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> Fahrradfahrt mit BAK von 1,81 mg/g
Gast_klaus62_*
Beitrag 08.08.2008, 14:22
Beitrag #151





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Zitat (krautsalat @ 08.08.2008, 15:15) *
Ja, ich erinnere mich. Ich hatte die Fragen nur vergessen, weil sie meines Erachtens einen Schuss in den Ofen darstellten.

Okay, aber irgendwo muss der Hund begraben sein

Zitat (krautsalat @ 08.08.2008, 15:15) *
Was ist mit der fehlenden Struktur in meinem Tagesablauf? Ist das kein inneres Motiv?

Nein, das ist ein äußeres Motiv
Zitat (krautsalat @ 08.08.2008, 15:15) *
Oder was ist mit dem abschalten können am Abend?

äußeres Motiv


aber kannst du nicht doch einmal die Fragen von meinem Link beantworten?
Ist doch nicht schwer, oder?

Der Beitrag wurde von klaus62 bearbeitet: 08.08.2008, 14:25
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krautsalat
Beitrag 08.08.2008, 15:07
Beitrag #152


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Zitat (klaus62 @ 08.08.2008, 16:22) *
aber kannst du nicht doch einmal die Fragen von meinem Link beantworten?


Klar, kann ich machen.

Zitat (klaus62 @ 02.08.2008, 00:34) *
Wie war dein Verhältnis zu deinen Eltern?


Mein Verhältnis zu meinen Eltern war immer ein gutes. Ich fühlte mich zu Hause geborgen. Natürlich schritten sie ein, wenn ich irgendeinen Blödsinn machte und schimpften, es gab auch mal einen Klaps aber nichts weswegen ich sie angezeigt hätte. laugh2.gif
Ich war und bin rundum zufrieden mit meinen Eltern auch wenn es manchmal nervt wenn sie sich unnötig Sorgen machen.

Zitat (klaus62 @ 02.08.2008, 00:34) *
Wie war das Verhältnis deiner Eltern zu Alkohol?


Meine Eltern tranken Alkohol auf Familienfeiern oder mit Freunden. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie jemals ohne echten Anlass Alkohol tranken außer mal ein Bier wenn wir in der Gaststätte aßen.

Zitat (klaus62 @ 02.08.2008, 00:34) *
Wie bist du aufgewachsen?


Klingt vielleicht doof, aber ich bin behütet aufgewachsen. Was soll ich sagen? Ich glaube ich bin ganz normal aufgewachsen. Probleme hatte ich nur mit meinem Bruder. Wir teilten uns ein Zimmer und sind hin und wieder aneinandergeraten. Im Großen und Ganzen vertrugen wir uns aber. Ich möchte an dieser Stelle nocheinmal betonen, dass er, worum es auch ging, angefangen hat. whistling.gif

Zitat (klaus62 @ 02.08.2008, 00:34) *
Hattest du Spielkameraden oder warst du ein Einzelgänger?


Wir wohnten in einem Mehrfamilienhaus in dem es einige andere Kinder in meinem Alter gab. Mit denen spielte ich auf dem Spiel- oder auf dem Sportplatz vor dem Haus oder wir durchstreiften die Wälder (aus heutiger Sicht eher ein Wäldchen) nicht wesentlich weiter entfernt als der Spiel- oder der Sportplatz. Es gab immer die Möglichkeit gemeinsam etwas zu unternehmen. Manche der Kinder waren mit mir zusammen im Kindergarten und später in der Schule. In diesen Institutionen hatte ich noch mehr Freunde und ich spielte Fussball im Verein, wo ich auch keine Probleme hatte Anschluss an die Gruppe zu finden.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 08.08.2008, 15:18
Beitrag #153





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Erst einmal vielen Dank für deine Antwort!

Also müssen wir deine innere Motive woanders suchen think.gif

Verstehe mich nicht falsch, aber den Grund deines Alkoholmißbrauches musst du kennen, da legt der GA sehr viel Wert darauf!

Ich glaube, ich brauche da noch ein wenig Hilfe von einem,oder mehreren User!!

Wir müssen die Gründe finden
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honda750
Beitrag 08.08.2008, 19:19
Beitrag #154


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Also ich habe mir den kompl.thread nochmals angesehen,was mir auffällt ist ein ,wie soll ich sagen,ein "indirekter,angleichender Gruppenzwang"tut mir leid kann es nicht besser ausdrücken.
Was ich meine ist -es gibt zwar keinen Gruppenzwang in dem Sinne , daß es heisst *he,du trink mal einen mit,wenn du dazugehören willst*,aber ein inneres Bedürfnis oder Verlangen?*solange ich da mitmache gehöre ich dazu*.
z.B. Verein

Irgendwann war dann der Punkt,wo du"Krautsalat",heimkommst,den "richtigen" Pegel hast ,und dir sagst*ich bin gut drauf,warum soll ich mir jetzt nicht noch ein Bier aufmachen,ich fühl mich doch ganz gut*.

Dabei spielen Dinge wie "Abschalten oder Langeweile(Begriffe die ich in diesem thread irgendwo gelesen habe)mit Sicherheit auch eine Rolle.

Mein post soll nur eine Anregung sein in dieser Richtung mal Überlegungen anzustellen,ob ich damit ganz falsch liege kannst nur du beantworten.(nur dir,nicht mir)

MfG honda750


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Ich bin wie ich bin und wer mich ändern will hat eine Lebensaufgabe vor sich!!!


Wir sind hier nicht bei "Wünsch' dir was", sondern bei "So isses"!
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krautsalat
Beitrag 08.08.2008, 20:09
Beitrag #155


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Zitat (honda750 @ 08.08.2008, 21:19) *
Also ich habe mir den kompl.thread nochmals angesehen,


Danke für deine Mühe, das alles nochmal anzusehen. Ich werde nochmal in mich gehen und die Dinge die du angesprochen hast prüfen. Was du wahrscheinlich meinst ist mir beim Schreiben auch schonmal aufgefallen, nur hab ich dem keine weitere Bedeutung beigemessen, weil ich es für selbstverständlich halte, dass man seine Trinkmengen dem Umfeld (Anlass und Anwesende) anpasst.

Nach dem Heimkommen von einer Veranstalung hab ich, soweit ich mich erinnere, mir nie noch was zusätzlich genommen. Einerseits weil ich's nicht wollte und andererseits, weil ich nie etwas auf Vorrat da hatte. Ich hab mir den Stoff immer (gut, es kann auch Ausnahmen gegeben haben an die ich mich jetzt nicht mehr erinnere) erst an dem Tag besorgt, an dem ich ihn auch getrunken hab. Neben der Pizza oder den Chips hab ich im Laden dann halt auch zum Bier oder Wein gegriffen. Nagut, oft auch nur zum Bier oder Wein.

Ich versuche möglichst alles zu beantworten und auch hier aufzuschreiben was mir so einfällt, weil ich mir erhoffe so möglichst viele Anregungen zu bekommen. Anregung ist mir wichtig. Alkohol finde ich ja auch anregend und in gewissen Dosen geistig stimulierend. Auch deshalb nocheinmal ein Dank an alle die sich hier aktiv beteiligen.

Heute geh ich übrigens das erstemal aus seit ich auf Alk verzichte. Das nur am Rande. Naja...bis dann.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 09.08.2008, 10:57
Beitrag #156





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Zitat (krautsalat @ 08.08.2008, 21:09) *
Heute geh ich übrigens das erstemal aus seit ich auf Alk verzichte. Das nur am Rande. Naja...bis dann.


Sehr gut Krautsalat, ein wichtiger Schritt.

in meinem Thread hatte ich auch geschrieben, dass ich aus Langeweile getrunken hatte.
Aber @Coyota hat mich damals auf die richtige Schiene gebracht.

Daher meine Frage:

Woher kam die Langeweile?
War die Langeweile schon vor dem Drogenkonsum da, oder erst nach diesem?
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krautsalat
Beitrag 11.08.2008, 17:09
Beitrag #157


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Zitat (klaus62 @ 09.08.2008, 12:57) *
Sehr gut Krautsalat, ein wichtiger Schritt.


Es war ja nicht in der Form geplant, dass ich mich nun "bereit" fühlte es zu versuchen. Wie so oft ergab es sich eher zufällig (Anruf eines Freundes). Deswegen weiss ich nicht inwieweit man von einem Schritt sprechen kann. Samstag gabs dann gleich noch einen Anlass, der allerdings schon vor der Trinkpause feststand.

Beide Veranstaltungen verliefen ohne Zwischenfälle. Ich hatte Spass, trank nix Alkoholhaltiges und hatte auch kein Problem mit dem Verzicht. Um ehrlich zu sein weiss ich nicht so richtig wovon ich jetzt berichten könnte. Worauf hätte ich achten sollen? Positiv war auf jeden Fall, dass ich mir keine Gedanken machen musste wie ich nach Hause komme, weil ich ja bedenkenlos das Auto nehmen konnte.

Am Freitag wäre ich so oder so mit dem Auto gefahren und hätte deswegen sowieso höchstens 2 Bier getrunken und am Samstag war auch nicht das Umfeld sich richtig zu besaufen. Alles in Allem war ich aber froh, dass ich nicht dachte, wann ich endlich gehen könnte, weil ich's nicht mehr aushalte oder das Gefühl habe mich zurückhalten zu müssen. Es war wie erwartet nichts dabei, der einzige Unterschied war die Art der Getränke die ich zu mir nahm. Aber ob Cola nun unbedingt gesünder ist?

Zitat (klaus62 @ 09.08.2008, 12:57) *
Woher kam die Langeweile?
War die Langeweile schon vor dem Drogenkonsum da, oder erst nach diesem?


Ja, woher die Langeweile kommt ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich daher, dass mir ein Tag wie der Andere vorkommt. Ich bin nicht so richtig in der Lage mir genügend Abwechslung zu verschaffen. Die Gründe dafür muss ich noch herausfinden.
In allen meinen Bestrebungen, sofern man überhaupt von Bestrebungen sprechen kann, ist eine gewisse Ziel- und Orientierungslosigkeit zu spüren und das war auch schon so bevor ich anfing übermäßig viel Alkohol zu trinken. Es fing schon während meiner Jugend an, glaub ich.
Ich lasse es eigentlich in allen Bereichen an Initiative und Engagement fehlen. Ob das der Grund für meine Langeweile oder meine Langeweile der Grund dafür ist, kann ich nicht mehr sagen. Das abendliche Bier-
oder Weintrinken halte ich für ein Symptom und nicht für die Ursache.
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krautsalat
Beitrag 20.08.2008, 16:15
Beitrag #158


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Mal eine Frage zu den inneren und äußeren Motiven, weil ich hier nicht weiter komme.

Gibt es da irgendwelche Gesetzmäßigkeiten, nach dem Motto: äußeres Motiv A, dann inneres Motiv B? Irgendetwas in der Richtung?

Wie abwegig ist es kein inneres Motiv zu haben?
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Kai R.
Beitrag 20.08.2008, 16:25
Beitrag #159


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Zitat (krautsalat @ 20.08.2008, 17:15) *
Wie abwegig ist es kein inneres Motiv zu haben?

sehr abwegig. Aber mal eine Frage, warum findest Du die inneren Motive nicht, wenn Du hier sogar eines beschreibst?
Zitat
Ich lasse es eigentlich in allen Bereichen an Initiative und Engagement fehlen. Ob das der Grund für meine Langeweile oder meine Langeweile der Grund dafür ist, kann ich nicht mehr sagen. Das abendliche Bier- oder Weintrinken halte ich für ein Symptom und nicht für die Ursache.

Es gibt auch die von Dir vermutete Kausalkette. Beispielsweise so: Initiativlosigkeit > Perspektivlosigkeit > Langeweile > Alkoholkonsum

Du brauchst doch nur an der Stelle weiter zu denken. Woher kommt die Initiativlosigkeit? Was hat sie für Auswirkungen? Wir könntest Du entgegensteuern?

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 27.08.2008, 12:46
Beitrag #160


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Zitat (Kai R. @ 20.08.2008, 18:25) *
Du brauchst doch nur an der Stelle weiter zu denken. Woher kommt die Initiativlosigkeit? Was hat sie für Auswirkungen? Wir könntest Du entgegensteuern?


Was mir dazu einfällt erscheint mir für die MPU alles ein wenig zu unkonkret, zu wenig greifbar. Vielleicht bin ich auch einfach so und lasse mich gerne treiben. Oder ich muss wirklich mal einen Psychologen aufsuchen um hinter meine Mauern zu schauen auch wenn ich eigentlich kein Bedürfnis danach verspüre.

Knapp 3 Monate nach der Tat und einen Monat Abstinenz sehe ich immer weniger Notwendigkeit meine Trinkgewohnheiten umzustellen. Nach der letzten Stressphase habe ich wieder angefangen zu denken: Warum sollte ich keine Flasche Wein oder ein paar Bier trinken, wenn mir danach ist?

Vielleicht bin ich wirklich ungeeignet ein Fahrzeug zu führen...

Am meisten Lust etwas zu trinken bekomme ich, wenn ich Zeit für mich habe, wenn ich mir einen schönen Film ansehe, gute Musik höre oder etwas leckeres esse. Immer dann, wenn ich abschalten will, wenn ich in irgendetwas eintauchen möchte. Ein Gefühl eine andere Welt.

Wie klingt das Folgende für euch?

Mit meinen Freunden und Bekannten habe ich getrunken, weil ich dazugehören wollte. Irgendwie war Alk immer mit dabei wenn wir ausgingen oder beim Fussball. Ich mochte das Gefühl. Ich wurde locker und redseeliger. Ich trank soviel wie ich konnte, weil ich mir erhoffte, dadurch die Anerkennung zu holen, die ich so vermisste.
So häufig ging ich nicht aus, weil ich dabei selten die Initiative ergriff. So viele Leute die ich mal eben anrufen würde ob sie Zeit und Lust haben mit mir wegzugehen kannte ich auch gar nicht. Also fing ich an zu Hause zu trinken, wenn ich Lust hatte auszugehen. Nochmal zur Erinnerung: Alkohol gehörte zum Ausgehen dazu, wenn ich mittrank gehörte ich dazu.
Ich war einsam und wollte unter Leute kommen. Das Trinken von Alkohol zu Hause ersetzte also das Ausgehen.

Heute bin ich etwas aktiver und komme dadurch deutlich öfter unter Leute, kenne inzwischen auch viel mehr Leute. Ich rufe einfach jemanden an und frage ob er Lust hat mit ins Kino oder so zu gehen. Anfangs hatte ich ein bisschen zu kämpfen, wenn Absagen kamen aber mittlerweile habe ich gelernt, dass die Ablehnung nicht mir gilt und nicht abgesagt wurde, weil sie keine Lust hatten mit mir etwas zu unternehmen, sondern weil sie andere Verpflichtungen hatten oder einfach keine Lust irgendetwas zu unternehmen.
Weil ich das gelernt habe fühle ich mich heute viel angenommener und kann mich auch entspannen ohne viel Alkohol zu trinken. Auf einen schönen Abend anstoßen tu ich aber immer noch gerne. Deshalb möchte ich auch kontrolliertes Trinken betreiben und keine Abstinenz üben.
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Kai R.
Beitrag 27.08.2008, 12:57
Beitrag #161


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Zitat (krautsalat @ 27.08.2008, 13:46) *
Knapp 3 Monate nach der Tat und einen Monat Abstinenz sehe ich immer weniger Notwendigkeit meine Trinkgewohnheiten umzustellen. Nach der letzten Stressphase habe ich wieder angefangen zu denken: Warum sollte ich keine Flasche Wein oder ein paar Bier trinken, wenn mir danach ist?

kein Problem, wenn Du nicht Auto fahren möchtest. Falls doch, bedenke bitte folgendes: Du hast alkoholmässig deutlich über die Stränge geschlagen. Dabei hast Du Dir eine hohe Alkoholtoleranz aufgebaut. Damit hast Du aber die normalerweise im Körper angelegten Barrieren geknackt. Normale Menschen merken früh den Alkohol und hören dann meist auf zu trinken. Wenn sie weiter trinken, wird ihnen schlecht oder sie schlafen ein. Nicht so mit einer hohen Alkoholgewöhnung: solche Menschen merken auch große Mengen Alkohol kaum und trinken weiter. Die angeborene Trinkschwelle wirkt nicht mehr.

Hinzu kommt: Alkohol enthemmt. Die Wahrscheinlichkeit, Dinge zu tun, die man ganz nüchtern nicht tun würde, steigt. In der Addition haben wir dann einen betrunkenen Menschen, der aber den Alkohol nicht spürt und auf Grund alkoholbedingter Enthemmung auch nicht vollständig mehr rational denkt. Merkst Du worauf ich hinauswill: solche Menschen werden richtig gefährlich. Sie setzen sich eben doch hinter das Steuer - wer weiss, was dann passiert.

Du hast die Problematik Trinkschwelle noch nicht hinreichend verinnerlicht. Was anderen Menschen der Körper sagt: "Schluss mit Saufen" muss Dir der Verstand sagen. Und zwar noch bevor die alkoholbedingte Enthemmung einsetzt nach dem Motto "geht schon". Die Alkoholgewöhnung hast Du jetzt für Dein Leben. Also musst Du auch Dein Leben lang mit dem Verstand das Trinken "kontrollieren". D.h. entweder abstinent leben oder kT praktizieren. Das bedeutet:
- geplante Trinkanlässe
- nie über 0,3 %o
- nie mehr als 2 TE pro abend
- wenige Trinkanlässe im Jahr
- Trinktagebuch
- immer alkoholfrei anfangen
- ect.

Der Text hier:
Zitat (krautsalat @ 27.08.2008, 13:46) *
Mit meinen Freunden und Bekannten habe ich getrunken, weil ich dazugehören wollte. Irgendwie war Alk immer mit dabei wenn wir ausgingen oder beim Fussball. Ich mochte das Gefühl. Ich wurde locker und redseeliger. Ich trank soviel wie ich konnte, weil ich mir erhoffte, dadurch die Anerkennung zu holen, die ich so vermisste.
So häufig ging ich nicht aus, weil ich dabei selten die Initiative ergriff. So viele Leute die ich mal eben anrufen würde ob sie Zeit und Lust haben mit mir wegzugehen kannte ich auch gar nicht. Also fing ich an zu Hause zu trinken, wenn ich Lust hatte auszugehen. Nochmal zur Erinnerung: Alkohol gehörte zum Ausgehen dazu, wenn ich mittrank gehörte ich dazu.
Ich war einsam und wollte unter Leute kommen. Das Trinken von Alkohol zu Hause ersetzte also das Ausgehen.

Heute bin ich etwas aktiver und komme dadurch deutlich öfter unter Leute, kenne inzwischen auch viel mehr Leute. Ich rufe einfach jemanden an und frage ob er Lust hat mit ins Kino oder so zu gehen. Anfangs hatte ich ein bisschen zu kämpfen, wenn Absagen kamen aber mittlerweile habe ich gelernt, dass die Ablehnung nicht mir gilt und nicht abgesagt wurde, weil sie keine Lust hatten mit mir etwas zu unternehmen, sondern weil sie andere Verpflichtungen hatten oder einfach keine Lust irgendetwas zu unternehmen.
Weil ich das gelernt habe fühle ich mich heute viel angenommener und kann mich auch entspannen ohne viel Alkohol zu trinken. Auf einen schönen Abend anstoßen tu ich aber immer noch gerne. Deshalb möchte ich auch kontrolliertes Trinken betreiben und keine Abstinenz üben.

klingt doch schon mal gar nicht schlecht.

Grüße

Kai


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Gast_klaus62_*
Beitrag 27.08.2008, 13:33
Beitrag #162





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Zitat (Kai R. @ 27.08.2008, 13:57) *
Der Text hier:
Zitat
[.............]

klingt doch schon mal gar nicht schlecht.




Ja Kai, er klingt nicht schlecht.
Aber hast du in dem Text irgendwo ein inneres Motiv erkannt?
Ich sehe da nur äußere Motive think.gif
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Kai R.
Beitrag 27.08.2008, 13:47
Beitrag #163


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Zitat (klaus62 @ 27.08.2008, 14:33) *
Ich sehe da nur äußere Motive think.gif

er steht doch noch am Anfang.

Grüße

Kai


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Kai

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Gast_klaus62_*
Beitrag 27.08.2008, 14:10
Beitrag #164





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Zitat (Kai R. @ 27.08.2008, 14:47) *
Zitat (klaus62 @ 27.08.2008, 14:33) *
Ich sehe da nur äußere Motive think.gif

er steht doch noch am Anfang.




Entschuldige meine Ungeduld blushing.gif

@krautsalat

du beschreibst hier

Zitat
dadurch die Anerkennung zu holen, die ich so vermisste


ein inneres Motiv, aber du schreibst nicht wie es zu diesem Umstand kommt.

Kannst du uns erklären warum du denkst, du bekommst keine Aufmerksamkeit?
Woher könnte diese Unsicherheit kommen?
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krautsalat
Beitrag 27.08.2008, 14:24
Beitrag #165


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Zitat (klaus62 @ 27.08.2008, 16:10) *
Kannst du uns erklären warum du denkst, du bekommst keine Aufmerksamkeit?
Woher könnte diese Unsicherheit kommen?


Tut mir leid. Der Text war reine Verzweiflung über meine Unfähigkeit an meine inneren Motive zu gelangen und war mehr oder weniger erdacht. Ich hab mal überlegt, was ein Gutachter gerne hören wollen könnte und habs aufgeschrieben.

Es ist nur einfach so, dass ich nach etwas suche, wo der Gutachter mit dem Kopf nickt und verständnisvoll sagt: "Ich verstehe Herr Krautsalat...". Ein Fall nach Schema F mit dazu passender, gelebter Vermeidungsstrategie.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 27.08.2008, 14:45
Beitrag #166





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Zitat (krautsalat @ 27.08.2008, 15:24) *
Tut mir leid. Der Text war reine Verzweiflung über meine Unfähigkeit an meine inneren Motive zu gelangen und war mehr oder weniger erdacht. Ich hab mal überlegt, was ein Gutachter gerne hören wollen könnte und habs aufgeschrieben.

Bitte jetzt nicht verzweifeln, mein lieber krautsalat.
wir werden schon einen Weg finden
Zitat (krautsalat @ 27.08.2008, 15:24) *
Es ist nur einfach so, dass ich nach etwas suche, wo der Gutachter mit dem Kopf nickt und verständnisvoll sagt: "Ich verstehe Herr Krautsalat...".


dann suche doch mal in deiner Kindheit (ich weiß, ich komme immer mit dem gleichen Argument :red:aber wir müssen ja irgendwo ansetzen blushing.gif ) erzähle uns wie du aufgewachsen bist, wie war das Verhältnis zu deinen Eltern?

Bist du ein Einzelkind?
Trank dein Dad auch Alkohol? (Also ich meine jetzt in den Promillezahlen wie du es getan hast)

Versuche jetzt bitte nicht eine Geschichte zusammenzudenken, es wird dir das Genick brechen bei der MPU
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Kai R.
Beitrag 27.08.2008, 15:13
Beitrag #167


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Thema innere Motive: darf ich noch einmal an mein Posting vor einer Woche erinnern? Hier ist doch eins:

Zitat (Kai R. @ 20.08.2008, 17:25) *
Zitat (krautsalat @ 20.08.2008, 17:15) *
Wie abwegig ist es kein inneres Motiv zu haben?

sehr abwegig. Aber mal eine Frage, warum findest Du die inneren Motive nicht, wenn Du hier sogar eines beschreibst?
Zitat
Ich lasse es eigentlich in allen Bereichen an Initiative und Engagement fehlen. Ob das der Grund für meine Langeweile oder meine Langeweile der Grund dafür ist, kann ich nicht mehr sagen. Das abendliche Bier- oder Weintrinken halte ich für ein Symptom und nicht für die Ursache.

Es gibt auch die von Dir vermutete Kausalkette. Beispielsweise so: Initiativlosigkeit > Perspektivlosigkeit > Langeweile > Alkoholkonsum

Du brauchst doch nur an der Stelle weiter zu denken. Woher kommt die Initiativlosigkeit? Was hat sie für Auswirkungen? Wir könntest Du entgegensteuern?

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 27.08.2008, 15:22
Beitrag #168


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Schrieb ich doch schon weiter oben auf dieser Seite...

...Ich habe und hatte ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern und meinem Bruder. Meine Eltern trinken zusammen bei weitem nicht soviel Alkohol wie ich.

Bedarf es wirklich eines Motivs, wenn man sich mit seinen Freunden hin und wieder betrinkt? Dadurch habe ich mir meine Alkoholgewöhnung ja zugezogen. Unter Männern, gerade im Fussballverein, ist eine hohe Trinkfestigkeit ja durchaus etwas positives, auch wenn man sich damit nun nicht bewusst brüstet. Man denkt nicht, dass man nicht akzeptiert würde wenn man eben nicht soviel schafft aber man hat irgendwie auch keinen Grund aufzuhören bevor man nicht mehr kann. Aus diesem Grund ging man auch immer wieder an seine Grenzen. Das hab ich im Alter zwischen 16 und 20 gelernt und so hab ichs eben immer wieder betrieben, wenn der Rahmen dazu da war.

Die Flasche Wein oder die 4 Bier zu Hause wurden ja erst durch meine Gewöhnung möglich. Aber es ist gut, dass ich nocheinmal über alles nachdenke, denn ich muss schon sagen, dass ich anfangs deutlich betrunkener war als zuletzt. Am Anfang war es tatsächlich ein Betrinken zu Hause und fand auch nicht häufig statt, eigentlich nur ausnahmsweise, weil grad keine Gelegenheit zum ausgehen da war, insoweit stimmte die Geschichte schon. Später diente es tatsächlich nur dem Genuss. Das Gefühl die Mengen steigern zu müssen hatte ich dabei nie.

Komisch finde ich es auch, dass ich bei Stress oder Problemen kein Bedürfnis habe mich zu betrinken und mir den 'Luxus' nur leiste, wenn ich Zeit und Muße dazu habe. Welche Motive stecken für gewöhnlich hinter dem Genusstrinken oder auch dem Belohnungstrinken?
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Kai R.
Beitrag 27.08.2008, 15:30
Beitrag #169


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versuch doch mal, aus den äusseren die inneren Motive herauszuziehen. Du hast geschrieben, das Langeweile ein Faktor war. Welche Alternativen hättest Du denn gehabt, Dich anders zu verhalten, als Dir langweilig war? Und warum hast Du es nicht getan, was hat Dich gehindert?

Grüße

Kai


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Gast_klaus62_*
Beitrag 27.08.2008, 15:39
Beitrag #170





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Zitat (krautsalat @ 27.08.2008, 16:22) *
Schrieb ich doch schon weiter oben auf dieser Seite...

...Ich habe und hatte ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern und meinem Bruder. Meine Eltern trinken zusammen bei weitem nicht soviel Alkohol wie ich.

Entschuldige, aber ich lese nicht jeden Thread, auf dem ich schon geantwortet habe, noch einmal von vorne durch.

Zitat (krautsalat @ 27.08.2008, 16:22) *
Bedarf es wirklich eines Motivs, wenn man sich mit seinen Freunden hin und wieder betrinkt?

Ja
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krautsalat
Beitrag 29.08.2008, 12:03
Beitrag #171


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Zitat (klaus62 @ 27.08.2008, 17:39) *
Zitat (krautsalat @ 27.08.2008, 16:22) *
Bedarf es wirklich eines Motivs, wenn man sich mit seinen Freunden hin und wieder betrinkt?

Ja


Ja, gut. Mein Motiv ist dann, dass ich einen schönen Abend haben und mich mal gehen lassen will. Aber welches innere Motiv sollte dem denn zu Grunde liegen?

Man könnte jetzt vielleicht daraus konstruieren, dass ich mich nicht gehen lassen kann und deshalb zu diesem Zweck den Alkohol missbrauche. Ich muss mich also fragen, warum ich mich gehen lassen möchte. Möchte nicht jeder sich mal gehen lassen und den Alltag vergessen um wieder mal einen klaren Kopf zu bekommen? Das ist doch wie eine seelische Reinigung ein Ventil um Druck abzulassen. Fussball spielen oder Radfahren oder auch Musik hören haben den gleichen Effekt. Ist ja nicht so, dass ich nur den Alkohol dafür hätte. Sich betrinken ist für mich ja nur ein zusätzliches Ventil nach dem Motto, "heut mach ich mal einen drauf".

Klar, man kann auch ohne sich zu betrinken einen draufmachen aber ich frage mich dann, warum ich darauf verzichten sollte? Sich betrinken gibt dem Ganzen doch noch eine andere Qualität. Drogen sind doch dazu da um gewisse Gefühle zu intensivieren oder zu lindern (ich intensiviere mit Alkohol nur). Warum sollte man darauf verzichten, wenn man's doch nicht muss? Es ist eine legale Möglichkeit sein Leben zu bereichern.
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Kai R.
Beitrag 29.08.2008, 12:34
Beitrag #172


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Hallo,

das sind ja mal spannende Ansichten von Dir blink.gif

Zitat (krautsalat @ 29.08.2008, 13:03) *
Möchte nicht jeder sich mal gehen lassen und den Alltag vergessen um wieder mal einen klaren Kopf zu bekommen? Das ist doch wie eine seelische Reinigung ein Ventil um Druck abzulassen.

Alkohol als Problemlöser. Sie wollen entspannen - besaufen Sie sich, kost doch nicht die Welt. Probleme - macht nichts, kann man ja wegtrinken. Heute in der Gruppe: gemeinsam hoch die Tassen, sonst kommt ja keine richtige Stimmung auf. Merkst Du etwas?

Alkohol ist zwar legal, aber eine Droge, die den Körper schädigt. Alles, was oben steht, sind ganz normale Dinge für die ganz normale Menschen keinen Alkohol brauchen. Du offenbar schon. Und findest das ganz normal. Alkohol ist als Genußmittel in Ordnung. Was Du tust, ist Alkohol mißbrauchen. Warum kannst Du nicht ohne Alkohol entspannen, mit Freunden sein, Probleme lösen .....

Zitat
Es ist eine legale Möglichkeit sein Leben zu bereichern.

ist aber auch eine Möglichkeit, sich um seinen Führerschein zu bringen, seine Leber zu schädigen, soziale Kontakte zu versauen, süchtig zu werden.....

Mein Eindruck: Du bist zu bequem. Warum sich anstrengen, wenn mit Alkohol alles soviel einfacher und besser geht? Du bist sogar zu bequem, Dich mal ernsthaft mit Deinen Problemen auseinanderzusetzen. Negative Folgen ignorierst Du. Oder trinkst noch einen drauf.

Du solltest mal ganz intensiv Dein Verhältnis zum Alkohol überdenken. Von alleine gehen die Probleme nämlich nicht weg, egal wieviel Alkohol Du trinkst. Du befindest Dich auf einer abschüssigen Bahn. Ggf. nimm Dir mal einen Verkehrspsychologen als Unterstützung. So wird das jedenfall nix, mit der MPU.

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 29.08.2008, 13:04
Beitrag #173


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Tut mir leid aber ich fühle mich missverstanden. Ich versuche auf diese Weise doch keine Probleme zu lösen. Es geht auch nichts einfacher oder besser dadurch. Alkohol trinken ist eine zusätzliche Möglichkeit, deshalb sprach ich auch von Bereicherung. Man muss nicht immer alles so dramatisch sehen.

So ein richtiges Besäufnis findet vielleicht 4 mal im Jahr statt und ist nicht an Probleme geknüpft. Viel eher an bewältigte Probleme. Juchhu, geschafft! Lasst uns feiern.

Das die Mengen die ich zu mir nahm so nicht in Ordnung waren, weiss ich jetzt selbst aber warum sollte ich mich in Zukunft nicht einschränken können? Mit dem Fussballspielen höre ich doch auch nicht auf, nur weil ich mir mal wehgetan habe.
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Kai R.
Beitrag 29.08.2008, 13:09
Beitrag #174


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Zitat (krautsalat @ 29.08.2008, 14:04) *
Das die Mengen die ich zu mir nahm so nicht in Ordnung waren, weiss ich jetzt selbst aber warum sollte ich mich in Zukunft nicht einschränken können?

weil Alkohol die Fähigkeit zur Selbststeuerung massiv angreift. Er enthemmt und führt zum Filmriss, dann weiss man nicht mehr, was man tut. Weil Du durch Alkoholgewöhnung Deine körperlichen Trinkschwellen (Müdigkeit, Übelkeit) ausser Kraft gesetzt hast, und Dir Dein Körper somit nicht mehr mitteilt, wann Du nicht mehr fahrtauglich bist.

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 29.08.2008, 14:35
Beitrag #175


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Nur habe ich nicht bis zum Filmriss getrunken und bin auch nicht besoffen Auto gefahren. Die Gefahr die von mir als betrunkener Radfahrer ausgeht habe ich dagegen tatsächlich unterschätzt und deshalb wird wohl auch zu recht an meiner Fähigkeit gezweifelt ein Fahrzeug sicher zu führen. Das wird mir in Zukunft aber auch nicht mehr passieren.

Es liegt nun an mir dem Gutachter klar zu machen, dass ich trotz fortgesetzten Alkoholkonsums in der Lage bin diesen vom Fahren zu trennen. Dazu möchte ich ihn aber nicht anlügen wie toll es mir geht seit ich keinen Alkohol mehr trinke und wie es mich quält, dass ich mit meinem früheren Fehlverhalten das Leben so vieler Menschen aufs Spiel gesetzt habe.

Das Trinken von Alkohol ist für mich wie gesagt nur eine von vielen Möglichkeiten des Ausgleichs, weshalb mir der Verzicht vielleicht auch so leicht fällt. Dennoch halte ich einen dauerhaften Verzicht für unverhältnismäßig und eine unnötige Einschränkung meines Lebens. Genauso empfände ich den Entzug meiner Fahrerlaubnis als unverhältnismäßig und eine unnötige Einschränkung meines Lebens.

Es steht selbstverständlich Jedem frei das anders zu sehen und ich höre mir auch gerne an wie Andere darüber denken. Gegebenenfalls lasse ich mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.
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Q-Treiberin
Beitrag 29.08.2008, 19:18
Beitrag #176


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Zitat
Es liegt nun an mir dem Gutachter klar zu machen, dass ich trotz fortgesetzten Alkoholkonsums in der Lage bin diesen vom Fahren zu trennen.

Mit diesem Versuch brauchst Du aber das Geld für die MPU gar nicht zu überweisen, weil es sinnlos wäre. Damit bekommst Du kein positives GA.
Dass Du Alkohol und Fahren eben nicht trennen kannst hast Du mit Deiner TF bewiesen, auch wenn es "nur" mit dem Fahrrad war (damit warst Du aber auch Verkehrsteilnehmer). Eine Erklärung wie Du sie Dir oben vorstellst hört der GA täglich und er wird sie nicht glauben.
Zitat
Dennoch halte ich einen dauerhaften Verzicht für unverhältnismäßig und eine unnötige Einschränkung meines Lebens. Genauso empfände ich den Entzug meiner Fahrerlaubnis als unverhältnismäßig und eine unnötige Einschränkung meines Lebens.

Eins wird aber nur gehen, Verzicht auf Alkohol (bzw. gelebtes KT) oder FE. Edit: Berichtigung s. unten... blushing.gif
Zitat
Es steht selbstverständlich Jedem frei das anders zu sehen und ich höre mir auch gerne an wie Andere darüber denken.

Hiermit geschehen.. wavey.gif

Zur MPU-Hilfestellung übergebe ich hiermit wieder an die Experten. wavey.gif


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Personalführung ist die Kunst einen Mitarbeiter so über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet...
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jfk
Beitrag 29.08.2008, 19:32
Beitrag #177


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Zitat (Q-Treiberin @ 29.08.2008, 20:18) *
Eins wird aber nur gehen, Verzicht auf Alkohol (bzw. gelebtes KT) oder FE.


Sorry, dass ich widersprechen muß: es geht beides!
(Ich vermute mal, das meintest du auch so!) wavey.gif


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Q-Treiberin
Beitrag 29.08.2008, 19:40
Beitrag #178


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Zitat (jfk @ 29.08.2008, 20:32) *
Zitat (Q-Treiberin @ 29.08.2008, 20:18) *
Eins wird aber nur gehen, Verzicht auf Alkohol (bzw. gelebtes KT) oder FE.

Sorry, dass ich widersprechen muß: es geht beides!
(Ich vermute mal, das meintest du auch so!) wavey.gif

blushing.gif uuups, Du hast natürlich recht... blushing.gif Ich meinte entweder weitertrinken ohne FE oder gelebtes KT bzw. Abstinenz mit FE... Danke! wavey.gif


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krautsalat
Beitrag 29.08.2008, 20:02
Beitrag #179


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Dass das Ganze für die MPU leider anders aufbereitet werden muss stimmt natürlich und das weiss ich auch. Jedoch glaube ich nicht, dass man sich unnötig als Problemfall hinstellen muss. Ist ja nicht so, dass ich die Kontrolle über meine Trinkmengen verliere. Ich würde auch nicht behaupten wollen, dass ich schweren Missbrauch betrieben hätte an der Schwelle zur Sucht.

Ich finde kontrolliertes Trinken mit von mir festgelegten Regeln für mich durchaus ausreichend. So kann ich gewährleisten nicht betrunken irgendetwas zu fahren. Und nur das muss ich dem Gutachter glaubhaft vermitteln. Es sollte nicht darum gehen einen besseren Menschen aus mir zu machen indem ich mich in ein Korsett zwänge aus dem ich sowieso auszubrechen versuche.

Ich muss eine Lösung finden für deren Erfolg ich bürgen kann. Silvester mal nippen ist keine solche Lösung.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 29.08.2008, 23:08
Beitrag #180





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Zitat (krautsalat @ 29.08.2008, 21:02) *
Ist ja nicht so, dass ich die Kontrolle über meine Trinkmengen verliere.

weisst du was der GA sieht?
der sieht deine Promillezahl und sonst nichts.
ich glaube, ich brauche dich jetzt nicht über die Alkoholgewöhnung etc.aufklären du liest das ja hier fast in jedem zweiten Thread.
Zitat (krautsalat @ 29.08.2008, 21:02) *
Ich würde auch nicht behaupten wollen, dass ich schweren Missbrauch betrieben hätte an der Schwelle zur Sucht.


du willst das nicht behaupten, das sehe ich ein, aber der GA wird das behaupten!
und mit Recht wird er das behaupten, tut mir leid für meine harten Worte.

Mit deiner jetzigen Einstellung wirst du die MPU nicht bestehen, glaube mir
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krautsalat
Beitrag 30.08.2008, 00:43
Beitrag #181


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Zitat (klaus62 @ 30.08.2008, 01:08) *
Mit deiner jetzigen Einstellung wirst du die MPU nicht bestehen, glaube mir


Ich würde es im Moment auch noch nicht wagen mich zur MPU anzumelden. So weit bin ich wohl noch lange nicht auch wenn ich glaube zu wissen was ein Gutachter für ein positives Gutachten hören will oder muss.

Ich sträube mich noch ein wenig entgegen meinen Überzeugungen zu argumentieren. Verstelle ich mich nicht falle ich jedoch höchstwahrscheinlich durch.
Soll ich nun schön das Programm abspulen das erwartet wird und möglicherweise bestehen oder soll ich ehrlich darlegen was ich empfinde und möglicherweise durchfallen?
Vermutlich hängt es auch ein wenig vom Gutachter ab wie man argumentieren kann und sollte.

Meine Strategie wird wohl auf ein kT mit kleinem k hinauslaufen. Alles andere klingt mir (noch) ein wenig zu absurd.

Aber ich zäume den Gaul immernoch von hinten auf und lege schon meine Strategie fest obwohl ich noch nichtmal meine inneren Motive erschlossen habe. Gibt's außer Alkoholverzicht und das Aufsuchen eines Psychologen noch irgendwelche Ratschläge hierzu? Ich komme mit den Motiven einfach nicht voran.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 30.08.2008, 01:11
Beitrag #182





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Zitat (krautsalat @ 30.08.2008, 01:43) *
Meine Strategie wird wohl auf ein kT mit kleinem k hinauslaufen.


bei deinen Promillewerten wir das kleine "k" aber nicht mehr ausreichen.

Zitat
Ich sträube mich noch ein wenig entgegen meinen Überzeugungen zu argumentieren.


wenn du eine MPU bestehen willst, wirst du diese Überzeugungen bald ablegen, du wirst, wenn du es ehrlich meinst, bald anders denken.

Zitat
Gibt's außer Alkoholverzicht und das Aufsuchen eines Psychologen noch irgendwelche Ratschläge hierzu?


Na, aber sicher smile.gif

lege erst mal deine Überzeugungen ab und du wirst auf den richtigen Weg sein wavey.gif
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Kai R.
Beitrag 30.08.2008, 10:11
Beitrag #183


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Zitat (klaus62 @ 30.08.2008, 02:11) *
bei deinen Promillewerten wir das kleine "k" aber nicht mehr ausreichen.

bei 1,81 und auf dem Fahrrad würde ich dem schon eine Chance geben. Im Moment ist @Krautsalat aber noch beim großen "A". Viermal jährlich abschiessen und positive MPU - das passt nicht.

@Krautsalat: gehe noch einmal in Dich: was gibt Dir der Alkohol? Deine bisher genannten Motive gehen alle in die Mißbrauchsrichtung. Warum kannst oder willst Du davon nicht lassen?

Grüße

Kai


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krautsalat
Beitrag 30.08.2008, 15:47
Beitrag #184


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Zitat (klaus62 @ 30.08.2008, 03:11) *
lege erst mal deine Überzeugungen ab


Tut mir leid aber das geht nicht. Wenigstens nicht solang diese Lücke nicht durch besseres Wissen gefüllt wird. Ich kann einfach nicht irgendwelche Dinge von mir behaupten die ich für falsch erachte. Und wenn ich sage ich wäre suchtgefährdet gewesen und froh noch rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht worden zu sein, dann ist das einfach falsch.

Zitat (Kai R. @ 30.08.2008, 12:11) *
Warum kannst oder willst Du davon nicht lassen?


Es geht nicht darum was ich kann oder will sondern um den Rahmen. Ich kann und will meinen Alkoholkonsum einschränken aber ich will soetwas unwichtiges nicht im voraus planen. Das erscheint mir absolut lächerlich. Diesen Stellenwert besitzt Alkohol für mich einfach nicht.
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krautsalat
Beitrag 30.08.2008, 17:32
Beitrag #185


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Gibt es eigentlich neben dem Schema von Jellinek noch andere gebräuchliche Definitionen von Trinktypen?

Mein Trinken zu Hause fällt irgendwie durch dieses Schema. Das Trinken in Gesellschaft kann ich sicherlich beim Beta-Typ (Gesellschaftstrinker) einordnen, wenn ich's darauf anlege aber das kann wohl jeder der in Gesellschaft Alkohol trinkt.

Ich versuche gerade aus der Anpassung meiner Trinkmengen an den Anlass und die Mittrinkenden ein Motiv zu ziehen. Also dass mir Angepasstheit und das richtige Maß wichtig sind. Sich anzupassen hat ja sicherlich mit dem Wunsch zu tun anerkannt zu werden. Von der Gruppe, seien es die Freunde, die Kommilitonen, die Familie oder sonsteine, anerkannt zu werden ist mir ein Bedürfnis, so weit, so gut. Aber wodurch unterscheide ich mich hierbei von anderen Menschen? Was ist bei mir schiefgelaufen, dass ich von meinem Umfeld anerkannt werden möchte?
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corneliusrufus
Beitrag 30.08.2008, 21:42
Beitrag #186


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Es gibt bsp. den Test von Drugcom, http://www.drugcom.de/?uid=f5f5f0256e85e3e...p;id=drinkcheck . Dann gibt es Definitionen nach DSM-IV und ICD-10.


Wenn die Planung von Alkoholkonsum so unwichtig ist, kannst Du den Alkohol ja ganz weglassen. Denn die Auswirkungen des - ungeplanten - Konsums sind ja gravierend, d.h. wichtig im Gegensatz zu unwichtig. Daher würde ich Deine Ansicht revidieren, sie fallen lassen, selbst wenn Du noch keine neue hast. Lieber nichts wissen als etwas falsches.

Liebe Greet-Ings, Cornelius


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Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet.
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Gast_klaus62_*
Beitrag 31.08.2008, 01:16
Beitrag #187





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Zitat (krautsalat @ 30.08.2008, 16:47) *
Zitat (klaus62 @ 30.08.2008, 03:11) *
lege erst mal deine Überzeugungen ab


Tut mir leid aber das geht nicht


Es geht ja auch nicht um deine Überzeugungen, sondern um die des GAs, ich denke du verstehst was ich meine.
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Anni88
Beitrag 31.08.2008, 09:08
Beitrag #188


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Zitat (krautsalat @ 29.08.2008, 15:04) *
Tut mir leid aber ich fühle mich missverstanden. Ich versuche auf diese Weise doch keine Probleme zu lösen. Es geht auch nichts einfacher oder besser dadurch. Alkohol trinken ist eine zusätzliche Möglichkeit, deshalb sprach ich auch von Bereicherung. Man muss nicht immer alles so dramatisch sehen.

So ein richtiges Besäufnis findet vielleicht 4 mal im Jahr statt und ist nicht an Probleme geknüpft. Viel eher an bewältigte Probleme. Juchhu, geschafft! Lasst uns feiern.

Das die Mengen die ich zu mir nahm so nicht in Ordnung waren, weiss ich jetzt selbst aber warum sollte ich mich in Zukunft nicht einschränken können? Mit dem Fussballspielen höre ich doch auch nicht auf, nur weil ich mir mal wehgetan habe.


Guten Morgen, Krautsalat!

Jaaa, leider fühlst Du Dich immer noch mißverstanden. Das liegt vielleicht daran, dass Du zwar verstandesmäßig erfasst hast, dass Du nun eine Aufgabe bewältigen musst, dieses aber in Deinem Wesen noch nicht angekommen ist. Du machst das hier, weil es ja klar ist, dass man die MPU positiv abschließt, aber der Sinn scheint sich noch nicht zu erschließen.

Ich habe noch die Hoffnung, dass sich das GEFÜHL hierfür mit andauernder Abstinenz einstellt. Dann wäre es vielleicht einfacher, die MPU gar nicht zu machen und auf den FS zu verzichten. Geht ja auch. Kenne viele, die zwar einen FS haben, ber NIE fahren, weil sie lieber IMMER trinken. Geht auch.

Immer noch bist Du - so erscheint es mir - auf der Suche nach der (wissenschsftlichen) Lösung für die MPU, welche mit Deinem Leben irgendwie gar nichts zu tun hat ...

Das eben geht bei der MPU nicht auf - behaupte ich jetzt einfach mal - weil es eben nicht authentisch rüber kommen kann, weil nicht internalisiert.

Gib mir einen Tipp, wenn ich daneben liege rolleyes.gif

Viele Grüße und einen schönen Sonntag!

Anni wavey.gif
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krautsalat
Beitrag 31.08.2008, 10:45
Beitrag #189


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Zitat (klaus62 @ 31.08.2008, 03:16) *
Es geht ja auch nicht um deine Überzeugungen, sondern um die des GAs, ich denke du verstehst was ich meine.


Zitat (Dummkopf88 @ 31.08.2008, 11:08) *
Immer noch bist Du - so erscheint es mir - auf der Suche nach der (wissenschsftlichen) Lösung für die MPU, welche mit Deinem Leben irgendwie gar nichts zu tun hat ...

Das eben geht bei der MPU nicht auf - behaupte ich jetzt einfach mal - weil es eben nicht authentisch rüber kommen kann, weil nicht internalisiert.

Gib mir einen Tipp, wenn ich daneben liege rolleyes.gif


Das Problem ergibt sich förmlich daraus, dass ich versuche das über die MPU gelernte auf mein Leben anzuwenden. Es passt einfach nicht und kommt mir so falsch vor. Natürlich hab ich Sorgen und Probleme aber ich kann meinen Alkoholkonsum nicht darauf zurückführen. Der Gutachter ist der Überzeugung ich kompensiere irgendetwas durch das Trinken von Alkohol und freut sich wieder jemanden gerettet zu sehen, wenn ich mich der "wissenschaftlichen" Methode bediene und sage ich hab die und die Sorgen und muss sie nun nicht mehr mit Alkohol verdrängen, sondern kann dies und das tun um sie zu lindern.

Das wäre in der Tat nicht authentisch, genausowenig wie Abstinenz oder kT. Ich könnte Abstinenz oder KT behaupten, schließlich lebe ich im Augenblick abstinent aber ich stehe nicht dahinter. Mit kT kann ich mich hingegen anfreunden d.h. hatte ich ja vor der Entscheidung für die Trinkpause schon gelebt. Ein authentisches kT wäre für mich nicht alleine zu trinken, nie mehr als eine Flasche Wein oder 4 Bier (0,5), nicht öfter als 1x die Woche und nichts mit mehr als 15% vol. Und das ich, wenn ich noch fahren muss, egal ob mit dem Auto oder mit dem Rad, auf Alkohol gänzlich verzichte ist für mich jetzt natürlich Gesetz.

Ich finde es toll für dich, Anni, wie weit du mit deiner Aufarbeitung bist auch wenn das was dich zur TF trieb nicht so toll ist aber nicht bei jedem sind die inneren Motive so offensichtlich und "MPU-tauglich" wie bei dir und auch nicht jeder ist in der Lage so offen darüber zu berichten. Ich kann ja mal einen Versuch starten und schreiben wo ich glaube, dass mein lockeres Verhältnis zum Alkohol herrührt auch wenn diese Gedanken noch nicht ganz ausgereift sind.

Ich bin in gewisser Weise unzufrieden mit mir. Ich bin mir, wie soll ich sagen, zu gewönlich, zu langweilig. Da gibt es nun schillernde Persönlichkeiten (echte und fiktionale) mit einem außergewöhnlichen Leben. Man sieht sie in Filmen, liest in Büchern, hört in Liedern von ihnen. Oder man erlebt Abenteuer in Computerspielen oder was auch immer. Geschichten vom Leben anderer Personen faszinieren mich einfach viel mehr als mein eigenes Leben. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir die Welt in der ich lebe, das geben kann was ich suche. Deshalb träume ich gerne. Der Alkohol hilft mir beim träumen, beim eintauchen in eine andere Welt. Eine Welt die mir besser gefällt als diese langweilige um mich herum. Das ist, so glaube ich, eines meiner inneren Motive Alkohol zu missbrauchen.

Kann ich damit etwas bei der MPU anfangen? Ich glaube ich werde eher eingewiesen als dass man mir meine Fahrerlaubnis belässt.

schönen Sonntag noch wavey.gif
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Gast_klaus62_*
Beitrag 31.08.2008, 11:20
Beitrag #190





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Zitat (krautsalat @ 31.08.2008, 11:45) *
Ein authentisches kT wäre für mich nicht alleine zu trinken, nie mehr als eine Flasche Wein oder 4 Bier (0,5), nicht öfter als 1x die Woche und nichts mit mehr als 15% vol.

das ist aber kein echtes KT

echtes KT ist:
4-6 Trinkanlässe im Jahr
nie über 0,3 Promille
nur bei besonderen Anlässen, wie Geburtstag, Sylvester usw.

Zitat (krautsalat @ 31.08.2008, 11:45) *
soll ich sagen, zu gewönlich, zu langweilig.


was ist denn so langweilig in deinem Leben?
Warum lebst du in einer Scheinwelt?
was erwartest du von deinem Leben?
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krautsalat
Beitrag 31.08.2008, 17:57
Beitrag #191


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Zitat (klaus62 @ 31.08.2008, 13:20) *
4-6 Trinkanlässe im Jahr
nie über 0,3 Promille
nur bei besonderen Anlässen, wie Geburtstag, Sylvester usw.


Genau deshalb kommt echtes KT für mich auch nicht in Frage. Ich halte echtes KT für Blödsinn, wenn ich so weit wäre diese strengen Reglementierungen nötig zu haben würde ich mich eindeutig für Abstinenz entscheiden. Dann würde ich mit dem Thema Alkohol abschließen statt es auf einen Sockel zu heben. Ich bin aber nicht so weit auch wenn die Mehrheit das hier vielleicht anders sieht. Auch ein Gutachter wird das vermutlich anders sehen, dessen bin ich mir bewusst.

Ich habe ja nun schließlich die Alkoholgewöhnung und ich behaupte jetzt einfach mal, dass der Genuss alkoholischer Getränke auch für die sogenannten Genusstrinker hauptsächlich von der Wirkung kommt. Die maximalen 0,3 ‰ sind bei meiner Gewöhnung jedoch ein Witz obwohl ich sagen muss, dass ich bei meinem letzten Alkoholgenuss, ca. eine halbe Flasche Wein durchaus eine deutliche Wirkung verspürte. Schon als ich davor mal nur 1 Bier mit einem Freund trank verspürte ich eine Wirkung. Vielleicht kam das aber auch daher, dass ich im Hinblick auf die MPU und der dafür gesammelten Informationen über Alkoholmissbrauch und -gewöhnung eben auf Anzeichen von Alkoholwirkung achtete. Das war ca. 2 Wochen nach der TF, genau weiss ich das nicht mehr.

Zitat (klaus62 @ 31.08.2008, 13:20) *
was ist denn so langweilig in deinem Leben?
Warum lebst du in einer Scheinwelt?
was erwartest du von deinem Leben?


Wie gesagt sind meine Gedanken dazu noch nicht ausgereift, weshalb ich es eigentlich noch nicht zur Diskussion stellen wollte. Diese Fragen kann ich auch noch nicht beantworten. Die fehlende Antwort auf die Frage was ich vom Leben erwarte ist vielleicht sogar ein zentraler Auslöser für meine Flucht. Vielleicht möchte ich das auch nicht beantworten und die Frage für mich offen lassen. Ich lasse mich also treiben und warte ab was passiert. Daher rührt auch meine Passivität, meine Initiativlosigkeit.

Wie ich dagegen angehen kann weiss ich auch nicht so recht, nichtmal ob ich das will. Ich fühle mich nämlich trotzdem ganz wohl.
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Kai R.
Beitrag 31.08.2008, 18:59
Beitrag #192


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Zitat (krautsalat @ 31.08.2008, 11:45) *
Ich bin in gewisser Weise unzufrieden mit mir. Ich bin mir, wie soll ich sagen, zu gewönlich, zu langweilig. Da gibt es nun schillernde Persönlichkeiten (echte und fiktionale) mit einem außergewöhnlichen Leben. Man sieht sie in Filmen, liest in Büchern, hört in Liedern von ihnen. Oder man erlebt Abenteuer in Computerspielen oder was auch immer. Geschichten vom Leben anderer Personen faszinieren mich einfach viel mehr als mein eigenes Leben. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir die Welt in der ich lebe, das geben kann was ich suche. Deshalb träume ich gerne. Der Alkohol hilft mir beim träumen, beim eintauchen in eine andere Welt. Eine Welt die mir besser gefällt als diese langweilige um mich herum. Das ist, so glaube ich, eines meiner inneren Motive Alkohol zu missbrauchen.

Kann ich damit etwas bei der MPU anfangen?

aber auf jeden Fall. Das ist ein lupenreines inneres Motiv. Um es auf den Punkt zu bringen: Du bist mit Deinem Leben unzufrieden, aber anstatt es zu ändern, säufst Du es Dir schön.

Nur mal ehrlich: wird es dadurch besser? Anstatt hier Deinen (auch mit angeblichem kT viel viel viel zu hohen) Konsum zu rechtfertigen, solltest Du intensiv nachforschen, warum Du mit Deinem Leben unzufrieden bist und was Du daran ändern kannst. Ich behaupte mal: so lange Du trinkst, wirst Du es nicht ändern.

In jedem Menschen stecken (verborgene) Talente. Wo sind Deine? Finde sie und lebe Dein Leben. Dann brauchst Du den Alkohol doch überhaupt nicht mehr.

Grüße

Kai


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Gast_klaus62_*
Beitrag 31.08.2008, 22:38
Beitrag #193





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Hallo @krautsalat

wie auch Kai R. schon schrieb ist genau das ein sehr gutes inneres Motiv.

Deswegen auch meine Fragen.

aber wenn du erst später darauf antworten willst ist es auch okay.

(aber vergessen sind sie nicht whistling.gif )
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Anni88
Beitrag 01.09.2008, 09:26
Beitrag #194


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Zitat (krautsalat @ 31.08.2008, 12:45) *
Geschichten vom Leben anderer Personen faszinieren mich einfach viel mehr als mein eigenes Leben. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir die Welt in der ich lebe, das geben kann was ich suche. Deshalb träume ich gerne. Der Alkohol hilft mir beim träumen, beim eintauchen in eine andere Welt. Eine Welt die mir besser gefällt als diese langweilige um mich herum. Das ist, so glaube ich, eines meiner inneren Motive Alkohol zu missbrauchen.

Kann ich damit etwas bei der MPU anfangen? Ich glaube ich werde eher eingewiesen als dass man mir meine Fahrerlaubnis belässt.



Jaaaa! Guten Morgen, Krautsalat!

Das kommt rüber! Kann ich sofort nachvollziehen. Ist absolut authentisch.

Auch ist jedem, der schonmal Alkohol getrunken hat, ist das Gefühl des leichten Beflügeltseins, welches dann das Träumen und Schweben einfach mit sich bringt, sehr wohl bekannt. Leichtes Beschwipstsein ist dann lustig, kreativ und angenehm. Und genau an dem Punkt wird es kritisch, weil Alkohol nun mal ein Nervengift ist, die Nervenzellen eine Toleranz aufbauen, also mehr Gift brauchen, um dieses Gefühl zu produzieren und dann kippt der Mechanismus rüber in den Teufelskreis.

Wichtig ist, dass Du Dir dieses Gefühl des Träumens von großen Helden ja bewahren darfst - die Möglichkeiten sind ja irre groß! Ich verschlinge amerikanische Thriller in Buchform mit Hauptdarstellern, die sehr menschlich dargestellt werden, aber trotzdem immer irgendwie "die Welt" retten. Es kann auch mal eine gute Biographie in Romanform von Karl dem Großen sein. Stets lebe ich die Geschichten intensiv mit.

Das ist gaaanz normal und in diesem Sinne vielleicht auch ein wenig langweilig ... so wie Normalität eben auch etwas Langeweile mit sich bringt - Zum Glück kann ich nur sagen laugh2.gif Mein Leben ist auch so aufrgend genug rolleyes.gif

Ganz liebe Grüße und einen guten Wochenstart!

Anni wavey.gif
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Martiniii
Beitrag 01.09.2008, 12:37
Beitrag #195


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Hallo Krautsalat,
ja die Träumerei und die Flucht in eine andere Welt sind sicherlich starke innere Motive.
Dennoch mußt Du bei der MPU vorsichtig sein, denn automatisch wird der GA rückfragen:
Wie ist es heute? Wie träumen Sie heute?
Was ist jetzt aufregender in Ihrem Leben?
Was hat sich an Ihrer langweiligen Persönlichkeit geändert?
Gehen Sie jetzt Bunji-Jumping? usw.

Verstehst Du was ich meine ?
Er will da was hören.
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Cinderella56
Beitrag 01.09.2008, 13:56
Beitrag #196


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Hallo Krautsalat
Du sagst von dir das du eine langweilige Persönlichkeit hast. Wie steht es denn überhaupt, mit Deiner Einstellung zu deiner Person?
Kannst du dich leiden?
Bist du mit deinem Äußeren zufrieden?
was ist mit Frauen?
Vielleicht das innere Motiv in dir selber.
Gruß C

Der Beitrag wurde von Mr.T bearbeitet: 01.09.2008, 16:28
Bearbeitungsgrund: Überflüssiges Zitat (gesamtes Vorposting) gelöscht.


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Gast_klaus62_*
Beitrag 01.09.2008, 22:57
Beitrag #197





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Zitat (Cinderella56 @ 01.09.2008, 14:56) *
Hallo Krautsalat
Du sagst von dir das du eine langweilige Persönlichkeit hast. Wie steht es denn überhaupt, mit Deiner Einstellung zu deiner Person?


Cindy

auf Wunsch des TEs wird er uns, wenn er dann soweit ist mit seiner Aufarbeitung, später auf diese Fragen antworten.

Siehe hier:

Zitat (krautsalat @ 31.08.2008, 18:57) *
Wie gesagt sind meine Gedanken dazu noch nicht ausgereift, weshalb ich es eigentlich noch nicht zur Diskussion stellen wollte. Diese Fragen kann ich auch noch nicht beantworten.


das sollten wir respektieren wavey.gif
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Cinderella56
Beitrag 02.09.2008, 00:08
Beitrag #198


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Zitat (klaus62 @ 02.09.2008, 00:57) *
das sollten wir respektieren wavey.gif
alles klar
Gruß C


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krautsalat
Beitrag 04.09.2008, 09:17
Beitrag #199


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Ich verlinke mir mal die Begutachtungsleitlinien auch in meinem Thema, damit ich sie wiederfinde:

http://www.fahrerlaubnisrecht.de/Begutacht...BGLL%203.11.htm



Und dann ist es nicht notwendig sich über das Thema jetzt auszuschweigen ich habs ja nun hingeschrieben. Es können also Fragen gestellt werden die ich versuchen kann zu beantworten. Das hilft mir bestimmt beim drüber nachdenken. Ich hab den Eindruck ich denke besser, wenn ich über etwas spreche bzw. schreibe und auch Rückmeldungen bekomme, obwohl das jetzt doch ein sehr persönliches Thema ist. Ich kann aber sehen, wo ich nachbessern muss, damit ich so verstanden werde wie ich glaube, dass es richtig ist.

Ich bin jetzt jedenfalls erstmal erleichtert, dass Einigkeit darüber herrscht, dass es sich um ein inneres Motiv handelt. Endlich... Auch wenn ich glaube es noch etwas genauer beschreiben zu müssen um damit arbeiten zu können. Ich fühle mich hier noch ein bisschen missverstanden und die Rolle die der Alkohol dabei spielt wird, so denke ich, auch überschätzt.

Gut. Ich habe nun ein, wie Kai R. sagte, "lupenreines" inneres Motiv aber keine Ahnung wie ich dagegen vorgehen soll, was auch daran liegt, dass es noch nicht so richtig gut formuliert ist. Das heisst, das Gefühl das ich davon habe ist nicht neu und war mir auch schon vor der TF bewusst nur kann ich es noch nicht so gut rüberbringen. Das meinte ich mit unausgereift. Wie genau die Träumerei (ich nenn es jetzt mal so) und der Genuss von Alkohol da hineinspielen weiss ich noch gar nicht so genau.
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krautsalat
Beitrag 04.09.2008, 10:02
Beitrag #200


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Aus den Leitlinien:

Missbrauch liegt vor, wenn ein Bewerber oder Inhaber einer Fahrerlaubnis das Führen eines Kraftfahrzeuges und einen die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkoholkonsum nicht hinreichend sicher trennen kann, ohne bereits alkoholabhängig zu sein. In einem solchen Falle ist der Betroffene nicht in der Lage, den gestellten Anforderungen zum Führen von Kraftfahrzeugen zu entsprechen.

Von Missbrauch ist insbesondere in folgenden Fällen auszugehen:

- in jedem Fall (ohne Berücksichtigung der Höhe der Blutalkoholkonzentration), wenn wiederholt ein Fahrzeug unter unzulässig hoher Alkoholwirkung geführt wurde,

- nach einmaliger Fahrt unter hoher Alkoholkonzentration (ohne weitere Anzeichen einer Alkoholwirkung),

- wenn aktenkundig belegt ist, dass es bei dem Betroffenen in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der Verkehrsteilnahme zu einem Verlust der Kontrolle des Alkoholkonsums gekommen ist.


Wie ist der Zusatz in Klammern: ohne weitere Anzeichen einer Alkoholwirkung, einzuschätzen? Dann muss ein Gutachter bei mir ja nichtmal von Missbrauch ausgehen. Aber ich muss wohl davon ausgehen, dass dieser Zusatz nur bei Werten unter 1,6 ‰ von Bedeutung ist auch wenn es dort nicht so steht.

Das steht dann wohl hier:

Werden Werte um oder über 1,5 %,) bei Kraftfahrern im Straßenverkehr angetroffen, so ist die Annahme eines chronischen Alkoholkonsums mit besonderer Gewöhnung und Verlust der kritischen Einschätzung des Verkehrsrisikos anzunehmen. Bei solchen Menschen pflegt in der Regel ein Alkoholproblem vorzuliegen, das die Gefahr weiterer Alkoholauffäliigkeit im Straßenverkehr in sich birgt.

Wäre auch zu schön gewesen...
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