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> Allach/München Rentner fährt Treppe herunter
Tom2018
Beitrag 06.08.2022, 01:33
Beitrag #1


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Warum bekommt ein 86 jähriger Rentner eine MPU Auflage und andere nicht die schwerwiegende Delikte machen?

Er war weder alkoholisiert und im Besitz eines Führerscheins.

Hier der Artikel

Artikel

Der Beitrag wurde von ulm bearbeitet: 06.08.2022, 05:40
Bearbeitungsgrund: Link repariert
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ulm
Beitrag 06.08.2022, 05:48
Beitrag #2


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In dem Artikel steht nirgendwo etwas von einer MPU.

Daneben ist auch im Artikel der Sachverhalt erschreckend schlecht wiedergegeben, denn in der zugrundeliegenden Pressemitteilung der Bundespolizei stellt bei der Untersagung der Weiterfahrt auf technische Mängel am Fahrzeug ab. Diese Weglassung und das im Artikel erwähnte Alter lassen den geneigten Leser persönliche Eignungsmängel vermuten.
Zitat
Der nichtalkoholisierte 86-Jährige aus Karlsfeld war im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Warum er Einfahrt und Treppe verwechselte, konnte der sehr aufgebrachte Mann Einsatzkräften vor Ort nicht erklären. Nachdem die Feuerwehr sein Fahrzeug geborgen und zurück auf die Straße gestellt hatte, wollte er damit nach Hause fahren. Aufgrund nicht näher bekannter Schäden am Pkw wurde ihm dies untersagt. Die Fahrzeugschlüssel wurden bei der örtlichen Polizeiinspektion 44 - Moosach hinterlegt. Der 86-Jährige trat die Heimreise per Taxi an. Um eine Überprüfung seiner allgemeinen Fahrtüchtigkeit wird der 86-Jährige wohl nicht herumkommen.
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MisterOJ
Beitrag 06.08.2022, 08:02
Beitrag #3


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Wenn ein 86-jähriger einen Tunnel mut einer Treppe verwechselt und das noch nicht mal erklären kann, spricht das doch
dafür das er körperlich/geistig nicht mehr in der Lage ist ein Fahrzeug zu führen!


OJ


--------------------
Kampf den immer mehr werdenden Mittelspurfahrern!! BMSF e.V.
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ulm
Beitrag 06.08.2022, 08:10
Beitrag #4


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Das kann so sein.
Oder ein Augenblicksversagen.

Doch erst einmal muss die Fahrerlaubnisbehörde von dem Vorfall Kenntnis haben und kann frühestens dann über Maßnahmen nachdenken.
Ob das dann in eine MPU mündet, kann aus jetziger Sicht niemand verlässlich sagen.

Wir haben auch keinerlei Informationen, dass der Führerschein beschlagnahmt oder sichergestellt wurde, also wissen wir auch nicht, ob die aufnehmenden Polizeibeamten die Notwendigkeit von Sofortmaßnahmen gesehen haben.
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Doc aus Bückeburg
Beitrag 06.08.2022, 09:28
Beitrag #5


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Da wird wohl wieder mal die Diskussion über die Notwendigkeit von regelmäßigen Untersuchungen für eine Führerscheinverlängerung von Senioren folgen.
Wobei - meine persönliche Meinung - wohl auch Untersuchungen/Verlängerungen im Fünfjahresturnus nicht viel helfen. denn innerhalb von 5 Jahren kann - gerade ab einem bestimmten Alter - SEHR viel geschehen...

Und wo die Altersgrenze hinlegen?
In meiner Jugendzeit (68er Studentenbewegung) hieß es "Trau keinem über dreißig". whistling.gif

Doc (72)


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Es gibt Dinge, die muss man glauben, um sie sehen zu können,
und es gibt Dinge, die muss man sehen, um sie glauben zu können.
Und dann gibt es noch ein paar Dinge, die kann man einfach nicht glauben, obwohl man sie sieht!
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rapit
Beitrag 06.08.2022, 14:48
Beitrag #6


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Zitat (Doc aus Bückeburg @ 06.08.2022, 10:28) *
Da wird wohl wieder mal die Diskussion über die Notwendigkeit von regelmäßigen Untersuchungen für eine Führerscheinverlängerung von Senioren folgen.

M.M.n. braucht esdas nicht.
Ihr glaubt gar nicht, wie viele Unfälle ich im Altersbereich 75+ habe, nach denen dann die beteiligten Fahrer fragen, ob es denn Probleme gebe, weil ja eigentlich der Arzt (meist wegen Medikamenten) das Fahren verboten hätte. Aber davon wisse ja keiner. Und Freunde hätten gesagt (also weiß es doch jemand??) whistling.gif so ein ärztliches Fahrverbot sei unverbindlich.
Tja, falscher Rat, denn ab dem Unfall befinden wir uns im Bereich einer Straftat. Nämllich der Straßenverkehrsgefährdung. rolleyes.gif

Hier würde mehr Aufklärung gut tun.
Die meisten wären nämlich das Risiko einer Straftat nie eingegangen!


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Regelflecken, Abbiegetaschen, feindliches Grün, Idealfahrer, "faktische Fußgängerzonen", Kletterweichen, Bettelampeln, Lückenampeln, ... - es gibt Sachen, die gibt es nur im Straßenverkehr
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B.Paulmeier
Beitrag 06.08.2022, 15:36
Beitrag #7


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Ich sehe es im Bekanntenkreis. Rüstiger Senior (87) der seit Jahren eine steigende Unfallhäufigkeit hat. Bisher nur Blechschäden. Allerdings auch durch Unaufmerksamkeit.
Neulich hat er sich - während der Fahrt - auf einer Brücke die Badegäste im knappen Bikini angeschaut, die im Kanal badeten bzw. dort verweilten.
Er geriet in den Gegenverkehr, und hat auch einen Motorradfahrer erwischt. Aber zum Glück eben ohne körperliche Schäden.
Was passiert, wenn er einen Menschen anfährt? Gutes Zureden bringt nichts. Denn er fährt Mercedes, und das lässt er sich nicht nehmen.
Ich habe ein schlechtes Gewissen.
Andererseits:
Meine Gemahlin (55 Jahre) fängt jetzt auch schon an, Unaufmerksam zu fahren.
Da geschehen zahlreiche Fehler (Rechts-vor-Links nicht beachtet), abbiegende und vorfahrtberechtigte Fahrzeuge nicht wahrgenommen.
Fehlender Blick in den Rückspiegel (und fehlender Schulterblick) beim ausparken.Die Tendenz ist krass zunehmend. Bisher ohne Unfälle, aber ich merke schon, dass sich innerhalb von zwei Jahren ihr Verhalten im Straßenverkehr geändert hat.
Wäre es ein forscher - und zugleich aufmerksamer - Fahrstil, hätte ich weniger bedenken.
Aber auf die Situation angesprochen, beteuert sie, es schlichtweg nicht mitbekommen zu haben.
Was mich nachdenklich stimmt: Auch ich werde älter, und man selbst merkt nicht, dass man schlechter fährt. Davor habe ich selbst Angst.
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Q-Treiberin
Beitrag 06.08.2022, 16:28
Beitrag #8


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Zitat (B.Paulmeier @ 06.08.2022, 16:36) *
Er geriet in den Gegenverkehr, und hat auch einen Motorradfahrer erwischt. Aber zum Glück eben ohne körperliche Schäden.
Was passiert, wenn er einen Menschen anfährt?
Ist für Dich ein Motorradfahrer kein „Mensch“? blink.gif


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oder
Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet...
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auchdasnoch
Beitrag 06.08.2022, 16:30
Beitrag #9


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Zitat (ulm @ 06.08.2022, 06:48) *
In dem Artikel steht nirgendwo etwas von einer MPU.
Nein, dort steht nur, dass eine Überprüfung der Fahreignung angeordnet worden sei. Das ist dem Wortlaut nach sicherlich auch nicht zutreffend. Es wird wohl eher so sein, dass die Polizei Zweifel an der Fahreignung des Fahrers geäussert haben wird und der Fahrerlaubnisbehörde eine entsprechende Mitteilung zusenden wird. Es liegt dann in der Entscheidung der Behörde, was sie daraus macht. Auf eine MPU wird es imho nicht hinauslaufen, wohl aber auf ein fachärztliches Gutachten. Vorstellbar auch, dass die Behörde die Sehleistung des Herrn überprüft haben möchte.


Zitat (Doc aus Bückeburg @ 06.08.2022, 10:28) *
Da wird wohl wieder mal die Diskussion über die Notwendigkeit von regelmäßigen Untersuchungen für eine Führerscheinverlängerung von Senioren folgen.
Diese Diskussionen sind ja auch nicht unberechtigt. Ich bin dafür! Ich war dafür, als ich noch jung gewesen bin, und ich bin jetzt auch noch dafür, wohl wissend, dass auch ich irgendwann davon betroffen sein könnte. Älteren Leuten fehlt oftmals nicht nur die Fahreignung, sondern auch die Einsichtsfähigkeit. Sie sind (fast) immer davon überzeugt alles noch zu können und zu beherschen. Insbesondere im ländlichen Bereich ist die Mobilität ohne Fahrerlaubnis / Führeschein natürlich auch sehr eingeschränkt.


Zitat (rapit @ 06.08.2022, 15:48) *
Hier würde mehr Aufklärung gut tun.
Die meisten wären nämlich das Risiko einer Straftat nie eingegangen!
Diese Meinung teile ich nicht. So ziemlich jeder Mensch, (fast) egal welcher Alters- und Gesellschaftsgruppe ist sehr von sich überzeugt. Im Alter kommt dann noch der Altersstarrsinn mit dazu. Wenn man einem älteren Menschen gegenüber eine kritische Meinung äussert, dann ist man einfach nur böse. Äussert ein Polizist eine solche Meinung, dann ist er nur auf seine Karierre bedacht und will bei seinem Chef gut ankommen. Hat das Rentnerauto mal wieder eine Beule, so war immer der andere schuld.


Andererseits gibt es ja auch in anderen Altergruppen altersspezifische Gefahrenpotenziale. Vor nicht allzu langer Zeit haben zwei junge Männer hier in der Gegend ein fast fabrikneues und hochwertiges Fahrzeug bei Starkregen auf der Autobahn geschrottet. Aufgrund glücklicher Umstände gab es keinen nennenswerten Personenschaden. Der Alkoholtest war negativ (0,0‰). Ein Drogentest wurde nicht durchgeführt. Von der Polizei darauf angesprochen, dass die Geschwindigkeit wohl nicht den Witterungsbedingungen angepasst gewesen sei, meinte der 19-jährige Fahrer, dass eine unangepasste Geschwindigkeit absolut ausgeschlossen sei, da er, eben wegen der schlechten Sicht und Fahrbahnverhälnisse, "nur" 150 km/h gefahren sei.
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Q-Treiberin
Beitrag 06.08.2022, 16:44
Beitrag #10


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Ich denke, bei dieser „Überprüfung“ wird es sich erstmal „nur“ um einen SFT „Standardisierte Fahrtüchtigkeitstests“ https://www.focus.de/regional/hamburg/hambu...d_10657203.html gehandelt haben…

Damit werden besonders ältere Menschen nach Unfällen hier in HH von besonders geschulten PVB getestet und das hat (erstmal) nichts mit einer MPU oder einer verkehrsmedizinischen Untersuchung zu tun….

Ich befürchte allerdings, dass der TE die nächsten Tage (bekannterweise) noch einige „Selbstgespräche“ zu diesem Thema führen wird… wacko.gif


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B.Paulmeier
Beitrag 06.08.2022, 16:56
Beitrag #11


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Zitat (Q-Treiberin @ 06.08.2022, 17:28) *
Ist für Dich ein Motorradfahrer kein „Mensch"?

Mea Culpa. Das war mißverständlich. Selbstverständlich ist ein Motorradfahrer ein Mensch und ein vollwertiger Verkehrsteilnehmer.
Was ich ausdrücken wollte: Es ist am Motorrad lediglich ein Sachschaden entstanden. Der Motorradfahrer selbst blieb völlig unverletzt.
(Nebenbei hat er noch zwei weitere Pkw erwischt, allerdings auch dort nur Materialschaden).
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auchdasnoch
Beitrag 06.08.2022, 16:57
Beitrag #12


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Zitat (Q-Treiberin @ 06.08.2022, 17:44) *
Ich denke, bei dieser „Überprüfung“ wird es sich erstmal „nur“ um einen SFT „Standardisierte Fahrtüchtigkeitstests“ https://www.focus.de/regional/hamburg/hambu...d_10657203.html gehandelt haben…

Glaube nicht, dass die Münchner Polizei die rechtlich zweifelhaften Methoden der Hansestadt Hamburg anwendet. Auch wenn viele das nicht glauben können: Der Freistaat Bayern ist ein Rechtsstaat. laugh2.gif

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Q-Treiberin
Beitrag 06.08.2022, 17:06
Beitrag #13


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Zitat
Der Freistaat Bayern ist ein Rechtsstaat.

Ach, und Hamburg ist es nach Deiner Meinung nicht..? blink.gif


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auchdasnoch
Beitrag 06.08.2022, 17:15
Beitrag #14


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Tut mir ja leid, wenn Du den Smiley übersehen hast. Könnte an einer Sehschwäche liegen, die in Hamburg ein SFT zur Folge haben könnte. Nach meinem Kenntnisstand gibt es in keinem anderen Bundesland eine vergleichbare Vorgehensweise. Sollte mein Kenntnisstand nicht zutreffend sein, dann darf man mir das gerne mitteilen.

Tatsache ist aber auch, dass diese Vorgehensweise in der schönen Hansestadt rechtlich sehr zweifelhaft und umstritten ist.

In anderen Bundesländern ist die normale Vorgehensweise (und imho rechtskonform im Sinne eines Rechtsstaats), dass die Polizei der Fahrerlaunisbehörde ggf. einen Vorfall meldet und die aus ihrer Sicht gegebenen Fahreignungszweifel begründet. Dann ist es an der Fahrerlaubnisbehörde zu überlegen, ob, und wenn ja auf welchem Wege, die Fahreignung zu überprüfen ist.
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Q-Treiberin
Beitrag 06.08.2022, 17:55
Beitrag #15


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Zitat (auchdasnoch @ 06.08.2022, 18:15) *
Tatsache ist aber auch, dass diese Vorgehensweise in der schönen Hansestadt rechtlich sehr zweifelhaft und umstritten ist.
Woran (gesetzlich!) machst Du das fest?


--------------------
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Doc aus Bückeburg
Beitrag 06.08.2022, 19:36
Beitrag #16


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Zitat (auchdasnoch @ 06.08.2022, 17:57) *
Der Freistaat Bayern ist ein Rechtsstaat. laugh2.gif
Stimmt.
Manchmal schon SEHR "rechts"... whistling.gif

Doc


--------------------
Es gibt Dinge, die muss man glauben, um sie sehen zu können,
und es gibt Dinge, die muss man sehen, um sie glauben zu können.
Und dann gibt es noch ein paar Dinge, die kann man einfach nicht glauben, obwohl man sie sieht!
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haschee
Beitrag 06.08.2022, 19:37
Beitrag #17


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Es gibt gute Gründe dafür.
Am besten gleich vorweg die Angleichung an die EU... für die EUropa Fetischisten.

Gefolgt von:
"Aber Senioren fahren viel besser weil trotz Masse relativ wenig Unfälle in der Statistik"

In der Statistik sind aber auch alle Senioren die
a) freiwillig nicht mehr fahren
b) gar nicht mehr fahren können also wirkliche unmöglichkeit
(gibt es viele, mein Opa hatte noch bis zum Tod den Führerschein während er geistig je nach Form im Zug, im Krieg oder in der Kirche war - während er sein Bett jahrelang nie verlassen hat oder )
c) teilweise Tote die erst mit 110 als Karteileiche entsorgt werden

Hatten wir alles schon mal incl. Links.


Ist ja auch logisch, wenn es keine Prüfungen und keinen Ablauf eines Führerscheins gibt bzw. das jetzt dann höchstens Bußgeld kostet
ist die Statistik unsauber.

Würde die Fahrerlaubnis mit sagen wir 80 ablaufen - ja die Fahrerlaubnis - dann hätte man eine Statistik die was wert ist.
Man wüsste wer von ü80 eine Fahrerlaubnis hat.

Stand jetzt könnte man genausogut sagen "wir nehmen für die Fahranfänger die 0 bis 16 jährigen dazu". Genauso sinnvoll wie jetzt die Senioren Definition.


Zeitlich:
Nun wie auch schon als ich 30 war (doc erinnert sich, hat erst alte Posts von mir gelesen?) bin ich für Gesundheitsprüfungen schon ab dem jungen Alter.

Ab wann man auf 2 Jahre gehen sollte kann man diskutieren. Ob 55, 60, 70 oder 75.


--------------------
Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse
trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird
der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen
restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen.

Quelle: Widerstand und Ergebung
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nachteule
Beitrag 06.08.2022, 20:57
Beitrag #18


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Hallo, rapit,

Zitat (rapit @ 06.08.2022, 15:48) *
Tja, falscher Rat, denn ab dem Unfall befinden wir uns im Bereich einer Straftat. Nämllich der Straßenverkehrsgefährdung. rolleyes.gif

das große Problem dabei: Gibt es keine eindeutigen Anhaltspunkte oder gar Beweise dafür, dass Medikamente an dem Unfall Schuld sein könnten, darf der Polizeibeamte nicht einfach eine Blutentnahme anordnen, um genau dies festzustellen.

Dazu kommt, dass es generell schwierig ist, festzustellen, ob Medikamente bestimmungsgemäß eingenommen wurden oder ob der Proband eigenmächtig die Dosis erhöht oder zusätzlich noch andere, ggf. rezeptfreie, Medikamente konsumiert hat.

Zitat
Hier würde mehr Aufklärung gut tun.
Die meisten wären nämlich das Risiko einer Straftat nie eingegangen!

Stimmt.

Aber selbst, wenn die Betroffenen selber oder deren Angehörige merken, dass es mit dem sicheren Fahren nicht mehr klappt, finden sie immer wieder Gründe, warum sie doch unbedingt fahren müssen oder warum man den Betroffenen doch nicht den Schlüssel bzw. das Auto wegnehmen kann.

Hallo, B.Paulmeier,

Zitat (B.Paulmeier @ 06.08.2022, 16:36) *
Meine Gemahlin (55 Jahre) fängt jetzt auch schon an, Unaufmerksam zu fahren.
Da geschehen zahlreiche Fehler (Rechts-vor-Links nicht beachtet), abbiegende und vorfahrtberechtigte Fahrzeuge nicht wahrgenommen.

besorge eine Dashcam, die ihre Fahrten aufnimmt.

Du kannst es ja erst einmal damit begründen, dass dies eine Vorsichtsmaßnahme ist für den Fall, dass jemand anderes einen Unfall baut und dann stiften geht oder so.

Dann schaust Du Dir mal in Ruhe selber die Videos an und spielst ihr dann die Szenen vor, in denen ihre Fahrweise grenzwertig war.

Viele Grüße,

Nachteule


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Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Mahatma Gandhi
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Ernschtl
Beitrag 06.08.2022, 21:16
Beitrag #19


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QUOTE (Doc aus Bückeburg @ 06.08.2022, 20:36) *
QUOTE (auchdasnoch @ 06.08.2022, 17:57) *
Der Freistaat Bayern ist ein Rechtsstaat. laugh2.gif
Stimmt.
Manchmal schon SEHR "rechts"... whistling.gif
Ist das jetzt gut oder schlecht? Für uns Verkehrsteilnehmer.
Also ich weiss, dass rechts Vorfahrt hat. Gehts darum?


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Tom2018
Beitrag 07.08.2022, 01:05
Beitrag #20


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Die Medien übertreiben auch oft.Genau so gut hätten sie einen ,, missglückten Terroranschlag,, vermuten können.Ware nicht auszudenken wenn mehrere Menschen auf der Rolltreppe gewesen wären.

Aber in dem Artikel steht ,, Fahreignung überprüfen,, das ist doch die MPU?

Das nur vom Zufall abging das keiner getötet wurde steht aus Frage.

Rechnet kein Mensch damit das im U-Bahnhof ein Auto die Treppe runter fährt
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ulm
Beitrag 07.08.2022, 01:17
Beitrag #21


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Lese doch einfach die von mir verlinkte Quelle, die Pressemitteilung der Bundespolizei.
Der Beamte hat darin gemutmaßt und der Redakteur der Süddeutschen Zeitung hat das dann auch noch falsch zusammengefasst.
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Tom2018
Beitrag 07.08.2022, 01:44
Beitrag #22


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Aber ob ihm vor Gericht eine fahrlässige versuchte Körperverletzung mit Todesfolge nachweisen können ist auch fraglich

Stand nur in dem Artikel das die Bundespolizei das Fahrzeug beschlagnahmt hat und Antrag auf auf überprüfen der Fahreignung

Wollte ja angeblich noch nach Hause fahren mit dem beschädigten Fahrzeug.Aber haben ihm untersagt
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auchdasnoch
Beitrag 07.08.2022, 06:50
Beitrag #23


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Zitat (Q-Treiberin @ 06.08.2022, 18:55) *
Woran (gesetzlich!) machst Du das fest?
Daran, dass es imho keine Rechtsgrundlage für diese Vorgehensweise gibt, und Hamburg wohl auch das einzige Bundesland ist, dass so vorgeht. Andere Bundesländer (nicht nur Bayern) haben rechtliche Bedenken und lehnen diese Vorgehensweise ab.


Zitat (Doc aus Bückeburg @ 06.08.2022, 20:36) *
Zitat (auchdasnoch @ 06.08.2022, 17:57) *
Der Freistaat Bayern ist ein Rechtsstaat. laugh2.gif
Stimmt.
Manchmal schon SEHR "rechts"... whistling.gif
Kommt immer auf die Vergleichsgrundlage an. Ich will ja nicht generell widersprechen. Aber wenn ich so in manche ostdeutschen Bundesländer schaue, dann ist Bayern ja schon fast kommunistisch.


Zitat (haschee @ 06.08.2022, 20:37) *
In der Statistik sind aber auch alle Senioren die
a) freiwillig nicht mehr fahren
b) gar nicht mehr fahren können also wirkliche unmöglichkeit
(gibt es viele, mein Opa hatte noch bis zum Tod den Führerschein während er geistig je nach Form im Zug, im Krieg oder in der Kirche war - während er sein Bett jahrelang nie verlassen hat oder )
c) teilweise Tote die erst mit 110 als Karteileiche entsorgt werden
In den mir bekannten Statistiken zu Unfallzahlen geht es nicht darum, wie viele Fahrerlaubnisinhaber einer bestimmten Altersklasse (schwere) Unfälle verursachen. Vielmehr geht es meist um die absoluten Unfallzahlen. Diese sind bei Senioren nicht exorbitant hoch, was sicherlich auch daran liegt, dass Senioren nicht so viel mit dem Auto unterwegs sind, wie z.B. Handelsreisende im mittleren Alter.

Würde die Statistik, was kaum möglich sein dürfte, die Unfallzahlen je Personenkilometer ermitteln, dann würde das Ergebnis sicherlich anders aussehen.

Insgesamt gibt es halt zwei besondere Risikogruppen. Das sind die Senioren einerseits, und die jungen Draufgänger andererseits. Der Problematik der Senioren könnte man mit regelmäßigen Fahreignungstests begegnen. Aber welche Regierung oder Partei will es sich mit den Senioren, die einen großen Teil der Wählerschaft ausmacht, verderben?

Die Risiken, die von jungen Fahrern bzw. Fahranfängern ausgehenzu hat man mit Maßnahmen wie Probezeit, absolutes Alkoholverbot und Stufenführerschein (bei Motorradfahrern) versucht zu reduzieren. Der Erfolg dieser Maßnahmen ist aber doch eher übersichtlich.

Zitat (nachteule @ 06.08.2022, 21:57) *
Hallo, rapit,

Zitat (rapit @ 06.08.2022, 15:48) *
Tja, falscher Rat, denn ab dem Unfall befinden wir uns im Bereich einer Straftat. Nämllich der Straßenverkehrsgefährdung. rolleyes.gif

das große Problem dabei: Gibt es keine eindeutigen Anhaltspunkte oder gar Beweise dafür, dass Medikamente an dem Unfall Schuld sein könnten, darf der Polizeibeamte nicht einfach eine Blutentnahme anordnen, um genau dies festzustellen.

Dazu kommt, dass es generell schwierig ist, festzustellen, ob Medikamente bestimmungsgemäß eingenommen wurden oder ob der Proband eigenmächtig die Dosis erhöht oder zusätzlich noch andere, ggf. rezeptfreie, Medikamente konsumiert hat.
Zur bestimmungsgemäßen Einnahme zählt aber auch, dass die Medikamente überhaupt eingenommen werden. Das ist nämlich häufig auch nicht der Fall.


Zitat (Ernschtl @ 06.08.2022, 22:16) *
Zitat (Doc aus Bückeburg @ 06.08.2022, 20:36) *
Zitat (auchdasnoch @ 06.08.2022, 17:57) *
Der Freistaat Bayern ist ein Rechtsstaat. laugh2.gif
Stimmt.
Manchmal schon SEHR "rechts"... whistling.gif
Ist das jetzt gut oder schlecht? Für uns Verkehrsteilnehmer.
Also ich weiss, dass rechts Vorfahrt hat. Gehts darum?
Außerdem haben wir in Deutschland, wie in ganz Mitteleuropa, Rechtsverkehr. Aber ich glaube, dass führt vom Thema ab.


Zitat (Tom2018 @ 07.08.2022, 02:05) *
Die Medien übertreiben auch oft.Genau so gut hätten sie einen ,, missglückten Terroranschlag,, vermuten können.
Ja, die bösen Medien. Merkwürdigerweise wurde aber nicht von einem Terroranschlag berichtet. NIcht einmal in der Boulevardpresse. Kann es sein, dass Du ein gestörtes Verhätnis zu den Medien hast?


Zitat (Tom2018 @ 07.08.2022, 02:05) *
Ware nicht auszudenken wenn mehrere Menschen auf der Rolltreppe gewesen wären.
Es befanden sich aber keine Menschen auf der Rolltreppe, was dem Umsatnd zu verdanken sein könnte, dass es dort gar keine Rolltreppe gibt. Es ist schon ertaunlich, wie man der Presse eine populistische Berichterstattung vorwerfen kann, die es hir nicht gegeben hat, und dann selbst mit erfundenen Sachverhlaten aus dem Vollen schöpft.


Zitat (Tom2018 @ 07.08.2022, 02:05) *
das ist doch die MPU?
Nicht unbedingt, und in diesem Fall auch imho nicht zu erwarten. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe dürfte es wohl eher auf ein fachärztliches Gutachten hinauslaufen. Letztlich entscheidet das aber die Fahrerlaubnisbehörde.


Zitat (Tom2018 @ 07.08.2022, 02:05) *
Das nur vom Zufall abging das keiner getötet wurde steht aus Frage.
Wie in so vielen anderen Verkehssituationen auch.
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Jens
Beitrag 07.08.2022, 08:17
Beitrag #24


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Zitat (Doc aus Bückeburg @ 06.08.2022, 10:28) *
Da wird wohl wieder mal die Diskussion über die Notwendigkeit von regelmäßigen Untersuchungen für eine Führerscheinverlängerung von Senioren folgen.

Deutschland hat sich ganz bewusst gegen solche Untersuchungen entschieden. Es hätte nämlich 2013 bei der Umsetzung der dritte EU-Führerscheinrichtlinie die Möglichkeit gegeben, die Erneuerung der seitdem zeitlich befristet gültigen Führerscheine von einer "Prüfung der Mindestanforderungen an die körperliche und geistige Tauglichkeit" abhängig zu machen.


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haschee
Beitrag 07.08.2022, 08:41
Beitrag #25


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@auchdasnoch:
Eben.

Alle Senioren. Ob überhaupt Fahrerlaubnis (gibt es einige vor allem frauen) oder führerschein freiwillig oder unfreiwillig ruhend lassen.

Das ist genauso als würde man fahranfänger am anderen ende der Skala
als 0-25 definieren.

Dann würden auch die viel besser da stehen dank denen die nicht fahren. wink.gif


Logisch betrachtet ist diese statistik zur zeit mängelbehaftet.


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Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse
trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird
der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen
restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen.

Quelle: Widerstand und Ergebung
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Doc aus Bückeburg
Beitrag 07.08.2022, 09:08
Beitrag #26


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Zitat (Jens @ 07.08.2022, 09:17) *
Deutschland hat sich ganz bewusst gegen solche Untersuchungen entschieden. Es hätte nämlich 2013 bei der Umsetzung der dritte EU-Führerscheinrichtlinie die Möglichkeit gegeben, die Erneuerung der seitdem zeitlich befristet gültigen Führerscheine von einer "Prüfung der Mindestanforderungen an die körperliche und geistige Tauglichkeit" abhängig zu machen.

Selbst WENN man zukünftig die Verlängerung der Fahrerlaubnis von einem - wie auch immer gearteten - Nachweis der körperlichen und geistigen Fähigkeiten abhängig machen würde, so würde das kaum helfen, derartige Menschen wie den älteren Herrn im Eröffnungsposting einigermaßen zuverlässig rechtzeitig "auszusortieren":

So eine frisch verlängerte EU-Fahrerlaubnis hält, wenn ich richtig informiert bin, 10 Jahre.
Innerhalb von 10 Jahren kann aber - gerade im höheren Alter - soooo viel passieren:
Es ist ja schließlich nicht so, dass die Fahreignung einfach kontinuierlich abnimmt und ab einem bestimmten Punkt nicht mehr ausreicht:
EIn leichter Schlaganfall, der vom Betroffenen kaum als solcher bemerkt wird, kann von heute auf morgen die Denk- und Koordinationsfähigkeit dauerhaft schwer beeinträchtigen.
Da nützt es nicht viel, wenn man noch kurz zuvor so eine Untersuchung mit Bravour bestanden hat.

Andererseits kann auch ein Alzheimer-Patient, der sich an schlechten Tagen sogar auf dem Weg vom Bett zum Klo verläuft, an guten Tagen völlig unauffällig wirken (kannte ich von meiner Mutter...).


Ich will damit NICHT ausdrücken, dass man eine Befristung der Fahrerlaubnis von vorn herein in die Tonne treten sollte, nur weil man damit nicht ALLE mittlerweile Ungeeigneten entdeckt oder wenigstens dadurch zu einem wesentlichen Prozentsatz reduzieren kann.

Aber man sollte sich eben auch nicht zu viel davon versprechen.

Doc,
der sich mittlerweile durchaus schon Gedanken über seine eigenen Fahrfähigkeiten macht.


P.S.:
Wenn die EU die alle 10 Jahre erforderliche Verlängerung der Fahrerlaubnis nicht generell von einer entsprechenden ärztlichen Untersuchung abhängig macht:
Welchen Sinn hat sie dann überhaupt - wenn man mal von der Arbeitsbeschaffung für Fahrerlaubnisbehörden absieht? think.gif


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Es gibt Dinge, die muss man glauben, um sie sehen zu können,
und es gibt Dinge, die muss man sehen, um sie glauben zu können.
Und dann gibt es noch ein paar Dinge, die kann man einfach nicht glauben, obwohl man sie sieht!
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Jens
Beitrag 07.08.2022, 10:36
Beitrag #27


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Zitat (Doc aus Bückeburg @ 07.08.2022, 10:08) *
So eine frisch verlängerte EU-Fahrerlaubnis hält, wenn ich richtig informiert bin, 10 Jahre.

Ne, die Fahrerlaubnis (Ausnahme C/D-Klassen) ist weiterhin unbefristet gültig. Befristet ist die Gültigkeit des Führerscheins. Und da hat Deutschland von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die eigentlich in der EU-Richtlinie vorgesehenen 10 Jahre auf 15 zu verlängern.


Zitat (Doc aus Bückeburg @ 07.08.2022, 10:08) *
Wenn die EU die alle 10 Jahre erforderliche Verlängerung der Fahrerlaubnis nicht generell von einer entsprechenden ärztlichen Untersuchung abhängig macht:
Welchen Sinn hat sie dann überhaupt

Z.B. den, dass die Fotos in den Führerscheinen einigermaßen aktuell sind und nicht z.T. 30, 40 Jahre alt oder noch älter. Und es vereinfacht auch die Kontrolle der vorhandenen Fahrerlaubnisklassen, grad die Einschlüsse in alten, anno Tobak erteilten Klassen sind ja nicht immer leicht nachvollziehbar.


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Der_Veranstalter
Beitrag 07.08.2022, 11:09
Beitrag #28


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Zitat (Jens @ 07.08.2022, 11:36) *
Z.B. den, dass die Fotos in den Führerscheinen einigermaßen aktuell sind und nicht z.T. 30, 40 Jahre alt oder noch älter.


...nein, das ist so nicht ganz richtig, weil jeder cop.gif imho bei einer Kontrolle den FS und den Perso (und die Fahrzeugpapiere) haben möchte. Das Bild aufm Perso (oder alternativ dem Reisepass) ist immer aktuell. Wenn man deiner Argumentation folgt, würde zum "ausweisen" auch der FS genügen.



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Q-Treiberin
Beitrag 07.08.2022, 11:39
Beitrag #29


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Zitat (Tom2018 @ 07.08.2022, 02:44) *
Aber ob ihm vor Gericht eine fahrlässige versuchte Körperverletzung mit Todesfolge nachweisen können ist auch fraglich
Warum oder wie auch, es ist ja keiner zu Schaden gekommen, weder verletzt noch getötet…. dry.gif


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auchdasnoch
Beitrag 07.08.2022, 11:55
Beitrag #30


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Zitat (Der_Veranstalter @ 07.08.2022, 12:09) *
...nein, das ist so nicht ganz richtig, weil jeder cop.gif imho bei einer Kontrolle den FS und den Perso (und die Fahrzeugpapiere) haben möchte. Das Bild aufm Perso (oder alternativ dem Reisepass) ist immer aktuell. Wenn man deiner Argumentation folgt, würde zum "ausweisen" auch der FS genügen.

Ichwurde bei einer Verkehrslkontrolle noch nie nach meinem Ausweis gefragt. Ergibt ja auch keinen Sinn, weil man nicht dazu verpflichtet ist seine Ausweis (Personalausweis und / oder Reisepass) ständig mitzuführen.

Ich habe meinen Führerschein umgetauscht, als ich um ca. 2005 einen internationalen Führerschein benötigte, den ich aber nur mit der Auflage des Führerscheinumtauschs erhalten habe. Mein Vater hat noch seinen alten grauen Schein. Selbst mir fällt es schwer ihn auf dem Foto zu erkennen. laugh2.gif Er muss, oder müsste, seinen Führerschein aber erst 2033 umtauschen.

Meine mittlerweile verstorbene Oma war bis zu ihrem Lebensende im Besitz von Führerschein und Fahrerlaubnis. Dabei war sie im gehobenen Alter nahezu blind und auch im Besitz einer Behindertenparkkarte für Blinde. Sie hatte irgendwann freiwillig auf das Autofahren verzichtet. Aber rein theoretisch sie legal selbst fahrend als nahezu blinde Person einen Behindertenparkplatz in Anspruch nehmen können, weil zwei Dokumente sie dazu berechtigt hätten.
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rapit
Beitrag 07.08.2022, 14:19
Beitrag #31


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Zitat (auchdasnoch @ 07.08.2022, 12:55) *
Ichwurde bei einer Verkehrslkontrolle noch nie nach meinem Ausweis gefragt.

Echt nicht? Ich fast immer.
Naja, meine Kontrollen laufen ja meist auch etwas länger ab, als bei anderen üblich... whistling.gif



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nachteule
Beitrag 07.08.2022, 15:21
Beitrag #32


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Hallo, auchdasnoch,

Zitat (auchdasnoch @ 07.08.2022, 12:55) *
Aber rein theoretisch sie legal selbst fahrend als nahezu blinde Person einen Behindertenparkplatz in Anspruch nehmen können, weil zwei Dokumente sie dazu berechtigt hätten.

beim Behindertenparkplatz magst Du recht haben, beim angeblich legal fahren dagegen nicht.

Legal fahren darf man nur, wenn man im Besitz der gültigen Fahrerlaubnis und zusätzlich geistig und körperlich in der Lage ist, ein Kraftfahrzeug zu führen, ohne sich und andere zu gefährden.

Viele Grüße,

Nachteule


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B.Paulmeier
Beitrag 07.08.2022, 17:22
Beitrag #33


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Zitat (Der_Veranstalter @ 07.08.2022, 12:09) *
weil jeder cop.gif imho bei einer Kontrolle den FS und den Perso (und die Fahrzeugpapiere) haben möchte.


Nein. Das stimmt einfach nicht.
Führerschein, Fahrzeugpapiere, und evtl. Warndreieck vorzeigen reicht. Letzteres aber auch nur, um einen Grund zu haben, in den Kofferraum zu sehen, was sie sonst nicht verlangen dürften.
(und als ich mal als Fußgänger von der Polizei angehalten wurde, weil, ich hatte gerade 1 Joint geraucht, wollten die nur den Perso sehen. Hatte ich aber nicht dabei, und die Versichertenkarte von der AOK hat zur Identifikation gereicht. Kurz im System nachgeschaut (Inpol oder Nivadis), Bildabgleich, und alles ok. Bis auf die körperliche Durchsuchung mitten auf der Straße, aber egal)
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F117
Beitrag 07.08.2022, 17:46
Beitrag #34


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Ich habe auch noch nie den PA zücken müssen. Nicht mal in DK bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle.


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Q-Treiberin
Beitrag 07.08.2022, 18:57
Beitrag #35


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Zitat (Tom2018 @ 07.08.2022, 02:05) *
Aber in dem Artikel steht ,, Fahreignung überprüfen,, das ist doch die MPU?
Nein!


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Baghira
Beitrag 07.08.2022, 19:45
Beitrag #36


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Zitat (rapit @ 07.08.2022, 14:19) *
Zitat (auchdasnoch @ 07.08.2022, 12:55) *
Ichwurde bei einer Verkehrslkontrolle noch nie nach meinem Ausweis gefragt.

Echt nicht? Ich fast immer.
Naja, meine Kontrollen laufen ja meist auch etwas länger ab, als bei anderen üblich... whistling.gif




Darf ich fragen, wieso?

Das Hamburgs Polizisten diesen Fahreignungstest direkt nach einem Unfall durchführen, ist etwas seltsam. Nach einem Unfall, vielleicht sogar mit Schock ist ein Mensch in aller Regel nicht in der Lage sich zu konzentrieren.Zumindest wären die Testergebnisse verfälscht.Einige Tage nach dem Vorfall sollten reichen, um einen regulären Geisteszustand zu erfahren.
Das Hamburgs Polizei mit älteren Fahrern solche Tests durchführt, kann vielleicht an der Unfallhäufung an der Waitzstr liegen.


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Gruß Christian


Vernünftige Kinderräder findet man hier Kinderfahrradfinder
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Q-Treiberin
Beitrag 07.08.2022, 20:01
Beitrag #37


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Zitat (Baghira @ 07.08.2022, 20:45) *
Das Hamburgs Polizisten diesen Fahreignungstest direkt nach einem Unfall durchführen, ist etwas seltsam.
Jain…
Direkt bei uns vor der Haustür gab es einen tödlichen Unfall wo die (ältere) Verursacherin diesem Test unterzogen wurde….

Dieser war für sie „positiv“, von daher gab es „erstmal“ keinen Hinweis darauf dass sie aufgrund ihres Alters/ihrer Gesundheit fahruntüchtig wäre…..




Dass sie ihre (bekannte) Nachbarin tödlich verletzt hat und damit klarkommen muss steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt… sad.gif


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Michel051
Beitrag 07.08.2022, 21:35
Beitrag #38


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Super! "Speziell geschulte Beamte " - 4 Tage Schulung reichen hier aus.

Das Prinzip ist ausbaufähig: 14 Tage Schulung und schon können die Polizisten als Notfallsanitäter und/oder Notarzt eingesetzt werden.

Da ich glücklicherweise nicht in Hamburg wohne würde ich solche Pseudotests grundsätzlich verweigern.
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heretic12
Beitrag 07.08.2022, 22:25
Beitrag #39


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Zitat (B.Paulmeier @ 06.08.2022, 16:36) *
Was passiert, wenn er einen Menschen anfährt? Gutes Zureden bringt nichts. Denn er fährt Mercedes, und das lässt er sich nicht nehmen.
Ich habe ein schlechtes Gewissen.

Du könntest die Vorfälle der Fahrerlaubnisbehörde melden.
Ich weiß nicht, ob die Meldungen von Einzelpersonen reichen, um die Fahrtauglichkeit zu überprüfen, aber dem Gewissen hilfts.


Zitat (Tom2018 @ 07.08.2022, 02:44) *
Aber ob ihm vor Gericht eine fahrlässige versuchte Körperverletzung mit Todesfolge nachweisen können ist auch fraglich

Ein Versuch setzt immer wollen vorraus, Fahrlässigkeit schließt das aus.
Es wäre evtl eine Gefährdung.

Zitat (auchdasnoch @ 07.08.2022, 07:50) *
In den mir bekannten Statistiken zu Unfallzahlen geht es nicht darum, wie viele Fahrerlaubnisinhaber einer bestimmten Altersklasse (schwere) Unfälle verursachen. Vielmehr geht es meist um die absoluten Unfallzahlen. Diese sind bei Senioren nicht exorbitant hoch, was sicherlich auch daran liegt, dass Senioren nicht so viel mit dem Auto unterwegs sind, wie z.B. Handelsreisende im mittleren Alter.

Würde die Statistik, was kaum möglich sein dürfte, die Unfallzahlen je Personenkilometer ermitteln, dann würde das Ergebnis sicherlich anders aussehen.

Wozu es Statistiken gibt: Wenn eine Personengruppe an einem Unfall beteiligt ist, wie oft war diese Hauptverursacher.
Die deutsche Verkehrswacht weiß da mehr:
Zitat
Sofern im Jahr 2020 über 64-Jährige als Autofahrende an einem Unfall beteiligt waren, trugen sie in zwei Drittel (68,7 Prozent) der Fälle die Hauptschuld daran. Bei den ab 75-Jährigen waren es sogar drei von vier unfallbeteiligten Autofahrerenden (76,0 Prozent), denen die Hauptschuld am Unfall zugewiesen wurde.

Senioren sind also im Schnitt für mehr Unfälle verantwortlich als der Durchschnitt.

Zitat
Die Risiken, die von jungen Fahrern bzw. Fahranfängern ausgehenzu hat man mit Maßnahmen wie Probezeit, absolutes Alkoholverbot und Stufenführerschein (bei Motorradfahrern) versucht zu reduzieren. Der Erfolg dieser Maßnahmen ist aber doch eher übersichtlich.

Allein das begleitete Fahren ab 17 hat die Unfallquote meines Wissens um über 20% reduziert. Die Ampelkoalition plant wohl BF16, also nochmal mehr Fahrpraxis unter Aufsicht.


Der Fahrer im Artikel ist in einen Fußgängertunnel gefahren, der sich mit Sicherheit auf einem Gehweg befand. Später wollte er nicht nur mit dem defekten Auto weiter fahren, ihm musste sogar der Schlüssel abgenommen werden, um die Weiterfahrt zu unterbinden.
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rapit
Beitrag 07.08.2022, 22:44
Beitrag #40


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Zitat (Baghira @ 07.08.2022, 20:45) *
Darf ich fragen, wieso?

Na klar. Ich hatte vor 9 Jahren mal verkürzt ein Beispiel gepostet:
Zitat (rapit @ 11.12.2013, 17:24) *
Das Problem ist aber meiner Meinung nach, dass kaum einer weiß, was er tun darf/muss/nicht muss und daher keiner einschätzen kann, wie er sich zu verhalten hat.

Deswegen gibt es auch keinen einzig richtigen Weg.

Ich habe schon mal eine Polizeikontrolle durchgemacht, bei der ich stets freundlich blieb, aber nicht kooperiert habe. Irgendwann irgendwo hier auch schon mal gepostet. Mit so Sache wie "machen Sie bitte mal das Licht an" - "nö" - "? Äh, ich möchte Ihr Licht kontrollieren" - "ja, bitteschön, machen Sie doch" - "ja dann machen Sie es also bitte jetzt an!" - "nö" ... usw. Irgendwann dann meinerseits die Lösung des Knotens: "Lassen Sie mich bitte aussteigen, Sir können gerne kontrollieren, ich muss Ihnen aber nicht behilflich sein. Bitteschön, Sie können gerne selbst den Schalter bedienen."
Das braucht dann Zeit.

rolleyes.gif

(Wenn ich es eilig habe, kann ich aber auch ganz anders) twinkle.gif



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Doc aus Bückeburg
Beitrag 08.08.2022, 09:16
Beitrag #41


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Zitat (Jens @ 07.08.2022, 11:36) *
Ne, die Fahrerlaubnis (Ausnahme C/D-Klassen) ist weiterhin unbefristet gültig. Befristet ist die Gültigkeit des Führerscheins. Und da hat Deutschland von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die eigentlich in der EU-Richtlinie vorgesehenen 10 Jahre auf 15 zu verlängern.

Dann wäre ja auch eine mit der Verlängeung des Führerscheins verbundene - wie aich immer geartete - Fahreignungsprüfung ein relativ zahnloser Tiger:
Wenn der Lappen die Plastikkarte abgelaufen ist fährt man einfach fröhlich weiter.
Zumindest als Inhaber der Klassen A und B (incluvive aller möglichen Zusatzzahlen und -buchstaben) sowie einer aufgrund der alten Klasse 2 gewährten C1E kann einem ja im Fall einer Kontrolle beim erstmaligen Erwischt-Werden nicht viel passieren (außer einer kleinen Spende in die Stadtkasse)...



Weitere Überlegung:
Ich habe derzeit einen Kartenführerschein C1E von 2007.
Den müsste ich also spätestens am 19.01.2028 in einen "neuen" EU-Führerschein umtauschen. Dann bin ich - so Gott will - 78 Jahre alt und hoffentlich immer noch halbwegs rüstig.
Die Plastikkarte, die ich dann erhalte, ist 15 Jahre gültig. Beim abermaligen Umtausch Anfang 2043 wäre ich dann - wiederum so Gott will - 93 Jahre alt.

Selbst WENN
- eine Neuausstellung der Karte nicht alle 15, sondern alle 10 Jahre fällig wäre
- und diese Neuausstellung erst nach einem - wie auch immer gearteten - Fahreignungstest verbunden wäre,
könnte ich immerhin von meinem 78. bis zu meinem 88. Lebensjahr ohne irgendwelche Eignungstest autofahren.

Ist irgendjemand hier tatsächlich der Meinung, dass mich das davor bewahren würde, auch in Stress-Situationen
- Gas uns Bremse zu verwechseln,
- beim Ampelstart den Rückwärtsgang zu nehemen
- oder an der Parkhauseinfahrt die vermeintliche Abkürzung über die Treppe zu wählen? think.gif

Doc


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heretic12
Beitrag 08.08.2022, 09:25
Beitrag #42


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Aber nur, weil es beim jetzigen Stand nur um die Verlängerung des Führerscheins (also des Dokumentes) und nicht der Fahrerlaubnis geht.
Wenn eine regelmäßige Pflicht zu Prüfung/Gesundheitscheck/whatever kommt, müsste die Fahrerlaubnis verlängert werden, wie das bei den großen Klassen bereits der Fall ist.
Dann wäre es Fahren ohne Fahrerlaubnis.
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Doc aus Bückeburg
Beitrag 08.08.2022, 09:37
Beitrag #43


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Ach so! lightbulb.gif


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auchdasnoch
Beitrag 08.08.2022, 09:56
Beitrag #44


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Zitat (rapit @ 07.08.2022, 15:19) *
Echt nicht?
Echt nicht.


Zitat (rapit @ 07.08.2022, 15:19) *
Ich fast immer.
Das muss dann an Dir liegen. Polizisten haben ein Gespür für ihre Pappenheimer. thread.gif


Zitat (nachteule @ 07.08.2022, 16:21) *
Legal fahren darf man nur, wenn man im Besitz der gültigen Fahrerlaubnis und zusätzlich geistig und körperlich in der Lage ist, ein Kraftfahrzeug zu führen, ohne sich und andere zu gefährden.
Hallo Nachteule,
ich dachte es sei klar, wie das gemeint war. Nämlich so, dass trotz Sehbehinderung kein Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgelegen hätte. o lange aber nichts passiert und Niemand gefährdet wird, wäre eine Fahrt, trotz körperlicher Beeinträchtigung, auch nicht strafbar. Die Polizei könnte lediglich die Weiterfahrt untersagen und die Führerscheinstelle informieren. Aber ich denke, dass müssen wir jetzt nicht bis ins letzte Detail ausdiskutieren. Zumal in HH die Polizei ja offensichtlich zusätzliche Möglichkeiten an der Hand hat.


Zitat (heretic12 @ 07.08.2022, 23:25) *
Ich weiß nicht, ob die Meldungen von Einzelpersonen reichen, um die Fahrtauglichkeit zu überprüfen, aber dem Gewissen hilfts.
Kommt auf die Qualität der Meldung an. Wenn die Meldung überzeugend erscheint, dann wird die Führerscjenstelle durchaus aktiv werden. Aber es besteht natürlich auch die Gefahr, dass Jemand einem Anderen im Rahmen einer Fehde eins auswischen will.

Zitat (heretic12 @ 07.08.2022, 23:25) *
Senioren sind also im Schnitt für mehr Unfälle verantwortlich als der Durchschnitt.
Nein, das besagt die von Dir genannte Statistik nicht. Das ist lediglich Deine Interpretation.
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haschee
Beitrag 08.08.2022, 11:11
Beitrag #45


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Aber wir sind uns einig, daß eine Statistik die eine Gruppe von X bis unendlich incl. Personen die
a) keine Fahrerlaubnis haben (davon sind Senioren überrepräsentiert)
b) ihre Fahrerlaubnis freiwillig ruhen lassen
c) ihre Fahrerlaubnis unfreiwillig ruhen lassen (faktische Unmöglichkeit zu fahren)
d) evtl. als Karteileichen bis ins Alter von 110 noch vorhanden sind
...
beinhaltet
einfach fehlerhaft ist?

Ja, es gibt auch immer mehr junge Leute die keine Fahrerlaubnisprüfung ablegen.


Eine wirklich gute Statistik bräuchte also "aktive" Fahrerlaubnisse".
Selbst "Führerscheine" sind nicht zielführend da das Bußgeld keinen schreckt.

Werden wir kaum hinkriegen, aber dann sollte man die Schwächen der Statistik in Bezug auf Senioren akzeptieren.



--------------------
Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse
trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird
der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen
restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen.

Quelle: Widerstand und Ergebung
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auchdasnoch
Beitrag 08.08.2022, 12:26
Beitrag #46


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Meiner Meinung nach wäre eine, allerdings nicht erhebbare, Unfallstatiskik nach Personenkilometern in diversen Altersgruppen die einzige aussagekräftige Statistik. Aber das habe ich weiter oben bereits geschrieben.


Ich bestreite ja auch nicht, dass von Senioren ein erhöhtes Unfallrisiko ausgeht. Ich befürworte auch regelmäßige Gesundheitschecks. Es ist doch geradezu absurd, dass man nur zum Fahrerlaubniserwerb einen Sehtest absolvieren muss. Wem die Fahrerlaubnis nie entzogen wird, der darf mit dem Sehtest, den er mit 17 ohne Sehhilfe bestanden hat, auch noch mit 90 ohne Sehhilfe fahren. Das ist doch geradezu krotesk. Nur wem zwischendurch die Fahrerlaubnis entzogfen wurde, der muss für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis auch einen erneuten Sehtest absolvieren. Wer kann mir die Logik erklären, die dahinter steckt?


Zu bedenken ist aber halt auch, dass eben auch von jungen Fahrern und Fahranfängern ein erhöhtes Risiko ausgeht. Die Gründe sind halt andere, und dem ist schwerer beizukommen, als dem Problem mit den Senioren. Wie ich weiter oben bereits geschrieben habe, will sich in Anbetracht der Überalterung unserer Gesellschaft, keine politische Institution an dieses Thema heranwagen, um es sich mit der älteren Wählerschaft nicht zu verderben.
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Uwe Mettmann
Beitrag 08.08.2022, 12:51
Beitrag #47


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Das Problem ist doch, dass die Senioren am absoluten Unfallgeschehen überhaupt nicht so stark beteiligt sind:



Aus diesem Grund wird es nicht so viel bringen, wenn eben nur die Senioren regelmäßig auf ihre Fahrtauglichkeit untersucht werden. Das ist ähnlich, als wenn man zur Umweltentlastung nur die Fahrzeuge mit H-Kennzeichen von der Straße nehmen würde. Diese haben zwar den höchsten Schadstoffausstoß, aber es fahren nur so wenige rum, dass es nicht viel bringt, diese Fahrzeuge von der Straße zu verbannen.

Hinzu kommt noch die Tatsache, dass viele Autofahrer, die jünger sind als die Senioren, so fahren, wie man es in seinem Vorurteil von Senioren erwartet.

Daher kann die Schlussfolgerung nur lauten, wenn regelmäßige Fahrtauglichkeitsuntersuchgen, dann für alle Altersklassen.


Gruß

Uwe
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haschee
Beitrag 08.08.2022, 13:25
Beitrag #48


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Die Statistik wiederum kann man auch so sehen, von den Senioren fahren eben wirklich gar nicht mehr so viele.
Dann kann man aber nicht auf die Gesamtzahl Senioren bis "ultimo" gehen, die wenig Unfälle verursachen würden - pro Senior.

Das ist dann eben wie wenn ich sagen würde U25 und meine die U16 mit! wink.gif


Im Prinzip sind wir uns tatsächlich recht einig. blink.gif

Und wie schon, gesagt, kein Problem mit Tests ab 30.
Und mehr ab 45 oder 50 und noch mehr ab 65 oder 70 oder 75.



Und ich meine es würde schon etwas bringen.

Wenn das amtlich festgelegt würde.

Und nicht von der Familie oder dem Arzt nahegelegt - wobei das vom Arzt nicht verbindlich ist.
(siehe "es gibt kein ärztliches Fahrverbot und der Arzt ist mit der Schweigepflicht mit 1 Bein im Knast oder dreistelligen Tagessätzen)

Bis halt was passiert bei Uneinsichtigen - und das wäre doch zu vermeiden? wavey.gif


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Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird
der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen
restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen.

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auchdasnoch
Beitrag 08.08.2022, 14:27
Beitrag #49


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Zitat (Uwe Mettmann @ 08.08.2022, 13:51) *
Das Problem ist doch, dass die Senioren am absoluten Unfallgeschehen überhaupt nicht so stark beteiligt sind:
Was sicherlich auch daran liegt, dass Senioren weniger fahren. Zudem kompensieren sie ihre Unzulänglichkeiten durch eine übervorsichtige Fahrweise, was allerdings sehr nervig erden kann, wenn man ohne Überholcmöglichkeit hinterher fahren muss.

Zudem gibt es leider auch schwerwiegende seniorentypische Unfälle, als da wären z.B. Gas mit Bremse verwechselt, oder orientierungslos als Geisterfahrer auf der Autobahn.


Zitat (haschee @ 08.08.2022, 14:25) *
Die Statistik wiederum kann man auch so sehen, von den Senioren fahren eben wirklich gar nicht mehr so viele.
Das ist sicherlich richtig. Aber auch dadurch sinkt das Risiko, das von dieser Personengruppe ausgeht.


Zitat (haschee @ 08.08.2022, 14:25) *
Und nicht von der Familie oder dem Arzt nahegelegt - wobei das vom Arzt nicht verbindlich ist.
(siehe "es gibt kein ärztliches Fahrverbot und der Arzt ist mit der Schweigepflicht mit 1 Bein im Knast oder dreistelligen Tagessätzen)
Das stimmt so nicht ganz. Je nach Situation kann der Arzt, trotz Schweigepflicht, der Führerscheinstelle seinen fahruntauglichen Patienten melden. Das wurde hier schon mehrfach thematisiert.
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Uwe Mettmann
Beitrag 08.08.2022, 16:32
Beitrag #50


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Zitat (auchdasnoch @ 08.08.2022, 15:27) *
Zitat (Uwe Mettmann @ 08.08.2022, 13:51) *
Das Problem ist doch, dass die Senioren am absoluten Unfallgeschehen überhaupt nicht so stark beteiligt sind:
Was sicherlich auch daran liegt, dass Senioren weniger fahren.

Warum sie den geringsten Anteil an Unfällen beteiligt sind, spielt keine Rolle, sie haben den geringsten Anteil, siehe die Grafik von mir. Das ist wie der Vergleich mit den Oldtimern, die schmeißen zwar den meisten Dreck aus dem Auspuff, haben aber nur einen geringen Anteil an dem gesamten Schadstoffaustausch durch PKWs

Zitat (auchdasnoch @ 08.08.2022, 15:27) *
Zudem kompensieren sie ihre Unzulänglichkeiten durch eine übervorsichtige Fahrweise, was allerdings sehr nervig erden kann, wenn man ohne Überholcmöglichkeit hinterher fahren muss.

Das du dich gestört fühlst, sehe ich nicht als Grund, zumal ich festgestellt habe, dass die meisten sehr langsamen Verkehrsteilnehmer inzwischen wesentlich jünger als Senioren sind. Das muss ich fast jedes Mal feststellen, wenn ich ein sehr langsames Fahrzeug überhole. Ich erwarte einen älteren Herrn oder ältere Dame und was sehe ich, ein Kerl und eine Frau so z.B. um die 30.

Zitat (haschee @ 08.08.2022, 14:25) *
Und ich meine es würde schon etwas bringen.

Wenn das amtlich festgelegt würde.

Das Problem ist, dass die meisten fahruntüchtigen Senioren trotzdem durch die Maschen fallen würden. Der Abbau körperlich oder geistig kommt meist plötzlich und geht häufig recht schnell innerhalb von Monaten, Wochen oder gar Tagen, meist nach einer Krankheit, so dass solche Senioren erst einen Unfall bauen, bevor sie einige Jahre später zu einem Test müssen.

Sorry, aber ich möchte nicht alle unsere älteren Mitmenschen halbjährlich zu irgendwelchen Tests schicken, nur, um einige auszusortieren. Diesen Respekt sollten wir wohl noch den Menschen entgegenbringen, die immer für uns da waren und uns auf unseren Weg vom Kind zu einem erwachsenen Menschen begleitet haben.

Ich sehe eher die Aufgabe bei uns jüngeren, insbesondere der Familie, sich darum zu kümmern, dass ein fahruntüchtiger Senior nicht mehr fährt. In den meisten Fällen kann man ihn davon überzeugen nicht mehr zu fahren und wenn nicht, so muss man eben den schweren Gang gehen, die Fahrerlaubnisbehörde einzuschalten. So etwas kann auch ein Nachbar machen, wenn er sieht, dass ein Senior wirklich andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Die Senioren, die ich kenne/kannte, sind auch verantwortungsvoll mit ihren nachlassenden Fähigkeiten umgegangen, indem sie nur tagsüber und unkritische Strecken gefahren sind, die sie auch aus dem FF kannten und natürlich sind sie auch vorsichtiger gefahren. Zum Schluss haben sie dann auf das Fahren verzichtet. Hier war dann die Familie wichtig, die dann die Fahrten übernommen haben. Gerade auf dem Land ist das ohne Führerschein der einzige Weg um mobil zu bleiben.

Leider sind heute viele nicht mehr bereit, diese Verantwortung für die älteren Familienmitglieder zu übernehmen und daher wird nach dem Staat gerufen, der das regeln soll.


Gruß

Uwe
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