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A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

hinzugefügt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 26.08.03 11:07

Hi,

die meisten von Euch werden ja sicherlich von dem schrecklichen Unfall auf der A5 vom 14.07.2003 gehört haben. Ein MB-Limousine fuhr nach Zeugenaussagen auf dem linken Fahrstreifen mit mehr als 200 km/h auf einen wesentlich langsameren KIA auf. Die 21-jährige Fahrerin erschrak offenbar so sehr, dass sie ihr Fahrzeug nach rechts steuerte, von der Fahrbahn abkam und gegen Bäume prallte. Die junge Mutter verstarb zusammen mit ihrem 2-jährigen Kind noch am Unfallort. Der Schnellfahrer hielt nicht an.




Das Auto, in dem am 14.07.2003 die 21 Jahre alte Frau und deren zweijährige Tochter getötet wurden (Archivfoto der Feuerwehr Karlsruhe)

Offensichtlich wurde nun endlich ein Verdächtiger von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Polizei (Sonderkommission "Raser") ermittelt. In den letzten Tagen verstärkte sich der Verdacht gegen einen oder zwei Werksangehörige von Mercedes-Benz.

Mit den Presseberichten ist das ja immer so eine Sache. Die wesentlichen Umstände des Unfallhergangs scheinen aber klar zu sein. Hier ein paar Links:

Dem Verdächtigen wünsche ich eine fairen Prozess. Sollte sich seine Schuld nachweisen lassen hoffe ich auf ein hartes Urteil. Selbstverständlich bin ich emotional betroffen und daher gegenüber dem Fahrzeugführer voreingenommen. Sei's drum, die veröffentlichen Tatumstände, sofern sie den Fakten entsprechen, müssen eine langjährige Freiheitsstrafe für den Täter rechtfertigen!


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Leider...

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 26.08.03 12:11

...stellt sich immer noch die Frage, wieso man nachts auf einer leeren Autobahn mutterseelenallein auf der linken von drei Spuren unterwegs ist...


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Coffi [Email: Keine]
am 26.08.03 12:22

und er hat ausgesagt das er nichts mitbekommen hat, kann man halten wie man will, aber bei 200km/h und Dunkelheit schaut man eben nicht mehr so oft in den Rückspiegel.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Joe Dalton [Email: Keine]
am 26.08.03 12:56

Mitte Juli ist es Morgens um 6 vieles,aber nicht mehr dunkle Nacht. Warten wir mal ab was die Gutachten bringen,die Polizei hat bestimmt nicht alle Fakten veröffentlicht.Bei uns in der Zeitung Stand das ein Zeuge alle wesentlichen Teile des Kennzeichens ablesen konnte.In den Zeitungen stand aber immer das der Zeuge nur das BB erkennen konnte.Die wussten schon immer mehr als sie rausliesen und wollten den verdächtigen nur in Sicherheit wiegen,vermutlich auch verhindern das das Auto oder die Stoßstange auf unerklärliche weise verschwindet.


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@Grobi

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 26.08.03 13:08

Grobi, Deine Meinung in allen Ehren, wir haben ja nichts anderes in der Hand als die "Story" aus der Presse. Ein ungefähres Bild kann man sich machen ... mehr auch nicht. Deshalb habe ich in meinem Posting ja auch zu den Pressemeldungen einschränkend erklärt >[Zitat:] "... sofern sie den Fakten entsprechen ...".

Ob die AB "leer" war oder wie leer oder befahren sie war ist uns nicht bekannt. Wir können nur mutmaßen.

Der Vorfall wurde aber - das scheint sicher - durch mindestens einen Zeugen beobachtet, der sogar in der Lage war, sich an das Kennzeichen in wesentlichen Teilen zu erinnern. Genau dies führte dann ja wohl auch letztlich zur Ermittlung des Verdächtigen.

Es gab also anscheinend mindestens eine Person die den Unfallhergang verfolgen konnte.

Aber selbst wenn sich die Fahrerin allein auf dem linken Fahrstreifen befand rechtfertigt dies in keinster Weise das direkte Heranfahren an den langsamen KIA mit einer Ausgangsgeschwindigkeit von +200 km/h ... wenn es denn so war. Nach Pressemeldungen betrug der Abstand ca. 0,5 Meter (Aussage des Augenzeugen) bevor die Fahrerin nach rechts auswich. Bei dieser Konstellation ist es völlig gleichgültig ob die Fahrerin das Rechtsfahrgebot nicht beachtete. Sie ist, auch wenn sie möglicherweise ordnungswidrig handelte, nicht beliebiges Freiwild für jeden Schnellfahrer.

P.S. Den Begriff "Schnellfahrer" habe ich bewusst gewählt. Dieser Begriff enthält sich einer Wertung. Ich selbst habe nichts gegen Schnellfahrer, ganz im Gegenteil sogar. Ich erwarte von diesen allerdings "verantwortliches Handeln"! Ein Schnellfahrer muß salopp gesagt seinen "Jagdtrieb" unterdrücken können. Darauf kommt es an.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 26.08.03 13:32

"Der Vorfall wurde aber - das scheint sicher - durch mindestens einen Zeugen beobachtet, der sogar in der Lage war, sich an das Kennzeichen in wesentlichen Teilen zu erinnern." Das ist die Frage, evtl. fiel ihm der Mercedes schon vorher auf? Wenn die Frau mit dem Kia ganz links fuhr, müsste doch rechts oder in der Mitte mindestens ein weiteres Fahrzeug gewesen sein?!

"betrug der Abstand ca. 0,5 Meter (Aussage des Augenzeugen) bevor die Fahrerin nach rechts auswich."
Wie ist das möglich?
Benz 200 kmh -> 55 m/s
Kia 120 kmh -> 33 m/s, also eine Differenzgeschw. von 22 m/s. Der Benzfahrer würde also die 0,5m in 0,045sek. durchfahren??
Zum Einen wäre es bei diesem Abstand schon zur Kollision gekommen, zum Anderen merkwürdig, daß der Zeuge einen Abstand von hinten gesehen so exakt schätzen konnte...

"Bei dieser Konstellation ist es völlig gleichgültig ob die Fahrerin das Rechtsfahrgebot nicht beachtete. Sie ist, auch wenn sie möglicherweise ordnungswidrig handelte, nicht beliebiges Freiwild für jeden Schnellfahrer. " Das stimmt! Ich persönlich hätte in diesem Fall auf der ganz rechten Spur überholt. Gleichwohl ist ihr eine gewisse Mitschuld anzulasten. Das Fahrmanöver muß schon sehr extrem gewesen sein, wenn sie über alle 3 Spuren und den Standstreifen von der Fahrbahn abkommt.

Was wäre passiert, wenn sie vor einem Tier/Gegenstand so ausgewichen wäre und ein Motorrad auf der rechten Spur umgerissen hätte?

Es tut mir in diesem Falle am meisten um das tote Kind leid, denn das konnte am wenigsten für diesen tragischen Unfall.

"Ich erwarte von diesen allerdings "verantwortliches Handeln"! Ein Schnellfahrer muß salopp gesagt seinen "Jagdtrieb" unterdrücken können. Darauf kommt es an. " Eigentlich dürfte auch bei Schnellfahrern kein "Jagdtrieb aufkommen...
Evtl. hat der Mercedesfahrer die Geschwindigkeit des Kia überschätzt? Warum er dann aber nicht einfach rechts überholte (er schien sich auch nicht ans Rechtsfahrgebot zu halten) ist mir schleierhaft.

Grobi


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Walter [Email: Keine]
am 26.08.03 13:54

Da sind noch mehr Ungereimtheiten. Z.B. Wie jemand "vor Schreck" dermaßen den Lenker verreißen kann. Da wurde der rückwärtige Verkehr ganz sicher nicht im erforderlichen Maße beobachtet. Und eigentlich weiß doch jeder, daß bei höheren Geschwindigkeiten derartige Fahrmanöver nicht gut gehen können. Wie bekommt man mit einer solch mangelhaften Ausbildung einen Führerschein? Das gilt natürlich auch für den, der ang. auf 0,5 m aufgefahren ist. Ich fahre auch gerne schnell, allerdings nicht so! Aus Erfahrung weiß ich nämlich, was für Gurken sich teilweise auf den Autobahnen herumtreiben. Und: tut mir leid, aber zumeist sind es Frauen, die schon damit überfordert scheinen, mit 120 km/h geradeaus zu fahren. Den Blick für die anderen Verkehrsteilnehmer vermisse ich sehr häufig. Da fehlts wohl an der Übung. Hektik kann schnell tödlich enden, wie gesehen.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von gast [Email: Keine]
am 26.08.03 14:18

Grobi rechnet doch so schön: Diffeernzgeschwindigkeit 22 m/s (wahrscheinlich eher mehr) Das bedeutet, dass die KIA-Fahrerein mindestens alle 5 Skunden nach hinten sehen muss, um den Benz zu sehen und zu erkennen, wie schnell er ist. Das macht keiner.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 26.08.03 14:32

"Das bedeutet, dass die KIA-Fahrerein mindestens alle 5 Skunden nach hinten sehen muss, um den Benz zu sehen und zu erkennen, wie schnell er ist. Das macht keiner." Das wäre im Normalfall unter Einhaltung des Rechtsfahrgebots auch nicht nötig...

Vor dem Überholen sollte man jedoch öfter in den Spiegel schauen, um das Tempo des rückwärtigen Verkehrs einschätzen zu können!

Grobi


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von gast [Email: Keine]
am 26.08.03 14:49

einmal nach hinten gesehen: Nichts zu sehen.
2 Sek. später noch mal gesehen. Immer noch nichts.
also überholen.

Dann 5 Sek. später nach hinten gesehen. 2 Lichter weit entfernt. 8 Sekunden später nach hinten gesehen, weil es rumst (Stoßstange das Benz ist mit Lackstift ausgebessert), Lenker verrissen Frau und Kind tot.

wer so schnell fährt wie der Benz muss auch in der lage sein, rechtzeitig zu bremsen.

Ich hoffe, dass im Prozess Bilder der toten gezeigt werden und dass der Unglücksfahrer diese Bilder nie wieder vergessen kann.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Walter [Email: Keine]
am 26.08.03 15:07

Offensichtlich war der Benz-Fahrer ja in der Lage zu bremsen, wie sonst hätte er auf 0,5 m auffahren können, ohne das es kracht? Da muß er doch vorher gebremst haben, denn innerhalb dieser kurzen Strecke (0,5 m) ist es unmöglich, eine Differenz von mehr als 100 km/h zu eleminieren. Aber die anderen Poster haben recht: das sind alles Spekulationen. Den Zeitungen kann man da nicht trauen, Fakten zählen für die nur am Rande.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 26.08.03 15:12

@Gast: Wenn wir von einer Differenzgeschwindigkeit von 22 m/s ausgehen, bedeutet das, daß der Benzfahrer für 500m ca. 20 sek. benötigt. Eine Zeit, in der ein Überholvorgang durchaus abzuschließen sein müsste!

"Stoßstange das Benz ist mit Lackstift ausgebessert" Reine Spekulation! Ob eine Berührung der Fahrzeuge stattgefunden hat weiß niemand!

"wer so schnell fährt wie der Benz muss auch in der lage sein, rechtzeitig zu bremsen. " Das stimmt. Vieleicht nahm er an, die Frau hätte ihn gesehen und wird gleich die Überholspur verlassen (weil sie z.Zt. nicht überholt). Oder er hat sie nicht gesehen. Ich kann mir nicht vorstellen, warum jemand sonst eine so gefährliche Situation absichtlich heraufbeschwören sollte.

Grobi


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@Grobi / @Walter

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 26.08.03 15:14

@Grobi:

>[Zitat:] "betrug der Abstand ca. 0,5 Meter (Aussage des Augenzeugen) bevor die Fahrerin nach rechts auswich."
>[Zitat:] "Wie ist das möglich?
Benz 200 kmh -> 55 m/s
Kia 120 kmh -> 33 m/s, also eine Differenzgeschw. von 22 m/s. Der Benzfahrer würde also die 0,5m in 0,045sek. durchfahren??"


*stöhn*

... Mensch Grobi, Du weist genau wie ich es gemeint hatte. Ich habe mit dem Begriff "Ausgangsgeschwindigkeit" doch wohl ausreichend dokumentiert dass sich der Schnellfahrer in der Weise dem Kia genähert hat, dass er nach starkem Abbremsen erst bei einem Abstand von ang. 0,5 Meter die gleiche Geschwindigkeit wie der Kia hatte. Ein solches Verhalten wäre strafbar. Ob es denn so war sei mal dahingestellt.

Ich verstehe ja den Hintergrund Deiner "gewollt provokativen Einseitigkeit". Du bist strenger Gegener eines jeden Links- oder Mittelspurblockierers, wofür Du auch meinen Beifall findest. Unter normalen Umständen kann man dieses Problemfeld ja auch ganz gut ausdiskutieren. Hier im besonderen Fall halte ich Deine Grundsatzbedenken jedoch für nicht angebracht weil sie in der Frage der Schuldzuweisung bedeutungslos sind (Erklärung hatte ich ja oben bereits abgegeben). Wenn die Pressemeldungen weitestgehend stimmen sollten regierte beim Schnellfahrer nämlich möglicherweise doch der "Jagdinstinkt". Warten wir mal ab was da rauskommt.

@Walter:

>[Zitat:] "Da sind noch mehr Ungereimtheiten. Z.B. Wie jemand "vor Schreck" dermaßen den Lenker verreißen kann."

Hi Walter, Du hast die Erklärung eigentlich selbst mitgeliefert >[Zitat:] "Hektik kann schnell tödlich enden, wie gesehen". Das könnte durchaus eine mögliche Erklärung sein, insbesondere dann, wenn es sich um eine Fahranfängerin / Ungeübte handelte. Die Mutter war ja mal gerade 21 Jahre alt. Vielleicht hat sie panisch reagiert. Eine solche Situation kann man auch im Fahruntericht einer Fahrschule kaum simulieren, da hilft nur eigene praktische Erfahrung auf der Straße.

Grobi schrieb: >[Zitat:] "Das Fahrmanöver muß schon sehr extrem gewesen sein, wenn sie über alle 3 Spuren und den Standstreifen von der Fahrbahn abkommt."

Stress, Hektik, Panik, Todesangst ... dies sind die einzigen Erklärungen die mir aus der Ferne momentan einfallen.


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Gedanke, Verhalten, Gefühl ...

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 26.08.03 15:29

@Grobi:

>[Zitat:] "Ich kann mir nicht vorstellen, warum jemand sonst eine so gefährliche Situation absichtlich heraufbeschwören sollte."

J A G D I N S T I N K T !!!!

Gedanke: "Dem blöden Linksblockierer zeige ich mal wo der Hammer hängt, WEG DA!!"

Verhalten: gewolltes extremes Herunterbremsen und nahes auffahren in der Hoffnung, der Fahrzeugführer möge sich kräftig erschrecken und sein Fehlverhalten für alle Zeiten einsehen (Oberlehrersyndrom).

Gefühl: "Dem habe ich es gezeigt, DER/DIE wird nie wieder links fahren. Ich bin der Größte. Mir kann keiner. Hier bin ich der Chef. Ihr seid alles nur Dreck!"

Zeit/Ort: Jeden Tag auf deutschen Autobahnen...

Erklärung genug, Grobi ??


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Jagdinstinkt...

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 26.08.03 16:08

Oberlehrergetue ist mir grundsätzlich zuwider!

Mir ist auf der Autobahn schnelles Vorankommen wichtiger als das Ausleben irgendwelcher Instinkte. Im Falle eines Linksblockierers einmal Lichthupe aus größerer Entfernung, wenn keine Reaktion dann rechts vorbei!

Ist für alle Beteiligten in dem Moment die ungefährlichste Variante und ein Lerneffekt stellt sich so auch ein (häufig gehen die Rechtsüberholten dann rechts rüber).

Große Emotionen, Jagdinstinkte oder Oberlehrertum gehören IMHO nicht in den Straßenverkehr!

Grobi


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von gast [Email: Keine]
am 26.08.03 16:20

ein Lerneffekt stellt sich so auch ein (häufig gehen die Rechtsüberholten dann rechts rüber).

... Oberlehrertum gehören IMHO nicht in den Straßenverkehr

Und was ist das dann, wenn du den Lerneffekt hier herausstellst?????


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Extra für den Gast...

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 26.08.03 16:31

"Und was ist das dann, wenn du den Lerneffekt hier herausstellst????? " Mann, mann, der Lerneffekt erfolgt beiläufig. Der Sinn des ursprünglichen Handelns (Rechtsüberholen) besteht im schnellen Vorwärtskommen; der Lerneffekt erfolgt beiläufig!

Versuche ich hingegen den Linksschleicher mit dichtem Auffahren "zu belehren", so ist dieses oberlehrerhaft!

Jetzt klarer??

Grobi


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Gast [Email: Keine]
am 26.08.03 16:42

Klar, immer so, dass du unfehlbar bist.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von steveluke [Email: Keine]
am 26.08.03 19:59

Bin ich hier Forum von radarforum.de?


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Matte [Kontakt]
am 26.08.03 23:48

@steveluke

Was soll bitte diese blöde Äußerung?

Gruß Matte


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@Matte

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 27.08.03 09:44

Bei den dortigen Kollegen läuft eine themengleiche Diskussion an der u.a. auch Grobi teilnimmt, darauf wollte steveluke offensichtlich hinweisen. Die Postings einiger Teilnehmer sind für mich allerdings schwer zu ertragen, in dem giftigen Klima kann und will ich nicht mitdiskutieren. Ich achte im allgemeinen das Radarforum, jedoch geht es mir in dem betreffenden Thread deutlich zu weit.


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@Uwe

angehängt von Matte [Kontakt]
am 27.08.03 10:20

@Uwe

Da gebe ich dir recht. Nur ist es doch eher ein miteinander und nicht ein gegeneinander der Foren. Wenn mir ein Thread zu derb ist, schreib ich nichts dazu oder lese ihn erst garnicht. Mann sollte auch nicht alle über ein Kamm scheren.

Nichts für ungut... ;-)

Gruß Matte


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 29.08.03 00:00

Nunmal Ball flachhalten. Wenn da ne Kollsision war, wie jetzt alle wieder vorschnell vermuten, dann siehts für unseren Benzianer böse aus: Fahlässige Tötung in 2 Fällen, Verkehrsunfallflucht, die Owis mal vernachlässigt. Daraus folgt, ich schätze: 3,5 Jahre Knast. Ohne Verkehrsunfall wäre es aus Juristensicht eine interessante Verteidigung. Wer mit 100 km/h um 6 Uhr morgens bei sehr geringem Verkehr auf einer 3-spurigen Autobahn auf der dritten Spur fährt, kann auch nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Ich vermute mal stark, daß Meister-Benz wohl zulässigerweise noch durch Lichthupe auf sich aufmerksam gemacht hat. Wer dann nicht rechtzeitig wegfährt, s.o. . Um 600 hat man auch im Juni ohn weiteres noch Licht an. Jeder vernünftige Autofahrer schaut auf der Autobahn - jedenfalls auf der linken Spur - immer mit einem halben Auge in den Rückspiegel. Ausgenommen sind - sorry - alte Säcke sonntags vormittags. Wenn es also keine Kollision gegeben hat, fragt man sich, warum ist die junge Frau von der Straße abgekommen ? Hat sie geträumt und sodann überreagiert ? Also jetzt das Messer gegen den Benzfahrer zu wetzen, halte ich für übertrieben. Ich fahre selber gerne schnell, auch hin und wieder über 200, man erlebt es dauernd,daß vor einem Leute fahren und einfach träumen. In der StVO gibt es einen Grundsatz: Ich darf mich auf verkehrsgerechtes Verhalten anderer verkehrsteilnehmer grundsätzlich verlassen. Der Benzfahrer durfte 200 km/h fahren, auch wenn das nicht der Richtgeschwindigkeit entsprach. Die junge FRau hätte auf den rückwärtigen verkehr achten und Platz machen müssen, sobald sie die Überholabsicht des Benzfahrers hätte erkennen können. Das hat sie offenbar nicht getan, sonst wäre der angebliche Abstand von 0,5 m nicht erklärlich. Dann ist die junge Frau wach geworden und hat überreagiert. Ich weiß, alles nur Spekulation. Nur diese monatelange Hetzkampagne gegen diesen Benzfahrer kann ich nicht ganz nachvollziehen oder unterstützen. Vielleicht wird der sogar freigesprochen, was nicht ganz unwahrscheinlich ist, wenn der Richter nicht zu ängstlich ist und unter "Pressedruck" steht.. Ich bin mal auf die Presse dann gespannt.


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Letzte Neuigkeiten

angehängt von Uwe Kusnezow [Kontakt]
am 29.08.03 09:47

HIER

Website: http://www.uwekusnezow.de


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Allg. Fragen zum Verhalten eines Schnellfahrers

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 29.08.03 11:25

>[Zitat:] "Ohne Verkehrsunfall wäre es aus Juristensicht eine interessante Verteidigung."

Das ist sicher richtig. Ohne Berührung wird eine sichere Schuldzuweisung eher schwierig werden. Da wird es auf die Aussagen der/des Zeugen sowie auf die Gutachten ankommen. Schwierig schwierig, ein Freispruch kann durchaus ergehen.

>[Zitat:] "Wer mit 100 km/h um 6 Uhr morgens bei sehr geringem Verkehr auf einer 3-spurigen Autobahn auf der dritten Spur fährt, kann auch nicht mehr alle Tassen im Schrank haben."

Bezogen auf den konkreten Fall lässt sich vermuten, dass die Frau lediglich eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. Sie hat gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen. Rein rechtlich betrachtet ist da nichts weiter vorwerfbar.

Der Schnellfahrer MUSS den Kia bereits von weitem gesehen haben. Er hatte genügend Zeit sich auf die Fahrgeschwindigkeit des vorausfahrenden Kia einzustellen (Bedingung: kein plötzlicher Spurwechsel durch Kia o.ä.!).

Wie sähe in einem solchen Fall das nach StVO geforderte Verhalten des Schnellfahrers aus?

>[Zitat:] "Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird" (§ 1 StVO).

"Jeder" bedeutet, dass auch der Schnellfahrer trotz (oder gerade auch wegen!) eines möglichen Fehlverhaltens eines anderen, dem Sicherungsgedanken des § 1 StVO unterliegt.

>[Zitat:] "Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den [...] Verkehrsverhältnissen [...] anzupassen" (§ 3 Abs. 1 Satz 2 StVO).

Voraus also ein Fahrzeug, das ordnungswidrig auf dem linken Fahrstreifen fährt...

Mögliches Verhalten:

a) das Fahrzeug wird weiter den linken Fahrstreifen befahren oder

b) das Fahrzeug wird einen Fahrstreifenwechsel nach rechts vornehmen um das Rechtsfahrgebot zu befolgen.

Ergebnis: Dem Schnellfahrer bieten sich mindestens zwei mögliche Varianten. Er muß also für sein weiteres Verhalten die für ihn ungünstigste Variante (Fahrzeug bleibt weiter links) annehmen. Er muß also seine Geschwindigkeit soweit herabsetzen, dass er den erforderlichen Abstand zum Vorausfahrenden einhalten kann (§ 4 StVO).

>[Zitat:] "Der Abstand von einem vorausfahrenden Fahrzeug muß in der Regel so groß sein, daß auch dann hinter ihm gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird" (§ 4 Abs. 1 Satz 1 StVO).

Das vorausfahrende Fahrzeug fährt ca. 120 km/h (Annahme). Hieraus ergibt sich ein Mindestabstand von 30 Metern (> 1/4 des Tachowertes) bei gleicher Geschwindigkeit (Linksfahrer / Schnellfahrer).

Der Schnellfahrer muß also seine Geschwindigkeit bereits weit hinter dem "Linksfahrer" herabsetzen um den Mindestabstand einhalten zu können. In der Rechtsprechung wird dem verantwortlichen Kraftfahrer sogar der halbe Tachowert, hier also ca. 60 Meter (!), als Anhaltspunkt auferlegt.

>[Zitat:] "Es ist links zu überholen. [...] Das Überholen ist unzulässig: [...] bei unklarer Verkehrslage [...]" (§ 5 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 StVO).

In der zwingenden Annahme der "ungünstigsten Variante" muß dem Schnellfahrer klar sein, dass er seine Überholabsicht wahrscheinlich nicht umsetzen kann. Insoweit besteht eine unklare Verkehrslage durch einen möglicherweise weiterhin ordnungswidrig fahrenden "Linksfahrer".

-----------

Soweit zu dem GEFORDERTEN Verhalten eines Schnellfahrers bei einem voraus fahrenden Linksfahrer.

Im Vergleich von Theorie und Praxis ergeben sich nun harte Fragen an den Schnellfahrer. Die "Basisdaten" sehen nun nicht gerade günstig für ihn aus. Wir haben eine Ausgangsgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h, einen Abstand von ca. 0,5 Metern (sofern dies so bestätigt wird) und ein extremes Herunterbremsen bis direkt hinter dem Kia (sofern auch dies bestätigt werden kann).

Dieses (durch Zeugen beobachtetes?) Verhalten steht nun im krassen Gegensatz zu den auferlegten Forderungen durch die StVO. Ich wiederhole: Diese Forderungen bestehen auch und insbesondere dann, wenn sich andere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr unzulässig verhalten.

Die Frage wird nun also sein, ob sich das möglicherweise unzulässige Verhalten des Schnellfahrers unfallverursachend auswirkte...

Kann ein schnelles Herannahen bis direkt hinter einem Vorausfahrenden unfallursächlich sein, da vom Schnellfahrer eine subjektiv empfundene Bedrohung ausgeht?? Könnte eine solche empfundene "Bedrohung" / "Nötigung" Panikreaktionen auslösen?

Unter den Annahme, die in der Presse geschilderten Fakten würden stimmen, würde ich die v.g. Fragen bejahen. Ergeben sich jedoch andere Tatumstände (z.B. plötzlicher Spurwechsel etc.) sieht die Welt wieder ganz anders aus.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Franticek [Email: Keine]
am 29.08.03 11:59

Aus der ganzen Berichterstattung ueber diesen Unfall geht, so weit ich mich erinnern kann, nicht hervor, dass die rechten Fahrspuren frei waren, dass die Frau da alleine ohne jeden Grund auf der linken Fahrbahn gefahren ist. Trotzdem wird dies in vielen Posting in verschiedenen Foren immer wieder als Tatsache hingestellt.

Die sogenannten "Mittelspurblockierer", wie sie zuweilen genannt werden, sind haeufig anzutreffen. Ein Fahrzeug, dass bei drei freien Fahrspuren jedoch auf der linken verbleibt, das ist relativ unwahrscheinlich. Bekannterweise besteht bei Schnellfahrern auch der Trend, in aehnlichen Faellen rechts vorbeizufahren, sofern sich dort eine genuegend grosse Luecke bietet. Dass dies hier nicht geschehen ist, ist kein Beweis aber ein Indiz dafuer, dass sich da ebenfalls Fahrzeuge befanden.
Und schliesslich der Zeuge, - er befand wich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wohl weder vor der Frau noch mit hoeherer Geschwindigkeit hinter dem Benzfahrer, - also war er wahrscheinlich einer derjenigen auf den anderen Spuren. Damit erhaelt man eine ganz andere Betrachtungsweise.

"Die junge FRau hätte auf den rückwärtigen verkehr achten und Platz machen müssen, sobald sie die Überholabsicht des Benzfahrers hätte erkennen können."

Das gilt im Prinzip, sofern rechts wirklich Platz ist zum Platz machen. Und das wird zwar behauptet, ist aber nirgends belegt. Es spricht sogar vieles fuer das Gegenteil. Ansonsten wuerde es grob gesagt bedeuten: Wenn ich komme, musst DU abbremsen, damit ICH es nicht muss.

Ich moechte mich hier keinen vorverurteilen, aber wenn man den Vorgan fair betrachten will, dann muss man das nicht nur gegenueber dem Benzfahrer tun indem man im Gegenzug die Frau vorverurteilt, sondern mann muss auch in die andere Richtung fair sein und die Sache objektiv sehen.

Sorry, aber das sind Dinge, die mir beim Lesen vieler Postings ueber diesen Unfall aufgefallen sind.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von cynthia [Email: Keine]
am 29.08.03 12:46

Mir ist noch was anderes aufgefallen: Aus statements wie "...zumeist sind es Frauen, die schon damit überfordert scheinen, mit 120 km/h gradeaus zu fahren" (Walter/26.08.) ist ersichtlich, daß es immer noch Chauvinisten-Arschlöcher gibt, die eine Teilschuld der jungen Toten schon daraus ableiten, daß sie eine FRAU ist. An die bedauernswerten Walters dieser Welt: Wenn Ihr demnächst von jemandem mit angezogener Handbremse die Rücklichter gezeigt bekommt, dann war das wahrscheinlich ich. Und Linksdrängeln - was hauptsächlich von Männern praktiziert wird - ist nichts anderes als ein Beweis für Minderwertigkeitsgefühle, gepaart mit übersteigertem Geltungsbedürfnis. Gruß von Cynthia, Ihr könnt mich ruhig Emanze schimpfen, geschenkt....


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 29.08.03 14:26

@cinthya: Fahre einfach nach rechts, dann musst du dich nicht mit den bösen Linksdränglern herumärgern...


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 29.08.03 19:23

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie !


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*verneigung* :-)

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 29.08.03 19:32

>[Zitat:] "Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie!"

:-)))

Guter Spruch und guter Konter !!! *verneigung*


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Thommi [Email: Keine]
am 29.08.03 20:36

Die "Hetzjagd" auf den angeblichen "Todes-Fahrer" ist grausam. Mindestens ebenso grausam ist die Tatsache das 2 Menschen das Leben lassen mussten. Der Daimler-Fahrer ist m. E. jetzt schon bestraft genug, denn er ist doch quasi schon vorverurteilt. Aber die entscheidenen Fragen sind doch: WARUM FÄHRT DIE FRAU AUF EINER DREISPURIGEN AUTOBAHN LINKS MIT 120 km/h als ROLLENDES HINDERNIS? > denn, Sie muss ja keine Fahrzeuge rechts neben sich gehabt haben, sonst wären diese ja involviert bei dem Rechtsschlenk, oder? WAR DIE FRAU VOM BABY ABGELENKT UND HAT DEN VERKEHR NICHT BEOBACHTET? WARUM HEISST DER MERCEDES-TESTFAHRER "TODES-FAHRER? WARUM SCHAFFT ES EIGENTLICH DIE BILD-ZEITUNG IMMER UND IMMER WIEDER DIE BEVÖLKERUNG SO AUFZUWIEGELN? WARUM BERICHTET KEINER NEUTRAL? WARUM HACKEN ALLE NUR AUF DEN DAIMLER-MANN RUM? Wenn wir doch ehrlich sind, erleben wir doch täglich irgendwelche Schnarchnasen die auf einer freigegebenen Autobahn auf der linken Spur mit 110 LKW Überholen. Kann man nicht die Fahrspuren entsprechend kennzeichnen? Ganz rechts für LKW. Mittig für PKW bis 150. Links für PKW bis 200, und ganz links für Leute die Ihr Auto mal gemütlich ausfahren wollen?


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Bild-Zeitung: Berichterstattung wie gewohnt

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 30.08.03 00:48

So sieht sie aus, die gestrige "Schlagzeile". Wie gewohnt reißerisch, der Beschuldigte ist bereits der Täter. Nun führt ihn BILD höchstpersönlich zum Schafott.

Ich möchte eine kurze Textpassage von Seite 9 zitieren:

>[Zitat:] "Wer ist der Todes-Drängler? Ein Lebemann, ein Prahler. Mit 34 Jahren wohnt er immer noch bei seinen Eltern in Münsingen (15.000 Einwohner, Baden-Württemberg) - einfache, bescheidene Leute. Doch Rolf F. fährt einen goldfarbenen Mercedes SLK, ist stets braun gebrannt,..."

Die ganze Berichterstattung ist zumindest in der gestrigen Ausgabe nicht hinnehmbar. Die Kritik an BILD ist - wie so oft - völlig berechtigt. Hier wird eine Person unsachlich seziert, ohne dass seine Schuld feststeht. Pfui!

Ich selbst habe mir Gedanken um den Unfallhergang gemacht. Ich habe auch Position bezogen. Diese habe ich sachlich und ausführlich begründet. Auch wenn ich große Vorbehalte gegenüber dem Fahrzeugführer hege möchte ich nicht mit der Springer-Berichterstattung in einen Topf geworfen werden!


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 30.08.03 00:59

Man wird den ganzen Scheiss (sorry, auch ein Anwalt hat mal Feierabend !) eh nicht juristisch haltbar rekonstruieren können. 1/2 m Abstand sagt ein Zeuge (Der kann das nicht schätzen !), mindestens 200 km/h sagt die BILD ( woher weiß das die BILD, der Zeuge weiß es auch nicht ! ?), dicker Benz 600er, Xenon, dicke Schlappen, usw. Da ist mal wieder ein Sommerlochthema hochgekommen. Im Irak sind grad mal 75 Menschen gestorben, das scheint im Verhältnis recht harmos zu sein. Mit welchen Maßstäben messen wir denn hier ???


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angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 30.08.03 11:04

Das Problem ist nur: Was soll der arme Amtsrichter nur machen ? Verurteilt er ihn nicht, steht er sodann mindestens 2 Wochen auf Seite 1 der BILD. Es wird rauskommen, wieviel Geld er verdient (unverschämt !), wo er wohnt, wieviel Kinder er hat, daß seine Frau übergewichtig ist und vor allem, daß er regelmäßig um spätestens 1400 Feierabend hat. Danach wird es eine breite Kampagne darüber geben, ob unsere Richter zu viel Geld verdienen und zu wenig arbeiten. Wen interessiert, wo der "Todesfahrer" wohnt ? Wen interessiert, ob der immer braun gebrannt ist oder nicht ? Da wird ein Mensch im Vorfeld eines Verfahrens mit seiner ganzen Familie fertiggemacht auf eine Art und Weise, die absolut nicht hinnehmbar ist ! Das erinnert mich alles schwer ans Dritte Reich ! Ich fand diese "Zeitung" früher mal richtig gut. Konservativ und immer prägnant mit wenigen Sätzen das, was bspw. in der FAZ eine ganze Seite füllt. Inzwischen ist dieses Machwerk aber unerträglich !


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Bild

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 31.08.03 23:08

Auch ich bin der Meinung, daß die Bild eine unsachliche und populistische Kampagne gestartet hat.
Generell finde ich sachliche Auseinandersetzungen vorteilhaft.

Es könnte aber sein, daß man in Deutschland gerade mit sachlichen Erwägungen nicht den gewünschten Effekt erreicht.

Mit dem Fall "Raser bringt arme junge Mutter mit Kind um" hat sich Bild einen Fall von tausenden ähnlichen Fällen im Jahr herausgepickt und diesen reißerisch auf der Titelseite aufbereitet.
Mag sein, daß Bild dem Beschuldigten damit unrecht tut.

Das Thema wurde jedoch u.a. durch die Behandlung in Bild für viele als Aufhänger genutzt, um das Thema Sicherheit auf Deutschen Autobahnen von anderer Seite zu beleuchten und darüber nachzudenken, ob genung für selbige getan wird.

Allein heute gab es 3 Sendungen im TV, die sich mit diesem Thema befassten(Spiegel TV, Focus TV und Planetopia) und stets auf besagten Vorfall verwiesen ( gähn! ).
Zudem gab es viele Berichte oder Kommentare in seriösen Zeitungen sowie ausgiebige Diskussionen in Internetforen.

Scheinbar kommt ein Thema, das die Gefühle der Bürger in besonderem Maße anspricht, "besser rüber"


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angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 31.08.03 23:15

Dann sollte man sich aber kein Thema auswählen, das noch gar kein Thema ist, weil keiner weiß, was genau abgelaufen ist. Ich will weder die junge Frau, noch den "Todesraser" vorverurteilen. Ich bleibe aber dabei, daß die ganze Sache anders aussehen wird, als hinlänglich diskutiert, wenn es keine Berührung zwischen den Fahrzeugen gegeben hat ! Wollen wir wetten ???


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angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 31.08.03 23:20

Du tippst also auf Freispruch bezgl fahrlässiger Tötung bei "Nichtberührung"?
Also "nur unerlaubtes Entfernen"?


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angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 31.08.03 23:31

Ich tipp mal auf Freispruch für obige Variante bzw. darauf, daß es gar kein Verfahren geben wird. Das wäre dann alles zu dünn, außer die Bild findet (finanziert) noch ein Paar Augenzeugen. Man müßte wissen, was genau der angebliche Zeuge gesehen hat. Alles Spekulation. Nur aus dem Bauch raus würd ich sagen, das gibt nichts.


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angehängt von Thommi [Email: Keine]
am 03.09.03 06:28

Also jetzt ist es amtlich. Wie ich es immer vermutet hatte. Keine Berührung - nichts. Wer rehabilitiert jetzt den armen 34jährigen, der schon unter Polizeischutz steht, dank der Hetze von BILD und anderen??? ???????? ??????


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@Thommi

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 03.09.03 08:17

Lieber Thommi!

Offenbar hast Du die hier stattfindende Diskussion nicht verfolgt oder nicht verstanden.

Es gilt 3 Fälle zu unterscheiden:

  1. Er war es nicht

  2. Er war es MIT Berührung

  3. Er war es OHNE Berührung

In der vorangegangenen Diskussion ging es hauptsächlich um den dritten Fall und dabei um die Frage, ob ein schnelles Herannahen i.V.m. einer extremen Unterschreitung des Mindestabstandes ursächlich für ein Panikverhalten einer möglichweise ungeübten Vorausfahrerin sein kann.

Jetzt begriffen?

>[Zitat:] "Wer rehabilitiert jetzt den armen 34jährigen..."

Der "arme 34jährige" wird beschuldigt durch sein Verhalten zwei Menschen quasi "abgeschossen" zu haben. Dabei ist eine "Berührung" nicht unbedingt erforderlich! Genau darüber wurde hier ausgiebig diskutiert, ich verweise in diesem Zusammenhang insbesondere auf mein obiges Posting vom 29.08.03 11:25 ("Allg. Fragen zum Verhalten eines Schnellfahrers").

Sorry wenn ich etwas barsch klinge aber Dein Beitrag suggeriert man solle dem Verdächtigen für sein Verhalten (was zu beweisen wäre) bereits jetzt das Bundesverdienstkreuz umhängen.

Die Berichterstattung von BILD und Co. ist unter aller Kanone. Dies ist aber ein eigenes (schmutziges) Thema und hat in der eigentlichen "Schuldfrage" absolut keine Bedeutung.


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angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 03.09.03 09:19

"StVO §3
1) Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, dass er sein Fahrzeug STÄNDIG BEHERRSCHT. Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie seinen PERSÖNLICHEN FÄHIGKEITEN und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. "

Das darüber noch keiner nachgedacht hat...

Grobi


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Und was heisst das?

angehängt von Franticek [Email: Keine]
am 03.09.03 12:43

Der Paragraph besagt, dass fuer die gewaehlte Geschwindigkeit mehrere Faktoren wichtig sind, an die sie angepasst werden muss.
= Strassenverhaeltnisse
= Verkehrsverhaeltnisse
= Sichtverhaeltnisse
= Wetterverhaeltnisse
= persoenliche Faehigkeiten
= Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung
Und dabei gilt DER Punkt, der zur NIEDRIGSTEN Geschwindigkeit fuehrt!!
Wenn jemand aufgrund seiner persoenlichen Faehigkeiten (guter sicherer Fahrer) in der Lage ist, eine Geschwindigkeit von 200 km/h zu fahren, die Verkehrsverhaeltnisse zum Zeitpunkt X aber max 100 km/h zulassen, dann darf auch nur 100 km/h gefahren werden.

Ueber die genaue moegliche Geschwindigkeit bei welchen Verhaeltnisse wird es sicherlich leicht unterschiedliche Beurteilungen geben, die aber bei einer realistischen Einschaetzung immer wenigstens in der gleichen Groessenordnung liegen muessten.

PS: Persoenliche Faehigkeiten, darunter verstehe ich nicht nur technische fahrerische Faehigkeiten sondern auch gewisse charakterliche Faehigkeiten. Aber welcher Mensch ist schon in der Lage, seinen eigenen Charakter wirklich ganz objektiv einschaetzen zu koennen bzw sehen zu wollen? Da moechte auch ich mich selbst nicht unbedingt davon ausnehmen.


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@Grobi und andere

angehängt von Uwe Brandt [Kontakt]
am 03.09.03 13:50

@Grobi:

Die Linksfahrerin hat ihre Geschwindigkeit offensichtlich den eigenen persönlichen Fähigkeiten angepasst. Sie ist nämlich nicht mit 200...230 km/h sondern lediglich mit einer Geschwindigkeit von nur ca. 120 km/h gefahren. Quelle: Div. Pressemeldungen. Dies entspricht fast genau der vom Verordnungsgeber empfohlenen Richtgeschwindigkeit (130 km/h).

Bei dieser Geschwindigkeit dürften selbst ungeübte Fahranfänger ihre Fahrzeuge unter normalen verkehrsüblichen Umständen "im Griff" haben.

Insoweit dürfte sich die langsame Linksfahrerin sehr wahrscheinlich an der durch § 3 Abs. 1 Satz 2 StVO auferlegten Einschränkung gehalten haben.

Für das urplötzliche "Verreissen des Lenkers" auf gerader Strecke (=AB) dürfte eben nicht (!) die gewählte Fahrgeschwindigkeit von ca. 120 km/h ursächlich sein. Dies kann mir keiner erzählen.

Der panikartigen Reaktion der Fahrerin (Wirkung) muß ein konkretes Ereignis (Ursache) vorangegangen sein, eine andere Erklärung habe ich nicht / will mir nicht einleuchten.

--------

Grobi, verlassen wir besser diesen Einzelfall. Wir kennen die genauen Umstände nicht. Möglicherweise können sie auch niemals aufgeklärt werden.

Nehmen wir für die Diskussion einen fiktiven Fall:

  • Linksfahrer auf leerer AB mit 120 km/h

  • Schnellfahrer nähert sich mit 200+

  • Schnellfahrer bremst extrem spät ab

  • Linksfahrer erkennt den Hintermann sehr spät, erschrickt und befürchtet Kollision

  • Abstand nach dem Bremsen: ca. 1 Meter

  • Linksfahrer reisst im letzten Moment das Lenkrad herum um die subjektiv erwartete Kollision zu vermeiden; "Panikverhalten"...

So, und nun beginnt die Diskussion über Ursache und Wirkung. Verhaltensfehler haben beide Verkehrsteilnehmer begangen, das dürfte hier unstrittig sein.

Der Unterschied ist aber trotzdem gewaltig:

Der Linksfahrer befindet sich in der passiven Rolle, 1.) beobachtet er nicht den Verkehr und 2.) hält er nicht das Rechtsfahrgebot ein.

Der Schnellfahrer befindet sich hingegen in der aktiven Rolle, er hat praktisch alles in der Hand. Er kann sich dem Linksfahrer verkehrsgerecht nähern (vgl. StVO), er könnte unzulässig Rechtsüberholen oder - wie im Beispiel beschrieben - schnell und extrem dicht auffahren.

Handlung und Unterlassung, aktive und passive Rolle ... dies gilt es nun zu bewerten.

Ein auf leerer AB langsam vorausfahrender (passiver) "Linksschleicher" MUSS dem nachfolgenden (aktiven) Schnellfahrer deutlich auffallen! Diese Situation ist objektiv ungewöhnlich. Hier kann realitätsnah unterstellt werden, dass der Linksfahrer "schläft", also den nachfolgenden Verkehr nicht beobachtet. Dieser bloße Verdacht muß beim nachfolgenden (aufmerksamen) Schnellfahrer faktisch aufkommen: "pennt der da vorn?"...

Wer nun in einer solchen Verdachtssituation sehr schnell und extrem dicht auffährt, NIMMT IN AKTIVER WEISE BEWUSST IN KAUF, dass sich der Vordermann erschrickt und unkoordiniert handelt. Deshalb stufe ich ein solches Verhalten als grundsätzlich strafbar ein, unabhängig davon, ob dies im Einzelfall nachzuweisen wäre.

Gruss Uwe B.


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angehängt von Walter [Email: Keine]
am 03.09.03 14:22

Hallo, liebe Cythia (ist das eine Abkürzung für Cyankali?) Finde ich eine tolle Idee, "mir mit angezogener Handbremse die Rücklichter zeigen zu wollen" Hat leider den Schönheitsfehler, daß die Handbremse die Rücklichter gar nicht auslöst. Aber woher soll das eine Landpomeranze schon wissen. Bitte stopfe das Auto voll mit Leuten Deiner Sorte. Mein Wagen wiegt nämlich über 2t, ist vollkaskoversichert und natürlich mit allen erdenklichen Airbags vollgestopft. Viel Vergnügen auf Deinem letzten Weg wünscht, Walter :---)


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So nicht!

angehängt von Franticek [Email: Keine]
am 03.09.03 14:40

Sorry, das letzte Posting von @Walter finde ich reichlich geschmacklos, um es mal so gelinde zusagen; vor allem den letzten Satz.


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angehängt von Walter [Email: Keine]
am 03.09.03 14:47

Das war auch Absicht. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es eben heraus.


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War es Absicht?

angehängt von Grobi [Email: Keine]
am 03.09.03 15:21

@Uwe: Die Frage, die sich mir aufdrängt ist: Ist der Benzfahrer ABSICHTLICH auf den Kia zugefahren, oder hat er sich verschätzt und/oder den Kia zu spät gesehen und ist deswegen trotz Vollbremsung nur knapp hinter dem Kia auf dessen Geschwindigkeit gekommen?

Wenn es Absicht war, so ist das unter aller Sau! Ansonsten hat er den Wagen i.S.d §3 STVO beherrscht, sich aber verschätzt. Ein dummer Zufall, kommt aber vor.

Wenn du einen Fußgänger zu spät siehst und nur 10 cm vor ihm zum Stehen kommst - der Fußgänger aber vor Schreck einen Herzinfarkt bekommt - wäre es doch ungerecht, dich dafür verantwortlich zu machen. Hältst du aber ABSICHTLICH drauf, so wärst du verantwortlich.

Grobi


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Versehen/Absicht

angehängt von Tortenjan [Email: Keine]
am 03.09.03 16:12

Ich stehe auch immer nur versehentlich im Parkverbot, muß ich das Knöllchen jetzt bezahlen?

Sorry Grobi, aber das ist Unsinn. Wenn man sich geirrt hat ist man trotzdem für die Folgen seines Tuns verantwortlich. Es ist Sache des Richters soetwas im Strafmaß zu berücksichtigen.


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angehängt von Jack Daniels [Email: Keine]
am 03.09.03 20:58

Was auch noch in der Betrachtung fehlt.Was wäre passiert wenn sie nicht panisch nach rechts gelenkt hätte?Hätte der Daimler sie vielleicht dann doch gerammt?Möglicherweise hat sie einen Heckaufprall vermieden.Der ganze Vorfall wird sich jetzt in eine Gutachterschlacht verwandeln und dann wird sich zeigen wer die besseren Argumente hatte,falls es dann noch zu einer Verhandlung kommt.


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angehängt von HeLi [Email: Keine]
am 04.09.03 00:03

Der von Uwe Brandt am 03.09.03 13:50 angesprochene fiktive Fall geht - in offensichtlicher Anlehnung an den tatsächlichen - davon aus, dass die Linksfahrerin sich auf leerer BAB befunden habe.
Das ist m.W. im konkreten Fall noch nicht erwiesen.

Ich vermute eher, dass sie ein anderes Fahrzeug überholt haben wird.
Die Geschwindigkeit von nahezu Richtgeschwindigkeit spricht nicht von vornherein dagegen.

Jedoch wurde das Indiz hier schon genannt, dass ein heran nahender "Schnellfahrer" den (zwar verbotenen, aber machbaren) Versuch unternommen haben könnte, eine lediglich "schlafende" Linksfahrerin rechts zu überholen.
Ebenso spricht das Vorhandensein von Zeugen eher nicht für eine "leere" BAB.

Dass die verstorbene "Linksfahrerin" bei ihrem nach-rechts-Ziehen nicht mit einem auf der rechten Spur Fahrenden kollidiert ist, ist - alles möglicherweise! - darauf zurückzuführen, dass sie in eine Lücke zwischen zwei Fahrzeuge gezogen hat, welche jedoch nicht notwendigerweise das Einhalten des Sicherheitsabstandes gewährleistete.

Gruß HeLi


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angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 04.09.03 09:46

hätte, wäre, müßte, könnte ! Muß man mehr hierzu sagen ? Nichts wird rauskommen, außer, der unabhängige Zeuge hat was wesentliches gesehen ! Ansonsten gibts Freispruch und die Bild hat wieder einen Aufhänger für ne Woche !!!


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angehängt von Thommi [Email: Keine]
am 04.09.03 12:37

Ja nichts anderes als Freispruch scheint plausibel. Sogenannte Drängler erleben wir doch täglich. Ich zähle mich selbstverständlich auch dazu. Denn ich fahre auch stets links Vollgas seit jahrzehnten und muss ständig abbremsen weil mir Rechtsfahrer die mit 110 einen LKW der 95 fährt überholen wollen in meinen Sicherheitsabstand fahren. Das ist leider üblich auf Deutschlands Autobahnen. Deshalb bekenne ich mich dazu. Alle die mir in den Sicherheitsabstand hereinfahren sehen mich dann sofort als Drängler!!!


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angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 04.09.03 13:59

Ein bisschen Wahrheit ist dran Thommi !


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Jens [Email: Keine]
am 04.09.03 16:01

Hallo, kann nur feststellen, dass wohl keine zuverlässigen Zeugen den gesamten Vorgang gesehen haben können! Wurde doch zu Beginn der Untersuchung eine schwarze S-Klasse, dann E-Klasse, dann allg. Mercedes gesucht und jetzt ist man sicher, dass es ein blauer CL war??? Prognose: Freispruch


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@ Thommi

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 04.09.03 18:20

Hast Du schonmal was von dem Bauteil "Fußbremse" gehört?
Es ist in jedem Kfz verbaut und kurzes Betätigen selbiger genügt, um den erforderlichen Abstand wieder herzustellen.
Betätigt wird eine Fußbremse meist durch gefühlvolles Niederdrücken des rechten Fußes. Je höher der Druck ist, der durch das Niederdrücken des Fußes entsteht, desto schneller bremst man sein Fahrzeug ab.
Bei weiteren Fragen solltest Du Dich an die Fahrschule Deines Vertrauens wenden. ( - > Uwe K. ??)


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angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 04.09.03 18:28

Warum hätte die junge Frau denn noch bremsen sollen ? Sie fuhr doch angeblich nur mit ca. 120 km/h ???

Hab ich da was falsch verstanden ?


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angehängt von Thommi [Email: Keine]
am 04.09.03 19:51

Für mich klarer Fall. Kind hinten qäkt rum kurz nach hnten geschaut. wieder nach vorn in den Rückspiegel, erschroken, verrissen .... Fast kein Vekehrsteilnehmer kann die Geschwindigkeit richtig einschätzen. Ehrlich. Erlebe ich fast täglich auf Deutschen Autobahnen. 120.000 km per Anno. Handelsvertreter. Schlafmützen sind die Mehrheit geworden - leider! Die meisten gucken in den linken Außenspiegel ob ich überhole, dann bin ich aber schon 1000 m vor Ihnen.


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@ Hans Wurst

angehängt von Biggles [Email: Keine]
am 04.09.03 20:40

Sorry, aber ich glaube die Fahrlehrer sollten nicht die Funktionsweise der Bremsen, sondern lieber die Funktionsweise von Spiegel, Auge und Hirn lehren. Wenn ich mit 200 ueber die Bahn fliege (egal wie licht' der Verkehr ist), findet sich immer jemand, der genau in dem Augenblick auf die linke Spur faehrt, wenn ich dort innerhalb 10'tel Sekunden vorbei waere. Statt dessen muss ich jedes mal auf die Eisen steigen und Anker werfen, nur weil mein dann Vordermann nicht noch wenige Sekunden warten konnte. Wenn er es wirklich eilig haette, koennte er auch schneller fahren, so wie ich, aber nein, soo eilig isses dann auch wieder nicht. Dann haett' er ja eigentlich auch noch warten koennen, aber er ist ja wichtiger ...

Und bei 200 ist der Sicherheitsabstand (zumindestens nach Daumenrechnung) mal eben 100 Meter (besser sogar noch mehr). Was fuer eine riesen Luecke und Platzverschwendung, da kann man ja mal eben mit 120 den davor mit 110 Fahrenden ueberholen ... Und wieder kommt der Anker.

Also doch lieber etwas mehr Grips ver(sch)wenden beim Autofahren, auch als langsam Fahrender??

Biggles


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angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 04.09.03 20:56

@ Thommi und Biggles:
Eure Erfahrungen kann ich bestätigen.
Nichtsdestotrotz sollte man doch auch nach solch einem krassen Bremsmanöver die Sicherheitsabstand wieder korrigieren.
Sehr schön naturlich auch die Argumentationskette von Biggles:

>[Zitat:] "Wenn er es wirklich eilig haette, koennte er auch schneller fahren, so wie ich, aber nein, soo eilig isses dann auch wieder nicht. Dann haett' er ja eigentlich auch noch warten koennen, aber er ist ja wichtiger ...
"


Aber auch hier kann man mit meiner These weiterkommen. Die Leute wissen nicht wo die Bremse ist!
Weder der mit 110 Km/H Überholer, der ja unbedingt überholen muß, noch der von hinten kommende, der evtl durch nur leichtes Bremsen den Abstand zum Überholer vergrößern könnte. (natürlich nur, in weniger extremen Situationen)

Ein anderer Schluß, der hier gezogen werden könnte ist: Fährt jemand mit hohen Geschwindigkeiten (160-200 Km/H), ist dies für andere Verkehrsteilnehmer schwer zu erkennen.
Folglich wäre es sinnvoll, mit niedrigeren Geschwindigkeiten zu fahren, um die beschriebenen gefährlichen Situationen zu vermeiden.

Die Gefahr wird zusätzlich extrem erhöht, wenn o.a. Geschwindigkeiten auf beschränkten Autobahnen gefahren werden.

Aber ich schätze wir unterhalten uns über "unbeschränkt".


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Thommi [Email: Keine]
am 04.09.03 21:08

@Hans Wurst Bestätigt doch wieder mal meine These. Rechts Brummis und Langsamfahrer bis 150 PS.Mittig Schnellere PKW bis 180 km/h oder 250 PS. Links Leute die Ihr Fahrzeug ausfahren möchten. Voraussetzung in unserem Sozistaat 3-spurige Bahnen.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Hans Wurst [Email: Keine]
am 04.09.03 21:13

Versteh ich nicht....


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Thommi [Email: Keine]
am 05.09.03 21:50

@ Hans Wurst - Kommentar war auch nicht so doll! Sorry. Aber trotz alledem. Der legende "Todesengel", der arme Kerl, ist für immer gebrandmarkt und hat nichts gemacht.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 06.09.03 01:06

najanaja ! So einfach wirds nicht werden !


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von günther [Email: Keine]
am 06.09.03 10:16

Ich habe bisher noch nichts darüber gehört wie lange der Benz hinter dem KIA war? Was sagt der ominöse Zeuge? 1/10S, 1 S, 10 S oder länger. Ich - 3 mio Km - unfallfrei - selten unter 200km/h – immer mit Abblendlicht - erlebe fast täglich Schlafmützen die nachdem ich minutenlang mit Sicherheitsabstand hinterher gefahren bin erschrecken und panikartig die Spur wechseln.


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von cynthia [Email: Keine]
am 08.09.03 14:51

@Walter: Lieber Walter, informiere Dich doch zunächst mal bei einem Sachverständigen Deines Vertrauens über den Unterschied zwischen Rücklicht und Bremslicht, bevor Du hier versuchst, mit 2 t Eindruck zu schinden. Da kann ich übrigens mithalten, hätte da noch 5,6 Liter Hubraum zu bieten, das übertrifft wahrscheinlich das, was Dir an WOHNRAUM zur Verfügung steht.....


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Stefan Süßmann [Kontakt]
am 08.09.03 14:57

>[Zitat:] "Ich habe bisher noch nichts darüber gehört wie lange der Benz hinter dem KIA war? Was sagt der ominöse Zeuge? 1/10S, 1 S, 10 S oder länger. Ich - 3 mio Km - unfallfrei - selten unter 200km/h – immer mit Abblendlicht - erlebe fast täglich Schlafmützen die nachdem ich minutenlang mit Sicherheitsabstand hinterher gefahren bin erschrecken und panikartig die Spur wechseln. "

Wenn Du minutenlang hinterher fährst und gleichzeitig selten unter 200 km/h, dann müssen diese Schlafmützen aber ziemlich flott unterwegs sein *fg*.

mfg

Stefan


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@cynthia

angehängt von helveticus [Email: Keine]
am 08.09.03 19:05

Ist unsere Chefsekretärin (Lovely Ellen) wieder online ?

Inzwischen scheint sie auf Traktor umgestiegen zu sein (je nach Alter FE-frei) mit ihren 5,6 l Hubraum. Oder ist damit ihr Trinkvolumen (Menge Bier, die auf einmal in die Backentaschen paßt) gemeint ?


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Zu: A5-Drängler-Unfall, Verdächtiger gefasst

angehängt von Günther [Email: Keine]
am 09.09.03 09:04

Hallo Stefan, das sind solche Situation bei denen ich mich unter 200 km/h bewege. Übrigens benutze ich dabei NIE Blinker oder Lichthupe. Ich halte wie gesagt immer annähernd den Sicherheitsabstand ein. Trotzdem erschrecken die Fahrer und verreißen. Am häufigsten trifft das zu bei Frau mit Freundin oder Frau mit Kind. mfg Günther


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Hubraum

angehängt von Walter [Email: Keine]
am 10.09.03 14:19

Hallo Helvectius, Ich kann mir schon gut vorstellen, wo die Dame mit den zwei Gehirnen ihre 5,6 Liter Hubraum hat... Walter

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