Coyota @ 26.07.2008, 23:36) *
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?


Von einer der Parties hatte ich mir noch eine Flasche Bier mit auf den Weg genommen. Der Busfahrer fand die offene Bierflasche nicht so toll und wollte mich nicht mitnehmen. Nach kurzer Diskussion machte ich mich also zu Fuss auf den Weg.

Ist das eher etwas für Frage 14 oder 15 oder beide?


Er hat nur für die Frage 15 ein Beispiel genannt, mehr nicht.



Wir sind doch auch mit Alkohol noch gefahren und haben uns kein Kopf darüber gemacht, oder?
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Cinderella56
Beitrag 27.09.2008, 12:46
Beitrag #267


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Zitat (klaus62 @ 27.09.2008, 01:24) *
@Cindy
wenn krautsalat heute noch genauso denken würde wie damals, würde ich dich verstehen.







Wir sind doch auch mit Alkohol noch gefahren und haben uns kein Kopf darüber gemacht, oder?
hallo Klaus
Natürlich haben wir das gemacht, nur mit dem Unterschied, daß ich an die TF keinerlei Erinnerung habe, weil ich derart betrunken war, daß ich offentsichtlich unter dem Einfluß von Alk wie ein ferngesteuerter Robotor funktioniert habe. Das so etwas passieren könnte hätte ich früher niemandem geglaubt.
Ist auch glaub ich schwer nach zu vollziehen, wenn man so eine Situation nicht selber erlebt hat.
Krautsalat weiß offenbar noch nicht, wo er seinen Platz in dieser Gesellschaft finden soll, er ist noch auf der Suche eine stabiele Persönlichkeit zu werden. Das ist in diesem Alter völlig normal.
Wir können ihn dabei nur unterstützen, entscheiden muß er seinen Weg selber.
Mir ist nur aufgefallen, das auf Fragen was sich denn für ihn jetzt verändert hätte noch nicht wirklich viel gekommen ist.
Das heißt für mich,daß er immer noch am schwimmen ist, und es offensichtlich noch keine Veränderungen,außer das er momentan nicht trinkt,statt gefunden haben, sonst hätte er es bestimmt berichtet.
Sag mir ruhig wenn ich das falsch sehe.
LG C


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krautsalat
Beitrag 27.09.2008, 13:59
Beitrag #268


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Zitat (Cinderella56 @ 27.09.2008, 13:46) *
Krautsalat weiß offenbar noch nicht, wo er seinen Platz in dieser Gesellschaft finden soll, er ist noch auf der Suche eine stabiele Persönlichkeit zu werden. Das ist in diesem Alter völlig normal.
[...]
und es offensichtlich noch keine Veränderungen,außer das er momentan nicht trinkt,statt gefunden haben,


Genau so sieht es leider aus. Nur mit dem Alter bin ich nicht einverstanden. Mit 31 ist das nicht mehr völlig normal denke ich.
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Cinderella56
Beitrag 27.09.2008, 14:16
Beitrag #269


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Zitat (krautsalat @ 27.09.2008, 15:59) *
Genau so sieht es leider aus. Nur mit dem Alter bin ich nicht einverstanden. Mit 31 ist das nicht mehr völlig normal denke ich.
hallo Krautsalat
das würde ich jetzt nicht überbewerten, bei manchen geht es schneller und einige brauchen halt etwas länger,das finde ich nicht so schlimm.
mahst du ein bißchen näher über dein Leben reden, es ist schwer Ratschläge zu geben wenn man so wenig weiß.
Wohnst du bei deinen Eltern oder alleine?
was machst du für einen Job?
LG C


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Gast_klaus62_*
Beitrag 27.09.2008, 18:49
Beitrag #270





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Zitat (Cinderella56 @ 27.09.2008, 13:46) *
Sag mir ruhig wenn ich das falsch sehe.
LG C


Das würde ich schon machen, aber du hast ja jetzt genau erklärt warum du so reagiert hast wegen der Bierflasche im Bus.

Und deine Gedanken sind ja richtig, wie auch von @krautsalat bestätigt wurden.

Also, alles im grünen Bereich wavey.gif
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Anni88
Beitrag 28.09.2008, 09:39
Beitrag #271


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Zitat (krautsalat @ 27.09.2008, 14:59) *
Mit 31 ist das nicht mehr völlig normal denke ich.


laugh2.gif dann brauchst Du Dich ja gar nicht weiter anstrengen, weil ja Hopfen und Malz verloren ist laugh2.gif

Stehst Du unter dem Druck, dass Du noch nicht fertig bist mit Deiner Selbstfindung, Berufswahl, Ausbildung?
Vielleicht brauchst Du halt etwas länger. Vielleicht willst Du Dich noch gar nicht festlegen.

Mir scheint, Du bist ein Kopfmensch. Vielleicht hast Du Deinen Frieden einfach noch nicht damit geschlossen, dass man eben nicht die ganze Welt begreifen kann, sondern immer nur einen kleinen Ausschnitt. Dass es auch gar nicht nötig ist, erstmal alle Fakten zu kennen, um eine Wahl zu treffen.

Viele Grüße und einen schönen Sonntag!

Anni wavey.gif
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krautsalat
Beitrag 28.09.2008, 17:03
Beitrag #272


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Zitat (krautsalat @ 31.07.2008, 11:27) *
techhnisch abstinent seit 27.7.2008
vorsätzlich abstinent seit 30.7.2008


Ich dachte ich halte euch auf dem laufenden, da ich sowohl vorsätzlich als auch technisch nicht mehr abstinent bin. 2 Monate sind doch eine gute Zeit finde ich. Es war die meiner Meinung nach richtige Entscheidung und ich fühle mich wohl damit.

Endlich wieder saufen!!!... cheers.gif

scared.gif
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Cinderella56
Beitrag 28.09.2008, 18:05
Beitrag #273


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Zitat (krautsalat @ 28.09.2008, 19:03) *
Endlich wieder saufen!!!... cheers.gif

scared.gif
na prima
Dann guten Rutsch in die Urne.
Gruß C


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Beitrag 28.09.2008, 20:56
Beitrag #274


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Zitat (krautsalat @ 28.09.2008, 18:03) *
Endlich wieder saufen!!!... cheers.gif

think.gif Und was erwartest du dir davon?
(Sicherlich jetzt keinen Beifall von uns, oder?)
Was hast du dir vorgenommen für die nächste Zukunft? Wenn keine Abstinenz, dann hast du nur Chancen mit kontrolliertem Trinken, das dürfte dir klar sein?

Gruß,
jfk.


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krautsalat
Beitrag 28.09.2008, 22:41
Beitrag #275


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Naja, wenn man versucht gegen Abstinenz zu argumentieren wird hier, wie ich finde, immer sehr schnell angenommen, derjenige ist unverbesserlich und kann einfach nicht ohne Alk. Deshalb ließ ich die vielleicht etwas provokante Bemerkung "Endlich wieder saufen!!!..." vom Stapel. Das war so natürlich nicht ernst gemeint und sollte eher mit einem Augenzwinkern zu verstehen sein. Meine Art von Humor und Selbstpersiflage trifft hier aber offenbar auf Unverständnis.

Es bleibt festzuhalten, dass ich nicht länger darauf verzichte Alkohol zu trinken, wenn ich es für vertretbar halte. Bei der Entscheidung war ich keinem Druck ausgesetzt, ich habe lediglich dieser Komödie, als die ich meine Trinkpause unter anderem immer gesehen habe, ein Ende bereitet, indem ich Samstag 1, in Worten, ein Bier (0,5l) getrunken habe. Ich habe es nichtmal einfach so getrunken, sondern es gab sogar einen echten Anlass dazu.

Es gibt also, zumindest aus meiner Sicht, keinen Grund zur Sorge. Meine MPU wollte ich ohnehin nicht mit Abstinenz angehen.
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Kai R.
Beitrag 29.09.2008, 08:49
Beitrag #276


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Zitat (krautsalat @ 28.09.2008, 23:41) *
Es gibt also, zumindest aus meiner Sicht, keinen Grund zur Sorge. Meine MPU wollte ich ohnehin nicht mit Abstinenz angehen.

dann ist ja alles gut.

Was ist denn aber, wenn unsere These stimmt, dass der Alkohol nur das Symptom ist? Wann wirst Du denn anfangen, an den dahinter liegenden Problemen zu arbeiten? Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, dass Du das allein schaffen wirst und Du wirst es auch nicht hier im Forum schaffen. Aber ich bin sicher, dass Du Probleme hast.

Gib Dir mal einen Ruck und fange an, an diesen Problemen etwas zu tun.

Grüße

Kai


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Anni88
Beitrag 29.09.2008, 09:39
Beitrag #277


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Guten Morgen, Krautsalat.

Zitat (krautsalat @ 28.09.2008, 23:41) *
Meine Art von Humor und Selbstpersiflage trifft hier aber offenbar auf Unverständnis.


Das liegt vielleicht daran, dass Du die Persiflage erst enttarnst, wenn die hier Schreibenden bereits reagiert haben. Und so reagierst auch Du nur.
Besonders nett ist das nicht, weil wir ja hier sind, um gegenseitig zu helfen und nicht, um irgendjemanden auf den Leim zu gehen, oder Versteck-Spielchen zu veranstalten.

Zitat (krautsalat @ 28.09.2008, 23:41) *
Es bleibt festzuhalten, dass ich nicht länger darauf verzichte Alkohol zu trinken, wenn ich es für vertretbar halte. Bei der Entscheidung war ich keinem Druck ausgesetzt, ich habe lediglich dieser Komödie, als die ich meine Trinkpause unter anderem immer gesehen habe, ein Ende bereitet, indem ich Samstag 1, in Worten, ein Bier (0,5l) getrunken habe. Ich habe es nichtmal einfach so getrunken, sondern es gab sogar einen echten Anlass dazu.


Welcher Anlass war es? Welche Rolle spielt hierbei der Alkohol?

Zitat (krautsalat @ 28.09.2008, 23:41) *
Es gibt also, zumindest aus meiner Sicht, keinen Grund zur Sorge. Meine MPU wollte ich ohnehin nicht mit Abstinenz angehen.


Ich hatte bereits erwähnt, dass ich mutmaße, dass Deine Abstinenzzeit noch viel zu kurz ist, um eine Veränderung festzustellen. Du weichst aus, hast lediglich eine Trinkpause gemacht, weil Du überhaupt nicht auf Rauschzustände verzichten möchtest. Das macht die MPU halt schwerer. Auch dass Du schreibst dass "aus Deiner Sicht" kein Grund zur Sorge vorliegt, könnte ein - widerum versteckter - Hinweis darauf sein, dass Du gerne hättest, dass sich jemand anderes Sorgen um Dich macht und Dir so - zumindest einen Teil - der Verantwortung abnimmt. Vielleicht bist Du also einfach einsam.

Ich klinke mich nun an dieser Stelle bis auf weiteres aktiv aus, weil ich glaube, dass Du Deine Probleme lieber weiter mit Alkohol betäuben möchtest, anstatt Deine Fahrtauglichkeit wieder herzustellen.

Viele Grüße und Erfolg
Anni wavey.gif
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krautsalat
Beitrag 29.09.2008, 11:11
Beitrag #278


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Zitat (Dummkopf88 @ 29.09.2008, 10:39) *
dass Du Deine Probleme lieber weiter mit Alkohol betäuben möchtest, anstatt Deine Fahrtauglichkeit wieder herzustellen.


Genau solche Sätze verleiten mich zu Äußerungen wie der oben getätigten. Es wird einem permanent unterstellt, man betäube mit jedem Schluck Alkohol den man zu sich nimmt irgendwelche Probleme, wenn ich aber auf einer Geburtstagsfeier ein Bier trinke betäube ich damit keine Probleme. Ich werde dadurch auch nicht zum Alkoholiker.

Es sollte wirklich nur ein Spass sein und ich war der Meinung, das mit Hilfe der Smilies, die ich sonst sehr sparsam verwende, hinreichend deutlich gemacht zu haben. Ich wollte damit niemanden hinter's Licht führen, sondern lediglich neben dem Ernst, den die Sache sicherlich erfordert, den Humor nicht zu kurz kommen lassen.

Desweiteren zweifle ich nicht an meiner Fahrtauglichkeit. Die war nämlich wieder hergestellt als ich beschloss nicht mehr betrunken Rad zu fahren und mich mit dem Auto nicht mehr an die 0,5 ‰ Grenze heranzutrinken. Ob ihr es glaubt oder nicht, bei den Höchstmengen, die ich mir gesetzt habe, tritt bei mir kein Kontrollverlust ein.

Die Aufarbeitung meiner Probleme mache ich aus ganz anderem Antrieb. Ich sehe einfach die Notwendigkeit und die Chance dafür mein Leben endlich in die eigenen Hände zu nehmen. Das braucht aber seine Zeit, deshalb kann ich auch noch nicht von Veränderungen berichten. Erstmal muss ich die Situation ausbaden in die ich mich durch meine Lethargie gebracht habe. Ich muss mich Schritt für Schritt aus den Abhängigkeiten und Zwängen lösen, in denen ich mich befinde. Dazu muss ich mir aber erstmal die richtigen Mittel und Wege erschließen.

Ich kenne mein Problem und ich arbeite daran. Leider verfüge ich nicht über die notwendigen Mittel mir dabei professionelle Hilfe zu holen, weshalb ich das Forum so ausgiebig wie möglich nutze. Das möchte ich auch weiterhin tun. Ich hoffe einfach darauf, dass mir die eine oder andere spitze Bemerkung nicht übel genommen wird, manche Dinge äußere ich einfach auf diese Art und Weise und im Grunde habe ich mich mit dem Ausruf "Endlich wieder saufen!!!..." nur über mich selbst lustig gemacht. Vielleicht ist es besser ich denke es das nächste mal nur und behalte es für mich.
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noname13
Beitrag 29.09.2008, 11:19
Beitrag #279


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Zitat (krautsalat @ 29.09.2008, 12:11) *
Desweiteren zweifle ich nicht an meiner Fahrtauglichkeit.

Nur dass den Gutachter wahrscheinlich deine Meinung nicht so sehr interessiert...

Zitat (krautsalat @ 29.09.2008, 12:11) *
Ob ihr es glaubt oder nicht, bei den Höchstmengen, die ich mir gesetzt habe, tritt bei mir kein Kontrollverlust ein.

Bei einem Alkoholiker (damit möchte ich dich jetzt nicht als Alkoholiker betiteln) liegen diese Mengen unter Umständen sehr hoch...
Mein Vater meinte letztens zu einem Polizisten auch, dass er sich absolut fit und fahrtauglich halte. Einmal pusten ergab 0,8 Promille...


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jfk
Beitrag 29.09.2008, 11:29
Beitrag #280


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Zitat (krautsalat @ 28.09.2008, 23:41) *
Deshalb ließ ich die vielleicht etwas provokante Bemerkung "Endlich wieder saufen!!!..." vom Stapel. Das war so natürlich nicht ernst gemeint und sollte eher mit einem Augenzwinkern zu verstehen sein. Meine Art von Humor und Selbstpersiflage trifft hier aber offenbar auf Unverständnis.


Hallo Krautsalat,

ich denke, wir verstehen hier durchaus Humor. Allerdings solltest du mal über folgendes nachdenken:
Du hast dich hier angemeldet, um
a) dich auf die zu erwartende MPU vorzubereiten
b) damit auch deine Geschichte für dich persönlich aufzuarbeiten.

Du dürftest mittlerweile mitbekommen haben, dass es hier keine "Patentrezepte" oder "Allroundmedikamente" fürs Bestehen der MPU gibt.
Wir möchten stattdessen, dass Hilfesuchende ihr Problem so grundlegend anpacken, dass sie danach möglichst nicht mehr in gleichgelagerte Konflikte kommen. Und da sind wir schon kritisch bis konfrontativ, das stimmt.
Allerdings haben wir hier überhaupt nichts davon, jemanden aus Spaß zu ärgern, runterzuputzen oder ihm keinen Glauben zu schenken.
Wenn du es also nicht schaffst, uns von deiner Aufarbeitung und der Ernsthaftigkeit deines Bemühens zu überzeugen, dann viel Spaß beim Gutachter...
Falls du doch ein ganz anderer bist, als wie wir dich hier erleben - schön für Dich!

Gruß,
jfk.

Der Beitrag wurde von jfk bearbeitet: 29.09.2008, 11:53


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Kai R.
Beitrag 29.09.2008, 11:44
Beitrag #281


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Hallo Krautsalat,

bisher kamst Du so rüber, dass Du abgesehen von der drohenden MPU noch nicht entschlossen an Dir arbeiten wolltest, um Deine Probleme in den Griff zu bekommen. Dies hier:
Zitat (krautsalat @ 29.09.2008, 12:11) *
Die Aufarbeitung meiner Probleme mache ich aus ganz anderem Antrieb. Ich sehe einfach die Notwendigkeit und die Chance dafür mein Leben endlich in die eigenen Hände zu nehmen. Das braucht aber seine Zeit, deshalb kann ich auch noch nicht von Veränderungen berichten. Erstmal muss ich die Situation ausbaden in die ich mich durch meine Lethargie gebracht habe. Ich muss mich Schritt für Schritt aus den Abhängigkeiten und Zwängen lösen, in denen ich mich befinde. Dazu muss ich mir aber erstmal die richtigen Mittel und Wege erschließen.

liest sich anders.

Selbstverständlich kannst Du dabei auf die Unterstützung des Forums zählen. Und mal ein 0,5l-Bier wird Dich auch nicht an der Aufarbeitung hindern. Problematisch wird es, wenn der Alkohol den Kopf besäuselt, den Problemdruck verschleiert und damit Eine Entwicklung blockiert. Den Part hast Du nur selber in der Hand.

Viele Grüße

Kai


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Kai

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krautsalat
Beitrag 12.10.2008, 16:56
Beitrag #282


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Hallo,

ich meld mich mal wieder. Am meisten frage ich mich warum ich nichts trinken sollte, nachdem ich etwas geschafft (z.B. eine Hausarbeit eingereicht) habe, sozusagen als Belohnung. Ich glaube, das ist so, weil ich bei den wenigsten Dingen das Gefühl habe etwas für mich oder aus eigenem Antrieb zu tun und deshalb etwas geschafft zu haben nicht Belohnung genug ist. Alkohol trank ich also um mich zu belohnen.

Hauptmotiv: Belohnung! Ich denke da liegt der Hund begraben.

Jetzt muss ich das noch als inneres Motiv beschreiben. Also abklären, wieso ich eine Belohnung brauche um etwas zu leisten, dass ich nicht das Gefühl habe aus eigenem Antrieb zu handeln sagte ich ja schon aber reicht das? Ich weiss nicht was ich will finde ich auch noch ein bisschen zu vage.

Ich glaube aber nicht vor der MPU herausfinden zu müssen was ich eigentlich von meinem Leben erwarte. Es wird wohl ausreichen, dass ich Wege finde mich anders zu belohnen, wobei Alkohol sowieso nicht meine alleinige Belohnung darstellte.
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Cinderella56
Beitrag 12.10.2008, 18:26
Beitrag #283


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Zitat (krautsalat @ 12.10.2008, 18:56) *
Hallo,

ich meld mich mal wieder. Am meisten frage ich mich warum ich nichts trinken sollte, nachdem ich etwas geschafft (z.B. eine Hausarbeit eingereicht) habe, sozusagen als Belohnung. Ich glaube, das ist so, weil ich bei den wenigsten Dingen das Gefühl habe etwas für mich oder aus eigenem Antrieb zu tun und deshalb etwas geschafft zu haben nicht Belohnung genug ist. Alkohol trank ich also um mich zu belohnen.
Was hast du ihnen denn geantwortet ?

Hauptmotiv: Belohnung! Ich denke da liegt der Hund begraben.
Möglicher Weise auch ein Grund, aber sicherlich nicht der Hauptgrund.

Jetzt muss ich das noch als inneres Motiv beschreiben. Also abklären, wieso ich eine Belohnung brauche um etwas zu leisten, dass ich nicht das Gefühl habe aus eigenem Antrieb zu handeln sagte ich ja schon aber reicht das? Ich weiss nicht was ich will finde ich auch noch ein bisschen zu vage.
Das ist total vage

Ich glaube aber nicht vor der MPU herausfinden zu müssen was ich eigentlich von meinem Leben erwarte. Es wird wohl ausreichen, dass ich Wege finde mich anders zu belohnen, wobei Alkohol sowieso nicht meine alleinige Belohnung darstellte.
Vermeidungsstrategien mußt du auf jeden Fall entwickel, sonst gehts gar nicht.

Gruß C


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jfk
Beitrag 12.10.2008, 18:55
Beitrag #284


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Hallo krautsalat!
Schön, dass du dich mal wieder meldest.
Zitat (krautsalat @ 12.10.2008, 17:56) *
Hauptmotiv: Belohnung!

Na, das ist doch schon mal eine gute Erkenntnis.
Belohnung ist an und für sich ja erst mal was Gutes. jeder Mensch braucht sie - manchmal bekomme ich sie als "innere Belohnung" (z.B. durch Endorphine o.ä.), manchmal hilft man eben durch Äußeres nach. Schwierig wird es eben dann, wenn dieses Belohnungssystem das Einzige ist, das man kennt - oder eben zu oft und in unpassenden Momenten angewendet wird.

Womit hast du dich sonst noch belohnt nach "nervigen" Arbeiten? Wie kannst du dir sonst noch was Gutes tun?

Und: Ja, es spielt schon eine Rolle, weshalb du bei den meisten Sachen, die du tust, das Gefühl hast, dass du sie nicht aus dir heraus tust. ( blushing.gif Geht der Satz noch komplizierter?)

Und deshalb denke ich, dass das hier:
Zitat
Ich glaube aber nicht vor der MPU herausfinden zu müssen was ich eigentlich von meinem Leben erwarte.

genau anders herum ist.
Ich glaube, das ist deine Grundfrage, die schon ein paar Mal hier angeklungen ist.
Wenn du darauf eine Antwort findest, wird sich manches andere (von allein) klären.

Viel Erfolg - und Spaß dabei - wünscht Dir

jfk.


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Coyota
Beitrag 12.10.2008, 20:01
Beitrag #285


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Uuuups, eben ist mir beim Absenden mein schönes langes Posting abgestürzt!!! ranting.gif

Also nochmal rolleyes.gif :

Erstmal volle Zustimmung zu @jfk`s Kommentar! Ich denke auch, daß Du da ein wichtiges inneres Motiv entdeckt hast. Und im Zusammenhang mit Belohnung... think.gif ... wollte nicht mehr alle 6 Seiten lesen, aber Du hast glaube ich mal geschrieben, daß es Dir schwer fällt, Dinge zu erledigen und Du Dich teils lieber mit einem Bier langgemacht hast, um Dich von Deinem schlechten Gewissen abzulenken? Warst Du das oder liege ich falsch? Zwischen "Arbeit machen" und "dafür belohnen" besteht ja ein direkter Zusammenhang.

Der Anfangspunkt für eine Belohnung liegt ja in der Art und Weise, wie man mit Pflichten umgeht. Wenn das obige für Dich zutrifft, wäre es sicher hilfreich, auch da mal nachzudenken, was Dir die "Pflichterfüllung" so schwer macht? Ruhig auch mal zurückdenken, wie es als Kind war, hast Du es nicht gelernt, haben Dir evtl. andere die Pflicht abgenommen, wenn Du lange genug gewartet hast?

Es könnte sein, daß sich das Denken für die MPU wirklich positiv elbensverändernd auswirkt. Also nicht nachlassen wink.gif !!!

Gruß von COYOTA thread.gif


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krautsalat
Beitrag 13.10.2008, 11:33
Beitrag #286


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Zitat (Coyota @ 12.10.2008, 21:01) *
Du hast glaube ich mal geschrieben, daß es Dir schwer fällt, Dinge zu erledigen und Du Dich teils lieber mit einem Bier langgemacht hast, um Dich von Deinem schlechten Gewissen abzulenken? Warst Du das oder liege ich falsch?


Nein du liegst nicht falsch und es ist gut, dass du mich daran nochmal erinnerst. Das hatte ich schon aus meinem Gedächtnis gestrichen, weil ich diese Wirkung des Alks damals eher angezweifelt hatte aber nachdem ich gerade nocheinmal darüber nachgedacht habe, hat es mir der Alk bestimmt leichter gemacht meinen Pflichten nicht nachzukommen. Also es war nicht so, dass ich etwas getan hätte, hätte ich nichts getrunken aber das Nichtstun war dadurch unbeschwerter.

Das ist Erleichterungstrinken oder?

Gewissensberuhigung und Belohnung sind also meine Motive. Da kommt dann noch die allgemeine Unzufriedenheit mit mir und meiner Situation hinzu, also Vergessen.

Ich glaub ich hab ein Problem, wenn ich Ende des nächsten Monats meine MPU schaffen möchte.
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Kai R.
Beitrag 13.10.2008, 12:19
Beitrag #287


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Zitat (krautsalat @ 13.10.2008, 12:33) *
Ich glaub ich hab ein Problem, wenn ich Ende des nächsten Monats meine MPU schaffen möchte.

das ist wohl so. Hat sich die FSSt inzwischen gemeldet?

Was hältst Du davon, Dir bei einem Verkehrspsychologen Unterstützung zu suchen?

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 13.10.2008, 14:48
Beitrag #288


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Sie wollen das Gutachten bis Ende des Jahres.

Einen Verkehrspsychologen kann ich mir leider nicht leisten. Vielleicht kann ich den psychologischen Dienst an der Uni bemühen? Ob der kostenlos arbeitet weiss ich aber ehrlich gesagt auch nicht. Was kann ein Verkehrspsychologe denn was ein normaler Psychologe nicht kann?
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Kai R.
Beitrag 13.10.2008, 15:21
Beitrag #289


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Zitat (krautsalat @ 13.10.2008, 15:48) *
Einen Verkehrspsychologen kann ich mir leider nicht leisten. Vielleicht kann ich den psychologischen Dienst an der Uni bemühen? Ob der kostenlos arbeitet weiss ich aber ehrlich gesagt auch nicht. Was kann ein Verkehrspsychologe denn was ein normaler Psychologe nicht kann?

der VP kennt sich eher mit den verkehrsspezifischen Belangen aus: Nicht-Einhalten von Regeln, Aggression, etc. Aber geh doch mal zum psychologischen Dienst hin. Die werden Dir doch sagen, ob sie etwas für Dich tun können.

Edit: bis Ende des Jahres sollte eine MPU aber schaffbar sein. Hast Du schon Leberwerte geholt?

Grüße

Kai


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Kai

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krautsalat
Beitrag 14.10.2008, 20:15
Beitrag #290


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Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass mein erhöhter Alkoholkonsum durch lauter Kleinigkeiten bedingt war? Sollte ich mir dann eine Sache rauspicken und die dann aufbauschen oder es dem Gutachter so verklickern wie es scheinbar war? Wahrscheinlich ist es besser ich konzentriere mich auf eine oder zwei Sachen. Ich habe das Gefühl vor einem Sammelsurium von Motiven zu stehen, inneren wie äußeren.
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Cinderella56
Beitrag 14.10.2008, 20:20
Beitrag #291


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Hallo
Oh je das wird schwierig. Fang doch einfach mal an zu erzählen was du denkst, was die Uhrsachen sein könnten, dann können wir mehr dazu sagen.
Gruß C


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jfk
Beitrag 14.10.2008, 22:03
Beitrag #292


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Zitat (krautsalat @ 14.10.2008, 21:15) *
Was kann ich tun,[...] Ich habe das Gefühl vor einem Sammelsurium von Motiven zu stehen, inneren wie äußeren.


Ich würde sagen: erst mal alles sammeln und sichten...
Was davon bedeutender und was unwichtiger ist, kannst du dann immer noch feststellen.
Vielleicht ergeben sich bei der Sichtung dann auch Querverbindungen, bestimmte gruppen zusammengehöriger Motive; die kannst du dann leichter gemeinsam darstellen.

Ich bin jedenfalls gespannt, was du gefunden hast und noch finden wirst... wavey.gif

Gruß,

jfk.


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krautsalat
Beitrag 17.10.2008, 12:55
Beitrag #293


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Zitat (Coyota @ 26.07.2008, 23:36) *
12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)


Ich habe in verschiedenen Situationen und aus unterschiedlichen Gründen Alkohol getrunken. Da gab es die Anlässe in familiärem Rahmen, das sich betrinken mit Bekannten, das moderate Trinken mit Feunden oder Bekannten und das Trinken zu Hause im stillen Kämmerlein.

In der Familie pflege ich einen moderaten Umgang mit Alkohol. Auf den Veranstaltungen, Geburtstage, Familientreffen an Feiertagen und so weiter, betrinke ich mich nicht. Alkohol gehört hier seit jeher dazu. Auch als Kind bekam ich das mit, obwohl immer klar war, dass es nur etwas für Erwachsene ist. Vielleicht übte das Ritual des Alkohol trinkens mit dem gemeinschaftlichen Anstoßen schon damals eine gewisse Faszination auf mich aus. Ich sehe das heute zum Beispiel auch bei meinen Nichten und Neffen, wenn wir Erwachsenen, zu denen ich heute gehöre, zum Beispiel zur Weihnachtsgans anstoßen, dann wollen sie auch daran teilhaben, mitprosten sozusagen. Wir lassen sie mit nicht alkoholischen Getränken auch bedenkenlos mit anstoßen. Ich nehme an, dass es bei mir als Kind ähnlich war, weiss es aber nicht mehr. Das Trinken von Alkohol gehört bei Familientreffen oder zu einem feierlichen Essen also dazu seit ich mich erinnern kann. Es läuft hier aber nie aus dem Ruder und dient der Gemütlichkeit oder der Würdigung des Anlasses.

Mit Freunden und Bekannten trank ich entweder wenig oder auch sehr viel. Die Mengen waren von den jeweiligen Umständen abhängig, also wo und mit wem ich wie lange aus welchem Anlass trank. Es war also durchaus möglich das ich garnichts oder nur ein oder zwei Bier trank, wenn ich wirklich viel trank wusste ich es immer schon vorher. Ich plante meine Trinkmengen in gewisser Weise im Vorraus. Dabei war vor allem von belang wie ich im Anschluss nach Hause kommen würde. Hatte ich also vor mich zu betrinken nahm ich die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad, das für mich immer ein gerade auch in führerscheinrechtlicher Hinsicht adäquates Mittel für die Heimfahrt darstellte.

Aber warum wollte ich mich überhaupt betrinken? Besäufnisse fanden meistens zu besonderen Anlässen statt. Es waren insofern besondere Anlässe, dass sie verhältnismäßig selten stattfanden und es immer eines besonderen Settings bedurfte. Ich wollte mich nicht betrinken und schuf dann einen Anlass indem ich ausging, sondern es gab einen Anlass und ich beschloss, mich da zu betrinken. Das war zum Beispiel die Saisonabschlussfeier beim Fussball oder die Semesteranfangsparty oder Fachschaftsparty mit ein paar Kommilitonen. Ich freute mich auf solche Anlässe, weil ich gerne unter Menschen komme aber selten Gelegenheit dazu habe. Das liegt daran, dass ich bei der Schaffung von Anlässen zum Ausgehen eher passiv bin. Ich warte praktisch immer darauf, dass irgendetwas stattfindet, dass mich jemand einlädt irgendwohin mit zu kommen.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Menschen, die ich als Freunde und nicht nur als Bekannte bezeichnen würde (inzwischen) relativ weit weg wohnen, es also schwierig ist, mit denen etwas zu unternehmen. Es ist aber auch schwierig für mich neue Freundschaften zu schließen, weil ich, auch wenn ich gerne unter Menschen bin, sehr zurückhaltend bin. Ich rede nicht sehr viel, weil ich nichts zu erzählen habe oder ich mich nicht qualifiziert genug fühle mich zu etwas zu äußern. Ich bin froh wenn ich mit Leuten aus bin, die selber sehr viel erzählen, weil ich mich unwohl fühle, wenn längere Gesprächspausen auftreten. Ich hab dann das Gefühl irgendetwas sagen zu müssen, um die anderen nicht zu langweilen. Oft rede ich dann, für mein Empfinden, irgendwelchen Scheiss zusammen und bin mir unsicher, wie das was ich so sage von anderen aufgenommen wird.
Alkohol macht da einfach ein bisschen lockerer. Ich denke dann nicht weniger darüber nach aber werde ein wenig gleichgültiger dagegen. Dann finde ich Bier auf Parties einfach ungeheuer praktisch, weil man es meist in der Flasche bekommt und nicht im Glas. Die Gefahr etwas zu verschütten ist dann einfach geringer. Der Abbau von Hemmungen war für mich auch wichtig, wenn es darum ging zu tanzen. Ich tanze zwar ganz gerne aber wenn man wie ich ein bisschen unsicher ist, muss man sich erstmal dazu überwinden. Nach dem Überwinden kommt noch dazu, dass durch die Wirkung des Alkohols, also das leichte Drehen, die Musik und die körperliche Bewegung ein Zustand der Selbstvergessenheit oder der Losgelöstheit eintritt, den ich sehr genieße. Man wird irgendwie frei dadurch und kann sich ein bisschen treiben lassen. Für mich ist das Entspannung pur.

Ich brauche solche befreienden Momente, weil ich mich einfach unfrei fühle. Das Problem ist, dass ich nicht weiss was ich will, also wie ich mein Leben gestalten will, vor allem wie ich es finanzieren soll. Die Frage ist, wie kann ich Leben und die Finanzierung desselben zusammen bringen ohne mich gefangen zu fühlen? Irgendwann hab ich's aufgegeben meinen beruflichen Werdegang als Teil von mir zu sehen. Geld verdienen würde für mich also immer ein notwendiges Übel sein um mein Leben zu leben. Deshalb hält sich mein Ehrgeiz auch sehr in Grenzen. Viel lieber würde ich die Energie die ich im Studium und allem was damit zusammenhängt für etwas einsetzen, was mir Freude bereitet. Nicht das ich viel für's Studium machen würde aber es belastet trotzdem immer irgendwie daran denken zu müssen, was man alles noch tun muss oder was man alles hätte tun müssen. Ich könnte schon längst fertig sein und irgendetwas arbeiten, wenn ich nicht so viel darüber nachdenken würde, was ich viel lieber machen würde.
Stattdessen verzögert sich mein Studienverlauf immer mehr und ich bin dadurch weiterhin eine Belastung für meine Eltern.

Inzwischen ist es mir schon fast scheissegal, wie ich mir mal meinen Lebensunterhalt verdiene, Hauptsache ist endlich auf eigenen Füßen zu stehen. Meine finanzielle Situation würde sich ja auch erheblich verbessern, wenn ich endlich arbeiten würde, wodurch sich auch für meine Freizeitgestaltung mehr Möglichkeiten ergeben würden. Mein Leben wäre dann kein bloßes Überleben. Das Trinken von Alkohol war für mich auch so eine Art Luxus die ich mir gegönnt habe. Praktisch als Ausgleich für alles was ich sonst nicht unternehmen konnte. Da ist das Trinken zu Hause angesiedelt. Statt etwas zu unternehmen habe ich es mir eben mit einer Flasche Wein oder ein paar Bier zu Hause gemütlich gemacht. Ich habe es auch als Belohnung benutzt, nachdem ich mal wieder etwas für's Studium mehr oder weniger geleistet hatte. Ein bisschen habe ich damit auch die Unabhängigkeit ausgelebt nach der ich mich sehne. Nach dem Motto: "Ich bin erwachsen, ich kann so viel trinken wie ich will."

Hinzu kommt, dass ich viele Menschen kenne die selbst ein lockeres Verhältnis zum Alkohol haben. Ich hatte einfach nie das Gefühl besonders viel zu trinken. Das ich nicht wenig trank wusste ich schon aber ich glaubte mich noch im Bereich des genussvollen Trinkens zu bewegen. Dann las ich auch über positive Wirkungen des Alkohols, besonders des Weines, weshalb ich dazu überging hauptsächlich Wein zu trinken. Ich dachte wirklich ich würde mir auch gesundheitlich etwas Gutes tun oder mir zumindestens nicht zu schaden. Es ist auch eine gewisse romantische Verklärtheit dabei. Viele Künstler trinken viel Alkohol, wenigstens hat man manchmal den Eindruck und man lässt betrunken eigene Ambitionen zu oder glaubt sie zu entdecken. Der Genuss von Alkohol regt bei mir auch die Phantasie an um gewisse unbestimmte Sehnsüchte in Träumen und Vorstellungen auszuleben oder man kann sich einfach mal seinen Gefühlen hingeben und sie richtig auskosten ob das nun eine besondere Freude oder eine schöne Traurigkeit ist.

Ok, das waren mal wieder ein paar Ideen. Zentral ist sicherlich das was ich zu meinem Studium, der beruflichen Karriere und die Auswirkungen die das hat schrieb.
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corneliusrufus
Beitrag 17.10.2008, 18:14
Beitrag #294


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Dein Trinkschema mag von den Mengen her unregelmäßig erscheinen. Dennoch hast Du es geschafft, Dir eine größere Alkohol"verträglichkeit" als üblich anzutrainieren. Alkohol kaschiert im inneren fast alles. Zu wenig ("griffbereite") Freunde und Kontakte; zu viele auf einmal. Er verschiebt Idee- und Lösungsfindung, unterbricht anstoßende Gefühle und Sehnsüchte.

So wie ich es lese, so meine ich, Du suchst Lösungen, Ideen bei anderen. Deren Träume, Pläne, Lebensentwürfe zu übernehmen macht Dich (naturgemäß) nicht glücklich/zufrieden. Für eigene Pläne fehlt Dir die Kraft zum Umsetzen, die Kreativität und/oder die Technik diese zu finden. Stattdessen der Griff zur Flasche. Ist das Umfeld vertraut, dann darf es auch mehr sein denn Alkoholkonsum ist bei Dir mit mir Wohltun verknüpft. Mehr Alkohol, mehr Wohlfühlen.

Wohlfühlen käme jedoch, aus eigenem Leben.

Dummerweise macht größerer Alkoholkonsum träge, zumindest in der Umsetzung von Ideen. Alkohol ist der Lückenbüßer. Wohl noch heute, weil selbst für eine Alternative -nach dem Scheitern der Richtigkeit des Alkoholkonsums - Dir nichts neues einfällt.


Der womöglich schwerste und zugleich einfachste Satz wäre, "ich bin mit mir, meinem Leben gescheitert!" Ich weiß weder weiter noch was ich mit mir und meinem Leben anfangen kann (statt soll). Alkohol ist der Lückenbüßer. Das Dumme, mit Alkohol erscheint Dir Deine Welt zwar nicht erträglich, aber immer noch erträglicher als ohne.

Das Dumme am Absetzen vom Alkohol ist, dass es persönlich erstmal schlimmer wird resp. werden kann mit dem in seinem leben zurechtfinden. Denn die Dinge, woran jemand bisher gescheitert ist, kommen zutage. Das schmerzt. Das schmerzt riesig. Zugleich ist kein Handwerkszeug da, dagegen halten zu können. Und der Wegmacher Alkohol, den will man nicht einsetzen. Aber so haben es sich Betroffene auch nicht vorgestellt.


Ich trenne einmal Deine Lebenssituation von dem Alkoholkonsum. Es gibt noch mehr menschen wie Dich, die trotz fortschreitendem Erwachsenenalter nicht erwachsen sind, nicht wissen, was sie wollen. Nicht wissen, wie sie es erreichen können. Ein Ansatz ist da die psychologische Beratung bsp. der ASTA bzw. des Studentenwerks. Das kommt häufiger vor, als Du meinst. Dort wirst Du auch ähnlichen Schicksalen, Gleichgesinnten begegnen. Dort können mit Dir auch Lösungsverfahren erarbeitet werden. Zum Bsp. das Finden Deiner wirklichen Interessenlagen. Denn irgendwo muss ein beruf Freude bereiten, sonst ist er nicht durchzuhalten. Für Neigung und Eignung gibt es Tests. Ausprobiert werden kann dieses auch mal durch Praktika während eines Urlaubssemesters. Vielleicht ist auch eine andere Ausbildung bzw. Ausbildungsrichtung richtig. An Fachhochschulen ist es ein anderer Stil als an Hochschulen. Eine berufliche Ausbildung ist anderes als Theorie.

Das Pflegen von Freundschaften gehört zur Selbstbestätigung, zum Krisenmanagement genauso wie Austausch von Gedanken, Ideen. Probleme lassen sich da besprechen. Zugleich erlebst Du Freunde, hast gemeinsame verbindende Erlebnisse. Vereine bieten sich da geradezu an. Und dort wie in SHG wirst Du Menschen finden, deren Lebensbiografie nicht aus einer aufsteigenden Linie besteht, sondern die auch Tiefen, Einbrüche und Abbrüche erlebt haben. Höre zu, was diese dazu sagen, wie sie mit ihrer Krise umgegangen sind. Erfahre, dass sich langfristig neue Wege aufgetan haben. Erfahre, dass viele heute sogar froh sind, dass es so kam und nicht wie ursprünglich geplant. Erfahre, wie sie mit Misserfolgen umgehen.


Von Ferne ist es eh nicht zu sagen, ob das reicht oder ob bei Dir weitere Momente hinzukommen. Auch da helfen Psychologen, SHG. Auch hier mag ein Urlaubssemester helfen, bsp. im Ramen einer stationären Therapie Hoffnung zu schöpfen, sich zu finden, die dazu notwendigen Techniken zu entdecken.

Weißt Du, besser jetzt ein Scheitern zu erwägen, als dieses immer wieder zu verlängern, um am Ende so richtig in der Sackgasse zu stecken. Nach einer so sinnvoll-beschäftigten Pause mag es auch sein, dass Du Dich für eine Fortsetzung im Studium entscheidest, zusätzlich den Schwerpunkt anders legst und dann in einen Randberuf Deines Faches einsteigst oder gar fachfremd. Dass DU gelernt hast, Dich zu mögen und zu lieben, auf Dich zu achten. Dass Du erlebt hast, Du kannst gut ohne Alkohol locker sein, Freunde haben, Kontakte pflegen.

Manchmal kommt es nur darauf an Zeit zu gewinnen, um gerade diese Zeit sinnvoll zu nutzen, um seine Problem aufzuarbeiten statt zu verschieben. Das war übrigens ein Satz, der in meinem Leben wichtig wurde.

Ganz liebe Greet-Ings, Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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krautsalat
Beitrag 18.10.2008, 11:20
Beitrag #295


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Welche Art von stationärer Therapie oder SHG würdest du mir denn empfehlen? Ich hoffe keine Alkohol Therapie oder SHG, denn das ginge wirklich an meinem Problem vorbei und ich wäre dort einfach fehl am Platz. Solltest du Gruppen oder Therapien zur Unterstützung der Selbstfindung oder zur beruflichen Orientierung meinen wäre das schon eher etwas für mich.

Ich schließe mein Studium jetzt so schnell wie möglich ab um meine Eltern zu entlasten, was mir im Moment dabei am wichtigsten ist und danach werde ich weitersehen. Irgendetwas wird sich schon ergeben. Es hat sich bis jetzt immer irgendwas ergeben. Ich bin da vielleicht nicht so deprimiert oder pessimistisch wie sich mein vorheriger Beitrag vielleicht angehört hat.

Ich bin vielleicht nicht der glücklichste Mensch auf der Welt aber auch nicht der unglücklichste. Hoffentlich muss ich nicht den Eindruck vermitteln ein glücklicher Mensch zu sein um meine Fahrerlaubnis behalten zu können. Das fände ich auch ein bisschen zu viel verlangt und sollte es notwendig sein glücklich zu sein um ein Kraftfahrzeug sicher führen zu können dann sollte man sich mal die Gesichter der Leute angucken, die jeden Morgen zur Arbeit fahren.

In der MPU geht es doch darum, dass ich meinen problematischen Umgang mit Alkohol erkannt und dementsprechend reagiert habe und nicht aus mir einen anderen Menschen zu machen. So unglücklich bin ich nicht mit mir um eine 180 Grad Wendung zu vollführen. Was mich bedrückt weiss ich und wusste ich auch schon vor der TF nur habe ich nie einen Zusammenhang zu meinem Alkoholkonsum gesehen. Im Grunde seh ich es auch heute nicht so dramatisch und bin mir nicht sicher, dass ich deshalb zu viel Alkohol getrunken hab. Ich finde die Herangehensweise bei der Begutachtung vorurteilbehaftet und im großen und ganzen fragwürdig. Ich bin nicht auf Alkohol angewiesen um mit mir klarzukommen und er stellte auch keine Problembewältigungsstrategie für mich dar.

Soviel erstmal dazu.

p.s.

Ich könnte auch noch mehr Dinge aufzählen, die mir an mir und dem Drumherum nicht gefallen aber letztendlich führt das doch zu nichts, wenn ich einfach nur zu viel getrunken hab, weil ich es nicht besser wusste und glaubte einen ganz normalen Umgang mit Alkohol zu pflegen.
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Kai R.
Beitrag 18.10.2008, 12:09
Beitrag #296


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Hallo Krautsalat,

Du vermittelst vor allem den Eindruck, ein Suchender zu sein. Erkennbar ist, dass Du mit vielem nicht zufrieden bist und erkennbar wird auch, dass Du vor dieser Unzufriedenheit in den Alkohol fliehst. Manchmal erweckst Du den Eindruck, dieses Problem erkannt zu haben, manchmal leider auch nicht.

Vor einer positiven MPU wirst Du den Schlüssel für diese Unzufriedenheit finden müssen. Nur so kannst Du Dir stabile Vermeidungsstrategien erarbeiten. Mit Verharmlosung wird das nichts.

Wir können Dir nur mit Einschränkungen weiter helfen, diesen Schlüssel zu finden. Erarbeiten musst Du es Dir schon alleine. Und wenn die hier gestellten Fragen Dich nicht zu einer Lösung führen, oder die Probleme tiefer liegen, als wir sie hier offen legen können, solltest Du Dir weitere Unterstützung suchen, so wie Cornelius das angeregt hat.

Ich habe den Eindruck, dass Dir Alkohol schon ein bißchen zu wichtig geworden ist (mit Verlaub: Du trinkst bei jeder Gelegenheit, es wird sich schon eine finden). Eine Spirale, die sich bei Nicht-Veränderung weiter abwärts drehen wird.

In der Hand hast Du es nur selbst - niemand hier kann Dir abnehmen, Deinen Weg zu finden. Wenn Du Hilfe suchst, kannst Du auf uns zählen. Ansonsten erscheint mir das von Dir angesprochene Aufsuchen des psychologischen Dienstes Deiner Uni sehr zielführend - versuche es doch einmal und berichte dann, ob es Dir geholfen hat, Deinen Weg zu finden.

Viele Grüße

Kai


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Grüße

Kai

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krautsalat
Beitrag 18.10.2008, 18:04
Beitrag #297


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Zitat (Kai R. @ 18.10.2008, 13:09) *
Vor einer positiven MPU wirst Du den Schlüssel für diese Unzufriedenheit finden müssen. Nur so kannst Du Dir stabile Vermeidungsstrategien erarbeiten. Mit Verharmlosung wird das nichts.


Ich frage mich nur was ich vermeiden muss außer betrunken irgendein Fahrzeug zu führen? Enttäuschungen im Leben lassen sich nun einmal nicht vermeiden und ich kann damit leben. Das ich zu viel getrunken habe, weiss ich nun auch, bin mir dieses Problems bewusst und habe deswegen meinen Alkoholkonsum eingeschränkt. Wieso muss ich mir nun noch irgendwelche obskuren Vermeidungsstrategien für irgendetwas ausdenken? Um nicht mehr so viel zu trinken reicht mir das Wissen um meinen vorherigen Missbrauch.

Wenn ich zum Beispiel sage, dass ich auf den Geschmack von Fruchtsäften gekommen bin wird ein Gutachter nur müde lächeln, es ist aber so. Inzwischen sitze ich abends mit einer Flasche Saft vor dem Rechner. Ich merke sogar, dass mir das sehr gut tut und wenn ich in meinen Kühlschrank schaue, sehe das ich keinen mehr da habe und das Gefühl habe mir jetzt noch Nachschub besorgen zu müssen glaube ich fast ich bin fruchtsaftsüchtig. Dazu muss ich sagen, dass ich mich mit meinem kleinen Budget nur mangelhaft ernähren kann. Naja, wahrscheinlich liegt es auch an meiner Faulheit mir etwas Gutes zu essen zu machen. Festzuhalten bleibt, dass ich nur wenig Obst und Gemüse esse und zu meiner Ernährung auf Tiefkühlkost und Konserven zurückgreife.

Übrigens trinke ich seit der Geburtstagsfeier auf der ich das Bier nach meiner Trinkpause trank so viel Saft. Dort habe ich mich nämlich auch zuerst an Saft gehalten und habe gesehen wie lecker mir das schmeckt. Ich kann echt sagen, dass ich mich damit so gut fühle, dass ich es als Steigerung meiner Lebensqualität empfinde. Wahrscheinlich werde ich mich in Zukunft etwas mehr um eine ausgewogene Ernährung bemühen, wenigstens im Rahmen meiner Möglichkeiten.

So, jetzt geh ich aber erstmal einkaufen.
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krautsalat
Beitrag 18.10.2008, 19:50
Beitrag #298


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Zitat (Kai R. @ 18.10.2008, 13:09) *
Vor einer positiven MPU wirst Du den Schlüssel für diese Unzufriedenheit finden müssen. Nur so kannst Du Dir stabile Vermeidungsstrategien erarbeiten. Mit Verharmlosung wird das nichts.
[...]
Ich habe den Eindruck, dass Dir Alkohol schon ein bißchen zu wichtig geworden ist (mit Verlaub: Du trinkst bei jeder Gelegenheit, es wird sich schon eine finden).


Um meinen Alkoholkonsum mache ich mir überhaupt keine Sorgen, der geht schon in Ordnung. Ich muss nur einen Weg finden einem Gutachter zu erklären warum ich mich entschieden habe nicht mehr so viel zu trinken. Genaugenommen habe ich keine Angst mich oder Andere durch meinen Alkoholkonsum zu gefährden und ich brauche auch keine Strategie um übermäßigem Konsum vorzubeugen. Genausowenig brauche ich eine Strategie um nicht betrunken zu fahren. Alles was ich brauche ist eine Strategie um möglichst bald eine MPU zu bestehen.

Meine Probleme und Unzufriedenheiten spielen für meinen richtigen Umgang mit Alkohol keine Rolle. Dort einen Fortschritt zu erreichen ist ein ganz anderes Anliegen, das dazu dient mein Leben zu verbessern. Die MPU ist das einzige was mich zwingt mich noch mit dem Thema Alkohol zu beschäftigen, ansonsten wäre es mir schon so unwichtig wie es sein sollte.

Aber wenn ich dem Gutachter sage, dass ich jetzt weniger trinke, weil ich jetzt weiss, dass die Menge Alkohol die ich zuvor konsumierte mir mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Dauer gesundheitlich und sozial schaden wird ist ihm das einfach nicht genug. Mehr brauch ich aber nicht um mich zu zügeln, weil mir der Alkohol weit weniger wichtig ist als ihr es euch wahrscheinlich vorstellt.

Wie soll ich das jemandem klar machen der denkt, dass ich ihm alles erzählen würde um meinen Führerschein zu behalten, jemandem der davon ausgeht, dass ich ihn belüge, der denkt, dass ich mein Problem herunterspiele um einen guten Eindruck zu hinterlassen?
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Kai R.
Beitrag 18.10.2008, 21:52
Beitrag #299


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Zitat (krautsalat @ 18.10.2008, 20:50) *
Um meinen Alkoholkonsum mache ich mir überhaupt keine Sorgen, der geht schon in Ordnung.

leider nein - dafür ist es zu spät

Du hast den Schlüssel dazu geliefert, an Deiner Eignung, im Verkehr ein FZ zu führen, zu zweifeln. Der Gutachter weiß: Wer mit so hohen Promillewerten noch Fahrrad fahren kann, der ist Alkohol gewohnt. Wer Alkohol so gewohnt ist, der hat die körpereigenen Trinkschwellen (Müdigkeit, Übelkeit) bereits soweit ausgeknockt, dass sie keine Schutzfunktion mehr darstellen. Und der Gutachter weiß, dass Alkohol enthemmt bzw. zum Kontrollverlust führt. Der Gutachter sieht also jemanden vor sich, der keine körpereigenen Schutzfunktionen mehr hat, die ihn von einer Trunkenheitsfahrt abhalten - und der das auch unter Beweis gestellt hat.

Du musst jetzt Deine Eignung beweisen. Das geht nur, wenn Du mit dem Verstand das Trinken kontrollierst. Z.B. über kontrolliertes Trinken. Und Du musst diese Trinkstrategie erlernen und so verinnerlichen, dass Du Dich zukünftig daran halten kannst. Das wiederum schaffst Du nur, wenn Du Dir über Deine inneren Trinkmotive klar bist und auf der Basis stabile Vermeidungsstrategien erarbeitet hast.

Glaubst Du wirklich, dass es ausreichend ist, wenn Du nur momentan weniger trinkst? Das kann sich doch schon morgen wieder geändert haben, wenn das nächste Frusterlebnis kommt.

Du musst Dich ändern, der Schlüssel liegt bei Dir. Wenn Du so weiter machst, geht das jedenfalls schief.

Grüße

Kai


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Kai

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Cinderella56
Beitrag 18.10.2008, 23:43
Beitrag #300


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Hallo Krautsalat
Ich glaube,daß eine einseitige und ungesunde Ernährung auch zu Depressionen führen kann,habe das mal in einer AOK Zeitung gelesen.
Ich denke die anderen haben Recht ,du solltest dich mehr mögen, und dir jeden Tag selber eine gute Tat tun. Etwas was nur mit dir und deinem Wohlbefinden gut tut. Dadurch lernt man sich selber besser kennen, es ist wirklich erstaunlich, was man alles über sich herausfinden kann und zu welchen Dingen man fähig ist. Wahrscheinlich schlummern viele Dinge in deinem Unterbewußtsein, und du mußt sie dir nur bewußt machen.
Gruß C


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Man kann aus einem Schwein kein Rennpferd machen, aber ein schnelles Schwein
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