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02.12.2008, 18:02
Beitrag
#101
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Ich will nicht mein Leben ändern, ich HABE mein Leben verändert!
ETG-Check läuft schon seit 7 Monaten, ist auf 1 jahr ausgelegt, endet also kurz vor meiner MPU! Ich werde wenn ich mehr zeit habe, ausführlich auf die Frage(n) antworten und bei ganz viel Zeit den Fragebogen komplett ausfüllen! Zur Info für Klaus62, der offensichtlich meine bisherigen Post noch nicht gelesen hat, bin auch bei einem Verkehrspsychologen! Nur nicht in einer SHG, was ich in vorherigen Post schon ausführlich begründet habe warum! Mit freundlichen Grüßen, Scholle85 |
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| Gast_klaus62_* |
02.12.2008, 18:13
Beitrag
#102
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Ich will nicht mein Leben ändern, ich HABE mein Leben verändert! Dann musst du es nur noch dem GA beweisen, wie du so schnell nach der ersten MPU das geschafft hast ETG-Check läuft schon seit 7 Monaten, ist auf 1 jahr ausgelegt, endet also kurz vor meiner MPU! . . . Zur Info für Klaus62, der offensichtlich meine bisherigen Post noch nicht gelesen hat, Ach Scholle, ich lese täglich so viele Threads, wenn ich jedesmal ein Thread von Anfang an nochmals lesen muss dann .... Du hast nur dein Thread im Kopf, ich dagegen viele. Wenn da deiner untergegangen ist, dann entschuldige bitte. Werde aber dein Thread nochmals durchlesen, ja die Arbeit mache ich mir, aber dann wirst du evtl. ein paar unangenehme Fragen beantworten müssen |
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04.12.2008, 11:08
Beitrag
#103
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Gute morgen Leute! Habe heute Uni frei und bin zu Hause!!!
In meinem Kopf brannte sich das Ziel ein ich will meinen Führerschein wieder, so schnell wie möglich. Und jetzt muss sich in deinem Kopf eines einbrennen: Ich will mein Leben ändern! Habe die berühmten 3 Wochen vor der Leberwertkontrolle gar nichts getrunken. Deswegen wären jetzt evtl der ETG-Test für dich angesagt Den Alkohol sah ich damals als Ursache, nicht als Problem. Wie siehst du es jetzt? Gut, ich versuche hier mal meine Lebensveränderung zu schildern. Ihr könnte ja dann beurteilen ob dies überzeugend wirk und ausreichend ist. Nach der Trunkenheitsfahrt 2 bin ich wie gesagt erstmal in ein ziemliches Loch gefallen...die ersten Tag habe ich mich nur daheim verkrochen! Ich war so voller Scham und Schuldgefühlen und war einfach am Boden zerstört. Aber in diesen Stunden/Tagen reifte eigentlich sofort der Entschluss "Das war es mit dem Alkohol". Ich habe jetzt 2 mal diesen Fehler gemacht und es darf kein 3tes Mal geben. Ich habe dies auch gleich so an meine Eltern herangetragen, was diese aber mir nicht glauben konnten/wollten...die Enttäuschung/Wut/Trauer über mich war denke ich einfach zu groß. Ich war denke das ist auch verständlich, wenn man seinen Sohn immer unterstützt hat, auch während der führerscheinlosen Zeit und dann nach 6 Wochen so etwas wieder passiert...! Ich selber war so wütend und enttäuscht über mich selber und fragt mich wie die anderen (Freunde/Bekannte/Studienkollegen) auf mich reagieren würden...so eine "Nachricht" verbreitet sich ja gerade in Dörflichen Gefielden wie ein Lauffeuer. Während ich es beim ersten Mal noch auf die "Lächerliche Ebene/Pech-Ebene...etc." geschoben habe und damit fast noch haussieren ging, es zwar schade ohne führerschein fand, aber ich es "cool" fand 1,77 Promille haben zu können, so nach dem Motto, "das schafft nicht jeder"...bla bla bla! Damals habe ich wie gesagt erstmal weniger getrunken, aber im Prinzip fanden die Exzesse später am Wochenende doch wieder statt. Ich habe mich damals noch bestärken lasse "oh, dass war pech" , "hätte mir auch schon geblüht" , "die zeit kriegen wir zusammen rum" , "du hast glück, jetzt muss du niemer fahren und kannst immer trinken am wochenende" und so weiter. Es ist mir heute eigentlich unbegreiflich, wie ich so bescheuert sein konnte. Wie dumm und peinlich ich mich damals verhalten habe und dass mir nicht schon damals die Augen geöffnet wurden. Ich praktizierte dieses abnormale Trinkverhalten ungefährt seit meinem 18ten Lebensjahr. Während bzw. nach dem Abitur und der Zivizeit war es normal sich jedes Wochenende zu betrinken. Mir fiel es damals schwer weg zu gehen ohne zu trinken...Alkohol gehörte für mich zur Geselligkeit dazu! Weggehen war fast Gleichbedeutend mit Trinken. Es gab wenige Ausnahmen aber diese waren eher selten. Nach dem Führerscheinentzug war es etwas öfter, dass ich nichts trank aber, aber die Exzesse fanden doch in einer Regelmäßigkeit statt. Ich war von je her sehr schüchtern...der Alkohol lies mich freier, lockerer werden...ich traute mich sachen, die ich ohne alkohol nie gemacht hätte. Tanzen/hübsche Frauen ansprechen wäre hier Beispiele. Beim Weggehen war dies für mich normal Disco = Alk = "Freiheit"! Ich fühlte mich immer recht unwohl und "verloren", wenn ich fahren musste und die anderen Trinken konnte. Ich dachte mir dann, dass ich auch hätte daheim bleiben können...! Mir war jetzt so im Rückblick nie bewusst, wie beängstigend dieses Sichweise eigentlich ist. Meine sozialen Kontakte beschränkten sich beim abendlichen Weggehen eigentlich immer auf Alkohol, mit ausnahme vom Fußball. (Aber mit den Fußballern habe ich dann oft beim Weggehen getrunken) Das Trinken hat sich bei mir wie gesagt "nur" auf das Wochenende konzentriert. Es dauerte bis TF2 ca über 4-5 Jahre an und wäre ohne diese Trunkenheitsfahrt wahrscheinlich immer so weitergelaufen. Dieser abnormale Alkoholkonsum hätte denke ich früher oder später in die Abhängigikeit geführt. (Ich weiß nicht ob man das bei mir bereits als "psychische Abhängigkeit" sehen konnte). Der Konsum wäre bestimmt öfter geworden bzw. öfter unkontrolliert und hätte mich früher oder später schrittweise ruiniert. Im Rückblick ist es für mich Unglaublich, dass man so etwas nicht erkennen kann, bzw. will ohne so einen "Hammerschlag" Führerscheinentzug. Nach der Trunkenheitsfahrt habe ich mir geschworen nie wieder einen Tropfen zu trinken. Ich habe mich für eine "total offensive" Verhaltensweise entschieden. Meine Fall kennt jeder! Es gibt Leute, die mich darauf ansprachen, es gibt Leute die dies nicht taten, aber es weis jeder. Ich lebe in einer 3000 Seelen Gemeinde und hier weiß es jeder und ich denke auch im Umkreis von 20 KM (also zumindest die Leute, die mich kennen) Somit hatte ich eh nichts mehr zu verlieren. Ich war gebranntmarkt als "Vollidiot" , "Blödmann" , vll "Säufer" und konnte beginnen mit allem und jedem aufzuräumen. Wenn mich jmd ansprach gab ich zu was passiert war und sagt jedem, der es wissen oder hören wollte oder auch nicht, dass ich mit dem Alk komplett abgeschlossen habe. Es gab Leute, die Verstaden dies "ist in deiner situation das beste" und es gab leute die lachte "oh, des ist der erste schock, du trinkst eh bald wieder" , "ich lach mich tot" , etc. ich erlebte die gesamt Bandbreite an Reaktion und ich muss sagen ich saugte alles auf als Motivation. Ich gehe meinen Weg, ohne einen Tropfen Alk seit 1 nem Jahr und ich werde ihn bis an mein Lebensende weitergehen. Es gibt Leute die akzeptieren dies und verstehen dies total, es gibt Leute, die denken ich trinke wieder wenn ich meinen Führerschein zurück habe, es gibt Leute die können mich heute noch nicht verstehen, aber dies ist mir alles egal muss ich sagen. Wenn man die Veränderung vom Wochenend-Trinker zum "Anti-Alkoholiker" durchzieht nimmt man soooo unglaublich viel für sein Leben mit. Am Anfang musste ich mich zwingen in die Disco zu gehen und Cola zu trinken. Ich fühlte mich unwohl, gehemmt.....wurde in versuchung gebracht "eins ist keins und sprüche dieser art" aber ich zog es und ziehe es bis heute durch. Ich musste erst erlernen, wie es ist sich permanent ohne alkohol unter menschen zu bewegen, dass man so auch spass haben kann und sich unterhalten kann, und dass die AUCH beachtung und anerkennung findet. Man erlebt negative sache wie auslachen und verspotten "du schlappschwanz etc" aber man erlebt auch positives wenn man z.b angesprochen wird von mädels "Hi, fährst du auch weil du Wasser trinkst - Nee, ich trinke einfach so nichts - Oh cool, des gibt net so oft" dies sorgt für zusätzliche motivation und freude. Am Anfang war es wirklich schwer, man musste viel einstecken und auch aushalten aber es wird immer besser und man stellt sich auf die Positivität ohne alk ein. Man sieht wie peinlich manche sich benehmen, man sieht wie scheiße es die meisten mädels finden wenn man so betrunken ist wie ich früher oft war. Man wird von manchen Freunden seltener angerufen, von manchen gar nicht mehr, da sie lieber einen mitnehmen der mittrinkt. Man findet aber neue freude und kontakte. Ich finde man löst sich von der "Verinselung" von seinen Trinkfreuden. Am Anfang wird einfach eine Runde bestellt und man wird miteinberechnet und bekommt dann blöde sprüche, wenn man das getränk nicht trinkt.......heute werde ich von den freunden, die ich von früher noch habe nicht mehr mit einberechnent in die runde, was mir zeigt, das sie es verstanden haben und akzeptieren. Beim Sektempfang auf einem Geburtstag antwortet man auf die Frage "Sekt oder Sekt-O" --> Nur O-Saft bitte, da erntet man einen komischen blick und ich lächle dann in mich hinein. Ich habe von den anfangs viel negativeren Erfahrung ohne alk als mit so viel positives entdeckt und habe heute ein viel höheres Selbstvertrauen und auch mehr Härte und Disziplin gegen mich selbst, was mir auch beim Lernen für die Uni entgegenkommt (zusätzlich zu den Katerfreien-Tagen nach dem Suff, an denen es unmöglich war zu lernen). Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich denke es kommt rüber was ich meine/fühle/denke oder??? Ich kann im Moment nur sagen, dass ich sehr sehr zufrieden bin wie ich mich momentan fühle. Der Freundeskreis hat sich schon gewandelt, manche sind gegangen, manche sind gekommen. Aber die, die gegangen sind vermisse ich in keinster Weise. Ich kann heute über unser Dorffest laufen, ich merke wie manche hinter dem Rücken tuscheln (Der XXX, Führerschein 2 mal weg, bla bla bla) und sich wundern war ich Cola trinke, das hat er vorher ja noch nie gemacht! Da denke ich dann oh leute, eigentlich seit ihr so armselig, ich weiß ich habe mit 23 schon riesen scheiße gebaut. Meine gesundheit riskiert, mein Leben, das leben anderer. Das Verhältnis zu meine Eltern war nach der TF2 zerstört und ist heute eigentlich besser den je (vor einem Jahr haben sie sich noch geschämt und heute sind sie stolzer den je auch mich). Durch Führungszeugnisseintrag und die Haft auf Bewährung habe ich zusätzlich gemerkt, dass ich mit 23 eigenltich mein Leben fast schon zerstört hatte, bevor es richtig angefangen hat. Aber je früher man es merkt desto besser (auch wenn ich mich wieder und wieder frage: "warum leider erst jetzt? warum nicht vor 3 jahren" aber es ist so wie es ist und alles hat einen sinn im leben. Ich hoffe echt, dass manche Leute nicht dieselben Fehler machen wie ich, bzw. ich versuche sie davon abzuhalten. Jeden den ich vor etwas bewahre verschafft mir zufriedenheit (z.B jmd den schlüssel in der disco abnehmen) aber ich weiß, dies war einmal und wenn man trinkt wird es irgendwann passieren. Nicht wie mit 23 bei mir, aber vll mit 30 oder 40, mitten im Leben!!! Aber ich habe bei mir gemerkt, dass ICH zumindest diese Hammerschläge gebraucht habe um aufzuwachen und ich denke so geht es (leider) den meisten......! Ich könnte wie gesagt noch viel mehr schreiben, aber will euch nicht zu arg strapazieren... Könnte ja mal was dazu schreiben, bzw. soll ich viel den Fragenbogen zwecks Übersichtlichkeit beantworten??? Ich bedanke mich im Vorraus!!! LG Scholle |
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04.12.2008, 11:17
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#104
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 481 Beigetreten: 09.06.2008 Wohnort: nähe Siegburg Mitglieds-Nr.: 42513 |
Hallo Scholle,
ich bin von Deiner Zusammenfassung sehr beeindruckt und schneide mir für mich mal eine Scheibe Motivation ab, wenn ich darf. Viele Grüße Anni |
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04.12.2008, 11:55
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#105
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 315 Beigetreten: 01.06.2008 Mitglieds-Nr.: 42369 |
Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich denke es kommt rüber was ich meine/fühle/denke oder??? Hatte gerade Deinen Post mal kurz überfliegen wollen, bin aber hängen geblieben und habe Ihn komplett gelesen, weil ich sehr viele Gemeinsamkeiten gefunden habe und mich persönlich wieder gefunden habe, also ja, es kommt sehr gut rüber was Du meinst/fühlst und denkst, mir ging es in vielen Situationen exakt genauso. |
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| Gast_klaus62_* |
04.12.2008, 16:16
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#106
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04.12.2008, 16:32
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#107
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Danke für die positiven Reaktionen!!!
Freue mich sehr darüber! Ich werde bei Gelegenheit meinen vollständigen Fragebogen hier einstellen, wo dann die Profis rankönnen! Sehe mich zwar auch schon fast als Profi, aber bei so vielen Experten hier, bin ich schon sehr auf die Reaktionen gespannt! Mann kann alles verbessern und weiter ausbauen! Ist echt ein super Team hier! Dafür nochmal ein großes Lob! Coyota hat mich ja schon gefragt ob ich vll hier etwas "mitarbeiten" könnte, was mir im Moment noch zeitlich leider unmöglich ist, aber in den Semesterferien dann gerne! Gruß Scholle |
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05.12.2008, 14:08
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#108
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Neuling ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 27 Beigetreten: 03.12.2008 Mitglieds-Nr.: 45655 |
Hallo Scholle,
auch ich habe letztes Jahr diesen "Hammerschlag" gekriegt. Glaub` mir, der hat gesessen! Bin 37 J.! Weiter, immer weiter...! |
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14.01.2009, 16:04
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#109
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Hallo meine lieben Freunde!
Es ist mal wieder an der Zeit mich zu melden...stecke gerade in übelstem Lernstress für die Uni, da Anfang Februar Klausuren anstehen! aber da muss man durch! Wünsche euch auf alle Fälle allen ein gute und erfolgreiches Neues Jahr! Meines wird Alkfrei sein und hoffentlich ab Mitte des Jahres mit einem Führerschein belohnt! Mir geht es immer noch sehr gut! Bin jetzt seit dem 17.11.2007 absolut Alkoholfrei und habe noch ca. 6 Monate Führerscheinsperre vor mir...! Eine lange, aber doch überschaubare Zeit. Die MPU wird dann also so in ca. 4-5 Monaten anstehen...! Um nochmal einen kurzen Überblich über meine Situation zu geben (23 Jahre! 2.TF mit 1,60 Promille 6 Wochen nach TF1 mit1,77 Promille, seit dem Alkoholfrei, Abstinenz-Check beim TÜV läuft, ab sofor auch alle 6 Wochen Leberwerte zusätzlich, KEINE SHG, Verkehrspsychologin). Und zu diesem dem letzten Punkt hätte ich noch eine Frage, wie die Profis hier denken. Ich gehe zum Verkehrspsychologen und habe nun schon 6 stunden hinter mir. Er sagt zu mir, ich bin quasi schon "perfekt" vorbereitet...trinke nichts mehr...er sieht keine Rückfallgefahr und so weiter, er würde mich sofort so in die MPU "schicken". Mein Problem ist, dass ich beim 1ten Mal ja auch "perfekt" selbst vorbereitet war, ich aber genauso gesoffen habe wie früher! Daher die ganze MPU eine einzige Lüge war und ich nur meinen Führerschein wieder haben wollte. Von daher habe ich beim Gutachter verständlicherweise größtes Misstrauen und größte Vorsicht zu erwarten, da ich ja beim ersten mal "perfekt gelogen" habe und 6 Wochen später wieder erwischt wurde. Ich komme also zur TÜV-MPU mit einem 1 jährigen TÜV-Abstinenz Check, 18 Monaten Abstinenz-Zeit, Leberwerten über das letzte halbe Jahr und Verkehrspychologie-Stunden von Pluspunkt! Wie seht ihr meine Chancen, bzw. inwieweit denkt ihr gilt das Prinzip, je mehr Verkehrspsycho-Stunden desto besser! Also denke ihr es "reicht" wenn ich 10 mache, oder kommen vll 15-20 besser an. Oder hat das gar keine Auswirkungen bei Gutachter. Ich habe in diesem Thread ja bereits meine Einstellung zur SHG dokumentiert, warum ich in keine gehe! Ich bin ehrlich gesagt schon etwas nervös, obwohl es noch so lange hin ist...! Es wäre wirklich Ironie des Schicksals, wenn ich bei der ersten MPU ohne einen cent Vorbereitung und mit einem massiven Alk-Problem nur durch Lügen durchkommen und bei meiner zweiten mit einer brutalen Verhaltenänderung, Abstinenz-Nachweisen, Psycho-Stunden, etc. durchfalle... Mit freundlichen Grüßen, Scholle |
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14.01.2009, 17:58
Beitrag
#110
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Ich bin ehrlich gesagt schon etwas nervös, obwohl es noch so lange hin ist...! Es wäre wirklich Ironie des Schicksals, wenn ich bei der ersten MPU ohne einen cent Vorbereitung und mit einem massiven Alk-Problem nur durch Lügen durchkommen und bei meiner zweiten mit einer brutalen Verhaltenänderung, Abstinenz-Nachweisen, Psycho-Stunden, etc. durchfalle... : was wäre denn, wenn Du dieses Dilemma dem GA einfach erzählst? Diese Offenheit sollte Deine Ernsthaftigkeit dokumentieren. Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
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| Gast_klaus62_* |
14.01.2009, 20:10
Beitrag
#111
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Hallo scholle
wegen deiner Frage zwecks VP: 10 Std ist das Mittelmaß, wenn du 20 Std benötigst wirst du es sowieso nie kapieren was der VP von dir will. Aber du hast es ja verstanden Kannst du dein VP mal fragen, ob er eine MPU mit dir durchspielt? Oder gehe zum Beratungsgespräch zur BfF(dort wo du deine MPU machen willst) Kostet zwar 60-100€, aber dort wird dir sehr geholfen. Was ein Beratungsgespräch ist, das weisst du doch, oder? Hast bestimmt schon einmal irgendwo in einem Thread gelesen |
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19.01.2009, 12:43
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#112
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Ich halte hier ein Beratungsgespräch für überlegenswert.
Bei einer MPU wissen die Gutachter, dass Ihnen bisweilen die Hucke voll gelogen wird, ohne dass sie Möglichkeiten sehen, dieses zu unterbinden. Natürlich wollen sie die Unterschiede sehen zwischen der ersten MPU und der zweiten. Im Normalfall ist der Vergleich so: Was hat der Betroffene denn nun mehr getan; dazu werden "Formalien" abgeklopft. In Deinem Fall würde ebenfalls ein Vergleich erfolgen, nur wären die "Formalien" identisch. (Auch wenn es nun den Unterschied gibt, Du kannst sie allesamt belegen.) Die Logik vor der Du nun Angst hast lautet, wenn es schon das letzte Mal nicht gereicht hat, warum soll gleiches [und nicht mehr] dann für dieses Mal reichen?) Nun wirst Du die Gutachter nicht auf diesem Irrtum sitzen lassen, sondern gleich zu Anfang sagen, eines vorab, beim letzten Mal habe ich nur gelogen, habe Dinge behauptet, die nicht stimmten. Ich habe weiter getrunken, deshalb sitze ich heute wieder hier. Mit einem wesentlichen Unterschied: Diesmal habe ich mich geändert, eben weil ich kein drittes Mal hier sitzen will, und deshalb habe ich wegen der vorherigen Lüge alle Nachweise schriftlich. Bitte prüfen Sie mich auf Herz und Nieren, damit Sie sicher sind, ich lüge nicht erneut. Liebe Greet-Ings Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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17.02.2009, 09:21
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#113
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
@corneliusrufus
Zu den Unterschieden von TF 1 und TF 2 bei mir! Nach TF 1 sahe ich mich als "Pechvogel"! Ich sah das Problem nicht in meinem Alkoholkonsum, sonder einfach in der Problematik, dass ich betrunken gefahren bin wie schon öfters. Ich wollte einfach das Betrunken fahren sein lassen, aber nichts an meinem Leben ändern. Die einzige Frage die mich interresierte hat war "Wie kriege ich mit geringstmöglichen Kosten am schnellsten den Führerschein zurück?". Meine einzige Vorbereitung bestand aus dem Lesen von 3 MPU-Büchern und dem 2 maligen Leberwerte nehmen. Dann habe ich die MPU direkt ohne Kursaufforderung bestanden! Nach 6 Wochen wurde ich rückfällig und wurde bei TF 2 erwischt! Diese Tat brachte mir die "Erleuchtung". Ich habe seit diesem Tag bis heute keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken und will und werde dies nicht mehr machen! Im Unterschied zu TF1 habe ich einen TÜV-Abstinenzcheck über 1 Jahr Vorzuweisen und eine Verkehrspsychologische Intensivberatung über wahrscheinlich 10-14 Stunden! Dazu Leberwerte über 6 Monate. Dieses Beratungsgespräch sollte dann also Zeitnah vor der MPU erfolgen? |
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17.02.2009, 09:41
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#114
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 5885 Beigetreten: 13.09.2007 Wohnort: im größten Kreis Deutschlands Mitglieds-Nr.: 36526 |
Hallo scholle,
ich fände ein Beratungsgespräch auch überlegenswert - ob du es durchziehst, mußt du entscheiden. Eins mußt du bedenken: Der VP will dich unterstützen und stärken - genau wie wir hier. Der GA soll dich prüfen, er wird dir also wesentlich kritischer gegenüberstehen. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass du dir dein altes Gutachten noch mal vornimmst - damit du dem GA genau erklären kannst, an welchen Stellen du damals (aus welchen Gründen) dich besser dargestellt hast - das muß autentisch rüberkommen, nicht nur als Schutzbehauptung. Dazu die Dinge, die du jetzt anders gemacht hast (inkl. Belegen - die sind hier ganz wichtig!) Gruß, jfk. -------------------- Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.
Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt. |
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19.04.2009, 23:20
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#115
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Hallo Freunde!
Ich habe eine Frage! Habe bald nur noch 3 Monate bis meine Sperrfrist abläuft! Ich kann ja 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist den Führerschein wiederbeantragen, oder!? Wo mache ich das nochmal? Im Bürgerbüro oder im Landratsamt? Wie ist dann der genau Ablauf? Ich brauche einen Sehtest, ein Passfoto und einen Personalausweis, oder? Danke für Antworten! |
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20.04.2009, 00:22
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#116
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 7548 Beigetreten: 05.03.2007 Wohnort: In der Mitte Schleswig-Holsteins Mitglieds-Nr.: 29231 |
Die Stelle heißt Fahrerlaubnisbehörde oder Führerscheinstelle und ist beim Landratsamt zu finden
Du brauchst: 1 Paßfoto 1 Führungszeugnis (Belegart 0) 1 Sehtestbescheinigung die nicht älter als 2 Jahre ist. Personalausweis, um dich zu legitimieren ( wird Kopiert, musst du nicht abgeben Das gibst Du alles ab, und dann prüft die Fahrerlaubnisbehörde und holt Informationen aus dem Verkehrszentralregister sowie dem Fahrerlaubnisregister ein und prüft Deine Führerscheinakte -------------------- Mitglied der Interessengemeinschaft 'Rettet den Genitiv'
Unser Zeitalter ist stolz auf Maschinen die denken und mißtrauisch gegen Menschen, die es versuchen. MPS-Kinder |
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20.04.2009, 10:52
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#117
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 31404 Beigetreten: 06.02.2004 Mitglieds-Nr.: 1686 |
Personalausweis, um dich zu legitimieren ( wird Kopiert, musst du nicht abgeben Warum sollte der kopiert werden? Achja, Geld zum Bezahlen der Gebühren sollte man auch dabei haben. -------------------- Gruß Mr.T
Gegen den Strom zu schwimmen ist deshalb so schwierig, weil einem so viele entgegenkommen. |
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26.05.2009, 13:14
Beitrag
#118
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Hallo meine Freunde!
Wollte euch nur Mitteilen, dass übernächste Woche meine MPU ansteht! Ich hoffe so auf eine positive Beurteilung!:-) Viele Grüße, Scholle85 |
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26.05.2009, 14:24
Beitrag
#119
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Hallo Scholle,
und, willst Du nicht noch einen Fragebogen hier rein stellen? Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
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02.06.2009, 08:40
Beitrag
#120
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Tathergang
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten. (wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille) Es war der 17.11.2007. Ich hatte an diesem Abend vor zu einem Freund gegen 20.00 Uhr auf eine Geburtstagparty zu gehen und von dort aus um ca. 22.00 Uhr per Taxi, weiter in eine Disco zu fahren. Ein Freund bat mich jedoch kurzfristig ihn ca. 50 KM entfernt abzuholen und da dieser in meiner ersten Führerscheinlosen Zeit öfter "Taxi" für mich gespielt hat, willigte ich natürlich sofort ein und holte ihn ab. Wir trafen dann gegen 21.30 Uhr dieser Geburtstagparty ein und ich beschloss, um für alle die Taxikosten zu sparen, persönlich in die Disco zu fahren. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt gar nichts getrunken und hatte den Vorsatz, in der Disco zu trinken und das Auto vor der Disco stehen zu lassen. Alle Freunde von mir hatten schon enorm Alkohol konsumiert und als wir gegen 22.15 in der Disco eintrafen, hatte ich "natürlich einiges aufzuholen". Ich trank dort dann ziemlich schnell und ziemlich viel mit meinem Freunden (ca. 6 Bier a 0,33l plus ca. 10-12 Whiskey-Cola a 2cl) , bis ich irgendwann die Erinnerung verloren habe. Ich weiß erst wieder, wie um ca. 3.30 die Polizei mich direkt 50m nach des Disco-Parkplatz anhielt und mich kontrollierte. Ich zeigte trotz meines Filmrisses (laut Polizei) fast keine Ausfallerscheinungen und mir gelang es (ohne wirklich viel davon zu wissen) per Fuss von der Polizei zu flüchten. Ich zog mir bei dieser Flucht durch einen Bach und über Zäune erhebliche Verletzungen zu und wurde ca. 1 Stunde später von der Polizei aufgegriffen. Mir wurden 2 Blutproben abgenommen und diese Ergab per Rückrechnung 1,6 Promille. Ich kann dazu nur sagen, dass ich keinerlei Erinnerung mehr daran wie und warum ich in meine Auto gestiegen bin. Die erste Erinnerung ist wieder wie mich die Polizisten baten, in den Alkomat zu blasen. Die Flucht war denke ich eine Kurzschlussreaktion, in diesem Moment muss mir bewusst geworden sein, dass ich gerade das 2te Mal mit Alkohol im Blut angehalten worden bin..., aber dies ist nur Spekulation. Auf der Flucht bin ich scheinbar ein Paar Mal gestürzt, da ich am Kinn stark blutete (wurde im Krankenhaus später mit 5 Stichen genäht) und auch an beiden Knien und Händen. Eine Stunde später wurde ich wie oben beschrieben von der Polizei völlig durchnässt auf der Straße augegriffen. 2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit) An diesem Abend habe ich ca. 12 Jacky-Cola und 6 Pils im Zeitraum von 5 Stunden konsumiert (wissentlich) 3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren? Ich bin ca. 50m gefahren und wollte ca. 8 KM fahren. 4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? (Ja/Nein + Begründung) Da ich bereits eine auffällige Trunkenheitsfahrt (mit 1,77 Promille) hinter mir habe, muss mir das Risiko bewusst gewesen sein, obwohl ich keinerlei Erinnerung mehr daran habe. Der Alkohol hat meinen Schwur und Festen Vorsatz ("Ich fahre nie wieder mit nur einem Tropfen Alk im Blut Auto") meiner Meinung nach "ausgelöscht". 5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)? Ich hatte den meiner Meinung nach unabbringbaren Vorsatz "Ich fahre nie wieder mit nur einem Tropfen Alk im Blut Auto" fest verinnerlicht. Ich sah überhaupt kein Problem daran, in die Disco zu fahren, da ich überhaupt keinen Gedanken daran verschwendete, überhaupt auf die Idee zu kommen in mein Auto zu steigen. Nach meine Vorerfahrung nach TF1 (ich hatte den Führerschein erst seit 6 Wochen wieder!!!) war ich mir zu 100% sicher, dass dieser Vorsatz bei mir absolut verinnerlich ist und auch durch starken Alk-Konsum nicht auszuschalten ist. 6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen? Ja, ich habe bereits eine aktenkundige Trunkenheitsfahrt mit 1,77% 7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? Ja etwa 40-50 mal, davon vll 5 Fahrten in ähnlicher Alkoholkonzentration. Ich wurde dann vor ca. 2 jahren mit 1,77 Promille erwischt und verlor meinen Führerschein für 10 Monate. Nur 6 Wochen nach Wiedererteilung bin ich erneut aufgefallen. Seit Neuerteilung habe ich keine Trunkenheitsfahrt mehr unternommen. Ich folgere daraus, dass ich trotz Führerscheinentzug und MPU damals nicht in der Lage war Trinken und fahren zu trennen. Ich haben oftmals sehr, sehr viel Glück gehabt und bin froh, auch bei meiner 2ten entdeckten TF "nur" angehalten worden zu sein und niemanden verletzt zu haben. Exploration 8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum) Der erste Kontakt mit Alkohol war auf Familienfesten. Bewusst wahrgenommen, dass dort Alkohol getrunken wird, habe ich denke ich mti 13-14 Jahren. Den ersten Schluck Bier habe ich mit 16 zu mir genommen. 9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt? Nach dem ersten Kontakt mit Alkohol im Alter von 16 Jahren hat sich das Trinkverhalten schnell entwickelt und aufgebaut. Ich habe bis zu meiner Abiturszeit (19Jahre alt) über meinen Zivildienst (20 Jahre) und meine Studiumsbegin (21) stark norabweichen getrunken. Alkohol wurde nie unter der Woche konsumiert, imme nur am Wochenende. Die Trinkmenge steigerte sich im Laufe der Jahre durch Erhöhung der Giftfestigkeit. Es fand immer ein Wirkungstrinken statt und ich brauchte im Laufe der Jahre immer größere Mengen um die Wirkung zu erhalten. Bis zum 20 Lebensjahr war ich eine "Allestrinker", dannach trank ich noch Bier und Whiskey. Nach TF1 (Schock, Angst, Ärger mit der Familie) trank ich für ca. 1 Monat weniger, doch ich bin realtiv schnell wieder in mein altes Muster verfallen (einmal pro Woche, Freitags oder Samstag --> Bier und Whiskey). Trotzdem "bestand" ich meine MPU und wurde dann 6 Wochen nach Wiedererteilung der Fahrelaubnis erneut mit 1,6 Promille aufgegriffen. Seit diesem Tag lebe ich Abstinent (19 Monate) 10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit) 16-20 Jahre --> Allestrinker (Bier, Wein, Sekt, Whiskey, Vodka, Tequilla...) Ab Studienbeginn Bier und Whisykey-Cola. Trinkemenge einer Woche wurde an einem Tag konsumiert. Trinken fand wöchentlich statt, fast jedes Wochenende. Trinkemenge war in etwa die Menge am Tat-Tag (ca. 4-6 Bier 0,33l + 10-12 Whiskey-Cola mit 2cl Whiskey. 11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken? Ich habe immer in Gesellschaft getrunken. Mit Freunden, Fußballkollegen, Studienkollegen. Immer am Wochenende. Immer Abends/Nachts. Trinkort waren Feste, Kneipen, Discotheken. 12. Warum haben Sie getrunken? (Innere + äußere Motive) Die Beweggründe zum Alkohol waren bei mir sehr vielschichtig. Zum Einen gab es durch den Alkohol Enthemmung, ich konnte viel leichter auf Frauen zugehen, fühlte mich selbstsicherer und stärker. Ich konnte mich zur der Zeit früher nie so richtig für die Schule motivieren, die Noten waren schlecht und es gab oft Ärger zuhause. Mit dem Alkhol vergass ich allen Kummer, alle Sorgen. Ich hatte schon immer einen sehr ausgefüllten Tagesplan (Schule, Nebenjob, sehr viel Fußball) und stand städig unter Stress und Zeitdruck und baute diesen Druck und Stress mit Alkohol ab. Ich lebe in einer "Bilderbuchfamilie"...unter einem Haus mit Oma+Opa. Bei uns hat(hatte) jeder einen guten Job, alle sind angesehe Leute. Ich stand unter dem Druck auch eine gute Karriere machen zu müssen, was mich sehr beschäftigte und belastete. Ich hatte nie eine Freundin und war sehr schüchter und versuchte meine Schüchterheut zu überwinden und mich mit alkohol stark zu machen. 13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet? (bei wenig und bei viel Alkohol) Ich beobachte Enthemmung. Ich habe mich stärker, selbbewusster gefühlt. Ich konnte auf Frauen zugehen, Tanzen, Stärke zeigen. 14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert? Ja. In der Familie. 15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld? 16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben? Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür. 17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert? Ja, dies kam im Rahmen des Wochenendtrinkens durchaus vor. 18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet? Nein 19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung) Früher errachte ich meinen Alkoholkonsum als völlig normal. Die meisten Leute in meinem Umfeld haben dieselben Mengen getrunken und ich fand das Trinken absolut im Rahmen und normal. Heute kann ich sagen, dass ich ein extensiver Trinker war. Ich würde mir keine körperliche Abhängigkeit attestierten, aber fast schon eine psychische. Ich war darauf "programmiert am Wochende zu trinken und freute mich die ganze Woche aufs Wochenende um mit meinen Freunden weggzugehen. Ich stand auf der Schwelle zur Abhängigkeit, welche denke ich nicht sofort gekommen wären, aber wenn das Trinken so weiter gelaufen wären, wäre eine physische Abhängigkeit unausweichlich gewesen. Heute und in Zukunft 20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit) Nein 21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken? Am Tag der Trunkenheitsfahrt. 22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier? Nein 23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol? 24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher? 25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt? 26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus? 27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt? 28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen? (Ja/Nein + Begründung) Zu meiner damaligen Situation und Intention vor der MPU kann ich sagen, dass ich zu der Zeit wirklich massiv Alkohol konsumiert habe. Das Trinken konzentrierte sich zwar "Nur" auf die Wochenenden, dafür wurden da erheblichste Mengen konsumiert (ca. 10 Whisky-Cola + 4-8 Bier pro Abend). Ich hatte bis ich erwischt wurde, vll 5 Fahrten in ähnlicher Alkoholmenge und dazu unzählige (bist 50-70) Fahrten unter Restalkohol am nächsten Morgen/Mittag. Nach dem Führerscheinentzug stand ich natürlich unter Schock (Wieso/Warum/etc.), 1000de Fragen tauchten in einem auf, man wird mit Vorwürfen und Unverständniss seitens der Freunde/Eltern und Verwandten konfrontiert und ist psychisch total am Boden. Man fragt sich: "Wieso ausgerecht ich? Warum ich?" und fällt erstmal in ein Loch. Dann kam nach vll 3 Wochen das Ergebniss der Blutprobe (1,77 Promille) und man wird damit konfrontiert, dass ein MPU bevorsteht. Der Ärger/die Unverständniss seitens der Eltern und Freunde wird weniger, es kommen die Sprüche wie "Das war Pech, ich bin auch schon oft genug gefahren", "Das passiert dir nicht mehr oder", "Kopf hoch, die Zeit kriegen wir irgendwie rum". Persönlich kriecht man auch langsam aus dem Loch heraus und passt sich den Gegebenheiten der Führerscheinlosigkeit an. Die anfänglich Isolation wird aufgegeben und man "kehrt zurück in Leben". Dann kümmert bzw. informiert sich natürlich über die MPU. Was erwartet mich/Wie kann ich sie bestehen? Ich hatte ab Urteilsverkündung noch 8 Monate Sperrzeit. In meinem Kopf brannte sich das Ziel ein ich will meinen Führerschein wieder, so schnell wie möglich. Ich beginn Bücher über die MPU zu lesen, in Foren mitzulesen, haben 2 Mal Leberwerte machen lassen. Der Gedanke an das Pech (es war wirklich Zufall, dass ich angehalten wurde --> Allgemeine Verkehrskontrolle) war ständig präsent. Ich entschloss mich zwar weniger zu trinken, bzw. nicht mehr so oft. Habe die berühmten 3 Wochen vor der Leberwertkontrolle gar nichts getrunken. Und ich schwor mir "ICH WERDE NIE WIEDER BETRUNKEN FAHREN", ich werde meinen Führerschein nie wieder so aufs Spiel setzen. Wenn ich besoffen bin, steige ich in keine Auto mehr, das passiert mir nie wieder. Dieses Gedanken waren ständig da und für mich war es wirklich undenkbar, dass ich jemals wieder betrunken in ein Auto steigen werde. Ich war mir sicher dass sich dieser Gedanke bei mir "eingebrannt" hat und ich dies nie wieder tun würde. Den Alkohol sah ich damals als Ursache, nicht als Problem. Für mich war es "normal" sich am Wochenende zu betrinken, zumindest "unregelmäßig regelmäßig", da dies eh alle taten (meine damaligen Freunde). Ich fühlte mich wohl bei ihnen und wollte sich auch nicht aufgeben. Warum auch? dies war für mich undenkbar. Ich entwickelte einen unglaublich Ehrgeiz und dachte mich in das Gutachterdenken hinein und konstruierte mir eine Geschichte, die auch zu einer positiven MPU führte. Für mich, aber auch für mein Umfeld war klar, dass die "Ausrutscher Führerscheinetzug" eine einmalige Dummheit war und das dies nie wieder passieren wird. Ich hätte darauf geschworen!!! Mein Vater sagte wörtlich "er hätte sich dafür die Hand abhacken lassen". Ich dachte ich bin "resitent gegen das einsteigen in ein auto unter alk-einfluss" durch meine vorgeschichte. Ich erlebte während der ganzen zeit große unterstützung nach diesem schock und konzentrierte mich nur darauf, die MPU zu bestehen, mit allen Mittel, da ich wie beschrieben meine Problematik überhaupt nich sah, bzw. sehen wollte. Dies alles führte dann zu Führerscheinentzug 2 --> Ich sah überhaupt kein Problem darin, mit meinem Auto in eine Disko zu fahren. Der Vorsatz zu trinken und mit dem Taxi heimzufahren war da. Ich dachte keine Sekunde daran, dass ich eventuell in mein Auto einsteigen könnte!!! Dieser Gedanke war für mich nicht existent. Viele haben mich dann gefragt warum ich überhaupt mit dem Auto hingefahren bin "ich entgegnete ihnen alle, was ich ihm vorigen Satz geschrieben habe, ich sah darin in keinster Weise ein Problem/eine Gefahr". Ich betrank mich an diesem Tag wie schon im Fragebogen beschrieben bis zum Teilweisen Filmriss und mir war erst bewusst, was geschehen war als die Polizei mich anhielt. Ich weiß nicht ob das so zu verstehen ist, wie ich es oben beschrieben habe!!!??? Mir ist es heute auch schwer begreiflich, warum es zum 2ten Führerscheinentzug kommen musste um endlich klar zu sehen! Ich habe LEIDER den zweiten "HAMMER" gebraucht um endlich aufzuwachen. Ich habe damals mein Problem mit dem extensiven Wochenend-Trinken noch nicht erkannt bzw. noch nicht erkennen wollen. Alles lief auch so weiter und ich dachte ich habe alles im Griff und es war ein Ausrutscher. Nach dem 2ten Mal hat er mir dann richtig den Boden unter den Füßen weggezogen. Mann fällt in ein Loch, man macht sich unbeschreibliche Vorwürfe, man bekommt seitens der Eltern/Oma/richtigen Freunde unbeschreibliche Unverständniss und Vorfwürfe. Aber: Zumindest bei mir hat es zum aufwachen geführt. Ich habe mir direkt nach der Tat geschworen, nie wie etwas zu trinken. Ich weiß nicht ob das komisch klingt oder unglaubwürdig, aber dies war meine erste Reaktion. Natürlich glaub einem das keiner seitens des Umfeldes, den die Wut/Enttäuschung und Verletzung ist zu groß. Ich persönlich habe es mir aber geschworen und ich habe es bis heute durchgehaltne und dadurch das zerstöre Vertrauen zu allen durch TATEN und nicht durch Worte wieder aufgebaut. Wenn mann dann nach 3Monaten vor gericht sitzt und zu Haft auf Bewährung verurteilt wird fühlt man sich wie ein schwerverbrecher und man sieht was man alles wegen des Alks aufs spiel gesetzt hat. In meinen Fall, mein Leben, das Leben von anderen, das Vertrauen zu Verwandten/Familie, die Gesundheit, meine Chancen auf Verbeamtung nach dem Lehramtsstudiem (was mein Lebenstraum ist) usw. und dies alles nur wegen eines bescheuerten Destilates. Im Nachhinein, nach über einem Jahr Abstinenz eine unglaubliche Vorstellung und Enttäuschung über sich selbst und seine Blödheit. Warum hat man die erste Chance nicht wahrgenommen usw. aber wie schon in vorherigen Beiträgen geschrieben. Ich bin jetzt 23! Ich habe es jetzt alles hinter mir. Anderst wäre es auch so gekommen! ohne den 2ten Führerscheinentzug wäre es so weitergegangen wie vorher. Ich habe noch die Chance erhalten was zu verändern. Ich habe niemanden oder mich selbst verletzt- Gott sei dank. Dafür bin ich dankbar. Gut, ich versuche hier mal meine Lebensveränderung zu schildern. Ihr könnte ja dann beurteilen ob dies überzeugend wirk und ausreichend ist. Nach der Trunkenheitsfahrt 2 bin ich wie gesagt erstmal in ein ziemliches Loch gefallen...die ersten Tag habe ich mich nur daheim verkrochen! Ich war so voller Scham und Schuldgefühlen und war einfach am Boden zerstört. Aber in diesen Stunden/Tagen reifte eigentlich sofort der Entschluss "Das war es mit dem Alkohol". Ich habe jetzt 2 mal diesen Fehler gemacht und es darf kein 3tes Mal geben. Ich habe dies auch gleich so an meine Eltern herangetragen, was diese aber mir nicht glauben konnten/wollten...die Enttäuschung/Wut/Trauer über mich war denke ich einfach zu groß. Ich war denke das ist auch verständlich, wenn man seinen Sohn immer unterstützt hat, auch während der führerscheinlosen Zeit und dann nach 6 Wochen so etwas wieder passiert...! Ich selber war so wütend und enttäuscht über mich selber und fragt mich wie die anderen (Freunde/Bekannte/Studienkollegen) auf mich reagieren würden...so eine "Nachricht" verbreitet sich ja gerade in Dörflichen Gefielden wie ein Lauffeuer. Während ich es beim ersten Mal noch auf die "Lächerliche Ebene/Pech-Ebene...etc." geschoben habe und damit fast noch haussieren ging, es zwar schade ohne führerschein fand, aber ich es "cool" fand 1,77 Promille haben zu können, so nach dem Motto, "das schafft nicht jeder"...bla bla bla! Damals habe ich wie gesagt erstmal weniger getrunken, aber im Prinzip fanden die Exzesse später am Wochenende doch wieder statt. Ich habe mich damals noch bestärken lasse "oh, dass war pech" , "hätte mir auch schon geblüht" , "die zeit kriegen wir zusammen rum" , "du hast glück, jetzt muss du niemer fahren und kannst immer trinken am wochenende" und so weiter. Es ist mir heute eigentlich unbegreiflich, wie ich so bescheuert sein konnte. Wie dumm und peinlich ich mich damals verhalten habe und dass mir nicht schon damals die Augen geöffnet wurden. Ich praktizierte dieses abnormale Trinkverhalten ungefährt seit meinem 18ten Lebensjahr. Während bzw. nach dem Abitur und der Zivizeit war es normal sich jedes Wochenende zu betrinken. Mir fiel es damals schwer weg zu gehen ohne zu trinken...Alkohol gehörte für mich zur Geselligkeit dazu! Weggehen war fast Gleichbedeutend mit Trinken. Es gab wenige Ausnahmen aber diese waren eher selten. Nach dem Führerscheinentzug war es etwas öfter, dass ich nichts trank aber, aber die Exzesse fanden doch in einer Regelmäßigkeit statt. Ich war von je her sehr schüchtern...der Alkohol lies mich freier, lockerer werden...ich traute mich sachen, die ich ohne alkohol nie gemacht hätte. Tanzen/hübsche Frauen ansprechen wäre hier Beispiele. Beim Weggehen war dies für mich normal Disco = Alk = "Freiheit"! Ich fühlte mich immer recht unwohl und "verloren", wenn ich fahren musste und die anderen Trinken konnte. Ich dachte mir dann, dass ich auch hätte daheim bleiben können...! Mir war jetzt so im Rückblick nie bewusst, wie beängstigend dieses Sichweise eigentlich ist. Meine sozialen Kontakte beschränkten sich beim abendlichen Weggehen eigentlich immer auf Alkohol, mit ausnahme vom Fußball. (Aber mit den Fußballern habe ich dann oft beim Weggehen getrunken) Das Trinken hat sich bei mir wie gesagt "nur" auf das Wochenende konzentriert. Es dauerte bis TF2 ca über 4-5 Jahre an und wäre ohne diese Trunkenheitsfahrt wahrscheinlich immer so weitergelaufen. Dieser abnormale Alkoholkonsum hätte denke ich früher oder später in die Abhängigikeit geführt. (Ich weiß nicht ob man das bei mir bereits als "psychische Abhängigkeit" sehen konnte). Der Konsum wäre bestimmt öfter geworden bzw. öfter unkontrolliert und hätte mich früher oder später schrittweise ruiniert. Im Rückblick ist es für mich Unglaublich, dass man so etwas nicht erkennen kann, bzw. will ohne so einen "Hammerschlag" Führerscheinentzug. Nach der Trunkenheitsfahrt habe ich mir geschworen nie wieder einen Tropfen zu trinken. Ich habe mich für eine "total offensive" Verhaltensweise entschieden. Meine Fall kennt jeder! Es gibt Leute, die mich darauf ansprachen, es gibt Leute die dies nicht taten, aber es weis jeder. Ich lebe in einer 3000 Seelen Gemeinde und hier weiß es jeder und ich denke auch im Umkreis von 20 KM (also zumindest die Leute, die mich kennen) Somit hatte ich eh nichts mehr zu verlieren. Ich war gebranntmarkt als "Vollidiot" , "Blödmann" , vll "Säufer" und konnte beginnen mit allem und jedem aufzuräumen. Wenn mich jmd ansprach gab ich zu was passiert war und sagt jedem, der es wissen oder hören wollte oder auch nicht, dass ich mit dem Alk komplett abgeschlossen habe. Es gab Leute, die Verstaden dies "ist in deiner situation das beste" und es gab leute die lachte "oh, des ist der erste schock, du trinkst eh bald wieder" , "ich lach mich tot" , etc. ich erlebte die gesamt Bandbreite an Reaktion und ich muss sagen ich saugte alles auf als Motivation. Ich gehe meinen Weg, ohne einen Tropfen Alk seit 1 nem Jahr und ich werde ihn bis an mein Lebensende weitergehen. Es gibt Leute die akzeptieren dies und verstehen dies total, es gibt Leute, die denken ich trinke wieder wenn ich meinen Führerschein zurück habe, es gibt Leute die können mich heute noch nicht verstehen, aber dies ist mir alles egal muss ich sagen. Wenn man die Veränderung vom Wochenend-Trinker zum "Anti-Alkoholiker" durchzieht nimmt man soooo unglaublich viel für sein Leben mit. Am Anfang musste ich mich zwingen in die Disco zu gehen und Cola zu trinken. Ich fühlte mich unwohl, gehemmt.....wurde in versuchung gebracht "eins ist keins und sprüche dieser art" aber ich zog es und ziehe es bis heute durch. Ich musste erst erlernen, wie es ist sich permanent ohne alkohol unter menschen zu bewegen, dass man so auch spass haben kann und sich unterhalten kann, und dass die AUCH beachtung und anerkennung findet. Man erlebt negative sache wie auslachen und verspotten "du schlappschwanz etc" aber man erlebt auch positives wenn man z.b angesprochen wird von mädels "Hi, fährst du auch weil du Wasser trinkst - Nee, ich trinke einfach so nichts - Oh cool, des gibt net so oft" dies sorgt für zusätzliche motivation und freude. Am Anfang war es wirklich schwer, man musste viel einstecken und auch aushalten aber es wird immer besser und man stellt sich auf die Positivität ohne alk ein. Man sieht wie peinlich manche sich benehmen, man sieht wie scheiße es die meisten mädels finden wenn man so betrunken ist wie ich früher oft war. Man wird von manchen Freunden seltener angerufen, von manchen gar nicht mehr, da sie lieber einen mitnehmen der mittrinkt. Man findet aber neue freude und kontakte. Ich finde man löst sich von der "Verinselung" von seinen Trinkfreuden. Am Anfang wird einfach eine Runde bestellt und man wird miteinberechnet und bekommt dann blöde sprüche, wenn man das getränk nicht trinkt.......heute werde ich von den freunden, die ich von früher noch habe nicht mehr mit einberechnent in die runde, was mir zeigt, das sie es verstanden haben und akzeptieren. Beim Sektempfang auf einem Geburtstag antwortet man auf die Frage "Sekt oder Sekt-O" --> Nur O-Saft bitte, da erntet man einen komischen blick und ich lächle dann in mich hinein. Ich habe von den anfangs viel negativeren Erfahrung ohne alk als mit so viel positives entdeckt und habe heute ein viel höheres Selbstvertrauen und auch mehr Härte und Disziplin gegen mich selbst, was mir auch beim Lernen für die Uni entgegenkommt (zusätzlich zu den Katerfreien-Tagen nach dem Suff, an denen es unmöglich war zu lernen). Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich denke es kommt rüber was ich meine/fühle/denke oder??? Ich kann im Moment nur sagen, dass ich sehr sehr zufrieden bin wie ich mich momentan fühle. Der Freundeskreis hat sich schon gewandelt, manche sind gegangen, manche sind gekommen. Aber die, die gegangen sind vermisse ich in keinster Weise. Ich kann heute über unser Dorffest laufen, ich merke wie manche hinter dem Rücken tuscheln (Der XXX, Führerschein 2 mal weg, bla bla bla) und sich wundern war ich Cola trinke, das hat er vorher ja noch nie gemacht! Da denke ich dann oh leute, eigentlich seit ihr so armselig, ich weiß ich habe mit 23 schon riesen scheiße gebaut. Meine gesundheit riskiert, mein Leben, das leben anderer. Das Verhältnis zu meine Eltern war nach der TF2 zerstört und ist heute eigentlich besser den je (vor einem Jahr haben sie sich noch geschämt und heute sind sie stolzer den je auch mich). Durch Führungszeugnisseintrag und die Haft auf Bewährung habe ich zusätzlich gemerkt, dass ich mit 23 eigenltich mein Leben fast schon zerstört hatte, bevor es richtig angefangen hat. Aber je früher man es merkt desto besser (auch wenn ich mich wieder und wieder frage: "warum leider erst jetzt? warum nicht vor 3 jahren" aber es ist so wie es ist und alles hat einen sinn im leben. Ich hoffe echt, dass manche Leute nicht dieselben Fehler machen wie ich, bzw. ich versuche sie davon abzuhalten. Jeden den ich vor etwas bewahre verschafft mir zufriedenheit (z.B jmd den schlüssel in der disco abnehmen) aber ich weiß, dies war einmal und wenn man trinkt wird es irgendwann passieren. Nicht wie mit 23 bei mir, aber vll mit 30 oder 40, mitten im Leben!!! Aber ich habe bei mir gemerkt, dass ICH zumindest diese Hammerschläge gebraucht habe um aufzuwachen und ich denke so geht es (leider) den meisten......! 28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen? (Ja/Nein + Begründung) 29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen? Da ich keinen Alkohol mehr Trinke, stellt sich diese Frage nicht mehr. 30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen? Nein |
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02.06.2009, 09:05
Beitrag
#121
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Hallo Scholle,
Deinem Fragebogen merkt man natürlich an, dass Du schon MPU-Erfahrung hast. Aber er ist im hinteren Teil auch noch sehr unstrukturiert. Einige Fragen (15 + 16) sind noch unbeantwortet. Du solltest ihn noch ein bißchen ordnen und deutlicher trennen, was vor der ersten MPU passiert ist, wie Du diese bestehen konntest und was danach passiert ist. Außerdem fällt auf, dass Du sehr stark von aussen beeinflusst wirst. Du beschreibst die Dinge so, dass Du nur auf die Reflektion von aussen schielst, da kommt noch zu wenig aus Dir heraus. Es ist ja in Ordnung, dass Du eine Trinkpause von einem Jahr machst, um nicht mehr von der Familie schief angeschaut zu werden. Aber was ist mit den ursprünglichen Trinkmotiven? Wie befriedigst Du diese heute? Wie erlebst Du die Veränderungen außerhalb vom Trinkthema? Was machst Du aus Deinem Leben? Gerade weil als Trinkmotiv eine gewisse Labilität, geringes Selbstvertrauen und starker Bezug zur Meinung Anderer genannt wird solltest Du begründen, dass Du heute mehr aus Dir heraus und aus eigener Stärke die Dinge angehen kannst. Weiterhin: welche Rückfallstrategien hast Du außer dem festen Vorsatz (der hat ja schon einmal nicht gereicht)? Gibt es eine Selbsthilfegruppe, die Dir geholfen hat und künftig Stabilität gibt? Hast Du die Geschichte auch psychologisch aufgearbeitet? Viele Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
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02.06.2009, 11:09
Beitrag
#122
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Erstmal danke für die Antwort!
Erstmal beantworte ich den letzten Teil der Frage. Ja, ich habe einiges gemacht, um die Stabilität meiner Abstinenz zu gewährleisten. Ich bin in keiner Selbsthilfegruppe, sonder habe eine verkehrspsychologische Intensivberatung gemacht, welche mir persönlich sehr viel gebracht hat, grade in Bezug auf die Gründe des Trinkens und mein Verhalten. Dazu habe ich einen Abstinenzcheck über ein Jahr gemacht. Ich lebe seit 6 Monaten in einer sehr glücklichen Partnerschaft. Ich habe mein ganzes Umfeld inklusive aller Freunde, Familienmitglieder, Mitspieler, Studienkollegien über meine Situation und meine Beweggründe des Alkoholverzichts informiert und somit könnte bei einem eventuellen Rückfall aufgrund eines Schicksalschlags oder ähnlichem direkt im nahen Umfeld eingegriffen werden. Ich denke aber, dass ich selbst den eisernen Willen habe die Abstinenz durchzuziehen. Mein ganzes Leben hängt davon ab! Die erste MPU. Aus heutiger Sicht gesehen war es unglaublich, dass ich sie bestehen konnte. Ich habe nichts an meinem Leben geändert gehabt, und habe trotzdem die MPU bestanden. Ich habe Bücher gelesen, viele alte Gutachten und habe mir eine Geschichte konstruiert. Ich habe mein Problem trotz dem Lektüre und das tiefe Einsteigen in die MPU-Materie total verhamlost und einfach gedacht, ich werde nicht mehr fahren. Es war von Anfang an der Vorsatz, den Gutachter auszutricksen und mein Leben genauso wie zuvor weiterzuleben. Wie schon geschrieben, ich habe mein Trinkverhalten nach meinem ersten Führerscheinentzug quasi nicht verändert. Man erlebt natürlich am Anfang einen Schock, aber nachdem dieser überwunden war, ging es genauso weiter wie zuvor. Ich habe mich dann in die Materie reingebissen, habe alles gelesen was es über die MPU gibt und habe mir eine "perfekte" Geschichte gebastelt. Ich habe mich im Leben immer irgendwie durchgeschlagen. Die Schule gerade so geschafft mit allen möglich Tricks u. Lügereien. Genauso lief es dann auch bei der MPU ab. Ich habe zur Zeit des ersten Führerscheinetzugs studiert, aber einfach nur um nicht auf der Straße zu sitzen. Für meine aktuelles Studium (was mein Lebenstraum ist) war mein NC zu schlecht. Ich habe einfach getrunken und Party gemacht, die Uni war mir egal. Zum Zeitpunkt des 2. Führerscheinetzungs hatte ich schon mein Traumstudium angefangen, war aber immernoch in meinem alten Wochenend-Trinkmuster. Nach dem Entzug der Fahrerlaubnis habe ich angefangen mich wirklich in mein Studium reinzubeisen. Ich verfolge das Ziel mit aller Macht. Ich kann lernen, da ich keinen Kater mehr habe, ich bin fitter (geistig und körperlich), ich muss kein schlechtes Gewissen mehr haben wegen meines Konsums. Ich habe während meiner Trinkzeit zwar Frauen kennengelernt, aber nie ist daraus eine Beziehung entstanden, jetzt, ohne Alkohol habe ich meine Freundin kennengelernt. Sie liebt mich so wie ich bin, ohne Führerschein, ohne Alkohol, trotz Vorstrafe! Ich bin heute so glücklich wie nie! Ich habe eine Freundin, mein Traumstudium, ich treibe noch mehr Sport wie früher und eigentlich überall ist akzeptiert, dass ich nichts mehr trinke. |
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| Gast_klaus62_* |
02.06.2009, 15:07
Beitrag
#123
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Zitat Ich bin heute so glücklich wie nie! Ich habe eine Freundin, mein Traumstudium, ich treibe noch mehr Sport wie früher und eigentlich überall ist akzeptiert, dass ich nichts mehr trinke. Hier schreibst du Zitat Ich hatte schon immer einen sehr ausgefüllten Tagesplan (Schule, Nebenjob, sehr viel Fußball) und stand städig unter Stress und Zeitdruck und baute diesen Druck und Stress mit Alkohol ab. was machst du heute anders, obwohl du ja heute noch mehr unternimmst wie damals? Deinen Part mit deiner Ansicht wegen der letzten MPU, dass du gelogen und alles nur zusammengebastelt hast, finde ich wichtig. Ich würde es genau so bei der jetzigen MPU sagen, und dann natürlich den GA überzeugen, dass es diesmal anders ist. Versuche uns mal davon zu überzeugen |
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07.06.2009, 23:11
Beitrag
#124
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
So, nun versuche ich mal mein Glück euch zu überzeugen!
Ich muss etwas weiter ausholen um alles zu erklären. Ich bin ein junger Mann aus einer erfolgreichen Familie. Es besteht ein sehr enges Familienverhältnis, man kann von einer Bilderbuchfamilie reden. Alles ist, bzw. scheint perfekt zu sein und meine Eltern stellten hohe Erwartungen an mich. Das Gymnasium musste ich natürlich locker packen, gute Noten waren eine selbstverständlichkeit (aber diese guten Noten hatte ich nicht), im Fußball habe ich in der Jugend sehr hoch und erfolgreich gespielt (war natürlich selbstverständlich) und ich war nach außen ein lieber, anständiger Kerl. Ich stand quasi immer unter Leistungsdruck und gab diesm Druck schon früh ein Ventil, und zwar den Alkohol. Ich verheimlichte meine schlechten Noten und meinen Wochenend-Alkoholkonsum ebenso. Das Abitur schaffte ich dann grade so und Sprüche wie "Wenn du Lernen würdest, hättest du ein super Abitur" und "Du bist so intelligent, aber so faul" bekam ich zu dieser Zeit ständig zu hören. Nach dem Abi machte ich dann Zivildienst und fügte mich wieder in das Muster der "guten, heilen Familie" ein. Das Trinken am Wochenende versuchte ich zu verheimlichen indem ich auswärts schlief, oder meine Eltern einfach bezüglich der Trinkmenge und des Pegels schamlos anlog. Meine Eltern wollen wahrscheinlich auch einfach nicht wahrhaben, wieviel ich zu der Zeit trank. Dann begann ich nach dem Zivildienst notgedrungen ein Studium, was ich eigentlich gar nicht wollte, aber aufgrund meines miserablen Abischnittes bekam ich einfach nicht mein Traumstudium. Ich konsumierte weiterhin sehr regelmäßig am Wochenende und das Studium interresiert mich genausowenig wie früher die Schule. Dann kam es zu TF1. Der Schock in der Familie, das Entsetzen, die Entschäuschung war natürlich zu Beginn sehr groß. Doch diese war sehr schnell verflogen und der Schutzmantel der Familie hülte sich wieder um mich. Ich bekam zu hören "Wir sind früher auch gefahren", "Ist nicht so schlimm, die 9 Monate Sperre kriegen wir rum", "du hast einfach Pech gehabt".....etc.! Ich war mir zu dieser Zeit nicht bewusst in welchen extremen Mengen ich trank und bewegte mich in Kreisen, wo diese Mengen völlig normal waren. Meine Eltern hatten keine Ahnung was ich so trieb und bestärkten mich noch in meiner Verhamlosung meines Problems. Doch durch meine hohe Promille (über 1,6) kam ja zwangsläufig die MPU auf mich zu. So musste ich mich ja zwangsläufig mit der Thematik befassen. Ich entwickelte einen unglaublichen Ergeiz, meinen Führerschein zurück zu bekommen. Ich lass etliche Bücher über die MPU, ich durchforstete unheimlich viele alte Gutachen und las mich durch Internet-Foren. Ich bastelte mir eine "perfekte" Geschichte zusammen und übte sie ein. Trotz, dass ich sehr tief in die Materie eindrang, konnte (bzw. wollte) ich bei mir kein Problem sehen. Ich wollte den Gutachter austricksen, einfach meinen Führerschein wiederkriegen und dann mein Leben genauso weiterleben wie vorher (und halt nicht mehr betrunken fahren). Diesen Vorsatz hatte ich zu 100%. Ich schwor mir, nie mehr betrunken in einen PKW zu steigen, und ich schwor es ebenso meinen Eltern, meinen Großeltern....etc. Ich tat alles für mein Ziel meinen Führerschein wiederzukriegen und fataler Weise bestand ich die MPU, obwohl ich davor keinerlei Verhaltenänderung durchlebt habe. Alles war ein große Lüge. Nach der MPU war das Familienglück wieder heil...ich hatte meinen Traumstudienplatz zugesagt bekommen, war sportlich erfolgreich und alles schien bestens zu sein, doch trotz allem trank ich am Wochenende weiterhin. Es war gewohnt mit meinen damaligen Freunden wegzugehen und extreme Mengen zu konsumieren, doch es sollte nur ca. 6 Wochen mit den erkämpften Füherschein dauern, dann kam TF2. Und diesmal war alles anderst. Ich verkroch mich für eine Woche in mein Bett, konnte meinen Eltern, meiner Familie nicht in die Augen sehen. Meine Oma, meine Eltern wurden angesprochen "Stimmt des, das eurer wieder den Lappen los ist?"...ich war fassunglos, schockiert, traurig. Ich hatte eine Tat begangen (wieder betrunken zu fahren), die ich nie mehr für möglich gehalten hätte. Nachdem die Trauer gelegt war, schwor ich mir nie mehr Alkohol zu trinken, ich sagt es meinen Eltern, doch das Vertrauen war zerstört. Für sie war meine Tat unbegreiflich, sie waren fassunglos und schämten sich. Dass ich so was der Familie "antun" konnte. Mein Ruf, unser Ruf war ruiniert. Doch ich schwor mir es allen zu zeigen. Ich werde nie mehr was trinken. Am Anfang war es schwer und ungewoht, erst nicht wegzugehen und dann mal wieder wegzugehen und nichts zu trinken. Das Glas in der Hand war Standart, ich musste erst lernen ohne zu sein. Ich spürte, wie die Leute hinter meinem Rücken auf mich zeigten und über mich redeten. Ich war das Gesprächsthema Nr.1 im Dorf und alle lachten, redeten oder schüttelten den Kopf über mich. Doch gerade daraus zog ich unheimlich viel Motivation. Ich sagte es jedem, der es hören wollte oder auch nicht, dass ich nie wieder mehr was trinken würde. Man lachten, manche sagten, dass hälst du nie durch und glaubten mir nicht! Manche Freunde wendeten sich ab, manche bestärkten mich in meiner Entscheidung. Das Vertrauen zu meinen Eltern war komplett zerstört und normarlisiert sich erst langsam wieder. Ich habe einen Abstinenzcheck über ein Jahr gemacht und trotzdem haben sie Angst, dass ich wieder etwas trinken könnte, wenn ich meinen Führerschein zurück habe. Ich kann ihnen sagen, dass die Angst unbegründet ist, doch verständlicherweise wollen sie Taten sehen! Ich habe mich nach dem Führerscheinverlust unheimlich in mein Studium reingebissen, ich war voller Elan, ich konnte lernen, hatte keinen Kater mehr, keinen dicken Kopf und es stellten sich auch Erfolge ein. Meinen Eltern musste ich erstmal erklären, unter welchem Druck ich früher stand, welche Mengen ich konsumiert habe, für sie war es unfassbar. Heute sind zwar immernoch Ängst da, in Bezug auf einen Trinkrückfall, aber das Verhältnis hat sich normalisiert. Gute Noten sind keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern werden honoriert. Mein Studium und Berufsziel ist Lehrer zu werden, ich bin durch die 2te Trunkenheitsfahrt vorbestraft, ich weiß, dass ein 3ter Entzug der Fahrerlaubnis unter Umständen Knast bedeuten würde, aber auf jeden Fall würde ein 3tes Mal meine beruflich Zukunft zerstören. Mein Lebenstraum wäre hinüber, drum ziehe ich auch aus diesem Fakt große Motivation. Ich könnte noch ausführlicher werden, doch dann wird es vll zuviel. Danke fürs Lesen! Mfg Scholle |
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08.06.2009, 10:22
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#125
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Ich würde das Ende nochmals bearbeiten. Oben beschreibst Du ein Bild, ei Traumbild. Unten realisierst Du es. Nur ist die Länge der Beschreibung verdreht. Und: Durch die ähnlichen Begriffe Traumbild resp. Bilderbuchfamilie könnte der Eindruck entstehen, du läufst schnell wieder einer fremden Illusion hinterher.
Etwa so: Meine Familie galt immer als Bilderbuchfamilie. Doch so ein "Bilderbuch" des Erfolgs hat Konsequenzen. Ich wurde zur Leistung gedrängt, sollte dem Bild entsprechen. Das konnte ich nicht. Resp. baute ein paralleles Leben auf. In dem trank ich, verheimlichte es. Nach außen machte ich, was deren Bild entsprach. Wo ich mich unbeobachtet fühlte, ging ich meinen Interessen nach. Heute habe ich mich frei gemacht von diesem Paralleldasein, welches mich überforderte. Ich gehe ausschließlich meinen Interessen nach. Paradoxerweise stellen sich dabei Erfolge ein, die dem eines Bilderbuches entsprechen. Viel wichtiger ist, mein offenes Leben machten mich glücklich. Das hat mir einen gewaltigen Druck genommen. Zugleich sind dadurch die Ausbrüche aus fremden Vorgaben beendet. Zugleich werden meine Erfolge anerkannt. Von meiner Familie, von außen. Meine Analyse ergab, dass Alkohol mich in dieser Entwicklung sehr behindert hat, mich immer wieder behindern würde. Nachdem ich obiges durchschaut habe, benötige ich ihn nicht mehr zum Ausbruch. Weiterhin ist er kontraproduktiv zu meinen Ziel der Selbstverwirklichung. Ich möchte Lehrer werden. Nach zwei einschlägigen Alkoholtaten ist das ziemlich gefährdet. Eine dritte würde diesen nachhaltigen Wunsch beenden. Meine Selbstverwirklichung in dieser beruflichen Entwicklung verhindern. Deshalb lebe ich heute abstinent. Damals haben alle gelacht, als ich sagte, ich werdet sehen, ich trinke nie wieder. Doch ohne ihn konnte ich plötzlich lernen, war motiviert. Hatte obiges durchschaut. Die Studienerfolge kamen und kommen. Das hat denn auch meine Freunde beeindruckt. Die wahren Freunde unterstützen mich, die anderen wahren nur Saufkumpane. Diese Anerkennung wirkt sich positiv auf mich, meine Abstinenz aus. Du, das sind meine Worte, meine Denkstruktur. Es ist all das vorhanden, was Du ausgesagt hast, es ist gut durchschaubar und benutzt nicht scheinbar gleiche Bilder/Begriffe. Liebe Greet-Ings Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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08.06.2009, 10:54
Beitrag
#126
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Hallo Scholle,
ich probiere mal eine These aus: es drängt sich der Eindruck auf, dass im Mittelpunkt der ganzen Geschichte das Thema "äußerer Einfluss" vs. "Selbstbehauptung" steht. Du hast Dich zu sehr auf das "außen" fixiert und konntest den geballten Erwartungen nicht standhalten. Das Ventil war der Alkohol. Stimmt das so? Ist es denn jetzt anders? Diesen Aspekt, dass Du jetzt zu Dir gefunden hast, Dir selbst wichtig bist und die Dinge für Dich tust, den solltest Du noch weiter herausarbeiten. Du bist jetzt der Mittelpunkt, Du bist wichtig und für Dich tust Du das alles. Wie stehst Du heute zu Dir? Was hat sich verändert? Welche Erfolge hast Du für Dich erlangt? Wie äussert sich der "Abnabelungsprozess" noch? Wie ist die Reaktion von aussen, wenn Du Dich nur noch Deinen Ansprüchen unterwirfst? Hast Du heute auch noch manchmal das Gefühl, dass der Druck zuviel wird? Wie gehst Du heute damit um? Das kann alles noch plastischer werden, schließlich sollte klar werden, wie Du mit Deinem inneren Motiv heute umgehst und welche Vermeidungsstrategien Du gefunden hast. Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
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24.06.2009, 17:11
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#127
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Mitglied ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 66 Beigetreten: 09.05.2007 Mitglieds-Nr.: 31522 |
Hallo meine lieben Freunde!
Ich wollte eucht mitteilen, dass ich meine MPU bestanden habe! Danke an das gesamte Forum für die kompetenten Ratschläge, die Hilfe in allen Lagen und dass "Mutmachen" in schlechten Zeiten! Vielen Vielen Herzlichen Dank!!! Nach 2 Direkt-Positiven MPU's kann ich mich nun auch fast zum Kreis der "Experten" zählen und werde versuchen (wenn es mein Studium zeitlich zulässt) hier aktiv mitzuarbeiten! Mit freundlichen Grüßen, Euer Scholle |
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24.06.2009, 17:24
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#128
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 17720 Beigetreten: 07.12.2006 Wohnort: Gaaanz hoch im Norden.. Mitglieds-Nr.: 26234 |
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!! Ich freu mich tierisch für Dich!!
Setz es bitte nicht wieder auf's Spiel... -------------------- Personalführung ist die Kunst einen Mitarbeiter so über den Tisch zu ziehen, dass er die Reibungshitze als Nestwärme empfindet...
oder Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet... |
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24.06.2009, 17:27
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#129
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![]() Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 26846 Beigetreten: 21.09.2007 Wohnort: NRW Mitglieds-Nr.: 36827 |
Nach 2 Direkt-Positiven MPU's kann ich mich nun auch fast zum Kreis der "Experten" zählen und werde versuchen (wenn es mein Studium zeitlich zulässt) hier aktiv mitzuarbeiten! ja, Du weißt jetzt wie man es nicht macht und wie man es dann richtig macht Herzlichen Glückwunsch und immer nebelfreie Fahrt. Und schön, wenn Du uns erhalten bleibst. Viele Grüße Kai -------------------- Grüße
Kai --- sorry, keine Privatkonsultationen per PN --- |
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24.06.2009, 17:33
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#130
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 7548 Beigetreten: 05.03.2007 Wohnort: In der Mitte Schleswig-Holsteins Mitglieds-Nr.: 29231 |
Getreu dem Motto: Doppelt hält besser
Herzlichen Glückwunsch und immer gute Fahrt
-------------------- Mitglied der Interessengemeinschaft 'Rettet den Genitiv'
Unser Zeitalter ist stolz auf Maschinen die denken und mißtrauisch gegen Menschen, die es versuchen. MPS-Kinder |
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24.06.2009, 17:45
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#131
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members 1000+ Beiträge: 14059 Beigetreten: 30.07.2004 Wohnort: Lübeck Mitglieds-Nr.: 4642 |
Herzlichen Glückwunsch!
Liebe Greet-Ings Cornelius -------------------- MPU-Beratung --- Deutsche Fahrerlaubnis kompetent, preisattraktiv, permanent
Da nicht jeder Wunsch im Leben erfüllt wird, sind mehrere Wünsche empfehlenswert. Die Lebenskunst ist nun, ungeachtet unerfüllter Wünsche, zufrieden zu sein. Der Unterschied zwischen Himmel und Hölle liegt darin, in der Hölle wird jeder Wunsch sofort erfüllt - weil dann Wünschen keine Freude mehr bereitet. |
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24.06.2009, 17:47
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#132
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 15362 Beigetreten: 24.08.2004 Wohnort: Mainz-Gonsenheim Mitglieds-Nr.: 5157 |
Na, dann herzlichen Glückwunsch. Und bitte, bitte nicht irgendwann wieder so hier aufschlagen. Lass es Dir eine Lehre fürs Leben sein.
Und, btw, über kompetente Mitstreiter sind wir hier äußerst dankbar. -------------------- Lieber einen Moment lang feige - als ein Leben lang tot Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen. |
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24.06.2009, 21:08
Beitrag
#133
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Globaler Moderator Beiträge: 31404 Beigetreten: 06.02.2004 Mitglieds-Nr.: 1686 |
Gratuliere!
-------------------- Gruß Mr.T
Gegen den Strom zu schwimmen ist deshalb so schwierig, weil einem so viele entgegenkommen. |
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| Gast_klaus62_* |
25.06.2009, 05:48
Beitrag
#134
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Guests |
Herzlichen Glückwunsch
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25.06.2009, 12:26
Beitrag
#135
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 864 Beigetreten: 06.02.2008 Mitglieds-Nr.: 39973 |
Auch von mir alles alles Gut.
Tolles Gefühl-oder? |
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25.06.2009, 12:37
Beitrag
#136
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 481 Beigetreten: 09.06.2008 Wohnort: nähe Siegburg Mitglieds-Nr.: 42513 |
Herzlichen Glückwunsch auch von mir, lieber Scholle!
Anni |
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02.07.2009, 09:46
Beitrag
#137
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Mitglied ![]() ![]() ![]() ![]() Gruppe: Members Beiträge: 183 Beigetreten: 07.04.2009 Mitglieds-Nr.: 47803 |
Hallo Scholle,
bin in der MPU-Ecke nur Zaungast, habe aber Deinen Thread mit hoher Faszination gelesen. Muss sagen: Du bist ein Hammer! Ich wünsche es mir sehr, dass Du den angestrebten Berufsweg realisiert und später vielen jungen Menschen hilfst, gut ins Leben zu kommen. Mit dem Mist, den Du durchgemacht hast, dürftest Du Dir einen Reifegrad erkämpft haben, der deutlich über dem Deiner gleichaltrigen Kommiliton(inn)en liegt. Damit und als 'Quotenmann' im Lehrbetrieb freue ich mich schon auf den sehr wertvollen Beitrag, den Du im Beruf für die Gesellschaft leisten wirst. Alles Gute! PS: Per Saldo stehst Du nach der überwundenen Malaise IMO besser da als wenn gar nichts passiert wäre. (Aber das sagst Du glaube ich selber mehrfach) |
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Vereinfachte Darstellung | Aktuelles Datum: 13.01.2026 - 11:14 |