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> MPU wegen Trunkenheitsfahrt
LarMar
Beitrag 13.05.2022, 18:16
Beitrag #1


Neuling


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Hallo,

ich war ende 2020 bis Ende 2021 schwer Depressiv. Die Depression Endstand auf Grund dessen, dass sich die Mutter meines Kindes von mir getrennt hat.
Es wirkte, als würde alles wofür ich lebte wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.
Nach dem Versuch Ende Februar nochmal unsere kleine Familie zu retten, entschied Sie sich mir Ihren neuen Freund zu Präsentieren!
Im Mai hab ich dann stark alkoholisiert ein halben Straßenzug zerlegt. Da war der punkt für mich gekommen, irgendwas zu ändern und die Maßnahmen die ich ergriffen habe möchte ich gerne mit euch teilen.

Punkt 1. Ich habe direkt aufgehört meine Sorgen in Alkohol zu ertränken.
Punkt 2. Ich habe eine Therapie gemacht um meine Depression zu bekämpfen.
Punkt 3. Mit Hilfe der Therapeuten, konnte ich die Ereignisse die zur Sufffahrt führten Aufarbeiten und Vermeidungsstrategien entwickeln.
Punkt 4. Laut erst Gespräch bei der MPU-Vorbereitung kein Abstinenznachweiß nötig, werde aber trotzdem für ein halbes Jahr Abstinenz nachweisen.

Kann die Therapie und der freiwillige Abstinenznachweis für ein halbes Jahr ein positiver Faktor für die MPU sein?


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Herbie56
Beitrag 13.05.2022, 19:13
Beitrag #2


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Herzlich willkommen im Verkehrsportal,

erst einmal:
Toll, dass du dich wieder gefangen hast und einen guten Weg für dich gefunden hast !

um bzgl. deiner Frage Genaueres sagen zu können:
Wie hoch war deine Promillezahl ?
Um wieviel Uhr fand die TF statt ?
Nimmst du Medikamente wegen der Depression ?
Ist diese der Fsst bekannt ?

Liebe Grüße



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LarMar
Beitrag 16.05.2022, 09:20
Beitrag #3


Neuling


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Danke für deine Antwort und die netten Worte.

Der Unfall ereignete sich um ca. 3 Uhr Nachts.
Ich hatte einen Blutalkoholwert von 1,69 Promille.
Medikamente nehme ich keine und die Depression ist der fsst nicht bekannt.

Ist es eher kontraproduktiv das Thema Depression in bei der MPU zu erwähnen? Wenn ja, muss ich mir ja eine komplett neue Geschichte ausdenken...
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MsTaxi
Beitrag 16.05.2022, 11:33
Beitrag #4


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Auch von mir Glückwunsch, dass du dein Leben in den Griff bekommen hast.

Ebenso begrüße ich dein Bekenntnis zur Ehrlichkeit. Die Erwähnung der Depression dürfte in so weit problemlos bleiben, wenn du folgendes beachtest:

- Fachleute und Laien haben einen unterschiedlichen Sprachgebrauch. Das, was du als "schwere" Depression bezeichnest verdient bei allem Respekt für deine Probleme in fachlicher Hinsicht dieses Adjektiv wahrscheinlich nicht. Du darfst durchaus darstellen, dass und aus welchen Gründen genau dir die Trennnung von Frau und Kind so den Boden unter den Füßen weggezogen hat, vermeide aber nach Möglichkeit das Wort "schwer".
- Depressionen wie deine sind dann kein Problem für die Fahreignung, wenn sie
a) ausgeheilt sind, also keine Symptome mehr bestehen
b) du die Gründe für die Depression bearbeitet hast
c) keine aktuelle Rückfallgefahr besteht und, ganz wichtig,
d) die Punkte a), b) und c) durch deinen Therapeuten bestätigt werden.

Wenn du eine solche Bestätigung bei der MPU vorlegen kannst und dann gute Alternativen und Vermeidungsstrategien darstellen kannst, sehe ich da kein Problem. Um noch eine Frage aus dem Ausgangspost zu beantworten: Therapie und freiwillige AN sind in diesem Zusammenhang sehr gut für die MPU. Beide zeigen, dass du nach dem worst point deiner alkoholischen Trauerphase (btw, wie zerlegt man einen halben Straßenzug?) deine Probleme offensiv angegangen bist.

Das, was ich hier schreibe, gilt natürlich nur, dass du alle wesentlichen Informationen hier schon präsentiert hast. Wenn da noch irgendein Klops im Dunklen lauert, könnte alles anders aussehen. laugh2.gif


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"Das Problem beim Klartext reden in Sachen Alkohol und Drogen besteht darin, dass der, der zuhört, gern weghört, wenn er noch nicht bereit für den Klartext ist."
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Herbie56
Beitrag 16.05.2022, 12:39
Beitrag #5


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Zitat (LarMar @ 16.05.2022, 10:20) *
muss ich mir ja eine komplett neue Geschichte ausdenken...


Das ist hoffentlich nicht so gemeint laugh2.gif

Liebe Grüße


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LarMar
Beitrag 16.05.2022, 13:43
Beitrag #6


Neuling


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Ich hab im Internet gelesen, dass so eine Bestätigung durch den behandelnden Arzt nichts Wert ist. Ist da was dran?

Zitat (MsTaxi @ 16.05.2022, 11:33) *
(btw, wie zerlegt man einen halben Straßenzug?)

Das mit dem halben Straßenzug war etwas überspitzt ausgedrückt. Es waren nur 3 Autos die zu Schaden gekommen sind plus mein eigenes.


Zitat (MsTaxi @ 16.05.2022, 11:33) *
Das, was ich hier schreibe, gilt natürlich nur, dass du alle wesentlichen Informationen hier schon präsentiert hast. Wenn da noch irgendein Klops im Dunklen lauert, könnte alles anders aussehen.

Vor dem Unfall hatte ich 0 Punkte in Flensburg und meine Strafakte bei der Polizei war bis dato auch komplett leer.
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MsTaxi
Beitrag 16.05.2022, 14:01
Beitrag #7


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Zitat (LarMar @ 16.05.2022, 14:43) *
Ich hab im Internet gelesen, dass so eine Bestätigung durch den behandelnden Arzt nichts Wert ist. Ist da was dran?

Naja, auch das Internet, nicht nur Papier, muss manchmal geduldig sein.

Ich gehe mal davon aus, du willst die FE für Pkw zurückhaben. Die Anlage 4 der Fahrerlaubnisverordnung ist hier relevant. Ich zitiere mal:

Zitat
nach Abklingen der (...) relevanten Symptome einer sehr schweren Depression
ist die Fahreignung gegeben,
Zitat
wenn nicht mit
einem Wiederauftreten gerechnet werden muss, ggf. unter medikamentöser Behandlung


Deinen Fall würde ich eher als mttelschwere Depression einstufen. In diesem Zusammenhang kannst du Kontakt mit deinem Therapeuten aufnehmen und diesen nach seiner Meinung befragen. Er muss ja wissen, was er in seinen Therapieberichten geschrieben hat.


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Kai R.
Beitrag 16.05.2022, 15:08
Beitrag #8


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wenn Du erwähnst, dass Du wegen Depressionen in Behandlung warst, wird der Gutachter die Therapieberichte sowieso einfordern.


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Grüße

Kai

--- sorry, keine Privatkonsultationen per PN ---
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