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> PKW Export nach Bosnien - Normale oder Zollkennzeichen??
MaggiPasta
Beitrag 05.01.2011, 02:53
Beitrag #1


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Hallo ich bins wieder euer Maggi wavey.gif


Hätte n Anliegen an Euch.

Habe nen Aspach Uralt Golf, der noch Top in Schuss ist und meiner Cousine in Bosnien schenken würde, die sich auch sehr über ein Auto freuen würde pünktlich zum Führerschein. Habe gelesen dass das bosnische Verkehrsministerium seit Dezember 2010 die Freigabe für Import PKWs mit Euro 3 Norm gegeben hat, gleich welchen Alters.

Da meine Bude ein Benziner mit Euro 2 Kat + Kaltlaufregler ist, erfüllt er die Euro 3 Norm (hat aber grüne Plakette).

Plane im Frühjahr nun zu Besuch hinzufahren und den Karren gleich in einem Ritt dort zu verzollen.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob ich mit meinen normalen deutschen Kennzeichen rüberfahren kann oder ich diese roten Zollkennzeichen zwingend brauche??

Ich mein neue Schilder, an und abmelden kostet auch wieder nur unnötige Umstände und Kosten, die ich gut für den Sprit bis runter brauchen kann.

Würde mit meinen Schildern hin, dann zurück mit Flieger oder Bus inklusive Schilder + Papiere und hier dann normal abmelden.

Danke im Voraus!

MfG

Maggi
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jfk
Beitrag 05.01.2011, 05:14
Beitrag #2


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Moin,

ich wüßte nicht, was gegen deine Variante (aus deutscher Sicht) spricht.

Du mußt halt dann nur sehen, dass du die Papiere nach dem Abmelden wieder runter nach Bosnien bekommst.

Wie die bosnischen Vorschriften sind, müßtest du selbst eruieren - aber da bist du ja dran...


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Verstehen kannst Du dein Leben nur rückwärts. Leben musst Du es vorwärts.

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist - gewöhnlich wegen Bauarbeiten gesperrt.
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fredis-garage
Beitrag 05.01.2011, 10:56
Beitrag #3


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Ich habe einen Pkw von Deutschland nach Bosnien mitgenommen- deutsche Kennzeichen, hier versichert und versteuert mit allen Papieren- dort verkauft, ( Kennzeichen, Papiere, Kaufvertrag zur Abmeldung hier nach Verkauf vorgelegt)

Umgekehrt (damals mit Wohnung in Mostar) gekauft, dort zugelassen und versichert und dann über deutschen Zoll hier eingeführt . Auch kein Problem- aber Steuer, weil kein EG Land!!

Das verlangt natürlich absolut zuverlässige Käufer....

fred
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Dennis112
Beitrag 05.01.2011, 11:08
Beitrag #4


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Was vermutlich kein Problem ist, da der TE an die Cousine verschenkt ;-)
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CvR
Beitrag 05.01.2011, 13:04
Beitrag #5


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Würde ich sowas vorhaben, würde ich mal mit dem spitzen Bleistift rechnen wavey.gif und die Vor- und Nachteile beider Vorgehensweisen vergleichen:

  • mit "normalen" Kennzeichen hinfahren kostet
    • Steuer und Versicherung nach "Normaltarif" - dafür aber auch bis nach deiner Rückkehr von der Reise
    • Abmeldekosten
    • im Falle eines Unfalls den Schadenfreiheitsrabatt
    • die Kosten für den Rückversand der Fahrzeugpapiere
    • und obendrein kann evtl., während in D die Behördengänge erledigt werden, das Auto nicht genutzt werden, weil sie es ohne Papiere im Ausland ggf. nicht zugelassen werden kann
  • mit Ausfuhrkennzeichen entstehen folgende Kosten
    • Abmeldekosten
    • Zulassung und neue Kennzeichenschilder
    • Steuer
    • Versicherung pauschal - müsste man durchrechnen, wieviel/-wenig das teurer oder gar günstiger als die normale Versicherung wäre...
    • Steuer und Versicherung nur bis zu einem bestimmten Tag, die Kostentragungspflicht endet somit ggf. früher (vielleicht sogar schon vor der Rückkehr...)
    • im Falle eines Unfalls auf der Reise bleibt der Schadenfreiheitsrabatt unangetastet
    • der Wagen kann im Ausland sofort angemeldet und genutzt werden


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"Man sollte schon deshalb kein langes Gesicht machen, weil man dann mehr zu rasieren hat."
Fernand Joseph Désiré Contandin (1903-1971), französischer Schauspieler und Sänger
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MaggiPasta
Beitrag 05.01.2011, 16:30
Beitrag #6


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Zitat (fredis-garage @ 05.01.2011, 10:56) *
Ich habe einen Pkw von Deutschland nach Bosnien mitgenommen- deutsche Kennzeichen, hier versichert und versteuert mit allen Papieren- dort verkauft, ( Kennzeichen, Papiere, Kaufvertrag zur Abmeldung hier nach Verkauf vorgelegt)


@fred

Genau diese Methode würde ich vorrangig heranziehen, alles andere wären nur Umstände und Kosten. Den Wagen, so wie er jetzt da steht, runterbringen, dort alle Papiere + Kennzeichn für das Procedere vorlegen (wenn ich logisch überlege kann man die Kiste auch sofort nach dem Verzollen unten anmelden, da Papiere dann schon ausgestellt) und schlussendlich hier abmelden.
Wahrscheinlich bekommt man vom Zoll unten nen Wisch, dass die Karre eingeführt worden ist oder sowas, damit man bei der Rückfuhr der alten deutschen Kennzeichen an der Grenze dann keine Probleme hat, wenn die Schilder ohne Auto sehen. Könnten ja denken, sei gestohlen.

Kannst Du mir in Stichworten kurz schildern, wie es genau be4i dir lief??? Wäre Dir dankbar !! :-))

@CvR

Danke für deine Bemühungen um zu antworten. Glaub mir ich brauchs net penibel auszurechnen, denn wenn mir die Versicherung schon billiger das ganze Jahr ist für die Bude, als An-, Abmelde und Schilderkosten + das ganze Prozedere durchzuspielen, dann weisst wieviel Uhr es ist :-)
Seit neuestem erheben die für Ausfuhrkennzeichen ja auch Steuer, was da nochma draufkommt.

@jfk

genau das ist ja meine Frage, ich weiss nicht ob das vl zollrechtlich verboten ist. Aber wie es scheint, weiss da ja fredi am besten bescheid.
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CvR
Beitrag 05.01.2011, 17:20
Beitrag #7


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Zitat (MaggiPasta @ 05.01.2011, 16:30) *
Glaub mir ich brauchs net penibel auszurechnen, denn wenn mir die Versicherung schon billiger das ganze Jahr ist für die Bude, als An-, Abmelde und Schilderkosten + das ganze Prozedere durchzuspielen, dann weisst wieviel Uhr es ist :-)
Seit neuestem erheben die für Ausfuhrkennzeichen ja auch Steuer, was da nochma draufkommt.

Steuer und Abmeldung musst du ohnehin bezahlen, ob du den Wagen mit normalen oder Ausfuhrkennzeichen fährst ist steuerlich und bezüglich der Abmeldekosten einigermaßen egal. Dafür hast du mit den Ausfuhrkennzeichen die Option, das ENDE der Steuerpflicht so zu legen, dass die Steuerpflicht endet, wenn du noch dort bist (ich gehe mal davon aus, dass du ein paar Tage dort bleiben willst...) Somit kostet das Ausfuhrkennzeichen effektiv nur ~30-40,- für die Ausstellung, 20-30,- für die Kennzeichenschilder und ~50,- für die Versicherung. Also in etwa 100-120,-. Dafür sparst du auf jeden Fall die Kosten für den Versand der Papiere und knapp 10% der Jahresprämie deiner Kfz-Haftpflicht. Und hast den ganzen Papierkram vorher erledigt. Macht unterm Strich also in etwa maximal einen zweistelligen Betrag an Mehrkosten...
Zitat
(wenn ich logisch überlege kann man die Kiste auch sofort nach dem Verzollen unten anmelden, da Papiere dann schon ausgestellt) und schlussendlich hier abmelden.

Ich mag mich irren, aber: Ich glaube, in D würden bspw. die ausländischen Papiere bei einer Anmeldung eingezogen - wenn das dort genauso wäre, liefe das auf ein Problem hinaus. Dann würden bei einer Anmeldung in Bosnien direkt nach Ankunft genau die Papiere eingezogen, die du später in D noch brauchst, um den Wagen abzumelden... Mit normalen Kennzeichen würde ich daher vermuten, dass der Wagen dann ein paar Tage (Rückreise/Behördengänge/Postversand) unbenutzbar ohne Kennzeichen/Zulassung dort herumsteht.

Ich will nicht sagen, dass das Überführen des Wagens mit der aktuellen Zulassung unmöglich wird - ich halte es jedoch für "bürokratisch anspruchsvoller", weil man viel intensiver darauf achten muss, wann man was macht und wem man wann wozu welche Papiere gibt. Ausfuhrkennzeichen halte ich da für tendenziell "deppensicher". Bei der Überführung mit regulärer Zulassung bin ich mir da nicht ganz so sicher. Und es wäre ja schon reichlich doof, wenn man bei der Rückkehr nach D merkt, dass irgendein Dokument fehlt, das man für die Abmeldung zwingend benötigt wird...


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fredis-garage
Beitrag 05.01.2011, 17:35
Beitrag #8


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Einfuhr nach Bosnien:
Ich hatte dort einen zuverlässigen Freund, für den ich das Auto, dass normal in Deutschland auf mich zugelassen war, nach Bosnien gebracht habe. Es gab keinerlei Probleme mit der Abmeldung in Deutschland, weil ich Brief, Fahrzeugschein und Kennzeichen beim StVA vorgelegt habe (ich war ja selbst der Halter- und wann ich das Fahrzeug abmelde, ist meine Angelegenheit). Zollformalitäten aus deutscher Sicht gab es nicht- wir haben keinen Ausfuhrzoll für Pkw.

Aber: Wie schon geschrieben, ist Bosnien kein Land der EG. Ich kenne daher weder die heutigen zollrechtlichen Einfuhrbestimmungen für Bosnien, noch etwaige Steuersätze. Du musst davon ausgehen, dass die Einfuhr des Fahrzeuges mit einer Einfuhr/Umsatzsteuer belegt wird, die bis zu 30 % beträgt. Wenn du keinen Wert des Fahrzeuges angibst, wird man es möglicherweise schätzen. Technisch (HU) dürften keine Probleme entstehen, weil z.B. VW den dortigen Markt aus laufender Produktion beliefert- möglicherweise ohne ESP aber sonst baugleich.

In Deutschland sieht das analog so aus:
Fahrzeuge aus Bosnien können von einem Deutschen dort zunächst steuerfrei erworben werden. Auf den Preis wird (wurde) dann eine Einfuhrsteuer von 25 % erhoben, weil es sich um die Einfuhr aus einem Nicht- EG Land handelte. So ähnlich dürfte es heute in Bosnien für den umgekehrten Fall abgehen. Deshalb empfehle ich, den Wert des von dir zu überführenden Fahrzeuges nachzuweisen- und wenn es nur über die aktuelle Schwacke Liste ist. Deine Cousine könnte sich ja mal umhören- schließlich ist sie vor Ort.

Ich habe auf diese Weise (zugelassen in Deutschland) auf meinen Reisen auch schon mal ein Auto in Weißrussland gelassen oder auch einmal eines zum Nachbarn (den Niederlanden) gebracht. Immer mit anschließender Abmeldung und Verbleibsnachweis gegenüber dem Straßenverkehrsamt in Deutschland und nie mit Problemen.

Das Risiko sehe ich eher in Bosnien- je nachdem, welchem selbsternannten Oberbeamten man in die Hände fällt, kann es etwas teurer werden.......


Fred
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MaggiPasta
Beitrag 05.01.2011, 17:56
Beitrag #9


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Danke Leutz,


Ich muss ma unten rumtelefonieren und werde ich mich ma genau über diese Sache mit Euro 3 informieren, weil ich mich die letzten Stunden über diese Abgasnorm mal umgelesen hab.

Was ich checken muss ist, ob die auch nachgerüstete Fahrzeuge mit entsprechenden Abgaswerten akzeptieren oder strikt diese Euro 3 Norm, wonach erst jüngere Fahrzeuge mit Euro 3 Motoren in Frage kommen. Denn diese Euro 3 Norm gilt erst seit 2000.

In einem Zeitungsbericht habe ich aber gelesen, dass man auch ältere Fahrzeuge akzeptiert, da die Euro 3 Norm schon einige Hersteller vor 2000 verbaut haben.

Insofern kann ich da noch keine genauen Schlussfolgerungen ziehen.

@fre

Was zollrechtlich und steuerrechtlich auf mich zukommen würde, weiss ich. Nur war meine Frage, wie bei Dir die Prozedur an sich war.

@CvR

Ich verstehe was du meinst mit Einzug der Papiere. Werde diesbezüglich einma genaue Rücksprache halten mit einem Zöllner. Danke
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Hektor112
Beitrag 06.01.2011, 20:17
Beitrag #10


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Ich würde in jedem Fall zum Zollkennzeichen raten.
Zwar muss eine andere Lösung nicht zwingend zu Problemen führen, aber das Risiko, dass bei der Abmeldung in Deutschland später Probleme auftauchen, weil irgendwelche Dokumente nicht vorgelegt werden können, würde ich nicht eingehen.
Regelmäßig gibt es nämlich Probleme, wenn regulär zugelassene Fahrzeuge ins Ausland ausgeführt werden. Und jeder, den ich kenne, der das schonmal erlebt hat, lässt da zukünftig auf jeden Fall die Finger von.

Abgesehen davon, ist eine Abmeldung vor der Zuteilung des Zollkennzeichens nicht erforderlich, da direkt auf das Zollkennzeichen umgeschrieben werden kann. Kommt zwar letztlich auf´s selbe raus, kostet aber weniger Gebühren.
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MaggiPasta
Beitrag 07.01.2011, 02:08
Beitrag #11


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Jawohl Danke Hektor!


Weisst Du ich werde sowieso mit dem Wagen noch eine Urlaubsfahrt runter unternehmen, egal ob ich ihn unten lasse oder nicht. Wenn nicht, dann verkaufe ich Ihn eben hier. TÜV hat er ja noch lange Zeit.

Ob die wirklich die Papiere einziehen (müssen), steht ja noch im Raum und das werde ich erst recht alles im Voraus abklären.

Meine Tante ihr Bekanntenkreis dort umfasst einige Polizei- und Zollleute, da sie dort lange Zeit gearbeitet hat. Ich kann mir vorstellen, dass mit einigen Sachen kulant umgegangen wird. Vorletztes Jahr hatte ich meine Grüne Karte vergessen und man hat mich trotzdem ins Land gelassen.
Bosnien ist längst nicht so penibel wie es hierzulande (krankhaft) abläuft. Ich hoffe, das wird noch einige Zeit so bleiben.

Ich werde unten vor allem bei den Telefonaten unsere D3-Norm erwähnen. Vl lässt sich dadurch schon einiges erreichen. Vl wird sie ja akzeptiert, da is noch kein letztes Wort gesprochen.

Danke an alle!
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RSS Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 24.07.2014 - 03:00